Microsoft Office 365 an Schulen lieber LINUX

September 8, 2020

Lichtgeschwindigkeit 10092

am Dienstag 8. September 2020

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Interessant, dass das Land Baden-Württemberg ja wohl der Auffassung ist, dass die Schulen das Microsoft Office 365 an Schulen unbedingt wollen. Auch interessant, dass das Land die Bediensteten noch nie in die Entscheidung mit einbezogen hat. Und auch interessant wäre: wer zahlt das nachher? Wenn das Land sagt, dass das gemacht wird, wer trägt die Kosten? (kompetenzspezifisch müssten das die Kommunalhaushalte hergeben).

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Der Deutschlandfunk machte heute, 8. September 2020, zum Thema auf:

Bildungsbericht​ Digitales Lernen – Deutschland im OECD-Schnitt abgeschlagen

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Der DLF hatte aber zum Thema leider keine aufklärenden Fragekreise angesprochen.

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Kurz: Welche Gründe sprechen denn eigentlich gegen den Einsatz von Office 365 an Schulen? / Bildungshilfe für alle Kollegien und Schulleitungen?

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Was ist der deutsche Datenschutz gegenüber dem patriot act der USA?

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In erster Näherung: weil es ein krasser Verstoss gegen die DSGVO ist (das geltende Datenschutz-Recht).

Office 365 speichert Dinge mit, die eigentlich im jedem Unternehmen als mitbestimmungspflichtige Leistungskontrolle gewertet werden (Quasi jeder Tastendruck).

Wäre egal, wenn es nicht aufgrund gesetzlicher Regeln in den USA nicht die Verpflichtung gäbe, dass ein US-Unternehmen Daten
rauszurücken muss, wenn Strafverfolgungsbehörden es verlangen. Das gilt auch für Daten, die in anderen Jurisdiktionen (hier: EU/DE) gespeichert werden.

Diese Herausgabe ist rechtlich nicht kontrolliert, d.h. für einen nicht-US-Bürger gibt es keine Handhabe, gegen die Herausgabe, auch nachträglich, juristisch vorzugehen, oder überhaupt davon zu erfahren.

Oder um es etwas näher an pessimistischen Szenarien wie „Black Mirror“ zu formulieren:

Microsoft weiss, wie/wann/wo jede Lehrerin/jeder Lehrer und wie jede Schülerin/jeder Schüler arbeitet, lernt: Die kennen quasi jeden Atemzug.

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Was ist mit trainieren auf …, böse formuliert, indoktrinieren?

 

Man könnte doch die Jugend mit Open Source und LINUX vertraut machen – Linux ist besser und verlässlicher und preisgünstiger als Microsoft.

Kinder und Jugendliche werden so auf Apple und Microsoft getrimmt, eingeschworen, indoktriniert. Diese heranwachsende Generation wird, sofern kein Wunder geschieht, nie Alternativen kennenlernen, geschweige denn (be)nutzen.

Die ministerielle Verlautbarung meint (Und wenn ich sowas lese, geht mir das Messer in der Tasche auf):


„Es besteht die Hoffnung, dass eine datenschutzkonforme Nutzung von Microsoft Office 365 erreichbar ist und eine Umstellung auf andere Produkte nicht erforderlich sein wird.“

Dem Insider sind das scheinheilige Heuchler:innen. Arrogante, machtgetriebene Dummschwätzer:innen.

Ist schon schlimm genug, wenn Kinder und Jugendliche (Heranwachsende) vom Elternhaus Mainstream vorgelebt bekommen und folglich (logisch) auch auf Mainstream getrimmt, eingeschworen, indoktriniert werden. Aber was sich die politische Führung in Deutschland in der IT-Politik momentan leistet, das kann man nicht mehr ertragen. Das Maß ist voll, nein das Maß ist übergelaufen.

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“ Von: sabine.kurtz@cdu.landtag-bw.de <sabine.kurtz@cdu.landtag-bw.de>
Gesendet: Donnerstag, 27. August 2020 13:31
An: sabine.kurtz@cdu.landtag-bw.de
Betreff: Stellungnahme zur Diskussion „Microsoft Office 365 an Schulen“


Sehr geehrte Damen und Herren,

in der Vergangenheit haben viele von Ihnen mich darauf angesprochen, dass die Schulen sehr gerne mit Microsoft Office 365 arbeiten und dass die Befürchtung besteht, dass diese Softwarenutzung möglicherweise vom Kultusministerium nicht dauerhaft zugelassen wird. Ich habe diese Fragen mit der Kultusministerin sehr intensiv sowohl schriftlich als auch mündlich erörtert und mich mehrfach dafür eingesetzt, dass Ihnen die Nutzung dieses Pakets, mit dem viele Lehrkräfte, Schüler und Eltern in der Zwischenzeit gut vertraut sind, in Zukunft erhalten bleibt. Unten stehende Meldung aus dem Kultusministerium gebe ich Ihnen in diesem Zusammenhang gerne zur Kenntnis. Sie bestätigt, was mir die Ministerin bereits mündlich signalisierte: Es besteht die Hoffnung, dass eine datenschutzkonforme Nutzung von Microsoft Office 365 erreichbar ist und eine Umstellung auf andere Produkte nicht erforderlich sein wird.“

