INES GEIPEL >Umkämpfte Zone< Woher kommt die Wut im Osten

März 3, 2019

Lichtgeschwindigkeit 8985

am Montag, den 4. März 2019

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Heute meine Buchempfehlung: KAUFEN-LESEN-WEITERERZÄHLEN – es werden die wirklichen Abenteuer von heute bezeugt:

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Fremdenfeindlichkeit und Hass auf „den Staat“:

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Was ist von der Radikalisierung im Osten Deutschlands zu halten – Schweigegebote nach dem Ende der NS-Zeit, der Geschichtsklitterung der DDR und den politischen Umschreibungen nach der deutschen Einheit, Verdrängung und Verleugnung prägen die deutsche Gesellschaft bis ins Private hinein.

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Ines Geipel, die im DDR-Sport geschundene Meister-Leichtathletin und Tochter eines DDR-Terror-Spions, berichtet aus der Sicht einer Hochbegabten.

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Ines Geipel hat kaum Aussicht auf Verständnis oder Wirkung mit ihren Schriften, obwohl die Schwerinvaliden des DDR-Dopings Ines Geipel Hilfe verdanken (wir fragen nicht nach den Doping-Opfern der UDSSR – Florence Griffith-Joyner und Carl Lewis dopten auf eigene Rechnung). Man findet aber den herzzerreißenden Durchgriff auf den „Weltroman“ „Nackt unter Wölfen“.

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Das neueste Buch von Ines Geipel, UMKÄMPFTE ZONE, ist erneut ein Läuterungsschritt, für alle Gutmenschen, geeignet sozio-kulturelle Hoffnung zu konstituieren.

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Ich zitiere aus UMKÄMPFTE ZONE (277 Seiten), ohne das Buch insgesamt vorzustellen, ohne es zu kritisieren, ohne die einzelnen historischen Darlegungen oder Konkludenz oder Ausblendungen zu bemängeln; Geipels Buch ist eine stilistisch beachtlich innovative, auktoriale Sozialdarstellung mit konkreten empirischen Rollen, auch aus dem engen Kreis ihrer Familie (außer: Hannah Arendt war Korrespondentin für THE NEW YORKER in Nürnberg bei dem Nürnberger Prozess der Alliierten gegen die Hauptkriegsverbrecher; das war 1945-1946, nicht erst 1949):

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UMKÄMPFTE ZONE, Mein Bruder, der Osten und der Hass; 277 Seiten bei Klett-Cotta 2019; S. 58-72:

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„Das Ding mit den Zetteln. Zettel eins: Ulbricht und seine diversen Initiativgruppen, die im Land für „Ordnung“ sorgten. Zettel zwei: Buchenwald als der antifaschistische Urstoff. Ein Wort, das automatisch Wuchtringe schlägt. Es geht um einiges. Buchenwald, das sich wie ein Massiv in die Familienarchive des Ostens schieben wird. Buchenwald, der Staatsmythos, die eigentliche Gründungsszene des Ostens, das gemachte Herz seiner Kollektividentität. Für diesen Ort müsste es viele Zettel geben. Dabei war Buchenwald zunächst vor allem eines der größten Konzentrationslager auf deutschem Boden, in dem zwischen 1937 und April 1945 annähernd 266.000 Menschen inhaftiert waren. In keinem anderen Konzentrationslager hatte sich der kommunistische Widerstand so „außergewöhnlich effektiv“ organisieren können wie auf dem Ettersberg oberhalb von Weimar. Das Kammergebäude, das Büro der Arbeitsstatistik und das Lazarett standen ab 1942 unter der Kontrolle roter Funktionshäftlinge. Es waren Schlüsselstellungen innerhalb einer Zwangsgemeinschaft, die über Leben und Tod entschieden: Von den 56.000 Häftlingen, die in Buchenwald zu Tode kamen, waren 72 deutsche Kommunisten. Als das Lager befreit wurde, zeigten sich die eintreffenden US-Geheimdienstler irritiert darüber, einer speziellen Gruppe deutscher Kommunisten gegenüberzustehen, die „wie wohlhabende Geschäftsleute“ aussahen. Die Rede war von „selbsternannten Aristokraten“.

72 von 56.000? kann das sein? Meine Augen laufen irritiert zwischen den beiden Zahlen hin und her. Wie kommt eine solche Zahl zustande? Mein Blick geht zurück. Ich sehe eine 14-Jährige mit Stoppelschnitt über das riesige Lagergelände stolpern. Es ist das Jahr 1974, und Buchenwald Programm. Noch eine Stunde und auf dem Appellplatz werden wir den Schwur sprechen, der uns zu Staatsbürgern der DDR macht. Es würde um Treue, um Kampf, Revolution und Ideale, um uns als „wahre Patrioten“ gehen. Die Bilder der Lager-Doku, der Jugendweiheschwur, das graue, hilflose Zusammenstehen oben zwischen den SS-Kasernen, unser gemeinsames Frösteln. Ein Akt ohne Widerrede. Sieben Jahre später stand auch Robby* da. Wie ist es ihm ergangen? Hat er auch so gebibbert wie wir?

*(A. D. M Robby war der sechs Jahre jüngere Bruder der Autorin, der im Januar 2018 nach einem eiligen Gehirnkrebs in Dresden sterben musste).

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Buchenwald. Die Wand, der Block, an dem sich Gut und Böse trennten. Wer nicht für uns ist, ist gegen uns, hieß es. Buchenwald und seine verletzten, gequälten Körper, die wir Jugendweihler verstanden, ohne dass wir hätten sagen können, warum. Wieso bin ich später immer wieder da hingefahren? Was wollte ich da? Was war es, was mich an diesem Ort beschäftigte? Das Lager? Die große Umschreibung? Von der ich nichts wissen konnte? Von der bis auf den inneren Parteiclan niemand etwas wusste? denn bei allen Verdiensten, darunter auch dem, in den letzten Tagen des Lagers die Evakuierung von Zehntausenden Juden verzögert und damit viele Leben gerettet zu haben, geriet das kommunistische Lagernetzwerk mit der Befreiung von Buchenwald unter den Akutverdacht, aktiv in die Verbrechen der Nazis involviert gewesen zu sein. Die Anwürfe waren gravierend und zielten auf strafrechtlich relevanten Mord als ein innerhalb des Lagers systematisiertes Disziplinierungsprinzip, auf Machtgier und Nutznießerei. Das erste alliierte KZ-Dossier, veröffentlicht am 24. April 1945, hielt denn auch konsterniert fest: „Der Bericht schildert, wie die Häftlinge selbst einen tödlichen Terror innerhalb des Nazi-Terrors organisieren.“ Die US-Behörden fahndeten von daher nicht nur intensiv nach SS-Lagerleuten, sondern auch nach deutschen Kommunisten, die wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt werden sollten. Eine Kerngruppe wurde nach der Befreiung von Buchenwald für Wochen auf dem KZ-Gelände festgesetzt, da gegen sie ermittelt wurde. Einige von ihnen wurden verhaftet.

Ich erinnere mich an das Frühjahr 1994, an die mediale Aufregung um die „Geheimakte Buchenwald“ und an den Dokumentenband „Der gesäuberte Antifaschismus“, der ein halbes Jahr später erschien, um die Sensationsprotokolle wissenschaftlich einzuordnen. Ich las jedes einzelne Dokument und erinnere mich, was das in mir auslöste. Hier stimmt ja gar nichts. Was hatte man uns die ganze Zeit über im Osten erzählt? Was bedeutete das alles? Die DDR – politisch ein Staat auf Abruf, offiziell ein Land aus Kampagnen und Jubelbildern, intern ein vor dem Zusammenbruch stehendes Wackelkonstrukt aus Opfern, Tätern und Mitläufern. Das alles von Beginn an dominiert von einer Gruppe trainierter Politkader, die erbittert um die Macht kämpften und hemmungslos ihre Geschichten frisierten. Wie ging damit Hoffnung? Klar war, dass die Offenlegung der tödlichen Lagerpraxis die „kommunistische Kampfgemeinschaft“ komplett desavouiert hatte. An dieser Tatsache kamen auch die remigrierten Moskauer um Ulbricht nicht vorbei. Das bessere Deutschland mit Mördern zu starten, selbst wenn diese als Häftlinge ums blanke Überleben unter extremen Zwangsbedingungen gekämpft hatten, wäre der skeptischen, desolaten Ostgesellschaft, aber auch der Welt nicht zu vermitteln gewesen. Das Wissen war brisant, Gefahr im Verzug.

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DACHHASEN. Der Gordische Knoten des Nachkriegs und das Dickicht seiner unendlichen Geschichten. Der in seinem Sessel erstarrte Großvater. Der erhoffte Umbruch, der schnell an seine Grenzen stoßen sollte. Das betraf den Teil marodierender und mordender Sowjets, die nicht als Befreier, sondern als Eroberer durchs Land zogen und die Ostdeutschen unter Schock setzten. Das betraf die im April 1946 durchgezogene Zwangsvereinigung von Kommunisten und Sozialdemokraten, auf die hin 20.000 Sozialdemokraten ihre Arbeitsstellen verloren. 100.000 flohen in den Westen, 5.000 wurden in Lager gesperrt, 400 ermordet. Das betraf die Sonderpolitik der neuen Partei gegenüber den Nazis, die unter der Devise lief: „Wenn ihr euch uns unterordnet, werden wir euch nicht an eure Vergangenheit erinnern, die wir aber kennen.“ Anfangs waren 80 Prozent der Lehrer im Osten ehemalige Mitglieder der NSDAP, außerdem 45 Prozent der Ärzte und rund drei Viertel der Hochschulmediziner, wie Henry Leide in seinem Buch „NS-Verbrecher und Staatssicherheit“ betont.

