Ernst Nolte 1923 – 2016 – Kurznachruf

August 25, 2016
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Vom Donnerstag, 25. August 2016

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Ernst Nolte, geboren am 11. Januar 1923 in Witten, ist jetzt 93-jährig am 18. August 2016 in Berlin gestorben.

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Ernst Nolte entsproß eine katholischen Schullehrer-Familie in Witten an der Ruhr, wo er 1941 sein Abitur machte und begann sogleich ein Studium der Philosophie, Germanistik und der Altphilologie an den Universitäten Münster, Berlin und Freiburg im Breisgau. Da ihm an der linken Hand drei Finger fehlten, Adaktylie, war er nicht kriegsdiensttauglich

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Nolte wurde ein deutscher Historiker und Philosoph, studierte bei Martin Heidegger und wurde durch den heidegger-Schüler Eugen Fink mit der Arbeit „Selbstentfremdung und Dialektik im deutschen Idealismus und bei Marx“. Von hier aus entwarf Nolte seine „philosophische Geschichtswissenschaft“, wie er auch mit seinem Nietzeschebuch entwickelt. Insbesondere seine Studien zum europäischen Faschismus, die er in den 1960er Jahren vorlegte, waren einflussreich.

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Noltes These von einem „kausalen Nexus“ zwischen den Verbrechen der Kriegsgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts, wie des Gulag-Systems in der Sowjetunion und dem Holocaust, der Vernichtung der europäischen Juden im Nationalsozialismus, wurde von der SPD-Adorno-Habermas-Kampfgruppe zur Umerziehung der Deutschen (nach der „Frankfurter Schule“) als Angriffspunkt für den Historikerstreit, 1986, genutzt.

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Die Habermaskampfgruppe der Westmarxisten stempelten Ernst Nolte zum Feind ab und grenzten ihn vom westdeutschen Historikerdiskurs weitgehend aus. Stattdessen reüssierten Traumtänzer, wie Habemas, Wehler und andere.

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Während Noltes Laufbahn als Professor für Neuere Geschichte in Marburg und Ber­lin ruhig verlief. Er schrieb dicke Bücher, darunter „Deutschland und der Kalte Krieg“ und „Mar­xis­mus und industrielle Revolution“ und das beachtliche „Nietzsche und der Nietzscheanismus“, und erntete 1985 große Anerkennung:

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Ihm wurde, wie später Helmut Kohl und Hel­mut Schmidt, der Hanns-Martin-Schleyer-Preis ver­lie­hen – für „die För­de­rung der Grundlagen eines freiheitlichen Gemein­we­sens“.

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Der Adorno-Habermas-Kampfgruppe, in Zusammenarbeit mit der SPD-Salonpersonnage“ haben durchgesetzt, dass „Auschwitz“ zur „Identifikation der Bundesrepublik Deutschland“ propagiert wurde. Während Ernst Nolte stets die Unvergleichbarkeit solcher Gräuel, wie Gulag oder Auschwitz, betonte, allerdings auf je historische Kontextforschung verwies. Der Habermas-Salon indes postulierte das religiös Voraussetzungslose als bösheitsdeutsche Kollektiveigenschaft, die Geschichte und die Tradition des europäischen Antisemitismus ausblendend.

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Ernst Nolte war davon überzeugt, dass seine Argumente als empirischer Historiker früher oder später erkannt und anerkannt werden – und die Geschichte gibt ihm Recht.

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Der Habermas-Hass dagegen, der ohne jegliche empirische Forschung „blinde“ Behauptungen publizistisch durchzusetzen alles drangaben, bewegen sich noch immer (Grass, Lenz, Jens, und sonstige NSDAP und SS-Mitglieder) als Nachhut-Nazis auf den längst der Geschichte angehörenden Denkzwängen des Stalinismus oder es Marxismus:

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Die Partei hat immer recht“ – „man muss nicht die Welt erkennen, sondern verändern“.

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Die rückgewendete autoritäre Habermas-Salonpersonnage ist jetzt im Abdanken begriffen, denn inzwischen proklamieren auch Henry Kissinger oder George W. Bush: „Kritik an unserer Wahrhaftigkeit? – Moment Geduld, wir haben die Macht, jede Wahrheit herzustellen“.

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Immerhin wurde Ernst Nolte nicht umgebracht und konnte jetzt hochbetagt aber unvergessen sterben. Man muss ihn neben Ernst Jünger, Karl Jaspers, René König und Alphons Silbermann und anderen edlen deutschen Denkern des zwanzigsten Jahrhunderts, als verdienten unbeugsamen Einzelkämpfer der Freiheit und der freien empirischen Wissenschaft ehren.