… aber, eine Initiative gegen Microsoft mittels YouTube pushen zu wollen wäre vergleichbar: Feuer löschen mit Benzin. Youtube = Google ist weder vertrauenswürdig noch zuverlässig. Will man es RICHTIG machen, müsste man für diesen Zweck schon eine unabhängige Plattform wählen. Eine solche (mir bekannte) unabhängige Plattform ist z. B.:

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Eine dezentrale Initiative gegen den Monopolismus für Microsoft von der Landesregierung, ist mittels Youtube / Google natürlich nur beschränkt möglich. Es gibt aber eine freie unzensierte Plattform als Alternative zu Youtube:


https://peer.tube (https://joinpeertube.org/)

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Dietmar Moews meint: Ich zitiere gerne Insider, deren Fachlichkeit mein Vertrauen hat:

„Datenschutzkonform“ hin oder her – Kalter Kaffee! Apple und Microsoft
sind US-amerikanische Multi-Milliarden-Konzerne. Es sind „Walled
Gardens“ (Geschlossene Plattformen) – gleichbedeutend mit „Digitaler
Diktatur“. Nicht zuletzt sind sie als US-Unternehmen dem Patriot-Act
sowie dem Cloud-Act verpflichtet. Sie sind böse, sie sind schei**e.

Können (dürfen) die Verantwortlichen (m/w) denn wirklich so unglaublich
hohl in der Birne sein?

Apple, Microsoft, Google, Facebook, Twitter, … = Digitale Diktatur.

(Muss dazu vielleicht noch eine bildliche Darstellung folgen oder ein
Anschauungsvideo veröffentlicht werden, damit diese einzeller-ähnlichen
Individuen in der Politik das endlich mal kapieren?)“

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Deshalb benutzt Dietmar Moews für die Lichtgeschwindigkeit nicht Google und verlinkt keine Cookies-Sammler.

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Ich wünsche allen Lehrern noch erholsame Ferientage und hoffe, dass Sie trotz der aktuellen Herausforderungen gut ins neue Schuljahr starten können!

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FINE E COMPATTO

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WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

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gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

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hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

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Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

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WARNUNG: recommended posts

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Verschwörung und Googles hoheitsfreie Expansion 1

April 17, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4309

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Dietmar Moews meint: Google hat übernommen. Die Menschheit muss sich besinnen. In der angängigen IT-Revolution hat Google mit dem 4.0-Netz das liberale demokratische Selbstbestimmungkonzept vernichtet.

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Google hält mit 91,2 Prozent Suchmaschinen-Marktanteil gegenüber der nächstgrößten google-unabhängigen Suchmaschine mit 16,4 Prozent, Baidu in China, den technischen Vorsprung und die diesen bedingende Kapitalmacht.

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Bild

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Google ist nicht das Internetz, aber die Menschen hängen am Tropf von Google.

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Verschwörung und Verschwörungsglaube

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Mit der IT-Revolution ist die politische Betroffenheit der nachwachsenden Menschen angeregt. Dabei stehen nüchterne soziologische Empirie und folkloristische Hilfserklärungen einander gegenüber.

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Die große Zahl kann nicht urteilen, sondern bildet banale Meinungsmajoritäten. Dabei stehen Motive der Entlastung und der Selbsterleichterung im Mittelpunkt der unausgesprochenen Meinungen. Während die Artikulationen lediglich als mehrheitstaugliche Meinungsanpassung dienen, nicht als politische Problemlösung Seinsbindung und Gültigkeit haben. In allen Öffentlichkeiten erlebt man, wie Menschen, Professionelle, Alltagsmenschen, Interessenten und Uninteressierte über Verschwörungen, über mögliche Verschwörungen, verschiedene Verschwörungstheorien erörtern. Von Mafia bis Kirche, von Weltjuden und Geldjuden, von Fed-Bank, Rothschild, zum Militärischen Komplex, Bilderberg, Illuminaten, – es bringt gar nichts, sich mit Blick auf Verschwörungsdebatten um Vollständigkeit zu bemühen.

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Diese Debatten werden nicht als Problemlösungen betrieben, sondern als das Gestalten oder Finden von Hilfserklärungen. Von Stereotyp bis Sündenbock, Rassismus und Fremdenangst – nichts ist dem verwirrten Menschlein zu blöd, sich daran zu klammern zu versuchen.

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Selbst im Chaos Computer Club, wo sich die Elite der IT-Interessenten und der Hacker zusammenfinden, werden politische Themen lieber weggeschoben, d. h. mit Hilfserklärungen beiseite gelegt. Da ist auch die Verschwörungstheorie immer in Sicht. Dabei liegen die IT-Entwicklung und die Entscheidungsprozesse der it-rechtlichen Entwicklungen und der IT-Politiker vollkommen offenbar:

Die Googles verlangen Deregulierung, also Fundamental-Liberalismus.

