Nikolaus Harnoncourt 1929 – 2016 – Kurznachruf

März 6, 2016
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Vom Sonntag, 6. März 2016

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Nikolaus Harnoncourt, eigentlich Johannes Nicolaus Graf de la Fontaine und d’Harnoncourt-Unverzagt, der weltbedeutende österreichische Dirigent Alter Musik (Renaissance und Vorklassik), geboren am 6. Dezember 1929 in Berlin, ist am 5. März 2016 in Wien nach langer schwerer Krankheit gestorben.

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Harnoncourt war ausgebildeter Cellist und spielte unter Karajan bei den Wiener Philharmonikern. Harnoncourt setzte in dem Metier als musikologischer Schriftsteller Maßstäbe der Kompetenz mit der Interpretation Alter Musik als „Musik als Klangrede“.

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Man höre als Beispiel die historische Orchesterdarbietung von J S BACHs Brandenburgischen Konzerte, die kammermusikalisch kleiner und feiner wirkt als oftmals im 20sten Jahrhundert vertretenen großbarocken Mächtigkeitskonzerte.

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Unvergesslich ist die Lebensarbeit Harnoncours in der werktreuen Aufführung und Ausarbeitung einzigartiger Konzerte, bei der die musikologischen Erkenntnisse mit großen Erkenntnissen und großem Respekt für die Absichten des jeweiligen Komponisten, für die je historische Aufführungspraktiken und die historischen Instrumente und Spieltechniken.

Dabei waren die Darbietungen stets von höchster virtuoser Ausführung im Ensemble-Zusammenspiel.

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Man muss sagen, Nikolaus Harnoncourt war der Mann Alter Musik im ausgehenden 20sten Jahrhundert in der gesamten Hochmusikwelt. Er arbeitete mit den bedeutensten, besten und teuersten Musikern und Orchestern, in allen Genres, große Orchesterkonzerte und Opern. Von 1972 bis 1992 lehrte Harnoncourt am Mozarteum in Salzburg.

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Vor zwei Jahren zog er sich aus Krankheits-Gründen vom öffentliche Konzertwesen zurück.

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Das eingespielte verfügbare Werk an elektronischen Mitschnitten und Konzertaufnahmen steht den Musikern von heute weiterhin zur opulenten Verfügung.

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Weihnachtsfeier in Köln mit Wilhelm Raabe

Dezember 25, 2015
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Vom Freitag, 25. Dezember 2015

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Das umwerfende Stück spielt am 24. Dezember 1648 in Walrode im Elend, im Harz.

Die überlebenden Menschen waren vom 30-jährigen Krieg viehisch und wahnsinnig.

Der Pastor, dem von mehrfachen Hausbränden und Foltertorturen doch das Restleben und eine angekokelte Bibel übrig geblieben waren – er schrieb an seiner Weihnachtspredigt, die in der Kirchenruine gehalten werden sollte.

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Dazu kam es nicht.

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Am zweiten Weihnachtstag wurde die Leiche des dreißigjährige Friedemann Leutenbacher, Magister von Wittenberg und Pfarrherr von Wallrode im Elend, Prediger am Worte Gottes, von Bauern nach langem Suchen gefunden. Sie haben ihn aus dem wüsten Walde ins Dof getragen und neben der Kirche in die Erde gelegt.

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Es schneiete heftig, es hatte fast den ganzen Tag hindurch geschneit. Als es Abend werden wollte, verstärkte sich die Heftigkeit des Sturmes; das Gestäube und Gewirbel um die Hütten des Dorfes schien nimmer ein Ende nehmen zu wollen; verweht wurden Weg und Steg. Im wilden Harzwald, nicht weit von dessen Rande die armen Hütten in einem Häuflein zusammengekauert lagen, sauste und brauste es mächtig. Es knackte das Gezweig, es knarrten die Stämme; der Wolf heulte, wenn die Windsbraut eine kurze Minute lang Atem schöpfte; – man schrieb den vierundzwanzigsten Decembris im Jahr Eintausendschzehnhundertundachtundvierzig.

