Dietmar Moews im Jagdschloss Springe bei Georg Ludwig Friedrich Laves

Juli 24, 2016

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vom Montag, 25. Juli 2016

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Mit den lithografierten Portraitzeichnungen der „Heiligen der Neuen Sinnlichkeit“ von Dietmar Moews, die anlässlich der KÖLN SÜD OFFEN 2016 ausgestellt worden sind und der Portraitzeit in Springe und Hannover, von 1977 bis 1981, kamen frühe gezeichnete Portraitköpfe von Mick Jagger, Keith Richards, Brian Jones oder Berthold Türcke und gemalte von Anke-Maria Schmidt,

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DIETMAR MOEWS „Anke-Maria im Sitzkleid“, Öl auf Leinwand, 155cm / 287cm, Öl auf Leinwand, 1978 in Springe gemalt

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DIETMAR MOEWS „Portrait Anke-Maria“, 75cm / 62cm öl auf Leinwand, 1978 in Springe gemalt

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DIETMAR MOEWS „Portrait Keith Richards“, 1965

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DIETMAR MOEWS „Portraitzeichnung Mick Jagger“,  1965

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DIETMAR MOEWS „Portraitzeichnung Brian Jones“ 1965

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DIETMAR MOEWS „Porttraitzeichnung Berthold Türcke“,  1977

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Der LAVES-Bau Jagdschloß Springe vor der späteren Erweiterung

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Der aufgestockte LAVES-Bau Jagdschloß Springe

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v. links: Berthold Türcke, Julie Ami, Anke-Maria Schmidt, Robin Schwerdtfeger, Dietmar Moews im

Jagdschloß Springe

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Ladislav Kupkopvic, Dietmar Moews, Jimi Hendrix, John Gould wieder in den Blick und begann im Jahr 2016 eine Neuaufnahme dieses Bildthemas.

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DIETMAR MOEWS „Portrait Ladislav Kupkovic“ (1936-2016) 130cm /  110cm. Öl auf Leinwand, 1978 in Hannover gemalt

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DIETMAR MOEWS „Portrait Ladislav Kupkovic“ (1936.2016), 130cm/ 110cm, Öl auf Leinwand, 1977 in Hannover gemalt

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DIETMAR MOEWS „Das Honigopfer“, 130cm /155cm, Öl  auf Leinwand, 1976 in  Springe gemalt

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Waren doch über die gesamte Lebenszeit interessante Portraits entstanden, so des Michail Gorbatschow, Uwe Johnson , David Hockney, Joachim Ringelnatz, Lise Meitner, Annemarie Schimmel, Hannah Arendt und weitere epochale Köpfe.

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DIETMAR MOEWS „Portraitzeichnung Annemarie Schimmel“

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DIETMAR MOEWS „Portraitzeichnung Hannah Arendt

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DIETMAR MOEWS „Portraitzeichnung Lise Meitner“

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DIETMAR MOEWS „Portraitzeichnung David Hockney“1998 in Dresden

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DIETMAR MOEWS „Portraitzeichnung Joachim Ringelnatz“

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So begann die große MALEREI-Ausstellung des Springer Malers Dietmar Moews im „JAGDSCHLOSS SPRINGE“, einem ursprünglich als Refugium der kaiserlichen Jagd im Auftrag von WILHELM II. vom hannoverschen Hofbaumeister Georg Ludwig Friedrich Laves* gebauten Solitär am Kleinen Deister im Springer Deistertal, mit dem großen Figurenbild „Anke-Maria im Sitzkleid und weiteren Portraits und Stillleben.

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Jagdschloss Springe, wo  die DIETMAR MOEWS-Ausstellung und das Konzert stattfand

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Dietmar Moews hatte den feinen Katalog der NDR-Ausstellung 1977 mit kleinen Texten bedacht, so „Springe inmitten Goethescher Ideallandschaft“, aber auch mit der Dietmar Moews gewidmeten Musikkomposition von Berthold Türcke im Faksimile, dieses Stück anlässlich der Ausstellung im JAGDSCHLOSS SPRINGE aufgeführt wurde; es spielten Anke-Maria Schmidt-Blockflöte, Robin Schwerdtfeger-Posaune, Julie Ami-Querflöte.

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Springe inmitten Goethe’scher Ideallandschaft

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Es gab Gelegenheit, über die Gegend, über Anlagen zu sprechen, die man nach einer solchen Übersicht viel besser zustande bringe, als wenn man nur einzeln nach zufälligen Eindrücken, an der Natur herumversuche …

Als sie eines Tages zusammen durch das Dorf gingen, bemerkten sie mißfällig, wie weil es an Ordnung und Reinlichkeit hinter jenen Dörfern zurückstehe, wo die Bewohner durch die Kostbarkeit des Raumes auf beides hingewiesen werden. Du erinnerst Dich, wie wir auf unserer Reise durch die Schweiz den Wunsch äußerten, eine ländliche sogenannte Parkanlage recht eigentlich zu verschönern, indem wir ein so gelegenes Dorf nicht nur zu Schweizer Bauart, sondern zur Schweizer Ordnung und Sauberkeit, welche die Benutzung so sehr befördern, einrichten …

Nach dieser Verabredung wurden die Bücher aufgeschlagen, worin man jedesmal den Grundriss der Gegend und ihrer landschaftlichen Ansicht in ihrem ersten rohen Naturzustande gezeichnet sah, sodann auf anderen Blättern die Veränderung vorgestellt fand, welche die Kunst daran vorgenommen, um alles das bestehende Gute zu nutzen und zu steigern. Hiervon war der Übergang zur eigenen Umgebung und zu dem, was man daran ausbilden könnte, sehr leicht.“

Diese Zitate zur Landschaft und zur Kunst aus Goethes „Wahlverwandtschaften“ weisen uns auf die organische, der Landschaft entsprechenden Lage Springes hin. Die Akzentuierung der Tallage zwischen Deister und Kleinem Deister durch die Anordnung von Kaiser- und Jägerallee an der durch die Deisterpforte bestimmten Ost-West-Achse im Großen, wie die um diese Handelsstraße gewachsene Altstadt mit Marktplatz und Brunnen im Kleinen, geben Zeugnis von einer idealen historisch gewachsenen Verquickung von Natur und Kultur. Wer einmal das würdevoll harmonische Altarbild Springes von der Eisenbahnbrücke an der Kaiserrampe aus betrachtet, wird den sittlichen Wert dieser funktionierenden Anlage erkennen und auf das Durchsetzen der menschlichen Argumente in der Gestaltung unserer heimatlichen Umwelt drängen. Er wird außerdem die traditionellen Werte erkennen und für deren sinngerechte Erhaltung eintreten. Richtig verstanden zeigen die Sätze Goethes aber auch wo Springes Bild durch Stümperhände gestört wurde, und wo deshalb sofort die Funktion nicht mehr stimmt. Die Probleme der Altstadtsanierung entstanden aus dem unsinnigen Versuch, die Stadt im Zentrum wachsen zu lassen. – Es bleibt der Appell an die zukünftigen Geldgeber, der Aufbau- und Abbruchindustrie, ihre Standpunkte immer weiterzubilden und zu verbessern. (Dietmar Moews 1975)“

