Edwin Hawkins 1943 – 2018 Kurznachruf

Januar 18, 2018
Lichtgeschwindigkeit 7873

Vom Freitag, 19. Januar 2018

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Edwin Hawkins wurde am 18. August 1943 in Oakland, Kalifornien, USAm geboren und ist jetzt 73-jährig, in Pleasanton, Kalifornien gestorben.

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Edwin Hawkins war ein US-amerikanischer Gospelmusiker.

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Mit dem Namen Edwin Hawkins ist vor allem der Welthit Oh Happy Day verbunden, 1968 gesungen von dem seinen Namen tragenden Gospelchor Edwin Hawkins Singers.

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Hawkins stammte aus einer Familie mit ausgeprägtem musikalischen Hintergrund. Schon als Siebenjähriger begleitete er den Gospelchor seiner Familie bei dessen Auftritten während des gesamten Programms auf dem Klavier. Im Mai 1967 gründete er den 46 Personen (im Alter zwischen 17 und 25 Jahren) umfassenden Gospel-Chor Northern California State Choir.

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Beim jährlichen Jugend-Kirchenkongress, im Juni 1968 in Washington, D. C. wurde das Original Oh happy day aufgeführt. Der Chor bat deshalb Century Record Productions, eine Aufnahme von ihren Chorgesängen zu machen. Mit ersparten 1.800 Dollar finanzierten sie die Aufnahme der Gospel-LP Let Us Go Into the House of the Lord in der Kirche Ephesian Church of Christ in Berkeley mit einer Auflage von 500 Stück. Mit einem veralteten Ampex-Zweispurtonband (modern waren Achtspurgeräte) wurden 8 Kirchenlieder lediglich mit Piano, Bass und Schlagzeug aufgenommen, Leadsängerin Dorothy Combs Morrison sang mit empathischer kehliger Altstimme. Darunter befand sich auch der längst gemeinfrei gewordene Titel Oh Happy Day.

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Die kleine Plattenfirma Pavilion Records in Oakland, erhielt die Erlaubnis, 1.000 weitere Exemplare zum gewerblichen Verkauf zu pressen. Nur 600 Exemplare wurden hiervon verkauft. Eines der Exemplare kam im Februar 1969 in die Hände des Radio-DJ Abe „Voco“ Keshishian bei KSAN FM in San Francisco. Der Sender betrieb für Oh Happy Day ein intensives Airplay. Auch der Sender KOIT in San Francisco übernahm den Song in seine Playlist. Neil Bogert von Buddah Records hörte die Platte im Radio und schloss einen Vertriebsvertrag mit Pavilion Records. Der Gospel-Chor wurde von Buddah Records vermarktet und in Edwin Hawkins Singers umbenannt. Oh Happy Day wurde vorweg aus der LP als Single ausgekoppelt und im April 1969 als Oh Happy Day / Jesus, Lover of My Soul (Pavilion 20001) veröffentlicht. Die Single erhielt in der Billboard-Ausgabe vom 19. April 1969 eine Top20-Empfehlung. Sie erreichte als massiver Crossover Hit sowohl die US-Rhythm and Blues– (Rang 2) als auch die US-Pop-Hitparade (Rang 4) und verkaufte innerhalb von nur zwei Wochen seit Veröffentlichung eine Million Exemplare. Nach Veröffentlichung in Großbritannien am 18. Mai 1969 erreichte sie dort Rang 2 der Hitparade. Die Goldene Schallplatte wurde ihr von der RIAA am 3. Juni 1969 verliehen und war damit die erste zertifizierte Single im Gospel-Sektor. Insgesamt wurden weltweit 7 Millionen Platten verkauft und in den USA 4 Grammy Awards verliehen. In Deutschland und in der Schweiz kam er sogar auf Rang 1 der nationalen Charts.

 

Im Jahr 1982 gründete Hawkins das Edwin Hawkins Music and Arts Seminar. Das Seminar läuft jedes Jahr für eine Woche und dient dazu, den Ideenaustausch unter den Gospelmusikern zu fördern und neue Talente zu entdecken.

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Am 15. Januar 2018 verstarb Edwin Hawkins in seinem Haus in Pleasanton, Kalifornien an einem Krebsleiden.

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Charles Manson 1934 – 2017 Kurznachruf

November 21, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7743

Vom Mittwoch, 22. November 2017

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Charles Milles Manson war ein US-amerikanischer Krimineller, geboren am 12. November 1934in Cincinnati, Ohio, der jetzt 83-jährig nach langjährigen Erkrankungen, am 19. November 2017 in Bakersfield, Kalifornien, USA, gestorben ist.

