ALBERT SPEER Juden-Massenmörder HETTLAGE bei Karl Rahner Akademie vertuscht im Kölner Stadt-Anzeiger

Oktober 27, 2017

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am Samstag, 28. Oktober 2017

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Kölner Stadt-Anzeiger am 27. Oktober 2017, Seite 28, von Tobias Christ:

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„Systematisch gelogen nach dem Krieg. FRANK & FREI Zwei Historiker diskutieren über Albert Speer. …

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Wie so oft spricht der Kölner Stadt-Anzeiger ein wichtiges Thema an, sagt bereits Bekanntes und verdeckt dabei mehr Unbekanntes – wie den üblen Juden-Massenmörder Karl M. Hettlage, der konkret und unmittelbar der Akteur war:

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Stellvertreter des Stellvertreters – der SS-Mann Hettlage (Mitglied der Centrum Partei).

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Die schriftliche Ankündigung der Karl Rahner Akedemie lautet so:

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Er habe überlegt, ob er einen Abend in seiner Diskussionsreihe „frank & frei“ tatsächlich Albert Speer widmen sollte, räumte Joachim Frank ein. Ob Figuren aus der Vergangenheit wie Speer überhaupt noch interessieren? Die Resonanz zerstreute die Zweifel des Chefkorrespondent der Dumont-Mediengruppe und Moderator der Veranstaltung: mehr als 100 Besucher folgten in der Karl-Rahner-Akademie den Ausführungen der beiden Historiker Jost Dülffer und Magnus Brechtken, Autor des jüngst erschienenen Buchs

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„Albert Speer – eine deutsche Karriere“

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Eine kontroverse Diskussion hatte der Abend zwar nicht zu bieten: Beide Experten waren sich einig darüber, dass sich der einstige Rüstungsminister für Bewaffnung und Munition nach dem Zweiten Weltkrieg wider besseres Wissen als Techniker darstellte …dass er selbst 1942 zur Erweiterung des Konzentrationslagers Ausschwitz 13,7 Millionen Reichsmark bereitgestellt hatte

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Bereits im Jahr 1941 legte Albert Speer seinen Straßenbautrupp-Leiter und früheren Kommilitonen Rudolf Wolters mit eindeutigen Rüstungs- und Truppenzahlen dar, wie eine teils 50-fache Überlegenheit der Kriegsgegner eine Sieg im Hitlerkrieg unmöglich sei – sondern, es sei eine Frage der deutschen Tüchtigkeit, wie lange der Zusammenbruch hinaus zu zögern sein wird. Und auf den Vorhalt, Speer träte doch für diesen Krieg ein, was soll das denn? antwortete Speer sinngemäß: Wir müssen eben solange eine Spaß daraus machen, wie es geht. Wolters war entsetzt.

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Wir wissen, diese Rechnung hat Albert Speer seinem Führer erst anfang 1945 vorgelegt, um mit der sowjetischen Besetzung der oberschlesischen Rüstungsbetriebe und dem völligen Zusammenbruch des deutschen Transportnetzes die deutsche Verteidigung innerhalb der kommenden acht Tage (Januar 1945) nicht mehr fortsetzbar sein wird.

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Kölner Stadt-Anzeiger weiter:

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„…In fast allen Speer-Biografien wurde nicht mit den historischen Quellen gearbeitet“, so Brechtken, stellvertretender Direktor des Instituts für Zeitgeschichte. Vor allem Joachim Fest, Mitautor von Speers „Erinnerungen“, habe unkritisch gearbeitet und sogar andere Wissenschaftler angefeindet, die genauer auf Speers Biografie geschaut hätten (Anm. DM: Gregor Janssen; Matthias Schmidt). Mit seinem Buch wollte er diese Wissenschaftler „ins Recht“ setzen, sagte Brechtken. Für Jost Dülffer passt das Buch gut in eine publizistische Phase, in der von Rechten alte Legenden gern wieder aufgewärmt würden. Es entlarve die „systematische Lüge“ eines Mannes, der sich nach dem Krieg den Amerikanern „mit einer völligen Umkehrung dessen angedient hat, was er war“. Damit kam Speer auch durch: Während viele andere Nazis aus der Führungsriege zum Tode verurteilt wurden, musste Speer nur 20 Jahre ins Gefängnis (Anm. DM bis 1966) und starb 1981.“

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Hier ist es jetzt mal genug mit Tobias Christ und dem Kölner Stadt-Anzeiger!

