Hugh Masekela 1939 – 2018 Kurznachruf

Januar 23, 2018
Lichtgeschwindigkeit 7883

Vom Dienstag, 23. Januar 2018

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Hugh Ramopolo Masekela, auch Bra Hugh genannt, wurde am 4. April 1939 in Witbank, Südafrika, geboren und ist jetzt 78-jährig, am 23. Januar 2018 in Johannesburg, Südafrika, gestorben.

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Hugh Masekela war einer des herausragenden schewarzafrikanischen Kongenien beim Jahrhundert-Musikalbum GRACELAND von Paul Simon von 1987. Masekela war Trompeter, Flügelhorn, Kornettist, Pianist, Sänger und Komponist.

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Von 1964 bis 1966 war er mit Miriam Makeba verheiratet. Masekela lebte in Südafrika und den Vereinigten Staaten. Er war seit 1999 mit der Ghanaerin Elinam Cofie verheiratet. Sein Sohn Selema „Sal“ Masekela (* 1971), dessen Mutter eine Haitianerin ist, arbeitet in den USA als Sportjournalist, Schauspieler und Sänger.

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Er gilt als einer der wichtigsten Jazz- und Weltmusik-Pioniere aus Südafrika. In vielen seiner Texte aus der Zeit der Apartheit (dem Selbstbefreiungskampf der Schwarzafrikaner in Südafrika gegen die weiße Vorherrschaft und Unterdrückung), kritisierte er die damaligen harschen Lebensumstände. Er gewann zwei Grammys und zahlreiche weitere Auszeichnungen.

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Hugh Masekela war das erste von vier Kindern eines Schulleiters..Er sang als Kind und spielte Klavier. Seine Jugend verbrachte er in Alexandra, einem Stadtteil von Johannesburg. Als Vierzehnjähriger wechselte er zur Trompete, nachdem er den Hollywood-Film Young Man with a Horn mit Kirk Douglas in der Rolle von Bix Beiderbecke gesehen hatte. Auf Vermittlung des britischen Geistlichen und Anti-Anti-Apartheid-Aktivisten Trevor Huddleston – der auch sein Schulleiter am St. Peter’s College war – lernte er ab 1954 das Instrument bei dem Leiter der Johannesburg „Native“ Municipal Brass Band, Uncle Saude, und spielte in der Huddleston Jazz Band Jive und andere Tanzmusik. Aufgrund seines großen Talents erhielt er 1956 eine Trompete Louis Armstrongs. Er arbeitete dann bei Zacks Nkosi, bevor er zum Ensemble des Musicals King Kong gehörte, mit dem er auch in London auftrat.

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London war das Schlüsselloch, durch das Hugh Masekela in die westliche Kulturindustrie gelangte. Mit Kippie Moeketsi, Jonas Gwangwa, Dollar Brand, Johnny Gertze und Makaya Ntshoko bildete er 1959 die Jazz Epistles, die erfolgreich einen eigenen südafrikanischen Zugang zum Hard Bop fanden und das erste Modern-Jazz-Album Südafrikas (Verse 1) einspielten.

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Nach dem Massaker von Sharpeville 1960 verließ er sein Land Südafrika.

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Zunächst lebte Masekela in London, wo er mit Unterstützung von Yehudi Menuhin und Johnny Dankworth an der Guildhall School of Music studierte. Auf Drängen der Sängerin Miriam Makeba, die in den USA ebenfalls im Exil lebte, zog er mit Hilfe von Harry Beafonte nach New York, wo er schon am ersten Abend Dizzy Gillespie und weitere bekannte Jazzmusiker traf und in der Folge an der Manhattan School of Music studierte. 1963 erschien mit Trumpet Africaine sein erstes Soloalbum. In seinem 1965 erschienenen Album grrr mischte Masekela erstmals Elemente der Kwela- und Mbaganga-Musik mit Jazz und Funk. Von 1964 bis 1966 war er mit Miriam Makeba verheiratet, mit der er auch zusammen auftrat. Nach der Trennung zog er nach Los Angeles.

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1967 trat er beim Monterey Pop-Festival auf. Er gab zusammen mit den Byrds Konzerte und spielte das Trompetensolo auf deren Titel So You Want to Be a Rock ’n’ Roll Star. 1968 landete er seinen größten Hit mit dem Instrumentalstück Grazing in the Grass (auf dem Album The Promise of a Future). Unter anderem erreichte er in den USA Platz 1 der Billboard Hot 100. 1987 nahm Hugh Masekela an Paul Simons „Graceland“-Tourne auf mehreren Kontinenten teil. Mit seiner Begleitband Kalahari nahm er den Song Bring Him Back Home (Mandela) auf, der die Freilassung Nelson Mandelas aus dem Gefängnis forderte. Das Stück brachte ebenfalls 1987 erneut großen Erfolg, durfte in Südafrika aber nicht gespielt werden. 1988 nahm Masekela am Nelson Mandela 70th Birthday Tribute Concert in London teil. Nachdem Mandela 1990 tatsächlich freigelassen worden war, wurde Bring Him Back Home (Mandela) bei Mandelas anschließender „Welttournee“ als Hymne gespielt.

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Es gibt die Autobiografie Hugh Masekela, D. Michael Cheers: Still Grazing: The Musical Journey of Hugh Masekela. Crown 2004, Zahlreiche Details in diesem Kurznachruf sind dem aktuellen Wikipedia-Text entnommen.

