JOHANN-WOLFGANG-GOETHE-UNIVERSITÄT – Jüdische Gründer vor 100 Jahren

Oktober 27, 2014

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am Sonntag, 26. Oktober 2014

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Dr. DIETMAR MOEWS von FOKKO VON VELDE fotografiert

Dr. DIETMAR MOEWS
von FOKKO VON VELDE
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JÜDISCHE ALLGEMEINE“, vom 23. Oktober 2014, Seite 19, berichtet:

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Jüdische Gründer. FRANKFURT Veranstaltungen zum 100. Geburtstag der Goethe-Universität“

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Man kann es drehen, wie man will, wenn man auf das wertvolle deutsche Judentum kommt – werden herausragende Leistungen genannt, die sich auch das Vorurteil vom „guten deutschen“ Bürgertum zugute halten. Und natürlich kommt man dann nicht aus einem sich selbst ernährenden Kurzschluss heraus, den man letztlich auch noch bei Georg Lukacz lesen muss, dass und wie Goethe selbst die Voraussetzung für das nichtrevolutionäre deutsche Bürgertum gewesen sei, den preußischen Bismarck, das sozialdemokratische Kaiserreich, die verratene Weimarer Republik und schlussendlich die furchtbare Hitlerei man auf dem historischen Kerbholz habe. Da passen dann die Goethe-Universitäts-Gründer von Frankfurt am Main genauso dazu, wie die jüdischen Weltkriegshelden, Hermann Tietz (Hertie) bis zum bitteren Ende.

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Deshalb hier – diese interpretierten Kausalitätszwänge ausblendend – gute Geschichte, an die es sich lohnt zu erinnern:

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Sie ist die einzige Universität in Deutschland, die ohne einen Pfennig staatlicher Mittel gegründet wurde: die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Die Eröffnung der heute mit mehr als 45.000 Studierenden bundesweit drittgrößten Universität am 18. Oktober 1914 ist engagierten Bürgern, meist jüdischer Herkunft, zu verdanken. Sie prägten den liberalen Charakter der jüngsten Hochschule des deutschen Kaiserreichs. Erstmals in Deutschland erhielten in Frankfurt jüdische Wissenschaftler Professorenstellen. Auch Katholiken und Sozialisten wurden berufen, denen an anderen Hochschulen der Zugang verwehrt worden war….“

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Die „Jüdische Allgemeine“ erinnert an das „Festjahr“, das am 28. Oktober 2014 zuende geht: „Den Boden für die Universitätsstiftung hatte dem Frankfurter Historiker Notger Hammerstein zufolge die jüdische Tradition begründet, den Zehnten für die Armen aufzubringen. Die Bürger jüdischer Herkunft fühlten sich meist nicht als Juden, sondern als Frankfurter, die einen Teil ihres Vermögens dem Gemeinwohl zur Verfügung stellen wollten.“ Insbesondere der Gründer der Frankfurter Metallgesellschaft AG, Wilhelm Merton, war getrieben von dem Anliegen, die soziale Frage praktisch und wissenschaftlich zu beantworten, und rief dazu Stiftungen ins Leben, so Hammerstein.“

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Dr. DIETMAR MOEWS von FOKKO VON VELDE fotografiert

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Dietmar Moews meint: Große Taten, wie es hier von Frankfurter Juden gesagt werden kann, haben die deutschen Juden als Wesenskern und Ideal ihrer gesellschaftlich-öffentlichen und sozial-politischen Vorstellungen entfaltet.

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Wie schändlich, dass jüdische Professoren nach 1933 entlassen wurden, ins Exil gehen mussten oder von den Nazis ermordet wurden.

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Und wie besonders ruchlos ist die bundesrepublikanische Wiedergutmachungspolitik, die das deutsche Judentum auch nominell vergessen gemacht hat. Man allokatiert einen Verband „Juden in Deutschland“ und stempelt die die Nazis überlebenden jüdischen Deutschen und deutschen Juden zu >Juden in Deutschland< und zu Quasi-Israelis aus Antisemitanien.

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Es geht sicher um Wiedergutmachung an der jüdischen Schicksalsgemeinschaft (Weltjudentum) – doch haben sich überlebende deutsche Juden zu Recht beschwert: Was den Nazis nicht restlos gelungen war, hat das Nachkriegsdeutschland vollendet.

 

Die Frankfurter 100-Jahr-Erinnerungsfeier hat hierzu und hiergegen ein Ausrufungszeichen gesetzt!

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WAHLERGEBNISSE: Ukraine, Uruguay, Brasilien,Tunesien

Oktober 27, 2014

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am Montag, 27. Oktober 2014

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Wahlergebnisse in der Ukraine, in Uruguay, Brasilien und Tunesien bieten folgende Aussichten:

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UKRAINE: In der Ukraine hatte das „alte“ Parlament, das noch vor dem Putsch gewählt worden war, nach einigem Hin und Her, den derzeitigen Präsidenten Petro Poroschenko gewählt. Poroschenko ist Geschäftsmann, nicht Berufspolitiker und auch nicht Staatsmann. Poroschenko zeigt guten Willen für die Ukraine. Er verfügt derzeit eine Mindestbindung zu den verwirrten Ukrainern, so dass ihm eine Führungskompetenz zugetraut wird.

