Bubrowski oder Bukowski? Gebärmutter oder Reagenzglas

Juni 5, 2015
Lichtgeschwindigkeit 5638

vom Freitag, 5. Juni 2015

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Bildschirmfoto vom 2015-06-01 00:24:36

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Während ich in dieser Lichtgeschwindigkeit hervorzuheben gedenke, mich sehr zu freuen, mit der heutigen Holz-Ausgabe, die ich als treuer Zeitungskäufer täglich von meinen Händlern kaufe und bar bezahle, die erste FAZ zu sehen, die schon von der Titelseite her das Gepräge des sehr geschätzten Jürgen Kaube, nun auch mehr Mitherausgeber, zu erkennen:

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Nicht mehr der mir missliebige Schirrmacher, als überkandidelter Honigsauger und Dünnbrettbohrer, der sich eigentlich in gar nichts wirklich auskannte. Immer wenn Schirrmacher was Neues aufgegabelt hatte, hatte er lediglich seinen Schreib-, Telefonier- und Lesefleiß, aber kein tragfähiges Gespür zelebriert. Nichts von Schirrmacher – meine ich – konnte man ungeprüft benutzen. Schirrmacher war also kein kritischer Dienstleister, sondern er machte Arbeit, statt Verlässliches zu bieten. Problem: Er konnte nichts.

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Jürgen Kaube nunmehr verfügt über Geltungsrang durch Augenmaß und Urteilskraft zu den heute gebräuchlichen Orientierungsstrategien in Macht und Politik. Kaube ist eine solide Variante vom Nietzsche-Übersetzer Charles Bukowski („Umarme das Schicksal – jenseits von Gut und Böse“ und Isaiah Berlin „Diesseits von Gut und Böse“).

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Das heißt: Wir Menschen und die Farben der Moral, der empirischen Herrschaftspolitiken und des mutmaßlichen Seinsschlüssels, in die kurze Tagesform einer Frankfurter Allgemeine Zeitung gefasst, sollten erkennbar und belastbar sein (sodass die Verlags-Rechnung aufgehen kann).

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Das war in der heutigen Ausgabe – meinem Wunsch gemäß –  in Titeln der Titelseite der Frankfurter Allgemeine Zeitung so aufgereiht:

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(Oberthema: Erziehungsstreik, Eltern, Kinder, Maximen von Führung und Fühlung mit Führungsanspruch), „Heute:

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Demokratisches Restrisiko

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Moral statt Politik

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Rettung für Hochschulen

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Auf schmalen Schultern

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Büromieten steigen kaum“

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Zu jeder dieser Titelzeilen stehen die tagespolitischen Geschehnisse und Bedrängnisse in steilem Verhältnis: Rechtsstaat und Mob, staatliche Bildungsapparate, Missverhältnis von Genieabhängigkeit zu Mehrheitsintegration, dazu der Kaufvertrag als Über-Ich.

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Was also machen wir mit dem Anfang jeder Gemeinschaft für ein gelingendes Gemeinschaftshandeln, der kollektiven Urteilskraft?

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Die Urteilskraft stärken.

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Wie geht das?

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Durch organisierte Bildung.

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Das kostet – und schon sind die Eltern bedient (Jasper von Altenbockum „Die Eltern sind bedient“ Titel-Kommentar am 5. Juni 2015). Der Wadelbeißer hat hier die Volkshochschulen vergessen, die der Mangelbildung der Erwachsenen abhelfen sollen.

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Wie bildet man Eltern, an denen bereits Erziehung und Bildungsziele verfehlt wurden? Mit Helene Bubrowskis Anti-Bukowski-Text: „Wer denkt an die Kinder?“ (immer noch Titelseite der FAZ) am 5. Juni 2015.

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Es geht mit der wichtigsten Textstellung, FAZ Seite 1, oben links, los:

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„Erziehungsstreik für Schlichtung unterbrochen“ – es fehlt der Hinweis auf den Charakter von Industriegewerkschaften in unserer Zeit: Nicht nur hat die Ver.di-Führung die Erzieher mit diesem Streik verraten, auch führt sie unverschämt vor, wie Herrschaft durch den durchorganisierten Verbändestaat über alle Herzen und Köpfe hinweg durchgesetzt wird. Die FAZ hier ganz bei „sich“, Partei-Zeitung auf der StaMoKap-Seite der herrschenden Blockparteien („demokratisches Restrisiko“, „Moral statt Politik. Aufklärerische Kritik als Wurzel der modernen Dauerkrise …“, „Rettung für Hochschulen“ …).

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Kurz: Kaubes Stichworte stimmen. Doch heraus kommt blendende bzw. kaschierte Herrschaftsmoral („Großer Gott wir loben Dich“ / vom <Kölner Dom-Chor bei geöffnetem Fenster laut anhören).

