Neue Sinnlichkeit und die KINDERSEITE DER EPOCHE 72

Juni 1, 2019

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am Sonntag, 2. Juni 2019

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Die Kinderseiten der Epoche

Der imaginäre Herr Offenbach

von Dietmar Moews

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Als der junge Cellist Jakob Offenbach als 14-jähriger junger Mann aus Köln am Rhein nach Paris an der Seine umzog, war sein Ziel, ein erfolgreicher, berühmter und wohlhabender Künstler zu werden. Dafür übte er täglich auf seiner großen Geige, konnte alle höchsten Töne einzigartig klar und ganz genau greifen, konnte Triller, Kreuzgriffe, Flagolettchen und große Akkorde auf mehreren Saiten zum klingen bringen, sodass ganz Musikparis mit ihm spielen oder auf ihn hören wollte.

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Offenbach sorgte aber auch für einen ganz neumodernen Selbstbetrieb, indem er überall Programmzettel, Plakate, Vorpresse und persönliche Kurzeinführungen brachte, wenn er spielte. Das bourgeoise Musikpublikum brauchte Zuspruch, Hochkultur, Prestigetracht und Superlativen -. Bald spielte Offenbach nur noch, wenn auch immer eine markant-melodische Offenbach-Komposition auf dem Zettel stand. Wofür er dann stets den Notenverlag anknüpfen konnte. Der junge heimste Sonderbeifall mit dem weltberühmten Klavierist und Kompositeur Franz Liszt oder dem begehrten Arthur Rubinstein im Duo ein, sogar jeweils einen Schlußtusch.

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Als inzwischen Jacques Offenbach pendelte der kleine „Köbes“ von Paris nach Kölle, wo seine jüdische Familie immer mahnte, dass er seine Jüdischkeit pflegen und hochhalten solle – anders er sehr oft Freitag abends bei Hauskonzerten nach Eintritt der Dunkelheit spielte, wenn den Juden der Sabbat heilig sein sollte. Aber Köbes erklärte ganz souverän, die jüdische Mizwot ließe praktische Sonderfälle zu, anders als viele andere Orthodoxien. Und er half zum Ausgleich auch als Pariser Synagogen-Kantor aus. Man sang in Harmonien und sorgte dadurch für große Freude unter den Glaubensbrüdern, weil Kölner Synagogenmusik bis auf die Frauen-Etage hinaufklang, die man in Paris so anspruchsvoll kaum kannte.

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Nachdem Jacques Offenbach die Musik der ersten Welt erneuert hatte, die eine Popmusik um 1850 geworden war, die von CanCan bis Barcarole, und auch von Bizets Carmen und Guiseppe Verdi mit wunderbaren Liedern ins Schwingen gebracht wurde, gründete er eigene Musiktheater, wo er Programm und Qualität in den Griff nehmen konnte. Das machte ihn weltberühmt. Man spielte Genre, Themen aus dem Leben der Weltstadt Paris, der Bougeoisie, der Miseren und der goldenen Bohème, der Dienstklasse, des Militärs und des Adels, zwischen arm und reich, jung und alt, mit einer journalistischen Millieukenntnis, wie, laut Grimod und den Gebrüdern Goncourt, es noch kein Musikmeister zuvor hervorbrachte.

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Jacques Offenbach spielte in London, in Italien, heiratete eine spanische Katholikin und war so fleißig, dass er um sich einen Kordon von mitgerissenen fleißigen Schülern hatte, die das Pariser Musikleben zutiefst begeisterten. Ob Maurice Joly oder Berlioz, ob Eugene Delacroix oder Francois Millet, ob Heinrich Heine oder Ludwig Börne, Alexis de Tocqueville – alle waren unglaublich beeindruckt, wie der äußerst bouffoneske Jacques O. de Cologne ganz ernst arbeitete und täglich was Neues machte. Offenbach umarmte die ganze Gesellschaft mit Klang und Sang.

