Schoki-Test SCHO-KA-KOLA 16 Ecken Koffein-Schokolade Vollmilch 30% Kakao

Dezember 4, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9787

am Donnerstag, 5. Dezember 2019

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Dietmar Moews meint:

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„I

Die wilden Wasser, sagt man, hat entbunden

Ein Lehrling einst, vorwitzig und vermessen,

Doch hinterdrein den Zauberspruch vergessen,

Der streng die Elemente hält gebunden.

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Ein tödlich Pulver, sagt man, zu erkunden,

Hat einst ein Mönch sich überklug vermessen,

Und als er eben recht darauf versessen,

Im Zauberdampf den eignen Tod gefunden.

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So habt den Zeitgeist ihr gebraut, gemodelt,

Und wie so lustig dann der Brei gebrodelt,

Ihm eure Zaubersprüche zugejodelt.

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Und da’s nun gärt und schwillt und quillt – was Wunder,

Wenn platzend dieser Hexentopf jetzunder

Euch in die Lüfte sprengt mit allem Plunder!“

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(Joseph von Eichendorff 1788-1857; „Die Altliberalen“, nach 1844)

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Ich probierte eine deutsche SCHO-KA-KOLA 16 Ecken Koofein Schokolade Vollmilch 30% Kakao, industriell hergestellt von dem deutschen Hersteller SCHO-KA-KOLA GmbH, D-22848 Norderstedt.

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Kurz vorab: Diese Schokolade, die in 16 Ecken in zwei Lagen, die traditionell in einer kreisrunden Blechschachtel, in weltbekanntem, inzwischen leicht modifizierten Design, hier in der Farbvariante zu dem „klassischen“ Rot, in Blau, seit dem Jahr 1935 am Markt ist, muss als Besonderheit herausgehoben werden:

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Man drückt auf eine Deckelmarkierung, dreht den Dosendeckel ab und es kommt ein kräftig anregender Duft heraus – wobei vielleicht die Vorkenntnis, es handele sich um einen Kraftspender, eine Energieschokolade, schon mit gerochen wird. Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Vollmilch-Schokolade eigentlich das Liebste. Die acht Dreiecke (100 g) Dreiecksegmente sind massiv, äußerlich fein, eigentlich aber pro Stück zu groß, es sei denn man isst aus Hunger. Die Konsistenz und der Schmelz überzeugen eigentlich nicht – sind vergleichsweise unfein und viel zu süß. Sie ist nicht fett, und nicht im Mund klebend.

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Die Geschmacksidee dieser Vollmilchschokolade zuzubereiten, ist auf den Geschmack der Kaffee und Koka Geschmackserwartungen gerichtet. Es handelt sich um Blend-Kakao, also um ein Geschmacksgemisch (nicht Bean to Bar). Aber schon die Inhaltsangabe, wo es 30% Kakao mindestens heißt, aber z. b. 34,5 % Fettgehalt und keine Angabe für Kakaobutteranteil am Fett – ist die Frage, woher kommt der Fettgehalt (bei 100 g Gesamtgewicht)? Und so ist anzunehmen, dass die 34,5 % Kakao, nicht vom Fett geschiedenes Kakaopulver, sondern Kakaomasse ist, also Kakaopulver einschließlich Kakaobutter bzw. Fettbeigabe, die aber nicht angegeben wird. Auch der Gewichtsanteil Sojalecithin wird nicht ausgeweisen. Dann wird ein Zuckeranteil angegeben, der nicht der hochkarätige Rohrohrzucker ist, sondern einfach „Zucker“. Dazu kommt der hier kritisch betrachtete Emulgator mit der Pauschalbezeichnung Lecithin, der hier vermutlich eine Verschleimung und preisgünstiges Gewichtmachen fördert. Es kann der Abrundung dienen – zumindest dem Textaufdruck entsprechend. Der ungewöhnliche Geschmack ist vergleichsweise bonbonartig und als zusätzliche Geschmacks-Komponenten Kaffee und Koka.

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Das Beißen, Kauen, Lutschen der Schokolade im Mund ist übersüß. Es mutet an, wie beim Trinken von billigem Wasserkakao. Man möchte mengenmäßig nicht viel mehr, als die Testprobe.

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1935 wurde Scho-Ka-Kola in Berlin von der Firma Hildebrand, Kakao- und Schokoladenfabrik GmbH erfunden und im darauf folgenden Jahr anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1936 als „Sportschokolade“ eingeführt. Sie wurde auch vom Schokoladenhersteller Sprengel in Hannover produziert, der deswegen 1936 als für die Wehrwirtschaft wichtiger Betrieb anerkannt wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie umgangssprachlich als „Fliegerschokolade“ bezeichnet, da sie Bestandteil der Luftwaffenverpflegung war, aber auch der Verpflegung anderer Waffengattungen, z. B. U-Bootbesatzungen oder Heer. In diesem Zusammenhang spielt sie auch eine tragende Rolle in dem Kinofilm Rosen für den Staatsanwalt von 1959. SCHO-KA-KOLA wurde inzwischen stets mit wechselnden Eigentümern als Produkt beibehalten und ist erfolgreich.

 

Dieser Hersteller wird bei Georg Bernardini in seinem Schokoladen-Almanach „Der Schokoladentester“ nicht vorgestellt. Weil Bernardini nur BEAN to BAR- Spitzen-Leistungen vorstellt. Das ist hier nicht so puristisch.

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Der Kaufpreis – mit 2 Euro 49 Cent – ist günstig, Aufmachung und Verpackung angenehm und praktisch, zum Inhalt passend. Die Packung ist wiederverschließbar.

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Vollmilchschokolade – Zutaten: Zucker, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Kakaomasse, Kaffee (2,6g) und Kolanusspulver (1,6g), Emulgatoren: Lecithin, E: 476 Aroma(?!)

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Dazu auf der Hinterseite eine Nährwert-Analyse-Tabelle in Deutsch und Englisch, in winziger Schriftgröße, weiß auf blauem Grund, die keine Mensch ohne Sehhilfe ablesen kann – Angaben für 100 Gramm.

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Brennwert: 553 kcal /2302kJ,

Fett 34,5 g

davon gesättigte Fettsäuren 21,8 g

Kohlenhydrate 50,7 g

davon Zucker 50,7 g

Ballaststoffe 7,3

Eiweiß: 6,2 g,

Salz 0,13 g

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EMPFEHLUNG: Wer eine helle Vollmilchschokolade geringer Qualität erwartet, wird hier zu teuer bezahlen. SCHO-KA-KOLA ist ein rustikaler Klassiker.

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Fazit: Das Ergebnis der Verkostungen ist gut, gutes Design, normale Zutaten und spezielles Rezept, überzeugend umgesetzt. Die Qualität des verwendeten Kakaos ist völlig vom Zucker und den Zuschlägen verdeckt.

Diese Vollmilch Koffein-Schokolade hat erhebliche Mängel im Aroma und im Geschmack. Zu viel Zucker, Kaffee, Salz und Koka überlagern den Kakao. Lecithin verhuscht das Gemisch.

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EMPFEHLUNG: Empfehlenswert zur Probe. Zwei von SECHS COLA-DOSEN.

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Guterres beim UN-Gipfel reklamiert Klimawandel

Dezember 2, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9781

am Dienstag, 3. Dezember 2019

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In Madrid hat die 25. UN-Klimakonferenz begonnen.

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Bei der auf zwölf Tage angesetzten Weltklimakonferenz hat Chile mit seiner Umweltministerin Carolina Schmidt den Vorsitz. Wegen der Unruhen in Chile sprang aber Spanien kurzfristig als Gastgeberland ein. Erwartet werden rund 29.000 Teilnehmer aus fast 200 Ländern,

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Zum Auftakt wählte UN-Generalsekretär Antonio Guterres eindringliche Worte, um das Ausmaß der Klimakrise deutlich zu machen und ein rasches Umsteuern einzufordern.

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Die Menschheit müsse wählen zwischen dem Weg der „Hoffnung“ und dem der „Kapitulation“ beim Klimaschutz. „Wollen wir wirklich als die Generation in Erinnerung bleiben, die den Kopf in den Sand steckte, die herumbummelte, während die Erde in Flammen stand?“, fragte er.  Guterres sprach von einem „Krieg gegen die Natur“, der beendet werden müsse. „Wenn wir nicht schnell unseren Lebensstil ändern, gefährden wir das Leben an sich.“ 

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n-tv.de am 2. Dezember 2019:

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„Vertreter aus 200 Ländern kommen in Spaniens Hauptstadt zusammen, um über nicht weniger als das Überleben des Planeten zu verhandeln. Als UN-Generalsekretär Guterres ans Podium tritt, hat er eine unmissverständliche Botschaft – auch an die EU.