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Ernst Nolte ist ein Historiker des kriegerischen 20sten Jahrhunderts, dessen empirische Einsichten Aufklärung und praktische Urteilskraft gegen die „Falschen Propheten“, wie Stalin, Pol Pot, Mao, Hitler, Habermas, Bush, steht. Während die Gruppe ADORNO-HABERMAS durch Umetikettierung des ehemaligen „Frankfurter Instituts für empirische Sozialforschung (Horkheimer)“ in die CIA/KGB-Umerziehungsagentur „Frankfurter Schule“ (Adorno) als Legendenerzwinger Geschichte zu machen versuchten, kann Ernst Nolte als Geschichtsdenker (Lorenz Jäger) verstanden werden.

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Ernst Noltes Geschichtskunde und Werke werden dann aufgenommen werden können, wenn die westdeutsche Habermas-Salonpersonnage und deren Propagandamacht verschwunden sein wird.

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Ulrich Beck 1944 – 2015 – Kurznachruf

Januar 4, 2015

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am Sonntag, 4. Januar 2015

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Der SPD-Professor Ulrich Beck starb am 1. Januar 2015 an den Folgen eines Herzinfarktes im Alter von 70 Jahren in München.

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Die Nachrufe bezeichnen Ulrich Beck als Soziologen bzw. sogar als „einflussreichsten Soziologen“, als einen der „meistrezipierten Soziologen“, als den „wohl bekanntesten meist gelesenen deutschen Soziologen“ und so weiter unentgeltliches Gesäusel: „Das Schlagwort der „Risikogesellschaft“ machte ihn berühmt“, schreibt der SPIEGEL.

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Im Deutschlandfunk brachte eine Elogistin das Tollste zustande:

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Nachdem also erst am 3. Januar Ulrich Becks Tod berichtet wurde, erschienen sofort Nachrufe. Im Deutschlandfunk verlas eine Elogistin folgenden GAG, sie sagte:

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Becks Theorie von der Risikogesellschaft, seinem wichtigsten Buch, wurde durch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl auf eindrucksvolle Weise bestätigt.“

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Die Reaktorexplosion von Tschernobyl, bei Kiew in der Ukraine, fand am 26. April 1986 statt. Das besagte Buch „Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne“, von Ulrich Beck erschien bei Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986.

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Das klingt wie ein Nachruf auf E.T.A. Hoffmann: Er stand genau vor 200 Jahren auf der Augustusbrücke in Dresden und trank den Rest aus einer Flasche Rotwein und nahm damit den erst 100 Jahre später stattfindenden Ersten Weltkrieg vorweg.

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Die Risikogesellschaft wurde nicht bestätigt, schon gar nicht durch Tschernobyl antezipando, sondern es ist wie bei den SPD-Epigonalisten stets, erst kürzlich wollte Jürgen Habermas (auch der meistgelesenste und internationalistischste Soziologe usw.) in seinem berühmten Werk „Theorie und Praxis“ von 1971 die Gestell-Problematik von Heidegger und den späteren „Dialektik der Aufklärung“-Soziologen vorweggenommen haben, die bereits vorher Herman Kahn in „Ihr werdet es erleben“ (Original „The year 2000 – A frame-work of the next 30 years“ 1967) plünderten, um dem dann heute als der Zuvorderste entgegenzutreten (das Peinliche bei Habermas ist nun aber, dass er in „Theorie und Praxis“ nicht nur nicht der erste war, sondern – viel schlimmer – er hat die IT-Revolution eben nicht erkannt und nicht vorhergesagt, wie Kahn).

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Vorsicht – es ist immer noch mit einem Essay von Günter Grass zu rechnen (jetzt wo Siegfried Lenz tot ist und Duke Ellington, bleibt unsere letzte Kontrollhoffnung Martin Walser): Wer schreibt der bleibt.

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Es muss dem unvoreingenommenen Leser mitgeteilt werden, dass Ulrich Beck eine SPD-Parteikarriere vollführt hat, in der seine Aufgabe darin bestand, den einflussreichsten Soziologen zu geben – er war der SPD-Experte, der Gutachter, der Kenner, der Spezialist mit der Internationale im Horizont (ganz Ivy-League-Amerika reisst sich um wechselweise Habermas und Beck und Grass, Harvard, Yale, Stanford, UCLA, Johns Hopkins Baltimore).

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Diese Berühmtheit wird geführt, durch permanente großflächige Feuilletontexte von Beck in der Süddeutschen Zeitung, gut koordiniert mit den anderen SPD-Schranzen, die zu jedem Zaunpfahl eine Rede schrieben, nämlich Jürgen Habermas (auch als Goldener Doktortitelträger der Philosophie der FAZ) und, natürlich, Günter Grass.

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Alle drei SPD-Autoren haben geradezu austauschbare Echos ausgesendet, auf die Themen der Zeit, egal ob Vietnam, Studentenbewegung, Marxismus, 68er Generations-Konflikt, StaMoKap, Ökologie, Grenzen des Wachstums, Risikogesellschaft, Europa-Politik.

