Anthropologie-Student Joachim Gauck

November 5, 2014

Lichtgeschwindigkeit 5060

am Mittwoch, 5. November 2014

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ZUGINSFELD 33 mit Hundegast am 1. Juli 2014, Mainzer Straße

ZUGINSFELD 33 mit Hundegast am 1. Juli 2014, Mainzer Straße

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Wenn mein Hund das Kilo frischester Trüffel-Pralinen von Eigl unbeobachtet ratzekahl verschlingt und anschließend einen chirurgischen Notschnitt benötigt:

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Schade um den Hund, schade um die Pralinen, schade um die Arztkosten – dann verprügele ich ihn natürlich nicht wegen Doofheit oder Instinktschwäche, sondern …

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So ist es, wenn man konkretes oder allgemeines Misslingen von Angelegenheiten sehen muss, die wegen Doofheit, Achtlosigkeit, Rücksichtlosigkeit, Urteilsschwäche und so weiter, laufend entstehen, und man kann als kluger Mensch nur zu Gott beten, dass der laufende Mord und Totschlag einen selbst noch mal verschonen mag.

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Snoopy + Dietmar 1980  in Kirchhorst

Snoopy + Dietmar 1980 in Kirchhorst

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Ja, klar, man bekommt laufend von der Blödheit ab. Aber es ist wie mit dem Hund. Urteilskraft und Trieb, Triebverzicht und Augenmaß, ja Selbstlosigkeit und Disziplin? Sowas gehört in die guten Vorsätze und ins Gebet.

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Die eigenen Mitmenschen sollte man nach Kräften fördern und unterstützen, nicht zu Zweckrationalität und Gemeinsinn gemahnen. Es ist nur kontraproduktives Gehabe und Wichtigtuerei, bewirkt gar nichts oder noch Abwehraffekte, wenn man tadelt. Selbst ungefragte Kritik verstimmt eher, als gewünschte Resonanz heraufzurufen.

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Kurz, die Menschheit ist allgemein eher zu Essen, Trinken, Schlafen und in bequemliches Paarungsverhalten hin eingeschwungen. Verfolgt dabei direkt oder mittelbar die Erleichterung der Selbsterleichterung, bis hin zur Selbstverdampfung in kleine aufsteigende neonblaue Kringel und will hin und wieder Geschenke.

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DIETMAR MOEWS "IRAK als Sportflagge: Misfits", Seidenapplikation, 2004 in Dresden

DIETMAR MOEWS
„IRAK als Sportflagge: Misfits“, Seidenapplikation, 2004 in Dresden

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Deshalb schenke ich Ihnen, lieber Leser und liebe Leserin, folgende Moral von der Geschicht‘, selbst gefunden im Kölner Stadt-Anzeiger vom 5. November 2014, Seite 4, als ein Argument eines politischen Kommentars von Peter Pauls:

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Das Gerede vom gelungenen Einsatz. Nach dem Hooligan-Desaster setzen Polizei und Politik Vertrauen aufs Spiel. Es hätte nur eines Satzes nach dem aus dem Ruder gelaufenen Aufmarsch von Rechtsradikalen am Kölner Hauptbahnhof bedurft. Etwa:

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„Als Polizei haben uns Zahl und Gewaltpotenzial der Demonstranten überrascht.“ …

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Stattdessen wird die Öffentlichkeit nicht nur Zeuge, wie Polizeiführung und NRW-Innenministerium sich selbst auf die Schulter klopfen und von einem gelungenen Einsatz daherreden. …“

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Dietmar Moews meint: Wie bereits kritisiert, hat es der derzeitige Bundespräsident nicht so sehr mit Menschenkenntnis und nicht mit professionellem Wissen. Dafür prahlt er gerne mit seiner Freiheit, ungesiebte Dummheiten aussenden zu dürfen.

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So war es zur der Politikferne der Jugend und einer angeblichen Parteiverdrossenheit gegenüber deutschen Parteien. Der empirische Soziologe nennt das ganz final „Basisdistanz“ (gewissermaßen Menschenferne).

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Bundespräsident Joachim Gauck (SPD) antwortete auf die Frage des Ulrich Deppendorf (ARD Berlin-Direkt am 2. November 2014), nach der Politikverdrossenheit:

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Gauck meinte: Ja, das ist ein Problem und ist die Aufgabe für die Politik und die Parteien, mehr für die Parteipolitik zu werben. Die Parteien müssen Hemmschwellen abbauen und mehr „Schnupperkurse“ und Publikumsveranstaltungen machen, sich öffnen und zur Mitarbeit ermuntern …die Jugend ansprechen usw. usf.“

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Gauck weiß anscheinend nicht, was hier der Kommentator des Kölner Stadt-Anzeigers Peter Pauls zeigt und anklagt:

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Die Verdrossenheit kommt von der Lügerei, Schönfärberei und von leeren Selbstsignaturen der Politikvertreter.

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Herr Peter Pauls ist aktuell der Chefredakteur des Kölner Stadt-Anzeigers – dafür möchte ich den von mir gerne mal gescholtenen Alfred Neven-Dumont herausgehoben loben.

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Wenn nun – frei nach Gauck – die Politiker ihr zersetzendes Gelaber noch intensiver in das massenmediale Geräusch der Werbung einflechten, wird dadurch aber die Fälsche des Sprachspiels nicht geheilt, sondern der Verdruss gesteigert.

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So, ohne treffende Menschenkenntnis, ist die Einschätzung der Kriegspolitiker über die Unbeliebtheit des Bundeswehr-Berufssoldat-Angebot: Verteidigungsministerin von der Leyen ruft nach Werbemaßnahmen, nach verbesserten Angeboten, höherer Bezahlung. Ja, wenn man ganz hoch greift, kann man auch Erwerbskiller kaufen.

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Jetzt wundern sie sich, dass sich nur noch Diejenigen freiwillig melden, die früher zur Fremdenlegion gegangen waren.

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Doch woran es hier im Menschenbild von Gauck und Von der Leyen gebricht, ist das materialistische Menschenbild. Sie glauben, man muss nur beschönigende Reklame machen und Begeisterung entstünde.

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Nein, so ist es nicht. Der Polizeisprecher oder der SPD-Innenminister Jäger von NRW treiben es noch so schlimm, dass ihnen niemand mehr zuhört: Wer die Liebe predigt, erzeugt nicht Liebe, sondern Prediger. Wer Bereitschaft zum Militär- und Verteidigungswaffendienst will, sollte mal nachschauen, welche sozialen Voraussetzungen die ursprüngliche „Wehrpflicht“ hatte:

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Das Land und das Volk, die Familie, Heimat und die Freunde, die befreundeten Nachbarvölker brauchen Schutz und Verteidigungskraft: Dafür kann man sich „ehrenhaft“ freiwillig melden und verpflichten. Erhöhtes Killergeld für sinnlose Kriegseinsätze irgendwo, bringt dem jungen Soldaten gar nichts von dem, wovon jeder Mensch träumt: Anerkennung und Respekt. Dem Gauck werden noch die Polizisten weglaufen.

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