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Neue Sinnlichkeit Blätter für herzliche Paganen

ISSN 1432-5268 40. Jahrgang Preis 20,- Euro

2019 Mai

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Inhalt

Umschlag: Ausstellungsplakat Köln SÜD OFFEN 2018 1

Zum Geleit 2

INHALT 3

IMPRESSUM 3

ABONNEMENT NEUE SINNLICHKEIT AUF LEBENSZEIT FÜR 500 EURO 3 ERFOLGSKINDER

DIETMAR MOEWS: Deisterpforte – Deistertorte 21 DIETMAR MOEWS: 5G / K I – Profit oder Menschenrechte? 41

GÜNTER SCHULTE: Das taumelnde Spinett 47

ADOLPH FREIHERR KNIGGE: ÜBER EIGENNUTZ UND UNDANK 1796

Knigge setzt Kants kategorischen Imperativ in

allgemeinverständliche Klarheit: Fortsetzungen XX 57

THOMAS SCHMIDT-KOWALSKI, der Komponist wurde vor 70 Jahren geboren 58

DIETMAR MOEWS: Lexikon des Kunstwesens: BRUNO GANZ 59

BRUNO GANZ: Portrait: Die Linie von Dietmar Moews 60

DIETMAR MOEWS: Die Kinderseiten der Epoche: 61

Auflösung Qualitätsrätsel 71: Peter Sloterdijk

QUALITÄTSRÄTSEL 72: Wer hats geschrieben? 63

Impressum:

Neue Sinnlichkeit Blätter für Kunst und Kultur seit 1979 erscheinen in loser Folge im Pandora-Kunst-Verlag, Springe, Hannover, München, Leipzig, Magdeburg, Dresden, Berlin, Köln

E-Mail dietmarmoews@gmx.de Verlagsanschrift:

Dr. Dietmar Moews Mainzer Straße 28, D-50678 Köln ISSN 1432-5268

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Jacques Offenbach und die Jacques-Offenbach-Gesellschaft von Bad Ems

Februar 10, 2019

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am Montag, den 11. Februar 2019

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Die Stadt Köln hat ein Offenbach-Jahr eröffnet. Vor 200 Jahren wurde der Kölner Preuße, Jacques Offenbach (1819-1880), einer jüdischen Musikerfamilie abkommend, geboren. Sein Vater war Kantor der Kölner Synagoge und auch Geiger, der seine Kinder zu Musikern erzog. Der 15-jährige Jakob Offenbach wurde in Paris zum Studium versetzt, wo er bald als virtuoser Cellist mit den besten Musikern der Welt professionell auftreten durfte sowie in diversen Pariser Ensembles mitspielte. Darauf wurde er zum Kompositionsstudium zugelassen und brachte bald eigene Kompositionen hervor, deren Aufführungen er mit Nachdruck und Erfolg zu organisieren verstand. In dieser Art „rasant“ verlief eine Weltkarriere.

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Ich studiere derzeit den Kölner Jubilar Jacques Offenbach, seine Lebenszeit, seine Gedanken und seine Werke. Dabei stieß ich heute darauf, dass die Kurstadt Ems an der Lahn, als Bad Ems bei WIKIPEDIA ins Alphabet eingereiht zu finden ist, daselbst unter der Prominenz dieser früheren Weltstadt der europäischen Kurgesellschaft Jacques Offenbach nicht genannt wird, während doch über Jahrzehnte Offenbachs Musik sowie er selbst als prominenter Kurgast sich gegenseitg die Ehre gaben.