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Dominus Magister Friedemann Leutenbacher, der Pfarrherr zu Wallrode im Elend, hatte den ganzen Tag über an seiner Weihnachtspredigt gearbeitet, und Speise und Trank, ja schier jegliches Aufblicken darob versäumt; das irdische Leben war so bitter, dass man es nur ertragen konnte, indem man es vergaß; aber der Prediger im Elend konnte es nicht vergessen; eine solche Weihnachtsrede hatte er noch nicht schreiben müssen. Er war nicht alt, der Pfarrherr zu Wallrode; er war im Jahre Sechzehnhundertzehn geboren; allein dreißig Jahre seines Daseins mochten dreifach und vierfach gerechnet werden; eine solche Zeit des Greuels und der Verwüstung hatte die Welt nicht gesehen, seit das Imperium Romanum versank vor den wandernden Völkern. Nun war das zweite Imperium, das römische Reich deutscher Nation auch zerbrochen, und wenngleich die Ruine zur Verwunderung aller Welt noch durch hundertundfünfzig Jahre aufrecht stand, so lösten sich doch bei jedem Sturm und Wind verwitterte, morsche Teile ab und stürzten mit Gekrach hernieder. So war es geschehen, als man den Frieden zu Münster und Osnabrück schloss, und zwei Drittel der Nation waren verschüttet worden durch den Dreißigjährigen Krieg … Es schneiete heftig, und es schien nimmer ein Ende nehmen zu können; die Dämmerung aber nahm wohl eine Stunde zu früh dem schreibenden Magister die Feder aus der Hand; es war ihm, als ob sie auch leise und unmerklich in sein Hirn gekrochen sei, als er aufblickte und einem Blick um sich her und durch das Fenster warf. … (aus „Else von der Tanne“ von Wilhelm Raabe).

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Dietmar Moews meint: Wenn früher solche leer glotzenden Passagiere in U-Bahnen in die blinden Fenster starrten, tragen sie heute meist kleine tragbare Geräte, Smartphones, Mobiles, oft mit Ohrstöpseln.

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Wir können die IT-Revolution nicht abblocken oder verhindern – aber wir sollten sie demokratisch in den it-politischen Griff nehmen:

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Selbstbestimmung ist unser verfasstes geltendes Recht in D. – nominell, noch.

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Das macht Hoffnung: Solche elektrisch Abgekapselten könnten „Hörbuch“ hören oder Literatur im Stream – zum Beispiel das ergreifenden Buch von Wilhelm Raabe aus Hameln bei Springe:

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Else von der Tanne oder Das Glück Domini Friedemann Leutenbachers, armen Dieners am Wort Gottes zu Wallrode im Elend.

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Denn, wie sagte Papst Franz heute als „URBI et ORBI“?

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Er sagte „UHU und PATTEX“.

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Franz meinte den Widerspruch, seine weltweiten Hoffnungen und Appelle an all die anderen Sünder auszusenden: Seinen verkleisteren Saftladen der vatikanischen Kurie und der katholischen Sateliten der Kinderschänder und Waffenhändler von OPUS DEI und JESUITEN.

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Was soll Franz tun? – mehr Weltabkehr oder mehr Welt? – mehr Glaubensesoterik oder mehr Säkularität? – mehr Bibel oder mehr mit den Tieren sprechen?

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Dietmar Moews, als nüchternem Heiden, ist hier die Neue Sinnlichkeit die nützliche Religion:

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Menschen sollen ihre Ansinnen auf die Dinge beziehen. Die Sinnlichkeit der Dinge – was wir nicht erkennen, können wir anerkennen oder ändern.

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Wo der Sinn der Dinge der Sinnlichkeit nicht erkennbar ist, können wir uns ein nüchternes Ansinnen – an die Dinge und Geschehnisse heran – zulegen. Wir sind sozial und bringen Ansinnen zur Sprache über die Dinge:

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Man darf nur noch über das sprechen, was man an Dingen mit sich herumträgt (J. Swift)  – ansonsten schweigen und still sein, zuhören, was andere über ihre Dinge ansinnen.

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Ein menschliches Ansinnen an die Dinge ist besser als eine materialistische Materialschlacht und besser als die Abkehr von den Dingen nach Innen. Innen sind die Schmerzen und der Tod.

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PROMI-Urlaub als Erleichterungs-Thema

Juli 26, 2015
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vom Sonntag, 26. Juli 2015

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Bildschirmfoto vom 2015-07-25 13:44:04

Screenshot von Bild.de

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Im Folgenden sollen Design und Benutzung massenmedialer Reizmittel aus empirisch-soziologischer Sicht angesprochen werden:

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Wie kommt in der Sommer-Urlaubszeit das Thema „Was macht der Star im Urlaub?“, „Was machen Promis in den Ferien?“

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Und es läuft zwar darauf hin, dass man meinen könnte, dieses „BILD-Thema Promi“ untersteht der Willkür eines verantwortlichen BILD-Redakteurs. Doch es handelt sich sowohl aus der marktwirtschaftlichen Sicht wie aus massenkommunikativer Sicht nicht um eine Form der „Freiwilligkeit“, sondern um eine „Notwendigkeit“:

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BILD muss etwas in der Benutzerperspektive „Wertvolles“ bringen.