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Zur besseren Integration des ukrainischen Staatsvolkes waren nunmehr Parlaments-Neuwahlen sinnvoll, damit die aktuell notwendigen schwierigen politischen Entscheidungen nicht durch Legitimationsschwächen erschwert sind.

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Es ist weiterhin belastend, dass weder die Ostukraine und auch in der von Russland annektierten Krim nicht alle Ukrainer wählen konnten.

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Immerhin haben die am Wochenende durchgeführten Parlamentswahlen der Ukraine eine eindeutig gemäßigte Stimmung ergeben. Die Ukrainer haben kaum radikale Parteien gewählt. Das neue Parlament wird von Parteien bestimmt werden, die man als „westorientiert“ und integrierend einschätzen kann.

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In der Ukraine scheint damit die Linie von Poroschenko und der herausragenden Parlamentsfigur Jazenjuk fortgesetzt werden können. Indem Jazenjuks Partei gegenüber Poroschenko, der schwächer abschnitt, gewonnen hat, darf eine Akzentverschiebung hin zu Jazenjuk und zum Parlament erwartet werden. Das bedeutet Vorteile für die Bindung an die Wähler.

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URUGUAY: In der notwendigen Stichwahl in Uruguay wurde nach Trenderhebeungen die bisherige Mehrheit der Sozialisten bestätigt. Da der beliebte Präsident aus Altersgründen abzutreten angekündigt hatte, haben die Uruguayer zumindest Kontinuität in der Person des Nachfolgekandidaten José Mujica (mit 51 Prozent) und nicht den konservativen Ex-Präsident Luis Alberto Lacalle (mit 44 Prozent) gewählt. Uruguay schwenkt also nicht nach rechts. Die Stichwahlen sind den Verlautbarungen zufolge ordentlich durchgeführt worden und werden nicht angefochten.

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Uruguay hatte in den letzten Jahren eine sehr gute Gesamtentwicklung erreichen können. Sozialer Ausgleich und wirtschaftliches Gelingen, von einer eher rückständigen Ausgangslage können damit weitergeführt werden.

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BRASILIEN: Die Stichwahl in Brasilien bestätigte die bisherigen Staatspräsidentin Dilma Rousseff mit 51,65 Prozent für erneut vier Jahren im Amt. Rousseff gilt als Kandidatin der Armen im Norden Brasiliens. Der konservative Gegenkandidat Aécio Neves erhielt im wohlständigeren Süden Brasilien bis zu 67 Prozent – allerdings in seiner Heimatregion, wo Neves bereits als Gouverneur regierte, wurde er niedergestimmt.

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Die Kontinuität mit der Präsidentin der Armen, Dilma Rousseff, wird Brasilien international auf der Linie der Selbstständigkeit und der BRICS zu halten versuchen. Für die Innenpolitik wird Brasilien wegen der starken sozialen Gegensätze auch zukünftig starke Konflikte und Polarisation erwarten müssen. Dilma Rousseff ist für ihre entschiedene Politikpraxis bekannt – dafür wurde sie von ihren Wählern gewählt. Brasilien erwartet folglich schroffe politische Verhältnisse.

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TUNESIEN: Tunesien hat gewählt und es liegen noch keine Ergebnisse vor. Es wird einige Zeit benötigt, die Stimmen auszuzählen.

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Tunesien scheint mehrheitlich modern und demokratisch gestimmt zu sein. Der Sturz des Despoten Ben Ali und die neue Verfassung, nach der jetzt gewählt wurde, sind die Hoffnungen. Dagegen wird Tunesien von Islamisten, von Ägypten, von Algerien usw. geradezu agitiert und angegriffen. Dabei spielt die große Armut der Tunesier eine entscheidende Rolle, wie stark sich aufklärerische und emanzipative Überzeugungen zum Wohle der Tunesier, Ihres Gemeinwesens und der staatlichen Ordnung politisch verwirklichen lassen.

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Tunesien spielt in der arabischen Welt eine gewichtige Rolle. Sowohl als „Demokratie“ gegenüber Saudi-Arabien, wie auch hinsichtlich der sunnitischen Konfliktlinien und den Gegensätzen von reichen und armen Gesellschaften unter den Arabern. Tunesien befindet sich mit diesen ordentlich durchgeführten Wahlen noch am ehesten auf einem Perspektivweg des „arabischen Frühlings“. Es ist aber auch die Rede von käuflichen Stimmen.

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Dietmar Moews meint: Die Ukraine hat vernünftig gewählt. Putin erklärte heute dazu, diese Ergebnisse anzuerkennen.

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Uruguay kann hoffen. Vielleicht findet man eine besondere Form, den bisherigen Staatspräsidenten José Mujica, genannt Pépe, zum „Alters-Ehrenpräsident“ zu erheben.

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Brasilien wird viel Intelligenz und Kampfkraft benötigen. Die starke Frau Rousseff ist nicht das Problem, sondern die internationalen Wirtschaftskonflikte zwischen den USA und BRICS.