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Vor den Vertretern aus fast 200 Ländern, zu denen auch rund 40 Staats- und Regierungschefs zählten, machte Guterres keinen Hehl aus seiner „Frustration“ über die unzureichenden Klimaschutzmaßnahmen. Die Welt stehe an einem „Wendepunkt“ und könne nun den „Weg der Hoffnung“ einschlagen: „Einen Weg der Entschlossenheit und der dauerhaften Lösungen. Einen Weg, bei dem die fossilen Energien bleiben, wo sie sind – im Boden und bei dem wir bis 2050 CO2-Neutralität erreichen.“ Dazu müsse die „Abhängigkeit von der Kohle“ aufgegeben werden, mahnte Guterres.

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… Ihr Klimaziel für 2020 wird die Bundesregierung aber verfehlen: Statt einer Emissionsminderung um 40 Prozent werden voraussichtlich nur 32 Prozent erreicht. Umweltorganisationen kritisieren zudem das neue Klimapaket der Bundesregierung auch wegen des erst 2038 vorgesehenen Kohleausstiegs als enttäuschend….

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Mit Blick auf die von der jungen Schwedin Greta Thunberg initiierten weltweiten Klimaschutzbewegung Fridays for Future sagte Guterres in Madrid, die Regierungen sollten „den Menschenmassen, die den Wandel fordern“, zuhören und wissenschaftliche Erkenntnisse über die Gefahren des Klimawandels nicht ignorieren. „Weniger zu tun, hieße die Menschheitsfamilie in ihrer Gesamtheit und alle künftigen Generationen zu verraten“, warnte der UN-Generalsekretär.

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Zu den Knackpunkten der Verhandlungen gehören Hilfen für die Entwicklungsländer bei der Bewältigung klimabedingter Schäden sowie konkrete Regeln zur Einbeziehung von Marktmechanismen bei der Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens. Umweltorganisationen dringen darauf, dass in Madrid zumindest ein paar große Emittenten wie die EU eine Anhebung ihrer Klimaschutzziele fest zusagen.

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Die bisherigen Klimaschutzpläne der Staaten reichen bei Weitem nicht, um die Erderhitzung, wie 2015 in Paris vereinbart, auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen. Geht es weiter wie bisher, könnten es bis Ende des Jahrhunderts stattdessen im Mittel knapp 4 Grad mehr sein.

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Der Vorsitzende des Weltklimarats IPCC, der koreanische Klimaökonom Hoesung Lee, sagte, die fatalen Folgen der Erderwärmung kämen schneller und massiver als angenommen, etwa beim Anstieg der Meeresspiegel und der Erwärmung der Ozeane. Es seien Veränderungen der Lebens- und Wirtschaftsweise ungekannten Ausmaßes nötig. „Wir sind nicht einmal ansatzweise dabei, den Klimawandel zu bekämpfen.“

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DLF.de am 2. Dezember 2019 von Volker Mrasek:

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„Weltklimakonferenz Neue Fakten zum Klimawandel

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Seit 1881 ist es in Deutschland laut Deutschem Wetterdienst um 1,5 Grad wärmer geworden – und seit den 60er-Jahren war jede Dekade wärmer als die vorige. Um die Erwärmung der Erde auf höchstens zwei Grad zu begrenzen, müssten die Treibhausgas-Emissionen sinken. Stattdessen steigen sie weiter.

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Schon vor knapp 25 Jahren trafen sich die Staaten der Erde erstmals zum Weltklimagipfel. Schon vor zehn Jahren hielten sie fest, dass nunmehr „tiefe Einschnitte“ nötig seien, um den Klimawandel zu bremsen. Der Ausstoß der Treibhausgase Kohlendioxid, Lachgas und Methan muss rasch und kräftig zurückgehen. Das war damit gemeint. Doch geschehen ist bis heute nichts. Die Welt-Meteorologie-Organisation legte in der vergangenen Woche ihr neues Treibhausgas-Bulletin vor. Ihr Generalsekretär, der finnische Meteorologe Petteri Taalas:

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Wir haben 2018 wieder einen neuen Rekord beim Kohlendioxid-Gehalt der Luft aufgestellt. Denn die globalen Emissionen sind weiter gestiegen. Das gleiche Bild beim Lachgas: Es nimmt weiter zu, so dass wir auch hier für 2018 neue Rekordwerte sehen. Der Anstieg von Methan im vergangenen Jahr war sogar der zweithöchste im ganzen Jahrzehnt. Aus unserer Sicht ist das schon etwas alarmierend.“

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Wenn man die Klimawirkung von Lachgas und Methan in sogenannte CO2-Äquivalente umrechnet, beliefen sich die Gesamt-Emissionen im Jahr 2018 auf über 55 Milliarden Tonnen. Das war so viel wie nie zuvor. So wird es immer schwerer, das erklärte Ziel der Klimadiplomatie zu erreichen: die Erwärmung der Erde auf höchstens zwei Grad zu begrenzen – oder, besser noch, auf 1,5 Grad. Realistisch betrachtet ist das schon nicht mehr zu schaffen. Das verdeutlicht die neue Ausgabe des „Emissionslücken-Reports“ der Vereinten Nationen. Die dänische Ökonomin und Hauptautorin Anne Olhoff:

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… Im Paris-Abkommen machten Industrie- und Schwellenländer vor vier Jahren freiwillige Angebote für verstärkte Klimaschutz-Maßnahmen. Doch die gelten als unambitioniert und reichen bei weitem nicht. Auf dem Klimagipfel in Madrid gehe es vor allem darum, diese Angebote kräftig nachzubessern, so Anne Olhoff:

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Auch in Deutschland ist kurz vor dem Klimagipfel in Madrid ein neuer Report erschienen. Das Umweltbundesamt veröffentlichte zum zweiten Mal einen nationalen Klima-Monitoringbericht. Vorgestellt wurde er vor wenigen Tagen in Berlin. Der Meteorologe Thomas Fuchs vom Deutschen Wetterdienst lieferte dabei Zahlen und Trends:

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…Der Klimawandel sei aber auch ein Gesundheitsrisiko, betont die Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger:

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Menschen sterben durch die Erderhitzung, weil ihre Körper sich nicht mehr anpassen können. Im Jahr 2003 etwa sind in Deutschland 7.500 Menschen mehr gestorben, als ohne Hitzeperiode zu erwarten gewesen wäre. Und in den Jahren 2006 und 2015 gab es jeweils 6.000 zusätzliche Todesfälle. Man kann auch sagen: Das ist im Grunde die größte Naturkatastrophe, die wir in Deutschland in den letzten 50 Jahren hatten. Es ist in der Tat dieses Phänomen.“

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Es heißt, man könne sehenden Auges in die Katastrophe steuern. Im Fall des Klimawandels muss man immer mehr befürchten, dass es so kommt.

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Dietmar Moews meint: Weltherrschaft ist machtbedingt. USA, ISRAEL, CHINA, RUSSLAND, PAKISTAN, INDIEN, NORDKOREA – können ganz extreme Aggressionskriege zur Irritation der Weltordnung anfangen.

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Das System der Weltfinanz, eng an den US-Dollar gebunden, hat das weitreichendste Machtnetz – durch die internationalen Finanzspiele und durch ein weltweit verteiltes Militärsstützpunkte-Netz.

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Auch die Volksrepublik China kann heute sowohl handelspolitisch und militärisch wesentlich Druck ausüben. China hat inzwischen viele Handelspartner auf die chinesischen Weltherrschaftsansprüche eingestimmt, besonders auch südlich des Sahel bis Südafrika.

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Deutschland hängt inmitten Europas an den USA, zwischen den geopolitischen Nachbarn, die jeder – ob GB, ob Frankreich, ob Russland oder Türkei – Sonderambitionen verfolgen.

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Für Deutschland zählt die Abhängigkeit von der Besatzungsmacht USA, ungeachtet der NATO- und der EU-Mitgliedschaft.

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AG Arsch huh von Köln

November 28, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9767

am Freitag, 29. November 2019

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„Arsch huh, ZÄNG ussenander“

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Arsch huh, Zäng ussenander (Kölsch für Arsch hoch, Zähne auseinander) ist das Motto einer Kölner Kampagne gegen rechte Gewalt – Musiker-Initiative in Köln seit 25 Jahren.

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Kölner Stadt-Anzeiger, Seite 28, am 26. November 2019 von Stefan Worring:

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„Klartext der AG Arsch huh: „Su läuf dat he“.

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Kölsche Musiker wehren sich gegen die Vereinnahmung ihrer Lieder durch rechte Gruppen

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ARSCH HOCH! – gegen rechte Propaganda in Köln und anderswo.