Die Nichtgoogles machen „alternativlos“ mit oder glauben an die Juden, den Westen, das Kapital, – und an die unausgesprochenen Deals (also Verschwörung).

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Die IT-Revolution zu verstehen, erübrigt jegliche Verschwörungs-Hilfserklärungen.

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Mehrheitsbildung ist so gesehen immer Verantwortungsflucht und enthält nie probate Urteile. Minderheiten können noch so fundiert und zwingend argumentieren – sie werden als unerwünschte Belastung mehrheitlich abgelehnt.

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So hat die IT-Revolution den Fortschritt längst nicht aus krummem Holze gezimmert, sondern aus vollkommen geraden mathematischen Axiomen perfekte Rechenmaschinen entwickelt, die nunmehr mit sich selbst (4.0) vollkommen klare Prozessschritte liefern. Der Mensch ist nur noch durch einige profitorientierte Entscheider an 4.0 beteiligt – alles Weitere machen die vernetzten Prozessoren über Algorithmen unter sich aus.

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Immanuel Kant sprach vom krummen Holz der Menschheit:

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Aus so krummem Holze, als woraus der Mensch gemacht ist, kann nichts ganz Gerades gezimmert werden.“ Immanuel Kant, „Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht“ (1784)

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Bild

Der individuelle Mensch muss als Maßgabe unserer gesellschaftlichen Organisation gesetzt werden: Das Individuum! Bei allem Sozialverständnis und allen Soziologie-Irrtümern soll das anthropologische Grundverständnis – mit den vier Fragen Immanuel Kants unerbittlich im Zentrum der staatlichen Organisationspflichten für Bildung stehen: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Wie ist der Mensch?

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Antwort: Der Mensch ist vor Allem ein einmaliges Individuum, allerdings mit vielfältigen sozialen Wirkungsbeziehungen. Aber immer muss das Individuum sich selbst für entweder Ja oder für Nein entscheiden (wobei Unentschiedenheit stets entweder Ja oder Nein bedeutet – da kommt keiner raus).

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Dietmar Moews meint: Auch unser Rechtsstaats-Konzept setzt das Individuum als anthropologisches Zentrum. Wir rechnen Schuld und Verantwortung auf individuelle Zurechnung, Abgrenzung gegenüber Nichtzurechenbarkeit und Unzurechnungsfähigkeit bzw. und sonstigen Schuldausschließungen.

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Google rules

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Es sind also nicht der Mensch als Individuum, sondern nur noch einige wenige Entscheider-Individuen am weltweiten Google-Regiment beteiligt.

Es sind auch nicht die Menschen als Google-Konsumenten-Kollektive nach eigenen politischen Maßgaben entscheidend.

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Damit stehen wir vor einer neuen Welt – infolge von zwei Hypothesen:

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EINS Wenn Google vorrangig profitorientiert arbeitet und dabei Wettbewerber und vor- und nachgelagerte Bereiche der eigenen Absatzziele zu beherrschen sucht, findet dieses unter Bedingungen des Weltfriedens, lokaler Kriegshandlungen oder totaler Kriegshandlungen statt.

Besteht folglich zwangsläufig die Erwägung, ob und wie die Macht- und Profitziele für Google mit Krieg und Frieden zusammenhängen?

Da Google auf freie private zivile Internetz-Kommunikation abgestellt ist, können weder NSA-Geheimdienst-Daten-Instrumentalisierungen noch der Einsatz der IT zu Zwecken des Cyber War die Umsätze für Google aus heutiger Sicht begünstigen oder fördern.

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Google ist eine Friedensmacht

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Unter den Erwartungen auf die möglichst großen Marktanteile an der Internetzkommunikation wird hier angenommen, dass Google Vorteile von freiem friedlichem Kommunikationsbetrieb und Nachteile von erheblichen Kriegsgleichschaltungen hat. Folglich ist Google eine Friedensmacht.

Welche Implikationen mit Googlefrieden zu denken sind, bleibt hier zunächst mal liegen.

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ZWEI Wenn Google Geschäftsbeziehungen mit Kunden und Partnern aus verschiedenen nationalen und internationalen, nichtamerikanischen Rechtsspielen nutzt, selbst aber hauptsächlich durch US-amerikanisches bzw. Californisches Recht geregelt wird, können desungeachtet in Konfliktlagen Gerichtsprozesse gegen Google geführt werden bzw. Betriebserlaubnisse durch fremde Staatshoheiten beschnitten werden.

Hier knüpft nun die Hypothese ZWEI an die Hypothese EINS an: Wir kennen den Hitler-Witz, als ein einfacher SA-Mann einen Globus von Deutschland kaufen will, in der Annahme, dass das Hellblaue auf dem Globus das Dritte Reich wäre. Als er nun erfährt, wie geografisch klein Deutschland sich auf dem Globus ausnimmt, fragt er erstaunt: Weiß der Führer das?