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So fand ich die Bad Emser Jacques-Offenbach-Gesellschaft:

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Gründungstag der Jacques-Offenbach-Gesellschaft ist der 19. Oktober 1979. Dort schreibt man:

„Die Jacques-Offenbach-Gesellschaft hat ihren Sitz in Bad Ems, was sich dadurch erklärt, daß sich Jacques Offenbach zwischen 1858 und 1870 wiederholt zur Kursaison im Hochsommer an die Lahn begab. Erst in zweiter Linie der Erholung wegen. In erster Linie suchte und fand er dort sein Publikum, denn ein maßgeblicher Teil der Gäste stammte aus Frankreich, insbesondere Paris. So kam es, daß Offenbach sein eigenes Ensemble mitbrachte, als Dirigent seiner Werke in Erscheinung trat und an neuen Stücken für den Winter in Paris weiterarbeitete. Wesentliche Teile seines „Orpheus“ etwa sind in der entspannten Atmosphäre des mondänen Kurbads Ems entstanden. Zum Emser Stolz gehören auch die acht Werke, die im heute noch erhaltenen Marmorsaal ihre Uraufführung erlebt haben, darunter „Les Bavards“ (1862), „Il Signor Fagotto“ (1863), „Lischen et Fritzchen“ (1863), „Jeanne qui pleure et Jean qui rit“ (1864) und „Coscoletto“ (1865).

Die Jacques-Offenbach-Gesellschaft ist ein gemeinnütziger Verein, der sich der Aufgabe verschrieben hat, das Werk Offenbachs bekannt zu machen, durch Aufführungen wie durch wissenschaftliche Forschung. Ist das nötig? Wird Offenbach nicht landauf landab gespielt? Schon, aber es sind fast immer dieselben Stücke. Der Werkkatalog von Jean-Claude Yon verzeichnet 110 Nummern. Aber wer kennt schon „Tromb-Al-Ca-Zar“ (1856), „Les Trois Baisers du diable“ (1857), „Mesdames de la Halle“ (1858), „Geneviève de Brabant“ (1859/67), „Le Fifre enchanté“ (1864/68), „Les Bergers“ (1865), „La Diva“ (1869), „Madame l’Archiduc“ (1874) oder „La Foire Saint-Laurent“ (1874)? Es gibt viel zu tun!
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1979, im Jahr vor der 100. Wiederkehr von Jacques Offenbachs Todestag, hatte der damalige Kurdirektor von Bad Ems, Heinz Wadepuhl, die Idee, eine Jacques-Offenbach-Gesellschaft ins Leben zu rufen. „Bad Ems als Sitz einer ‚Offenbach-Gesellschaft’ zu wählen, bot sich … an, weil diesem Ort noch immer der legendäre Ruf eines ‚Weltbades’ anhaftet, wobei festzustellen ist, daß die glanzvollen Tempi passati sich allenfalls noch in den Baulichkeiten aus der Blütezeit dieses Badeortes widerspiegeln.“ (Günther Obst) An historischer Stätte, also rund um den architektonisch bedeutenden Marmorsaal des Kursaalgebäudes, sollten Konzerte, Aufführungen und andere Veranstaltungen an den „Mozart der Champs-Elysées“ erinnern und anspruchsvolle Kultur in das einstmalige Weltbad bringen, das unter den verschiedenen Gesundheitsreformen zu kränkeln begann. Im Oktober 1979 unterschrieben im Marmorsaal 49 Emser Honoratioren den Gründungsakt, Ende 1980 waren es 200 Mitglieder, Mitte der 1990er Jahre 400. Kurdirektor Wadepuhl wußte auch, wen er mit der zu erwartenden Sisyphus-Arbeit betrauen mußte: Dr. Günther Obst (1922–2003), Studiendirektor am Bad Emser Goethe-Gymnasium, Kirchenmusiker vor Ort, aber promoviert über die komische Oper in Frankreich.

Von allem Anfang an mußte der Vorsitzende der Gesellschaft und Organisator der seit 1980 im Oktober stattfindenden „Festwochen“ den Spagat zwischen der Werbung für den Kurort Bad Ems und der Werbung für den Komponisten Jacques Offenbach zusammenbringen, mußte Kultur für die Menschen vor Ort und anspruchsvolle Arbeit an einem „verkannten Genie“ gleichzeitig geleistet werden. Die Programmhefte seit 1981 spiegeln beredt wider, wie beides manchmal nebeneinander herlief, aber mit der Zeit immer besser aufeinander zulief und in glücklichen Momenten an die Synthese des 19. Jahrhunderts heranreichte. Im Anhang zu diesem Text sind die diversen Aktivitäten zwischen 1980 und 2008 aufgelistet.