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„Wir kölschen Sänger wollen uns dagegen wehren, dass die Rechten unsere Lieder abzocken“, sagt Arno Steffen in die Laufende Kamera. „Mit Blut- und Boden-Romantik han mer nix am Hoot“, ergänzt Tommy Engel, „die rechten sollten ihre eigenen Lieder machen, dann sieht man, wenn sie die Masken fallen lassen.“ Videodreh der AG Arsch huh, Media Motion in Mühlheim hat ein Studio kostenlos zur Verfügung gestellt. Auch Henning Krautmacher, Sven Welter und Peter Brings bringen ein Statement stellvertretend für ihre Bands Höhner, Paveier und Brings. Dann setzt die Gitarre ein, und „Su läuf dat he“, der neue Song der Initiative gegen Rassismus und Neonazis, erklingt. Auch mehr als 25 Jahre nach dem legendären Konzert auf dem Chlodwigplatz sind die Stimmen der Initiative gefragt. Die Musiker wehren sich aktuell dagegen, dass ihre Songs von den Rechten missbraucht werden. So haben etwa die Höhner einen Prozess gegen die Nutzung ihrer Lieder zu Wahlkampfzwecken durch die NPF angestrengt und gewonnen. …

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…Die AG Arsch huh unterstützt auch den für Freitag, 29. November, geplanten weltweiten Streik der Fridays for Future Bewegung: Bei der um 11 Uhr auf dem Hohenzollernring beginnenden Kundgebung werden Musiker der AG das Bühnenprogramm gestalten und natürlich auch „Su läuf dat he“ spielen … 40 Minuten BÜhnenprogramm auftreten. Zum Abschluss der Veranstaltung, nach dem Demonstrationszug durch die Stadt, werden dann ab 15 Uhr die Rapper von Fidel Kastro auf der Bühne stehen.“

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Dietmar Moews meint: Dass es in Köln Sitte ist, dass unter den elf Kölschen Geboten, nach der Regel „JEDER JECK IST ANDERS“ eine freimütige und eher gleichgültig bis tolerante Lebensfreude angesagt ist, sind rechte Ideen überhaupt gar nicht gefragt.

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Wer RECHT und ORDNUNG fordert, weil ihm die Vielfalt des öffentlichen Lebens stinkt, der wird in Köln nicht groß beachtet, wenn er nicht Argumente vortragen kann.

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LEBENSDIENLICHKEIT ist anerkannt – dabei darf jeder Spinner auf eigenen Kosten spinnen, so viel ihm einfällt.

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In der Parteipolitik lässt sich die kölsche Grundkonzeption nicht Eins zu Eins organisieren. KÖLSCHE KLÜNGEL ist nur eine banale Kostenrechnung, wenn gemeinnützige Leistungen sich selbst Belohnung abholen. Es ist immer schmuddelig, unästhetisch und keinesfalls „BEST PRACTICE“ – die Kölner erwarten das gar nicht anders. Wer Ästhetik proklamiert wird zum EFFZEH geschickt, wo der Neger mit dem Ziegenbock tanzte.

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So gesehen ist „ARSCH HUH“ ein Schlachtruf, der lustig ist, so lange damit nicht die ernste Aufforderung gemeint wäre, sich durch eigene Anstregung an Verbesserungen zu betätigen. Anders ist es mit der „ARSCH HUH“- als Ablehnungsgemeinschaft gegen die Rechten. Mit „gegen das Böse und für das Gute“ ist die niederrheinische Staatsräson einfach und gut.

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Kunst: Über das Geld: Die Kunst kritisiert ihre privaten Geldgeber

November 27, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9765

am Donnerstag, 28. November 2019

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Man muss immer ganz genau hören und lesen, was exakt gesagt wird – hier ist die Rede von Geld, das Wort Kunst in diesem Zusammenhang ist Schwachsinn, denn es geht nicht um Kunst; außerdem kann „die Kunst“ gar nicht sprechen. So ist auch der Titel dieses DLF-Formats nicht ungenau – es ist irreführend und falsch.

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Der vom Deutschlandfunk eingebootete Autor Jörg Heiser ist weder Künstler, noch macht er seine großkotzigen Überflüge über Kunst, deren Kunstwert er überhaupt festzustellen befähigt ist. Heiser ist staatliche DIENSTKLASSE. Er direktiert die Universität der Künste in Berlin.

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Da ist dann ganz einfach „Fotografie Kunst“. Und ein Fotograf ist damit Künstler. Das ist jederzeit leicht verständlich zu falsifizieren. Denn es handelt sich bei Fotografie immer um handwerkliche Dienstleistung, die im Fremdauftrag wie im Selbstauftrag vermarktet wird.

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Natürlich ist ein unmusischer handwerklich unbegabter Friseur, ein Koch und ein Florist ebensowenig ein Klient der Kunstuniversität wie ein Fotograf der knipst, was das Licht hergibt. Ein begabter Hausarzt mit klinischem Blick darf ebenso wie ein Tischler, der eine Gärung sägen kann, „künstlerisch“ tätig. Doch die Kunst, die hier immer wieder auch über Mäzenatentum der Kunst historisch angerufen, ist doch von ganz anderer, viel extremerer sinnlicher Qualität gekennzeichnet als nur ein einwandfreier Haarschnitt oder eine kariöse Zahnbaustelle nach erfolgreicher Füllung.

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Bei diesem DLF-Simulanten wird man also durch Aufnahme in die Künstler-Sozial-Versicherung ein Künstler; dabei ist dies lediglich die Klientelisierung des gesamten Kunstsektors und der derart kastrierten Kunstfreiheit, die hierdurch mit 10 000 oder 20 000 KSV-Mitgliedern das gesamte Berufsfeld der Künstler qualitativ mit Banalitäten fluten.

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Die KSV ist dabei ein Baustein.

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Das Finanzamt, dass jeder Verkaufsbezahl-Quittung, die als Kunstkauf hingestellt wird, ebenfalls sowohl solche Ware zur Kunst macht, den Produzenten zum Künstler und damit eine vollkommen volkswirtschaftlich

definierte Kunst etabliert. Das ist die OKF (Organisierte Kunst Förderung) in der Bundesrepublik Deutschland.

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DLF.de am 26. November 2019 vom Jörg Heiser:

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„Über das Geld: Die Kunst kritisiert ihre privaten Geldgeber

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Waffenhändler, Oligarchen, Ex-Banker, Konzerne mit dubiosen Geschäftsmodellen: In der zeitgenössischen Kunst gibt es immer mehr Fälle, bei denen die zweifelhafte Herkunft von Geldern zur Finanzierung von Kunst zu Protesten und Rücktritten führt. In den USA spitzt sich die Lage zu.

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Die Fotografin Nan Goldin wehrt sich hartnäckig gegen den Einfluss der Mäzenatenfamilie Sackler. Diese verdiente Milliarden durch den Verkauf des Schmerzmittels Oxycontin. Es gilt als Hauptursache für die Opioid-Krise in den USA, der pro Jahr Tausende Süchtige zum Opfer fallen.

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Ein Blick in die Kunstgeschichte zeigt, dass Künstler seit jeher der Verführung durch Macht und Geld aus oft dubiosen Quellen ausgesetzt waren. Was lässt sich daraus lernen? Wie soll man mit dem Geld privater Mäzene und Sponsoren umgehen? Wo verläuft die rote Linie? Und was tun die Künstler, um sich zu positionieren? Beißen sie die Hand, die sie füttert?

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Jörg Heiser ist Direktor des Instituts für Kunst im Kontext an der Universität der Künste in Berlin. Zuvor war er fast zwei Jahrzehnte Redakteur der britischen Kunstzeitschrift „frieze“ und schreibt unter anderem für die „Süddeutsche Zeitung“. 2018 war er Ko-Kurator der Busan-Biennale in Südkorea. 2007 erschien sein Buch „Plötzlich diese Übersicht. Was gute zeitgenössische Kunst ausmacht“, zuletzt 2016 der Band „Doppelleben. Kunst und Popmusik“.

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Aktuelle Fälle von dirty money in der Kunst

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Die Kunstgeschichte kennt Sammler und Mäzene, ohne deren Zuwendungen bedeutende Künstler, ja ganze Künstlermilieus nicht hätten überleben können. Aber sie ist auch voller Beispiele von Reichen und Mächtigen, die versuchen, ihren rücksichtslosen Umgang mit Geld und Macht durch Kunst zu adeln, zu übertünchen und reinzuwaschen. Gegenwärtig erleben wir in dieser Hinsicht einen besonders zugespitzten Moment. In jüngster Zeit häufen sich Skandale um Geldgeber und Museumspatrone, die in zwielichtige oder zumindest ethisch fragwürdige Geschäfte verwickelt sind.