Kurz: Google ist fähig und arbeitet bereits daran, den freien Luftraum und die hoheitsfreien Weltmeere als Offshore-Betriebsstandorte aufzusuchen. Google könnte sich damit außerhalb des Völkerbundes und jeglicher Rechtsspiele stellen. Google könnte sich auf einen Fundamental-Offshore-Liberalismus berufen und seine IT-Google-Produkte weiterhin weltweit auf dem fundamentalliberalen Konsumentenmarkt anbieten.

Google könnte sich mit konventionellen Waffen militärisch bewaffnen.

Google könnte sich eigene Offshore-Energiequellen aufbauen.

Google könnte seine eigene Geheimdienst- und IT-Kommunikationswaffen einrichten.

Google könnte mit Drohnen, die unbegrenzt die Welt umfliegen, photovoltaisch betrieben, jeden Punkt der Welt mit Internetz „versorgen“.

Wir werden es erleben, ob Google Friedenspolitik machen wird.

Wir werden erleben, dass Google in die hoheitsfreien Offshore-Zonen expandieren wird.


Von der Unermeßlichkeit des Schönen

April 11, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4293

am 11. April 2014

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VI,2

Die Weisheit im Schönen ist die Sinndichte des Inhaltswahren einer Gefüge-Einheit: also die Herrschaft des Geistwerks über die Wirkmittel.

Mit dem Erfinden des Erfüllbaren beginnt die Klugheit des Gestaltens; mit dem Sinnmehren im Formguten beginnt die Weisheit des Erfüllens.

Unweise Bewirktes kann nicht zur Vollendung gedeihen.

…“

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Zitiert nach: Otto Nebel, Von der Unermeßlichkeit des Schönen (1961-63) in Frühwerke, Schriften zur Sprache und zur Kunst – Das dichterische Werk Band 3 in Frühe Texte der Moderne, herausgegeben von René Radrizzani der edition text+kritik herausgegeben von Jörg Drews, Hartmut Geerken und Klaus Ramm, München 1979


Schäubles Schuldenhaushalt 2014 – Steinbrücks-Wahllüge

April 9, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4284

Dietmar Moews, am 9. April 2014

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Man sagt es so leicht als Bundesfinanzminister: Die Finanzkrise war erheblich. Vielen Bürgern anderer westlicher Staaten geht es viel schlechter als uns Deutschen. Die Krise ist nicht bewältigt, aber:

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Der Bundesfinanzminister der im September neugewählten Bundestagsfraktionen, die eine GROßE KOALITION aus CDU und CSU und SPD, die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) und eine neue Bundesregierung gebildet haben – BMF Dr. Wolfgang Schäuble (CDU) – hat nach viertägiger Bundestagsdebatte aller Fraktionsredner seinen Haushaltsentwurf für das laufende Haushaltsjahr 2014 vorgestellt und verteidigt:

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Bundeskanzlerin Merkel lobt die „Standfestigkeit“ in Schäubles Haushaltspolitik – was meinen Sie mit Standfestigkeit, Frau Dr. Merkel? Schäuble macht doch weiterhin die „zusätzliche Schulden-Politikpartei CDU“.

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Ja, die SPD – die SPD hat Peer Steinbrück gar nicht erst ans Rednerpult zu dieser seiner Haushaltsdebatte im Reichstagsgebäude gelassen.

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Der neue Bundeshaushalt enthält erneut weitere Staatsverschuldung. Schäuble redet irreführend von einem ausgeglichenen Haushalt. Ja, ausgeglichen durch neuerliche zusätzliche Staatsverschuldung.

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Die Redner der Regierungskoalition täuschen die Öffentlichkeit in zwei grundsätzlichen, harten Tatsachen.

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1. Der vorgelegte Haushalt basiert teils bereits auf aktuellen unerwarteten enormen, hohen Steuereinnahmen des Bundes.

Man muss verstehen, dass diese und andere Wachstumszahlen keineswegs volkswirtschaftliche Leistungen oder gar Leistungssteigerungen entspringen, sondern einfach durch Inflation. Die Notenbanken drucken Geld – und inzwischen reden wir nicht mehr von Millionen oder Milliarden sondern wir reden und rechnen in Billiarden.

Deutschlands Bundesfinanzminister hat also enorm hohe Zahlen GELDES an Steuern eingenommen und – in einer solchen Situation müssen zwei finanzpolitische Maßnahmen angewendet werden:

a. Die Notenbank muss inflationär gepumptes Luftgeld vom Geldmarkt nehmen.

b. Die Regierung muss die schrecklichen Staatsschulden abzahlen – weil die Finanzkasse viel zu viel hart erarbeitetes Wertschaffen der Steuerbürger mit unglaublichen Wucherzinsen bezahlt:

Wir zahlen viel zu viel Zinsen, statt uns was leisten zu können, nur weil wir diese Schuldenberge wachsen lassen. Das macht die GROKO – diese GROßE KOALITION, die wir im September 2013 gewählt haben.