1991 expandierten die „Festwochen“ zum „Internationalen Festival“ mit ausgeweitetem Finanzvolumen und rückten terminlich in die witterungsmäßig attraktivere Frühsommerzeit, beginnend mit dem Pfingstwochenende. Die Stadt Bad Ems trat als Veranstalter auf und beauftragte die JOG mit der Durchführung. „… wer nicht in der Mittelmäßigkeit verharren will, die im übrigen nichts verändert, der muß etwas wagen, auch auf die Gefahr hin, Federn zu lassen“, war Günther Obsts Motto 1990. Dies funktionierte mit mal mehr und mal weniger Einvernehmen bis zum Ende der Amtszeit des Gründungsvaters 2001 über das Interim des Musikdirektors der Universität Koblenz-Landau, Dr. Jürgen Böhme (2001–2004) bis in die Anfangsjahre eines jungen Teams um den Frankfurter Hochschulprofessor Dr. Peter Ackermann (2004–2007). 2008 übernahm die Stadt das Festival in Eigenregie und kehrte zum Oktobertermin der Anfangsjahre zurück.

Die JOG unter dem Vorsitzenden Dr. Ralph-Günther Patocka (seit November 2008), Theaterwissenschaftler aus München, wird sich in Zukunft der Pflege des Offenbachschen Andenkens auf andere als die bisherige Weise zu widmen haben: mit wissenschaftlicher Arbeit und Koordination der so zahlreichen, aber auch so verstreuten Aktivitäten rund um ihren Lieblingskomponisten. „Die ‚Offenbach-Gemeinde’ ist insgesamt gar nicht so klein und unbedeutend, wie man gemeinhin annehmen könnte. … Die Offenbachianer sind nur weit verstreut in Europa und Übersee, so daß das eigentlich anstehende Problem in einer gezielten und wirkungsvollen Information über die kulturellen Aktivitäten der ‚Jacques-Offenbach-Gesellschaft’ steckt.“ So Günther Obst schon 1988. Die 1994 anvisierte Gründung eines Forschungszentrums zu Jacques Offenbach scheiterte an mangelnden finanziellen Ressourcen und damit auch an personellem Potential. Wir wollen die damals geäußerten Ideen unter geänderten Vorzeichen wiederbeleben.“

Quellen:
Günther Obst: La Sté Offenbach de Bad Ems, in: Opérette 82, 1992, S. 15-16
Günther Obst: Die Jacques-Offenbach-Gesellschaft e.V. Bad Ems, in: Rhein-Lahn-Kreis. Heimatjahrbuch 1995, S. 152-154
Günther Obst (Hg.): Betrifft: Gründung eines Forschungsinstitutes zu Jacques Offenbach in Bad Ems. Grußworte – Referate – Dokumente (= Bad Emser Hefte 142 / Offenbach-Reihe 15, hg. von Ulrich Brand), Bad Ems 1995

Peter Hawig: „Das Lahntal hat dem Meister Glück gebracht“. 150 Jahre Jacques Offenbach in Bad Ems, in: Rhein-Lahn-Kreis. Heimatjahrbuch 2008, S. 32-36
Programmhefte der Offenbach-Festwochen bzw. -Festivals 1981ff.

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Alphonse Silbermann, „Das imaginäre Tagebuch des Herrn Jacques Offenbach“; Berlin 1960 u. Piper München 1991

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Auch in Jacques Offenbachs Heimatstadt Köln wurde im Jahr 2015 eine

„kölner offenbach-gesellschaft.e.V.“ gegründet

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Dietmar Moews meint: Die meisten Menschen in unserer heutigen Welt kennen unvergessliche Musik, die Jacques Offenbach komponiert hat. Ich nenne nur die Barcarole aus „Hoffmanns Erzählungen“ und den „Can Can“ aus „Orpheus in der Unterwelt“.