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In drei formalen Lebenssphären kommt für den einzelnen Menschen MASSENKOMMUNIKATION in betracht:

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EINS allgemein als rechtsstaatliche Grundordnung,

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ZWEI kaufvertrag-marktlich,

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DREI privat (BGB) und informell

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EINS In Fragen von Recht und Ordnung, Verpflichtungen und Verboten, wie es gesetzlich und rechtsstaatlich „normativ“ geregelt ist, erkundigt sich der Einzelne, wenn er damit zu tun hat und nicht genau bescheid weiß, zu seiner persönlichen Orientierung. Das ist überall in Massenmedien möglich, wo allgemeinzugänglich Informationen bereitgestellt werden: Fernsehen, Radio, Zeitungen, Internetz, Litfasssäulen, Stammtische, Nachbarschaftsgespräche – alles Massenmedien, wo Themen und Werte bereitstehen, ohne die Adressaten auszuwählen, nicht persönlich, sondern anonym und allgemein.

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Wer selbst zu solchen Wertgeschehnissen der Allgemeinheit Etwas mitteilen möchte, die Politiköffentlichkeit oder die allgemeine Öffentlichkeit durch Informationsbereitstellung massenmedial ansprechen möchte, kann ebenfalls die Massenmedien und die Massenkommunikation wählen.

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ZWEI In Fragen des Marktgeschehens und der Kaufverträge sind ebenfalls ständig normative Themen und Werte des Alltagslebens interessant. Es bestehen zahlreiche verschiedene Möglichkeiten, indem man dazu auf massenmedial bereitgestellte Informationen anonym zugreifen kann: Das reicht von Sitten und Gebrauch des „guten Benehmens“, der allgemeinen Bürgerrechte.

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Es ist ebenfalls möglich, eigene Wertäußerungen zu den allgemeinen oder besonderen Praktiken im Marktgeschehen abzugeben, indem man die dafür bereitstehenden Massenmedien nutzt: Vom Leserbrief und Offenem Brief an eine Redaktion von Zeitung oder Sender, zur Petition beim Parlament, Anmeldung, Durchführung und Teilnahme an Demonstrationen, Twitter-Tweeds oder Blog-Kommentare im Internetz.

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DREI Fürs Private gibt es den festliegenden Rechtsrahmen durch das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) – es weist uns auf das Recht zum Rechtsverkehr (EINS und ZWEI) hin. Auch Außerhalb der normativ geregelten Lebenssphären, Rechtsstaat und Kaufvertrag findet Massenkommunikation – also geistige Kommunikation und Interaktion zwischen einander persönlich nicht bekannten Individuen – im informellen Privatleben statt.

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Dazu gehören die beruflichen Statusnormen, ob man marktwirtschaftlich, als Dienstklasse oder „frei“ erwerbstätig ist. Jeder Bereich unterliegt geschriebenen und ungeschriebenen Verhaltensspiele, die man erlernt und überwiegend durch die Bereitstellungen in Massenmedien ständig auf dem Laufenden hält.

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Neben den geregelten gibt es mehr oder weniger formalisierte Aktionsbereiche, bis hin zur Freizeit.

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Meist wird die Freizeit in geregelten Gruppen verbracht.

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Es gibt aber durchaus in der Freizeit informelle Aktionsfelder und Aktivitätsrichtungen, die weitgehend ohne Zwang nutzbar sind. Dazu gehören lebenswichtige Spielräume der Erholung, des Vergnügens, der Zerstreuung, der sportlichen Freunde und Ertüchtigung, der Sozio-Kultur und Neuorientierung, z. B. bei öffentlichen Veranstaltungen, der Benutzung der Bereitstellungen von Massenmedien, von Bildungseinrichtungen, seien es Volkshochschulen, Universitäten, Bildungs- und Trainingsinstitute, Kunst- und Kulturinstitute, aber auch Fernsehen, Radio, Kino, Internetz, Straßenfeste.

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Dietmar Moews meint: Man muss sich klar machen, dass es für alle Notwendigkeiten übliche Verhaltensweisen und Verhaltensspielräume gibt.