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2. Die SPD und der Kandidat Peer Steinbrück haben im Wahlprogramm 2013 und im Wahlkampf die Wähler getäuscht – Steinbrück versprach Sanierung und Schuldenabbau. Jetzt macht die Gabriel-SPD StaMoKap-Neuverschuldung in der GROKO. Haben wir das gewählt? Antwort: Nein! Ganz eindeutig haben die Deutschen die SPD als Schulden-Politikpartei nicht gewählt. Sondern es liegt ein Wahlbetrug der SPD vor.

Die SPD war zur Bundestagswahl 2013 mit dem harten Kontrastprogramm gegen die CDU/CSU angetreten, eine Haushaltssanierung und Schuldenabbau zu machen.– Es war nicht einfach Stopp der Neuverschuldung im Programm, nein der SPD-Kandidat Steinbrück erklärte SCHULDENABAU. Steinbrück hat das sehr detailiert erklärt, wie sich die SPD-Finanzpolitik von der MERKEL-Schuldenpolitik unterscheiden soll:

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Steinbrück erklärte: Wenn es gute Steuereinahmen gibt, werden Staatsschulden abgezahlt und nicht neue Schulden draufgesattelt, um zusätzliche Wahlgeschenke oder Zusatzausgaben zu tätigen.

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Wieso erzählen die Redner der Großen Koalition 2014 (Merkel Drei), dass nun im Jahr 2015 ein ausgeglichener Haushalt versprochen wird, der nunmehr aber wirklich ohne Neuverschuldung auszukommen versprochen wird.

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Ja, wieso eigentlich ohne Neuverschuldung?

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Kein Wort wird der Inflation und er Luftgelddruckerei gewidmet – nämlich verlangt ist seriöse Finanzpolitik durch Schuldenabbau. Der Staat muss uns aus der Banken-Zins-Zange befreien. Die Schulden müssen weg, damit nicht länger alle Leistung in Banken-Zinswucher fließt.

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Deflation ist ein Zaubermittel der Marktwirtschaft: Wenn Angebot und Nachfrage von den Produzenten und den Konsumenten auf dem laufenden gehalten werden, ist Sparsamkeit und Konsumverzicht nicht negatives Wachstum sondern Gesundung.

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ALARM: Die angeblichen Marktwirtschaftler akzeptieren die Selbststeuerung des Marktes nicht. Wenn Nachfragesteigerung zu Wachstum und Gewinnen führen, dann muss Konsumzurückhaltung zu Gesundschrumpfung und Gewinnverkleinerungen führen – das ist gesund: Das ist Deflation. Deflation ist vernünftig und marktbedingt.

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Künstliche Konsumsteigerung durch Suldpumpen ist Wahnsinn und dient allein den unproduktiven Gewinnpraktiken der großen Banken.

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Die Bundestagsdebatte wurde zum Teil im Staatsfernsehkanal Phoenix live übertragen und wurde für diesen Beitrag von Dietmar Moews beobachtet.


Von der Unermeßlichkeit des Schönen

April 7, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4279

7. April 2014

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„… V, 10

Die Fülle im Schönen ist die Geheimnis-Fruchtbarkeit des Zeugerischen und somit die unaufhaltsame Zunahme jener Bildemöglichkeiten, die sinnmehrendes Ursprungsneues erschaffen helfen.

Mit dem Möglichkeiten-Zuwachs im geborgenen Ursprungsneuen wird der Bereich des Erfüllten unermesslich, da bereits jede einzelne der sinnreifen Formen des gemehrten Schönen unzählige Abwandlungen zulässt.

Die Fruchtbarkeit des zeugerischen Geheimnisses nämlich ist ein ausstrahlendes Kerngeschehen, das im Innersten des Zeugegutes beginnt.

…“

 

 


Von der Unermeßlichkeit des Schönen

April 2, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4268

am 2. April 2014

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V,5

Die Kühle im Schönen ist die Sinnfrische eines Gestaltbefundes, dessen innere Wahrheit Unerwartetes birgt.

Mit dem vom Menschen sinnig aufgenommenen Unerwarteten, das alsbald nicht mehr befremdet, kehrt die Willenswärme in das empfängliche Gemüt zurück; – die Kühle im Schönen ist somit eine bloße Scheinbarkeit.

Völlig kalt jedoch lassen alle Gebilde, die ohne innere Güte sind.

…“

Zitiert nach: Otto Nebel, Von der Unermeßlichkeit des Schönen (1961-63) in Frühwerke, Schriften zur Sprache und zur Kunst – Das dichterische Werk Band 3 in Frühe Texte der Moderne, herausgegeben von René Radrizzani der edition text+kritik herausgegeben von Jörg Drews, Hartmut Geerken und Klaus Ramm, München 1979

 


Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 19

April 1, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4262

am 1. April 2014

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Zum prominenten Kapitalverbrecher Uli Hoeneß lässt sich die Fibel zur Volksbildung zum Thema in aller Ruhe ausfalten: geduldgeduld. Zu den bis hierher getroffenen Feststellungen und Erwägungen zu Fragen des Sittenverfalls oder Verpitbullung kommen weitere mitspielende Kraftrichtungen hinzu.