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Hat denn dieser Berichterstatter Tobias Christ die EXPOSITION der Karl Rahner Akademie nicht angeschaut?

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Da kommen die beiden Aufklärer-Historiker Markus Brechtken und Jost Dülffer nämlich zunächst mal im Kuckucksgewand daher, weil diese Publikumsveranstaltung so angekündigt wird:

Okt 2017
frank & frei
Die Lügen vom guten Nazi Albert Speer
(1905-1981),
Hitlers Architekt und Rüstungsminister
in der neueren Forschung
Joachim Frank
im Gespräch
mit
Prof. Dr. Magnus Brechtken
Vize-Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München
und
Prof. Dr. Jost Dülffer Professor em. für Neuere Geschichte Köln.Bereits dieser Titel der Karl Rahner Akademie prolongiert die Speerlüge.

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Denn Albert Speer war der Entscheider in allen Belangen, mit Generalvollmacht Adolf Hitlers.

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Speer hatte sich allenfalls mit Himmler/SS und mit Goebbels/Kommunikation abzustimmen. Alle anderen Arbeitsfelder konnte Albert Speer ohne Rangordnung oder personale Rücksichtnahmen bestimmen und unter Androhung der Exekution erzwingen. Und so geschah es. Albert Speer war spätestens seit 1942/43 der Stellvertreter, seit Hitler selbst seine Bunkerquartiere gar nicht mehr verließ und nirgends mehr öffentlich auftrat.

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In der Karl Rahner Akademie.de heißt es dann gebunden und verfälschend aufgemacht:

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Er stammte aus gutem Hause, hatte Architektur studiert, trat früh schon der NSDAP bei, wurde vom »Führer« persönlich gefördert und mit Planung und Bau monumentaler Repräsentationsbauten beauftragt.
1942 avancierte er zum Rüstungsminister und gehörte zum engsten Kreis um Adolf Hitler.
Nach dem Krieg aber und auch noch, als er 1966 aus der Haft entlassen worden war, behauptete Albert Speer, von den Verbrechen der Nazis und insbesondere von Auschwitz nichts gewusst zu haben. Seine »Erinnerungen« (1969 u.ö.) und seine »Spandauer Tagebücher« (1975 u.ö.) wurden zu internationalen Bestsellern, die Speers Aufzeichnungen zu seriösen Quellen adelten und den Blick auf das »Dritte Reich« nach 1933 lange getrübt haben.
Damit ist es inzwischen vorbei. Spätestens seit der jüngst erschienenen Studie von Magnus Brechtken (Albert Speer. Eine deutsche Karriere. Berlin 2017) wissen wir, dass es den »guten Nazi« nie gegeben hat.

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Diese Vorstellung des millionenfachen Massenmörders und Juden-Ausrotters, Erbauers und Chefs aller Arbeits- und Vernichtungslager, die bis 1945 betrieben wurden – zuletzt noch die „Mittelbau / Schacht Dora-Höhlenfabrik der A4/V2“ einer Hölle mit Ortsbegehung durch Albert Speer:

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„Er stammte aus gutem Hause, hatte Architektur studiert, trat früh schon der NSDAP bei, wurde vom »Führer« persönlich gefördert und mit Planung und Bau monumentaler Repräsentationsbauten beauftragt.
1942 avancierte er zum Rüstungsminister und gehörte zum engsten Kreis um Adolf Hitler“
lenkt genau in der Weise von SPEER dem teuflischsten, der obersten Massenmörder ab, wie es die Schmierfinken Joachim Fest und Jost-Wolf Siedler so in den „Erinnerungen“ zurechtgeschustert hatten.