Realitäten, die nicht sein durften, ein Osten, der zur hart umkämpften Zone wurde und eine einzige Zerreißprobe war: gebeutelt, desillusioniert, provisorisch. Die beißenden Winter, die rationierten Lebensmittel. Zwei Ami-Zigaretten oder vierundvierzig Reichsmark für ein Roggenbrot. Wegen Kohlemangels musste die Mehrheit der soeben erst eröffneten Schulen wieder geschlossen werden. Die Leute trafen sich in Wärmestuben, in Volksküchen oder auf dem Schwarzmarkt. In Berlin gab es bald keine Hunde und Katzen mehr, sie wurden als Dachhasen serviert. In den Kantinen auf den Großbaustellen des Landes hockten SED-Leute, Nazis, Goldgräber, Kriminelle, Frauen und jede Menge junge Leute getrennt an den Tischen und belauerten sich. Jeder Tisch eine eigene Wahrheit, ein eigenes Schweigen. Wie die Ostdeutschen für das Neue einnehmen, wenn die Kommunisten nicht mal ihre eigene Geschichte klar kriegen?

Im Land die Not, in der neuen Partei ein verdeckt laufender brutaler Kulissenumbau. Drei Viertel deutscher Buchenwald-Kommunisten standen einem Viertel Moskau-Rückkehrer gegenüber. Eigentlich hätte das reichen müssen. Aber Pieck und Ulbricht hatten ein die Buchenwaldler schwer belastendes Notizkonvolut in der Hand, ebenfalls im Band „Der gesäuberte Antifaschismus“ dokumentiert. Sie wussten nicht nur um die Gulags und um weggesperrte Angehörige, sie wussten auch um den Buchenwald-Komplex. „Die meisten deutschen Genossen haben sich nicht gut verhalten“, heißt es da. Oder: „als Schläger betätigt, als Henkersknechte betätigt, 20 erschlagen“. Es kam zu internen Anhörungen. Die Aussagen waren eindeutig. Die Zeugen berichteten zweifelsfrei von der systematischen Abspritzpraxis im Lager, vom „Spritzerkommando“ und der „Todesspritze“, das heißt von Injektionen mit Phenol, Luft oder Krankheitserregern. Im Herbst 1946 schließlich die parteiinterne Untersuchung, bei der ehemalige Buchenwalder aussagen mussten. Das Ergebnis: Die Vorwürfe wurden fast ausnahmslos entkräftet und den Beschuldigten „hervorragende Verdienste“ im Lager bescheinigt. Trotz eindeutiger Informationen schluckte die Kommission nebst Pieck und Ulbricht das dunkle Buchenwald-Wissen. Warum? Mit diesem Coup war der harte Fraktionskampf zwischen der Moskau-Gruppe und den anfangs so selbstbewussten Buchenwaldkommunisten entschieden. Sie waren über diesen Weg in der Hand der Parteispitze, erpressbar und für die neue Moskau-Linie problemlos einzusetzen.

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PERSILSCHEINE. Aber war das Naheliegendste dieser Zeit nicht ohnedies Panik, die Panik vor dem Bodenlosen? Davor, den Verlust und das Leid nicht bewältigen zu können? Bestand nicht eine heillose Angst vor dem Zusammenbruch? In der Gesellschaft, aber auch beim Einzelnen? Was wäre aus Großvater geworden, wenn er seine Zeit in Riga hätte anschauen können? Was bedeutet Schweigen unter diesen Umständen? War es ein ungeschriebenes Gesetz, das die Macht zugesprochen bekam, ein ganzes Land zu regieren? Klar war, dass jeder von etwas anderem schwieg. Die Moskauer, die Wehrmachts-Offiziere, mein Großvater, die roten Kapos von Buchenwald.

Denn deren Geschichte war natürlich nicht aus der Welt. Die Ermittlungen liefen weiter. 1950 griff die sowjetische Militäradministration zu und verhaftete Ernst Busse, nach 1945 Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident in Thüringen, und Erich Reschke, zunächst Thüringer Polizeipräsident und dann Zuchthaus-Chef von Bautzen, zwei kommunistische Buchenwald-Spitzenkader. Beide wurden aufgrund der Aussagen von Mitgefangenen in den Gulag verschleppt. Man sah sie nie wieder. Mittlerweile war auch der Westen auf das prekäre Wissen von Buchenwald aufmerksam geworden. Im Frühjahr 1947 berichteten westdeutsche Zeitungen im Vorfeld des Dachauer Buchenwaldprozesses über das „Geheimnis von Buchenwald“. Das ab da offene Geheimnis wuchs sich zum politischen Stigma aus. Es war wie Milch, die in Wasser strömt. Der Malus träufelte, sickerte und breitete sich aus, ohne Widerstand.

Noch einmal meine Buchenwald-Touren. Noch einmal der riesige Himmel über der Ebene, die hohen, flirrenden Wolken und meine Frage, was ich eigentlich dort suchte. Warum wollte ich dahin? Wenn man auf der Autobahn von Jena gen Erfurt fuhr, sah man rechts auf der Höhe den Glockenturm von Buchenwald. Ein dominanter Punkt, eine Ikone, die in meinem Kopf längst begonnen hatte, ein dunkles Eigenleben zu führen. Vielleicht ist unser Nachgedächtnis eine Art Lagergedächtnis, das nie etwas anderes versucht hat, als rauszukommen, die eine Tür zu finden, um endlich auszusteigen?

Der Konflikt um das politische Stigma der Buchenwald-Kommunisten. Die Verstrickung, die Schuld, die nun zum neuen Feind wurde und genauso hart bekämpft wurde, wie man im Lager widerstanden hatte. Die Milch der Geschenke musste gestoppt werden. Dafür wurden Kampagnen in Szene gesetzt, Ausschüsse und Komitees gegründet, Korrespondenzen in alle Welt eröffnet, Überlebendenverbände polarisiert und Persilscheine im Sinne eines unverdächtigen Narrativs zu Buchenwald eingeholt. Jede Menge Aktionismus, mit dessen Hilfe die prekäre Achsendrehung über die Jahre sogar gelang. Auf diese Weise wurde es möglich, einen Helden-Katechismus aufzubauen, der Lagergeschichte und kommunistischen Widerstand zunehmend verklärte. Irgendwann standen die Kinder des Landes auf dem Gelände von Buchenwald. Sie froren, sie fingen an zu bibbern, sie sprachen ihren Schwur.

An der brutalen Zwangssituation im Lager kann es keinen Zweifel geben. Auch wäre es unmenschlich und historisch ohne Maß, den deutschen Kommunisten entgegenzuhalten, sie hätten sich unter dieser Zwangslage nicht retten sollen. Unerträglich und noch immer folgenreich ist jedoch, was sie daraus gemacht haben. Denn es dürfte keinen Ort in Deutschland geben, an dem sich rote und braune Gewalt-Welten so nah gekommen waren und nach 1945 derart kategorisch wieder voneinander getrennt wurden. Zumindest war Buchenwald denkbar ungeeignet, zur Zentralfeste des kommunistischen Widerstands und zum Staatsmythos zu werden. Doch genau so kam es.

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DIE GLATTE WAND. Zum Buchenwald-Komplex gehört noch der Erinnerungsbeton, der sich in den fünfziger Jahren über das Lager legte. Als Stellschraube für ein notwendiges Agreement zwischen neuer Macht und den Ostdeutschen war Buchenwald unerlässlich. Sein Symbolwert war enorm. Die Moskauer als absolute Experten in Sachen strategischer Geschichtspolitik brauchten diesen Ort. 1959 erschien der Schlüsselroman „Nackt unter Wölfen“ von Bruno Apitz. Es war ein Text eines ehemaligen Buchenwald-Häftlings über den dramatischen Kampf deutscher Kommunisten um das Überleben eines jüdischen Jungen im KZ Buchenwald. Der Autor hatte die Anschuldigungen und anhaltenden Angriffe gegenüber seinen Kampfgenossen natürlich mitbekommen. Er wusste um die Degradierungen und Verhaftungen. Bruno Apitz wollte Zeugnis ablegen über einen Todesraum, über Angst und Überlebensschuld. Er musste es. Die Jahre in Buchenwald waren eine schwere Hypothek. Ihn quälte die Erfahrung, aber auch die nach Ende des Krieges erfolgte Zurückweisung der Erinnerung vor allem auch durch seine Partei. Das Rohmaterial des Manuskripts legt den Blick frei, dass und wie der Autor seinen Roman zum Zeugen seines Martyriums machen wollte. Er hatte ihn nötig, als Anwalt, zur Verteidigung des Erlittenen, als Bewältigungsraum und als Verpflichtung.

Dabei hing der Status des Zeugen in mehrerer Hinsicht immer wieder in der Luft. Zunächst war der Text gar nicht gewollt. Als Bruno Apitz sich 1954 mit seinem Stoff an die DEFA wandte, wurde er abgelehnt. Ein Jahr später bat er den Berliner Schriftstellerverband um ein Darlehen, um das Buch schreiben zu können. Auch von dort kam ein Nein. Es ging dem Autor nicht gut zu der Zeit: Er lebte praktisch mittellos, seine Ehe war geschieden, sein Körper durch die lange Haftzeit angegriffen. Allein seine Freunde und der Mitteldeutsche Verlag bestärkten ihn, an seinem Vorhaben festzuhalten. 1957 war der Roman endlich fertig. Aber was für ein Text war da entstanden? Durfte sich das Geschriebene außerhalb der Erzähl-Erlaubnis bewegen, auf die sich das rote Schweigekollektiv nach Buchenwald eingeschworen hatte? Bereits im April 1945 hatten die US-Behörden verstört festgestellt, auch das dokumentiert im „Gesäuberten Antifaschismus“, dass die vernommenen deutschen Kommunisten immer denselben stereotypen Lagerbericht ablieferten: „Wenn die Armeeuntersuchungsbeamten die Mitglieder der kommunistischen Organisation über ihre Grausamkeitsmenschen befragten, war es, als wenn sie gegen die glatte Wand rannten. Kein Kommunist gab mehr zu, als dass die kriminellen Elemente in dem Kampf um die Macht rauh behandelt wurden.“

Welchen Status spricht Bruno Apitz also seinem Textzeugen zu, der den Roman ausdrücklich als Roman verstanden wissen wollte, zugleich aber durch ihn Rehabilitation beanspruchte? Seine frühen Berichte über das reale Buchenwald sind reihenweise wortwörtlich in den Text aufgenommen worden. Auch seine Widmung nimmt direkten Bezug auf die reale Geschichte: „Ich grüße mit dem Buch unsere toten Kampfgenossen aller Nationen, die wir im Lager Buchenwald zurücklassen mussten. Sie zu ehren, gab ich vielen Gestalten des Buches ihren Namen.

