Knut Kiesewetter 1941 – 2016 Kurznachruf

Dezember 28, 2016
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Vom Donnerstag, 29. Dezember 2016

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Knut Kiesewetter wurde am 13. September 1941 in Stettin geboren, war ein prägender deutscher Unterhaltungsmusiker und ist jetzt 75-jährig, am 28. Dezember 2016 in Garding, Schleswig-Holstein, gestorben.

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Kiesewetter hatte bereits als 14-jähriger mit Posaunespielen und Jazzmusik begonnen. Er studierte Musik und nahm bereits als 19-jähriger erste Schallplatten auf. Er wurde Jazzsänger, Liedermacher, Posaunist, Gitarrist, Produzent und Schriftsteller, spielte mit der Band „Die Tramps“. In den 1960er und 1970er Jahren war er elf Mal Sieger des Deutschen Jazzpolls, Sparte Sänger. Ebenso gewann er in dieser Zeit drei Mal den europaweiten Jazz Poll der französischen Jazzzeitschrift Blue Note. Kiesewetter wurde mit seinen hochdeutsch, niederdeutsch und zum Teil auch nordfriesisch gesungenen, oft politisch inspirierten Liedern bekannt. Insgesamt veröffentlichte er rund 50 Alben, von denen Leeder vun mien Fresenhof eine Goldene Schallplatte erhielt.

Fahr‘ mit mir den Fluss hinunter (sie sind grü-ün)“ (BASF) war eine seiner erfolgreichen Pop-Singles anfang der 1970er Jahre. (auch bei Polydor, Star-Club, RCA und BMC Ariola).

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Politisch engagierte sich Kiesewetter in den späten 1970er Jahren in der ersten Umweltschutz-Wählergemeinschaft Deutschlands, der Grüne Liste Nordfriesland. An der Hamburger Hochschule für Musik und darstellende Kunst lehrte Knut Kiesewetter in den 1980er Jahren Liederkomposition und Liedertexten.

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Im Jahre 2000 wurde Kiesewetter von Wolfgang-Ernst Fürst zu Ysenburg von Büdingen für seine Verdienste um den deutschen Jazz symbolisch zum Ritter der Ronneburg geschlagen. Außerdem erhielt er 2012 für seine Verdienste um die niederdeutsche und friesische Sprache den Verdienstorden des Landes Schlesewig-Holstein.

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Neville Marriner 1924 – 2016 – Kurznachruf

Oktober 3, 2016
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Vom Dienstag, 4. Oktober 2016

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Der Geiger, Musiklehrer, Orchestergründer und Orchesterleiter, Dirigent und Maßstäbe setzender Interpret der europäischen Barockmusik, Sir Neville Marriner (Orden CH, CBE) wurde am 15. April 1924 in Lincoln, England, geboren und ist jetzt am 2. Oktober 2016, ruhig, 92-jährig, zu hause in London gestorben.

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Marriner war einer größten Orchestermusiker der vergangenen 50 Jahre und bekommt hier einen etwas detaillierteren Kurznachruf.

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Die ästhetischen Erlebnisse, die ich bei Konzerten seines Londoner Orchesters St.- Martin in the Fields geschenkt bekommen habe, haben intensive Maßstäbe speziell für Barockmusik gesetzt. Mariner ließ fein und sensibel spielen und räumte mit dem Barock-Bombast auf.

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Marriner gründete die Akademie von St. Martin in the Fields – es wurde die meist aufgenommene Zusammenarbeit weltweit zwischen einem Orchester und Dirigent überhaupt.

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Neville Marriners Vater war Zimmerer, seine Mutter Hausfrau, er ging zur Lincoln-Grundschule, wo er schon früh Jazz in einer Band mit dem Komponist Steve Race spielte. Dadurch angeregt lernte er von seinem Vater Geige und gleichwohl Klavier spielen, anschließend studierte er Geige bei Frederick Mountney. 1939 ging Marriner zum Royal College für Musik. Er erlangte den Einstieg bei den zweiten Geigen des London Symphonie Orchester, damals von Henry Wood dirigiert, nachdem viele der Orchestermusiker nach Ausbruch es Zweiten Weltkriegs eingezogen wurden. 1941 musste Marriner ebenfalls als Aufklärungssoldat einrücken. Aber bald wurde er nierenkrank und kehrte zum Royal College zurück, wo er sein Studium bei dem Geigenlehrer Billy Reed fortsetzte. Anschließend wechselte Marriner an das Konservatorium in Paris zum Meister-Geiger René Benedetti.

