Deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ein konzeptionelles Problem

September 29, 2022

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am Donnerstag, den 29. September 2022

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Der in weiten Teilen der Welt unter den Menschen als soziale Beschäftigung höchst reizvolle Fußballsport hat inzwischen eine geradezu politische massenmediale Bedeutung erhalten und ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor der internationalen Kulturindustrie: Es wird allerorts gespielt, mit viel Publikum in großen Stadien und Arenen, in Deutschland übertragen und bereitsgestellt in TV und Printmedien, sowohl rein kommerziell wie auch in staatlichen Sende-Programmen.

Eine inzwischen bestimmende funktionale Auswirkung, die geradezu strukturelle Übermacht erlangt hat, ist der Erwerbsfußball. Bereits von Kindesbeinen wählen schon Kinder den Fußball zum Erwerbsberuf für ein unvollständiges Leben, in der Hoffnung auf viel Erfolg und Geld. Dafür machen viel zu Viele beinahe Alles mit.

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Trotzdem der Fußballsport in einem geschachtelten Verbandssystem prinzipiell basisdemokratisch organisiert ist, und zwar derart vollumfassend, dass ohne Vereinsmitgliedschaft Fußballspielen nur informell am Strand oder auf der Wohnstraße möglich ist, bestimmt der Kommerz völlig dominant die Satzungen der BGB-Vereine und Verbände diese soziale Fußball-Sportkultur.

So ist es auch in Deutschland.

Jetzt – im Winter 2022 – werden die bereits traditionellen FIFA-Weltmeisterschaften durchgeführt. Dafür konnten sich entsprechend zahlreiche National-Mannschaften in ihren Kontinent-Verbänden qualifizieren, auch die deutsche.

Zwar hat ein üblicher Fußballnationalismus auch in Deutschland Tradition – möchte „man“ doch gerne Weltspitze sein oder zumindest die Stärke zum Weltmeisterschafts-Sieg durchsetzen können – so sind die Zeichen der vergangenen Jahre nicht berauschend und zuletzt, kürzlich die 0:1- Niederlage gegen Ungarn und das 3:3- Unentschieden gegen England, dämpfen die Siegesgewissheit für das FIFA-Turnier im Wüstenstaat Qatar. Es bleibt nunmehr keine Vorbereitungszeit für die DFB-Auswahl, außer einem übervollen Spielplan in den nationalen Wettbewerben bis zur WM.

Nationaltrainer Hans Flick hat eine für deutschen Fußball ungewöhnlich große Zahl von Spitzenbegabungen, die besten meist, wie Musiala oder Gündogan, Immigranten sind, aber Flick hat keine kritischen Vorstellungen, warum die Auswahlmannschaft so mittelmäßig aus den Wettkämpfen kommt – muss man seinen aktuellen Interviews entnehmen.

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Dietmar Moews meint: Banale Erfahrungen aus dem Fußballspiel sind hier von mir aufzurufen, um das Problem sachlich zu erfassen, um zu den notwendigen Verbesserungen in den Erfolgszielen zu ermuntern:

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1. Immer entscheidend sind die Zweikampfstärke und die Vorbereitung der Spieler auf die Fähigkeiten der Spieler der gegnerischen Mannschaft.

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2. Eine sehr apodiktische Spielführung durch Führungsspieler auf dem Platz, die Blickkontaktfehler, Stellungsfehler und taktische Anweisungen den untergeordneten Spielern zurufen. Besonders der Torwart muss seine vor ihm agierenden Abwehrspieler dirigieren.

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3. Hier kommt der Hauptversagens-Fehler der deutschen Nationalmannschaft aktuell und die Vorbedingungen zuerst:

Inzwischen wissen alle Mannschaften im internationalen Spielbetrieb, wie man ein Abwehrspiel organisiert und welche taktischen konkreten Verteidigungszüge verlangt werden. Dabei sind alle athletisch spitzenmäßig trainiert und können 120 Minuten bis zum Kotzen gehen: Alle hinterm Ball, alle nach Ballgewinn steil gehen, möglichst verdeckte Foultechniken bis an die Grenze der unsportlichen Spielweise.

Dazu kommen affenartige Torwarte, die täglich mit Traumparaden das Publikum in aller Welt begeistern.

Die enorme Abwehrkunst der meisten Nationalmannschaften, die allesamt von den besten ehemaligen Fußballern ausgebildet, trainiert und geführt werden, macht ein traditionelles Erfolgsspiel enorm schwierig: Flankenlauf, Flanke, Torabschluss ergeben sich meist nur noch aus dem Konterspiel. Standardsituationen nach Eckbällen oder Freistößen sind geradezu hermetisch zu verteidigen. Und wer ein Tor erzielen will, muss einen Abwehrfehler erhoffen.

Das Problem der deutschen DFB-Mannschaft unter Hans Flick ist nun, dass diese taktisch weitreichend versuchen sollen, das gegnerische Abwehrverhalten und Abwehrstellungsspieler durch erhöhtes Schnellspiel zu überspielen. Und – wer hätte das gedacht? Je schneller, desto ungenauer und fehlerhafter scheitern die Angriffe sehr oft und machen dann die vergleichsweise simpler zu spielenden Konterangriffe zu den spielentscheidenden Momenten.