Das Changieren des Autors im Hinblick auf die Realität war sicherlich ein Grund für die unermüdliche Rezeption des Buches. Die erste Auflage von 10.000 Exemplaren war über Nacht vergriffen. Anderthalb Jahre später waren bereits 200.000 Exemplare verkauft. Das Buch wurde zum Welterfolg. Kaum ein Leser, der mit ihm nicht auch sein Bild von Buchenwald geformt hätte. Doch stellt sich damit nicht umso dringlicher die Frage, wie viel Erinnerung der Roman eigentlich gestattet? Wer erzählt was und bis wohin? Existiert die „glatte Wand“ auch im Text? Und wenn ja, was geschieht vor ihr und was hinter ihr?

Mit der Fassung, die im Oktober 1957 abgeschlossen vorlag, reagierte Bruno Apitz ganz unmittelbar auf den chronischen Verdacht, der im Hinblick auf die „rote Kampfbereitschaft“ seit Ende des Krieges die Diskussion beherrschte. Bei Lichte besehen, hielt er sogar direkt auf die Anwürfe zu und baute die Romanhandlung entlang der faktischen Konfliktmasse auf. Die systematische Ermordung von Mithäftlingen durch Giftinjektionen unter Assistenz der deutschen Kommunisten wurde genauso wenig ausgespart wie die Rolle der roten Funktionshäftlinge im Hinblick auf die Transportlisten, die über Leben und Tod entschieden. Susanne Hantke, die Herausgeberin der 2014 neu edierten Ausgabe von „Nackt unter Wölfen“, die sich zum Ziel gesetzt hatte, die 1957 fertig gestellte Autorenfassung erstmals freizulegen, vermutet denn auch folgerichtig: „Apitz wollte nicht nur die Erfolge politischer Funktionshäftlinge bei widerständigen Aktionen herausstellen, sondern er wollte vor allem die zwiespältige Erfahrung ihrer Ohnmacht und ihres Ausgeliefertseins bei der Verrichtung der von der SS angeordneten Tätigkeiten zu einer Erzählung verdichten.“

Damit war allerdings der heikle Grat zwischen Zwangssituation und eigenen Verbrechen von vornherein nivelliert. Nicht die diskreditierten Vorgänge wurden demnach abgewehrt, was verleugnet wurde, waren die Dimension des Mordgeschehens, die Frage nach der Eigenbeteiligung und die nach einem angemessenen Umgang damit. Die historische Wahrheit blieb in der Erstversion unausgesprochen und als tiefe Realität hinter der „Wand“ verborgen. Strafrechtlich Relevantes verschwand hinter hochemotionalisierten Textmasken. So wird in einer Schlüsselszene über den SS-Lagerarzt „Papa Berthold“ am Anfang des Romans das „Abspritzen“ eines polnischen Mithäftlings thematisiert, die systematische Abspritzpolitik der deutschen Kommunisten aber im Hinblick auf ihre polnischen Mithäftlinge bleibt strikt ausgespart. Die Szene wird somit entlastend ambivalent besetzt, die Beteiligung an den Verbrechen aber im Unerreichbaren hinter der Wand abgelegt.

So entstand ein anachronistischer Text, der aufzeigte und zugleich zudeckte. Die problematischen Szenen wurden zur Chiffre, die an die konkreten Daten der Auslöschungen im Lager und an die Großtraumata der deutschen Kommunisten im Lager heranführten. Der involvierte Leser ist auf diese Weise stets im Bilde, der nicht involvierte bleibt mit dem zensierten Buchenwaldgedächtnis außen vor. Bruno Apitz bricht das kommunistische Sprachverdikt nicht auf, sondern überlässt es dem Textzeugen, im Binnenraum des Romans durch sein System der Verweise das Unaussprechbare sprechen zu lassen.

Dieser mehrwandige Apitzsche Rettungsversuch, schon als solcher ein Zeugnis für die Schizophrenie der Situation, war dann aber nicht mal das, was das Publikum in die Hände bekam. Anfangs ungewollt, dann dem Gedächtnisfilter des Autors erlegen, musste „Nackt unter Wölfen“ nach Fertigstellung des Manuskripts noch durchs zähe DDR-Zenzurmahlwerk. Das symbolische Kapital des Romans war den SED-Oberen und der Crew der angestrengt am Mythosblock Buchenwald arbeitenden Gedächtnispolitiker mittlerweile durchaus bewusst. Ein gut ausgesteuerter Roman, der die Ostdeutschen tatsächlich erreichen konnte, wäre das Geschenk der Stunde und käme der dringend nötigen Machtsicherung der Ulbricht-Clique sehr zupass. Aber für das, was die Partei mit Buchenwald vorhatte, war einzig eine lupenreine Buchenwald-Version denkbar. „Nackt unter Wölfen“ durchlief alle nur erdenklichen Instanzen, wurde gesiebt und geschüttelt, jedweder Ambivalenz beraubt und zum populistischen Politmärchen umgeschrieben. Über die Ladentische ging letztlich eine Version im Exklusivton einer geschlossenen kommunistischen Kampfgemeinschaft aus Solidarität, Märtyrertum und Selbstbefreiung.

Ein verletztes Buch, ein verletztes Gedächtnis und ein auf sich und seine Erinnerungen zurückgeworfener Autor, der in einem Interview auf die Frage nach seinem Lektor nur noch zwei Worte parat hatte: „Walter Ulbricht!“ Dennoch oder vielleicht deshalb hatte „Nackt unter Wölfen“ spektakulären Erfolg. Das ostdeutsche Publikum nahm das Buch dankbar auf. Es wurde zur Staatsbibel. Man konnte sich durch sie in den Zustand einer solidarisch verbundenen Opfer-Gesellschaft hineinarbeiten und zu „Siegern der Geschichte“ werden, rein und erhaben, ohne jede Schulddynamik, Verstrickung oder Widerspruch.

Im September 1958 wurde die Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald mit allem ideologischen Tamtam eröffnet. Ein Datum, das den kollektiven Identitätshort der DDR begründen sollte und es auch tat. Am Vorabend brachte der DDR-Rundfunk die Hörspielfassung des Romans, 1960 erschien die erste Dokumentation zu Buchenwald, gleich drauf kam das Fernsehspiel zum Stoff, 1963 lief der DEFA-Film „Nackt unter Wölfen“ in den ostdeutschen Kinos, den bis Anfang 1964 eine Million Zuschauer sahen. 1970 hielt der Roman Einzug in die Lehrpläne der DDR-Oberschulen und wurde von da an in jeder 9. Klasse gelesen.

Das Buchenwald-Staccato war Programm geworden, ein Absolutum, die Staatsdoktrin schlechthin. Eine gedächtnispolitische Hypnose, unter der Millionen Ostdeutsche DDR-loyal gemacht wurden, insbesondere, weil in ihr die seelischen Tiefenformate der postfaschistischen DDR verhandelt und in der Folge betoniert wurden. Verschweigen, wegerzählen, umdeuten, nivellieren, ausblenden, vermeiden, vergessen. Es waren Mimikry-Angebote der Macht. Das Mehrheitsbewusstsein nahm sie an. Der Druck war enorm. In dieser psychohistorischen Basisszene hat sich der Osten gleichsam konstituiert. Sie war derart unhintergehbar, dass er sich in ihr auch konservierte. Es ist seine politische Bewusstseinshaut.

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UMGRUPPIERUNGEN. Zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald brachte die ARD im April 2015 zur besten Sendezeit und für ein Millionenpublikum die Neuverfilmung von „Nackt unter Wölfen“. Der MDR, der die Neuverfilmung übernommen hatte, kündigte an, dass es sich nicht um ein Remake des einstigen DEFA-Films handeln würde, sondern ausdrücklich um eine „Neuinterpretation“. Die Produzenten erhofften sich eine „neue deutsch-deutsche Debatte über Antifaschismus“. Die Mitteldeutsche Zeitung, der Tagesspiegel, die Superillu berichteten vorab von den Dreharbeiten im tschechischen Vojna. Die Sächsische Zeitung warnte: „Das Risiko ist groß, dass der MDR mit der Neuverfilmung die Erinnerungskultur seiner Zuschauer durcheinanderwirbelt oder sie vor den Kopf stößt.“ Die Rezeption des Films fiel dann stark und mehrheitlich überschwänglich aus. „Eine Revision der antifaschistischen Bibel“, schrieb die ZEIT. „Die Neuvermessung des antifaschistischen Urmeters“, mutmaßte DIE WELT.

Stefan Kolditz, der in Ostdeutschland geborene Drehbuchautor, äußerte in einem Interview, dass das Werk dazu beitragen möge, die noch immer getrennten kollektiven Gedächtnisse in Ost und West zusammenzuführen. Die Schlussszene des Films zeigt den kleinen jüdischen Jungen. Seine Hand berührt den Körper des sterbenden Kommunisten, der ihn gerettet hat. Die Conclusio des Streifens setzt auf die Engführung von jüdischer und kommunistischer Leidensgeschichte. Ein eklatanter historischer Missbrauch. Der Stand der historischen Forschung hätte es zum Zeitpunkt der Produktion durchaus hergegeben, den Buchenwald-Mythos zu destruieren. Es wurde anders entschieden.

In vielen Sequenzen folgten die Filmemacher zwar der 2014 freigelegten Erstfassung des Romans und rekonstruierten im Bild, was einst die Zwischenerinnerungen von Bruno Apitz gewesen waren: eine deutlich widersprüchlichere Lagerwelt, die ausbleibende heroische Selbstbefreiung, ein nicht allwissendes rotes Widerstandsnetz, vielmehr Angst und Willkür. Aber auch die „Neuinterpretation“ ließ ihr Narrativ an der glatten Erzählwand abprallen, die die Buchenwaler bereits 1945 aufgestellt hatten. Eine sehr eigene Generationenerzählung? Bruno Apitz wurde mitten in diesem Rezeptionsschub von Neuherausgabe, Film, Dokumentation und Biografie von seinem Biografen Lars Förster mit erstaunlicher Verve zum „Oppositionellen dreier deutscher Staaten“ umerzählt….“

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Dietmar Moews meint: Mit ihrem neuen Buch „Umkämpfte Zone“ (Clett-Cotta 2019) macht die Autorin Ines Geipel eine empirisch-angebundene Interpretation zur akuten Frage:

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Wie kommt es zu der weitreichenden rechten ostdeutschen Gemüts-Einheit?

