Ruth Pfau 1929 – 2017 Kurznachruf

August 12, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7511

Vom Sonntag, 13. August 2017

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Ruth Katherina Martha Pfau, geboren am 9. September 1929 in Leipzig, war eine deutsche Lepraärztin und Klinikgründerin in Pakistan, ist jetzt 87-jährig, am 10. August 2017 in Karatschi, Pakistan, an multiplem Organversagen als Folge eines Schwächeanfalls knapp eine Woche zuvor, gestorben.

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Ruth Pfau hatte einen außergewöhnlichen Lebenslauf und steht als herausragende Frau der modernen Welt heraus. Sie hat Zehntausenden das Leben gerettet und wurde mit ihrem Leben gegen die Leprakrankheit (Aussatz) eine Menschenfreundin der seltenen Ausprägung, ähnlich Albert Schweizer und Mutter Theresa.

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Sie wurde 1929 als vierte von fünf Töchtern geboren. Sie verließ 1949 ihre Heimat Leipzig und folgte ihrem Vater in die Trizone, aus der im gleichen Jahr die erste Bundesrepublik Deutschland hervorging. Sie begann nach dem bestandenen Abitur als Neunzehnjährige in Mainz ein Medizinstudium, das sie an der Philipps-Universität Marburg fortsetzte und mit dem Dr. med. beendete. Während ihrer Studienjahre wurde sie von der Suche nach einer bestimmenden Kraft für ihr Leben bewegt und fand diese im christlichen Glauben. Beeinflusst durch den Philosophen Josef Pieper, ließ sie sich 1951 taufen und wurde Mitglied der evangelischen Kirche, konvertierte aber schon 1953 zur katholischen Kirche.

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Ruth Pfau kam im Jahr 1959 auf der Reise nach Indien durch Pakistan, wo sie Leprakranke sah, die unter menschenunwürdigen Bedingungen in den Slums der Millionenmetropole Karatschi lebten. Eine Ordensschwester hatte sie zu den Aussätzigen mitgenommen, und weil in Karatschi eine Ärztin gebraucht wurde, blieb die Dreißigjährige. Im ersten Jahr, 1960, behandelte sie schon 314 Patienten. Zehntausende sollten im Laufe der nächsten mehr als 50 Jahre werden.

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(Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 11. August 2017 S. 7):

„… Ruth Pfau gelang das nahezu Unmögliche: Sie wurde als Frau und Ärztin in dem muslimischen Land anerkannt. Angst habe sie ständig gehabt, sagte sie später in Interviews, und dennoch fuhr sie in den achtziger Jahren auch in das vom Krieg verheerte Afghanistan, um Leprakranke zu behandeln – unter dem Schutz von Mudschahedin. .. 1996 sprach zumindest die Weltgesundheitsorganisation erstmals davon, dass das Land die Krankheit unter Kontrolle hat. Ruth Pfau bezweifelte dies und kümmerte sich weiter mit der nach ihr benannten Stiftung um Lepra- und Tuberkulosekranke sowie Sehbehinderte. Für ihr Lebenswerk wurde sie zahllose Male in aller Welt ausgezeichnet, schon seit 1988 ist sie Ehrenbürgerin Pakistans gewesen …“

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Erst Anfang Juni dieses Jahres hatte sie die Ewigen Gelübde ihres Ordens abgelegt … am Donnerstag ist sie kurz vor ihrem 88. Geburtstag in Karatschi gestorben, wo sie auch bestattet werden möchte.

 

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Wolfram Siebeck 1928 – 2016 – Kurznachruf

Juli 7, 2016

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vom Donnerstag, 7. Juli 2016

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Wolfram Siebeck, geboren am 19. September 1928 in Duisburg, ist jetzt 87-jährig, am 7. Juli 2016 in Mahlberg gestorben.

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Siebeck war ein deutscher Gastronomiekritiker, Journalist und Buchautor.

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Seine Schreiblust kam in herausragender Weise mit seiner Freude am Schauen, Riechen, Schmecken, Essen und dem Wissen um Zubereitungskünste und Gesundheit.

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Seine publizistischen Erwerbsarbeit begann nach dem Krieg bei der WAZ als Pressezeichner und Maler. Als kulinarischer Mitgründer der legendären TWEN, und als Feinschmecker und Restaurantkritiker, wurde Wolfram Siebeck herausragend bekannt und anerkannt.

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Insbesondere als Autor für die Wochenzeitung DIE ZEIT bestimmte Siebeck über Jahrzehnte die Kritikhöhe für die „Nouvelle Cuisine“, wie ausgehend von den 1960er Jahren von französischen Kochkünstlern zu einer internationalen Bedeutung geführt wurde. Siebeck hatte enorme Kenntnisse des Reichtums dee essbaren Pflanzen, Früchte, Wurzeln, Pilze, Kräuter, und deren vielfältige Zubereitungskünste und war der deutsche Augur für Paul Baucuse.

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Wir verdanken Wolfram Siebeck die prägnante Kritik und Ablehnung an den bis heute alle Fernsehkanäle verstopfenden sogenannten „Kochsendungen“, wo überwiegend Klamauk und Plastikdekorationen nebst Hausfrauengesabbel rausgebracht werden.

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Bei Wolfram Siebeck waren Kunst und Kultur für Bürger und nicht für den Mob ausgelegt. Die Erinnerung ehrt den Feinschmecker-Kenner wie auch dem gewählten Publizisten.

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