Kurz: Die deutschen Spieler sollen ihr Spiel beschleunigen und es häufen sich die Fehler mit Ball. Dabei ist das Zusammenspiel der technisch unterschiedlich fähigen Spieler eine zusätzliche Fehlerquelle. Nimmt man als Beispiel den doppelten Doppelpass zwischen Sané und Musiala, sind das die die deutschen Ausnahmestürmer, die sowas artistisch durchzusetzen vermögen – nur keiner der anderen könnte das auf diesem raffinierten Niveau mitmachen.

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Wenn die deutsche Mannschaft die Siegchancen verbessern möchte, müsste sie weniger attraktiv, weniger hastig, langsamer und ballsicherer ihr Spiel aufziehen. Hier ist also Trainer Flick der entscheidende Mann, der mit genialen Siegen begeistern möchte, stattdessen aber serienmäßig Flops zur Gewohnheit werden lässt. Dann geht auch der siegesnotwendige Optimismus verloren.

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EurOpa-Quali für die DFB-Elf mit 2:1 in Leipzig

Oktober 11, 2015

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Vom Sonntag, 11. Oktober 2015

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Der unglaubliche Beidfuß/Links „Boss“ Helmut Rahn, Weltmeister 1954 mit vielen Toren.

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Heute abend gewann die DFB-Nationalmannschaft (in Weiß) mit 2:1 gegen die Auswahl von Georgien (in Rot) und qualifizierte sich als gesetzte Mannschaft für die Europa-Meisterschaft 2016 in Frankreich.

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In der zweiten Halbzeit ging die deutsche Auswahl beim Stand von 0:0 durch einen berechtigten Foulelfmeter, der gegen Mesut Özil verursacht worden war, durch Thomas Müller, der den georgischen Torwart verlud, 1:0 in Führung. Bereits in der ersten Halbzeit wurde ein Handelfmeter für Deutschland nicht gepfiffen.

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Bald darauf fiel ein wunderschöner Volleyschuss aus der zweiten Reihe, nach „zweiter Ball“-Gewinn, unhaltbar zum 1:1 ins deutsche Tor.

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Ein eindeutiges Elfmeterfoul, von Gündogan in hoher Not verursacht, pfiff der Schiedsrichter nicht.

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Noch lauern Blindgänger (Mail Art von Franz Otto Kopp)

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Dietmar Moews meint: Die deutsche Nationalmannschaft hat derzeit eine wunderbare Auswahl von höchstbegabten Spielern.

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Der Kader hat ein Ausnahmespielverständnis und eine extrem hohe Spielkultur. Es ist eine Dauerfreude, zu sehen was die zusammenspielen. Die perfekte Balltechnik, Gewandtheit und Schnelligkeit bei höchster Ausdauerleistung und sozio-geistiger Ansehnlichkeit – ganz ohne Schweinerein auf dem Platz gegen die Gegner.

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Die deutschen Spieler kreierten Dauerdruck und fortlaufende Chancen und Großchancen. Die Überlegenheit, den Gegner wehrlos zu spielen, war die Voraussetzung für den 7:1-Sieg bei der WM gegen Brasilien – so war es auch heute. Wenn diese Chancen in Tore abgeschlossen worden wären, hätte es heute leicht zweistellig werden können.

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Marco Reus ließ Chancen aus, die er für Dortmund oft genug macht.

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Die technische Weltklasse von Özil, Gündogan, Müller, Kroos, Reus, Kruse, Götze erlaubt ein Hochgeschwindigkeits-Kurzpassspiel, das nur durch Elfmeterfouls gestoppt werden kann. Während heute weitgehend die letzte Eins gegen Eins-Situation meist leider vermieden wurde.

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Thomas Müller, mit seinen einzigartige Gelenkigkeitsbewegungen, hatte heute vielfach ganz knapp den ungenauen Ball nicht abschließend nehmen dürfen. Mit winzigem Glück hätte Müller heute zehn Tore geschossen, Reus sieben Tore, Gündogan vier Tore, Kroos drei usw. Marion Götze hatte sich leider gegen Irland verletzt.

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Die Hector, Hummels, Boateng, Ginter Abstimmung und Angriffsvaribilität muss noch verbessert werden. Der Spieler Schürrle, der im Kopf zu langsam ist, fällt immer dann qualitativ raus, wenn es kreativ und beschleunigt läuft. Schürrles erreicht seine eigene Sprintschnelligkeit und Abstaubermöglichkeiten so gut wie niemals im Kopf, nur ausnahmsweise.

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Das Spiel für Deutschland gegen Georgien hat allerdings Torwart Manuel Neuer gewonnen.

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Neuer hatte unglaubliche Rettungsszenen, denn die eigentlich vollkommen unterlegenen Georgier konnten immerhin etliche Torchancen erspielen und abschließen – nur Neuer hielt einfach wie verrückt. Auch der georgische Torwart hielt sehr gut.

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Nach Einwechslung von Max Kruse gegen André Schürrle fiel aus einem direkten Kombinationsfluss der sofortige Abschluss mit Links von Kruse gegen die Laufrichtung volley, unhaltbar ins georgische Toreck zum 2:1 Endstand.

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Trainer Löw hat die Qualifikation sehr gut erfolgreich gearbeitet und sollte jetzt mal Forderungen gegenüber der FIFA artikulieren. Denn nur der Trainer kann die Meinungsfreude der Auswahlspieler akzellerieren, die „naturgemäß“ die sportpolitischen Opportunisten und Dummbaxe spielen.

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