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DIETMAR MOEWS „Canestra die frutta“ Kopie nach Caravaggio, Öl auf Leinwand

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DIETMAR MOEWS „Große Palette auf  Tisch“, 130cm / 110cm, Öl auf  Leinwand, 1974 in Springe gemalt

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DIETMAR MOEWS „Palette und Wasserglas mit Vorhang“, 62cm / 83cm, Öl auf  Leinwand, 1974 in Springe gemalt

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DIETMAR MOEWS „Kleine Palette“, 75cm / 62cm, Öl auf  Leinwand, 1974 in Springe gemalt

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DIETMAR MOEWS „Wasserglas mit Vorhang“, 55cm / 41cm, Öl auf  Leinwand, 1974 in Springe gemalt

 

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DIETMAR MOEWS „Wasserglas auf Fensterbank“, 55cm / 41cm, Öl auf  Leinwand, 1974 in Springe gemalt

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DIETMAR MOEWS „Wasserglas und Heimfahrtr“, 62cm / 75cm, Öl auf  Leinwand, 1974 in Springe gemalt

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DIETMAR MOEWS „Wasserglas und  Tonbehälter“, 62cm / 75cm, Öl auf  Leinwand, 1974 in Springe gemalt

 

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DIETMAR MOEWS „Selbstportrait 2“, 155cm / 185cm, Öl auf  Leinwand, 1974 in Springe gemalt

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Die Tageszeitungen berichteten über die Ausstellung und Veranstaltungen. Dietmar Moews, der vorher abgelehnt hatte im Springer Museum mit anderen von ihm nicht geschätzten Künstlern auszustellen, hatte seine Vorstellung in seiner Heimatstadt im in seinen Augen besten Haus, dem Laves-Ensemble am Ende der Kaiserallee von Springe erreicht.

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Die Neue Deister Zeitung schrieb: „Durch die Unterstützung von Oberforstdirektor Prof. Dr. Türcke konnte mit Dietmar Moews nun erstmals ein Nichtjagdmaler im Springer Jagdschloss seine Werke zeigen.“

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Unter dem Titel „Die Verquickung von Kunst und Kultur – Am Sonnabend im Jagdschloß: Bilder von Dietmar Moews und Kammermusik“ brachte die Heimatzeitung ein halbseitiges Interview mit Dietmar Moews zur Neuen Sinnlichkeit.

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Die kleine dörfliche Stadt Springe, mit etwa 4.500 Ackerbürgern hatte schon kurz nach dem Krieg über 10.000 Einwohner.

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Springe, Schulstraße 22 – ehemalige polnische Zwangsarbeiter

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Flucht, Zwangsarbeiter und Vertreibung und die Industrialisierung, die gesamte Automobilisierung, die neue Arbeitswelt und die unterentwickelte gestalterische Bildung in der Kreisstadt Springe, ließen eine Vor- und Schlafstadt der Landeshauptstadt Hannover entstehen, die inzwischen kaum noch fähig ist, eigene Gestaltungskräfte zu steuern, wenn es heißt Region und Zentralisierung der Verwaltung.

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Springe, Schulstraße 22, hundert  Meter weiter links, Schulstraße  24, lebte Dietmar Moews bis 1955

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Während man in Hannover nicht begreift, dass mit Leibniz ein Weltgenie wartet, erschlossen zu werden, so trifft ein Goethezitat auf die landschaftliche Ideallage von Springe, nach nunmehr inzwischen vierzig Jahren, vielleicht auf offenere Herzen – auf mehr Bildung und Verstand setzen ernüchterte Seelen besser nur beim Tanz.

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Die „Baracke“, 200 Meter nördlich der Schulstraße, hier wurde DIETMAR MOEWS  1961 bis 1964 Mittelschüler

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In Springe ließe sich erheblich eine schöne Umgebung fördern, in dem gezielt abgebrochen wird, die absurden vielfarbigen Dachdeckungen im Laufe der Zeit durch einheitliche rote Ziegeleindeckungen ersetzen, das Pflanzen von Kastanienbäumen und von Signalpappeln an bestimmten Schnittpunkten der Sichtachsen der Springer-Ideallandschaft. Außerdem muss für die alternde Bevölkerung ermöglicht werden, von den besiedelten zu steilen Hanglagen Springes in die rolatorfreundliche Lange Straße (die ihren alten Namen zurückbekommen sollte) in den Lebensmittelpunkt zu ziehen. Schließlich die Rückverlagerung der lokalen und kommunalen Hauptfunktionen in den Altstadtkern der Stadt. Das alte Rathaus, die Ämter, die Post, das Deutsche Haus, der Ratskeller, das Amtsgericht – Ortsrat und Parteien müssen sich mal eine konkrete Vorstellung davon machen, statt nur den zahlungsunfähigen Sündenbock zu spielen. Das jahrelange Hauptproblem der eunuchenartigen Heimat-Deister-Zeitung, die verhindert hat, dass ziviles Engagement für die Daseinsgestaltung überhaupt blühen kann, ist inzwischen durch eigenes Unvermögen erledigt. Auch in Springe gibt es inzwischen elektrischen Strom, Kabelnetzwerke und Internetzmöglichkeiten. Springer Blogger und Videoamateure können die freiwerdenden Nerven der Einwohner für lebensdienliche Kommunikationsthemen ansprechen.

Springe sollte sich mit den in Hannover archivierten Laves-Ideen und Stadtplänen einlassen. Springe könnte sich mit den kreuzenden Stadtachsen, die Laves einst für Hannover entwarf anfreunden. Hier könnte die materielle Schwäche und Armut der Springer Bewohner zu einem Glücksfall entfalten lassen. All die tausende von Lehrern, die den Springer Schülern über Jahrzehnte die Göbel-Lügen vorerzählt hatten, sind dem Calenberger Gemeinwesen noch was schuldig. Die Schließung des Heimatmuseums, mangels sozialen Vereinslebens stellt all diesen Lehrern zusätzlich ein niederschmetterndes Zeugnis aus.

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*Georg Ludwig Friedrich Laves (* 17. Dezember 1788 in Uslar; † 30. April 1864 in Hannover) der „hannoversche Klassizist“, war ein deutscher Architekt, Stadtplaner und Bauingenieur

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Dipl. Ing. Dr. phil. Dietmar Moews 2019 in Frankfurt am Main

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Schoki-Test mit TIROLER EDLE 48% purissima

Juli 10, 2016

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vom Sonntag, 10. Juli 2016

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Dietmar Moews meint:

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Das junge Ding hieß Ilse Watt,

Sie ward im Waisenhaus erzogen,

Dort galt sie für verstockt, verschlagen,

Weil sie kein Wort gesprochen hat

Und weil man ihr es sehr verdachte,

Dass sie schon früh, wenn sie erwachte,

Ganz leise vor sich hinlachte.