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So, wie Albert Speer vor dem Nürnberger Tribunal aussagte: Entscheidend für die Hitler-Nazi-Hölle sei das „FÜHRERPRINZIP“ gewesen. Alles und Jedes musste und wurde von Hitler persönlich mündlich angeordnet. Niemand durfte Entscheidungen selbständig treffen. Alle unterstellten sich dem Führerprinzip und waren damit in keinem lückenlosen administrativen Netzwerk verbunden – Keiner war über mehr informiert als in seinem unmittelbaren Arbeitsfeld auf seiner Ebene (wie ein V-Mann-System) gewusst wurde. So begründete Speer seine angeblichen Unkenntnisse.

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Deshalb gemahne ich hier den Veranstalter JOACHIM FRANK und die von ihm vertretene KARL RAHNER AKADEMIE in der Reihe „frank & frei“ – wer die Speer-Materialien und den Forschungsstand nicht zur Kenntnis nimmt, sollte umsichtiger vorbereitet sein:

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Wie kann es sein, dass hier von Geschichtsdesign der Adenauer-Republik gehandelt wird, in Köln am Rhein, und der schlimmste Stellvertreter Speers, immer wo es um Leben und Tod ging, Karl M. Hettlage, der noch Mitgründer der CDU, nach dem Krieg, und NRW-Minister und Adenauer-Regierungsmitglied werden konnte, wird nicht genannt?

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Karl Maria Hettlage wurde am 28. November 1901 in Essen geboren und starb am 3. September 1995 in Bonn. Er war laut Wikipedia habilitierter Jurist, Zentrums-Politiker, SS-Hauptsturmführer, Vorstandsmitglied der Commerzbank, „zentrale Rolle“ in Albert Speers Behörde, Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt sowie im Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion.

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„Karl M. Hettlage hatte nach dem Zweiten Weltkrieg viel zu verbergen: Er war einer von Albert Speers engsten Mitarbeitern gewesen und hatte dabei maßgeblich an der Vertreibung der Berliner Juden und an der Organisation der deutschen Kriegs- und Rüstungsmaschinerie mitgewirkt. Seiner Karriere nach 1945 stand das nicht im Weg.

Er wurde Professor für Öffentliches Recht und Staatssekretär im Bundesfinanzministerium von 1959 bis 1962,

Im Frühjahr 1959 wurde Hettlage zum Staatssekretär beim Finanzminister Franz Etzel in der Bundesregierung Konrad Adenauer berufen.

Von 1967 bis 1969 war Hettlage beamteter Staatssekretär im Finanzministerium, berufen durch den Finanzminister Franz Josef Strauß. Dort beteiligte sich Hettlage an der Finanzreform der CDU-SPD-Koalition. 1967 erhielt er auf Veranlassung von Franz Josef Strauß die Auszeichnung mit dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband.“

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Und jetzt einige kurze Geschmacks-Tests für diese Schwerstverbrecher-Kategorie HETTLAGE, der nicht einmal 1945 angeklagt worden war und wie die „Tauben im Gras“ das obervergoldete CDU-Bundesverdienstkreuz davon tragen durfte.

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Ich zitiere aus HEINRICH BRELOER Unterwegs zur Familie Speer – Begegnungen, Gespräche, Interviews; Berlin 2005, Ullstein Verlag:

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Seite 278: „Wolf Speer (Anm. DM Neffe von Albert Speer): Dustmann war ein Architekt. Hettlage war der Bürovorsteher, der sein Ministeramt in verwaltungsmäßiger und wirtschaftlicher Art und Weise geleitet hat. Er war dann ein wichtiger Mann im Adenauer-Staat, und er ist auch von Albert Speer beauftragt worden, seine Interessen im Familienbereich zu vertreten, gemeinsam mit Herrn Wolters und Herrn Piepenburg … Wer damals unter Hitler viel zu sagen hatte, weiß ich gar nicht, aber es sind in der Nachkriegszeit alle sehr erfolgreiche Architekten gewesen … Später Stadtbaurat von Düsseldorf.

BRELOER: Warum spendet der für Albert Speer Geld?

WOLF SPEER: Er hatte ja nichts gegen ihn. Apel war sein Bürochef … war der Organisator des Büros, man kann auch sagen, der Leuteantreiber. Ein Mann mit Organisationstalent …“

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Seite 340: „Günter Rusnok (ein Torpedoelektroniker 1945 in Untersuchungshaft Schloss Kransberg): Röchling war da von den Stahlwerken Saarbrücken; Thyssen, der Chef der Thyssen-Werke; Heinkel, der Flugzeugkonstrukteur, mit seinem Chefkonstrukteur; dann Dorpmüller, der Minister für das Eisenbahntransportwesen; Ganzenmüller (Anm. DM sämtliche an Speer Weisungsgbundene).