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Nach einer kurzen Zeit als Musiklehrer am Eton College wurde er im Jahr 1948 Professor des Royal College of Music und übernahm die zweite Geige des Martin Streichquartetts, mit dem er dann 13 Jahre zusammenspielte. Er lernte den Cembalist Thurston Dart im Kriegslazarett kennen, mit dem er ein Duo zusammen bildete, das dann zu einem virtuosen Geigen-Trio mit Peter Gibbs anwuchs. Es entstand daraus das Dart‘s Jacobean Ensemble in dem Marriner seit 1951 spielte, dazu als Geiger in zwei weiteren Londoner Orchestern, dem Philharmonischen Orchester London und dem London Symphonie Orchester (LSO) als Gruppenleiter der zweiten Geigen (1954-69).

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Außerdem spielte Marriner noch mit den Kammerorchestern von Reginald Jacques und Boyd Neel wie auch mit den Londoner Mozartspielern.

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1958 gründete Neville Marriner die Akademie von St Martin in the Fields (Downtown London, nahe Trafalgar Square), ein zwölfköpfiges Kammerensemble, das sehr bald zu einem erweiterten Kammerorchester anwuchs und Spitzenmusiker anzog, wie Dart, Iona Brown, Christopher Hogwood und Alan Loveday – und mit denen begann Marriner das Riesenwerk der Studioproduktionen. Zuerst 1960 noch geigend und dirigierend. Dann ermunterte ihn der LSO-Chef Pierre Monteux, sich noch mehr dem Dirigieren zuzuwenden, an dessen Schule Marriner um 1950 in den USA studiert hatte.

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Marriner wurde Gründer und erster Musikdirektor von 1969 bis 1978 des Los Angeles Kammer-Orchesters. Von 1979 bis 1986 war er Musikdirektor des Minnesota Orchesters. Zusätzlich übernahm er die Leitung und Dirigate des Stuttgarter Radiosymphonieorchesters und blieb bis 2011 Musikdirektor der Akademie von St Martin in the Fields, so dass man ihm diesen Titel auf Lebenszeit verlieh.

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Marriner dirigierte ferner viele bedeutende Orchester, wie the New York Kammerorchester, Gulbenkian Orchester, Israel Kammer Orchester, Australisches Kammerorchester und Wiener Philharmoniker. Und Marriner dirigierte weiter, sodass er 2014 der älteste Dirigent der Spitzen-Konzerte, mit 90 Jahren, wurde.

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Im Nachruf des TELEGRAPH wird die Akademie von St Martin in the Fields als Erneuerer einer frischen, technisch brillanten Interpretation der Barock- und der Klassischen Musik gepriesen wird.

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Marriner bevorzugte moderne Instrumente und Effekte und wurde dafür kritisiert, die angeblich „authentischen Klänge“ zu missachten. Stattdessen war Marriner ein kreatives Original des Orchesterklanges. Später widmete er sich in diesem Sinne mit außergewöhnlichen Leistungen auch romantischer und frühmoderner Musiliteratur.

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Marriner spielte über 600 Studioproduktionen mit über 2000 verschiedenen Werken – das ist umfangreicher als irgendein anderer Dirigent (ausgenommen Karajan) – bei verschiedenen Plattenfirmen, Argo, L‘Oiseau, Philips und EMI Classics. Seine Auswahl reicht von Barock zur britischen Musik des 20sten Jahrhunderts, wie auch Opern, die Mozartaufnahmen erhielten den Oscar für den Film „Amadeus“ im Jahr 1984, einem der bekanntesten Musikfilme aller Zeiten, wovon 6,5 Millionen Platten verkauft wurden.

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Neville Marriner war mit der Cellistin und späteren Buchautorin Diana Carbutt seit 1949 verheiratet. Ihre zwei Kinder Susie, Schriftstellerin und Andrew, Klarinettist, der oft mit seinem Vater zusammenarbeitete, ist heute erster Klarinettist des London Symphony Orchesters. Marriners Ehe endete mit Scheidung. Seine zweite Frau wurde Elizabeth Mary Sims, die er 1957 heiratete. Sie lebten in London und später in Chardstock in Devon.

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Nach einer Grabstein-Aufschrift befragt, nannte Marriner einfach:

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Folge dem Schlag“

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Marriner wurde 1979 als Commander of the Order of the British Empire (CBE ausgezeichnet. Dann, 1985, zum Knight Bachelor und 2015 mit der Queens Birthday Honours geehrt, außerdem zum Member of the Order of the Companions of Honours (CH), ferner ausgezeichnet als Offizier des französischen Ordens der Künste und Literatur. Seine Mozart-Aufnahmen wurden mit zwei Gemeinde-Auszeichnungen des Österreichischen Musikakademie ausgezeichnet.

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Neville Marriner ist gestern, am 2. Oktober 2016 in London gestorben.

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Ornette Coleman 1930-2015 – Kurznachruf

Juni 13, 2015
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vom Samstag, 13. Juni 2015

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Gestern starb der Saxophonist Ornette Coleman 85 jährig in New York. Der am 9. März 1930 in Fort Worth / Texas geborene Coleman, war in Jazzmusikkreisen außerordentlich geschätzt.