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Im vergangenen Juni etwa berichtete die britische Tageszeitung The Guardian, eine ehemalige Goldman-Sachs-Bankerin namens Yana Peel habe ihr Geld in einen Investmentfond gesteckt. Dieser habe wiederum die israelische Softwarefirma NSO erworben. Sie sei nun also Miteigentümerin jener Firma, die die Cyberüberwachungs-Software „Pegasus“ herstellt, mit der Smartphones infiltriert werden können. Und genau damit ist mutmaßlich der Journalist Jamal Kashoggi vor seiner bestialischen Ermordung im saudischen Konsulat in Istanbul ausgespäht worden. Auch die mexikanische Regierung soll die Pegasus-Software eingesetzt haben, unter anderem gegen Journalisten, die eine unaufgeklärte Bus-Entführung von 2014 untersuchten, in deren Folge 43 Studenten ermordet wurden.

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Diese Yana Peel also, deren Geld nun in jener auf Cyberkriegsführung spezialisierten Firma steckte, war zugleich geschäftsführende Direktorin der Serpentine Gallery, einer renommierten Kunsthalle in London. Sie hatte zudem 2018 als Jury-Mitglied den „Freedom of Expression Award“ an eine Menschrechtsorganisation mitverliehen, die in Ägypten von Geheimdiensten mittels Cyber-Attacken aufs Korn genommen wurde.

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Vier Tage nach Erscheinen des Berichts im Guardian trat Peel von ihrem Posten zurück. Aber nicht reuige Einsicht hatte sie zu ihrem Schritt bewogen. Vielmehr hatten zwei Künstler, die gerade mit der Serpentine zusammenarbeiteten, Unterschriften zahlreicher Künstler und Intellektueller für einen Protestbrief gesammelt. Zum einen der britische Designer James Bridle, Autor des vielbeachteten Buches „New Dark Age“, einer hellsichtige Dystopie der digitalisierten Welt. Zum anderen die deutsche Künstlerin Hito Steyerl, deren essayistische Videoinstallationen an allen bedeutenden Kunstorten gezeigt wurden, von der Kasseler Documenta bis hin zum Museum of Modern Art in New York. Der Widerspruch zwischen Peels Rhetorik und ihrem Geschäftsgebaren war allzu deutlich geworden. Doch als sie zurücktrat, schickte sie jenen, die ihre Demission gefordert hatten, noch eine Drohung hinterher. In einer Erklärung bezeichnete sie die Proteste nämlich als „toxische persönliche Angriffe“ und schrieb weiter:

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Wenn Kampagnen dieser Art sich fortsetzen, riskieren die wertvollen Institutionen der Kunstwelt – welche so wichtig für unsere Gesellschaft sind – eine Erosion privater Unterstützung. Dies wird ein großer Verlust für alle werden.“

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Selten hat jemand öffentlich so unumwunden mit dem Liebes-, sprich: Geldentzug durch die Elite der Superreichen gedroht.

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Die Kunstwelt ist ein wunderbarer Ort, um Waffenhändler im Ruhestand kennenzulernen.“ Das hat der britische Künstler Jeremy Deller einmal gesagt. Nur, möchte man anfügen, dass die Waffenhändler, die man dort trifft, erstens gar nicht im Ruhestand sind und zweitens erheblichen politischen Einfluss haben. Da ist etwa Warren Kanders, bis vor kurzem Vize-Vorstand im Beirat des New Yorker Whitney-Museums. Das Unternehmen „Sierra Bullets“, an dem er Anteile besitzt, produziert Hochgeschwindigkeitsgeschosse, die mutmaßlich von der israelischen Armee an der Grenze zu Gaza auch gegen Unbewaffnete eingesetzt wurden. Und seine Firma „Safariland“ stellt unter anderem Tränengaspatronen her, mit denen an der US-Mexikanischen Grenze Asylsuchende beschossen wurden.

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Als dies im November 2018 bekannt wird, beginnt eine monatelange Protestwelle, an der sich auch viele Mitarbeiter des Museums beteiligen. Im Februar schreibt der Documenta-Künstler Michael Rakowitz eine Solidaritätsnote und zieht seine Arbeit von der renommierten Whitney-Biennale zurück. Eine Aktivisten-Gruppe namens „Decolonize This Place“ demonstriert immer wieder vor Ort. Doch erst im Juli, nachdem sich acht weitere Künstler aus der Biennale zurückziehen, wird der Druck zu groß: Kanders gibt seinen Sitz im Museumsbeirat auf. Es dauerte also deutlich länger als bei Yana Peel. Doch ähnlich wie sie veröffentlichte Warren Kanders ein Statement, in dem er sich als Opfer einer Schmutzkampagne darstellte. Unterton: „Ihr werdet schon sehen, wo eure Undankbarkeit hinführt!“

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Wie kommt es, dass sich – dessen ungeachtet – die Kunstszene immer weniger mit der Sammlertätigkeit oder scheinbarer Philanthropie von Leuten abfinden mag, deren Vermögen auf dubiose Weise zustande kam oder sich solcherart weiter vermehrt? Denn dieses Unbehagen ist nicht selbstverständlich. Historisch betrachtet waren Künstler nicht nur abhängig von den Aufträgen der Kirche, der Königshäuser, der Adelsgeschlechter oder bürgerlicher Dynastien wie den Medicis – ihre größten Werke entstanden überhaupt erst im Glanze deren Reichtums! Mit der sukzessiven Entstehung einer bürgerlichen Öffentlichkeit zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert öffnete sich das Spektrum, an denen Kunst stattfand. Neue Orte und Milieus kamen hinzu. Zugleich erweiterte sich auch das Spektrum des Darstellbaren. Im 19. und 20. Jahrhundert kam der moderne Nationalstaat als Großauftraggeber für riesige Denkmäler und Monumentalgemälde hinzu. Im realexistierenden Sozialismus bestimmte beinahe ausschließlich der Staat, welche Künstler Aufträge erhielten und welche nicht.

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Der Wohlfahrtstaat westlicher Prägung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nährte hingegen die Vorstellung, dass sich die Künstler dank öffentlicher Zuwendungen aus der Abhängigkeit von den Reichen und Mächtigen würden befreien können und dabei zugleich an künstlerischer Freiheit gewännen. Hinzu kamen die utopischen Befreiungs- und Kollektivierungsvorstellungen der 68er-Generation. Doch in den 2000er- und frühen 2010er Jahren freundete sich die Kunst wieder regelrecht damit an, refeudalisiert zu werden.

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Die Kunst spiegelte damit exakt die gesellschaftliche Entwicklung in Sachen Reichtum: In vielen Ländern sanken und sanken die Steuersätze für Topverdiener. Zugleich trat eine neue globale Elite von Sammlern aus Lateinamerika oder China hervor. Auch die Finanzkrise von 2008 stoppte diese Entwicklung nicht. Im Gegenteil: Sie befeuerte sie noch, denn in Zeiten extrem niedriger Zinsen wächst die Attraktivität von Kunst als Investitions- und Spekulationsobjekt. Davon profitieren vor allem mächtige Großgaleristen wie Gagosian oder Hauser&Wirth und die von ihnen vertretenen Künstler, denn deren Status ist bereits durch museale Weihen abgesegnet. Das macht die Investition in ihre Werke weniger riskant und erhöht den Prestigegewinn für den Sammler.

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Die französischen Soziologen Luc Boltanski und Arnaud Esquerre bezeichnen diese Veredelung des kulturell Abgesicherten als Bereicherungsökonomie. Denn die Veredelung bringt ja nicht nur Renommee, sondern potentiell auch Profit. In ihrem 2018 erschienenen Buch „Bereicherung – eine Kritik der Ware“ widmen die beiden Autoren einen längeren Abschnitt der Entwicklung der südfranzösischen Stadt Arles.

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Dort, wo einst Lokomotiven hergestellt wurden, ist nun Tourismus die wichtigste Einnahmequelle. Nicht das antike und mittelalterliche Erbe der Stadt alleine hat diese Entwicklung möglich gemacht, sondern auch die Großinvestition einer Schweizer Milliardärin. Maja Hoffmann ist Erbin des Pharmariesen Hoffmann-Laroche und sitzt in zahlreichen Museumsbeiräten, vom New Museum in New York über die Londoner Serpentine bis zur Zürcher Kunsthalle. Hoffmann hat im großen Stil Geld in die Stadt Arles gesteckt, kurioserweise während der Amtszeit eines kommunistischen Bürgermeisters, der die Investorin mit offenen Armen begrüßte. Für 10 Millionen Euro kaufte sie das ehemalige Reparaturwerk der französischen Eisenbahn und baute es für ihre LUMA-Foundation um. Diese zeigt zeitgenössische Kunst im großen Stil. Rund 150 Millionen Euro hat sie alleine für einen vom Stararchitekt Frank Gehry erbauten 57-Meter-Turm mit schimmernder Aluminiumhaut bezahlt – die größte private Kulturinvestition in Europa. Das zielt auf den Bilbao-Effekt, denn das dortige, 1997 eröffnete Guggenheim-Museum, ebenfalls von Gehry erbaut, machte die nordspanische Stadt im Handumdrehen zum Tourismus-Magneten.