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Tunesiens Wahlergebnis steht noch aus. Immerhin sollen die Wahlen ordentlich, also gültig durchgeführt worden sein. Die Revolution ist noch nicht aus dem Gröbsten raus. Habib Bourguiba (1903-1956) ist rückblickend die vorausschauende Vorbild-Ikone der Tunesier,

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Prügelmob und Verpitbullung in Köln: FÜHRUNGSPROBLEM

Oktober 27, 2014

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am Montag, 27. Oktober 2014

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Den Berichten zufolge haben am Wochenende in Köln Schlägereien in der Öffentlichkeit stattgefunden, deren Ausgang eine genehmigte Demonstration war.

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Laut Kölner Stadt-Anzeiger sei der stellvertretende Pro-NRW-Vorsitzende Dominik Roeseler unter den Hooligans gewesen. Er hätte die Kundgebung sogar angemeldet.

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Während dieser Demonstration der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“ ist es zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Die Polizei setzte nach eigenen Angaben Wasserwerfer, Schlagstöcke und Pfefferspray ein.

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Es sei ein Mensch verletzt worden. 17 Randalierer wurden festgesetzt.

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Rund 4.000 gewaltbereite als Hooligans Bezeichnete hatten sich am Sonntagnachmittag in der Kölner Innenstadt versammelt, um gegen Islamisten zu demonstrieren. Zunächst war von 2.500 die Rede gewesen, angemeldet waren 1.500. Die Polizei war lediglich mit rund 1.000 Einsatzkräften vor Ort. Vor dem Kölner Dom demonstrierten rund 500 Menschen friedlich gegen den Aufmarsch.

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Einige Hooligans hatten zwischenzeitlich versucht, über die Abriegelungen zu den Teilnehmern der Gegendemo zu gelangen. Immer wieder skandierten sie „Ausländer raus“. Randalierer beschädigten mehrere Autos, ein Polizeifahrzeug wurde umgeworfen.

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Die rechtsextremen Parteien Pro NRW und Pro Köln mit der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“, in der auch Rechtsextreme aktiv sind, werden von den Sicherheitsbehörden in Nordrhein-Westfalen schon länger beobachtet. In der Gruppe haben sich gewaltbereite Anhänger unterschiedlicher Fußballvereine zusammengeschlossen. In den vergangenen Wochen gab es in Essen und Dortmund bereits ähnliche Proteste.

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Dietmar Moews meint: Aus soziologischer Sicht sind folgende Sachverhalte beachtlich.

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Wir haben es mit gruppenbildenden Impulsen und bereits vorhandenen Gruppen zu tun.

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Diese Gruppen bestehen weitgehend aus mobspezifischen Unterklassenorientierungen, mit Kampfmoral und anarchischen Leitbildern.

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Widersinnig sind beispielsweise solche in den Medien zitierten „Schlachtrufe“ wie „Ausländer raus“  – sind doch Salafisten nicht Ausländer. Und es wird dadurch lediglich deutlich, wie diese Art „Volksaufstände“ hauptsächlich um Randale und Klamauk gehen, nicht um Demonstrationsfreiheit oder das politische Artikulationsrecht.

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Die Innen- und Bildungspolitik in Deutschland reagiert auf den Mob, solange er nicht auf der Straße auffällt, weitgehend nach dem Motto „Brot und Spiele“. Das Thema etwaiger Defizite der Politik in „Führung“ und Führung“ wird nicht thematisiert.

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Wir müssen eine „Verpitbullung“ der Gesellschaft durch rücksichtsloses öffentliches Benehmen des Mobs beobachten. Während gleichzeitig eine Art „Duckmäusertum“ ordnungspolitisch gerufen wird. Der Bürger soll sich raushalten und abnicken. #

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Schließlich hat sich eine ebenfalls zu beobachtende „Hitlerschlauheit“ entwickelt: Der einzelne Bürger hält sich in der Öffentlichkeit meinungsscheu zurück: ich weiß nichts, man sagt uns nichts, die da oben machen sowieso was sie wollen.

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Zwischen Gewaltbereiten – wie „Salafisten“ oder „Fußballvereinsanhänger“ sowie mit sogenannten „Rechtsextremen“ – und dem hitlerschlauen Bürger gibt es kaum noch aktive öffentlich-soziale Meinungsräume.

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Total-Überwachungsstaat und Wasserwerfer lassen kaum kultivierte Gesprächsszenerien zu.

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Die Gewaltaktionen am Kölner Hauptbahnhof vom Wochenende als Angelegenheit von Fußballanhängern, vom Staat als „Hooligans“ signiert und religiösen „Moonies“, vom Staat als „Salafisten“ signiert, entstehen einerseits aus einem statistisch stetigem Bodensatz von jugendlichem Mob und deren Verführern, in der öffentlichen Begegnung mit bewaffneten Polizisten-Soldaten.

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Andererseits stecken hinter all diesen „NSU“-Gruppenaktivitäten staatliche und fremde Organisationsagenturen. Diese Organisatoren werden in der Bundesrepublik von den deutschen Regierungen aufgezogen. Anders kann man „Salafisten aus Bad Godesberg“ oder die „NSU-Geheimdienstler“ in den Verfassungsschutz-Untersuchungsberichten nicht erklären.

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Die ziemlich brutalen Führungskonzepte, die hinter solchen „Fan-Kurven“, „Bengalowerfen“ oder sogenannten „Neonazis“ stecken, geben sich einfach nicht die Mühe, das Thema einer gepflegten Innenpolitik unter den Aspekten von „Führung“ und „Fühlung“ zu entfalten.