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Man nannte sie, weil ihr Betragen

So seltsam war, das Hexenkind.

Allüberall ward sie gescholten.

Doch wagte niemand, sie zu schlagen,

Denn sie war von Geburt her blind.

Die Ilse hat für frech gegolten,

Weil sie, wenn man zu Bett sie brachte,

Noch leise vor sich hinlachte.

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In ihrem Bettchen blaß und matt

Lag sterbend eines Tages die kranke

Und stille, blinde Ilse Watt,

lächelte wie aus anderen Welten

Und sprach zu einer Angestellten,

Die ihr das Haar gestreichelt hat,

Ganz laut und glücklich noch: „Ich danke.“

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(Joachim Ringelnatz, „Das Hexenkind“ aus „Kinder=Verwirr=Buch“,

aus 1931)

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Ich probierte eine handgefertigte österreichische Schokolade, sie ist Bean to Bar hergestellt, von dem Tiroler Hersteller Konditorei Haag, Maisengasse 19; A -6500 Landeck.

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Kurz vorab: Diese TIROLER ist eine feine Edelmilchschokolade nicht „ohne Zuckerzusatz“.

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Alles schmeckt eintönig und ist bei normaler Raumtemperatur kaum knackend brechbar. Vollmilchpulver, Kakao, Kakaobutter, Emulgator: Soja-Lecithin rechtfertigen das Attribut: „purissima“ nur begrenzt. Der Kaufpreis ist mit 4 EURO 90 für 50 Gramm viel zu hoch – man erlebt zwar EINE Spitzenqualität, mit sonderbarem Geschmack. Jedoch gibt es viel preisgünstigere hochqualitative andere Anbieter auf dem Markt. Diese TIROLER EDLE 48% Kakao riecht und schmeckt wie „olle Kuh“ – sorry Mister.

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Dem Tester fiel sofort der Witz aus Kinderzeiten zur Frage: Was ist Geduld? ein: „Geduld ist, einer Kuh vorne Zucker ins Futter streuen und hinten am Arsch lecken, bis es süß wird.“

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TIROLER EDLE 48% ist angeblich „Bean to Bar“ hergestellt. Der Hersteller wird bei Georg Bernardini in seinem Schokoladen-Almanach „Der Schokoladentester“ vorgestellt und kritisiert – jedoch nicht diese neue Sorte.

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… Die Initiatorin von Tiroler Edle, Therese Fiegl, ist studierte Agraökonomin und verantwortlich für Marketing, Produktentwicklung und die Marke. …Hansjörg Haag … passionierter Konditormeister hat die Kunst der Herstellung von Schokoladenerzeugnissen in der Schweiz erlernt.

Das besondere an den Produkten ist die Verwendung von Milch des Tiroler Grauviehs, einer seit 3000 Jahren in den Tiroler Bergen beheimatete Rasse, die noch nie mit anderen Rinderrassen gekreuzt wurde, kein Silo- und Kraftfutter kennt und die Sommermonate auf den Hochalmen Tirols verbringt….Grauvieh -Trockenmilch verwendet (Schokolade kann fast ausschließlich mit Trockenmilch hergestellt werden).Für eine Jahresproduktionsmenge von 120.000 Tafeln benötigt Tiroler Edle ca. 25.000 Liter Grauviehmilch.

Die Schokolade wird zu einem Teil von dem qualitativ anerkannten Hersteller Domori produziert … kooperiert auch mit dem Schokoladenhersteller Fechlin aus der Schweiz…“ zitiert nach Georg Bernardini „SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK“ S. 774/775; 2015

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Der Geruch dieser TIROLER EDLE purissima passt nicht zur Verpackung: Sie riecht nach Kuhstall. Das Gebilde, das auf Spitzenqualität zielt – ist gar nicht süß – ohne Zuckerzusatz, nur ganz leicht süßlich vom Milchpulver.

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Dem Schokoladenfreund wird die Ideal-Schokoladen-Genusserwartung völlig enttäuscht, sei es nur, weil Milchschokolade draufsteht, vom Geschmack, Konsistenz, Gewürzen, Fettigkeit, Süßheit, Kakaoart, natürlich die Feinheit, Klebrigkeit, Mundgerechtheit – muss als leicht salzig, gagig zusammengefasst werden.

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Es beginnt mit dem (kuh-) tierischen Geruch, anstatt eines erwarteten (kakao-) pflanzlichen Duftes. Der Abbruch ist wenig prägnant, mehr dauerelastisch. Der Abbiß und Schmelz wird schleimig, wie man es von „laktatminimierten“ Gemischen kennt. Diese Sorte TIROLER weichschleimige angeblich ungesüßte, lecithiniert emulgierte Edelmilchschokolade schmeckt zu wenig nach charaktervollem Kakao. Die Herkunft und Sorte des Kakaos wird nicht angegeben. In der Nährwerttabelle werden 27 Gramm Kohlehydrate und 9,4 Gramm Zucker angegeben – also angedeutete Zuckersüße, die angeblich von der Graumilch herrühre.

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TIROLER EDLE teilt folgende Zutaten mit: 51% Vollmilchpulver, 48% Kakao, Kakaobutter, Kakaomasse, Emulgator (Soja-Lecithin) weist auf genmanipulierte Schrecklosigkeit hin.

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Keine Angabe zur Kakaosorte oder Herkunft: Haltbar bis 30.11.17 – also eine Dauerkonserve und, wer hätte es gedacht, nicht durch besondere Frische ansprechend.

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Der Preis ist doppelt zu hoch, für 50 Gramm 4 EURO 90 handgefertigt, sind spitzfindiger Luxus mit Fragezeichen beim Genuss.

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Die hübsche Papppackung lässt sich einfach öffnen und wieder verschließen. Man blickt auf die im „Goldenen Schnitt“ in zweigeteilte Aufsicht in einem kleineren dunkelbraunen – in Weiß fein beschriftet „purissima“ und „48% Kakaoanteil“ – und einen silberbeschichteten oberen Teil – beschriftet in Weiß TIROLER EDLE 48% – mit einem rosarotfarbenen Aufkleber mit der Schrift „Ohne Zuckerzusatz“. Die Rückseite ist statt mit Silbermetallic in Grau mit weißer Kleinstschrift der ZUTATEN und NÄHRWERT-Tabelle.

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Alle Aufschriften stehen in italienischer, englischer, französischer und deutscher Sprache klein geschrieben drauf.

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Es gehört zur Standardauszeichnung, dass man Angaben zu Nutritional Values – also Nährwerte per 100 Gramm findet:

Energie: 2528 kj ; 509 kcal;

Fett: 48 Gramm;

davon gesättigte Fettsäuren 30 Gramm

Kohlehydrate 27 Gramm

davon Zucker 9,4 Gramm

Proteine/Eiweiß: 15 Gramm Gramm;

Salz 0,7 Gramm

Broteinheiten 2,7

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ACHTUNG: Diese TIROLER EDLE ist zwar laut Aufdruck von „WEIBERWIRTSCHAFT“ designed, doch leider nicht BIO! Diese TIROLER EDLE ist nicht Fair Trade.