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Manson war Anführer der Manson Family, einer sektenähnlich strukturierten

Hippie-Kommune in der Nähe von Los Angeles, die 1969 durch die Ermordung von Sharon Tate, Leno und Rosenmary LaBianca und vier weiteren Personen bekannt wurde. Manson hatte die Morde angeordnet, aber nicht selbst ausgeführt. Er wurde wegen Verabredung zum Mord zum Toe verurteilt und verbüßte nachAbschaffung er Todesstrafe 1972 in Kalifornien eine lebenslange Haftstrafe.

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Anfang Januar 2017 wurde Manson wegen innerer Blutungen stationär behandelt, konnte aber wegen seines schwachen Gesundheitszustandes nicht operiert werden. Wenige Tage später wurde er zurück ins Gefängnis gebracht. Am 15. November 2017 wurde er erneut in ein Krankenhaus in Bakersfield verlegt, wo er am 19. November 2017 im Alter von 83 Jahren starb.

 

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Maryam Mirzakhani 1977 – 2017 Kurznachruf

Juli 27, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7474

Vom Freitag, 28. Juli 2017

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Maryam Mirzakhani /persisch/schiitisch), geboren am 3. Mai 1977 in Teheran, Iran, ist 40-jährig, am 14. Juli 2017 in Standford. Kalifornien, USA, an Brustkrebs gestorben.

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Maryam Mirzakhani war eine iranische Mathematikerin, die 2014 als erste und bislang einzige Frau und erste iranische Person mit der Fields-Medaille ausgezeichnet wurde, die höchste Auszeichnung in der Mathematik, die oft als Nobelpreis für Mathematik bezeichnet wird. Das britische Fachblatt Nature führte Mirzakhani 2014 auf seiner Liste der zehn wichtigsten Wissenschaftler des Jahres. Seit 2008 war sie Professorin an der Stanford Universität in San Francisco.

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Die Forscherin beschäftigte sich vor allem mit den abstrakten Räumen der Geometrie. Sie untersuchte die Eigenschaften von Linien, Kurven und komplizierten geometrischen Konstrukten wie „hyperbolischen Flächen“, Gebilden, die an jedem Punkt wie ein Sattel gekrümmt sind. Sie galt als Spezialistin für Theorien der Modulräume, Ergodentheorie und symplektische Geometrie. Obwohl diese Disziplinen über die Fachwelt hinaus kaum bekannt sind, ist die Erforschung ihrer Geheimnisse wichtig für unzählige andere Bereiche, etwa für die theoretische Physik oder die Ingenieur- und Materialwissenschaften. Auch für die Kryptografie, also die Wissenschaft der Verschlüsselung von Daten, sind die Erkenntnisse dieser Art von Geometrie essenziell.

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1977 in Teheran geboren, besuchte Mirzakhani dort eine Mädchenschule für begabte Schülerinnen. Mitte der 1990er Jahre fiel die Iranerin bei internationalen Mathematik-Olympiaden durch den Gewinn von drei Goldmedaillen auf. Sie machte ihren Abschluss an der Sharif Universität in Teheran und promovierte anschließend an der renommierten US-Universität Harvard. Sie lehrte in Princeton, bevor sie 2008 nach Stanford wechselte. Mirzakhani war mit Jan Vondrák (* 1974), einem Mathematiker aus Tschechien verheiratet. Sie sind Eltern einer sechsjährigen Tochter.

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„Maryam ist viel zu früh von uns gegangen“, erklärte Stanford-Präsident Marc Tessier-Lavigne in einer Erklärung der Universität. „Aber ihr Einfluss wird für Tausende Frauen bestehen bleiben, die sie inspiriert hat, sich der Mathematik und den Naturwissenschaften zu widmen.“

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Zeit aber braucht es, das hat sie oft erklärt; sie selbst sei eher langsam. Das Tollste sei ja der Aha-Moment, wenn man wie auf einem Gipfel mit Aussicht stehe; „aber meistens ist es wie eine lange Wanderung ohne Pfad und ohne Ziel in Sicht“. Man könnte verzagen, wenn so eine Tour Jahre dauert. Aber Mirzakhani ist laut Kollegen eine gute Wanderpartnerin: ausdauernd, bescheiden, humorvoll und „ansteckend optimistisch“, dass es einen Weg gibt. Irgendwo hat sie dann auch meist einen gefunden, oft in einem anderen Gebiet als erwartet.

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