Auswärtige Kulturpolitik der GROSSEN KOALITION MERKEL 4

April 24, 2018

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Vom Mittwoch, 25. April 2018

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„Werte und Köpfe. Die AfD soll den Ausschuss für Auswärtige Kulturpolitik leiten“

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Süddeutsche Zeitung, Seite 9, Feuilleton am 24. April 2018 wird hier kritisiert:

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Auswärtige Kulturpolitik, das sind nicht mehr nur die Goethe-Institute. Da will und soll für die deutsche oder das westliche Demokratiemodell geworben werden und den Propagandisten aus China, der Türkei und Russland „im globalen Wettbewerb um Köpfe, Werte und Ideen“ etwas entgegengehalten werden.

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KURZ, dem AA geht es inzwischen nicht um die Eigenwirkung der pausenlosen Verfassungsbrüche und Propagandalügen der MERKEL-4-Regierung, sondern um PROPAGANDA – sie nennen es allerdings GEGENPROPAGANDA.

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Bislang wurden diese Posten von er SPD-SALONPERSONNAGE durchregiert und besetzt und alles Personal das hier für und von Deutschland im Ausland zum Zuge kam waren SPDISTEN, von Günter Grass bis Walter Jens, Olaf Zimmermann und Olaf Schwencke, auch jetzt hat man bereits die Enkel eingetütet, wie Juli Zeh und . Jedenfalls sind die Nachfolger von VS-DGB-Schriftsstellerverband bis Deutschem Künstlerbund oder BBK inzwischen auch mit waschechten SALONPERSONNAGISTEN besetzt, wie es die CDU mit Monika Grütter seit Jahren zeigt.

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SZ: „Umso merkwürdiger ist es, dass der Vorsitz des Bundestags-Unterausschusses für auswärtige Kultutpolitik nun an die AfD gehen wird. Im Koalitionsvertrag werteten die regierungsparteien die auswärtige Kulturpolitik auf, doch bei der Verteilung der Gremienposten ließen sie der AfD den Vortritt. Die frühere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD), seit Langem Mitglied des Ausschusses, ärgert sich über das Desinteresse der Kollegen: „Es ist kein gutes Bild, wenn ein Ausschuss, der für Austausch steht, für Integration, Inklusion, Demokratiebildung, freie Meinungsäusserung, von jemand geleitet wird, der für Abschottung ist.

Inhaltlich kann er Vorsitzende ohne Mehrheit zwar wenig ausrichten. Doch als „Sprachrohr“ (Schmidt) Deutschlands im Ausland komme ihm eine prominente Rolle zu. „So jemand vertritt nicht das Bild des weltoffenen Deutschlands, hinter dem 85 Prozent der Menschen stehen.“ Kritik kam auch vom Chef des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, den Vorsitz eines so sensiblen Ausschusses dem Abgeordneten einer Fraktion zu überantworten, die die Erinnerungskultur in Deutschland, speziell die Erinnerung an die verbrechen des Nationalsozialismus, infrage stellt, wird … im Ausland auf Unverständnis stoßen.“

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Dietmar Moews meint: EINS Die freche Behauptung, dass die von den Blockparteien durchgesetzte Kriegspolitik im Beiwagen der USA 85% der Deutschen hinter sich habe, weil das die 85%-Kultur sei, ist DUMM von Frau Ulla Schmidt.

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ZWEI Das Olaf Zimmermann immer noch mit Chauffeur auf Kunstförerungs-Budgets rumgaukelt ist ein Jahrzehnte währender Skandal, tatsächlich schon aus Günter Grass und sonstigen SS-Leuten-Zeiten. Olaf Zimmermann hat zu verantworten, dass die Künstler in Deutschland Künstler- und Kunstpolitisch völlig entmündigt sind und in und durch en Deutschen Kulturrat in jedem Belang vollkommen in den politischen Händen der DEUTSCHEN KULTURINDUSTRIE leben muss. Zimmermann ist ein Boschewist der Blockparteien, der genau wie ULLA SCHMIDT oder MONIKA GRÜTTER ungeeignet sind aus Deutschland außenpolitische ein gutes Beispiel „westlicher Demokratie“ aufzuziehen.