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Wer sich nicht so auskennt, weiß in besonderen Fällen, wie hier mit Hoeneß, nicht wie man sich dazu stellt. Soll man nach Recht und Ordnung rufen? Soll man den Ausgleich suchen, wie wenn ein Familienmitglied mal Pech gehabt hat? Was weiß man denn über Moral und die Nachteile von gelegentlichen Verstößen gegen die Allgemeinheit?

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Empirische Feststellung hierzu drückt sich in weitreichender Indolenz und Urteilsschwäche der öffentlichen Kundschaft aus: Meist wissen Leute gar nicht, was denn Moral praktisch sein könnte. Man weiß auch nicht, welche Fragen zunächst zu klären und zu beantworten wären, damit so ein Kapitalverbrecher Hoeneß richtig ins Licht gerückt werden kann.

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Ja,und dann ist da die Aufklärung, der Rechtsstaat und die verhuschte Methode, wie das Hoeneß-Ding nun in bayerischer Art gedreht worden ist.

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Und – wars das?

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Ich zitiere hier aus einem Brief an die Herausgeber“ der FAZ v. 31. März 2014:

…Der kurios arrangierte Prozess Hoeneß war das juristische Gegenteil der salomonischen Methode, die das römische „Fiat iustitia et pereat mundus“, antizipierte, aber in dem überlieferten Fall zu besseren Ergebnissen führte. König Salomo fällte ein brutales Urteil, aber noch nicht auf Kosten eines unschuldigen Dritten, um ein Geständnis zu erpressen, an die Wahrheit zu kommen und ein gerechtes Urteil zu finden. Unbelastet vom modernen Rechtsstaat hat er das Urteil einfach in die Beweisführung importiert. Auf Uli Hoeneß angewendet: der FC Bayern dürfte kein einziges Spiel mehr antreten, bis jedes private Geschäft seines vormaligen Präsidenten vollständig geklärt und offenbart wäre.

In diesem Sinne freut es das Herz des Fußballfans, dass man es in Bayern mit der Gerechtigkeit nicht biblisch ernst nimmt. Benjamin Letzler, München“

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Dietmar Moews meint:

FAZ-Briefschreiber Letzler trifft, worauf es in der Moral- und Verpitbullungsfrage ankommt: Gerechtigkeit und rechtsstaatlicher Umgang mit Gerechtigkeit werden im Fall Hoeneß konkret berührt. Daraus folgt, was jedes Individuum voraussetzt und erwartet, wenn es selbst zum Verbrecher würde: Der Staat geht damit dann hoeneßmäßig um – ignoriert Gerechtigekeitsqualitäten indem er sich im Sinne des Rechtsspiels und der Rechtspflege den Fall vom Hals schafft, ohne auf die „Inspiration“ unter den Mitbürgern groß Rücksicht zu nehmen.

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Man verlangt als Genugtuung für die öffentlichen Sittenregeln am allgemeinen Gerechtigkeitsanspruch, nämlich der Gleichbehandlung eines Jeden vor dem Gesetz und vor dem Gericht, zumindest die Aufklärung der Taten – ungeachtet von Verjährung und Strafe.

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Dagegen werden die engeren Hoeneßvertrauten dem Uli Hoeneß noch weniger vertrauen bzw. noch grenzenloser Rechtsuntreue zutrauen als schon bisher. Das spürt Uli Hoeneß dann von Fall zu Fall selbst, wenn sein Wort nunmehr weniger gilt und leichter genommen werden wird.

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Fortsetzung folgt


Von der Unermeßlichkeit des Schönen

März 31, 2014

 

Lichtgeschwindigkeit 4261

am 31. März 2014

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V,3

Die Würde im Schönen ist die Spürbarkeit von dessen Herkunft aus der Unerschöpflichkeit der Wachstumswunder, – somit zugleich die überlegene Bereitschaft, das menschliche Wahrnehmen in andächtiges Besinnen zu steigern.

Mit der Würdingung des Schönen lässt sich Gesittung nur dort fördern, wo das Gewissen wacht und Demut vor dem Seienden das Innewerden mehrt.

Das zeugerische Unterscheiden beginnt genau da, wo Schöngeisterei und Krittelsucht enden.

…“

Zitiert nach: Otto Nebel, Von der Unermeßlichkeit des Schönen (1961-63) in Frühwerke, Schriften zur Sprache und zur Kunst – Das dichterische Werk Band 3 in Frühe Texte der Moderne, herausgegeben von René Radrizzani der edition text+kritik herausgegeben von Jörg Drews, Hartmut Geerken und Klaus Ramm, München 1979

 


Internetz-Kontrollen über Porno-Angst: Eine Freundin emailt – Doktor Winterlatt antwortet

März 30, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4259

am 31. März 2014

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Gruß

Lieber Kuckuck. Wir haben kürzlich Jugendschutzfilter am Internetz und für Netzseiten diskutiert. Ich sehe die sogenannten Jugendschutzfilter kritisch, weil sie oft zuviel oder zu wenig weg filtern und ich eigentlich nicht möchte, daß in einer Demokratie Jugendliche mit Zensur groß werden.