OHNE die Kennzeichnung BIO haben wir es folglich unter Umständen mit genmanipulierten und agrachemikalisch optimierten Rohstoffen, also Kakaobohnen, Zucker, Milcheiweiß, zu tun.

OHNE die Kennzeichnung FAIR TRADE haben wir es nicht mit einem sozialverträglichen Herstellungs- und Handelsprodukt zu tun. Leider NEIN.

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DIETMAR MOEWS ungeduldiges FAZIT und NICHTEMPFEHLUNG:

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Ich empfehle diese TIROLER EDLE nicht. Sie schmeckt nach „olle Kuh“. Es ist Zucker hinzugefügt, entgegen der Purissima-Reklame. Sie ist extrem zu teuer, bei 4 EURO 90 für nur 50 Gramm. Sie bekäme als Bewertung ein Euter mit drei von fünf Zitzen. Der Tester Dietmar Moews bezweifelt, dass der Chocolatier Georg Bernardini hiervon mehr als zum Test notwendig war, gekauft und gegessen hat.

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Georg Bernardini schreibt zu TIROLER EDLE 48%: Hergestellt mit Rio Caribe-Kakaobohnen aus Venezuela. Gutes Kakaoaroma, mild und leicht herb, milchig-cremig aber auch mit deutlicher Süße …“

 

BERNARDINIS EMPFEHLUNG: zum Hersteller TIROLER / DOMORI:das Lob für die puren Schokoladen gebührt eigentlich Domori. Natürlich können der Einfluss und die Wünsche des Kunden das Endergebnis der Schokolade aber beeinflussen. Die puren Schokoladen können auf jeden Fall alle überzeugen…“

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DIETMAR MOEWS Stillleben, Öl auf Leinwand

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RINGELNATZ – SUPERLATIVER MALER in Museum SOLINGEN bis 17. Juli 2016

Mai 23, 2016
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Vom Dienstag, 24. Mai 2016

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RINGELNATZ „Der Messingberg“ WV 101 undatiert, Öl auf Leinwand, 54 /  65cm

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In SOLINGEN findet eine MALEREI-Ausstellung der SUPERLATIVE statt:

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R I N G E L N A T Z

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Es ist eine Sternstunde der KUNST.

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So peinsam es mir ist, meist so relativiert zu formulieren:

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Es ist eine Sternstunde des aktuellen subventionierten verirrten Kunstbetriebs in Deutschland der SALONPERSONNAGE und verwertungsbedenkenden Karrierebolschewiken:

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In SOLINGEN bei RINGELNATZ können zehntausende ratlose und irregeführte Kunststudenten und jüngere Künstler mal sehen und verstehen lernen, was heute großartige Kunst ist, wie das sein muss, was authentische Qualität ist.

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Der Maler DIETMAR MOEWS lässt sich herbei, dazu einige Takte zu schreiben – seine Adressaten sind der verlässliche Bodensatz der begabteren Kunstbegabten.

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Ich gratuliere den Solingern und dem Haus und seinen Leitern, besonders dem Direktor des >Zentrum für verfolgte Künste< im Solinger Kunstmuseum, der diese AUSSTELLUNG verantwortet, sowie seinen Mitarbeitern.

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UND NOCH EINES: WAS HIER SO HERVORLEUCHTET IST DAS GENIE EINES DEUTSCHEN MALERS und gleichzeitig eine

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SCHANDE für all die großen deutschen KUNSTMUSEEN, Museum Ludwig Köln, Kunsthalle Bonn, STÄDEL Frankfurt, Haus der Kunst München, Pinakothek der Moderne München, Stuttgarter Gemäldegalerie, Nationalgalerie Berlin, Kunsthalle Hamburg, Lenbachhaus München, Abteiberg Mönchengladbach, Folkwang Essen, Kunsthalle Emden, Kunsthalle Kiel, Sprengel Museum Hannover, Kunstverein Heidelberg, Wallraff-Richartz Museum Köln, Albertinum Dresden, Museum für bildende Künste Leipzig,

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RINGELNATZ und seine Malerei stehen hier für eine Sternsekunde im Mittelpunkt eines deutschlandweit komplex und mit viel Staatsgeld schlecht organisierten Kunsprozesses, in dem nur EINES STIMMT, die Karrieren der SALONPERSONNAGE als Dienstklasse dieses dirigierten verirrten Kunstprozesses. RINGELNATZ ist darin Ausnahme und herausragend AKUT beachtlicher Sonderfall.

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DIETMAR MOEWS „RINGELNATZ Portrait“, Lithografie

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Das zeigt, dass zwar der lärmende Inszenierungsbetrieb der STAATSKUNST und der SALONPERSONNAGE weiter frisst und feiert. Aber hier ist es mal ausnahmsweise gelungen, eine SUPERLATIVE an der weitdurchwirkten Irreführung vorbei zu veröffentlichen.

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RINGELNATZ „Elefant im Sturm“ WV 36, 1927, Öl auf Leinwand, 32,5 / 41,5 cm

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UND ZUNÄCHST zu ARMIN MOHLER 1920-2003, dem Schweizer Kunst- und Philosophieprofessor an der Universität Zürich und ehemaligen Präsidenten der Ernst-von-Siemens-Stiftung, der überhaupt bestdotierten deutschen Kunst- und Kultur-Stiftung, Hauptautor des philosophischen Nominalismus und als Hauptvertreter der deutschen Ausprägung der „nouveau droit“, Professor Doktor ARMIN MOHLER, der schrieb in der Tageszeitung DIE WELT über den jungen deutschen Maler und Künstlergelehrten DIETMAR MOEWS – indem er ihm eine direkte Beziehung zu RINGELNATZ zuschrieb:

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DIE WELT am 13. November 1980, Seite 17:

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Weißes Engelchenhemd

In der Kulturpolitik ist seit einiger Zeit schon das Stichwort von einem „neuen Realismus“ im Schwange. Der Ansatzpunkt ist klar. Es ist das weitverbreitete Gefühl, daß das, was in dieser Nachkriegszeit als „Avantgarde“ angeboten wurde, längst ein alter Hut ist und niemanden mehr überzeugt. Man sucht einen neuen Anfang auf einer einfacheren Ebene, ohne Tricks – eine Kunst nicht für den Kritiker, sondern für dich und mich. … wenn konkret gesagt werden soll, wo der Weg nun langgeht. Wir zeigen das an zwei Beispielen. Heute zunächst an einer Zeitschrift, die in Abständen von zwei bis drei Monaten herauskommt und von der seit November letzten Jahres immerhin schon fünf Hefte erschienen sind: „Neue Sinnlichkeit“ (Ballhof-Galerie, Ballhofstr. 8, Hannover 1.