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DREI Es ist SALONPERSONNAGE in der KULTURINDUSTRIE, SCHRANZEN, die jedes Gremium besetzen, von der DOCUMENTA bis zum gescheiterten Konzept des Berliner CAMOUFLAGE-SCHLOSSES aus BETON und HUMBOLDT-Quatsch.

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Sie tönen von KULTUR, von DEMOKRATIE und von FREIHEIT und bilden ihr Leben lang ABRIEGEL durch die sie eigene POSTEN erkämpfen und kontrollieren.

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Ich möchte es sehen, dass und wie jetzt im Ausschuss für Auswärtige Kultur ein AfD-Platzhalter, dessen FRAKTION ja Ausschuss-Posten durch Bundestags-Quote verkörpern müssen, nun von der SPD-SALONPERSONNAGE in NAZI-SKANDALE eingewickelt wird. Auch das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung wartet darauf. Es muss nur der HASS-PRODUZENT NETANJAHU nach Deutschland eingeladen werden und einen KULTURPREIS bekommen (gegen 85% aller Deutschen) – und dann tritt der AfD-Vorstand heran und wiederholt, was eine Woche vorher ein SPDIST zu ERDOGAN sagte: ISRAEL solle sich mal so langsam rechtsstaatliche Manieren annehmen und mit der PALÄSTINENSER-VERNICHTUNG und dem RAUBKRIEG endlich aufhören (ERDOGAN SOLLE mal mit der KURDENVERNICHTUNG aufhören) – denn was entsteht ist doch klar:

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Auf HITLER folgt NETANJAHU, auf NETANJAHU werden ARABER antworten – das geht gar nicht anders, da kann MOSSAD rumpropagieren, so viel sie wollen. Das RECHT des STÄRKEREN geht immer auf Verantwortung des Stärkeren: Der GENOZID in GAZA muss aufhören.

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Und dann bricht der AFD-Sturm los: SEEHOFERS BAYERNKRISE wird zum Wahlkampf-Hammer, der die bayerische CSU in die Prärie schicken wird:

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CSU im Oktober 2018: 38% – und – größte Oppositionspartei in Bayern.

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FINE E COMPATTO

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Merkel-Psychologie als Staatsführung

November 28, 2015
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Vom Samstag, 28. November 2015

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Dr. Merkel, CDU, am 17. Okt. 2015 im FAZ-Interview mit ohler, Frankenberger, von Altenbockum, S. 5+6

Dr. Merkel, CDU, am 17. Okt. 2015 im FAZ-Interview mit Kohler, Frankenberger, von Altenbockum, S. 5+6*

*Rechts ist die politische Werthaltung die auf die eigene Exklusivität zielt; Links ist das Prinzip der Inklusivität und Solidarität und der Verzicht auf Exklusivität und Exklusion.

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YES, WE CAN“ – lautete der Beschwörungssatz des neuen US-Präsidenten Barack Obama. Mit diesem Akzent integrierte Obama Alles, was er erklärt hatte zu wollen, aber nicht verwirklichen konnte, auf den Zauberspruch „Yes, wie can“ – nämlich mit der Ausstrahlung „Ja, wir könnten uns vorstellen, dass Obama es könnte“. Kurz, Obama nahm seiner Zahnlosigkeit den ihn betreffenden Makel. Gleichzeitig hielt er die Spannung des Hoffens und Wünsches ideal hoch.

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Damit konnten die reaktionären Vergewaltigungen durch die Herrschenden in den USA (des internationalen Finanzkapitalismus‘), von direkt-physischem militantem Klassenkampf und Terrorismus in die Vorstellungswelt eines metaphysischen Interessenkonflikt zwischen der vulgärmaterialistischen Macht und der moralischen Überlegenheit der unterdrückten US-Amerikaner versetzt werden: Ein einfaches „Shifting“ von Terror hin zu haltlosem Zukunftshoffen durch: „YES, WE CAN“.