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Boltanski und Esquerre wollen nicht Maja Hoffmann ihr Mäzenatentum ankreiden, sondern auf eine ökonomische und gesellschaftliche Entwicklung hinweisen. Denn die einstige Industriestadt Arles wird nun wie Bilbao zwar zum Anziehungspunkt für wohlhabende Kultur-Pilger, und einige hundert Arbeitsplätze sind so auch entstanden. Zugleich aber liegt die Arbeitslosenquote nach wie vor mit 11,8 Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt von 8,7 Prozent. Bei der Europawahl holte Marie Le Pens Partei Rassemblement National in Arles über 32 Prozent. Und bei den Kommunalwahlen im Frühjahr 2020 könnte der Kandidat der Rechtsextremen ins Rathaus einziehen. Wie sich das mit dem neuen Kulturstolz der Stadt verträgt, bleibt abzuwarten.

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In der Bereicherungsökonomie, im Trend zur Veredelung, hat sich die Kunst in den letzten Jahren gemütlich eingerichtet. Doch die Stimmung ist gekippt. Die Künstler sind aus dem Halbschlaf erwacht, in den sie diese für sie zunächst verlockende Entwicklung fallen ließ. Nun sind bereits vielerorts rechte bis rechtsextreme Populisten an die Macht gekommen. Die Kehrseite der Bereicherungsökonomie besteht nämlich aus einem weltumspannenden Desaster-Kapitalismus. So hat ihn bereits 2007 die kanadische Publizistin Naomi Klein benannt. Dieser Desaster-Kapitalismus funktioniert nach dem Prinzip der Disruption: Unterhöhle, ja zerrütte die staatlichen und zivilgesellschaftlichen Standards und ersetze sie durch unberechenbaren Irrsinn und falsche Behauptungen!

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Dann profitierst du vom Chaos. Finanziere beispielsweise seltsame Institute, die den Klimawandel mit pseudowissenschaftlichen Argumenten leugnen. Oder unterstütze Politiker, die behaupten, dass sie für die kleinen Leuten eintreten, während sie tatsächlich deine Taschen füllen.

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Also die Taschen jener Magnaten und Oligarchen, die mit Finanzprodukten, Waffen oder fossilen Brennstoffen handeln – und die in jeder sozialen Bewegung für Emanzipation und Ökologie eine Bedrohung ihrer Geschäftsmodelle sehen. Donald Trump, Boris Johnson, der ungarische Premier Victor Orban oder der brasilianische Präsident Bolsonaro sind diejenigen, die mit täglichen Grenzüberschreitungen und Ablenkungsmanövern diese Disruption ausagieren. Diese Killer-Clowns des Desaster-Kapitalismus werden von Künstlern – und zwar zurecht! – schon allein als Bedrohung gesehen, weil sie alles andere als kunstsinnig sind. Jair Bolsonaro etwa hat Kunst und Wissenschaft unverhohlen zu Feinden erklärt. Das Kulturministerium hat er abgeschafft und den staatlichen Universitäten das Budget um 30 Prozent gekürzt. Und Künstler, die öffentliche Förderungen erhalten, werden von seinen Anhängern als Schmarotzer beschimpft. Nun befinden sich unter jenen Superreichen, die dieses Spiel der Disruption betreiben oder sich durch fragwürdige Geschäfte bereichert haben, auch bedeutende Kunstsammler, Mäzene großer Museen und Mitglieder in Museumsbeiräten. Vor allem der Fall der Familie Sackler hat für Schlagzeilen gesorgt.

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Die Sacklers, nach denen zahlreiche Museumsneubauten und Museumsflügel benannt sind, haben am opioidhaltigen Schmerzmittel Oxycontin Milliarden verdient. Seit den 1990er Jahren wurden diese Tabletten massenweise verschrieben, wobei man deren stark süchtigmachende Wirkung mutmaßlich verschwiegen hat. Viele Menschen wurden abhängig, konnten sich die teuren Mittel auf Dauer nicht leisten und stiegen auf illegal verkauftes Heroin oder Fentanyl um. Auch die Fotografin Nan Goldin war lange von Oxycontin abhängig. In den 1980er Jahren ist sie berühmt geworden mit ihrer Fotoserie „Die Ballade von der sexuellen Abhängigkeit“. Diese zeigt den Glanz künstlerischer Befreiung in der New Yorker Bohème ebenso wie das Elend von AIDS und Drogenabhängigkeit. Goldin hat aber auch die sogenannten Culture Wars der 80er-Jahre erlebt, als republikanische Senatoren gegen schwule Künstler wie Robert Mapplethorpe wüteten und die nationale Kunstförderung auf beinahe Null reduzierten.

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Und Goldin kann sich gut an die Aktionen der Kunstaktivisten von Act Up erinnern. Daran angelehnt organisiert sie nun ihrerseits den Protest gegen die Sacklers. So wie Act Up in den 1980er-Jahren mit Werbeplakaten und Videoclips operierten, um die Öffentlichkeit auf die AIDS-Krise aufmerksam zu machen, hantiert Goldin nun geschickt mit Sozialen Medien, um den Protest gegen jene Museen zu organisieren, die weiterhin den Stifternamen Sackler an ihren Fassaden tragen. Beim Louvre in Paris hat sie bereits erreicht, dass dieser Namenszug entfernt wurde. Und die Tate in London versicherte, sie werde von den Sacklers nichts mehr annehmen. Die Serpentine Sackler Gallery, der zweite Standort der Londoner Kunsthalle, heißt allerdings immer noch so – obwohl die deutsche Künstlerin Hito Steyerl bei der Eröffnung ihrer dortigen Ausstellung im April 2019 die Beseitigung des Namens gefordert hatte. Steyerl sprach zudem davon, dass sich die Kunstwelt über den Umgang mit solchen Sponsoren verständigen, ja legale und geordnete Wege finden müsse, um sich aus der Abhängigkeit zu befreien:

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Stellen sie sich vor, Sie seien mit einem Serienmörder verheiratet und wollten sich scheiden lassen; es sollte doch kein Problem sein, eine solche Scheidung herbeizuführen.“

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Der Vergleich hat einen konkreten Grund: An der Überdosierung von Opiaten und Opioiden wie Oxycontin sterben pro Jahr über 70.000 Menschen in den USA. Zu den prominenten Opfern gehören Popstars wie Prince und Tom Petty. Angesichts einer solchen Krise fragt man sich tatsächlich, wie lange die Kunstwelt das ignorieren kann? Zumal die Familie Sackler, deren Vermögen auf zirka 13 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, jede Mitschuld an der Opioid-Krise von sich weist. Doch im September 2019 wurde bekannt, dass die Familie versucht hat, eine Milliarde Dollar in der Schweiz beiseite zu schaffen. Angesichts des Fehlverhaltens lässt sich bei den Sacklers von Art-Washing sprechen, vom Versuch, den eigenen Ruf durch den Prestigegewinn aus Kulturmäzenatentum reinzuwaschen. Dank Nan Goldin und anderen Aktivisten ist dieser Versuch gründlich gescheitert. Der Name „Sackler“ auf Museumswänden ist zum Stigma geworden.

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Doch es geht nicht darum, die bösen Geldgeber persönlich zu schmähen. Sondern um eine grundsätzlichere, eine systemische Frage. Die amerikanische Künstlerin Andrea Fraser hat dies zuletzt mustergültig vorgeführt. Frasers Name ist mit dem Begriff Institutional Critique verbunden – auf Deutsch Institutionskritik. Die Institutional Critique ist eine politische Spielart der Konzeptkunst, die sich mit den sozialen und ökonomischen Strukturen beschäftigt; im Ausstellungsraum bleiben diese zunächst unsichtbar. Das Ziel lautet, das Unsichtbare sichtbar zu machen.