Der erste sinnliche Eindruck ist angenehm: grüner Druck auf mattgrauem Papier. Kein Reizklima. Die Untertitel steigern sich von „Blätter für Kunst und Kultur“ über „Blätter für alternative Kulturpolitik“ … „… für Ehrgeiz und Hingabe“, „…Luxus und Mode in der Philosophie“ bis zu „Blätter für das Anderssein als Menschenrecht“.

Es wird hier aber nicht für sexuelle Minderheiten gestritten. Die Gruppe von Malern und Musikern, die das neue Organ trägt, wird von dem Maler Dietmar Moews (Jahrgang 1950) animiert. Er malt Bilder, die irgendwie an die Gemälde von RINGELNATZ erinnern: eine klar erkennbare gegenständliche Welt, ohne surrealistische Falltüren, aber mit einem poetischen Witz, von dem man nicht genau weiß, ob er raffiniert oder naiv ist. …“

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DIETMAR MOEWS und FRANZ OTTO KOPP, 2014 in Köln, vor „Theatralische Sendung“, DMW 38.3.75, Öl- und Kaseintempera auf Leinwand, 162 / 192 cm, 1975

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RINGELNATZ „Flugzeugblick“ WV 53, 1928, Öl auf Leinwand, 67 / 61,5 cm

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Ich möchte nun diese erfreuliche bedeutende SUPERLATIV-AUSSTELLUNG in Solingen – RINGELNATZ – aufgreifen. Denn man muss, bei all der peristaltischen Betriebssoße, über einen bedeutenden Sachverhalt in der Kunst unserer Zeit berichten und nachvollziehbar kritisieren.

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Es geht um die wenigen begabten Künstler und die selteneren begabteren Kunstleute, Liebhaber, Multiplikatoren, Agenten, Händler, elitären Meritokraten der heutigen Kunstszenerie – im produktiven Kern dieses lebenwichtigen Metiers und den vor- und nachgelagerten Wirtschaftsfeldern der Kunst und der Kulturindustrie im kapitalistischen Etatismus. Bedauere:

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Es ist notwendig, wer hier mitstimmt, muss unterscheiden können, was Kunst, Künstler und Kunstwerkbereich betrifft, gegenüber Kunsterlebnis, Kunstkonsum, Kunstrezeption, mit Blick auf Kultur:

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Kunst ist nicht Kultur. Der soziale Umgang mit Kunst ist eines der vielfältigen Kulturbereiche.

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Und, man muss wissen, was in unserer Kultur „Kulturindustrie“ bedeutet. Vielfach sind  die von der Kulturindustrie bezogenen Konsumentenvorteile (z. B. kostengünstig) direkte Kulturvernichtung – wie beispielsweise:

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kein Erdbeerjoghurt zu kaufen, aber massenhaft Billigjoghurt, der  als Erdbeerjoghurt etikettiert im Kühlfach steht, erbeerähnlich schmeckt und aussieht, aber künstlich aus der Küche von Lebensmittel-Aroma-Designern stammt.

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Trotz der verirrten Kunstorganisation in Deutschland, die auf den Schultern von Dummheit, Staatsmacht, Staatsgeld, Staatsorganisation, Duckmäuserei und den großen Blockparteien, zunächst durch die Alliierten seit dem zweiten Weltkrieg, inzwischen dann aus Bonn und Berlin eine SALON-Pseudo-Kunst sowie eine SALONPERSONNAGE dirigiert, haben wir eine neue einmalige postmoderne Zeit, nämlich:

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Alle Kunst, aller Zeiten, steht gewissermaßen allen Menschen gleichzeitig und zumindest kulturindustriell, massenmedial bereit, sich durch individuelle und soziale Kunsterlebnisse, wo die zeitgleichen Werke im Mittelpunkt stehen, eine Kunstkultur zu entfalten.

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Das hat nur den verirrten Dreh, weil nicht hiervon die zeitgenössische neue Kunstproduktion ausströmt, sondern die staatlich gestellte Regulation durch die allokatierte SALONPERSONNAGE eine dirigierte SALONKUNST erzwingt, die sich nicht das Beste aus allen Zeiten zum Maßnehmen wählen darf, sondern einer ordnungspolitischen Freizeitindustrie zum geistlos inszenierten Betrieb dienen muss. In diesem Moment lautet die verirrte Kunstqualität „INSZENIERUNG“.

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Und deshalb hier, ganz kurz zur Erhellung, wie extrem unsensibel, indolent und verstockt das heutige Karrieren-Gemache von der Selbstwahrnehmung betäubt ist, eine Malerei-AVANTGARDE-Manifestation der ausgehenden 1970ger Jahre, die der sozialdemokratistische deutsche Kulturbolschewismus bis heute nicht wahrgenommen hat – den ARMIN MOHLER seherisch mit dem jungen Maler und Künstlergelehrten DIETMAR MOEWS‘ als „Weißes Engelchenhemd“ reklamiert hatte. MOEWS war sofort vom Staatlichen FÖRDERKARUSSEL aufgegriffen und nach Oben durchgereicht, die staatlichen KUNSTKÄUFER nominierten MOEWS und brachten den noch ganz jungen Maler bereits in Museumssammlungen – als staatliche Bezeugung seiner Bedeutung – bis er mit im Jahr 1979 erst mit seinem eigenen MANIFEST der NEUEN SINNLICHKEIT rauskam, alsdann zugleich mit der Berliner taz und der Frankfurter TITANIC die erste von drei publizistischen Neugründungen von 1979 – >Neue Sinnlichkeit Blätter für Kunst und Kultur< und schließlich mit einer organisationssoziologischen Generalstudie zur Kunstorganisation der Bundesrepublik Deutschland, „Verirrte Kunstorganisation“, als externer Promovend der empirischen Soziologie der Universität Bremen zum Doktor der Philosophie promoviert wurde. Damit waren das stillschweigend selbstlaufende „MODELL FOLGEFÖRDERUNG“ der verirrten Kunstförderung der Bundesrepublik für das „weiße Engelchenhemd“ bereits allzufrüh vollendet, wie ARMIN MOHLER anschaulich beschrieb: „Man sieht, die Provokation des Jasagens hat schon Methode. Das hannoversche Lokalidol Schwitters, Vater der unsterblichen Dichtung von „Anna Blume“, hat das Kostüm gewechselt: statt Collagen das weiße Engelchenhemd.“

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DIETMAR MOEWS „Mexicano“ DMW  567.7.0, Öl auf Dekorstoff, 140 / 140 cm, 2000

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Nun dieser RINGELNATZ in Solingen. Ich gratuliere dem edlen Kunst-Haus in SOLINGEN und dessen Leiter Dr. Rolf Jessewitsch.

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Das betextete Bilderbuch RINGELNATZ – DER MALER KEHRT ZURÜCK –

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WAR EINMAL EIN BUMERRANG, herausgegeben von Rolf Jessewitsch und Jürgen Kaumkötter für das ZENTRUM FÜR VERFOLGTE KÜNSTE, 144 Seiten; SOLINGEN 2016, enthält die bis heute beste und umfangreichste Publikation des heute erreichbaren RINGELNATZ-Malerei-Werks. Es werden auch schwarz-weiße und farbige Fotoreproduktionen von verlorenen oder verlorenen geglaubten Bildern in eigenem Ausstellungsteil gezeigt, wofür jedenfalls alle Künstler als RINGELNATZ-Benutzer sich beschenkt fühlen.