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Man kann also den „Butt“ oder „Die Rättin“ oder andere Feuilleton-Zeitthemen -Kompilationen von Grass, Beck oder Habermas, wie beim Scrabble, zu unsinnigem Augenstaub verwirbeln und es bleibt, was es immer war:

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Ungültiges Simulieren, ohne jegliche wissenschaftliche Methode oder Geltungsanspruch, ohne Empirie, ohne systematische Explorationen, stets nur auf ein sozialdemokratisches „So-Sein-Sollen“ eingesäuselt.

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Es klingt schon absurd, wenn jetzt engste Mitarbeiter oder Protegées von Ulrich Beck attestieren: Methode? Begriffsverlässlichkeit? Theoriearbeit? Feldarbeit? Empirische Systematik? – nein, das war nicht seine Leistung. Deshalb sei er ja auch vielseitig mehr beim Laienpublikum gut angekommen als unter Soziologen.

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Was sind das nur für peinliche Sprüche: „berühmt“, „gut angekommen“. Entscheidend sollte bei einem Wissenschaftler sein,

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welche wissenschaftlichen Fragen hat er generiert?

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Welche hat er beantwortet?

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Welche neuen Fragen oder Hypothesen sind dadurch entstanden?

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Hat er gut ausgebildet und leistungsstarke Schüler?

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Im Falle von Ulrich Beck war es einfach so, dass er in den SPD-orientierten Zeitungen und Zeitschriften permanent gedruckt wurde – auch in Übersetzungen, jedenfalls noch mehr als Oskar Negt und Alexander Kluge. Die SPD versuchte damit ihre Sprachregelungen und einen sozialdemokratischen Themenkanon zu etablieren:

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Er veröffentlichte kontinuierlich Essays in den großen europäischen Zeitungen: Der Spiegel, Die Zeit, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau, La Repubblica, El Pais, le Monde, The Guardian usw.

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Dietmar Moews, kurz nach Tschernobyl 1986, radioaktive Kunstaktion am Ernst-August-Denkmal vor dem Hauptbahnhof.

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Dietmar Moews meint: Als täglicher Bezieher der Süddeutschen Zeitung seit 1986 – etwa die Zeit in der Ulrich Beck von den Münchnern entdeckt wurde, nämlich als ich in München lebte (1986 bis 1995), sind mir die Beckmessereien von Beck, Habermas und Grass stets als schaurige Dummheiten erschienen.

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Für mich als Feldarbeiter im Fache der empirischen Soziologie, mit „harten“ soziologischen Verfahrensschritten und auf Gültigkeit zielender Vorgehensweise der systematischen Durchführung, war bei den Publikationen von Ulrich Beck nicht das Geringste zu lernen oder zu vergleichen oder als Anregung aufzunehmen: NICHTS war brauchbar. Beck schwadronierte und war nett.

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Die Nachrufer, die Beck heute als Soziologen preisen, wissen nicht was Soziologie ist. Und eines ist unerbittlich anzurufen (wie es Karl Popper verlangte): Wichtigste Qualität eines Wissenschaftlers ist die Wahrheit:

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Im Falle des zeitlichen Zusammenhanges von Tschernobyl und dem Buch Risikogesellschaft, von Ulrich Beck, bildet Beck das schlaumeierische Nachzucken. Aber was ist nun damit anzufangen? Was ist mit Fukushima? Was ist aus Kassandra geworden, Christa Wolf?

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Wer nun wirklich von der Schrift: „Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne“, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, wichtige Orientierungsanregungen beziehen konnte, wird das selbst einordnen können: Weiterhin alles Gute.

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Es soll der Höhepunkt des publizistischen Werkes gewesen sein, auf seinem Weg: „Die Wandlungen der Grundlagen der modernen Gesellschaft“ zu erkennen.

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Mir sind solche Forschungen und Publikationen, wo auch nur eine einzige soziale Neuigkeit von Beck soziologisch aufgeschlossen worden sei, nicht bekannt. Wobei er ohnehin dahin neigt, eher politologisch zu extrapolieren und insbesondere materialistische, technische Veränderungen der äußerlichen Modernisierung zu beobachten und zu interpretieren, als soziale Beziehungen und deren etwaigen modernen Verhaltens-Wandel zu ergründen.

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Hart gesagt, bei Ulrich Beck wird kein sozialer Befund entdeckt oder systematisch gefunden und durchgeprüft. Becks Arbeit weist keine soziale Wandlung infolge von Modernisierung erkennbar aus. Und wären es nur Fragen der sozialen Modernisierung, – wie bedienen und benutzen Sozialpartner Maschinen, Technik, Apparate, aufeinander bezogen, modern gewandelt, also anders als früher? Wo sind die sozialen Erkenntnisse?