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Mehrere Jahre arbeitete Fraser mit einem kleinen Team an einer Publikation, die so groß und dick ist wie ein Telefonbuch. Darin sind nicht nur alle Mitglieder von Museumsbeiräten aller amerikanischen Kunstmuseen aufgelistet, sondern auch deren jeweiligen Wahlkampfspenden, ob diese nun an Donald Trump, Hillary Clinton oder ausnahmsweise auch einmal an den linken Kandidaten Bernie Sanders gingen. Alle verwendeten Daten sind öffentlich zugänglich, wurden allerdings noch nie so fein säuberlich zusammengeführt. Man erhält Einblick in ein System, in dem die Kernschmelze zwischen turbokapitalistischer Oligarchen-Herrschaft und Populismus längst stattgefunden hat. Dabei wird sichtbar, dass eine immer reicher werdende, winzige Oberschicht von zirka 350 superreichen Familien mitsamt ihrer Unternehmen über 50 Prozent der US-Wahlkampagnen des Jahres 2017 finanziert haben.

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Einer dieser Superreichen ist Larry Fink; er hat sowohl an Republikaner als auch an Demokraten gespendet. Die von ihm geleitete Firma Black Rock ist größter Geldverwalter der Welt und hält Mehrheitsanteile an Firmen, die zum hochprofitablen Gefängnis-System der USA gehören. Die USA haben die höchste Pro-Kopf-Rate Eingesperrter weltweit. Das System richtet soziale Verwüstung an und schreibt den Rassismus gegenüber Afroamerikanern und lateinamerikanischen Einwanderern fort. Daneben ist Larry Fink allerdings Mitglied des Beirats im Museum of Modern Art in New York. Im Oktober richteten zahlreiche prominente Künstler, inklusive der erwähnten Andrea Fraser, einen offenen Brief an das MoMA: Sie fordern darin Larry Fink auf, sich vom Geschäftsbereich Gefängnisse zurückzuziehen.

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Gemach, gemach!“, wird mancher aus der Kunstwelt nun sagen. Sind wir nicht alle in ethisch fragwürdige Dinge verwickelt? Wo fangen wir an, wo hören wir auf, wenn wir das Geschäftsgebaren der Mächtigen in den Museen unter die Lupe nehmen? Wie soll es überhaupt Kunst geben, wenn nicht auch dank derer, die in einer Art modernem Ablasshandel ihre schmutzigen Geschäfte mit sauberer, ehrenvoller Patronage in der Kunst kompensieren? Ist doch gut, wenn sie nicht nur Schlechtes mit ihrem Vermögen anstellen!

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Ein Problem mit dieser affirmativen Argumentationsweise ist, dass sie oft gerade von jenen kommt, die besonders vehement ihre Abscheu über Donald Trump zum Ausdruck bringen – so als hätte das eine mit dem anderen gar nichts zu tun! Aber das hat es. Und nicht bloß deshalb, weil auch Trumps Tochter Ivanka fleißig aktuelle Kunst gesammelt hat und Werke von amerikanischen Starkünstlern wie Christopher Wool und Wade Guyton besitzt. Sondern aus den erwähnten strukturellen Gründen, die Andrea Fraser offengelegt hat. Eines der Argumente in dieser Angelegenheit wird beispielsweise vom New Yorker Kunstkritiker Jerry Saltz vorgebracht: Man wolle sich ja auch nicht wieder in die Obhut eines politischen Apparats staatlicher Kunstförderung begeben, in deren erzkonservativen Reihen so mancher grundsätzlicher Feind von Kunstsubventionen sitze.

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Zeugt es aber nicht von politischer Mutlosigkeit, den Staat und die öffentliche Hand mit einer derzeit regierenden Gruppierung in Eins zu setzen? Allerdings steckt auch ein Kern Wahrheit in dem, was Jerry Saltz sagt. Denn in autoritär regierten Ländern, in denen der Staat die Kunst nicht nur kaum fördert, sondern sie auch mit Zensur überzieht, sind private Geldgeber und Museen die letzte Zuflucht. Auch das ist nicht unkompliziert.

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Beispiel Türkei: Bei der aktuellen Istanbul-Biennale gibt es Proteste, weil deren inhaltliche Ausrichtung auf Ökologie genau von jenen Sponsoren finanziert ist, die selber massiv mit fossiler Energie und an der Zerstörung von Lebensräumen verdienen. Die Koç-Familie, die mit ihrer Kulturstiftung die Biennale hauptsächlich finanziert, besitzt beispielsweise ein Firmenkonglomerat, zu dem die Produktion von türkischen Militärfahrzeugen ebenso gehört wie Erdölraffinerien. Kürzlich erst haben die Koçs ein prächtiges neues Kunstmuseum in Istanbul eröffnet. Die Kunstszene ist auf Gönner wie sie angewiesen; vom Staat unter Präsident Erdogan hat sie nichts zu erwarten.

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Doch daraus lässt sich nichts für Länder ableiten, in denen es noch ein halbwegs funktionierendes, unabhängiges Rechtssystem und zivilgesellschaftliche Standards gibt. Außer vielleicht, dass man fürs Schlimmste gewappnet sein muss und sich nicht vollends in die Öffentliche Hand begeben kann, sondern eine gesunde Balance zwischen öffentlicher und privater Förderung erreichen muss. Aber ist – anders als in den USA oder der Türkei – die Welt in Deutschland und angrenzenden Ländern wie Schweiz, Österreich oder den Niederlanden nicht sowieso noch in Ordnung? Hier sind doch die meisten Museen und Kunsthallen von der öffentlichen Hand finanziert. Was also haben wir damit zu tun? Mindestens zweierlei.

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Erstens: Historisch betrachtet ist es so, dass eine absolute Schlüsselfigur der Institutionskritik aus Deutschland kommt, der Künstler Hans Haacke. 1970 fragte er die Besucher des MoMA, ob sie dem damaligen Gouverneur des Staates New York, Nelson Rockefeller, die Wiederwahl verweigern würden, weil er Nixons Vietnampolitik mittrage? Rund zwei Drittel bejahten die Frage. Rockefeller war damals ebenfalls Vorstandsmitglied und Gönner des Museums. Ein Jahr später wurde eine Haacke-Schau im Guggenheim Museum fünf Wochen vor Eröffnung abgesagt. Der Künstler hatte in Text und Bild die Immobiliengeschäfte eines gewissen Harry Shapolsky offengelegt, eines New Yorker slum landlord, der über ein Netz von Holdings und Immobilienfirmen ein Vermietermonopol in den armen, überwiegend von Afroamerikanern bewohnten Teilen der Stadt aufgebaut hatte. Einige der Vorstandsmitglieder des Museums waren wohl selbst in diese Machenschaften verwickelt.

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Auch in Deutschland sorgte Haacke für Aufruhr. 1974 wurde ein vom Kölner Wallraf-Richardtz-Museum beauftragter Ausstellungsbeitrag zurückgewiesen. Hans Haacke hatte darin aufgezeigt, dass Hermann Josef Abs, der als Kuratoriums-Mitglied des Museums maßgeblich den Erwerb eines Spargel-Stillebens von Edouard Manet organisiert hatte, zu Nazi-Zeiten nicht nur Vorstandsmitglied der Deutschen Bank AG gewesen war, sondern selbst seit 1938 die Arisierung jüdischen Besitzes betrieben hatte. Auch das Manet-Bild hatte jüdischen Familien gehört, bevor es durch einen Auktionskauf in den Besitz des Museums gelangte. Das wollte man dort allerdings nicht hören. An Stelle des Museums präsentierte nun die Privatgalerie Paul Maenz Haackes Werk, zusammen mit einer Reproduktion des Manet-Bildes. Zahlreiche in der Wallraf-Richardtz-Aus­stellung vertretene Künstler protestierten gegen Haackes Ausschluss.

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Womit wir bei Punkt zwei wären: Natürlich gibt es auch in Deutschland und Europa zweifelhafte Unternehmenstätigkeit auf Seiten bedeutender Kunstsponsoren. Die Deutsche Bank hat in den letzten Jahren immer wieder ihren schlechten Ruf erneuert. Sie ist nicht nur letzter verbliebener Kreditgeber für die windigen Geschäfte Donald Trumps, sondern war zwischen 2010 und 2014 auch am sogenannten „Russischen Waschsalon“ zentral beteiligt, mit dessen Hilfe zig Milliarden Schwarzgelder aus Russland reingewaschen und reinvestiert wurden. Die Bank betreibt in Berlin das Ausstellungshaus Palais Populaire und ist Hauptsponsor der Frieze-Kunstmessen in London, New York und Los Angeles. Das Schweizer Bankhaus UBS wiederum, Hauptsponsor der Art Basel Kunst­messe, hat eine ganze Reihe an Skandalen vorzuweisen: von jüdischem Raubgold, das die Na­zis bei der UBS deponiert hatten, über Anteile an Firmen, die Streubomben herstellen, bis hin zur Rol­le, die das Bankhaus bis zuletzt bei der Finanzierung der hoch umstrittenen Dakota Access Pipeli­ne gespielt hat, welche durch Indianerstammesgebiete verläuft und dort das Trinkwasser gefährdet.