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WIR SCHAFFEN DAS“ ist nicht nur die Obama entsprechende Merkel-Formel, sondern „Wir schaffen das“ ist auch hervorragend adäquat in die akute massenpsychologische Peristaltik der deutschen Seelen einzuspeisen:

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Wir kommen nicht umhin, in großen individualen und sozialen Zügen bestimmte Zeitgeist-Dynamiken und Aktionsrichtungstatsachen empirisch festzustellen:

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Wir hatten die Nachkriegspsychologie nach 1950. Darauf folgte die Vorkriegspsychologie gegen Ende der 1980er Jahre der Deutschen bis heute. Das erkennen wir auch an der offizialen Auftrittsform in der Sonorisierung der öffentlichen Mimik (nationale Symbolhandlungen, Nationalflagge, EU-Politik, Bezüge zu internationalen Militärspielen, z. B. Afghanistan, Nato-Doppelbeschluss u. A.)

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Enttabuisierung und Enthemmung der öffentlichen Formierung rudimentärer „rechter Grundeinstellungen“ auf der Straße und in Parteien (Republikaner, NPD kandidieren und werden gewählt).

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Inzwischen – der Jahrtausendwechsel, das Jahr 2015 – treten in EUROPA, aber auch in Deutschland offiziell rechte Politikformationen als Parteien (AfD, NPD) bei demokratischen Wahlen auf und werden gewählt.

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Hinter den rechten Parteien entfaltet sich ein ebenfalls öffentlich auftretender Teil sowohl rechtsextremistischer Demonstranten, wie auch rechtsextremistische Untergrund-Organisationen werden manifest, die sowohl gruppenpsychologische wie individuell von erheblich starkem Selbstvertrauen gekennzeichnet sind: BLUT und BODEN als LEBENSRECHT.

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Es gibt rechtsextreme (Heimatschutz / Neo-Nazi / Kukluxklan-Folklore) Jugend-Burschenschaften, es gibt rechtsextreme „salafistische“ Dschihadisten, die konkret in den ISIS-Krieg ziehen, es gibt die PEGIDA-ähnlichen Demonstrationsrituale, die einen rechten Kordon der Unzufriedenheit und einer außerparlamentarischen Opposition etabliert haben.

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Dem gegenüber sind die Reste von Verfassungspatrioten eine geistige verkommene und abgeschlaffte Szenerie der Versicherungsbetrüger und Abzocker, einer hauptsächlich als „Dienstklasse“ im Staatsdienst aus der politischen Verantwortung geschlichenen Latentgruppe, die nach der POLIZEI ruft.

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Treffen die militanten RECHTEN und die nepotistischen rechten Dienstklassen-Spießer aufeinander, passiert weithin nichts, als dass die Jugend zur Macht kommt, weil die Latschdemonstranten dann zu hause bleiben.

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LINKE – Menschen die als Citoyens und mit Wertvorstellungen der INKLUSION statt der EXKLUSION öffentlich gegen die RECHTEN auftreten, gibt es kaum in der deutschen Öffentlichkeit – die KÖLNER Lebensart hebt sich dagegen wunderbar ab.

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Demokratieverteidiger lassen sich als Gutmenschen und Multikulturler abkanzeln.

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Das haben wir geschafft, seit 1945:

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Keine Friedensordnung und ein massenhaftes aus der Verantwortung Schleichen.

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Wer in politischen Parteien sich engagiert, tritt als Opportunist und Karrieremensch ohne Haltung schamlos auf –

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wer wertorientierte und grundgesetzorientierte Werte formuliert, wird als „Chaot“ oder als „Idealist“ an die Seite gedrängt oder diffamiert.

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Bildschirmfoto vom 2015-11-25 13:57:07

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Dietmar Moews meint: Ich sehe herausgehoben Merkel-Psychologie als Staatsführung.

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Das „WIR SCHAFFEN DAS“ hat eine Ansprachedimension ähnlich dem „YES WE CAN“.

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Einerseits beredet Merkel die politische Zauberbude wie ein krankes Kind – egal was sie sagt – die Krankheit braucht und nimmt sich ihre Zeit sowieso, egal welche Kanzlerin welche Sprüche macht: WIR SCHAFFEN DAS.

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Andererseits werden darin moralische Selbstbilder angesprochen, die in einer großen Zahl der Menschen im Sinn von „Moral“, von Wertorienierung, von Anstand, von Solidarität, von Staatsräson, von christlicher Unterordnungsbereitschaft, von Rechtschaffenheit, von folkloristischem Gut und Böse, von schwarzer Pädagogik, von Gerechtigkeitsgefühl, von Fairness, ja sogar von sozialdemokratischer Grundorientierung mit Einsichten in soziale Tragik und Widersprüchlichkeit zeugen.