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Der Bürger und Wähler kann sich nur von solchen Verpitbullungs-Veranstaltungen fernhalten sowie dafür die zuständigen Politiker und Amtsträger zur Rede stellen.

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Die Erklärung des NRW-Polizeiministers Jäger (SPD) ist eine Frechheit. Jäger behauptete, die Polizei habe die Demonstration ordentlich begleitet. In Wirklichkeit fehlt dem Innenminister Jäger ein Grundkurs „Noske, SPD“. Von Jäger ist ein Bildungskonzept zu erwarten, indem „Bildung und Citoyen“ statt „Verpitbullung“ und „Hitlerschlauheit“ gelehrt und erlernt werden müssen.

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Jack Bruce 1943 – 2014 – KURZNACHRUF

Oktober 26, 2014

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am Sonntag, 26. Oktober 2014

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Der Bassist und Sänger Jack Bruce ist tot. Der 71-jährige Brite, der in den Sechzigern die legendäre Rockband Cream mitbegründete, starb am Samstag in seinem Haus in Suffolk im Südosten Englands. Bruce erlag einem Leberleiden.

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Bruce studierte Cello und Komposition an der Royal Scottish Academy Of Music. Und spielte bald mit Alexis Korner Blues Incorporated, Graham Bond Blues Organization, John Mayall and the Bluesbreakers, Manfred Mann u.a.

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Der in Schottland geborene Musiker gründete 1966 zusammen mit dem Gitarristen Eric Clapton und dem Schlagzeuger Ginger Baker die Gruppe Cream. In der nur zweijährigen Bandgeschichte verkaufte das Trio 35 Millionen Platten. Bruce schrieb und sang einen Großteil der Cream-Hits, darunter „Sunshine Of Your Love“ und „I Feel Free“.

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Bruce spielte einen Gibson EB-3 Bass (oft fretless). Lustig ist seine Bemerkung (Wikipedia): „… in Interaktion mit den anderen Musikern, bei denen gelegentlich kaum noch zu unterscheiden war, welche Teile von Bruce und welche vom Gitarristen Clapton stammten. Bruce hat später scherzhaft behauptet, sie hätten damals so lange improvisiert, dass er am Ende des Solos Schwierigkeiten hatte, sich zu erinnern, welchen Song sie gerade spielten („… we’d get to the end of a long improv and I’d be wracking my brain to remember what the song was!“).

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Nach einem Konzert im Jahr 1993 standen die drei Musiker im Mai 2005 in London ein letztes Mal gemeinsam auf der Bühne. Bruce arbeitete in den Jahren nach dem Welterfolg mit Cream mit Musikern wie Frank Zappa und Lou Reed zusammen und war Mitglied von Ringo Starrs All-Starr Band. Nach einer Krebsdiagnose musste sich Bruce im Jahr 2003 einer Lebertransplantation unterziehen.

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Dietmar Moews meint: Jack Bruce spielte als Höhepunkt der „Beatlesmania“, die 1962 begonnen hatte (neben der Dreierformation Hendrix, Redding, Mitchell – Jimi Hendrix Experience), ab 1967 mit Ginger Baker und Eric Clapton als „The Cream“. Hiermit hatte das Combospiel eine pure, songorientierte und virtuose Form erreicht, die damit bereits 1969 abgeschlossen war. 1969 spielten die Beatles ihre letzten gemeinsamen Studioaufnahmen.

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https://www.youtube.com/watch?v=OtpDWUHflUw

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Sehenswert ist der Nostalgie-Auftritt der „Cream“ in der Royal Albert Hall im Jahr 2005 (youtube).

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Zuletzt sah man Bruce in Ginger Bakers Schlagzeug-Film „Beware of Mr. Baker“ (2014).

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Jack Bruce ist gestorben – er wird als Musiker lebendige Geschichte bleiben.

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Wem nützt Sterbehilfe? – EINSPRUCH in JÜDISCHE ALLGEMEINE

Oktober 26, 2014

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am Sonntag, 26. Oktober 2014

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Als im Feld des Judaismus und der heutigen Israel-Problematik belesener Soziologe, beachte ich auch fortlaufend die in Deutschland publizierten und zugänglichen Medien, besonders die wöchentlich erscheinende Verbandszeitung des „Zentralrates der Juden in Deutschland“, die „JÜDISCHE ALLGEMEINE“.

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Geschmacksäußerung vorab: Mich interessieren die Neuigkeiten und von den jüdischen Redakteuren und Autoren ernsthaft betriebenen rückwärtigen Manipulationen des historischen Judentums – immer aus der heutigen lebensdienlichen Erwartung: Wer schreibt, der bleibt. (Nichts Anderes tut auch der jeweilige Papst mit seinen „Fortschritten“ – stets neu zu definieren, wie man an Gott – durch den Papst – glaubt).