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Erinnert sei auch an den „Fall Flick“. Friedrich Christian Flick wollte Anfang der 2000er-Jahre in Zürich ein Museum für seine Sammlung eröffnen. Die Stadt lehnte dankend ab, denn Flick hatte sich immer geweigert, in einen Entschädigungsfond für ehemalige Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge einzuzahlen, obwohl auf deren Ausbeutung als Zwangsarbeiter Teile des Flick’schen Vermögens beruhen. Zudem hatte er öffentlich bekannt, dass es ihm auch darum gehe, mit seiner Sammlung den Familiennamen „auf eine neue und dauerhaft positive Ebene zu stellen“.

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Naiver hatte sich kaum je ein Mäzen zur Reinwaschung durch Kunst bekannt.

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Doch das Museum Hamburger Bahnhof in Berlin setzte sich über die schweizerischen Bedenken hinweg, trotz der Proteste aus der Kunstszene. Die Sammlung Flick ging nach Berlin. Dort ist sie bis heute.

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Auch aus jüngster Zeit gibt es Beispiele für den problematischen Umgang von Wirtschaftsmacht mit Kunst. Zum Beispiel beim VW-Konzern in Bezug auf das ihm finanzierte Kunstmuseum Wolfsburg. Vielleicht liegen schlicht bei einigen der reichen und mächtigen Unternehmer die Nerven blank. Nur ist es an der Kunst und ihrer Öffentlichkeit, dies nicht unkommentiert hinzunehmen. Nicht immer muss es um Boykott gehen. Oft würde es genügen, die Zustände transparent zu machen, nichts unter den Teppich zu kehren. „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“, sagt zwar das Sprichwort – aber längst nicht mehr jeder in der Kunstwelt stimmt ein in dieses Lied. So lange die Superreichen ungehindert von steuerpolitischen Maßnahmen ihr Vermögen mehren, bleibt der Kunstwelt nichts anderes übrig, als rote Linien zu definieren und sich besser zu organisieren. Das Kunst-Pre­ka­riat der schlecht bezahlten Kuratoren und Künstler muss sich zusammentun. Und die Ausstellungshäuser müssen sich selbst regulieren, nach dem Vorbild etwa des Deutschen Presserats, der im Fall von Verstößen gegen den Pressekodex zumindest Missbilligungen und Rügen ausspricht. Ähnlich könnte beispielsweise der Museumsverband International Committee for Museums and Collections of Modern Art, kurz CIMAM agieren.

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Doch auch die Mäzene und Sponsoren selbst stehen in der Pflicht: Wenn sie ihre Rolle kritisch reflektieren und dem gesellschaftlichen Wohl zuarbeiten wollen, dann müssen sie sich klar und deutlich von jenen neofeudalen Oligarchen distanzieren, die genau dies nicht tun. Dass die Kunstwelt nicht mehr bereit scheint, die Augen vor schmutzigen Machenschaften einiger ihrer Gönner zu verschließen, geschieht auch vor dem Hintergrund des Rechtsrucks weltweit. Er hat viele sensibilisiert und über die sozialen Medien zum Protest mobilisiert. Gewiss birgt es auch Gefahren, wenn Einzelne zu Sündenböcken für eine Gesamtentwicklung gemacht werden. Doch umso wichtiger wären für Museen und Kunsthallen geordnete Strukturen der Selbstregulierung – und eine innere Bereitschaft zur Selbstreflektion.“

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Dietmar Moews meint: Am Vergleich mit dem Mäzenatentum der Medici im Florenz der Renaissance lässt sich leicht erkennen, dass diese Art von Geldgeschäftsfeld vollkommen ohne echte Kunst auskommt. Medici hätte auch in eine Waffensammlung, eine Weinsammlung und eine Pferdedezucht investieren können. Mit der hochwertigen Kunst jener Zeit allerdings hat sich ein RETURN ergeben, der dann diesen unverschämten Vergleich unverzüglich kippt.

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Denn für die grenzenlose Fotokünstler-Massen-Ware ist keineswegs irgendein KUNSTMARKT-WERT zu erwarten; auch wenn die Vertragshändler natürlich mit den digitalen Bilddateien geradezu LUFTGELD-Druckmaschinen haben – solange das Finanzamt mitspielt (Man nutzt eben nicht nur Spielkasinos zur Geldwäsche, sondern auch Schwarzgeld durch Materialisierung in unlimitierte Massenfotoware. Wie schön, dass das Geld in Umlauf kommt.

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Ich zeige im Folgenden sämtliche Pappkameraden, die Herr aufstellt, weil er inzwischen von einer über die Sprache und den staatlichen Kunstbetrieb organisierten Blödheit der Öffentlichkeit beliebig verfügt – doch seine Argumente sind sämtlich Müll.

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Wenn Kampagnen dieser Art sich fortsetzen, riskieren die wertvollen Institutionen der Kunstwelt – welche so wichtig für unsere Gesellschaft sind – eine Erosion privater Unterstützung. Dies wird ein großer Verlust für alle werden.“

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 Der hier vom DLF als hochkarätiger Kunst-Fachmann verantwortliche Autor Jörg Heiser, ist nicht kompetent, über Kunst Urteile abzugeben.

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Das ist Irreführung vom DLF in Komplizienschaft mit der OKF und mit jener anmaßenden Herrn Heiser.

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Denn hier geht es um „dirty money“ – also um empirische Praktiken der Geldwäschergeld abgeschafft werden soll – angeblich zur Überwachung der von Hand zu Hand gemachten Kaufverträge – wo es doch bei dem „dirty money“ um – genau hingeschaut – staatlich eingerichtete, also legale GELDWÄSCHE.

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Da soll noch ein Bürger Deutschlands verstehen, warum das traditionelle Bargeld abgeschafft werden soll, wenn doch andererseits GELDWÄSCHE durch Staatlich lizensierte Spielkasino gibt, wo man Chips kaufen und spielen, gewinnen oder verlieren kann …

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Dabei werden Betriebsmittel in Betriebskosten abgesetzt und vom Finanzamt anerkannt, bei Steuerprüfungen abgestempelt, die dann gar nicht weiter als Betriebskapital „kapitalisiert werden“, Wertentwicklungen von KUNSTBESITZ einer Deutschen BANK zum Beispiel versickert in Geburtstagsgeschenken und Jubliäumsgaben für verdiente Direktoren und Vorstände einfach rausgenommen werden.

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Insofern ist es dann auch völlig unerheblich, das ein Lieferant namens HAACKE gar kein Künstler, sondern ein Kunsterzieher ist, dessen SPD-Ticket dazu eignet, „politische Agitprop-Werke“ an staatliche Ankaufsgremien mit SPD-Dominanz abzusetzen (s. Reichstagsgebäude nach der Neuwidmung zum Bundestag).

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Immerhin steht oben drüber:

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Dem Deutschen Volke.

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Wenn ich lese,

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Die Kunstwelt ist ein wunderbarer Ort, um Waffenhändler im Ruhestand kennenzulernen.“

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kann ich nur darauf hinweisen, dass eine SALONPERSONNAGE, die staatlich organisiert wurde, um als sozio-politische Pressure-Groups auftreten, z. B. durch Appelle, Manifeste, Unterschriftensammlungen um politisch zu agitieren – jenseits von Gut und Böse, als blanke, käufliche Agenturleistung.

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Ich bin es länsgt leid, immer wieder diese Bolschewiken-Netze anzuklagen, aber:

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„…riskieren die wertvollen Institutionen der Kunstwelt – welche so wichtig für unsere Gesellschaft sind – eine Erosion privater Unterstützung. Dies wird ein großer Verlust für alle werden….“

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Es wird eben kein einzuges Argument vorgetragen, wie, ob und dass diese Bolschewiken-Kunstweltler so wichtig – wie wichtig? wie geht das, wichtig? welches wäre der große Verlust, wenn volkswirtschaftliche Regeln durch betriebswirtschaftliche Fiskaltricks hintergangen wird?

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Ist das das sogenannte „Fett“? – das Fett, das die Gesellschaften schmiert?

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Und was soll:

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„…nicht wieder in die Obhut eines politischen Apparats staatlicher Kunstförderung begeben, in deren erzkonservativen Reihen so mancher grundsätzlicher Feind von Kunstsubventionen sitze….“

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Welch lachhafte Ablehnung des Prinzips des Rechtsstaats? – so, als sei die Kriminalität das Fett und die Polizei die Lebensfeinde.