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RINGELNATZ „Möwen“ Aquarell 1932

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Hans Bötticher als Weltkriegssoldat, Rigaer Bucht  1916

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RINGELNATZ „Löwe auf blühenden Kakteen“ WV 160, Aquarell, 18,5 / 25 cm

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RINGELNATZ „Seegang“ WV 115, Öl auf Leinwand, 39 / 49 cm

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RINGELNATZ „Wäsche“ Ölgemälde 1931

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RINGELNATZ „Kühe im Nebel“ Aquarell undatiert

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RINGELNATZ „Fallschirmabsprung über dem Tempelhofer Feld in Berlin“, um 1925, Öl auf Leinwand, 64,5 / 60,6 cm

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RINGELNATZ „Geballter Nebel“ WV 56, 1928, Öl auf Leinwand, 54 / 64 cm

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RINGELNATZ „Treibende Schollen“ 1928

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Zu den malereibezogenen Texten im Solinger RINGELNATZ-Bildband möchte ich die beiden Herausgeber als Autoren herausheben. … „… zu eigenständig, zu weit entfernt ist das was er malt …  liefert als Maler dem Publikum nicht den anarchistischen Entertainer … den lustigen, den tollkühnen Ringelnatz … Seine Bilder sind nicht lustig. Hier und da scheint ein wenig Komik durch, aber wenn, dann nur als ein fernes Rauschen. Wenn es aus Bildern regnen könnte, würde Ringelnatz Überschwemmungen verursachen. Keine Sonne, nirgends. Eiskalte Bilder. Sturmgepeitscht. Allein die Titel: Giraffen im Regen. Elefant im Sturm. Zwei schwere Wolken. An der harten Kante. Geballter Nebel. Seemannsgedanken übers Ersaufen. Eismeer.Treibende Schollen. Feuer im Schnee. Fasching im Schnne. Heimweg im Schnee. … an der neuen gegenständlichen Malerei“ … „Magischer Realismus“. Probleme der neuesten europäischen Malerei … beschreibt den mimetischen, objektiven und unemotionalen Charakter der Malerei, die sich von der gegenständlichen Kunst des 19. Jahrhunderts absetzen musste … Ringelnatz Bilder sind all das nicht. Sie sind metaphysisch, nicht magisch im Sinne Rohs. Ringelnatz ist seine eigene Insel. Die Bilder reflektieren nicht die äußere Welt … Ringelnatz‘ Bilder sind kein Manifest des Misstrauens. Sie zeigen, dass der Mensch mit seinem Weltschmerz alleine bleibt.“ ( zitiert nach JÜRGEN KAUMKÖNNER, S. 7 – 13).

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Na, ja. Es galoppiert bei JÜRGEN KAUMKÖTTER schon auch in die CDF-Introspektion – warum sollte nun „Alleinebleiben“ der Kern der ringelnatzschen Wahrheit sein, Herr Wittgenstein? – sobald wir davon sprechen können, sind wir doch schon „nicht mehr alleine“. Solche Reden sind missglückt, sofern man die Bilder trotzdem – wie sie RINGELNATZ malte – malen könnte, egal was da jemand schreibt. Nun, „you could have done better“ – aber vielleicht mehr so:

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„… Vermittelte seine Kenntnisse weiter… vermeidet jede Harmonie … Sind das überhaupt Wolken – Nebel – Dampf? … Er malt mit lockerem Pinselauftrag in kleinen Schwüngen seinen geballten Nebel als kleine Wolken.“  (ROLF JESSEWITSCH)

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BON. Wer es mit sich selbst so ernst nimmt, wie die genialen Maler, wie beispiesweise dieser ungewöhnlich echte, authentische RINGELNATZ, bewegt sich in der Nähe nüchterner Wahrheit. Das kann man nicht kaufen – nur durch Hingabe miterleben. Im SOLINGER MUSEUM „Zentrum FÜR VERFOLGTE KÜNSTE“ sind außerdem diverse, weniger bekannte Künstler der „Neuen Sachlichkeit“ zu sehen.

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Sehe ich nur die weniger beachteten Meister der Neuen Sachlichkeit in diesem SOLINGER „Zentrum für Verfolgte Künste“, wie KARL HOFER oder FELIX NUSSBAUM und die weiteren und denke nebenbei an das Geschwulstige, Getue von NEO RAUCH, GERHARD RICHTER oder noch blödsinniger, ERNST WILHELM NEY, dann scheint  es viele Estimaten des Betriebs zu geben, die ohne Nervensystem, keine Sinnlichkeit im Skelett und ohne lebendige Mikrobiome der Authentizität herumschwimmen.

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RINGELNATZ jedenfalls ist hier für alle, die in der Düsseldorfer NRW-AKADEMIE studieren wollten, aber keine begabten Lehrer mehr finden können, das LUXUSANGEBOT der SUPERLATIV-KUNST in purer Bescheidenheit und mehr, als hier vom Hörensagen mitgeteilt werden kann. Solingen liegt reisegünstig.

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RINGELNATZ „Ballonfahrer über einer Fabriklandschaft“ 1912, Aquarell 34,3 / 43,5 cm

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Aus meiner Sicht als Maler ahnen die Kuratoren von RINGELNATZ – DER MALER KEHRT ZURÜCK etwas von der Kunst – am Beispiele RINGELNATZ‘, von der Malerei des RINGELNATZ, insofern:

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Ich wähle ein anschauliches Beispiel, das dem kunstliebenden Kunstbetrachter das meist völlig unverstandene Qualitätsdrama von der Malerei, im Unterschied zum weitverbreiteten Gemale und Kunstgewerbe des heutigen Kunstmarktes, gerade der weitestpeinlichen MODERNE und POSTMODERNE – dabei spreche ich weder gegen Volkskunst, Kinderkunst oder gegen Kitsch. Denn solche Urteile wenden sich meist indirekt gegen die Benutzer solcher Niedrigkunst, indem sie gegen die Werke polemisieren. Weder Kitsch noch Comics sind zu ächten oder herabzuwürdigen, schon gar nicht die Konsumenten solcher Werke und Kunsterlebnisse. Deshalb hier jetzt etwas Arriviertes, das auch ziemlich populär und anerkannt ist:

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Gemälde von CASPAR DAVID FRIEDRICH, zum Vergleich mit dem superlativen RINGELNATZ.