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Diese an sich „linken“ Dispositionen werden von Merkel mit „WIR SCHAFFEN DAS“ angesprochen und gepäppelt.

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Während in der weitreichend massenmedial koordinierten Medienöffentlichkeit und Propagandastruktur der Staat droht und rumfummelt und dabei auch bei den Dienstklassenspießern seine Glaubhaftigkeit bereits sehr weit eingebüßt hat, blühen die Rechten sowohl auf der Straße, wie in Parteien wie im Untergrund konkret auf. Die Rechten werden mehr. Massenpsychologisch werden rechte Werte der Exklusivität geradezu folkloristisch entdeckt und verstärkt, während die linken Argumente gegen rechte Gespensterschatten an den Wänden der Angstmacherei, des Ressentiments, des Rassismus, der Fremdenablehnung usw. erscheinen und nicht genügend überzeugen.

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Und jetzt dagegen also Merkels: WIR SCHAFFEN DAS.

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Das ist genial. Es betrifft jeden. Und es hat exakt die Höhe jeden Selbstvertrauens, wenn ein dummbackiger Neo-Nazi glaubt (wir schaffen das), so kann ein Linker kräftig seine Ideen vertreten (wir schaffen das).

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Beide erzeugen im Selffullfilling die Richtigkeit ihrer Überzeugung:

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Der Rechte zündet das Flüchtlingsheim an und latscht bei PEGIDA.

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Der LINKE hilft den Flüchtlingen und die Flüchtlinge sind da, es kommen noch mehr und die Hilfe funktioniert. Die Linken beweisen „WIR SCHAFFEN DAS“ – denn die Flüchtlinge sind keine Bienendrohnen, die da fett und faul rumliegen:

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Jeder Flüchtling ist morgen schon ein Willkommenshelfer und übermorgen ein neuer Mitbürger – von Mulit-Kulti ist dabei gar nicht Rede, sondern von sozialem Zusammenhalt von Menschen über NOT hinaus.

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Merkel hat dem rechten Grundschwung der Nachkriegs-Vorkriegs-Masse jetzt eine psychologische Impfung gegeben und stärkt damit die LINKE TATKRAFT der CITOYENS durch: WIR SCHAFFEN DAS.

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Das ist definitiv FÜHRUNG durch Führung und durch Fühlung, aber Fühlung immer als Funktion von Führung und keinesfalls als emotionsleichtsinnige Verführung. Das ist große Staatskunst, denn bezahlen müssen wir die Flüchtlinge so oder so:

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ALSO: Wollen wir Bürgerkrieg und Terror? Oder wollen wir „Willkommenskultur“?

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Kitsch

März 3, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4177

aus „Das Lexikon des Kunstwesens“

von Dietmar Moews

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In der deutschen Sprache ist das Wort Kitsch ein Schimpfwort. Es dient der heiklen Bezeichnung von einfachen und billigen Gegenständen. Kitsch wird von den Kitschbenutzern ungeachtet seines materiellen Wertes geliebt und als Souvernirs, Nippes, Dekoration, Bric á Brac, Tand, Flitter und Erinnerungssymbole benutzt. Im symbolträchtigen Sprachalltag zielt der abwertende Gebrauch des Wortes Kitsch nicht auf die Beschaffenheit von Kitschgegenständen sondern als Aggression gegen die Kitschbenutzer.

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Macht- und prestigebegehrliche Kitschablehner erkennen den ästhetischen Widerspruch, der zwischen der materiellen Geringwertigkeit von Kitschgegenständen und der hochrangigen Benutzung durch Kitschbenutzer besteht.

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Vergissmeinnicht - Dietmar Moews fotografierte den Blumenfreund

Vergissmeinnicht – Dietmar Moews fotografierte den Blumenfreund

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Kitsch bildet den klassischen sozialen Prestigekonflikt intrigant ab, der zwischen der sozio-politischen Rechten und der Linken, mit dem Kitsch als Dreieckspunkt, mitleidlos zum Ausdruck kommt.