BRELOER: Also technische und wirtschaftliche Elite. Hjalmar Schacht war auch hier, der Reichsbankpräsident.

GÜNTHER RUSNOK: Ja. Der machte jeden Tag nach dem Essen seinen Rundgang, seine zehn, fünfzehn Runden. Das war sein festgelegtes Pensum.

BRELOER: Und aus Speers Mitarbeiterstab aus dem Rüstungsministerium waren auch Leute hier.

GÜNTHER RUSNOK: Schulze-Fielitz, Hayler war da, Hettlage war hier, außerdem Saur, Dorsch war mit im Zimmer. Und Reuter, der war irgendwo im Vorstand…“

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S. 500: SUSANNE WILLEMS (Historikerin): „… Die Räumungen aber waren nur möglich wegen der Zugriffsmöglichkeit auf die von Juden in Berlin aufgegebenen oder noch bewohnten Wohnungen. So weit zu der Vorkriegszeit. Im August 1940 ist der erste Bombenangriff auf Berlin, also der Krieg rückt auch für die Berliner Bevölkerung etwas näher. Und genau das weiß auch Speer … einfach Gelder bereitgestellt wurden, in den Kriegshaushalten storniert worden. Speer holte sich nun gerade Anfang 1940 einen in Finanzangelegenheiten versierten neuen Mitarbeiter und machte ihn im April 1940 zum Präsidenten seiner Durchführungsstelle – das war Professor Karl Maria Hettlage, der war ab 1934 bis Ende 1939 Stadtkämmerer in Berlin gewesen. Der war der richtige Mann in Speers Behörde, um durchzusetzen, dass alle Reichsmittel, die für die Neugestaltung Berlins vorgesehen waren, auch während des Kriegs im vollen Umfang angewiesen wurden, sodass die Vorbereitungen weiter gehen konnten. Das war im Februar 1940, und den viel zitierten Befehl Hitlers, der angeblich vom 25. Juni 1940 stammen soll, den besorgte sich Speer, wie immer, später. Von Ende Mai 1940 datiert die letzte Fassung des Räumungsplans, nämlich die Terminsetzung für die Räumung in den Abbruchvierteln. Und dieser Räumungsplan diktierte dann innerhalb der Behörde wieder den Zeitdruck, zu räumen. Juli 1940 standen in der Behörde Speers die Zeichen auf baldiges Kriegsende, sofortiger Räumungsbeginn, die Juden werden mit Hilfe der Gestapo innerhalb von wenigen Wochen aus Berlin abgeschoben. Die Vorstellung war: Bei Kriegsende wird Berlin sofort judenfrei. Die planten das in der Behörde zwischen April und Juli 1940, weil sie nach der Räumung der Abbruchviertel, der Umsetzung der Mieter in die Wohnungen von Juden, sofort abreißen wollten. Und das Abreißen stieß auf Widerspruch, damit konnte Speer sich nicht durchsetzen. Vom 29. September 1940 stammt eine Aktennotiz, also ein ganz unscheinbares Dokument, da hat Speer wahrscheinlich in einem direkten Gespräch mit Hitler die Zustimmung erhalten, dass zwar in den Abbruchvierteln die Räumung stattfindet, die Mieter umgesetzt werden in die Wohnungen der Juden, dass aber diese Viertel zunächst nicht abgerissen werden.

BRELOER: Ich lese das mal vor: „29. September 1940. der Führer hat festgelegt, daß die durch die Freimachung von 1000 Judenwohnungen zu räumenden Bereiche während des Krieges nicht abgerissen werden, sondern für durch Fliegerschäden obdachlose Bewohner vorübergehend freizuhalten sind.“ – Klingt doch ganz vernünftig?