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Wir sehen oben die RINGELNATZ-Malerei „Geballter Nebel“ WV 56, 1928, Öl auf Leinwand, 54 / 64 cm. Und der Maler DIETMAR MOEWS gibt einige Qualitätskriterien als erfahrener Maler, Künstlergelehrter und Malereilehrer zu diesem Gemälde:

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RINGELNATZ erklärte mal angelegentlich zudringlicher Anfrage:

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„Was Herr Ringelnatz, Sie malen auch? Malen Sie richtige Bilder? – Ich war nicht überrascht, Ringelnatz entgegnen zu hören: „Nein, ich male nur unrichtige. Ich forme Gesichter aus Quark, und die Augen setze ich aus Kirschen ein. Das Ganze wird dann auf einem Holzbrett serviert.“

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er zeigt Selbstbewusstsein und Bescheidenheit in einem.

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„Ich habe schon früh gemalt“, bemerkte Ringelnatz damals. Sein Vater hat bereits gezeichnet und gemalt, ein sehr geschätzter Kunstgewerbler, und früher als der kleine Hans kann man gar nicht beginnen, zu dichten und zu malen; noch vor der Taufe.“

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Wie folgt, also: „Geballter Nebel“ WV 56, 1928, Öl auf Leinwand, 54 / 64 cm – hat zwei herausragende Eigenschaften, die der ernsthafte Betrachter und Oberflächenstudent seiner Malerei in jedem BILD wiederfinden wird, wenn er oder sie nur demütig nachschaute:

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EINS: RINGELNATZ kann nicht im gegenständlichen Sinn naturalistisch Pinsel und Farben führen. Desungeachtet malt er aber, was er will, wie jemand, der stottert, dennoch nie sagen muss, was er nicht ausdrücken will: Der SINN folgt – aus der AUTHENTIZITÄT des sinn-form-gebenden Künstlers, nicht aus der FORM eines Werkes.

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ZWEI: RINGELNATZ versucht auch gar nicht erst, die Natur nachzumalen oder abzumalen. Auch wenn die Aussage, „Quark und Kirschen auf einem Holzbrett verteilen“ keineswegs als DADAismus oder Abstraktionswitzigkeit gemeint ist, ist RINGELNATZ‘ Nebeldarstellung nicht „geniale Abstraktion“, sondern – vor dem Originalbild mit noch so liebenden Augen betrachtet – völlig ungekonnt und daneben. Dieses verteilte Deckweiß, über der vorher abgetrockneten Vordergrundlandschaft, prangt allein von der geduldigen Pinselei. Aber es sieht wirklich nur hier in der „Ich habe schon früh gemalt“- verkleinerten Fotoreproduktion halbwegs nach NEBEL aus. Steht man sinnlich analog davor, fragt man sich zuerst, was wollte er denn da malen? Ist es vielleicht Ejakulat, Sahne oder der erste Schnee? Wollte er das so, oder war das nur irgendwie, weil seine Augenerfahrungen hier keineswegs den Weg – über Arm, Hand, Pinsel, Farbe auf die Leinwand –  gefunden hatte. Gut – der Maler meinte Nebel, du siehst es als Nebel, so what! Regel für höchste Doch-Kunst ist uneingeschränkt, „alles wegzulassen, was weglassbar ist“. Im digitalen Foto sieht es wirklich halbwegs wie Nebel aus, im analogen Original wirklich überhaupt nicht, auch nicht wie eine Abstraktion von Nebel. RINGELNATZ‘ sämtliche Bilder sind einzigartig solche Meisterwerke. Dabei zeigt er, wie es ein Gott – extrem verkürzt, weil der keine Zeit hat – von Oben sähe, was ganz Unten wirklich los ist. RINGELNATZ malte den eifrigen Gottesblick.

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Jetzt wenden wir uns dem „Der Wanderer über dem Nebelmeer“, Öl auf Leinwand, 98,4 / 74,8 cm, 1817, von Caspar David Friedrich zu, ich mache drei Vorhalte –

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es gäbe vielzählige weitere aus Sicht des Meisters der Malerei –

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EINS: CASPAR DAVID FRIEDRICH malte stets in ehrgeiziger hochbegabter Hand und Augenmeisterschaft nach der Natur eigentlich naturalistisch-realistisch, nicht als stilgeschichtliche Kategorie, sondern mehr idealistisch – aber FRIEDRICH stellte seine Bildarrangements meisterlich ehrgeizig virtuos dar. Man betrachte nur die Luftperspektive und den gemalten Nebel – unglaublich ähnlich den Sinneseindrücken, die analoge Wanderer im Gebirge haben könnten.

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ZWEI: Dann kommt eine verlogene Ansage des Meisters CDF zu seinem Kunstgewerbe – es ist FRIEDRICH zu banal, nur so „am Besten“ zu malen und also behauptet er wertheischig:

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„Man male nicht die Natur ab“ (z. B. die naturwunderhaften Sonnenuntergänge Dresdens vom „Blauen Wunder, Blickrichtung Ostragehäge), sondern „er, jedenfalls, male die Introspektion , die er vor und in der Natur erlebe“. Also er, CDF, male seinen künstlerischen Imaginationsblick nach Innen – im angeblichen Besitz exklusiver Geheimerkenntnisse, während er draußen die Augen, die Hand und den Kopfwinkel mimetisch ins Malwerk bringt und dabei die Farben auf dem Malgrund – mit Malgrund und Lappen – verschmiert.

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Ohne zu höhnen, finde ich dann bei CASPAR DAVID FRIEDRICH eine verblüffend meisterliche schlichtschöne Landschafts- und Luftmalerei heraus, das Beste seiner Zeit. Besser als Carus, Dahl oder die Nazarener und Romantiker Runge und andere. ALLE Menschen, sogar der ROMANOW-ZAR in Petersburg, kaufen davon bunte Postkarten – je kleiner, desto ästhetischer „wie echt“ meisterlich gemalt .

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DREI: Aber – die Figuren im Vordergrund der FRIEDRICH-Malereien stehen da wie Zinnsoldaten – FIGUREN konnte er einfach nicht. Die Menschen in FRIEDRICHS Malereien haben ein völlig unmalerisches HARD-EDGE, scharfkantiges Holzschnitt-Geschnittenes, das sowohl zeigt, was es eigentlich hätte werden sollte. Aber es gelang ihm meist überhaupt nicht. Und zwar – „nichtgelungen“ ist eine objektive Qualifizierung von mir, die die von FRIEDRICH herausgearbeitete Malerei-Materialität eindeutig ausstellen wollte und nicht vermochte.

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Mit diesem Kriterium können wir jetzt ein weiters Mal – und dann das Gesamtwerk CDFs absuchen – beim „Mönch am Meer“ aufsuchen und finden, wie auch bei den Schaulustigen in der kreidefelsigen Stubbenkammer mit dem wunderschön schillernden Ostsee-Meer – die Figuren erscheinen wie aufgetitschte Liebesmarken oder Zinnsoldaten, und fallen heraus.

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Okee Dokee – das ist nicht schlimm – liebenswert sind die FRIEDRICHS-Bilder trotzdem oder des ungeachtet, weil da echte Hingabe steckt.