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Es ist darauf zu bestehen, dass sich die Soziologie einzig und ausdrücklich mit ihren eigenen sozialen Arbeitsfeldern zu beschäftigen hat: Mit dem Sozialen! Das ist Mensch zu Mensch, Mensch mit Mensch prozessural interdependierend, interaktiv, besonders, wie das Soziale aus dem Sozialen selbst entsteht. Auch wenn dabei modern gewandelte Maschinen im Erlebniszentrum von Individuen stünden, ist damit noch wenig über eine Wandlung „im Sozialen“ gesagt. Was bei den Individuen zur Anthropologie gehört, wäre erst unter Beforschung der sozialen Dimensionen Soziologie, nämlich: Anthropologie unter sozialen Prozessen, hier – in Zeitschnitten – auf etwaige Besonderheiten im Wandel modernisierender Technik bezogen.

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Hat jemals jemand bei Ulrich Beck, Habermas oder Grass eine Unterscheidung zwischen Zeitschnitt und prozessuraler Sozialaktivitäten gehört oder gelesen? Wohl kaum.

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Sorry Mister! Meiner Selbstverpflichtung folgend muss ich meine Kurznachrufe – insbesondere wenn es um die in Deutschland verhunzte Soziologie geht – so schreiben, dass Alphons Silbermann (1909-2000) Genugtuung dadurch erfährt, als lebe er noch unter uns. Der ja selbst nicht mehr schreiben kann – aber immerhin ich in seinem Sinne es tue.

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Prof. Dr. Alphons Silbermann held a reception to his 90th  day of births at the Excelsior Hotel Ernst Cologne near dome

Prof. Dr. Alphons Silbermann held a reception to his 90th day of births at the Excelsior Hotel Ernst Cologne near dome

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Wer in der Pferdekutsche reist, muss nicht zum Mitreisenden andere Sozialverhaltensweisen an den Tag legen, als ein Flugzeugpassagier oder ein Schiffspassagier. Welche Wandlungen hat er beobachtet? NICHTS da bei Ulrich Beck.

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Doch auch hierzu findet man gründliche Arbeit bei Friedrich Georg Jünger „Die Perfektion der Technik“ – nur, was verstand denn Ulrich Beck von Technik oder von Jünger oder von Alphons Silbermann?

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Hans-Ulrich Wehler 1931 – 2014 – Kurznachruf

Juli 7, 2014

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am 7. Juli 2014

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Es wurde der Tod des Geschichtsprofessors in Bielefeld Hans-Ulrich Wehler (1931-2014) mitgeteilt.

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Es wird behauptet, dass Wehler fortschrittliche Geschichtswissenschaft aus den USA nach Deutschland gebracht habe (etwa die amerikanische oder eine von vielen?), die Wehler dann als Bielefeld Professor zur Bielefelder Schule ausgebaut habe.

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Ferner wird in Nachrufen behauptet, mit und durch Wehler gebe es in Deutschland eine neue Geschichtsforschung und Geschichtslehre. Akzentuiert wurde Wehlers Publizistik – die in fünf Bänden die vergangenen 300 Jahre umfasst – durch den „Historikerstreit von 1986“.

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Im Historikerstreit ging es um die absurde Behauptung von bestimmten Geschichtsfälschern, dass das Dritte Reich, das Hitlerunwesen und die mit dem Begriff “Auschwitz“ gefassten Massenmorde von organisierten Massenmördern, teils industrieller Art, von Opfergruppen, historisch voraussetzungslos geschehen sei, indem Minderheiten zu Opfern und Staatsfeinden der Deutschen erklärt worden waren, und vertrieben bzw. ausgerottet wurden oder werden sollten: Juden, Zigeuner, Bibelforscher, Homosexuelle, Missliebige.

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Diese Geschichtstatsachen sind als historische Vorkommnisse neu gewesen, in vieler Hinsicht vorbildlos.

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Nunmehr ging von der Forderung, Wissenschaft soll nützen, der Wunsch aus, man möchte aus Fehlern lernen – die Massenmorde der Hitlerei waren Fehler.

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Und an diesem Punkt ist man sich noch einig: was geschah, durfte nicht geschehen und darf nicht wieder geschehen: Fehler schlimmster Art.

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Wehler vertrat die Sichtweise (ähnlich Jürgen Habermas): Mit der Hitlerei, insbesondere betreffs der Massenmorde von Massenmördern, haben wir es mit etwas Einmaligem und zwar mit voraussetzungslos Bösem, Einmaligem zu tun.

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Dagegen vertritt der Historiker Ernst Nolte die Interpretation der selben Untaten, sie seien zu erforschen, auf jeweils wirksame Wirkungszusammenhänge und Ursachen, also auf bestenfalls erkennbare Voraussetzungen für die Geschehnisse zu untersuchen. Und Nolte hat darüber enorme systematische Analysen publiziert, in denen nicht das Böse gut geredet wird, sondern in dem verständlich wird, ob und was, wie und durch wen entstehen konnte und tatsächlich geschah. Letztlich auch Dies, um daraus zu lernen.