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Helene Bubrowski schreibt, dass es „In Vitro Fertilisation“ gibt – also Erzeugung menschlicher Abkömmlinge ohne Liebe und ohne kulturelle Vorurteile, quasi „Jenseits von Gut und Böse“, wie Nietzsche es in seiner Vorurteilslehre beschrieb. Dass es mit Heidegger das feindliche Gestell gibt, unsere tradierten Vorurteile, die die Möglichkeiten des zukünftigen Seins ankränkeln, verhindern, indem „Das Dasein in das mögliche Sein hinaussteht“. Und nun schlägt Sloterdijk nach und fordert: „Die schrecklichen Kinder der Neuzeit“ –  sie lernen nicht das Notwendige – denn nun sind sie Heideggerfreunde: Vorurteilsfeindlich (also hirnrissig).

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Helene Bubrowski beschreibt, wie gebunden und geborgen das künstliche Erzeugtwerden nicht ist, wie brutal es für Eilieferanten, Austrägerinnen, Fremdgeborene, Identitätsschwache, Neukranke, nämlich unwerte Menschen, nur sein kann – dagegen die gute Tradition des Sexus Nexus mit allerliebst Liebesleid, Kabalen und missbrauchten Briefen, Inzuchtquoten und KuckucksUse – so weit das Auge reicht Lug und Trug, aber traditionell und herrschaftsbewährt.

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Die junge Frau Bubrowski also voll aus ihrer Lebenserfahrung schöpft, der einfachen Moral das Wort in der FAZ reden möchte. Eigentlich aber liefert sie lediglich eine Stoffsammlung der Plattitüden, ziemlich unsystematisch außerdem, legte man Kriterien der empirischen Sozialforschung daneben. Welche Argumente dagegen das Lebensrecht aller Missgeburten und Geschundenen, Behinderten und Ungelieben, Bastarde und Kuckuckskinder haben, nachdem solche auch noch das Purgatorium der gesellschaftlichen Ächtung in jedem Belang nicht nur überlebten, sondern daraus die Hochbegabung, eine Sonderstellung zu machen vermochten (wenn sie nicht gestorben sind) und den Preis angeboten bekamen, den sie dann dem Helene-Bubrowski-Schwangerschaftsturn-Vereinen der FIFA spendeten – mit dem spöttischen Kommentar angenagelt: „Ihr Manna könnt ihr selber saufn. Es lebe das unwerte Leben.“ – das beschäftigte FAZ-Autorin Bubrowski gar nicht.

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Dietmar Moews meint: Bei aller Zukunftsgenealogie und Integrationsführung hat der Roman-Soldat Schwejk nicht zu Unrecht behauptet: Man muss sie in die Tür einklemmen, will man eine Katze umbringen – die haben ein zähes Leben.

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Ein „so Sollen“ des staatlich geführten Fortpflanzungssinnes, eingeschlossen „Kinder, deren Eltern miteinander Geschlechtsverkehr gehabt haben sollen“ (Bubrowski am 5. Juni 2015), machtmoralisches Pfahleinschlagen des Leitmediums FAZ, die sich eigentlich mehr für USA-hörige Medien- und Militärspiele erwärmt, klingt mir aus dem Munde der Helene Bubrowski nicht klar und deutlich genug:

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Sie sollte es: „Konservatives Umherirren traditioneller Verhängnisse nennen – lieber den alten Krieg als den neuen“. Nein, sie malt Schwarz und Weiß, wie jedes Heinzlein von Heinrich Heine im Keller das Blutfass doch kennt, aber die Anderen für blöde halten möchte.

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Es kann dafür der SPD-Mann Herbert Schmalstieg wenig dafür, dass dieses Thema an ihm sein Leben lang vollständig vorbeigegangen ist (als Nummer Zehn der Prominentenmannschaft immer elegant), der hier auf Seite 8 in der FAZ, 5. Juni 2015 von Günter Bannas als „Schlichter“ vorgestellt wird.

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Und auch hier hat die FAZ-Redaktionskonferenz nicht die nötige Zeit aufgewendet, zu prüfen, ob hinter dieser Tapetentür wirklich der Weg ins Freie führt: Schmalstieg als Schlichter, nachdem Gewerklschaft und Arbeitgeber bereits ihre „FIFA-Methode“ haben durchblicken lassen?

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Ein gezieltes Interview mit Schmalstieg zur heutigen Ausbildungslage der Erzieher, als Kindergärtner, Sozialpädagogen, Erziehungswissenschaftler, Diplom-Erzieher und so weiter, hätte Mehrwert haben können. Der Abrichtungsakt der Schlichtung ist bereits jetzt schon ein Akt der LÜGENPRESSE – die streikenden Erziehungsberufsständlerinnen und -ständler tun mir leid. Und was sagt Helene Bubrowski, deren schutzbedürftiges Klientel hier doch übers Stöckchen springen darf?