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Da muß es andere Möglichkeiten geben.
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Naja, Jugendschutzvorschriften sind vermutlich überhaupt Zensur in diesem Sinne. Da gibt es auch schlicht keine Alternative zu, so lange das Ziel ist, Kinder und Jugendliche nicht mit für sie in ihrer Entwicklungsstufe ungeeigneten Schriften (im weiten Sinne des StGB, also einschließlich Bilddarstellungen, Filmen und Lautäußerungen) zu konfrontieren.

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Was meinen Sie als Internetz-Soziologe?

Gruß

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Antwort
Es ist immer sinnvoll, die Verlautbarungen anzuschauen, welche Motive und Interessen dahinter stecken mögen, wenn Begründungen angeführt werden, die mit dem Verhalten derjenigen, die hier reden, nicht ganz stimmig scheinen.

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Wenn es heißt „das Gute“, dann schaue ich, ob es wirklich gut ist. Oder wird nur behauptet, Gut und Schlecht seien doch ganz klar. Denn – im Falle des Zensur/Schutz-Verlangens ist offensichtlich die Zensur lediglich Zensur – Zensur macht dumm – und Schutz wäre demnach Schutz vor Intelligenzentfaltung und Urteilskraft – das hält dumm und ist eindeutig abzulehnen.

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In meiner Familie gab es offene Bücherschränke und Bücherregale, Radio, Plattenspieler und Fernsehgeräte – nie Beschränkungen. Die Bücher habe ich bis zum Alter von ca. 15 Jahren komplett durchgelesen – es waren mehr als tausend. Da war Manches dabei, was mir wenig sagte und viel Geduld abverlangte. „Anna Karenina“ von Tolstoi war mir wirklich nicht ganz geheuer. Heute weiß ich, es ist ein durchaus bedeutender Roman, für den ich damals mangels Lebenserfahrung und Literaturwissen nicht das notwendige Bildungsinteresse mitbringen konnte: Ich verzweifelte daran, mir alle Personen zu merken (die dann nicht mehr wiederkamen).

Hat es geschadet? Während, was es da an erotisch-sexuell anregendem Material gab – war eben erotisch-sexuell anregend. Manchmal reichte es, wenige Zeilen zu lesen … Schaden? Haare zwischen den Fingern?

1. Mir scheint manches im Jugendschutz eher Krypto-Pietismus zu sein (Von „cryptos“ – „verborgen“ und „pius“ – „fromm“). Es geht da eher um religiöse oder quasi-religiöse Vorstellungen, als um Jugendschutz. So in der Art: „Wir fühlen uns nicht wohl, wenn wir Pornos ansehen, aber sein lassen wollen wir es auch nicht, dann verbieten wir es den Jugendlichen, dann haben wir unsere Pflicht getan.“

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Viele Jugendliche werden das so wahrscheinlich nicht sagen, aber doch so ähnlich fühlen.

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Und es macht einfach einen Unterschied, ob man glaubt, man würde vor schwierigen Situationen bewahrt, bis man alt genug ist, damit umzugehen, oder ob einem hier (quasi-)religiöse Vorstellungen aufgezwungen werden.

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Vorbild, Vorbild!! das kann immer wieder betont werden: Wer als Erwachsener den Kindern die Liebe predigt, schafft eher Prediger als liebevolle Menschen: Besonders, wenn die Leute, die einem Vorstellungen aufzuzwingen versuchen, sich selber nicht daran halten – sind sie den jungen Leuten lediglich langweilig, aber keine glaubhafte Orientierungshilfe.
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2. Die Sexualmoral ist in einem heillosen Vorurteilssumpf. Es ist einfach schwierig zu erklären, warum man ab vierzehn Sex haben darf, aber erst ab achtzehn Pornos ansehen. Es ist schwierig zu erklären, wo die Jugendlichen die Informationen her bekommen sollen, die sie brauchen, um mit vierzehn eine verantwortliche Entscheidung zu fällen. Es ist auch schwierig zu erklären, warum man in Kindergärten Sexualaufklärung machen soll, warum Eltern ins Gefängnis kommen, wenn sie ihre Kinder der Zwangs-Aufklärung in der Schule entziehen wollen. – Aber Pornos ansehen verboten ist.
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Die widersinnige Irreführung sieht man auch bei der Prostitution-Politik: Vor ein paar Jahren hat man das zum normalen Beruf erklärt, jetzt wird es verboten. – Wir kennen die Argumente. Aber wenn sich die Erwachsenen so uneins sind, nicht nur in der Frage, sondern in praktisch jeder, dann ist die Gesetzgebung gegenüber Jugendlichen einfach schwer zu erklären.
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Und ein volljähriger Vertreter der mündigen Internetzbenutzung steht immer in der Situation, dass er auch ein Vertreter der Erwachsenen ist, und das gegenüber ungebildeten Eltern zu rechtfertigen hat. Und wenn er sagt, dass es die Erwachsenen auch nicht regeln können, ist damit noch keine mündige Urteilskraft bei einer „Kundschaft“ geschaffen, die gegenüber parteipolitischen und massenmedialen Irreführungen ziemlich schwimmt. Mob und Volksverhetzung wird immer wieder mit plumpen Angstansagen mobilisiert.