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Malerei von Dietmar Moews als Nachbildung des „Putto musicante“ von Fiorentino Rosso

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Kitschgegenstände werden abwertend angesprochen. Doch handelt es sich um die sprachliche Behauptung einer elitären rechten Grundhaltung der Ausgrenzung gegen eine eher linke Ambition von „Wiederspiegelung“ ästhetischer Diversität und Zulassung. Kitsch ist hierdurch Gegenstand einer sprachlichen Besonderheit.

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Bild

Malerei von Dietmar Moews als Nachbildung von „Canestra di Frutta“ von Michelangelo Caravaggio

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Der sachliche Zusammenhang von Kunstqualität einer Kitsch-Ästhetik gegenüber Profankunst oder Hochkunst wird weder im alltäglichen Sprachgebrauch noch in der Kunstwissenschaft unter der Kategorie Moderne und Postmoderne besonders vertiefend ausgewiesen.

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In Deutschland bedienen sich Kunstpublizistitk, Kunstwissenschaft und Künstler weitgehend einem kleinkarierten Bla-Bla der deutschen Höchstkultur.

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Malerei von Dietmar Moews als Nachbildung von „Der heilige Joseph als Zimmermann“ von Georges de La Tour

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Eine Kitsch-Ästhetik-Kritik und eine soziologische Kitschdiskussion unterbleiben weitgehend, während die abwertenden Gebrauchszusammenhänge wie Naturgesetz den gesellschaftlichen Abgrenzungsbedürfnissen dienen und ein Eigenleben der Benutzung zeitigen.

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Altmeisterliche Malerei von Dietmar Moews „Theatralische Sendung“ nach Georges de La Tour

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Das Wort Kitsch und der Bedeutungshof im alltäglichen Sprachgebrauch haben einen Entlastungscharakter für die Benutzer. Unter dem sozialen Druck der unvermeidlichen oder gewünschten sozialen Interaktionen bieten oberflächliche Verhaltensweisen, wie es Bedeutungsfelder von Mob, Sozialekel, Spießbürgerei, Sündenbock, Hexenjagd und Bullshit ausdrücken, die wahrnehmungsökonomische Ausprägung des allgemeinen und besonderen Lebensstils.

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http://www.youtube.com/watch?v=lwdfQPDStIY

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… Ihm waren diese Schnulzen“ (so sagt man doch wohl im Neuhochdeutsch) Transporte hin zur Anteilnahme an einer Freude. Nach solchen Erschütterungen entdeckte er, dass Kitsch zwar ästhetisch definiert werden kann, auch als Angeberei mit gefühlen, die nicht existieren, dass damit aber nichts über den Zündstoff, der ihn brennen ließ, gesagt ist. Die unausdenkbare Kluft zwischen den Höhen einer Kultur und ihrer geringen Wirksamkeit wäre am Kitsch zu demonstrieren, der (einer Naturgewalt vergleichbar) die Enge zu sprengen vermag, wo dies sublimeren Gebilden versagt ist. Die Macht der Trivial-Literatur ist beklagt, verurteilt, verhönht worden – aber nicht erkannt.“

(Ludwig Marcuse „Nachruf auf Ludwig Marcuse“, München 1969)

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aus dem Lexikon des Kunstwesens von Dietmar Moews zum Schlagwort „Kitsch“

Kitsch, deutsch/jiddisch, seit ca. 1870 in Deutschland, zunächst im Münchner Kunsthandel gebräuchlicher Begriff für Kunst minderer Qualität, der etymologisch von itsch, kitsch, verkittschen (jiddisch: etwas andrehen) oder auf das Englische sketch (flüchtige Machart einer Handzeichnung) bezogen wird.

Als soziologischer Wertbegriff in der Sprache ist K. überwiegend als eine Kennzeichnung von Minderbewertung von Werken bzw./und ihrer Wirkung als Ausdruck bzw./und Eindruck als menschliches Verhalten, aus der Perspektive einer auf Exklusivität und Maßgeblichkeit wertenden Sprachherrschaftsgruppe gemeint, kurz: Aburteilung der Dummen Kitschbenutzer.

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Dabei ist eine solche exklusive Anspruchshaltung ausdrücklich eine rechte Position, während die linke Position tolerant auf den offenen Werteprozess im Sinne einer Widerspiegelung der im gesellschaftlichen Sein angebundenen Wertvorstellungen abstellt und allerdings über minderwertige Kitsch-Ästhetik und sachliche Qualität sowie über mögliche menschenfeindliche Wirkungen aufklärt.