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Sie möchte, dass die “Überlistung der Natur“ gesellschaftlich gewünscht, neumodisch nicht unter Strafe stehen, aber nicht zur „Gefahr durch die hässlichen Seiten des Machbarkeitswahns“ werden solle. Das nenne ich verneinte Verneinung des Verneinens: (Don’t be denied /Neil Young)

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Und – ich erlaube mir den Scherz zur Frage: Wohin mit dem Zeigefinger (gehn wir zu Dir oder zu mir?)? – wenn es ein mahnender, aber „zahnloser Zeigefinger ist“ (Helene Bubrowski), so stecke ihn einfach in die Nase.

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ZUGINSFELD 40 DMW 674.1.11 190 cm / 190 cm, Öl auf Leinwand, in Berlin 2012 gemalt

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DMW 674.1.11
190 cm / 190 cm, Öl auf Leinwand, in Berlin 2012 gemalt

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FRIEDRICH NIETZSCHE 170: „Gott ist tot“ im Kölner Stadt-Anzeiger

Oktober 15, 2014

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am Mittwoch, 15. Oktober 2014

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Heute feiert der Kölner Stadt-Anzeiger, die Haupt-Tageszeitung der rheinischen Freiheits-Kultur, in einer kleinen Randbemerkung den Geburtstag des Philosophen Friedrich Nietzsche, geboren im Jahr 1844 in dem Dorf Röcken, bei Lützen, bei Leipzig, gestorben im Jahr 1900 in Weimar.

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Der Kölner Stadt-Anzeiger brachte auf Seite 13: „FRAGE DES TAGES: Wer war Nietzsche?“ und erklärt auf der Kinderseite: „Er wurde schon mit 24 Jahren zum Professor ernannt, was sehr selten ist: Friedrich Nietzsche wurde am 15. Oktober 1844 geboren – vor genau 170 Jahren. Bis heute zählt er zu den wichtigsten Philosophen weltweit. Ein Philosoph denkt sehr genau über die Welt, das Leben und sich selbst nach. Nietzsche machte den Spruch berühmt „Gott ist tot“, weil zu seiner Zeit Kirche und Glaube für die Menschen nicht mehr so wichtig waren wie früher… „

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Dietmar Moews meint: So geht es dahin. Erfährt das zeitungslesende Kind mal was, was das Straßenkind ohne Buch nie hört – dann so ein Mist: „Gott ist tot“. Wer so will, kann Nietzsches Kulturkritik unter anderem auch darauf bringen – aber bitte erst, nachdem Wichtiges anzusprechen wäre:

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Nietzsche ist der erste sozialphilosophische Tiefbohrer, der Kants Frage, „Was ist der Mensch?“ auf eine höhere Stufe gehoben hat, die Farbigkeit des Individuums und der Aktivitäten als Kunst des Lebens.

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Und so also die Nietzsche Philosophie, als Vorstellungstechnik, die Lebensbedrohung und alles Mögliche Böse durch eine Technik der Umarmung des Schicksals zu meistern: „Der Mensch wird Herr über den Stoff durch die Kunst der Lüge“.

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Nietzsche meint nicht Unwahrheit, Lüge und Zeugnisfälschung. Sondern es geht um den Menschen, der seine menschliche Wirklichkeit zu einer Lebenskunst machen kann. Das Leben als Kunst (das ist in Etwa, was Joseph Beuys bei Nietzsche entnommen hat, ohne den Meister Nietzsche zu nennen).

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In aller Kürze hieße es dann nicht „Gott ist tot“, sondern „Sei wer du bist“.

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Wäre das für Kinderleser im Kölner Stadt-Anzeiger zu schwierig? – Sei wer du bist!

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Jenseits von Mut und Möse: SEX SELLS

September 16, 2014

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am Dienstag, 16. September 2014

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JOB CROGIER Plakatentwurf

JOB CROGIER
Plakatentwurf

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Ich komme kurz auf LICHTGESCHWINDIGKEIT 4896 „SEX SELLS oder Schadenfreude“ vom 15. September 2014 zurück:

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Umarme das Schicksal“ – dieses Schlüsselwort Nietzsches weist auf die Sicht Nietzsches auf das Leben und die Dinge hin, als amoralische Bedingungen, denen wir mit der Kunst der Lüge begegnen.

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Der Auslöser für meine Erörterung der Codierung des menschlichen Verhaltens, ausgehend von Reizgewalt von entweder Triebverwirklichung, Triebhemmung oder Triebverzicht, durch Not oder durch Wertziele, war durch einen Text in der Neuen Zürcher Zeitung angeregt, die von Ronald G. Gerste als „GO WEST: Schiessen erlaubt, Küssen hingegen …“ überschrieben war.

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Der GO WEST-Text akzentuiert eine Spezialität in der heutigen US-Amerikanischen Kultur:

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Die Brüste von Kate Winslet erhalten einen „prüden“ schwarzen Balken – Lehrern in Schulen werden Schusswaffen empfohlen.