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Und es stehen stets mich interessierende Darstellungen in der JÜDISCHEN ALLGEMEINEN. Ich finde das Blatt immer „wertvoll“, durchzuschauen, zu lesen und zu genießen. Und – rennhuhngestählter Leser von massenhaftem Zeug, das mir überhaupt nicht gefällt, mich aber interessieren „muss“, möchte ich ausdrücklich sagen: Die Wertvorstellungen zu allem möglichen Tun, Lassen, Vorstellen und Denken, mein eigenes Leben betreffend, stimmen meist mit denen in der JÜDISCHE ALLGEMEINEN gedruckten überein (wenn es nicht die Massakerkriegs-Krankheit in Israel betrifft). Das liegt am sozialliberalen jüdischen Wesen – ungeachtet religiöser Spezifitäten und orthodoxer jüdischer Lebensvorschriften. Dabei hilft zum Verständnis die geistreiche Bandbreite jüdischen Witzes, jüdischen Humors, und einer Abu Telfan-artigen Lebensbejahung.

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Mir gelten die Zeugnisse des vorchristlichen Juden Hillel zum Verständnis mehr als Talmud und alle späteren Textauslegungen. Was Juden nach Hillel, gegen Hillel bis zu den heutigen Staatsdoktrinen eines Massakerstaates Israels gereichen, halte ich nicht für jüdisch und nicht für lebensdienlich.

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BEISPIEL aktuell: „JÜDISCHE ALLGEMEINE“ vom 23. Oktober 2014, Titel-Kommentar EINSPRUCH“ von Yves Nordmann: „Wem nützt Sterbehilfe?“

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Nordmann ist Kinderarzt in Basel, meint: „gewerbliche Rechtsstellung für Sterbehilfe in Deutschland per Gesetz herbeizuführen, sei aus moralischen Gründen abzulehnen“.

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Sollen Ärzte Patienten beim Suizid unterstützen dürfen? Aus jüdischer Sicht ist eine Legalisierung der medizinisch assistierten Selbsttötung, wie sie gegenwärtig diskutiert wird, strikt abzulehnen. Der Rabbiner, Arzt und Philosoph Maimonides definierte im 12. Jahrhundert den Suizid explizit innerhalb des in der Tora definierten Tötungsverbotes.

Dahinter steht das Grundprinzip, dass der Mensch generell gemäß der jüdischen Tradition seinen Körper als Leihgabe zu betrachten hat. Dieses Konzept steht im Gegensatz zum aktuellen Trend der säkularen Ethik, der Autonomie des Patienten einen immer größeren Stellenwert einzuräumen. Es ist aber ein Irrtum, anzunehmen, dass die Entscheidung, sich selbst umzubringen, nur das Individuum selbst betrifft – und nicht die ganze Gesellschaft.

Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass vor allem alten und armen Menschen, die sich ohnehin am Rande der Gesellschaft befinden, am häufigsten das „Recht zu sterben“ zugebilligt beziehungsweise nahegelegt wird. Der moralische Druck auf diejenigen, die trotz ihrer Leiden und trotz ihrer „kostenverursachenden Wirkung“ weiterleben möchten, würde dann zweifellos steigen.

Wem würde durch eine Legalisierung des ärztlich assistierenden Suizids geholfen? Dem leidenden Individuum, das unsere emotionale Unterstützung benötigt? Oder der Gesellschaft, welche die Probleme der stetig steigenden Gesundheitskosten und der limitierten Ressourcen …sich dabei „unbequemen“ Patienten entledigen könnte.

Aus jüdischer Sicht dürfen fundamentale Prinzipien wie die Unantastbarkeit und Heiligkeit menschlichen Lebens sowie das biblische Verbot der Tötung und der Selbsttötung nicht aufgehoben werden …“

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Dietmar Moews meint: Ich bin für Selbstbestimmung. Und das Würdepostulat der Präambel des Grundgesetzes reicht aus, dass sich jeder Mensch selbst entscheidet: Hillel – forderte die Lebensdienlichkeit des Wortes. Man könne und dürfe nicht die Tora gegen „Gott“ wenden.

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Etwas völlig anderes ist, dass informelles Individualschicksal zum staatlich geschriebenen Gesetz erhoben und durch Kontrolle in das Ureigenste hinein aufgewühlt werden soll.

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Natürlich kann Maimonides das Tötungsverbot extrapolieren – aber nicht gegen den älteren Hillel. Maimonides ist nicht biblisch, sondern mittelalterlich. Und das Argument scheint ja sehr gummiartig zu gelten, solange der Massakerstaat Kinder tötet. Denn Selbsttötung gemäß Tötungsverbot wird gewissermaßen hingebeugt, indem das Tötungsverbot ignoriert wird.

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Man macht mit der gesetzlichen Sterbehilfe Druck auf die an sich schon am Rande lebenden Kranken und Alten, die leben wollen und keine „Sterbehilfe-Verweigerer“ werden möchten. Denn man macht sofort die gesellschaftliche Geldabrechnung für pflegebedürftiges „Restleben ohne Sterbehilfe“.

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Ich stimme Herrn Nordmann final – nicht seinem nichtbiblischen Maimonides-Diktum – ausdrücklich zu und lehne ein Sterbehilfegesetz ab.

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Es gilt für alle die Weisheit: Ein Geheimnis kennt niemand.