SUSANNE WILLEMS: Ja, aber das ist Schwindel. das Interessante ist der Nachsatz – in Klammern: „Mit dieser Notwendigkeit kann unter Umständen die ganze Räumung mitbegründet werden!“ Und das heißt: Nicht das Bereitstellen von Notunterkünften in Gegenden, die man nach dem Krieg dann sofort abreißen will, um die Hauptstadt neu zu bauen, war das Ziel der Umsetzung der Bereichsmieter und der Verdrängung der Juden aus ihren Wohnungen, sondern es ergab sich als Begründung für die Öffentlichkeit. In der Speer’schen Behörde war Räumen immer für den Hauptstadtbau.

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…Im Sommer 1940 also die Vorstellung, nach Kriegsende werden die Juden ohnehin aus Berlin abgeschoben – wohin, war den Planern bei Speer egal. Ab Ende September 1940 war Speer zugleich interessiert an den Deportationen der Juden während des Kriegs; und dieser Unterschied macht im Wesentlichen das Verbrechen aus, dessen Opfer mehr als fünfzigtausend Juden aus Berlin wurden. Speer kann sich vor September 1941 nicht damit durchsetzen, dass Juden aus Berlin deportiert werden, er will aber die Räumungen; es ist auch in der Behörde alles vorbereitet. Speer klärt erst mal das Terrain: Wen braucht er für die Deportation? Er macht seit Ende September 1940 Lobbyarbeit dafür, dass diese vielen tausend Juden, die er wohnungslos machen will, auch aus Berlin verschwinden. Er geht zu Heydrich und sagt ihm: „Sie können für ihre Behördenangehörigen auch ein Kontingent dieser geräumigen Wohnungen haben“ . Er macht Goebbels Zusagen als Reichspropagandaminister, er kann für seine Schauspieler und Regisseure Wohnungen haben, die er nach Berlin holen will. Er macht dem Auswärtigen Amt Zusagen, sie können Wohnungen haben für die berechtigten Diplomaten, die in Berlin eine Wohnung suchen … Anfang Januar 1941 versucht Heydrich, von Hitler die Zustimmung für Deportationen aus Berlin zu bekommen…“

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S. 504: SUSANNE WILLEMS: …Diesen Deportationsauftrag wiederum arbeitet die Gestapo durch Deportationen von Juni 1942 bis Februar 1943 ab, einschließlich der Deportationen der zwangsbeschäftigten Juden, die in Berlin Opfer der „Fabrikation“ wurden, also einer Großrazzia in den Betrieben und parallel straßenweisen Razzien, die ab November 1942 in Berlin durchgeführt wurden, Wohnung für Wohnung.

BRELOER: Was musste Speer davon wissen? Kann es sein, dass das alles der Hettlage, der Clahes und so weiter für ihn machten? Und der Speer, idealistisch gesonnener Künstler, wie er schreibt, denkt nur an seine Bauten? Woher wissen Sie, dass er genau weiß, was er tut?

SUSANNE WILLEMS: Erstens hat Wolters es in der Chronik aufgeschrieben, man konnte nur diese Passagen bisher nicht eindeutig interpretieren. Speer wusste, bei wem er die Wohnungsräumungen in Auftrag gibt: bei der Gestapo.

BRELOER: Macht er das selber, oder macht das beispielsweise Hettlage? Wer telefoniert?

SUSANNE WILLEMS: Das weiß ich nicht. Doch auch, wenn ich nicht weiß, auf welchem Weg und auf welcher Ebene zwischen den beiden Behörden die Befugnis lag – in jedem Fall bleibt der Leiter dieser Behörde verantwortlich für das, was seine Behörde macht.

BRELOER: Das ist juristisch und allgemein – ich will aber die Person Speer verstehen. Wo ist der Punkt, an dem sie ihm anhand der Akten nachweisen können, dass er wusste: Was er da macht, ist kriminell?