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ZUGINSFELD 27 "Man kann ja nie wissen" DMW 548.2.99, 198cm / 198 cm, Öl auf Leinwand, in Dresden 1999 gemalt

ZUGINSFELD 27 „Man kann ja nie wissen“ DMW 548.2.99, 198cm / 198 cm, Öl auf Leinwand, in Dresden 1999 gemalt

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Gerste schreibt: „Kürzlich ließ mich ein TV-Werbespot erstarren. Ein schönes Tier, wohl eine Hirschkuh, äst an einem Waldrand. Dann fällt ein Schuss, sie wird niedergerissen, ihre nach oben gereckten Beine krampfen im Todeskampf. Schneller Szenenwechsel: Abermals stirbt ein Tier. Dann tritt er auf, im olivgrünen Tarnanzug: Ted Nugent, Altrocker, Waffennarr und politischer Rechtsaussen. Er preist seine Munition an: „Killer-Munition für den ernsthaften Jäger!“ Und mit Blick auf diejenigen, deren plötzlichen Tod dank „Ted Nugent Ammo“ der Spot so plastisch gezeigt hat, beendet er seinen Auftritt mit dem Credo: „Kill them, grill them!“ Das war am Nachmittag.

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Am Abend kam „Titanic“, nicht auf einem der Premium-Kanäle, welche Filme ungekürzt und ohne Werbeunterbrechungen zeigen, sondern einem der „basic channels“. Wer das Epos mehrfach gesehen hatte, merkte sofort, was diesmal anders war. Es ist zweifellos eine der schönsten cineastischen Interpretationen einer erblühenden Liebe zwischen zwei jungen Menschen, wenn Jack (Leonardo di Caprio) seine Rose (Kate Winslet) zeichnet, nachdem sie die Diamantkette angelegt hat und ihm erklärt, wie sie portraitiert werden möchte: „Wearing only this.“ Jack leichtes Erröten sahen wir, die unbekleidete Kate indes nicht. Die Szene, die sie auf der Couch zeigt, ist herausgeschnitten. Und als wir über Jacks Schultern auf seinen Block blicken, verdeckt eine überblendete Grauzone den Bereich zwischen ihrem Schulterblatt und ihrem Bauchnabel. Winslets Brüste sind für die Zuschauer tabu, werden vom Moralkodex des Senders zweifellos als jugendgefährdend eingestuft – im Gegensatz zu Teds Munition.

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DIETMAR MOEWS "IRAK als Sportflagge: Misfits", Seidenapplikation, 2004 in Dresden

DIETMAR MOEWS
„IRAK als Sportflagge: Misfits“, Seidenapplikation, 2004 in Dresden

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Bei allen gemeinsamen kulturellen Wurzeln Europas und der USA scheint die Schere der Empfindungen darüber, was statthaft ist oder nicht, in diesen beiden Punkten besonders weit auseinander zu gehen:

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Waffen und Sexualität.

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Die Offenheit im Umgang mit einem potenziell todbringenden Instrument, der Waffe, steht in scharfem Kontrast zur öffentlichen Wahrnehmung eines potenziell lebensspendenden Vorgangs, des körperlichen Bei einander Seins. Hier wird staatlicher- wie privater Seits reglementiert. Jüngstes Beispiel: Bei dem richtigen Anliegen, sexuellen Missbrauch an Universitäten zu bekämpfen, haben die Gesetzgeber in Kalifornien unter dem Druck von Political Correctness (PC-)Lobbygruppen ein Gesetz zum Umgang von Studentinnen und Studenten miteinander erlassen, das nach Einschätzung seiner Schöpfer für die Nation massgeblich werden soll (ob der Gouverneur es unterzeichnen wird?)

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Julia Lipnizkaja trat anscheinend ohne Höschen an, dachte wohl der Verantwortliche bei der Süddeutschen Zeitung, in dessen Auge bereits der ausrasierte Kinderarsch wirkte (SZ v. 21. Febraur 2014 S. 27)

Julia Lipnizkaja trat anscheinend ohne Höschen an, dachte wohl der Verantwortliche bei der Süddeutschen Zeitung, in dessen Auge bereits der ausrasierte Kinderarsch wirkte (SZ v. 21. Februar 2014 S. 27)

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Bei jeder Stufe der fortschreitenden Aktivität – von Händchen halten über den Kuss bis zum Berühren anderer Stellen – muss „verbal oder nonverbal“ das Einverständnis eingeholt werden. Es ist so formuliert, dass diese Einholung allein Pflicht des jungen Mannes ist. Schweigen darf nicht als Zustimmung gewertet werden, nach Genuss von Alkohol gilt etwaiges Einverständnis als ungültig:

Sex zwischen jungen – und erwachsenen! – Menschen nach ein paar Bier wird so zur Vergewaltigung.

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top spin doctors

top spin doctors

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Hier liegt ein Potenzial für eine Prozesslawine.