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Dabei ist „Notwendigkeit“ alles, was der Mensch im sozialen Zusammenhang oder vor seinem sozialen Hintergrund absichtlich tut (selbst, sollte ihm die Notwendigkeit nicht klar sein).

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Dagegen ist die sogenannte „Freiwilligkeit“ das weite Feld der individuellen Aktivitäten, die einer Willkür entspringen, die nicht die sozialen Interdependenzen und Interaktionen einbezieht.

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Klar ist also, dass Alles, was im Orientierungsbereich der eigenen Freiwilligkeit geschieht oder unterlassen wird, nicht einer sozialwissenschaftlichen Betrachtung der Massenkommunikation anheimsteht, sondern zum Bereich von Anthropologie und individueller Esoterik und Exoterik zugehört.

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Während genau betrachtet, eine „willkürliche Erleichterungsaktivität“, die ihren Grundcharakter in der Wahlfreiheit und Freiwilligkeit der Auswahlentscheidung haben mag, eindeutige eine „Notwendigkeit“ für den Handelnden ist.

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Und sei es, sich gelegentlich dem Sozialen der Erleichterung halber zu entziehen, eben drum als eine Notwendigkeit des vorhandenen eigenen Sozialsystems ist und keine Freiwilligkeit.

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RUHANI und der persische IT-Weltprozess

Mai 4, 2015

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vom Montag, 4. Mai 2015

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Freiheit und Islam seien kein Widerspruch“, so lautete heute eine Nachricht im Deutschlandfunk. Die von der iranischen Nachrichtenagentur ISNA verbreitet wird.

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Der iranische Präsident soll sich eingehend auf die Internetz-Restriktionen im Iran eingelassen haben. Einerseits geht er dabei auf die empirische gelebte Wirklichkeit, insbesondere der iranischen Jugend ein, die Internetz-Sperren und -Verbote erheblich umgehen. Andererseits zieht Ruhani damit den Ärger der konservativen Schiiten auf sich.

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DIETMAR MOEWS "IRAK als Sportflagge: Misfits", Seidenapplikation, 2004 in Dresden

DIETMAR MOEWS
„IRAK als Sportflagge: Misfits“, Seidenapplikation, 2004 in Dresden

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ZEIT.de berichtet heute, Montag, 4. Mai 2015: Mehr Freiheiten für Jugendliche in seiner Gesellschaft hat Irans Präsident Hassan Ruhani öffentlich im Iran gefordert.

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„Bei der Förderung von Jugendlichen nur Einschränkungen aufzudrängen ist ja nicht gerade die große Kunst“, sagte Ruhani in einem Treffen mit einer Gruppe von Schullehrern. Man könne die Jugendlichen doch nicht einsperren, besonders im Zeitalter des Internets, um ihre nationale und religiöse Identität zu wahren. Die Einstellung, dass Freiheit und Islam ein Widerspruch sind, sei falsch. Freiheit sei „kein westliches Phänomen“. 

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Ruhani hat sich wegen seiner Forderungen nach mehr Freiheiten, besonders im Internet, bereits Kritik seitens der Konservativen im Land eingehandelt. Diese fordern, die Internetzensur weiter aufrecht zu erhalten.

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Der Zugang zu sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook ist im Iran verboten – ein „Privilegien-Verbot“, nämlich während Präsident Ruhani selbst regelmäßig twittert. Mittlerweile hat Ruhani 332.000 Follower, Ayatollah Ali Khamenei 121.000. Diese Profile werden zwar von der Internetpolizei im Iran blockiert, allerdings kennen viele Jugendliche bereits den Weg, die Hürden zu umgehen.

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Nach Informationen der Neuen Zürcher Zeitung nutzen rund 55 Prozent der Iraner das Internet, um miteinander zu kommunizieren.

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Im Mai 2014 erwirkte Ruhani die Freilassung von sechs Jugendlichen, die für ein Internetvideo verhaftet worden waren. Die jungen Frauen und Männer hatten ein Video veröffentlicht, auf dem zu sehen ist, wie sie an mehreren Orten in Teheran zu dem Lied Happy von Pharrell Williams tanzten. Die Frauen waren nicht verschleiert. Tanzen in der Öffentlichkeit, noch dazu, wenn Männer und Frauen daran beteiligt sind, ist im Iran verboten. Die Jugendlichen wurden zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt.