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Coleman spielte noch hochbetragt auf Festivals in aller Welt, meist in kleineren Jazz-Combos, die sehr schlagzeugbestimmt improvisierten bzw. in den Ausweitungen des FREE JAZZ, den Ornette Coleman selbst als Erfinder, Instrumentalvirtuose, Experimentator und Inspirator als einer der Vordersten miterfand.

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Er war aus der Rassendiskriminierung und Armut des Südens gekommen, „floh“ als Jugendlicher und lernte in Los Angeles Musik, Theorie und das Spielen, von wo aus seine Karriere startete.

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Die Kritik nennt Ornette Coleman in einem Atemzug mit Louis Armstrong, Charlie Parker, Miles Davis und den allerersten Namen des Jazz, als Neuerer und Virtuose.

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Colemans Sonderstellung bestand in seiner herausragend virtuosen Spieltechnik, überwiegend Alt-Saxofon, auch Tenor-Sax, Trompete und andere Tröten, dabei Solophrasen in Extremausformung, der Tonbildung, der Fingertechnik sowie der Lautstärken, dabei enorm einfühlsam im Zusammenspiel. Sein FREE JAZZ verlief tonartspezifisch atotal und aleatorisch, sehr perkussiv spielten alle Ensemblemitglieder gleichzeitig gleichrangig, wenig responsiv, gelegentlich werden traditionelle bekannte Motive angedeutet, aber nie ausgespielt oder kompositorisch verarbeitet.

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Legionen weltberühmter Partner in den zahlreichen Bands und Combos bezeugen die enorme Wertschätzung von Ornette Coleman in den Musikerkreisen.

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Dietmar Moews meint: Ornette Coleman wird in Form der vorhandenen Musikkonserven von seinem Saxophon-Solospiel weit in die Musikzukunft hinausragen. Der Hinweis auf loopartige Phrasen, wie heute in der Techno-Musik in Endlosschleifen erzeugt und gerne getanzt wird oder die rhythmischen Modulierungen bei Philip Glass, zeigen, welche Einflüsse bereits selbst in die Popmusik eingeflossen sind.

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James Last 1930-2015 – Kurznachruf

Juni 10, 2015
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vom Mittwoch, 10. Juni 2015

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Der deutsch-amerikanische Musiker, Bandleader, Arrangeur,Produzent und Komponist, James Last, ist im Alter von 86 Jahren in Florida gestorben.

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James Last, geboren am 27. April 1929 in Bremen, bis 1965 als Hans Last, ist gestern, am 9. Juni 2015 in Florida gestorben.

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Seine weltweit bekannte und erfolgreiche leichte Musik wurde mit Bezeichnungen wie „Easy Listening“, „Happy Sound“, „Happy Party Sound“ im Format der ehemaligen Vinyll-Langspielplatten-Zeitdauer (ca. 1 Stunde) angeboten:

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Das etwa 40 Musiker umfassende James-Last-„Big Band-Orchester“ spielte dafür überwiegend westliche Erfolgsschlager- und Unterhaltungs-Songs als „Instrumentals“, oft mit Chor und ganzen Streicher- und Bläser-Klangwänden sowie markantem Elektro-Bass-Spiel, als Studio- und Live-Produktion.

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Die Tanzmusik wurde mit sogenannten Party-Feiergeräuschen hinterlegt, sodass eine artifizielle, „fröhliche Partystimmung bei aktuellen Hitparaden-Stücken“ eine lockere Sozial-Atmosphäre andeuteten.

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Das James-Last-Orchester spielte über viele Jahre große Konzerte und Konzerttourneen und feierte regelmäßig, z. B. in der stets ausverkauften Royal-Albert-Hall in London, superlative Publikumserfolge.

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James Last stammte nicht aus einer Musikerfamilie, sondern aus kleinbürgerlichem Unterklassenmilieu. Er war als junger Musiker in der Heeresmuskikschule Bückeburg ausgebildet worden, erlernte Fagott und Bassspielen und spielte selbst in zahlreichen Formationen Jazz, Bigband-Musik und Marschmusik.

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James Lasts eigene Bands, seit den 1960er Jahren,  wurden über Jahre mit ständig wechselnden und ergänzten Besetzungen vorgehalten, wobei stets auf akurate und „studierte“ Spitzen-Instrumentalisten und -solisten wert gelegt wurde. Außerdem nutzte Last alle neuen Instrumente und insbesondere auch neue elektronische Musizier- und Soundelemente.

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James-Last-Musik ist ein bekanntes bleibendes „Musikereignis“ der Kulturindustrie des 20sten Jahrhunderts mit weltweiter Reichweite .

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