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Jedoch: dass es ungewollte Übergriffe auch zwischen Homosexuellen oder gar von einer Frau gegenüber einem Mann geben kann – dieses Szenario passt nicht in die Vorstellungswelt der Initiatoren.

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In einer Gemengelage aus Sexualitätsfeindlichkeit und PC gilt der heterosexuelle Mann grundsätzlich als potenzieller Täter … als besten Weg zur Verhinderung weiterer Massaker an Schulen ansieht, Lehrer zu bewaffnen, fällt es nicht schwer, sich vorzustellen, welchen Ansatz Ted Nugent wohl hätte: Zum Rendez-vous nur mit geladener Flinte.

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Dietmar Moews

Dietmar Moews

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Dietmar Moews meint: Meine Lieblingslektüre, LONGOS „Daphnis und Chloe“ fällt so wenig unter den ordnenden Geist der Amerikaner wie die Vorläufer der Bills of Rights und der Französischen Revolution, wie VOLTAIRE, der ebenso hübsch und geil die Übungen innerhalb und außerhalb der Gebüsche dieser Welt hervorruft, als sei der Leser selbst dabei (von einer bewaffneten Leserin schreibt Voltaire in Candide nichts).

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SEX SELLS und Schadenfreude

September 16, 2014

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am Dienstag, 16. September 2014

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Welche Alarmkraft hat welcher Geist?

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Worin liegt die Reizhöhe von Reizen?

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Wie stark ist ein guter Geist – Gedanken und unterbewusste Sexschwingungen?

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Wie stark ist böser Geist – Vernichtung des Lebens und Misserfolg?

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Gibt es Trieb der Verwirklichung und den Trieb der Abwehr?

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Wer behauptet sich: Der Vergewaltiger mit Schusswaffe? Oder der Liebhaber mit frommen Lügen?

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Natürlich muss die Antwort lauten: Alle Reize reizen. Entscheidend ist die Situation des Anzusprechenden – was empfindet der Adressat von Gewalt und Schönheit. Selten ist diese Frage mit Ausschließlichkeit verbunden – entweder das Eine oder das Andere. Meist liegen beide Aspekte gleichzeitig an.

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Immer ist diese Frage als Grundsatz gestellt. Damit kann eine gesellschaftliche Linie von Gut und Böse gesetzt werden.Dadurch wird ein DU SOLLST! Und ein DU DARFST! zum pauschalen blinden Rechtsanspruch – zum Über-Ich – benutzbar.

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Und dann – das walte Hugo – RECHTHABEREI!

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Gerade hörte ich den Kabarettisten im TV erklären, dass 80 Todesfälle pro Tag – Erschossene – 80 Stück auf öffentlichen Straßen in den USA erschossene Bürger (das macht ca. 4000 jährlich). Es verleiht auch definitorisch dem Wort „Bürgerkrieg“ Sinn und Bedeutung. Während 700 Ertrunkene aus Afrika die Schengen-Problematik mit der bösen Metapher des „Schwarze Peter-Spiels“ färbt, aber 80 Tote in Kabul oder Bagdad als Massaker oder „Bürgerkrieg“ bezeichnet werden – weil es Jeder versteht?

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Na, ja.

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Bürgerkrieg auf den Straßen der USA findet doch nach wie vor eine marktwirtschaftliche Antwort – mit privatwirtschaftlich betriebenen Zuchthäusern.

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Das Eine ist, was der Kommunikator rauslässt, das Andere was Anschluss findet, das Dritte ist, welche Wertfestigung oder -wandlung darauf beruht bzw. davon ausgelöst und stimuliert wird.

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Dietmar Moews meint: Niemand wird mit abstrakten Moralurteilen gerettet. Eine Diskussion – vom Gerede bis zum Seminardiskurs – ist stets geeignet Phänomene zu bannen, sich den Problemen nicht wortlos ergeben zu müssen.

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Dennoch ist stets die Sozialität besonders zu betonen: Meist wird übersehen, wie Soziales in Sozialem begründet ist und aus Sozialem entsteht.

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Der heimliche Blick bei der rhythmischen Sportgymnastik

Der heimliche Blick bei der rhythmischen Sportgymnastik

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Auf Gutes und Böses angewendet bedeutet das: Jenseits von Gut und Böse finden Tatsachentwicklungen und Wertewandlungen, Wertdefinitionen und Wertempfinden ein interdependentes Schlüsselspiel: Werte werden gelebt und sprachlich belegt, wie es kommt, wenn es kommt. Mit der Moralkeule von Außen gelangt man gar nicht an den Kern dieser Ambitionen – sie ergeben sich, aber, sie werden auch organisiert.