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Was kann ein Musiker mehr erreichen? – außer die beste Musik zu erfinden und vorspielen und damit die Menschen begeistern.

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Z. B. der mehrfach verwendete Bach-Choral „O Haupt voll Blut und Wunden“ – den kennt man – doch der ist durch viele Hände gegangen und geht auf Martin Luther zurück („Ein feste Burg ist unser Gott“) – Bach hat das „adaptiert“ – eine „normale“ Praxis in der Musik, die man dem Offenbach ankreiden zu können, meinte.

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Zu Offenbachs Zeit, Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, vor dem deutsch-französischen Krieg (1871) in Paris, war bereits der unversorgte Künstler ohne Nachfrage angesagt. Der preußische Jude aus Köln, Jakob Offenbach, konnte genialer Weise herausragend virtuos Cello spielen, sodass er mit den besten Pianisten jener Zeit, wie Rubinstein, Liszt und Mendelssohn-Bartholdy, ja dem Komponist Felix Mendelssohn-Bartholdy aus Leipzig, auftreten durfte. Offenbach konnte also als Erwerbs-Cellist und Cello-Lehrer, bereits als 15-jähriger Pendejo, sein trocken Brot verdienen.

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Offenbach hat ein permanentes und druckvolles Marketing aufgezogen, nachmittags in Cafés, abends in Salons und Gesellschaft, seine jüdische Kontakte, antichambrieren bei Damen, bei Soubretten und beim Adel, seine pausenlosen kleinen Kompositionen, seine eigenen Cellisten-Auftritte, seine kurze und ferne Korrespondenz, Verlegerkontakte bis in den Kurort Ems an der Lahn, optimierter Opportunismus, Bestechung auf allen Ebenen, intrigante Gespräche und selbstgeschriebene Elogen in allen möglichen Zeitungen im In- und Ausland. Er wurde Arbeitgeber für 67 Mitarbeiter gleichzeitig an seinen privatwirtschaftlichen Musiktheatern in Paris, hatte Frau und Familie, vier nachwachsende Kinder, letztlich Dirigate und Gastspiele von Paris, nach London nach New York, Wien, Berlin und Köln – mit Gicht und rheumatischen Behinderungen.

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Jacques Offenbach hat eine zeitgemäße politische Oper entwickelt. Es wurden über 600 Kompositionen. Seine Orpheus in der Unterwelt-Oper zählt noch heute zu den meistgespielten Stücken, ebenso das schließliche Meisterwerk zu ETA Hoffmann, Les Contes d’Hoffmann / Hoffmanns Erzählungen, das Offenbach bis zu seinem Tod, Oktober 1880, aufzäumte: Uraufführung 1881.

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Nicolai Gedda 1925 – 2017 Kurznachruf

Februar 12, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7135

Vom Sonntag, 12. Februar 2017

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Nicolai Gedda, der schwedische Opern- und Liedersänger (Lyrischer Tenor), geboren als Harry Gustaf Nikolaj Gädda, geborener Nicolai Ustinov, am 11. Juli 1925 in Stockholm, ist am 8. Januar 2017 in Tolochenaz, Kanton Waadt, in der Nähe von Lausanne, in der Schweiz, gestorben. Auf seine Veranlassung wurde sein Tod erst jetzt, ein Monat nachträglich, öffentlich bekanntgegeben.

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Gedda wuchs als Kind in Leipzig auf, wo sein Vater Musiker einer russisch-orthodoxen Kirche war. Später studierte Gedda am Musikkonservatorium in Stockholm Gesang und wurde bald Mitglied der Königlich Schwedischen Nationaloper, wo sein Weltruhm als Mozart- und Oratorieninterpret und Verpflichtungen in allen ersten Häusern der Welt entstand. Geddas Sessions an der New Yorker Met. und an der Mailänder Scala und anderen, über Jahrzehnte, haben ihn zum künstlerischen Maßstab für den Tenor gemacht (man spricht vom besten Tenor aller Zeiten, neben Richard Tauber – na ja).