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Geipel betont erstaunt, dass auch die heutigen Westdeutschen Schuld an Ressentiments sind, die diese rechte Grundposition im Osten stärken. Die bekannten Formen wie AfD, Pegida, Heimatschutz, Reichsbürger sind inzwischen relevante Größe in den Parlamenten geworden.

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INES GEIPEL kommt zu dem Schluss, dass alle eigenen Defizite der Ostdeutschen mit dem tief verankerten Plot gängig werden, dass die Hitlerei im Westen ihre postmoderne Formierung, auch in Geringschätzung des Ostens, entwickelt habe, kurz: Der Westen ist Schuld.

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Der Westen verursacht die rechten Orientierungen im Osten – in Zusammenwirkung mit den kommunistischen Lebenslügen à la Buchenwald und der Indianerjagd in Amerika.

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Es möchte Ines Geipel gelegentlich noch mal die Frage hochkommen, ob nicht ihre Westmoderne-Gläubigkeit – mit Büchner, Bauhaus und Beuys – nur eine ausgekochte kulturindustrielle Variante der Staatsmonopolpropaganda-Schublade ist, die bei Machiavelli begann und nicht bei Stalin oder Ulbricht und nicht bei Kohl endet; sie hat den Westen als „umkämpfte Zone“ noch nicht verstanden.

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(S. 82)“Eine Generation, die durch Hitler sozialisiert und zwischen Ruinen groß wurde, die nur tote, abwesende oder orientierungslose Eltern kannte, unglaubwürdige Lehrer, den Sturz aller Instanzen und eine angstbesetzte Zukunft. Die also schwer angeschlagen war und trotzdem irgendwie durch das Vakuum des Nachkriegs musste. Von 1948 bis 1952 machte Lothar Geipel eine Lehre bei den Klingenthaler Harmonienwerken .. FDJ-Kreisvorstand ,, Leiter Dresdner Pionierpalast, 1954 wurde er mit 20 Jahren Mitglied der SED…“

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(S.80) „HARTWARE. In Ost-Berlin rief Ulbricht 1952 den Sozialismus aus, ein Jahr später starb Stalin in Moskau. Bis dahin hatte es in der jungen Republik eine Säuberungswelle nach der anderen gegeben. Es herrschte Kopfroll-Klima. Zuerst in der Partei selbst, schließlich weitete sich die Paranoia in jeden Winkel des Landes aus. Tribunale, Ausschlüsse, Inhaftierungen, Morde, Deportationen, Entlassungen, hanebüchene Anklagen. Allein zwischen Mitte 1952 und Mitte 1953 flohen 500 000 Ostdeutsche in den Westen. Das Land schien nur noch aus Volksfeinden zu bestehen, die schnellstmöglich liquidiert werden mussten. Die Bevölkerung schwieg über den Nationalsozialismus, die aus Moskau Zurückgekehrten schwiegen über den sowjetischen Terror. Ein klammheimlicher Pakt, der gegenseitig Entlastung garantierte und zur Basis für die Säuberungen wurde. Es war die Hardware für das Angstsystem DDR, die Bedingung dafür, dass es so lange dauern konnte. Die frühe DDR und der leiseste Anflug von Kritik, Widerspruch, Differenz, eigenen Ideen, freiem Denken? Musste weggehobelt werden. Es gab nur ein Denksystem und das wiederum kannte nur zwei Kategorien: Freund oder Feind, gut oder böse, richtig oder falsch, Sieg oder Niederlage…“

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Ines Geipel umreißt ihre eigenen ideologischen Ostmädchen-Horizonte ausreichend, ihre Vorstellungen von den westkollektiven sozio-geistigen Tatsachen und Anhängigkeiten irren bodenlos (auch wenn sie mal in Damstadt lebte). Wenn der Geipel-Osten ohne Brecht, ohne Beatles/Silly-Blick, ohne Marx, ohne Honecker, ohne DDR-Überschuldungszwängen, ohne DDR-Massenmedien, auskommen mag, so sind die Beatles-Mania und der 68er-Generationskonflikt, die StaMoKap-Verdichtung im korporatistischen westdeutschen Verbändestaat, der Besatzungsstatus mit US-Farben und BBC-Publizistik usw. die Salonpersonnage der Adorniten und Habesatts, die abgeriegelte Kulturindustrie – unerlässlich anzuschauen und auch in den jeweiligen Abfärbungen über den Eisernen Vorhang wirksam gewesen. Sie hat weder Vietnamdiskussionen oder die Alternativbewegung und Bürgerinitiativen verstanden. Und der Zusammenhang von Siegfried Buback und den NSU-Zwickauern als Marionetten der deutschen Geheimdienste ist ihr völlig egal – vermutlich ist sie nicht wirklich informiert, was MfS und westdeutsche Führung unterscheidet. Dass sie den ganzen Beuyskrempel und Psychoanalyse als Aspekte eigener Emanzipation beschreibt, aber weder Nietzsche noch die verirrte Kunstorganisation durch Auflösung des Kunst- und Künstlerbegriffs, hin zu den GRÜNEN, unerachtlich behandelt, sind schon bemerkenswerte Blindstellen im Buch, die „umkämpfte Zone“ unzureichend zu fassen.

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Ines Geipel sagte kürzlich in der MARKUS-LANZ-ZDF-TALK-Show:

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Es sei für sie schwer, erleben zu müssen, dass und wie die DDR-Geschichtsklitterung (die für Geipel selbst, durch das Doping und die chirurgische Verstümmelung ein Todesraum war) in der westdeutschen Öffentlichkeit gelten gelassen wird. Da wird eine verlogene Neuverfilmung des „Nackt unter Wölfen“ von der ARD/MDR produziert, genau wie das DDR-Sport-Doping als „Preis“ für das West-Doping, das erneut und ebenso indolent im Abseits politischer Unmoral endgelagert wird, täglich: Von Brecht bis SED – Lügen über Wahrheit als Geschäft der Schranzen und Bonzen der „Salonpersonnage“.

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Ich wünsche der deutschen Intelligenz aufmerksame Lektüre dieses stilistisch epochalen und innovativen Meisterwerks und danke der Autorin, die ihrem früh gestorbenen Bruder mit dem „Familiennarrativ“ einen wahrheitsgebundenen Dienst erweist.

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FINE E COMPATTO,

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Doping-Politik im intermediären Kontrollverlust des Doping-Opfer-Hilfsvereins

Dezember 5, 2018
Lichtgeschwindigkeit 8737

Vom Donnerstag, 6. Dezember 2018

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DLF.de am 5. Dezember 2018 von Klaas Reese

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„DDR-Dopingopfer Geipel zieht sich aus Hilfeverein zurück

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Dem Doping-Opfer-Hilfeverein steht ein tiefgreifender Umbruch bevor. Die Vorsitzende Ines Geipel wird nach Informationen der ARD-Dopingredaktion ihren Posten abgeben. Darüber werde sie auf der anstehenden Mitgliederversammlung am Donnerstag informieren.

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Dem Doping-Opfer-Hilfeverein steht ein tiefgreifender Umbruch bevor. Die Vorsitzende Ines Geipel wird ihren Posten abgeben. Darüber wird sie auf der anstehenden Mitgliederversammlung am Donnerstag informieren. Gegenüber dem Deutschlandfunk sagte Geipel: „Das war viel Arbeit und ich fühl mich ein bisschen ausgeraubt. Auch im Herbst gab es ja viel Diskussion und diese personalisierte Auseinandersetzung hat für mich an einer bestimmten Stelle auch etwas Unwürdiges bekommen und diese Mélange war Grunde jetzt zu sagen, wir stellen uns strategisch etwas anders auf.“

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Grund für Geipels Rückzug ist ein Streit zwischen ihr und ehemaligen Mitstreitern, wie dem Molekularbiologen Werner Franke, die dem Verein überhöhte Opferzahlen und Unterstützung von Trittbrettfahrern vorwirft. Werner Franke erklärt: „Ich bestehe darauf, dass ich weiß, wofür dieser Verein da ist. Nämlich den Opfern, den wirklichen Opfern, den beweisbaren Opfern, zu helfen.“

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Deutschland sucht den Trittbrettfahrer“

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Als Dopingopfer gilt, wer als Sportler in der DDR ohne eigenes Wissen gedopt wurde. Anderen allerdings ginge es laut Franke heute nur noch um die staatliche Entschädigung von 10 500 Euro. Geipel weist die Anschuldigungen von sich:

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Keiner der Kritiker hat sich ein einziges Mal die Mühe gemacht, zu uns in die Beratungsstelle zu kommen, überhaupt sich mal kundig zu machen, was sind das für Personen, was sind das für Fälle? Wir fahren jetzt den ganzen Herbst die Nummer, Deutschland sucht den Trittbrettfahrer und wir haben keinen gefunden. Wir haben hier sehr ernste Fälle, es gibt nicht einen, nicht einen, der diesen Herbst unter dem Verdacht stünde, Trittbrettfahrer zu sein. Ich weise diese Diskussion kategorisch zurück“.

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Als Vorsitzende des Vereins hatte Ines Geipel maßgeblich mitgewirkt am zweiten Doping-Opfer-Hilfe-Gesetz. Darin sind mehr Geld und ein längerer Beantragungszeitraum für die Opfer verankert. Der einzige Kandidat für Geipels Nachfolge ist laut ARD-Informationen der Sportrechtler Michael Lehner, der Gründungsmitglied des Doping-Opfer-Hilfevereins ist: „Und dann ruft mich die Ines Geipel plötzlich an in dem Streit, den ich natürlich von außen wahrgenommen hab. Und sagt, ja Michael, kannst du ran? Diese persönliche Fehde, diese Angriffe, tut dem ganzen nicht gut. Wir brauchen jemand, der eigentlich im Streit nicht drin steht. Ja gut. Und dann stand ich da mit der Frage, hab überlegt und hab gesagt: ich machs.“

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Geipels Nachfolger könnte dann bereits auf der Mitgliederversammlung am Donnerstag in Berlin gewählt werden.“

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Dietmar Moews meint: Weihnachtszeit – die Zeit der Buchgeschenke. Da sollen auch verdiente Buchautoren mal wieder auf die Titel-Seiten und Top-Nachrichten:

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INES GEIPEL

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Die frühere DDR-Spitzen-Leichtathletin, Ines Geipel, vom Elbhang Dresdens, Tochter eines SED-Kaders, wurde schwergeschädigtes OpfR-Sportorganisation durch systematisches Doping.