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Was man immer wieder gerne sieht und dafür bezahlt: Die Süddeutsche aus München 2014

Was man immer wieder gerne sieht und dafür bezahlt: Die Süddeutsche aus München 2014

Alles was organisierbar ist, muss organisiert werden, weil es sich selbst überlassen in eine nach menschlichem Ermessen kostspielige ausartende Selbsteuerung fällt, die zwar physikalisch und biologistisch nachvollziehbar ist, aber unserem postmodernen Wünschen, wie wir leben wollen zuwiderlaufen kann.

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Wenn wir gegen SEXGESCHÄFTE mit Moralbegriffen organisatorisch ansteuern wollen, ist sinnvoll, zu erkennen, was da angesprochen wird und ob die Sonorität beim Menschen und bei den Menschen zum Klingen kommt. Am Allzumenschlichen kann man kaum dirigieren. Man kann allerdings verstimmen – Stimmung versauen.

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Bei SCHADENFREUDE müssen wir so ähnlich akzeptieren, wie es dazu kommt: Man lacht nur, wenn es witzig ist. Aufgespielte Schadenfreude lässt sich stoppen. Aber die Sonorität der Gemüter entzieht sich der Steuerung weitgehend.

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Und damit komme ich zum Schluss: Wer etwas regeln will, braucht viel Fortüne und sollte die REGEL verstehen. Die Regel findet sich in den sozialen Triebverhältnissen wieder – als Physik und als Metaphysik.

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Hier lässt sich Nietzsches Moralphilosophie „Jenseits von Gut und Böse“ (von Mut und Möse) aufspüren und sogar nachweisen,

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MARIANNE BIRTHLER: Erinnerungen – ein Buch gelesen

September 3, 2014

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am Mittwoch, 3. September 2014

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Ich grüße alle meine Freunde und Bekannte, unserer gemeinsamen Vorzeit, die sich hier in eine tägliche LICHTGESCHWINDIGKEIT einfinden. Hoffentlich kann ich Belustigendes liefern.

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Witz / Esprit = als Belustigung für alle, die nicht auf diese Art frommer Lebensdienlichkeit zugeschnitten daherkommen, sondern in eigener Prägung, es aber täglich verdienen: Kommen Sie nach Köln-Südstadt, nördlich Eierplätzchen – da wird es täglich hell und dunkel (selten wirklich hell).

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Jetzt komme ich gleich zu Marianne Birthler – Moment noch:

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Eine täglich, alle Arbeitsfelder der Soziologie – also unseres Lebens – abdeckende Feldarbeit und Nachrichtenerkundung, mit dem Nebenprodukt der täglichen LICHTGESCHWINDIGKEIT, hier im Blog, ist eine schöne Selbstverblödung ein kurzes Leben zu zerschreddern – aber … dazu studiere ich meine Fächer.

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Außerdem leiste ich mir den Luxus relativ impressionistischer Stichproben, neuerscheinende Bücher zu kaufen und zumindest anzulesen (oft schmeiße ich das Zeug in die Ecke und nehme lieber einen Band aus der Gesamtausgabe von Karl Kraus‘ Fackel vor). Denn Eines ist für mich sicher: das Gute soll man immer wieder lesen – das Mittelmäßige durch ein starkes Urteil möglichst ohne Zeitverlust erkennen können und sich sparen.

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Also hier, die Berliner DDR-Frau Marianne Birthler (geboren 1948 in Berlin), die sich den Aufwand machte, ihre Erinnerungen auszuarbeiten. Sie erschienen bei Hanser Berlin unter dem Titel „Halbes Land Ganzes Land Ganzes Leben“ (in Versalien).

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Geteiltes Deutschland im Titel – wo ist die Ostzone?

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Marianne Birthler – sie war Schulministerin im 1990 neugegründeten Land Brandenburg – schreibt auf Seite 250:

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(S. 250) … Der Streit um das Schulgesetz war für mich eine wichtige Lektion. Ich warb leidenschaftlich für das, was ich für richtig hielt, lernte aber auch, Kompromisse auszuhandeln, sie zu akzeptieren und zu ihnen zu stehen. Das war etwas anderes, als mit Freunden kontrovers über den Text einer Protesterklärung zu diskutieren. Jetzt ging es ums Regieren, um politische Konzepte und Entscheidungen, die sehr konkrete Folgen für Menschen hatten.