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Ich meine, der Unfug mit der normativen Pseudo-Kunst im heutigen Kunstbetrieb sollte einfach dahin, wo er gehört, ins sachliche Feld von Wertschätzung, Wert und Tauschtheorie. Immer, wo sich die Pseudo-Kunst als die Tradition der Kunst der Menschheitsgeschichte selbst signiert, dabei aber den Anschluss gar nicht hat, weil völlige Beliebigkeit anstelle von Kunstqualität und die unechten Künstler und Artmen anstelle der echten Künstler die Plätze besetzen, bleibt ein Verdrängungskrieg.

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In diesem Kunstkrieg der Moderne hängt man von der Urteilsfähigkeit der allgemeinen Öffentlichkeit ab – dabei streben die Quatschkünstler nach Marginalisierung und Intransparenz, während die Künstler nur geduldig mit Werken glänzen können, zu denen das Finanzamt nicht fähig wäre.

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Alt-CDUler Dr. Alexander Gauland, MdB, endet als AfD-Vorstand

November 27, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9764

am Donnerstag, 28. November 2019

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Was den alten anerkannten CDU-Kämpen aus dem engen Kanzler-Kohl-Kreis, Dr. Alexander Gauland, MdB-AfD, nach Ende seiner Politikerkarriere in den Kohl-Regierungen, zum unzufriedenen CDU-Konservativen und dann zum Mitgründer der AfD („Alternative für Deutschland“) werden ließ, kann nur an den Erklärungen Gaulands abgelesen werden.

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Gauland gründete die AfD gemeinsam mit Lucke, Henkel und Konrad Adam, als eine wertkonservative Alternative zur CDU.

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Die heutige AfD ist zu einer erfolgreichen Neupartei geworden, wie ja traditionell mit allen Machtmitteln von den etablierten Parteien und von der Kulturindustrie behindert und immer auch „kriminalisiert“ wird. Extremismus, Kinderporno, vorbestrafte Mitglieder usw. der Katalog der Diffamierung ist bunt.

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Der Bedarf an einer neuen Partei, die populistischer Bescheidenheit der Wahlbürger entgegenkommt. wurde mit viel organisationspolitischer Erfahrung und sozialer Führungskraft von Gauland erfolgreich mitbestimmt.

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Mit Blick auf die obligatorischen Vorstandswahlen für den AfD-Bundesvorstand bei dem kommenden Bundeskongress 2019 der AfD, war bereits der Rückzug von Gauland, der das Höchstleistungsamt altersbedingt ablegen möchte.

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Heute wurde also bekanntgegeben, dass Dr. Alexander Gauland nicht erneut für den Bundesvorsitz der AfD kandidieren möchte, den er gemeinsam mit Dr. Jörg Meuthen bislang bildete.

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Dietmar Moews meint: Wer bislang den letzten der AfD-Gründer, Alexander Gauland, als den rechten Scharfmacher dieser noch jungen Partei bewertet, wird sich voraussichtlich wundern.

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Eine neue Partei aufzubauen, ist ein sozio-kulturelles Kommunikationsprojekt.

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Man hat es dabei immer mit der vollen Verhinderungswucht der kulturindustriellen Massenkommunikation zu tun.

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Die AfD-Gründer wussten von Anfang an, dass sie ausgehend von einer großen Gruppe der von der CDU enttäuschten Konservativen dazu die potenziellen Ressourcen des Populismus ansprechen müssen.

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Da gibt es zwischen Bagwan, JesusChristus und Stalin/Hitler lediglich außermittige Reizpositionen. Bei der AfD liefen dazu die grenzwertigen Springerstiefel tragenden jungen Rechten, die dann von KuKlux-Klan bis PEGIDA und Heimatschützer, Neo-Nazis und Reichsbürger auf, um von der AfD erfolgreich abgeholt zu werden, was der rechten NPD und den Republikanern nicht ausreichend gelungen war.

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So erklären sich die absurden MOB-Proklamationen, bis hin zu rechtsextremistischer Kriminalität. Welche Rolle bei dieser rechten Mobilisierung von an sich apolitischem Mob die deutschen oder und auch ausländische Geheimdienste haben, kann man nicht wissen und nicht ausschließen.

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Ich habe in LICHTGESCHWINDIGKEIT diese soziale Bewegung, rechts von den US-hörigen Blockparteien des Kasino-Kapitalismus, stets etwas dilatorisch angesprochen. Ich bin überzeugt, dass die nicht halb so rechtsradikal sind, wie sie möglicherweise selbst glauben.

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Mit dem Abgang von Gauland erwarte ich keine rechte Polarisierung um HÖCKE, sondern demnächst eine Entmischung und an den Rand verschwindende rechte Folklore und dagegen eine Professionalisierung der AfD in den Parlamenten (natürlich wird die AfD koalitionsfähig sein).

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Job-Beben bei Audi

November 26, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9763

am Mittwoch, 27. November 2019

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Audi streicht 9500 Stellen! bis 2025 und schafft 2000 neue – macht MINUS 7500 Arbeitsplätze bei AUDI in Ingolstadt und Neckarsulm.

 

Audi steht unter Druck. Seit Längerem verhandelt die Unternehmensführung mit der Belegschaft über einen „Zukunftspakt“, der sieht auch einen Stellenabbau in den deutschen Werken vor. Nun gibt es eine Einigung.

 

Bis 2025 baut die VW-Tochter 9500 Stellen ab, dafür sollen im Gegenzug 2000 Jobs in Bereichen wie Elektromobilität und Digitalisierung neu entstehen, wie das Unternehmen mitteilte.

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Das sei das Ergebnis einer Grundsatzvereinbarung zwischen dem Unternehmen und dem Betriebsrat.

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Der Stellenabbau solle sozialverträglich ohne betriebsbedingte Kündigungen geschehen, hieß es.

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Die Beschäftigungsgarantie für die verbleibenden Audi-Mitarbeiter in den Werken Ingolstadt und Neckarsulm wird von 2025 bis 2029 verlängert.

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Audi und der Betriebsrat hatten seit Längerem über den „Zukunftspakt“ für das unter Druck stehende Unternehmen verhandelt. Zuletzt war bei den Verhandlungen über den Pakt auch über die Kürzung von Kapazitäten in den Werken Ingolstadt und Neckarsulm gesprochen worden. Anfang November hatte ein Audi-Sprecher dazu gesagt: „Es geht unter anderem darum, die Kapazitäten so auszurichten, dass die Werke insgesamt profitabel und wirtschaftlich flexibel arbeiten.“

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In Neckarsulm werden aktuell vor allem die Audi-Modelle A4 bis A8 und R8 gebaut. Wegen der Krise um Verbrennungsmotoren leidet das Werk aber seit Langem unter einer Unterauslastung.

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Dieses Jahr werde das dritte in Folge mit weniger als 200 000 gebauten Autos sein, sagte der Neckarsulmer Betriebsratschef Rolf Klotz kürzlich. Die Kapazität beträgt jährlich 300 000. Verringern sich die Stückzahlen, steigen in der Regel die Produktionskosten.

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Audi ist seit der Aufdeckung des Dieselskandals 2015 auf Talfahrt und deutlich hinter die Konkurrenten Daimler und BMW zurückgefallen.

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Der DIESEL-Chip-Manipulations-Skandal kostete Milliarden.

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Sechs Entwicklungschefs hatte Audi in den vergangenen sieben Jahren, die Autos verkaufen sich immer schlechter.

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Der künftige Audi-Chef Markus Duesmann soll den Autobauer wieder profitabler machen, enger mit Porsche und VW zusammenarbeiten und bis 2025 auch 30 E-Modelle auf den Markt bringen.

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Dietmar Moews meint: Abgesehen vom Export und den technischen Veränderungen der Antriebsaggregate – die WELTAUTOMOBIL-INDUSTRIE

hat unglaubliche Überkapazitäten.

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Auch wenn E-AUTOs demnächst mit Brachialzwängen eingeführt werden, können damit nicht die vorhandenen Überkapazitäten abgesetzt werden und es können rationalisierte Roboter aus Spargründen nicht durch Arbeitsplätze ersetzt werden – im Gegenteil.

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Die neuen it-gesteuerten Prozessoren ersetzen die alte Fleißbandarbeit – also Stellenabbau ist unausweichlich.

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Möglich, dass Audi hinten runterfällt, während Daimler und BMW ebenfalls extrem zu kämpfen haben, wenn zukünftig E-Antriebsaggregate eingeführt werden.

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Dietmar Moews Fortschritt mit Tulpen, 120cm / 120 cm, Öl auf Leinwand

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Fußball mit Rassismus in Niederlande

November 26, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9762

am Mittwoch, 27. November 2019

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DLF. de am 26. November 2019 von Mathias Friebe:

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„Niederlande: Verbale Entgleisung wäh