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Ines Geipel hat sich nach dem Ende der DDR beruflich zu einer Autorin und Schriftstellerin entwickelt und kann als eine Lehrerin an der Berliner Kunsthochschule ihren Lebenserwerb treiben.

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Ines Geipel hat sich aber als „von der DDR vergewaltigte Spitzensportlerin“ im nach 1990er Deutschland der Aufklärung ihres eigenen Falles und in diesen Zusammenhängen die gesamte DDR-Sport-Doping-Systematik aufgemischt.

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Ines Geipel hat sich hingebungsvoll um all die notleidenden gesundheitsgeschädigten DDR-Altsportler gesorgt und mit anderen Bürgern den Verein gegründet:

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Doping-Opfer-Hilfsverein.

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Der Sportrechtler Michael Lehner, der mit zahlreichen anderen, Ines Geipel, auch der westdeutsche Sportmediziner Prof. Dr. Werner Franke, dessen Ehefrau und Ex-Sportlerin Brigitte Berendonk, Gründungsmitglieder des Doping-Opfer-Hilfevereins – sie alle sind für die gemeiname Sache angetreten.

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Dabei ist Franke als Sportmediziner und Fachmann eine Schlüsselperson der Aufklärung auch im Dopingsystem der Bundesrepublik Deutschland. Brigitte Berendonk ist konkrete Kronzeugin. Ebenso Ines Geipel als Betroffene des DDR-Sportbetrugs und -Systemdopings.

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Das große Unrecht, heute, im Jahr 2018, alte invalide Leistungssportler ohne angemessene Betreuung und Versorgung hängen zu lassen, ist eine Schande.

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Es haben Ines Geipel und Werner Franke gemeinsam für die gute Sache sehr viel erreicht. Daraus sollte keine ehrenrührige Streitaffäre werden.

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Der Rückzug von Ines Geipel sollte mit höchsten offizialen Ehrungen anerkannt werden. Ebenso sollten Werner Franke und Brigitte Berendonk solche Anerkennung erhalten.

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„Tag der Deutschen Einheit“ mit SPD-Bundespräsident Steinmeier

Oktober 3, 2017

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am Mittwoch, 4. Oktober 2017

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Gestern habe ich noch einige Steine der soziologischen Erkenntnis aufgetürmt, die eine Vorstellung vom Bedarf einer Gesellschaft als Staatsvolk an Führung und Fühlung (als Funktion von Führung) erregen sollten:

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Und die MISERE ist heute, am 3. Oktober, erneut deutlich geworden:

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Was soll ein Feuerwerk in Mainz, wie in Köln bei jedem LEUCHTENDEN RHEIN verballert wird? O K’ZAPFT is, bei Fackelschein an den Exsternsteinen.

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Ohne dem SPD-Steinmeier die Worte im Munde zu zerdrehen, ist seine apodiktische Dummheit gegen den Bremer MURAT KURNAZ, der zu Unrecht und möglicherweise mangels menschlicher Kompetenz STEINMEIERS vier Jahre in Guantanamo, auf Kuba, in US-Unrechts-Folterhaft zubringen musste. Steinmeier, dem das auch nachträglich keine Geste des Bedauerns, der Entschuldigung und der Wiedergutmachung kommt, vielleicht, weil er ein dummer Stein ist, aber kein geeigneter deutscher Bundespräsident, sagte damals zum Unglück Kurnaz‘ mit Steinmeier:

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„Am falschen Ort, zur falschen Zeit“.

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Und das lässt für heute nur einen Schluss zu. Wenn es um Deutschland, die deutsche Einheit und die deutsche Sklerose geht, dann ist dieser SPD-Politiker Steinmeier als Einheitspräsident nicht meine Wahl und ungeeignet und, man könnte auch Beckenbauer oder Hoeness nehmen:

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„der falsche Mann, am falschen Ort, zur falschen Zeit“.

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Und nicht anders, minderbemittelt, ist es mit dem Motto dieses Feiertages:

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„Zusammen sind wir Deutschland“.

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Welch vulgärmaterialistische Mengenlehre unserer Gesellschaft, die nichts Besseres weiß als die „afri-cola“-Werbung der 1960er Jahre:

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Was, Anderes, soll denn jeder Deutsche und alle Nichtdeutschen in Deutschland dabei verstehen, empfinden und sich darauf einlassen als:

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MAULHALTEN, OHREN ANLEGEN, MITMACHEN?

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Denn wie anders könnte ein Mensch die Aufforderung „Zusammen“ erfüllen, einlösen, nicht auseinanderbringen? – als durch ANPASSUNG?

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Das ist Steinmeiers Botschaft heute in seiner Rede zum 3. Oktober 2017:

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„Jeder passe sich so weit an, dass er kein Ungemach erzeugt. – Dann sind alle Menschen in Deutschland zusammen“.

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Und ich kritisiere gleich vorab:

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Keiner der Publizisten und Kommentatoren hat über diese ausgesprochenen STEINMEIER-PRÄMISSEN nachgedacht – es wird in den Medien einfach als WAHRHEITSPRESSE wiedergegeben – auch wenn es Lüge ist.

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Im Jahr 2017 fand der Einheitstag in Mainz, der Landeshauptsstadt von Rheinland-Pfalz, statt. Die amtierende Bundesratspräsidentin Dreyer begrüßte vor dem Gutenberg-Museum auch die Vertreter der anderen vier höchsten Staatsorgane: Bundespräsident Steinmeier, Bundestagspräsident Lammert, Bundeskanzlerin Merkel und den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Voßkuhle. Anschließend trugen sich die Ehrengäste ins Goldene Buch der Stadt ein.

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DLF berichtet dazu heute, 3. Oktober 2017:

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„Das Motto der Feier lautet in diesem Jahr „

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Zusammen sind wir Deutschland“.

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Bei einem ökumenischen Gottesdienst im Dom nannte der Mainzer Bischof Kohlgraf Deutschland ein „prächtiges Land“. Die Menschen sollten sich dieses Geschenk bewusst machen. Der Präsident der Evangelischen Kirche der Pfalz, Schad, rief dazu auf, für Glaubens- und Gewissensfreiheit einzustehen. Unterschiedliche Überzeugungen dürften nicht in Gewalt gipfeln.

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Steinmeier sagte beim Festakt in Mainz, die große Mauer, die Deutschland geteilt habe, sei gefallen, aber das Wahlergebnis habe gezeigt, dass andere – weniger sichtbare – Mauern entstanden seien. Hinter diesen „Mauern aus Entfremdung, Enttäuschung und Wut“, aber auch zwischen arm und reich werde tiefes Misstrauen gegenüber der Demokratie geschürt. Viele Menschen sehnten sich nach Heimat und Orientierung. Diese Sehnsucht dürfe nicht den Nationalisten überlassen werden, sagte der Bundespräsident. Steinmeier rief auch dazu auf, ehrlich mit dem Flüchtlingsproblem umzugehen. Es müsse eine Unterscheidung geben zwischen Flucht aus politischer Verfolgung und Armutsmigration.

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Die SPD-Politikerin Dreyer würdigte den Tag der Deutschen Einheit als „bedeutendsten Feiertag“. Sie sagte zum Auftakt der offiziellen Feierlichkeiten in Mainz, die Tatsache, dass die Deutschen die Einheit geschafft hätten, gebe Kraft für die Herausforderungen, die anstünden.

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DLF, am 3. Oktober 2017 mit Kommentar der DLF-Chefredakteurin Birgit Wentzien:

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“ In seiner Ansprache habe Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die sichtbaren Risse im Land benannt, kommentiert Birgit Wentzien. Am Ende des Tages bleibe auch eine kleine Dosis Optimismus. Zukleistern geht nicht mehr – 27 Jahre nach und mit der deutschen Einheit und eine Woche nach der Bundestagswahl. Verharmlosen und Beschweigen von Unterschieden war in der Vergangenheit schon falsch, aber ein politisch-wissentlich riskantes bewusstes Vorgehen. Und diese Anerkenntnis der deutschen Wirklichkeit nach 27 Jahren ist der Zugewinn dieses Tages. Der Beleg dafür ist das Ergebnis der Bundestagswahl: …

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„Wir feiern etwas Alltägliches, aber nicht Selbstverständliches. Es sind neue Mauern entstanden. Mauern aus Entfremdung, Enttäuschung und Wut. Unverzichtbar seien das Bekenntnis zur deutschen Geschichte, seien die bleibende Verantwortung für Lehren aus zwei Weltkriegen, die Lehren aus dem Holocaust, die Absage an jedes völkische Denken, an Rassismus und Antisemitismus und die Verantwortung für die Sicherheit Israels. „Dieses Bekenntnis gehört zum Deutschsein“, so Steinmeier und gelte für alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages.

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Von Fehlern, auch Fehlern politischer Parteien in den vergangenen 27 Jahren sprach der Bundespräsident nicht. … Von Fehlern, auch Fehlern politischer Parteien im Land in den vergangenen 27 Jahren spricht beispielsweise die Schriftstellerin Ines Geipel.

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„Wir waren fast drei Jahrzehnte lang eifrig bemüht, die Differenzen zwischen Ost und West wegzumoderieren. Sie sollten nicht sein.“ „Wir wollten“, sagt Geipel, „die Einheitserzählung!“ Die Dimension und auch die Wucht des gesellschaftlichen Umbruchs wurde unterschätzt, ja, mehr noch: Diese Dimension wurde auch nicht wahrgenommen. … Und es bleibt eine andere Wahlerfahrung, die überhaupt nicht düster ist. Die Menschen, die sich für die AfD entschieden haben, markieren Wut, Protest, Ignoranz, Missverstehen. Und sie anerkennen inhaltliche Auseinandersetzung und das Wahrgenommen-Werden durch Politik. Und das jetzt ist kein Zukleistern. Das ist schlichte Beobachtung der Wahlen, die in den vergangenen Jahren auch stattgefunden haben.