Mitunter tat das noch richtig weh. Zum Beispiel nach mühsamen Haushaltsverhandlungen, in denen ich einiges erreichen konnte, aber auch Niederlagen einstecken musste. Dann war das „Paket“ geschnürt und würde den Landtag passieren, und ich würde ihm zustimmen. Doch bevor es so weit war, stellte die Opposition manchmal Anträge, deren Inhalt ganz in meinem Sinne war, ob es nun um die Erhöhung des bescheidenen Taschengelds für Heimkinder ging, um die Verringerung von Klassenstärken oder um mehr Mittel für die Weiterbildung von Lehrkräften. Genau für solche Anliegen hatte ich mich ja in den vorangegangenen Verhandlungen eingesetzt, mich aber nicht durchsetzen können. Dann saß ich jedes Mal auf meinem Platz auf der Regierungsbank des Landtags und kämpfte mit mir: Sollte ich, Abgeordnete eines frei gewählten Parlaments, nicht bei jeder Abstimmung meiner Überzeugung folgen? Eine einzelne Stimme würde das Ergebnis ohnehin nicht beeinflussen, aber darum ging es nicht: In mir sperrte sich alles dagegen, einen Antrag, den ich inhaltlich befürwortete, abzulehnen und damit gegen meine Überzeugung zu stimmen. Doch dann, als die Neinstimmen aufgerufen wurden, starre ich geradeaus und hob meine Hand. Es war richtig so. Aber ich fühlte mich nicht gut dabei.

Das ist eine banale Geschichte, über die gestandene Politikerinnen und Politiker nur den Kopf schütteln können. Politik ist die Kunst des Kompromisses, und wer einen mühsam ausgehandelten Kompromiss unter Berufung auf das Gewissen unterläuft, ist nicht automatisch der bessere Mensch. Es könnte sich auch um egoistisches Beharren handeln, um mangelnden Respekt gegenüber hart erkämpften gemeinsamen Positionen, um die Unfähigkeit, politisch zu denken. Doch wo liegt die Grenze? Wo wandelt sich angebliche Politikfähigkeit in Selbstverleugnung und Opportunismus, und wo wird die Treue zur eigenen Meinung zur Prinzipienreiterei und führt in die Isolation? Es sollte in den folgenden Jahren genügend Gelegenheiten geben, darüber nachzudenken, ob ich unter allen Umständen zu meiner Überzeugung stehen würde oder ob ich bereit wäre, sie um eines anderen Zieles willen zurückzustellen… „

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Dietmar Moews meint: Bekenntnisse sind, wenn sie ehrlich zu sein scheinen, wie hier die von Marianne Birthler, respektabel. Dass sie ihre Professionalitätserkenntnisse auf banale Art, auf die Gut / Böse, ehrlich / unehrlich, Kompromiss / kompromisslos verkürzt abklärt, ist Gedankenlosigkeit.

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Sie glaubt, es ginge um Prinzipienstrenge und Standhaftigkeit, oder es ginge um Biegsamkeit und Opportunismus. Und damit werden die christlich-protestantischen bzw. preußischen Tugenden bzw. Hartleibigkeiten ausgetragen. Ein jenseits von Gut und Böse (Nietzsche) und ein diesseits von Gut und Böse von Isaiah Berlin als Modus der sozialen Lebensbejahung – auch als Parlaments-Partei-Abgeordneter und Regierungsmitglied scheint ihr bis heute nicht in den Blick geraten zu sein.

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Bei diesem Buch suche ich nach vertieften Kenntnissen über meine Erlebnisse mit Menschen aus und in der DDR: In der Neuen Sinnlichkeit hatte ich vor 25 Jahren einen bewegenden Aufsatz von Georg Pohl, dem Dresdner in Leipzig, heute in Hamburg, über “Uwe Hankel in der DDR-Sozialpsychiatrie“ publiziert – bei Marianne Birthler stehen knappe Angaben zu „Jugendwerkhof Torgau“. Dazu Birthlers Vorstellungen zu Vergangenheits-Aufarbeitung / -Bewältigung als wünschenswerter Vorstellungsorientierung. Wer das nicht kannte, muss besser still sein.

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Es ist für eine gewisse Birthler-Kundschaft sicher eine bedarfsorientierte Vorstellung – dagegen aus meiner Sicht ist es die gefühlige Rückgewendetheit, statt die Zukunft von Vorurteilen abzudämpfen und eine Vorurteilsbefreiungskonzeption zu proklamieren (wohl wissend, das Menschsein heißt: Vorurteilsbeladen und traditionell zu sein und werden zu müssen).

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Wie kann ich, wie können wir in Tradition, in Abhängigkeiten, in Veränderlichkeiten miteinander unser Leben entfalten?

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Wie lassen sich dabei Daseinvorsorge und Zukunftsgestaltung organisieren, während mehr neue Probleme entstehen als gemeinsam gelöst werden können?

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Es wird stets gleichzeitig immer eine Problemverdrängungs- und Propagandakommunikation institutionalisiert, der ein auf ehrlich / unehrlich gestähltes Ostberlin-Huhn als Individuum immer nur mit dem Pathos der Entfremdung und großer Bindungsverlustigkeit begegnet.

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LER? – das muss deshalb aufhören, weil die christliche Hartleibigkeit ein fröhliches Erinnern und Vergessen – im Bilde des Gekreuzigten – auszuschalten sucht und stets ausschalten konnte, wo sie zum Zuge kommt.

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Ich sage mit Heidegger (ausnahmsweise): Stehe hinaus in das mögliche Sein.