„Wir sollten das Internet nicht als Gefahr sehen, sondern als nützliches neues Kommunikationsmittel“, sagte Ruhani nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna und forderte von den Konservativen mehr Offenheit. „Das Internet gibt es schon seit Jahrzehnten, und kein Iraner hat seither seine Identität verloren.“

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Zuletzt sorgte er mit Kritik an der für die Kleiderordnung der Frauen zuständige Sittenpolizei wieder für Aufregung. „Die Polizei soll nicht den Islam umsetzen, sondern für Ordnung sorgen“, hatte Ruhani gesagt. Vergeblich versucht die Sittenpolizei seit Jahrzehnten, die islamische Kleiderordnung auf den Straßen durchzusetzen. Frauen sollen demnach Schleier und lange Mäntel tragen, um Haare und Körperkonturen abzudecken.

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Dagegen setzt Ruhani ausdrücklich emanzipatorische Zeichen. Eine iranische Fachfrau wurde als internationale Sprecherin zur neuen iranischen ATOMPOLTIK eingesetzt:

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Im schwarzen Tschador gekleidet erklärte sie der Welt die Atompolitik Irans. Nun soll Marzieh Afkham die erste weibliche Botschafterin der Islamischen Republik werden.

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Dietmar Moews meint: Ich wiederhole eine alte, nach wie vor lebensdienliche Einsicht, meiner Forderung für „Wehrrecht und Reisepflicht“.

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Wer sich von Deutschland auf den Weg machte, fremde Länder und fremde Sprachen zu erkunden, wird begeistert werden, wie menschlich und anständig andere Leute leben.

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Persien und die weltliche Lebensweise der Perser überzeugen jeden, der Perser im Westen kennengelernt hat. Die differenzierte Kritik am heutigen schiitischen Absolutismus ist eindeutig. Aber der Iran sucht einen eigenen Weg, auch, wie den us-amerikanischen Totalitarismus ablehnen kann.

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Die Wandlung in der schiitisch-gottesstaatlichen Staatsmacht ist unabweislich. Die antiamerikanische schiitische Konterrevolution von Khomenei wurde eine folkloristische Verirrung.

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Wir sehen, welche qualitative Veränderung in Personalentscheidungen inzwischen zwischen dem vormaligen iranischen Präsident Ahmadinedschad und dem jetztigen, Hassan Ruhani, liegt.

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Die freie NSA-Backdoor-Internetzbenutzung ist eine harte Wirklichkeit, die mit Hilfe der iranischen Intelligenz-Potenziale besser aufgeweicht werden kann.

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Der Preis ist die Selbstveränderung unter den Zeichen der IT-Revolution, die als hastiger Schwall die IT-Gesellschaften irre macht. Gleichzeitig behaupten heute Unken: „Hätten die Nazi-Deutschen TWITTER und FACEBOOK gehabt, hätte zumindest niemand sagen dürfen: „Wir haben nichts gewusst.“

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Interessant, mit welch geringer Intelligenz solche Ansagen durchgehen – die Frage, wie wäre die Hitlerei gegoebbelt worden? – hätte es das Internetz-als Volksempfänger gegeben – grenzt doch immer wieder an die Einsicht, dass Intelligenz und kollektive Intelligenz durch Echtzeit-Vollvernetzung nicht verbessert wird, sondern lediglich verändert: LÄHMUNG der FLASH-MOB-Dynamiken ist unabweislich, sowie verschiedene, gegenläufige Impulse im Internetz kurant sind.

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Ruhani, jedenfalls, scheint sowohl selbst, wie auch gesellschaftspolitisch, Teilnahme und Zugang grundsätzlich (also auch zum dezentralen Internetz) zu befürworten. Damit entsteht ohnehin keinerlei rechtsfreier Raum, bestenfalls Verhaltensirritationen und Orientierungskorrekturen im Fehlerlernen.

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CCC – Big Data: Aufgeben oder Aufgabe

Dezember 31, 2014

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am Mittwoch, 31. Dezember 2014

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Dietmar Moews schreibt Lichtgeschwindigkeit, Juli 2014 in Köln

Dietmar Moews schreibt Lichtgeschwindigkeit, Juli 2014 in Köln

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CCC jetzt in Hamburg. Der Chaos Computer Club veranstaltet jährlich zwischen Weihnachten und Neujahr den Chaos Communication Congress. Ursprünglich in Hamburg beheimatet, traf man sich über viele Jahre in Berlin. Dieses Jahr wird das Event wieder in Hamburg stattfinden. Im Laufe der Jahre hat sich der Congress zu einer europaweit renommierten Veranstaltung mit über 3000 Besuchern pro Jahr entwickelt, an dem auch immer mehr internationale Gäste teilnehmen.