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Nun noch einmal der „Nebel“-Quark von RINGELNATZ:

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Wir werden leicht und einsichtig erkennen – dieser Maler macht die reine authentische Darstellung, exakt und auf den Punkt, zeigt er, was ihn zu diesem Motiv anregte und geradezu zwang! – völlig ehrlich – und die Anmutung „Kindermalerei“ wäre eine Verirrung des unmündigen Betrachters – RINGELNATZ ist ein weiser Mann, der malt, was da ist, er malt den Reiz, der ihn unterwirft, das Motiv nebst Staffage, Wichtiges, Unwichtiges, Ablenkendes, Gleichwertiges, zu seinem persönlichen FOKUS, einschließlich der vollkommenen Freiheit, während des Fertigmalens Gegenstände wegzulassen oder auch noch hinzuzufügen. Völlig frei erfinderisch. Der Naturbezug seiner Handwerklichkeit und seines Farbtechnologie-Sinnes und -vermögens tun dabei gar nichts zur Sache. RINGELNATZ malt, weil er daran glaubt, derart, wie ein Nichtrhetor genau das sagen kann, was ihn bewegt zu jemand zu sprechen, vollkommen uneitel und ungeachtet, ob das gedrechselt, gestümpert, gestottert oder missverständlich rauskommt, weil man auf das Soziale, die eigen Wahrhaftigkeit und eine gültige Persönlichkeit sich verlässt – denn man weiß – man ist echt: RINGELNATZ ist absolut ECHT.

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CDF ist mit seinen Zinnsoldaten und seinem Innenblick leicht schief und unwahrhaftig.

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Geht man nun RINGELNATZ-Malerei durch, findet man immer – selbst bei Skizzen oder Bildandeutungen – zweifelsfrei: da malt ein Augen-, Herz- und Seelenmensch, der was zu malen hat, ähnlich, wenn er redet, er hat Etwas zu sagen. DAGEGEN hat CD FRIEDRICH die Erwerbsnot und sein Kunstgewerbszwang stets im leicht angekränkelten „Leistungsprofil“.

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Doch die dadurch nicht höchste Genialität des Künstlers liegt doch in diesem so Wollen und nicht so Können, in der darin liegenden Unehrlichkeit, statt der höchsten Qualität eines Künstlers – das galt es hier im Vergleich von RINGELNATZ mit CDF auszudrücken und dazu hin zu zeigen.

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CASPAR DAVID FRIEDRICH „Der Wanderer über dem Nebelmeer“, Öl auf Leinwand, 98,4 / 74,8 cm, 1817

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CASPAR DAVID FRIEDRICH „Kreidefelsen auf Rügen“, Öl auf Leinwand, 90,5 / 61 cm, 1818

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CASPAR DAVID FRIEDRICH „Der Mönch am Meer“, Öl auf Leinwand, 110 / 171 cm, 1810

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RINGELNATZ „Fasching im Schnee“, WV 18, 1926, Öl auf Leinwand, 35 / 41 cm

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RINGELNATZ „Schiefe Kirche“ Aquarell 1924

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RINGELNATZ „Kindheit“ WV 54, 1928, Öl auf Leinwand, 54,5 / 60 cm

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RINGELNATZ „Himmelsbrücke“ 1927, Öl auf Leinwand, 36.5 / 41,5 cm

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RINGELNATZ „Letzte Fahrt“,  Ölgemälde  1926

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RINGELNATZ „Rennfahrer: zwei rote Phantome hinter sich lassend“, Aquarell 1924

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RINGELNATZ „Giraffen im Regen“ 1929

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RINGELNATZ „Die Gelangweilten“ 1930

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RINGELNATZ „Wolken unten“ 1933

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RINGELNATZ „Zwei schwarze Wolken“ 1927

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RINGELNATZ „Feuer im Schnee“ 1927

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RINGELNATZ.“Untier“.W . o.J.

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RINGELNATZ.“An der harten Kante“ 1933 – das Bild ist weg

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RINGELNATZ „Flucht“ nicht zur Hand, 1933

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RINGELNATZ „Hafenkneipe“ Ölgemälde 1933

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RINGELNATZ „Seemannsgedanken übers Ersaufen“ Ölgemälde

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Die sämtlichen Abbildungen der RINGELNATZ-Werke wurden diversen Publikationen entnommen. Die Bildrechte sind heute, nach über siebzig Jahren nach dem Tod des Autors, gemeinfrei. Dieser LICHTGESCHWINDIGKEIT-BLOG ist außerdem ein nonprofit Kunstprojekt, bei dem in Frage kommende Marketingziele in Kommunikation und Kunsterlebnissen bestehen.

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Die Solinger Ausstellung bringt eine zusätzliche Kabinettsaufbietung aus einer Privatsammlung sehenswerter RINGELNATZ-BÜCHER, etwa: Hier ist Dietmar Möews‘ private Büchersammlung.

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RINGELNATZ „KATALOG der 1983er Ausstellung der Kunsthalle Hamburg“

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Irrlauf einer Universitäts-Initiative in Göttingen im Jahr 2000: „… Kuddeldaddeldu malte auch“. Angeblich  seien erst im Rahmen dieser Forschungsinitiative der Georg-August-Universität Göttingen Bilder von RINGELNATZ ermittelt und in dem BILD-Band „Ringelnatz! Ein Dichter malt die Welt“, Wallstein-Verlag, Göttingen 2000, erstmalig im „repräsentativen“ Umfang publiziert worden.

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Joachim Ringelnatz wurde als jüngstes von drei Geschwistern in Wurzen bei Leipzig geboren. Seine Eltern waren beide künstlerisch tätig. Sein Vater Georg Bötticher, der einer thüringischen Gelehrtenfamilie entstammte, war ein Musterzeichner und später hauptberuflicher Verfasser von humoristischen Versen und Kinderbüchern. Er veröffentlichte vierzig Bücher, unter anderem in Reclams Universal-Bibliothek. Die Mutter Rosa Marie, Tochter eines Sägewerksbesitzers, zeichnete ebenfalls, entwarf Muster für Perlstickereien und stellte Puppenbekleidung her. Ringelnatz wuchs in bescheidenem Wohlstand auf: Die Familie beschäftigte zwei Dienstmädchen.

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RINGELNATZ „Strandräuber mit ASTA NIELSEN“, 1929

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Georg Bötticher war der Sohn des Pfarrers Hans Adam Bötticher, der im März 1849 in Görmar bei Mühlhausen in Thüringen verstarb. Der Großvater Georg Böttichers mütterlicherseits war der Geheime Hofrat Professor Ferdinand Gotthelf Hand, der als Philologe und Musikwissenschaftler bekannt geworden ist. Hand hatte die weimarischen Prinzessinnen Augusta und Maria unterrichtet, einen Singverein geleitet und eine „Ästhetik der Tonkunst“ verfasst. Als junger Professor hatte er in Weimar noch unter Goethe amtiert.

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RINGELNATZ „Dachgarten der Irrsinnigen“ WV 8, Öl auf Leinwand, 46,5b / 64 cm, 1925

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