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Dietmar Moews meint: Ich vertrete Nolte.

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Ich werde die Bielefelder Schule gegen die Bielefelder Schule anwenden: Wenn doch jeder seine eigene Geschichtsinterpretation als Narrativ auslegt wie es ihm passt, dann stimmt der Denkansatz der Voraussetzungslosigkeit. Nur – der interessiert mich nicht.

Man kann nach dieser Bielefelder Schule getrost die nächste Mode abwarten. Und die nächste Ladung der rückwirkenden Uminterpretationen der vergangenen 300 Jahre über sich ergehen lassen.

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Wichtiger sind aus meiner Sicht die historischen Tatsachen und Erkenntnisse der empirischen Soziologie. Aus soziologischer Sicht sind immer soziale Szenerie und Situationen,strukturelle und funktionale Wirkkräfte und Hintergründe erforschbar.

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Klar und hart gedacht macht die Wehlersche Geschichte der Einmaligkeit eine Hoffnungslosigkeit – denn voraussetzungslos !! kann Alles immer wieder geschehen. Während wir gemäß Ernst Nolte alle zu lernen haben.
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Die dumme große Mehrheit in unserer Demokratie

April 26, 2014

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am 26. April 2014

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ARNO WIDMANN: Habermas tönt in der Frankfurter Rundschau

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OLIVER WELKE in der ZDF-Heute-Show (Sendung vom 25. April 2014) meint, er könne den Blockparteien deren austauschbaren Sprüche auf den Plakaten zur Europa-Wahl-Werbung um die hohlen Ohren hauen – wenn CDU oder SPD oder FDP für das Gute und gegen das Schlechte Schulden, Chancen, Zukunft und gute Laune sinnfrei mischen. Oliver Welke wendet sich an seine ZDF-Zuschauer, macht dabei aber den selben Winkelzug: Statt dem Publikum zu sagen, dass es von Welke als bescheuert hingestellt wird, wenn er den Parteien vorwirft, sie sagen ebensowenig wie Welke dem eigenen Wähler, dass man ihn mit dummen Sprüchen um Zustimmung umwirbt, statt mit seinsgebundenen Argumenten.

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Dietmar Moews meint: Herausgehobene Peers – wie Jürgen Habermas – in Deutschland werden von den Mehrheitspublizisten zu prominenten Meinungsführern gestilt, statt von Fall zu Fall als Dünnbrettbohrer kritisiert zu werden.

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Dass sich die weite Öffentlichkeit aus dieser gängigen Führungsmeinung ihre politischen Entscheidungen nimmt, kann nicht verwundern.

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Besonders erleichternd und unentgeltlich ist dafür das gleichzeitig von diesen Publizisten gelieferte Repräsentantenmobbing: Merkel sitzt aus, tut nichts, erklärt nichts, versäumt notwendige Entscheidungen.

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Dabei repräsentiert Merkel äußerst professionell ihre Wähler – den Mehrheitswillen der Wähler bei freien Wahlen.

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Nur weil Merkel den Wählerwillen geschickt und auf Zeithöhe herausfindet und in ihrer täglichen Politik repräsentiert, wurde sie gewählt und wiedergewählt. Mittlerweile haben wir eine verfassungsänderungsrelevante Merkelwähler-Mehrheit im Deutschen Bundestag sowie im Deutschen Bundesrat.

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Allerdings: Merkel kann nicht ungestraft gegen den Wähler-Mehrheitswillen Politik machen – solange sie wiedergewählt werden möchte.

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Die in unserem repräsentativen parlamentarischen System organisierte Steuerung und Kontrolle der politischen Entscheidungen hat allerdings einen „natürlichen“ Mangel: Wenn eine Regierung schlimme Fehler macht, hilft es der Wähler-Gesellschaft nicht, mit den Mitteln der begleitenden und nachträglichen Kontrolle der Politikhandlungen, durch die zuhandenen Mittel der begleitenden und nachträglichen Steuerung Unheil rückgängig zu machen.

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Frage ist also stets in der repräsentativen Demokratie: Wie viel Vertrauen ist notwendig und wie viel kommunizierte Skepsis und Wachsamkeit muss jeder Wähler täglich einbringen, damit kein Unfug in der Führung gemacht werden kann?

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Wie viel muss Jeder Zeitung lesen? Nachrichten verfolgen? Ständig mit seiner sozialen Szene darüber diskutieren und kritisieren? Meinungsfreudigkeit und Kritikbeloben statt zu meiden und sozial zu bestrafen?

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Antwort: Es reicht nicht. Die Leute sind Mob – sie kneifen und sind tot.