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WAHLEN in Ukraine, Uruguay, Tunesien

Oktober 26, 2014

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am Sonntag, 26. Oktober 2014

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Internetz weltweit bedeutet eine starken NEWS-Strom, rund um die Uhr. Und das bedeutet Anstrengung, alle Quellen, die daherkommen auch einschätzen zu lernen: Was gilt, was ist tragfähig, was ist um die Ecke zu verstehen, was ist Falschmeldung, Irreführung, interessengeleitete Propaganda, welche Interessenlagen und -konflikte sind beachtlich, welches Personal, welche Interessennetze wirke usw.

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An diesem Wochenende sind allgemeine Wahlen an verschiedenen Orten den Welt. Hier herausgehoben: Ukraine, Uruguay und Tunesien.

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TUNESIEN: Tunesien hat lebenswichtige Wirtschaftsbeziehungen zu Frankreich und Europa. Tunesien hat eine verbesserungswürdige Wirtschaftslage, als Veränderungsbedarf. Die Hoffnungen der tunesischen Wähler, durch bestimmte Akzente der Veränderung haben nur geringe Spielräume, die sich zwischen „Arabellion“, etnischen Stammesansprüchen, religiösen Orthodoxien und den Abhängigkeiten zu Europa bewegen. Die Wahlen in Tunesien werden für die Tunesier und für den Rest der Welt eher Kontinuität als Veränderung erwarten lassen.

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URUGUAY: Nach Lage der Bedingungen in Uruuguay sind zwei Aspekte beachtlich:

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EINS Uruguay hat aktuell eine ganz gute wirtschaftliche und soziale Lage erreicht, vergleicht man das mit Früher und mit den Nachbarstaaten Argentinien oder Paraguay oder Brasilien (alle schwer miteinander zu vergleichen, dennoch) – Uruguay steht heute ziemlich gut da.

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ZWEI Uruguay ist ein empirisches Beispiel dafür, dass eben „Führer“ in der Politik eine hauptursächliche Qualität bedeuten, ob und wie es der Gesellschaft ergeht.

Damit ist der kritische Punkt der derzeitigen Wahlen in Uruguay angesprochen: der heute regierende Sozialist, eher Sozialdemokrat, wird in den Altersruhestand gehen. Einen adäquaten Ersatzmann hat man in Uruguay bei diesen Wahlen nicht. Die Wähler können den Nachfolgekandidaten wählen. Dagegen gibt es eher rechte und den us-amerikanischen Begehrlichkeiten nähere Parteien. Uruguay täte gut daran, den aktuellen Weg fortzusetzen.

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UKRAINE: Die Lage in der Ukraine ist katastrophal. Die gewaltbereiten Ukrainer werden sich an keinerlei Wahlausgang halten – die gewaltbereiten ukrainischen Russen werden in ihren Regionen keine Wahlen zulassen.

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Damit wird das Wahlergebnis von heute keine Problemlösung der Friktionen bringen können.

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Frage ist lediglich, welche Führungsperson von den Wählern zur Verantwortung in Kiew bestimmt werden wird: wird es eine intelligentere Führung mit Blick auf die Gesamtlage sein – z. B. weiter Petro Poroschenko – oder werden radikale Kandidaten bzw. deren Parteien Machtzuwachs erhalten.

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Wer kann die Ukraine daran hindern, wie eine Militärdiktatur jede vernünftige Lösung zu boykottieren. Momentan kann kein Staatschef in Kiew das Militär verlässlich kontrollieren und steuern.

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Dietmar Moews meint: Für Deutschland ist ratsam, keinerlei Interventionen in der Ukraine fortzusetzen.

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Die Ukraine ist momentan unberechenbar und unverlässlich. Wie sich die E U vorstellt, mit der heutigen Ukraine Verträge zu schließen und gegen Russland zu paktieren, ist von höchster Unvernunft und Machtgeilheit geprägt.

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Es gibt sehr zahlreiche Ukrainer, die hoffnungsvoll auf eine wohlständige und friedliche Zukunft hoffen, die von den heutigen Wahlergebnissen nicht ausgehen wird. Es gibt in der Ostukraine viele Russen, die ihr Recht auf Selbstständigkeit wünschen, die Kiew nicht bietet, und die deshalb ihre Hoffnungen nach Moskau richten. Aber es gibt zu viele ukrainische Demagogen und zu viele externe Kräfte und Mittel, die diese Demagogen anspitzen, dass die heutigen Wahlen keine Integrationswirkung haben können werden.

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Warhol-Gate an Rhein und Ruhr

Oktober 25, 2014

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am Samstag, 25. Oktober 2014

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Warhol-Bilder kaufen? – warum eigentlich?

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Das Geschäft der Funktionäre im vor- und nachgelagerten Feld der Kunst kann sich auf eine staatliche (gesetzliche) Organisierte Kunstförderung (OKF) stützen, die Dietmar Moews in seiner Generalstudie von 1990 bis 2000 erarbeitet hat, mit der er zum Doktior der Philosophie als Organisationssoziologe promoviert worden ist:

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Verirrte Kunstorganisation in der Bundesrepublik Deutschland und das BBK-Erlebnis“, Universitäts-Dissertation der Universität Bremen im Jahr 2000 – digitale Publikation:

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http://elib.unibremen.de/publications/dissertations/E-Diss1224_Moews.pdf.