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Das alljährliche große „Chaostreffen“ ist das bedeutendste Kulturereignis, dass die westliche Welt am Beginn des neuen Jahrhunderts immerhin verzeichnen kann.

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Kultur ist, was Menschen an Sinn und Form quasi aus dem Nicht, d. h. aus dem gewissermaßen voraussetzungslosen kreativen Impuls heraus ins Material setzen, davon her in soziale Aktivierung mit greifbarem Kanon und Entwicklungsdynamiken setzt. Bei der CCC-Kultur werden klare Qualitätswerte entfaltet, die jeder CCC-Kulturschaffende leicht veranstaltet, anknüpft und unmittelbar in die eigenen sozio-kulturellen CCC-Aktivitäten aufnimmt und nützt:

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CCC-Kultur ist Materialfortschritt und zugleich adäquate Sprachentwicklung.

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Das Problem für alle nicht CCCler ist, dass man die Leistungen des CCC im Zusammenhang mit der Gebrauchs-IT und mit BIG Data zwar genießt bzw. nutzt, aber dennoch weitgehend Wenig bis Nichts davon versteht.

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So etwa müssen sich die heute allüberall im Kunstbetrieb herumschwänzelnden Salonpersonnage klar machen, dass sie von Kunst und Kultur gar nichts verstehen – nämlich wie in der CCC-Kultur: Sie nutzen die Leistungen durch finales Knöpfe drücken, ohne zu wissen was geschieht.

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Es ist aus Sicht der Kunstsoziologie interessant zu beobachten, wie – ähnlich dem Kunst-Salonpersonnage-Irrlauf – auch im Arbeitsfeld der IT-Revolution eine eigene Salonpersonnage über die Computerwelt, die politischen Bewertungen und die IT-wirtschaftlichen Entwicklungsrichtungen ihre unentgeltlichen Mutmaßungen verbreiten dürfen.

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In Staatssendern, Zeitungen und an Hochschulen quatschen sie herum – nur beim Chaostreffen spitzeln sie stets leise und bescheiden wie die Katzen um den Brei – weil ihnen keiner zuhören würde.

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DIETMAR  MOEWS "Mexikano" DMW 567.7.0,140 cm / 140 cm, Öl auf Textil, in Dresden im Jahr 2000 gemalt

DIETMAR MOEWS
„Mexikano“ DMW 567.7.0,140 cm / 140 cm, Öl auf Textil, in Dresden im Jahr 2000 gemalt

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Dietmar Moews meint: Auch für den Nicht-IT-Fachmann lohnt es sich, den CCC zu unterstützen: Es bestehen zahlreiche Möglichkeiten, sich dem CCC als „Kulturförderer“ anzuschließen.

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Es lohnt sich auch für jeden IT-Laien und alltäglichen Internetz-User die öffentlichen Blog-Foren des CCC und die von CCC-Mitgliedern angebotenen öffentlichen Vorträge zu beachten.

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Bedauerlicher Weise konnte ich mich bei den PIRATEN nicht durchsetzen, die Piratenpartei zur Partei der IT-Revolution hin zu entfalten – hier liegt die Marktlücke der Parteien, dem CCC eine spezielle politische Lobby-Partei zu erarbeiten.

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PIRATEN-Kandidat Bundesvorsitzender BINGEN 2009

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Der politische Bedarf des neuen Jahrtausends und das Alleinstellungsmerkmal „IT-Politik“ müsste es sein. So lange die Piraten das nicht kapieren, werden sie nichts weiter als ein Doofpiraten-Party-Daddel-Club.

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Doofpirat schwadroniert über „braune Socken“ im ZDF

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Als kommerzielles, aber fachlich kompetentes Medium weise ich auf die Webseite von HEISE hin, dem Verlag aus Laatzen. Bei heise.de findet man eine kompetent redigierte Neuigkeitsberichterstattung in der Welt der IT:

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Software, Hardware, Netzwerkerei, Datenrecht, IT-Politik, neue Entwicklungen, beachtliche Personen: immer bei heise.de nachschlagen – das hilft.