SUSANNE WILLEMS: Speers Politik ist seit September 1938 in verschiedenen Graden kriminell, und sie wird insgesamt immer verbrecherischer. Speer gibt die Aufträge an die Gestapo zur Räumung von tausenden von Wohnungen; die Gestapo arbeitet insgesamt über anderthalb Jahre, um Speers Räumungsaufträge aus dem Jahr 1941 durch Deportationen zu erfüllen. Im Jahr 1941 wusste Speer sehr genau, dass er Deportationen in Auftrag gibt. Und nachdem er am 9. Februar zusätzlich zu seiner Funktion als Generalbauinspektor auch Minister für Bewaffnung und Munition geworden ist, weiß er auch, da ja im Laufe des Jahres 1942 die Konzentrationslager eingebunden sind in das System der Rüstungswirtschaft, dass nur die Arbeitsfähigen in den Konzentrationslagern eine vorübergehedne Chance haben, ihr Leben zu erhalten. Er möchte aber aus Berlin alle Bewohner von Wohnungen deportiert sehen – und das sind außer den Arbeitsfähigen auch alte Menschen und kleine Kinder.

BRELOER: Die Gaskammern von Auschwitz. Da gibt es diese Akte …

SUSANNE WILLEMS (liest): 28. Oktober 1942.“

BRELOER: … in der im Detail aufgeführt ist, wofür Speer beim Ausbau von Auschwitz die Kontingente bewilligt. Dort heißt es ausdrücklich, und das ist ein interessantes Wort: „Vorhaben des Kriegsgefangenenlagers Auschwitz (Durchführung der Sonderbehandlung)“ … Reichsminister Speer hat die Vergrößerung des Barackenlagers Auschwitz im vollen Umfang genehmigt und ein zusätzliches Bauvolumen für Auschwitz in Höhe von 13,7 Millionen Reichsmark bereitgestellt…“

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Dietmar Moews meint: Darauf folgend dann die faksimilierten Amtstexte, wo Verbrennungsöfen, Krematoriums-Baustoffe einzeln im Speer-Schreiben aufgelistet werden –

SONDERBEHANDLUNG.

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Der Kölner Stadt-Anzeiger erzeugt den Eindruck als sei eine Veranstaltung mit Markus Brechtken über ALBERT SPEER, über den Münsteraner NORDRHEIN-WESTFALEN, Minister Staatssekretär und Thyssen-Stiftung-Beirat KARL MARIA HETTLAGE, über SCHÜTZ oder SOHL oder COING überflüssig und als Architekten-Karriere dem Vergessen anheimzustellen sei.

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Mit Hitlers Architekt und Rüstungsminister ist das hier nicht getan. FÜHRER-Vertreter als GENOZID-Organisator bis 1945 – mit 20 Jahren Gefängnis in Nürnberg verurteilt – und HETTLAGE wird gar nicht erwähnt?

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Wer war noch KARL RAHNER? Sind wir nicht auch Karl Rahner Erinnerung schuldig?

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Es ist eine bedauerliche Tatsache, dass jedem interessierten Deutschen, der sich über die Nazis informieren will, der nach SPEER, HETTLAGE, SCHÜTZ u. Konsorten sucht, findet beispielsweise bei YOUTUBE überwiegend die alten Original-Videos, wo die SPEER-LÜGE fortgesetzt wird. Es beginnt mit 45 Minuten Joachim Fest interviewt Albert Speer – da spricht die LÜGEN-QUELLE selbst. Man sieht dann noch den idiotischen Bernd Eichinger (Der Untergang) und erbt „ERINNERUNGEN“ von Albert Speer (/Fest) usw. während HEINRICH BRELOER Quellen prüft und mit seinen Fernseharbeiten zumindest in Videos mithalten kann, während Wissenschaftler und Historiker wie Georg Janssen, Matthias Schmidt oder der Speerfreund Rudolf Wolters schwer zu finden sind.

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Und die Familie Speer? – Hat letztlich bis heute ähnlich gemauert, wie angeblich Vater Albert Speer selbst auch gegenüber der Familie gemauert hatte.

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MERKELs NEUE SINNLICHKEIT zum ZEITUNGSKONGRESS

Oktober 1, 2014

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am Mittwoch 1. Oktober 2014

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Es gibt Müllhalden, Wertstoffsammelstellen und Recyclingtechnik. Bei den Erklärungen, Verlautbarungen und verbalen Geräuschabsonderungen der derzeitigen deutschen Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ist in der Regel verschleiert, worin die interessanten Punkte der Botschaft jeweils liegen.

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Merkel verschleiert immer Hinweise auf die entscheidende Mitteilung. Meist vermeidet sie die blanke Lüge, sondern bringt Beugungen und Abwiegelungen bis zu Bullshit.