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Diese Funktionäre, sind im Kunstprozess als „Nichtkünstler“ oder „nicht echte Künstler“ bezeichnet und okkupieren als „Salonpersonnage“ und „Schranzen“ die Empfänger-Rollen der staatlich budgetierten Kunstförderungs-Mittel anstelle der echten Künstler. Die Verbrechen der Salonpersonnage gegen die echten Künstler, Kunst und Kultur ist so gekennzeichnet und spielt konkret in die Warhol-Debatte ein.

Diese Salonersonnage besetzt auch die Posten in den Vergabegremien (sogenannte hochkarätige Kunstfachleute) und vertritt kunstpolitische Entscheidungen der

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a) Selbstbereicherung der Salonpersonnage durch Geldmittel und bezahlte Posten,

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b) für die Kulturindustrie entgegen den handwerklichen Prototyp-Künstlern und bestimmen

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c) überhaupt, was als Kunst förderungswürdig und welche Künstler von Förderungen ausgegrenzt werden.

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Spätestens bei der Ausgrenzung hört es allerdings auf, verfassungsgemäß dicht zu sein. Denn neben der Freiheit der Kunst (laut GG) gilt auch das Pluralismusgebot sowie das Verbot für den Staat staatliche Urteile über Kunst zu fällen.

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Schließlich ist dem staatlichen Kompetenzgebot für hoheitliche Handlungen ganz klar vorgegeben, dass die Auslagerung von Staatsaufgaben auf nichtstaatliches Personal oder Institutionen nicht gestattet ist. Das bedeutet, dass die meisten Vergabegremien für Fördereintscheidungen des Staates bei Bund, Ländern und Gemeinden definitiv verfassungswidrig tätig sind. Es müsste eindeutig staatliches Personal Künstler und Werke jurieren und dabei nach den rechtlichen Regeln – „ohne Hass und Leidenschaft“ – rechtsstaatlich-offizial handeln und Entscheidungen begründen.

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Das Gewerbe der Salonpersonnage besteht darin, von den ca. 95 Prozent staatlicher Finanzierung von Kunst und Kultur, sich selbst zum „Auguren“ zu küren, auf „hochkarätig“ mackieren und die Fördermittel sich selbst zu verteilen.

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Heute: Kölner Stadt-Anzeiger titelt und Kommentar Seite 4, Martin Gehlen: „Umstrittene Kunst-Auktion stopft Haushaltslöcher“ und Seite 24,, Fabian Klask „Kein besonderer Einzelfall“ AUKTION Der geplanten Warhol-Versteigerung ging 2006 bereits ein Beckmann-Verkauf voraus“:

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Nun also WARHOL-GATE, der angebliche Skandal und die Debatte um die beabsichtige Versteigerung von Kunstbesitz der Westspielbank.

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Laut Kölner Stadt-Anzeiger haben bereits vor langer Zeit alle landespolitisch Verantwortlichen – zwischen SPD, Grünen und CDU – miteinander abgestimmt, dass so eine Auktion der speziellen „Warhol-Werke“ aus dem Eigentum der staatlichen NRW-Spielbank GmbH akzeptiert wird. Beteiligt war namentlich auch der CDU-Führer im NRW-Landtag Armin Laschet aus Aachen. Dazu wurde die Zustimmung des Grünen-Fraktionschefs Reiner Priggen, ebenfalls Aachen, abgestimmt. Nun wird unterstellt, den Aachenern Lachet und Priggen ginge es vorrangig um die Quersubvention der Aachener Spielbank aus der Aachener Kunstveräußerung.

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DIETMAR MOEWS im Jahr1976

DIETMAR MOEWS
im Jahr1976

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Dietmar Moews meint: Mir liegt daran, den Sinn und die Substanz der Kunstfreiheit für die echten Künstler, heute, herauszustellen und gegen die Kulturindustrie zu verteidigen.

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Es ist für Laien zunächst unverständlich, weil es voraussetzt, zu wissen, wie rechtliche Stellung und organisatorische Strukturen der Produktion, der Distibution, der Information und Kommunikation und der Konsumtion der Kunst, also das Kunstschaffen durch individuellen Künstler durch die OKF, wirken. Die Kunstproduktion und der Berufskünstler werden von den gesetzlichen Zwängen der Industrie vollkommen entmündigt.

Ich breche hier die Ausführungen ab. Denn hier geht es um eine aktuelle Diskussion:

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EINS Diese Diskussion über WARHOL-Gate dient nicht dem Ansehen der Künstler in Nordrhein-Westfalen. Es erzeugt auch keine allgemeine Aufwertung von Kunst und Kultur. Es entsteht eine Abwertung der Kunst insgesamt, und damit aller Künstler, weil minderwertige Kunstwerke, wie die Drucke von Andy Warhol, als hundertfach wertvoller hingestellt werden, als es Originalbilder sind.

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Ein casinoartiger Hochpreisrummel um Warhol-Drucke, die kaum das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt sind, weil es diese Warhol-Werke unbegrenzt häufig gibt – so lautet das ästheirische Diktum der Pop-Art von Warhol selbst.

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Das heißt: jeder mag, so gut und so tiefgründig er kann, ästhetisch für oder gegen die Warhol-Industriedrucke argumentieren – das steht frei.