3. Es ist nicht so recht klar, wovor die Jugendlichen eigentlich geschützt werden müssen. Und wenn es eine Gefahr gibt, dann müssten die Jugendlichen über diese Gefahr aufgeklärt werden – ähnlich wie man das bei Alkohol, Drogen, Straßenverkehr, und bei Geschäfts- und Vertragsleben auch macht. Da sorgt man doch auch dafür, dass die Jugendlichen, wenn sie in die Situation kommen, möglichst auch eine verantwortliche Entscheidung fällen können, weil sie um die Konsequenzen wissen.
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Für das Internet gibt es einen sehr fragwürdigen „Internet-Führerschein“. Mir hat bislang niemand einen „Sex-Führerschein“ angeboten. Aber was könnte das sein?

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Als Lehrer an einer Haupt-und Grundschule – in den 1970er Jahren – habe ich mal im Lehrerzimmer unter Kollegen und Kolleginnen den Vorschlag gemacht, es wäre sicher eine erhebliche Hilfe, wenn die geilen männlichen Jugendlichen vor dem Unterricht ein Häuschen an der Schule besuchen könnten, wo ihnen die sexuelle Lust befriedigt werden könnte – und sie folglich mehr Konzentrationsfähigkeit für den folgenden Unterricht bringen könnten. Damals wurde allseitig erheblich über die unbändigen Jungmänner als Störung der gesamten Unterrichtsarbeit gelitten. Wie könnte also ein Sexlehrplan für einen Sex-Führerschein aussehen?

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Als Lehrplan würde ich vorschlagen:

– Verhütungmittel

– Körperliche Veränderungen durch Schwangerschaft und Mutterschaft
– Gesetzliche Altersgrenzen
– Zustimmung, Zustimmung unter Alkoholeinfluss, unfreiwillige Zustimmung
– Entsprechende Missbrauchsdefinitionen
– Soziale Konsequenzen, Slut-Stud, Doppelmoral
– Sorgerecht und Unterhalt

Und für die Fortgeschrittenen:

– Religiöse und säkulare Wertesysteme
– Statistiken, und wie sie gefälscht werden

Es gibt durchaus Aufklärung. Aber der aktuelle Bildungsplan von Landesregierungen sieht Punkte vor, die die Interessen einer bestimmten Lobby den Kindern gegenüber vertreten. Dafür gibt es in der Richtung nachvollziehbare Gründe, dass man erreichen möchte, dass die Kinder keine Probleme machen. Dabei macht man sich zu wenig Gedanken darüber, was die Kinder zur Entfaltung ihres Urteilsvermögens und für ihre eigenen Interessen wissen müssten, damit sie sich möglichst pfiffig Problemen gegenüber entfalten können. Das wirft also Fragen auf, ob die Zensur wirklich dem Schutz der Kinder dienen kann und ob die Zensur tatsächlich so begründet ist?

4. Der Jugendschutz wird zur Zensur für Erwachsene benutzt. Es gibt kein anerkanntes Mittel, Kinder und Jugendliche von Internetseiten fern zu halten. Nun zwingt man Seiten, komplett vom Netz zu gehen. – Übrigens auch da nach einem Muster, das nach Lobbypolitik von Inhalten, und nicht nach Jugendschutz aussieht. Und insofern ist der sogenannte Jugendschutz im Internet in besonderer Weise kritikwürdig.

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http://www.youtube.com/watch?v=CPtmvBhYTv8
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Und wenn man das nicht beachtet, dann wirkt man halt leicht wie der
Alte, der ohne Handy aufgewachsen ist, und den Kindern jetzt sagt, dass
sie folglich auch keines brauchen.

Kuckuck


Von der Unermeßlichkeit des Schönen

März 29, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4256

am 29. März 2014

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V,1

Die Stille im Schönen ist die Verschwiegenheit des Sinngeschehens, aus dem die Gefüge-Einheit, nämlich die Formenordnung des Wahren hervorgeht, deren Inhalt das Gute des Entsprechens ist.

Mit dem Zerlösen des Unbestimmten beginnt in der Stille das Werden des Sinngerüstes: des Zweckbestimmten, das wesenhaftes Wirkgut wird.

Die Mahnkraft der Stille im Schönen mehrt bei Feinhörigen das Erkennen.

…“

Zitiert nach: Otto Nebel, Von der Unermeßlichkeit des Schönen (1961-63) in Frühwerke, Schriften zur Sprache und zur Kunst – Das dichterische Werk Band 3 in Frühe Texte der Moderne, herausgegeben von René Radrizzani der edition text+kritik herausgegeben von Jörg Drews, Hartmut Geerken und Klaus Ramm, München 1979