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Die Leute haben keine Lust auf das symbolische Elend, ständig die hohlen Phrasen, die Propaganda, Lügenhaftigkeit der Repräsentanten zu begleiten.

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Keine Lust auf Demokratie ist der Anfang der Dummheit von Jürgen Habermas.

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Habermas ergeht sich je länger je lieber in sollte, müsste und was er Alles für wünschbar hält. Niemals indes dafür praktisch-politische Mittel zu erkennen. Habermas ist folglich ein unzuverlässiger schädlicher Peer im publizierten Promi-System.

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Ein gewohnter Alltagsvorgang sind Spezialistentum und Arbeitsteilung. Die Fachleute repräsentieren „the State of the Art“ – in allen notwendigen Fächern. Nur in der freizeitlichen Freiwilligkeit erlaubt sich ein Jeder die individuellen Urteile und Wahlentscheidungen.

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Die Frankfurter Rundschau brachte mit Arno Widmann am Donnerstag, 25. April 2014 auf Seite 10: „Auslese: Wer bewegt Europa? Jürgen Habermas und die Verwalter des Status quo …

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Abschaffen müssen wir … wie soll man sich vorstellen… 1. Wir sind wieder in eine halbhegemoniale Stellung hinein geschliddert, die Deutschland seid 1871 zum Unruheherd in Europa gemacht hatte. 2. Der Kompetenzzuwachs der Europäischen Kommission hat „das ohnehin bestehende Legitimationsdefizit der Brüsseler Entscheidungen zugespitzt und damit Tendenzen einer Rückwendung zum Nationalstaat verstärkt. 3. Die Europäische Union gerät immer mehr in einen technologischen Sog.

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Wie diese Entwicklung zu stoppen, gar umzukehren wäre, dazu kann der Philosoph nichts sagen. Er glaubt nicht, dass es eine Europabewegung von unten geben wird. Von oben sieht er auch keine Chancen auf Besserung …“

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Ob und wie so die Hypothese eines Umkehrkonzepts – weg von den heutigen Ausprägungen des Nationalismus in der E U – überhaupt Geltung beanspruchen könnte, das Problem so zutreffend beschrieben wäre, die Problemlösungen auf dieser Beschreibungslinie liegt? – dazu kann Habermas nichts wissen, weil sich ihm die Fragen gar nicht stellen.

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Warum wird das publiziert? Antwort: Damit diese Kritik an Habermas, an der Promi-Publizistik und an einer verquasten Nationalismus-Debatte aufgegriffen werden können.

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Vielleicht versucht man mal das Phänomen des Mobs, in allen empirischen Ausprägungen zu erfassen, zu analysieren und zu interpretieren.

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Vielleicht kommt man mal von der Mobbeachtung auf das Majoritäts / Minoritätsproblem in der Demokratie.

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Mit Wählerbeschimpfung ist gar nichts getan – zumal die öffentliche Informationsführung als Marktwirtschaft betrieben wird und nicht als Informationsorganisiation. Arno Widmann arbeitet bei einem Pleiteblatt.

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Vielleicht lassen sich regionale und sonstige Kleingruppenbedürfnisse, die stets den Mob und seinen Kleinmut kennzeichnen in einen konstruktiven rechtsstaatlichen regionalisierten Föderalismus integrieren? Da wären dann „nationale“/regionale Selbstbestimmung direkt an Selbstverantwortung gebunden bzw. übergeordnete Staatsregeln würden auf Subsidiarität und Konsens gestellt werden können.


Wertewandel in der Gesellschaft

Oktober 2, 2009

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Wert und Werte, was heißt das denn?

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Sammelpunkte des Vortrags im Lingnerschloss

Dresden, am 17. August 2007

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Nur nach häufiger familiärer Unterredung gerade

über diesen Gegenstand sowie aus innigem

Zusammenleben (Platon, 7. Brief)

Menschen etwas Wert hat, weil er es

schätzt, oder schätzt er etwas, weil

etwas Wert hat;

und: Einstellungen um zentrale Werte.

Da stützen sich Werte auf Bedürfnisse.

Die wechseln – also sind ewige Werte

überirdisch.

Werte stehen im Blick des Werdens

und der Zukunft. Wenig Sinn hat,

nach einem Urbild in der Vergangenheit

zu suchen.

Sinnvoller das Erkennen des Werdens

von Werten.

Wir blicken auf den Gebrauch der

WERTE und der

WERTEDEBATTE, GEMEINSCHAFTSWERTE,

Wertedefizit. Jede Gruppe besteht auf die

Gültigkeit ihrer Werte und ihrer Ängste.

Wir nennen es GENERATIONENKONFLIKT.