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Der diesjährige CCC-Treff in Hamburg hat den Slogan proklamiert:

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Man sollte den überdimensionalen Kapitaleinsatz der Militärkapitalisten von „BIG BROTHER“ nicht alleine lassen. Der CCC bildet eine unbestechliche informelle Gegenöffentlichkeit von freien Telematen, die dem großen IT-Kapital helfen, Sicherheitslücken zu schließen: Hack ist Kunst – Hackerarbeit ist Kultur.

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I am very delighted.

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MERKELs NEUE SINNLICHKEIT zum ZEITUNGSKONGRESS

Oktober 1, 2014

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am Mittwoch 1. Oktober 2014

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Es gibt Müllhalden, Wertstoffsammelstellen und Recyclingtechnik. Bei den Erklärungen, Verlautbarungen und verbalen Geräuschabsonderungen der derzeitigen deutschen Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ist in der Regel verschleiert, worin die interessanten Punkte der Botschaft jeweils liegen.

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Merkel verschleiert immer Hinweise auf die entscheidende Mitteilung. Meist vermeidet sie die blanke Lüge, sondern bringt Beugungen und Abwiegelungen bis zu Bullshit.

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Kölner Stadt-Anzeiger-Verleger Alfred Neven-Dumont sprach in Berlin

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Anlässlich des Zeitungskongresses: Kongress des Bundesverbandes der Zeitungsverleger (BDZV) in Berlin legte Merkel eine Betonung auf zwei Aussageperspektiven:

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Für die Wähleröffentlichkeit sagte sie: Zeitungen sind Zeitungen, elektronische Medien sind im Kommen, Menschen haben Informations- und Kommunikationsbedarf, egal wie bzw. das ist eben nicht egal. Es entwickelt sich zu neuen Medien hin, von den großen Auflagen-Holzzeitungen und täglichen Abo-Lieferungen im Briefkasten weg. Aber, wer will schon ununterbrochen Online sein.

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Für die traditionelle Holzpresse sagte sie: Die Verlagshäuser werden weiterhin erfolgreich am Markt sein, wenn sie Qualitätsjournalismus anbietet. Sie werden auf eigenen Internetz-Plattformen ihre qualitativen Printinhalte als „Paid Content“ anbieten können und von den Kunden bezahlt bekommen.

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Alphons Silbermann sprach in Köln

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Dietmar Moews meint: Marktwirtschaft als selbststeuernde Nachfrageorientierung hinzustellen ist das billige Verständnis, das das Hauptthema der Verlage ignoriert: Profitorientierung / Profitzwang und Rationalisierung.

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Die unsinnliche 24-Stundenbereitstellung von weltweiten Inhalten macht den Menschen noch nicht zum 24-Stunden-Grottenolm, der permanent online ist.

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Die schwache sinnlich soziale Erscheinungsform eines 1.0-Konsumenten im Unterschied zu P to P-Beziehungen und die schrumpfenden sozialen Spielräume Tagesnachrichten, lokalpolitische und weltpolitische Inhalte zu besprechen, schwächt auch die Repräsentanz von Sozialität.

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Es ist keine Koordination der zu kommunizierenden Inhalten durch auswählende themenführende Redakteure mehr die Grundlage der täglichen Kommunikation.Sondern die auf dem weg zur Arbeit in der U-Bahn Sitzenden, die ihren App abspielen,beziehen vollkommen heterogene Themen und Inhalte, sodass über diese 1.0-beziehung keinerlei P to P-Kommunikation zu den Tageswichtigkeiten möglich ist.

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Wer täglich eine Tageszeitung im Briefkasten stecken hat, muss diese Zeitung ja nicht lesen – aber sie gehörte zu einem „normalen“ Haushalt und in jeder Familie. Nachbarn konnten sich als BILD-Leser oder ZEIT-Abonnenten FAZ- oder Lokalblatt-Bezieher gegenseitig kennen.

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Wer heute mit Ohrstöpseln auf der Straße gesehen wird, nimmt an einer ganz eigenen Vorstellungswelt teil. Er und Sie dürften nicht so ein dämliches Gesicht machen, wie fast alle, die so rumlaufen und rumstehen, damit der Anblick nicht auf die Idee bringt, hier ist ein Zeitgenosse, der weiß, was um uns herum geschehen ist und geschehen wird – wie woher sollte er das wissen.

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Frau Merkel verkennt, dass das Qualitätsargument: Da es immer Menschen höheren Bildungsgrades und höheren Informationsbedarfs gibt, können die Verleger auch in Zukunft auf Nachfrage und Absatz für kostspieligere Qualität sich verlassen, ist unsinnliches Geräusch.