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Eine lediglich exklusive Deutungshoheit von Menschen, bei angemaßter eigener Hochwertigkeit, über Menschen, die als K. bezeichnete Werke oder Gefühle gebrauchen und estimieren ist illegitim, aber illegal.

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Ausgehend von den Freiheitspostulaten im Deutschen Grundgesetz (GG § 1 u. 5) ist soziales Exklusivitätsbegehren offenen Wertprozessen der Sozio-Kultur und des Sittenwandels zu belassen.

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Insofern ist eine als K. minderwertig angesehen materielle, sinnliche Anmutung von ästhetischen (Kunst)werken als Ausdrucksqualität bzw. als gemeinsprachlich emotional minderwertige, triviale, oberflächige Eindrucksqualität, der individuellen Selbstbestimmung des Konsumenten von K. selbst zu überlassen.

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Folglich ist K. zu qualifizieren und zu kritisieren, indes Produzenten sowie der Konsument von K. und die Konsumentengruppe insgesamt in ihren ästhetischen Wertorientierungen frei und selbstbestimmt zu tolerieren und zu respektieren. K. kommt dem empirischen Erleichterungs- und Vereinfachungsbedarf in der Kultur entgegen und erfüllt im Leben Geringerbegabter unersetzliche Integrationsfunktionen.

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Der alltagssprachliche Gebrauch von K. unterscheidet die Vorurteile über K. nicht in materielle Werkqualität und Rezipientenverhalten. Sondern die linke und die rechte Sprachgruppe ver- oder beurteilt die eigene Exklusivität bzw. Inklusivität und die Angehörigen der jeweils anderen Wertgruppe, indem der notwendige Umgang mit K. wertend gefasst wird.

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Als ästhetische Materialqualität werden als K. Oberflächigkeit, Talmy, Goldfarbe statt Gold, industrielle Massenhaftigkeit,

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K. ist als Kunstware im Bereich des gesellschaftlichen Steuerungs- und Kontrollrahmens, dem Kaufvertrag und dem Rechtsstaat anvertraut (z. B. auch kulturindustriell bei den Verwertungsgesellschaften Gema, für Musik, VG-Bild für Bildwerke, VG-Wort für Texte, GVL für Theaterstücke ressortiert).

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Als Selbstwert der Kunst gilt die Freiheit der Kunst, indem das Postulat des Pluralismus maßgebliche Norm sein soll, wonach K. wie Hochkunst, Breitenkunst, Populärkunst u. a. jeweils eine Wertentscheidung der Produzenten und der Konsumenten im Kunstprozess sein sollen, insbesondere sich der Staat offizial von Kunstbewertungen frei zu halten hat (BvfG-Urteile).

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Damit können K. sowohl Werke der Bildenden Kunst (z. B. Gartenzwerge; Barbie-Puppen; Picassos Votzenbilder; das Kindchenschema der Dicken von Botero) sein, sowie der Literatur (z. B. Groschenromane vom Krieg, Liebe, Tod, Verbrechen, Abenteuer. Hedwig Courths-Mahlers verwendet Gefühlsklischees, wie sozial Benachteiligte zu Reichtum, Glück und Ansehen kommen), der Musik (z. B. traditionell-folkloristische Werke als Schlagermusik; Schnulzen) oder Werke in Fernsehen, Theater, Kino (mundartliche Kommödien; Seifenopern, Heimatfilme, simplifizierende Verfilmungen von Weltliteratur, z. B. Vom Winde verweht; Karl-May-Romane), in der Architektur (z. B. Camouflage von nachgebauten historischen Fassaden vor Stahlbeton-Zweckformen; Disneyland; Casinobauten in Las Vegas), Philosophie (z. B. Weltuntergangsansagen wie das Ende (Armaggeddon) der Welt, die Apokalypse in der Bibel; Adornos Zerstörungshypothesen in der Dialektik der Aufklärung: der Fortschritt zerstöre den Fortschritt, verteufelt K. als Erscheinungen des Kulturverfalls und denunziert die Massenkultur, statt die emanzipative Lieferung der weitreichenden Versorgung als Segen und Seinsentsprechung zu verstehen), wie Kindchenschema, Stereotype, Nippes, Klischees statt echter Gefühle.