SEXUALMORAL: Freud s Irrlehre, nach

der das Soziale aus dem Sexuellen geboren

sei. Während sich das Sexuelle des

Sozialen bedient. Hier sollte der Affekt

gelten. Bei Freud zählt die rationale Kälte.

Die sexuelle Alltagsmoral geht ihre eigenen

Wege, eigene Werte.

Überhaupt die JUGEND: Rock und Hose.

Jugend benutzt Pornos nicht wie die Allten –

eher zur Belustigung und Karrikatur.

Der Wandel ist unaufhaltsam. Die Dynamik

einer Gesellschaft muss von den Menschen

kommen dürfen, statt gehemmt zu

werden.

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Der Begriff Werteverlust ist eine Vokabel

der Angstmacherei.

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Da geschehen in jeder Minute 5 Straftaten

in Deutschland. Pessimismus, das interesse

an der Arbeit und am Beruf ist mäßig,

Beteiligung am sozialen Leben, Kirchen,

Vereinen, Parteien, Gewerkschaften stagniert.

Entpolitisierung der Gesellschaft – dahinter

steckt ANGSTMACHEREI mit dem Begriff

WERTVERLUST. Sagen Sie Ihr Bedürfnis.

Gehen sie nach vorne.

Sprechen sie ihren Wert offen aus.

Rückzug: My home is my castle, Privatisierung.

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3 a Die GROßEN ALLGEMEINHEITSWERTE,

Macht, Herrschaft, Vermassung, Organisation

und Verfassung, Loyalität und Staatsräson,

Kaufvertrag und Rechtsstaat/Geld, Friede und

Wettbewerb, Glück, Verführung, Werbung,

Kultur, Kulturindustrie, Massenmedien,

Gewalt, Religion, Kunst, Umwelt, Angst,

Bildungsorganisation, Sozialstaat und

Solidarität, FREIHEIT, Zusammenhalt,

Alltag/Feiertag, Erinnerungspolitik,

Vergessen und Gedenken, Vertrauen,

Pluralität und Identität.

lokal/global, regional, national

Was rät Salomo?

Wie werde ich Bundeskanzler?

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3 b Die KLEINEN FAMILIAREN THEMEN

Glück, Marx‘ Himmelreich, Papst‘

VERTRÖSTUNG, können

siamesische Zwillinge glücklich sein?

Respekt vor dem Alter

Wertkonservativ/Sozialdynamik

Familienzusammenhalt Gut/Böse

Wertgefühl

Zweck/Mittel

Vertrauen,

Liebe

Familientradition und Familienfeste:

das Tor zum Glück,

gestattende Gesellschaft/Permissivität:

das gehört sich aber nicht,

Partnerwahl, Last und Lust,

Abhängigkeiten/Veränderlichkeiten/Tradition,

Opportunismus/Konfliktvermeidung,

Ratschläge

Bildung und Wertvermittlung

Ziele

Erfolgs- und Gewinnstreben

Gewissen/Gelassenheit, Trost, Neid

Vetternwirtschaft, Nepotismus, Klüngel

Kavaliersdelikte, Drogen, Gesundheit und

Krankheit

Bullshit/Wahrheit/Lüge/Erleichterung

Intrige Perfidie

Anpassung Majorität/Minorität

Erlösung: Das Flüchtige fest machen und

das Feste flüchtig.

Wir kommunizieren unsere Aufklärung

durch Angstmacherei und Übertreibungen.

Es entstehen Entfremdung und

Dickfälligkeit. Sublimation und Sensibilisierung

Fehlanzeige, dabei sind Richtig und Falsch,

Pflichten, Rechte und Tabus allesamt in

Gebote, Vorschriften und Gesetze, ethische

Kodizes oder Prinzipien, Richtschnuren in

strenge Formen

gefasst.

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PAUSE

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ZWEITER AUFZUG

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Das Rentnerlied

Das alte Weib

Verinnerlichung von Wertorientierungen,

Haltungen, Widerstand bei Versuchungen

und Verlockungen

1 Werte und Würde in Texten, Textbildern

und Bildern von Wilhelm Busch:

Im Spannungsfeld von Gewinn und Verlust

stehen heute in der Wertorientierung

zwischen Meinungen und Diskurs

Wertäußerungen in Konjunktur, die von

unerwünschten Wertverlusten durch

Entfremdung (Habermas) und

Wertrelativismus (Papst Benedikt XVI.)

verlaufen. Was bei Wilhelm Busch als

Wertbildner der Kunst dazu hervorgebracht

worden ist, hält sich weniger mit

Verlustgeheule, als mit Wertverwandlung

und einer nicht zu verachtenden Lebenstechnik,

das Schicksal mit Elastizität, Humor und –

diesseits von Gut und Böse –

einer Portion alltagspolitischen Selbstbetrugs

zu umarmen.