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Wäre Qualität ohne sinnliche Repräsentanz absetzbar, dürften die Werke von Immanuel Kant nicht ungelesen in Regalen rumstehen.

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Die gedruckte Zeitung als sinnliches Ereignis hat eine gewichtigere Rolle in jeder Wohnung, in jedem Briefkasten und auf jedem Lokus, vor aller Augen. Eine Antenne auf dem Dach oder ein Schaltkasten auf dem Bürgersteig ein Funknetzanschluss bieten das nicht. Wer weiß schon, was sich hinter einem intelligenten wachen Gesicht verbirgt? – eine Flatrate?

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Aus dem Machinenraum: KuckucksUse oder Milliarden?

Juli 13, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4667

am Sonntag, 13. Juli 2014

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DIETMAR MOEWS im Fex-Tal

DIETMAR MOEWS
im Fex-Tal

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Vollüberwachung durch die USA, Gestapo, Stasi – bewaffneter Geheimdienst auf High-End-Niveau im Schirm-Schatten des US-Militärs – ist fürs Volk lustig:

Sterben müssen wir ja alle.

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Für die Nomenklatura ist das ein Führungsproblem und ein Vorurteil, selbst individuell außerhalb zu bewegen und vor Willkür geschützt zu sein.

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Dietmar Moews meint: Was kann ich wissen, was soll ich tun, was darf ich hoffen, wie ist der Mensch? – das sind Immanuel Kants Fragen. Dietmar Moews antwortet: Entweder Deutschland gibt ebenfalls ca. 100 Milliarden Dollar jährlich für eine eigene Cyber-Destapo aus oder die Deutschen insgesamt müssen mal ihre begrenzte kollektive Intelligenz nutzen: einfach keine Echtnamen in die E-Mails schreiben. Einfach keine Threats in Re-Mails erneut senden. Sowie keine Echtnamen drinstehen, kann keiner mehr allein von der Email-Adresse auf den Schreiber juristisch schließen. Durch intelligenten Textverkehr im Internetz lassen sich bei 10 Prozent KuckucksUse sämtliche Massendaten nicht mehr eindeutig algorithmisch zuordnen und werden wertlos.

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Aus dem Maschinenraum in der FAZ, 11. Juli 2014, Seite 12, erzählt (Constanze Kurz, Chaos Computer Club-Insiderin): „… Prominente Opfer der Überwachung sind diesmal amerikanische Anwälte, Funktionäre, oder Professoren, die lediglich eines gemeinsam haben: um sechs Jahre lang Ziel der geheimdienste gewesen zu sein: Ihre religionszugehörigkeit und die ethnische Herkunft ihrer Eltern … Ein zweideutiger Witz, eine flapsige Bemerkung oder eine drastische Meinung zur politischen Weltlage lande so in den Datenbanken der professionellen Spanner …“.

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… William Binney, der frühere NSA-Direktor und Whistleblower, der nach seiner stundenlangen Aussage im NSA-Untersuchungsausschuss noch die Kraft fand, zwei Stunden vor Berliner Publikum Rede und Antwort zu stehen, lieferte die dafür notwendigen Zahlen. Er korrigierte die durch die Snowden-Papiere bekanntgewordene, schier unglaubliche Summe von 50 Milliarden Dollar, die den amerikanischen Diensten zur Verfügung steht – nach oben.

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Es gäbe „Black-Budget“-Veröffentlichungen, doch man müsse verborgene Geheimdienstbudgets noch hinzurechnen. Vor allem in militärischen Etats versteckte weitere Pfründe ließen auf ein Gesamtbudget von 80 bis 100 Milliarden Dollar schließen.,..“

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Dr. DIETMAR MOEWS von FOKKO VON VELDE fotografiert

Dr. DIETMAR MOEWS
von FOKKO VON VELDE
fotografiert

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Dietmar Moews meint: Die Moderne des KuckuckUse, einfach die persönlichen Klar-bzw. Echtnamen in Internetz-Texten weglassen! Nicht Alles, was man auf eine Urlaubspostkarte schreiben würde gehört in die Massendatensammlung der NSA – weil die bewaffnet ist und nicht ordentlich kontrolliert werden kann.

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ZUGINSFELD 27 "Man kann ja nie wissen" DMW 548.2.99, 198cm / 198 cm, Öl auf Leinwand, in Dresden 1999 gemalt

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