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Besonders hervorheben möchte ich auch Nicolai Gedda als Lied-Sänger, besonders die Schubert-Lieder und Liederzyklen mit Klavierbegleitung.

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Dietmar Moews meint: Als Gefühlsnachbar des Fischer-Dieskau-Gesanges ragt dennoch eine „DIE SCHÖNE MÜLLERIN“ von Franz Schubert (1797-1828)-Aufnahme, in Klavierbegleitung des jungen Schweden JAN EYRON, der EMI aus dem Jahr 1972, mit NICOLAI GEDDA heraus, die meine Schubertohren trainiert haben.

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Lichtgeschwindigkeit 160

Januar 13, 2010

Lichtgeschwindigkeit 160

DAS BERLINER MANIFEST Abspann,

Grundsatzprogramm oder Parteiprogramm?

Diagramm zur Verortung der Piratenpartei Deutschland von

Dr. Dietmar Moews, im Globus mit Vorgarten,

Berlin-Pankow Niederschönhausen,

aufgenommen am Mittwoch, 13. Januar 2010.

Das Berliner Manifest enthält verschiedene Ambitionen:
Es ist Strategie-Debatte;
es ist Theorie-Diskussion;
es ist Marxismus-Streit;
es ist Abgrenzungs-Streit gegenüber anderen Parteien;
es zielt auf Chancen beim Wähler;
es berücksichtigt die Piraten-Personnage, also wie, wer und was,

welche Menschen, sind Pirat.

Aufgespannt wird ein Diagramm, ausgehend vom Standort des

Piraten in vertikaler föderaler Zuordnung des Lokalen, in dem

Bundesland, in der Bundesrepublik Deutschland und in horizontaler

Achse der Organisationssphären von Staat, Markt, Intermediären

und Privat sowie dem Informellen.

Allem übergeordnet erscheint die totale Menschheit als globale

Gemeinschaft und die freiwillige Regelbindung der Staaten nach

dem „Völkerrecht in der UNO.

Alle Piratenideen und -konzepte für die Politikgestaltung müssen

mit den Werten der Satzung und den Explikationen des Berliner Manifests

abgeglichen und durchdacht sein. Andernfalls entstehen Normkonflikte,

die im Urteil der weiten Öffentlichkeit nicht bestehen können und in der

Abgrenzung zu anderen Parteien kraftlos sind. Hierfür ist Programmarbeit

nötig, die unverzüglich von der gesamten Mitgliedschaft anzustellen ist.

Der Anspruch auf Basisdemokratie ist hier von jedem selbst einzulösen.

Damit wird deutlich, dass ohne vielfältige Parteieliten, nämlich zu jedem

Sach- und Fachgebiet, auf der Höhe der Kunst unserer Tage,

die Piratenprogarmmatik nicht Geltung erreichen kann.

Das BERLINER MANIFEST spannt ein Grundsatzprogramm der

Gemeinsamkeiten der
deutschen Piraten auf. Dabei ist der Blick der revolutionären

Veränderungen des Lebens auch auf andere Piratenparteien und

andere Bürgerrechtsbewegungen in der Welt gerichtet. Piraten sind

Wertegemeinschaften, die liberale, rechtsstaatliche Ziele, in offenem

und transparentem Handlungsstil verfolgen.

Die Vorstände auf allen Ebenen haben diese Führungsaufgabe bislang

nicht verstanden.
Der nächste Schritt muss deshalb die geistige Formierung der Piraten

sein, bevor sich seriöse Parteiarbeit und Bewerbungen um politische

Mandate ergeben mögen.

Produktion, Performance, Autor, Direktion, Dr. Dietmar Moews,

Aufnahme und Admin, Piratencrew Berlin;

Musik: Jacques Offenbach: Barcarole


Lichtgeschwindigkeit 160

Januar 13, 2010