Im Kern des Vortrags stehen die ständig erklärten

>idealen Werte< und der Zank um sogenannten

>Werteverlust<. Wir beobachten aber bei der

überwiegenden heutigen Menschlichkeit in Deutschland

wirklich „gelebte Werte“ zwischen mehr oder weniger

geschmeidiger Umarmung des Schicksals und dem

ergebenen Erleichterungsbedarf durch Selbsterleichterung.

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Kurz, was Texte und Bildtexte betrifft,

zeigt Wilhelm Busch uns, wie sowohl die

Buben Max und Moritz böse sind, die Opfer

übel spießig, Busch selbst als bornierter

Eiferer, aus einer eigentlich unsympathischen

Werthaltung – eben des bornierten Eiferers –

heraus, uns Buschkunden über seinen

Buschhumor in Verbindung mit seiner

Buschkunst auf seine Seite bringt. Das

ist nicht einfach Schadenfreude oder

Galgenhumor, sondern es ist der sinnliche

Genussmensch, der ohne Askese zeigt,

wie eine skeptische bis pessimistische

Grundhaltung als Wertorientierung –

zwischen cool und kalt – verkörpert,

welche soziale Freundlichkeit für unser

Alltägliches – mit Busch – zu haben ist.

Natürlich ist Buschs Werteleben viel mit

Alkohol verbunden, wie bei Jesus, der aus

Wasser Wein machte.

Busch bringt uns mit seinem Werteprogramm

vor Augen, wie aus Übeln und Minderwertigkeiten

eine Werteverwandlung zur schmunzelnden

und lachenden Konsonanz der Gemüter im

alltäglichen Diesseits von Gut und Böse möglich

ist – wie er den tragischen Widerspruch

zwischen Mensch und Würde mit Witz

verzaubert.

Bei seinen Bildern, insbesondere wenn es

Wilhelm Busch um die Kunst der Malerei

gegangen ist, kommen wir nicht umhin,

zu erkennen und anzuerkennen, dass es

ihm zweifellos um das „Wahre, Gute, Schöne“

eines Malerschaffens ging. Das bedeutet,

wenn man nicht der Beliebigkeit heutigen

Umgangs mit Kunst im Kunsterlebnis im

Kunstbetrieb, das sinnliche Anliegen der

Malerei, wie sie vom Maler hergebracht

wurde, opfert, hat der „Kunde von

Wilhelm Busch“, der die Kunst zu seinem

persönlichen wie sozio-kulturellen Gegenstand

inmitten des Kunsterlebnisses stellen will, es

mit einem echten zu Herzen gehende Malwerk

zu tun, das vollkommen zweifelsfrei Ausdruck

eines hingebungsvollen leidenschaftlichen

Idealismus‘, eines guten Auges und großen

Könnens ist, worum es dann hinsichtlich

dieser Wertedebatte auch zu gehen hat.

Betreffs seiner Malerei und seiner Zeichnungen

und Skizzen war das Genie Wilhelm Busch ein

Spitzenmaler seiner Zeit, dessen

Sonder-Prima-Malerei“ mit den idealen

Begriffen „Sonder-Expressionismus“ und

Sonder-Impressionismus“ sinnvoll umrissen

werden können. Insofern hat es keinen

zweckvollen Sinn, auf die Fortschrittlichkeit

oder den Konservativismus von Wilhelm

Busch und das Achtel Lorbeerblatt von

Duchamp oder Joseph Beuys zu bestehen,

um sich einem großen Künstler modernistisch

anzubiedern. So gesehen kann zukünftig

getrost die Rede vom heutigen Wertkampf

im Multirollenspiel unserer Gesellschaft,

zwischen den modernen Wertproklamationen

und den spießigen Verhaltensnormen

aufgenommen werden. Und, wer glaubt,

dass davon Wilhelm Buschs Werke nicht

zeugen – dass er ein Vogel wär‘, so irrt

sich der.

12 Ratzingers Allmachtgott und Habermas‘

Relativismus der Entfremdung

Der Papst Benedikt xvI belegt das menschliche

Dasein mit der Totalität.

Habermas will sich wissenschaftlich einrichten,

Wertsetzungen durch Erkenntnis und Interesse

schöpfen und instrumentalisieren. Habermas

will die kultur- und fortschrittsbedingten

Entfremdungen mit marxistischen Konzepten

in den Griff nehmen.

Ratzinger weist dabei auf Wissenschaft als

Aberglauben hin, der den Erlösungsbedarf

derart erhöht, dass es die Hölle ist. Der Glaube

an Gott weist laut Ratzinger auf die Erlösung,

die durch den Tod des Sohnes am Kreuz als

ein Angebot in die Ewigkeit aufgefasst werden soll.

3 Es ist eine Ehre vor gepflegtem Publikum geistigen

Anschluss zu finden

Roxanne

Out on the Weekend

Heart of Gold

Die Flasche wird geöffnet.

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