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Diese Menschen haben in den letzten Landtagswahlen aufgrund der zugespitzten öffentlichen Debatte um die Flüchtlingspolitik ihre Stimme in Sachsen-Anhalt an die AfD gegeben. In Baden-Württemberg haben von der Auseinandersetzung Bündnisgrüne und CDU profitiert, in Rheinland-Pfalz SPD und CDU, in diesem Jahr im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen profitierte die CDU. …“

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Dietmar Moews meint: Wohlan, mit Loyalitätszwängen und Denkverboten, die eine Redaktionsleiterin, wie Birgit Wentzien, beachtet, hat sie dennoch mit diesem DLF-Kommentar gar nicht in das Movens der heutigen Deutsch-Sklerose eingeblickt:

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Das tägliche Gezerre der verlogenen Berufskrankheit von Parteischranzen, vor laufenden Kameras und geöffneten Mikrofonen, müsste generell nach zehn Jahren Mandatsausübung mit radikalem Berufsverbot für Jeden enden. Zehn Jahre Parlament und SCHLUSS damit.

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Man sieht es doch auf Schritt und Tritt.

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Die sozio-psychologisch geschlossenen AKTEURS-Systeme der repräsentierenden Demokratie reproduzieren sich ständig selbst, halten das für WAHRHEIT und die die abbildende Staatspublizistik hält sich für WAHRHEITSPRESSE – und es ist ALLES LÜGE.

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Kann vielleicht mal ganz einfach jemand genau hinschauen, um zu sehen, dass die Gesellschaft immer dynamisch ist, sie ist nie statisch, sie ist nie fest, nie zufrieden, immer in Reproduktion und Wandel getrieben: TRIEB:

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TRIEBVERWIRKLICHUNG, TRIEBHEMMUNG, TRIEBVERZICHT.

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Da gibt es keinen Gesellschaftsfrieden durch „Zusammen Stillhalten, Frieden Geben“ – da sind ständig Führungsbedarfe, Führungsdefizite, idiosynkratische Außermittigkeiten, Begehrlichkeiten, Kraft- und Machtspiele.

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Es ist also völlig sinnlos. herauszustellen, wie viel besser es allen Leuten in Deutschland geht, vergleicht und betrachtet man Kriegsflüchtlinge und Hungernde, Water Boarding und schießwütige Millionäre in Las Vegas.

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Es sind Einsichten des befreiten deutschen Staatsbürgers, wie er ohnmächtig ist, sich zu befreien, wenn er die allgemeinen Herr und Knecht-Vorschriften einhielte. Die Doofmoral: der Ehrliche ist der dumme, wird als Herrschaftsmoral des westlichen Deutschlands erkannt und gehasst.

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Noch auf Generationen wird der Obrigkeits/Elitenhass der Alt-DDR-Familien weitervererbt werden. Denn sie können mangels Bildung nicht erkennen, dass das, was sie als die bessere Bildung verstehen, ihnen nicht einmal möglich machte, den Westen erfolgreich zu affirmieren (natürlich gibt es hochbegabte Dresdner Ausnahmebegabungen). Nein – der normale Ossi kann nicht verwinden, dass die Westleute nicht die OST-Ideale bedienten, sondern auf Dschungel-Zulage und Karrieresprünge hin, ihre dämlichen Ellenbogen einsetzten.

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Dass der Helmut Kohl vor Gericht lügen durfte – und dass blühende Landschaften da, wo die Jugend in Scharen die DDR-Elternhäuser Richtung Stuttgart und Köln verließen, natürlich statt aufzublühen verwastierten. Und dazu Alles, was man zum Thema PLATT MACHEN kennt.

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Schließlich wirkliche Wendehälse als NEU-NOMENKLATURA in der ZWEITEN BUNDESREPUBLIK: MERKEL von der Ostsee, Gauck, der Widerstands-Heuchler, Mathias Sammer, der in Dresden schon mit seiner SED-Familie offen redet, nur beim FC Bayern und in der LÜGENPRESSE presst er die Lippen zusammen.

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INES GEIPEL – ja, Frau Wentzien – die darf im MAVERICK-Kampfstil jedes neue Buch kurz vorstellen, aber Ines ist auch außergewöhnlich begabt und stark – und damit in Sonderstellung, marginal.

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Wieso glaubt der DLF, mit Waschmittelverkäufern das Rennen machen zu sollen?

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Was spricht eigentlich für Steinmeier, der – mangels Redetalent – seine dämliche Rede vorlesen muss? – der BLOCKPARTEIEN-Proporz, der unsere Demokratie zunichte macht.

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Und schon ist die symbolische Zauberkraft eines STAATSFEIERTAGES wg. ungeeignetem Personal gescheitert und durch Brückentag umgewertet.

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Fragen Sie doch demnächst mal, warum sich die Bundeskanzlerin nicht ernsthaft und geduldig den KRITIKERN zur Diskussion stellt? FRAGE/ANTWORT, REDE/GEGENREDE, VORWÜRFE/ERKLÄRUNG – die gesamte PEGIDA-Szenerie besteht doch nicht aus NSU und IDIOTEN.

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Die WAHRHEIT ist, dass dieser deutsche Staat die Wähler täuscht und dafür SOMA verteilt.

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Die IT-Revolution, die IT-TELEMATIK wird institutionalisiert. Menschlichkeit als mechanisches Uhrwerk? Eine menschliche Mitbestimmung ist dann unmöglich, weil jeder Smartphone-Biometriker jeden Fremden in Echtzeit in die ganze WWW-Welt transmittiert:

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BIG-DATA in Händen von Steinmeier?

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Und dann kommen SPD-THIERSE und SPD Schwennicke von CICERO und stöhnen geil auf: SPD ++, sprich ES PEE DEE PLUS PLUS.

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Die ganze LIQUID-TELEMATIK der gescheiterten PIRATEN nicht verstanden, kommt jetzt die jung-SPD mit dem „sozialen Medium“ IT-Partei-Software.

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Und ich weise nur auf Tausende dietmarmoews LICHTGESCHWINDIGKEIT-Videos bei YOUTUBE hin: LIQUID FEEDBACK (fälschlich LIQUID DEMOCRACY):

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Wer nicht schreiben kann, kann auch nicht lesen.

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Der Begriff „Soziale Medien“ ist ein übler Propagandatrick. Gerade diese One-way-Medien sind eben, anders als ein simples Telefon, keine Echtzeitgegenspräch-Geräte.

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Nicht nur TWITTER ist tot. Jeder Kommentar-Thread ist ein Haufen Augenstaub: BACK to TOPIC – aber ein solches „asoziales Medium“ ist niemals ein Seminar oder eine geistig-kollektive Produktionsstätte von Geist über den MODUS EINS oder NULL, Ja oder NEiN, Strom / kein Strom. Oh Alphorn, wie blöde geht die Welt zugrunde.

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O Lumpia – IOC-SPORT-POLITIK mit Gladiatoren-Doping In der Kulturindustrie

Juli 25, 2016

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Vom Dienstag, 26. Juli 2016

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Das IOC, und deren Oberentscheider unter Präsident Dr. Thomas Bach vom DOSB, haben nun beschlossen und bekannt gegeben:

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Russische Doping-Sportler dürfen in Rio bei den Olumpischen Sommerspielen 2016 mitmachen, wenn sie einen „Persilschein“ vorlegen.

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Das ist jetzt aber spannend.

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EINS: Das IOC ist der politische Weltverband der Nationalen Olumpia-Verbände. Das IOC ist kein Sport- und Sportlerverband. Das IOC verfolgt die jeweils staatspolitische internationale Integration und die eigenen Geldprofit-Ziele.

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ZWEI: Das IOC ist Veranstalter der vierjährig veranstalteten Olumpischen Sommerspiele und der Olumpischen Winterspiele. Das IOC hat das Mandat und die Hoheit zur Veranstaltungsorganisation für Rio 2016. Dem IOC angeschlossen, also untergeordent, sind sämtliche Nationalen Olumpischen Kommitees einschließlich deren angeschlossenen nationalen Sport- und Sportlerverbände.

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Das IOC hat die Vollmacht für Ihre Mitglieds-NOKs, die Ausrichtung, die Organisation, die Wettkampfregeln und die Kulturindustrievermarktung der Olumpischen Spiele eigenständig vertraglich zu betreiben.

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Kurz, für die Vermarktungsrechte – des gesamten Merchandizings, der Eintrittskarten, der Startgelder und der Verwertung und Folgerechte der Bild-Ton-Aufnahmen und deren Vermarktung und Folgeverwertungen – erhält das IOC viele Millionen Geld und muss dafür „fernsehaufnahmegerechte Sport-Wettkämpfe sowie außerdem  Unterhaltungs-Drum-und-Dran abliefern bzw. Vertragspartnern zu erlauben“.

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Dazu gehört auch die Verpflichtung des IOC, sicher zu stellen, dass in allen Werbemärkten (z. B. auch in Russland) Fernsehrechte mit ordentlichen Sportwettkämpfen, also auch russische Sportler, wahrgenommen werden können. Das IOC darf nicht die Spiele von Brasilien absagen oder ausfallen lassen oder einzelne große Marketing-Publikums-Gruppen abkoppeln, indem deren Sportler – wegen Dopings – nicht mitspielen dürfen. Deshalb werden auch Weltrekordler, die des Dopings längst überführt wurden, nur  kurze Zeit gesperrt und zu den Olumpischen Spielen wieder freigegeben (außer die  russische Whistleblowerin).

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DREI: Das IOC kann jetzt, nachdem die WADA den russischen NO-Verband des vollkommenen Betrugs der Regeln und des systemischen Dopings aller russischen Verbandssportler überführt hatte – und der dieses auch zugegeben hat (Putin), nur den selbstgesetzten Regeln folgen und Russlands Verbandssportler und -funktionäre komplett sperren.