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Kölner Stadt-Anzeiger-Verleger Alfred Neven-Dumont sprach in Berlin

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Anlässlich des Zeitungskongresses: Kongress des Bundesverbandes der Zeitungsverleger (BDZV) in Berlin legte Merkel eine Betonung auf zwei Aussageperspektiven:

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Für die Wähleröffentlichkeit sagte sie: Zeitungen sind Zeitungen, elektronische Medien sind im Kommen, Menschen haben Informations- und Kommunikationsbedarf, egal wie bzw. das ist eben nicht egal. Es entwickelt sich zu neuen Medien hin, von den großen Auflagen-Holzzeitungen und täglichen Abo-Lieferungen im Briefkasten weg. Aber, wer will schon ununterbrochen Online sein.

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Für die traditionelle Holzpresse sagte sie: Die Verlagshäuser werden weiterhin erfolgreich am Markt sein, wenn sie Qualitätsjournalismus anbietet. Sie werden auf eigenen Internetz-Plattformen ihre qualitativen Printinhalte als „Paid Content“ anbieten können und von den Kunden bezahlt bekommen.

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Alphons Silbermann sprach in Köln

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Dietmar Moews meint: Marktwirtschaft als selbststeuernde Nachfrageorientierung hinzustellen ist das billige Verständnis, das das Hauptthema der Verlage ignoriert: Profitorientierung / Profitzwang und Rationalisierung.

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Die unsinnliche 24-Stundenbereitstellung von weltweiten Inhalten macht den Menschen noch nicht zum 24-Stunden-Grottenolm, der permanent online ist.

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Die schwache sinnlich soziale Erscheinungsform eines 1.0-Konsumenten im Unterschied zu P to P-Beziehungen und die schrumpfenden sozialen Spielräume Tagesnachrichten, lokalpolitische und weltpolitische Inhalte zu besprechen, schwächt auch die Repräsentanz von Sozialität.

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Es ist keine Koordination der zu kommunizierenden Inhalten durch auswählende themenführende Redakteure mehr die Grundlage der täglichen Kommunikation.Sondern die auf dem weg zur Arbeit in der U-Bahn Sitzenden, die ihren App abspielen,beziehen vollkommen heterogene Themen und Inhalte, sodass über diese 1.0-beziehung keinerlei P to P-Kommunikation zu den Tageswichtigkeiten möglich ist.

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Wer täglich eine Tageszeitung im Briefkasten stecken hat, muss diese Zeitung ja nicht lesen – aber sie gehörte zu einem „normalen“ Haushalt und in jeder Familie. Nachbarn konnten sich als BILD-Leser oder ZEIT-Abonnenten FAZ- oder Lokalblatt-Bezieher gegenseitig kennen.

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Wer heute mit Ohrstöpseln auf der Straße gesehen wird, nimmt an einer ganz eigenen Vorstellungswelt teil. Er und Sie dürften nicht so ein dämliches Gesicht machen, wie fast alle, die so rumlaufen und rumstehen, damit der Anblick nicht auf die Idee bringt, hier ist ein Zeitgenosse, der weiß, was um uns herum geschehen ist und geschehen wird – wie woher sollte er das wissen.

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Frau Merkel verkennt, dass das Qualitätsargument: Da es immer Menschen höheren Bildungsgrades und höheren Informationsbedarfs gibt, können die Verleger auch in Zukunft auf Nachfrage und Absatz für kostspieligere Qualität sich verlassen, ist unsinnliches Geräusch.

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Wäre Qualität ohne sinnliche Repräsentanz absetzbar, dürften die Werke von Immanuel Kant nicht ungelesen in Regalen rumstehen.

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Die gedruckte Zeitung als sinnliches Ereignis hat eine gewichtigere Rolle in jeder Wohnung, in jedem Briefkasten und auf jedem Lokus, vor aller Augen. Eine Antenne auf dem Dach oder ein Schaltkasten auf dem Bürgersteig ein Funknetzanschluss bieten das nicht. Wer weiß schon, was sich hinter einem intelligenten wachen Gesicht verbirgt? – eine Flatrate?

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