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ASSAD-WAHL in Syrien

Juni 3, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4481

am 3. Juni 2014

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In Syrien wird von brutalen Militaristen Krieg veranstaltet. Alle wichtigen militaristischen Kriegsstaaten der Welt zündeln direkt und indirekt in Syrien.

Große Kreativität in der Zersetzungs- und Kriegspropaganda hat das selbst im Dauerkrieg lebende Israel (Gershom Gorenberg „Israel schafft sich ab“). Wie praktisch, wenn rings um Palästina panarabische Volksgruppen durch gezielte Bewaffnung, riesige Bestechungsgelder und zu Al Qaida-artigen Muslimisten / Islamisten / Kriegsorthodoxien aufgebaut werden. Task Forces und Mossad stets im Dienst.

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Syrien war die Lebensheimat von vielfältigen Volksgruppen, diverser Religionsausprägungen, vorherrschend die spezielle moslemische politische Machtgruppierung der Familie Assad.

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Dieser Assad ist keineswegs Führer des Islams. Assad ist nicht einhelliger Führer der sozialen Entitäten in Syrien. Assad war ein Personalarrangement, das jahrelang geeignet war, die Balance aller möglichen Interesseneinflüsse auszutanzen. Bis die Zündelei begann.

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Heute herrscht riesiges Flüchtlingselend und Not in Syrien und für alle Syrer sowie den hilfsbereiten Staaten um Syrien herum. Assad kann die staatliche („zivile“) Ordnung nicht mit seinen Mitteln der Staats-und Ordnungsgewalt durchsetzen. Er versucht es – und da ist der KRIEG. Die Frechheit beginnt schon damit, den Krieg in Syrien Bürgerkrieg zu nennen: Der Bürgerkrieg der INTEGRATIONISTEN eigener Art – Scheiße.

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Was sollen Israel, Russland, USA, Persien, Saudi-Arabien, Türken mit Patriot-Systemen – alle mit deutschem Giftgas bewaffnet (außer die Todesstrafler in USA, die ihre Kundschaft nicht totkriegen).

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Ich frage: Wo sind die Kurden. Hat man die nicht ordentlich bewaffnet?

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Mit Nietzsches Jenseits von Gut und Böse – also nüchtern, vorurteilsfrei beurteilt – und mit Isaiah Berlins Diesseits von Gut und Böse – also vorbehaltlos auf die Seite der Menschen gestellt, gibt es doch für Syrien nur eins:

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Diese Wahlen, die heute begonnen haben, und wo drei Kandidaten zur Wahl stehen, von allen wahlberechtigten Syrern, die in halbwegs befriedeten Landesteilen und örtlichen Offizialgelegenheiten Wahllokale finden können, sind der Schritt hin zu einer friedlichen Entwicklung.

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Alle Propagandisten und Kriegbetreiber, die sofort in das Medienhorn stoßen, diese Wahl und Assad niederzumähen, sind dämliche Lappen. Welche Lösung, den absurden Krieg in Syrien zu stoppen haben die denn?

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Die Feinde von Assad haben nunmehr über Jahre die syrische Bevölkerung geschunden. Es gibt inzwischen junge syrische Menschen, die nur in Zeltlagern und Fluchtnot gelebt haben. Sollen gefälligst alle, die diese Wahlen ablehnen, sofort Alles tun, den Krieg in Syrien abzubrechen und ein auskömmliches Leben ohne Unterdrückung der sozialen Vielheiten und Minderheiten einzuleiten. Sie tun es nicht. Sie wollen auch keinen Übergangsmodus mit Assad.

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Zunächst sollten mal die Hersteller, Händler und Lieferanten des Giftgases von Syrien vors Landgericht München und nach Verurteilung in vier Tagen der bayerischen Staatskrise in die JVA-Landsberg verlagert werden, wo sie dann ERSCHEINEN müssen.

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Dietmar Moews meint: Wo ich in der Welt hingekommen bin, gibt es Dumme – mich schrecken die dummen Deutschen in Deutschland besonders.

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Orthodoxe jeweiliger Religion sind stets die Dummen.

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Unsere abrahamitische jüdisch-christlich-moslemische Eingötterei ist die zahlenmäßig am weitesten in der Welt verbreitete – und die unfriedlichste und kriegerischste. Zu recht verbreitet der katholische Christen-Papst Franz Integrationsparolen, während seine Schafe die Welt zerstören – echt schade, dieser organisierte Irrglaube.

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Das heißt: Die überwiegende Zahl moslemischer Lebenseinheiten ist aus normal friedlichen Menschen nur mit bösen Tricks und Not in Kriege zu führen. Der sogenannte militante Islamismus sind immer junge Dumme, die an einer missverstandenen Ungerechtigkeit in Zorn versetzt werden, und dann in persönlicher Gewaltbereitschaft ein moralisches Ventil zu finden meinen. Verantwortlich sind die Führer und die Finanziers der Waffenhändler.

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