 

Das IOC und Präsident Thomas Bach indes haben jetzt entschieden, dass die jeweiligen Welt-Fachsportverbände bis zum Beginn der Spiele von Rio, russische potentielle Olympiateilnehmer als „ständig kontrolliert und dopingfrei“ freistempeln können. Russische Sportler, die nicht im russischen Doping-System trainiert haben bzw. sondern über gleichzeitig im unabhängigen Ausland lückenlose Trainings-Testbefunde verfügen und zertifizierte Doping-Kontrolluntersuchungs-Belege dem IOC vorlegen können, dürfen in Rio starten.

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Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den Ausschluss von 68 russischen Leichtathleten durch den Weltverband IAAF von den Olumpischen Spielen für rechtmäßig erklärt. Einen entsprechenden Einspruch der Athleten und des russischen NOK lehnte der CAS ab. Grund für den Ausschluss waren Dopingverfehlungen.

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Russische Athleten bleiben danach also von Olympia ausgeschlossen, es sei denn sie bringen unabhängige Trainingsberichte und Dopingtest-Kalender vor.

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Eine Urteilsbegründung der WADA gab es zunächst nicht. Das Urteil gilt als wegweisend für eine Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) bezüglich einer Sperre aller russischen Sportler für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, die am 5. August beginnen. Das IOC wollte sich bis heute, Dienstag, äußern, was jetzt bereits am Sonntag geschah..

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Der Russland-Beauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler (SPD), sagte, es sei kaum vorstellbar, dass es noch eine Alternative zum Ausschluss des gesamten russischen Teams durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) gebe. Das IOC will das CAS-Urteil nun genau überprüfen – und bis zum kommenden Dienstag eine Entscheidung treffen.

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Die IAAF hatte den russischen Leichtathletik-Verband RUSAF am 13. November 2015 wegen massiver Dopingverfehlungen suspendiert. Der Ausschluss war zuletzt am 17. Juni bestätigt worden. Demnach erhielten nur russische Leichtathleten für die Olympischen Spiele und andere internationale Wettkämpfe eine Startberechtigung, die nachweislich im Ausland lebten und nicht dem russischen Dopingsystem unterstanden.

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Ausnahmegenehmigungen wurden nur der in den USA lebenden Weitspringerin Darja Klischina und Kronzeugin Julija Stepanowa erteilt. Doch jetzt hat das IOC als Doper zugelassen und die Kronzeugin (Whistleblower) von Rio ausgeschlossen.

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Alle anderen russischen Leichtathleten, darunter Stabhochsprung-Olympiasiegerin Jelena Issinbajewa, blieben gesperrt und klagten dagegen.

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Erst am Montag hatte die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) Russland staatlich gesteuertes Doping nachgewiesen. Demnach hat das russische Sportministerium das Doping mit Hilfe des Geheimdienstes FSB „gelenkt, kontrolliert und überwacht“. Sie forderte den Ausschluss von russischen Sportlern von internationalen Sportereignissen. Unter anderem sollen bei den Olumpischen Winterspielen in Sotschi massiv Dopingkontrollen manipuliert worden sein. Mehrere Dutzend russische Sportler, darunter mindestens 15 Medaillengewinner, sollen gedopt an den Start gegangen sein.

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Dietmar Moews meint: Das IOC ist eine Geldmaschine und nicht der Fair geht vor-Laden.

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Das IOC und Thomas Bach machen Geld, das sie selbst und das Sport- und Sportlermarketing kassieren wollen,

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Im Zuge des russischen Dopingskandals fordert die Doping-Opfer-Hilfe (DOH) Konsequenzen auch für Deutschland. So sei die Spitze des Deutschen Olympischen Sportbundes nicht glaubwürdig, sagte die Vorsitzende Ines Geipel im DLF. Der Präsident des Internationalen Olumpischen Komitees Thomas Bach müsse gehen, sollte er Russland nicht von Rio ausschließen.

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Für das Internationale Olympische Komitee könne es nach dem WADA-Bericht über systematisches Staatsdoping Moskaus „nur eine Entscheidung“ geben, so die Doping-Ex-Sportlerin Ines Geipel im Deutschlandfunk. Der Report sei „an Eindeutigkeit nicht zu überbieten“, nun müsse man „zum Schutz der Opfer den Break machen“.

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Für eine Medaille würden „500 Athleten verbrannt“ in Russland. „Es ist der russische Sportkrieg von Putin, der hier läuft“, so die ehemalige DDR-Leichtathletin Geipel, die selbst anerkanntes Dopingopfer ist.

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Doch könne man kann angesichts der „Selbstgerechtigkeit der Deutschen im Moment“ ein mulmiges Gefühl haben: „Wir haben es auch nicht geschafft, dass Staatsdoping der DDR aufzuklären.“ Die Sportoberen hierzulande seien „nicht in der Lage, die DDR und ihre Opfer ernst zu nehmen“. Geipel spricht von einer „Old-Boy-Strategie“, der seit vielen Jahren Funktionäre in der Sportpolitik verpflichtet seien und für die Athleten „den Preis zahlen müssen“.

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Zwei Wunderläufer: Steve Ovett,  Sebastian Coe 1500m

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Es gehe nun darum, „die globale Krise des Sports in unser Land reinzurechnen“, und dies beinhalte auch die Forderung nach Rücktritten. Ob sie damit auch Alfons Hörmann und Michael Vesper, Präsident und Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olumpischen Sportbundes, meine, antwortete Geipel, beide seien „keine glaubwürdigen Funktionäre“.

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Die Sportverbände müssen mit ihrem Nationalen Olympia-Spitzenverband klare Doping-Verfahren regeln und umsetzen – das heißt, auch kontrollieren und bei Verstößen Wettbewerber sperren.

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Der Unfug liegt letztlich im Modus des geregelten Dopings, dass nur kontrolliert wird, was auf den Verbots-Listen steht, andere Dopingarten werden geduldet.

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Wenn bei der Tour de France Radfahrer mit kleinen Elektrohilfsmotoren fahren dürfen und das Fernsehpublikum wird von den Fernsehsendern schön geredet, dann wird man auch Parallelwettbewerbe bei Olympia – als O Lumpia – mit jeweils dopingfreien und getrennt davon gedopten Sportlern gerne anschauen. Gebot von Fairness wäre, die Gedopten und die Nichgedopten voneinander getrennt laufen zulassen.

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Dr. Dietmar Moews schaut sich solche Fernsehübertragungen auch an, aber ohne die Begeisterung, die er selbst als nichtdopender Sportler unter Sportlern beim Sport mal erlebt und kennengelernt hatte.

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Ob jemand hundert Meter rennt oder Eisenmann-Triathlon (ohne Doping) vormacht – es ist eigentlich langweilig, wie sich die jungen Leute zu Geldmaschinen machen oder ungedoped aufs Siegen verzichten können.

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„Für alle Probleme gibt es vernünftige Lösungen“

November 16, 2014

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am Sonntag, 16. November 2014

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Für alle Probleme gibt es vernünftige Lösungen“

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In der Tageszeitung „neues deutschland“, vom Samstag, 15. November 2014, findet sich ein Interview mit Egon Bahr (SPD), dem inzwischen hochbetagten Zeugen des Jahrhunderts, dem Mitinitiator der Brandt’schen Ostpolitik.

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Bahr erklärt zur derzeitigen weltpolitischen Spannungslage, dass hauptsächlich die Weltwirtschaft und die NATO kein Interesse an eskalierendem Krieg hätten.

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Dass darin eine Friedenssicherheit für Deutschland in der EU läge.

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Und Bahr meint auch, dass insbesondere die Tatsache, dass Großbritannien immer mit den USA und nicht mit der EU Einstimmigkeit erwarten lässt, es so bald zu keiner „Ermächtigung der EU“, aus Sicht Russlands, kommen wird.

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Zwar spricht Bahr auch die IT-Revolution als weltpolitische Neubestimmung an, aber er hat es jedenfalls bislang nicht wirklich in sein Spannungsbild integriert.

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Der Punkt ist: der US-Amerikanische Totalitarismus, der durch Militär und IT-Dominanz angestrebt und von der US-Regierung auch proklamiert wird.

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Bahr meint jedenfalls, gestützt auf seine Politikkenntnisse, „Für alle Probleme gibt es vernünftige Lösungen“ und er macht zwei Anmerkungen, die seiner genauen Beobachtung und Kenntnis zu danken sind:

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Biermann im Bundestag: Bahr sagt: „Ich verüble ihm seine Angriffe auf meinen Freund Lew Kopelew, den ich aus Moskau rausgeholt habe. Pleitgen hatte uns miteinander bekannt gemacht. Kopelew wurde später die Staatsbürgerschaft entzogen. Das ist eine der schlimmsten Strafen, die man einem Russen antun kann. Wir haben später auch seine Frau zu uns geholt. Sie war ganz erstaunt, dass sich Türen zu den Geschäften von alleine öffneten, wenn man sich ihnen näherte. Doch zurück zu Biermann: in einem miesen Spiegel-Interview griff er den großartigen Schriftsteller an, warf ihm Feigheit und Kapitulation vor, weil er nicht in der Sowjetunion geblieben ist, sondern bei uns Asyl gesucht hat. Das war eine Gemeinheit, die ich nicht verzeihen kann“.

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(Sagt die Interviewperson Karlen Vesper: Nachdem die Mauer gefallen ist und er wieder in die DDR zurückkehrte, sang er: „À la lanterne“ – ein Lied aus den Julitagen 1789, mit dem sich das geknechtete Volk von Paris die verhassten Aristokraten an die Laterne wünschten“. Als Biermann das vortrug, lebten Schreckensbilder aus Ungarn 1956 wieder auf).