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Was nicht geht, ist, den ästhetischen oder künstlerischen Wert auf die angeblichen oder tatsächlichen Kauf- bzw. Verkaufspreise zu beziehen oder daher zu leiten. Dabei geht  es prinzipiell und zwar sehr fiktiv um „Marktwert“,keineswegs um „Kunstwert“.

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Das ist hier jetzt im NRW-Streit der Unfug: Man redet von den erhofften Kauferlösen (wir werden sehen, dass von illusionären und hochstaplerischen Selbstsignaturen geredet wird: Diese absurden Preise, wird bei Christies in New York keine Sau zahlen). Das könnte aber unbeachtet bleiben.

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Was für die Künstler entscheidend ist, dass hier über fiktive Kaufpreisbewertungen der kulturindustriellen Drucke von Warhol auf eine Vergleichsstufe mit anderen Kunstwerken geschlossen wird:

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Die Rede ist jetzt unter dem Stichwort WARHOL-GATE von der vor Jahren erfolgten Veräußerung eines Originalgemäldes von dem Maler Max Beckmann („Selbstbildnis im Hotel“ von 1932 – West-LB verkaufte angeblich im Jahr 2006 laut Kölner Stadt-Anzeiger vom 18. 10. 2014 – von West-LB-Bankchef Thomas Fischer in untransparenter Eigenregie für 13,9 Millionen verkloppt worden). (Ich sage es voraus: Ich schätze die Malerei und den Maler Max Beckmann nicht! Bei Beckmann konnte ich als jüngerer Maler nichts lernen! Beckmanns Kunst widerläuft meinen Gefühlen, meinem Können und meinem Geschmack – aber Beckmann hat gemalt, nicht von Maschinen drucken lassen).

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Beckmann Original für 13,9 Millionen – Warhol Siebruck auf Papier 100 Millionen! – Will da ernsthaft ein Nichtkünstler das Wort dafür erheben, hier seien Kunstwerte im Gespräch, hier sei Kunst gegen Verkauf zu verteidigen?

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Schon 13 Millionen sind für ein Gemälde ein absurder Preis – der Preis hat mit der Kunst gar nichts zu tun, sondern lediglich mit syndikalisierter Hochpreis-Inflationsbekämpfung bzw. Kaufkraftabschöpfung, man könnte auch Briefmarken, alte Autos, Rennpferde oder Giftpilze, Weinflaschen oder beliebige Raritäten hochpreisen und mit staatlichem Verkaufsverbot belegen.

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Aber wie kann ernsthaft staatlicher Veräußerungs-Schutz für ein Original vom Maler Beckmann verlangt werden, weil es „schützenswertes Kulturgut“ sei, mit dem Argument „Warhol“ darf nicht verkauft werden – Beckmann hätte auch nicht verkauft werden dürfen.

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NOCHEINMAL: Die Debatte entwertet die moderne Kunst und die zeitgenössischen Künstler, indem über deren Qualitäten hinweg Geldspiele der Willkür als Recht, als Fiskalrecht, als Handelsrecht, als „harte Fakten“ der „Ökonomie der Kunst“ hingestellt werden.

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Die heutige Wirklichkeit eines begabten rechtschaffenden Künstlers sieht ganz anders aus und benötigt Aufwertung statt Abwertung und Missachtung.

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Die Papierdinger von Warhol sollen sie doch einfach samt Provenienz und Zertifizierung fotokopieren und dann rahmen lassen und so schnell wie möglich, meistbietend versteigern. Geld kassieren. Dazu die ebenfalls gerahmten Kopien der NRW-Landesregierung bzw. dem Objektschutz am Regierungsgebäude einfach abgeben. Die können das gar nicht unterscheiden.

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Das AKTUELLE WARHOL/KULTURINDUSTRIE:

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BEISPIEL: Beteiligte sind FAZ, diverse Journalisten, die Verwertungsrechte Inhaber der Andy Warhol Foundation u. a. So wie eine Abbildung industriell vervielfaeltigt und mit der Verrechnungsnummer versehen ist, wie im Beispiel/Bild aus der FAZ, fliesst Geld zugunsten Warhol / kulturindustriell aus den Bild-Verwertungsrechten der ARS.

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Besonders beachtlich ist: Die Warhol/Fotokopie gehoert der Westspiel GmbH (Land NRW) die Verwertungsrechte sind bei Warhol geblieben. Der Warhol-Kaeufer hatte also nur das Papier gekauft, nicht die Verwertungs-Bildrechte.

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Hier sehen wir den deutschen Kuenstler nicht. Hier sehen wir Julia Voss mit Warhol. Die Abbildung Elvis und Ludwig ist einfache Foto-Reproduktion auf Papier).

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Dann können Andreas Rossmann, Rose-Marie Gropp, Fabian Klask, Martin Gehlen, Olaf Zimmermann, Gerhard Pfennig, Hannelore Kraft, Armin Laschet, Reiner Priggen, René König usw. sich alle über „Die Kunst im Zeitalter der Reproduktion“ verlustigen, als zeitgemäße Ausprägung des File Sharings.

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Hier scheint als schriebe Julia Voss (FAZ vom 24. Oktober 2014 Seite 11) vom deutschen Pop: Ein Ludwig nach Foto auf Papier sei 100 000 Millionen wert.

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