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Ray Phiri 1947 – 2017 Kurznachruf

Juli 21, 2017
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Vom Samstag, 22. Juli 2017

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Raymond Chikapa Enock Phiri – weltbekannt als der „GRACELAND“-Fender-Gitarrist bei Paul Simon – geboren am 23. März 1947, in Mpumalanga als Sohn von Malawi-Einwanderungsarbeitern nach Südafrika, ist jetzt 70-jährig, am 12. Juli 2017 in Mbombela, Region Mpumalanga, Südafrika an Lungenkrebs gestorben.

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Ray Phiris privates und berufliches Leben wurde von einer Serie von Auto-Verkehrsunfällen mitbestimmt. Er selbst wurde im Jahr 1987 schwer verletzt, als in einem Zusammenstoß des Bandwagens sein Manager und sechs weitere Opfer starben. Im Jahr 2003 wurde sein Frau bei einem Autounfall getötet, während er selbst schwer verletzt wurde. Zuletzt wurde Ray Phiri Lungenkrebs diagnostiziert, woran er am 12. Juli im Nelspruit Krankenhaus starb.

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DIE WeLT, am 13. Juli 2017 schreibt:

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„…Er war ein Gigant der Musik. Das ist ein großer Verlust für Südafrika und die Musikindustrie insgesamt“, erklärte Südafrikas Präsident Jacob Zuma am Mittwoch.“

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Phiri war Gründungsmitglied der „Cannibals“ in den 1970er Jahren. Anschließend gründete Phiri die Band STIMELA, die Gold- und Platin-Verkaufsalben wie „FIRE, Passion and Ecstancy (1982), Look, Listen and decie (1986) einspielten und publizierten.

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Phiri erhielt viele Auszeichnungen und Preise für seinen Beitrag an der Musikindustrie, wie den Orden von Ikhamanga in Silber, verliehen vom südafrikanischen Staatspräsident.

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>>EINSCHUB: Es folgt ein thematischer Einschub in diesen KURZNACHRUF von Ray Phiri, weil die sozio-kulturelle und kulturindustrielle Dimension den GLOBUS mit VORGARTEN geradezu am Leben von Ray Phiri versinnbildlicht.

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Neben Ray Phiri schufen im wesentlichen weitere Afrikaner und Südafrikaner den „GRACELAND-Wurf“, wie Miriam Makeba, der A Capella Chor „Ladysmith Black Mombaso“, dessen Vorsänger Joseph Shabala, der wohl bekannteste Jazztrompeter Südafrikas, Hugh Masekela,

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Aufgenommen in den Jahren 1985 und 1986 bringt GRACELAND eine elektrische Mischung verschiedener Musikstile, einschließlich Pop, Rock, a Capella, Zydeco, Isicathamiya und Mbaganga. Paul Simon zog die neuen Kompositionen, angeregt von Aufnahmen, die in Johannesburg gemacht worden waren, in Zusammenarbeit mit afrikanischen und amerikanischen Künstlern. Mit GRACELAND hat Paul Simon die anscheinende Ausgrenzung südafrikanischer Musik und Kultur wegen des Boycotts gegen die Apartheid-Politik in weiten Teilen der westlichen Kommerzwelt. Die Kritiker erkannten mit GRACELAND die ausbeuterische Aneignung der afrikanischen Kultur und ganz konkret einiger gemailer afrikanischer Musiker durch Paul Simon und seine GRACELAND-Produktion. Auch wenn sie alle – wie eben auch er geniale RAY PHIRI (1947-2017) erst durch die GRACELAND-Tourneen, bis New York, weltberühmt werden konnten. Auch die mexikanisch-amerikanische Gruppe Los Lobos werden auf GRACELAND weiterverwendet, so dass Los Lobos‘ Saxophonist Steve Berlin erklärte, Simon habe einen Song der Los Lobos gestohlen und ihnen keine Autorenrechte zugeschrieben.

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GRACELAND war ein der gößte kommerzielle Hit und wurde Paul Simons erfolgreichstes Studio-Album überhaupt. Die über zehn Jahre währende hohe Notierung von GRACELAND brachte Paul Simon in die ersten Ränge der wechselhaften populären Kulturindustrie, bekam exzellente Kritiken und gewann 1987 den Grammy Reward als „Album des Jahres“, mit 16 Millionen verkauften Platten weltweit. GRACELAND wird als eines der besten Alben der 1980er Jahre bei zahlreichen vorrangigen Publikationen. Es wurde im Jahr 2007 zum Bestandteil der „National Recording Registry“ gemacht, somit zum „“culturally, historically, or aesthetically important“ Werk erklärt.“<<

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Dietmar Moews meint: Mit Ray Phiri war ein Künstlerstern (étoile artiste) unter uns. Seine Musikaufnahmen und sein Elektro-Fendergitarrenspiel sind genial und geschmacksprägend. Alle weltberühmten Autoren-Popmusiker haben erlebt, welche Macht und Fairnesslosigkeit in der Kulturindustrie, speziell im weltweiten Rechte- und Verlagsgeschäft, herrschen – Beatles, Rolling Stones, Kinks – außer Alan Price, Bob Dylan oder hier Paul Simon, die wie Gottfried Kellers „Meierlein“ im GRÜNEN HEINRICH an „Gottes Stelle“ traten.

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Unvergesslich RAY PHIRI.

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