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Darauf Bahr: „…ein großer Künstler muss nicht ein guter Mensch sein. Ungarn 1956 beweist: das 20sten Jahrhundert war nicht friedlich … Wir haben es in der Hand.“

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Egon Bahr ist nun ein zeitlebens wichtiger werdender Zeuge, je mehr die Alten verschwinden oder anfangen zu spinnen. Auf die Frage, mit Unrechtsstaats-Vertretern zu reden, zu verhandeln? sagte Bahr:

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Soll das ein Witz sein? Brandt wie Kohl haben unabhängig voneinander das Selbstbewusstsein der Ostdeutschen gelobt, mit dem Zusatz, sie können auch zu Recht stolz auf ihre Lebensleistung sein … dazu braucht es Versöhnung. Die verlangt von denen, die am meisten gelitten haben, noch einmal am meisten. Aber mit weniger wird es nicht gehen.“ …

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Als der norwegische König aus dem Exil kam, verkündete er: „Ich bin auch der König der Kommunisten.“ Als Gauck gewählt war, hätte er zumindest sich sagen müssen: „Ich bin auch der Bundespräsident der Linken.“

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… ich kann ich mich nur wundern, wenn Herr Gauck eine absolut demokratische Wahl nicht anerkennt. Oder bezweifelt oder bekrittelt. Während in Köln schreckliche Pogrome stattfanden. Der Aufmarsch der Rechtsextremen und Salafisten wäre auch ein präsidiales Wort wert gewesen…“

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Dietmar Moews meint: Ich empfehle Egon Bahr zu lesen – Egon Bahr anzuhören – ich danke dem „neuen deutschland“ und Karlen Vesper für das Interview in „neues deutschland“, vom 15. November 2014, Die Woche Seite 18. (Meine Ablehnung Egon Bahrs, als SPD-Propagandist zu Brandts-Zeiten, ist inzwischen beendet – auch wenn Bahr den lügenden Valentin Falin nach wie vor deckt).

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Sehr aufschlussreich ist die klare Abgrenzung zwischen „Menschlichkeit und Moral“ („ich verzeihe es ihm – Biermann – niemals“) und Machtpolitik:

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Während schließlich die Menschenschändung im Unrecht-Staat DDR in keinem Fall und auch als Prinzip eindeutig abgelehnt werden muss und auch beim Namen zu nennen ist (die körperliche Verstümmelung der Spitzensportlerin Ines Geipel und die Unterleibsoperation), verweist Egon Bahr auch auf Willy Brandt, der in Gotha sagte: „dass jedes ehemalige SED-Mitglied, das nicht Dreck am Stecken hat, nicht kriminell war und unser Programm bejaht, erhobenen Hauptes zu uns kommen könne. Das war auch meine Meinung (SPD-Parteieintritt von SED-Genossen nach 1989).

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Denn, wie konnten Brandt und Bahr, später Kohl und Genscher, mit Honeckers und Mielkes Unrecht-Staat verhandeln? („soll das ein Witz sein?“) .

Antwort: In der Machtpolitik muss man Effizienz walten lassen und nicht Moral an die falsche Stelle stellen (Eichmanns Banalität). Das sieht oft zynisch aus, wenn man mit dem Satz: „Für alle Probleme gibt es vernünftige Lösungen“ – zu unvernünftigen moralischen Forderungen quer steht. Sowas war und ist für Egon Bahr nicht besonders problematisch, sondern situativ zu entscheiden: Man redet mit Honnecker, während Ines Geipel eine „Blinddarmoperation“ erleidet. Man redet mit Gorbatschow wenngleich der KGB-Chef war – was das heißt?

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Man wird Gasleitungsmanager bei Putin (ehemaliger KGB-Mann), weil dadurch eine energiewirtschaftliche Friedenspolitik entsteht. Was?

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Universität Freiburg als deutsche Dopingvergangenheit und Zukunft

Oktober 20, 2014

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am Montag, 20. Oktober 2014

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Universität Freiburg, Fachbereich Rehabilitive und präventive Sportmedizin – sollte einer externen Aufarbeitung ausgesetzt sein.

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Die Vorsitzende der Doping-Kommission wirft der Universität Freiburg massive Behinderungen ihrer Arbeit vor. Jetzt hat Letizia Paoli mit ihrem Rücktritt gedroht. Uni-Rektor Hans-Jochen Schiewer zeigt sich mehr als verwundert.

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Die „Badische Zeitung“ berichtet heute: „… Uni-Rektor Hans-Jochen Schiewer zeigt sich mehr als verwundert. …Die personelle Besetzung der Kommission unterlag in den vergangenen siebeneinhalb Jahren einem stetigen Wandel. Hans-Joachim Schäfer, der erste Kommissionschef, trat Ende 2009 aus gesundheitlichen Gründen zurück. Damals übernahm die gebürtige Italienerin Paoli, die sich nicht nur mit ihren Doping-Forschungen, sondern auch ihrer Arbeit über die italienische Mafia international einen Namen gemacht hat. Der Heidelberger Doping-Bekämpfer Werner Franke, ein Gründungsmitglied der Kommission, schied im Jahr 2012 aus. Allerdings rückte ein anderer namhafter Experte im Anti-Doping-Kampf nach: der Heidelberger Professor Gerhard Treutlein. Zusammen mit dem Wissenschaftler Andreas Singler hatte Treutlein bereits zur Jahrtausendwende die bislang umfassendste Studie zur Doping-Vergangenheit des westdeutschen Sports erstellt („Doping im Spitzensport“). Treutlein gilt auch als intimer Kenner der Freiburger Doping-Historie …“

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Freiburg war die „Hauptstadt des deutschen Dopings“. Insbesondere Radrennfahrer haben jahrelang im Profi-Doping-Radfahren in der Weltspitze mitgedoped. Aber auch alle anderen Sportler fanden in Freiburg Zugang, namentlich Leichtathleten, auch Fußballer und andere. Die vor Jahren namhaftesten Professoren Keul und Klümper traten auch stets als Fachleute in der Öffentlichkeit auf, immer mit eigenen „klaren“ praktischen Abgrenzungen zwischen verbotenem Doping und angewandter Sportmedizin zur Heilung, Vorbeugung und Stärkung der Sportler.

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Eine Aufarbeiterin, Professorin Paoli, beklagt sich jetzt darüber, dass die Universität bei der Aufklärung mauere.

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Der Rektor der Universität Freiburg, Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, hat nunmehr die Einrichtung einer „Forschungsstelle Sportmedizin“ als universitätseigene Aufarbeitungskommission an der Medizinischen Fakultät angekündigt. Alles, was jetzt von der externen Kommission bemängelt wird, soll nachgearbeitet werden.

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Statt dass verabredungsgemäß im Mai 2014 einen Bericht mit wesentlichen Gutachten zu den Dopern Professor Keul und Professor Klümper, als Freiburger Doping-Vergangenheit, vorlegen zu können, wird die Untersuchungsarbeit nachhaltig von der Universität, insbesondere auch durch den Rektor selbst, durch Verschleppung und Zeitverzögerungen verhindert.

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Die heute neuangekündigte Aufarbeitungskommission des Rektors Schiewer ist insofern unglaubhaft, wie die jetzt gescheiterte Kommission ebenfalls den Selbstreinigungs-Heucheleien der Universität Freiburg entsprungen war.

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Auch hier scheint Zeitverzögerung durch Verfahren das organisatorische rechtswidrige Mittel des Rektors zu sein, dem Geheiß durch die Politik,  auf Verhinderung der Aufklärung, zu folgen, statt der Aufklärung zu dienen.

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Erstaunlich ist auch, dass die frühere Leistungssportlerin und Doping-Aufklärerin Brigitte Bärendonk nicht in gleichem Maße staatsmedial vorne gehalten wird, wie die DDR-Sprinterin Ines Geipel – die allerdings gut lesbare Erlebnisberichte publiziert.

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Angeklagt werden muss das unmoralische und kriminelle Gladiatorendenken der Politik, sich bereits flächendeckend an Kinderdoping zu verbrechen. Während dann die Invaliden Ex-Spitzensportler dem sozialen Elend überlassen werden.

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Nach Bericht des Jahres 2009 liegen die Hauptvorwürfe über die Aktionsfelder des in Freiburg praktizierten Dopings vor, insbesondere die Namen derjenigen Freiburger Koryphäen Klümper und Keul. Auch die beiden kommerziellen Freiburger Geschäftspartner des bekannten spanischen Blutdopers Fuentes haben hier mitgespielt und arbeiten weiterhin.

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Der heutige Rektor erklärte heute, er könne zu dem nichtabgeschlossenen externen Aufarbeitungsbericht der Prof. Paoli nicht Stellung nehmen, da er den nicht gelesen habe.

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Dietmar Moews meint: Man könnte über die Doping-Vergangenheit der Bundesrepublik hinwegtäuschen – reicht es doch wunderschön mit dem Zeigefinger auf das stalinistische Doping der DDR-Armeesportler zu zeigen.

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Dabei hat das Gesamtdeutsche Doping inzwischen eine Sprachregelung: DDR-Doping war flächenmäßig und ohne Aufklärung und Einwilligung der Sportler. Freiburger Doping war freiwillig und individuell.

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Es ist völlig klar, dass die riesigen staatlichen Geldaufwendungen durch die Bundesregierungen (Ressort des Bundesinnenministeriums, namentlich die Minister Genscher, Kinkel, Baum, Wolfgang Schäuble) für Doping,mit dem Ziel internationale Spitzenleistungen herzustellen, nachträglich so weit wie möglich vertuscht werden soll bzw. gar nicht erst aufgewirbelt wird.

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Ohne Zweifel handelt der Freiburger Rektor Hans-Jochen Schiewer als unterworfene Schranze, das Doping, als eine Spielart der Staatskriminalität, nicht „unnötig“ aufzuklären.

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Die Einberufung einer universitätseigenen Aufarbeitungskommission, anstele der jetzt erfolglosen externen Gutachter-Aufklärungsarbeit durch Prof. Paoli ist ein Skandal.

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Denn Prof. Paoli hat mit dem Eklat, dass die Untersuchung vom Freiburger Rektor Schiewer indirekt behindert bzw. nicht ausreichend ermöglicht wurde, die verdächtigung und konkrete Hinweise verbunden, dass auch heute weiterhin in Freiburg Doping praktisiert wird, Doping vermarktet wird und dass Doping-Forschung fortgesetzt wird.

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Hierüber sollten jedenfalls Klärung und politische Maßgaben erfolgen. Indem die Regierungen und Parlamente festlegen, welches Doping der deutsche Staat von der Universität erwartet und wo die strafrechtlichen Grenzen sein sollen. Bislang arbeitet man mit definitorischen und praktischer Verschleierung und mit internationalen Graubereichen.

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