ADOLF HITLER und das tiefste Geheimnis eines deutschvölkischen Propheten

Februar 11, 2016

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Vom Donnerstag, 11. Februar 2016

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Bildschirmfoto vom 2016-02-10 22:42:48

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HEIL KRÄUTER! – hätte die Pflichtgrußformel im deutschen Hitlerismus geheißen, wäre aus dem Vatersnamen Schickelgruber nicht Hitler, sondern der Familienname Kräuter geworden – so etwa lautet, so lange ich ihn kenne, ein Lieblingswitz vom Schwarzwälder Thomas Bernhard.

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Aber im Originalton bzw. -text wird vielleicht deutlicher, warum hier in LICHTGESCHWINDIGKEIT mit Hinweis auf Henri Bergsons empirische Einsichten in das Lachen, Witzigkeit, Humor, Komik, empfohlen wird, das Buch Hitlers, „Mein Kampf“, aus dem Erscheinungsjahr 1927, zu lesen, ja zu studieren.

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Wir könnten und sollten es zweifellos als Arbeitsunterlage für den Schulunterricht (Funktionalisierungspraktiken und Poetik deutscher Sprichwörter) sowie für das Schauspiel- und Theaterstudium (mit Blick auf Kommödie und Humor beim Theater) nutzen und kennen.

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Deshalb – kurzmöglichste Vorrede – hier ein ergiebiges Zitat zur Frage:

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Hatte Hitler den Untergang Deutschlands zum Ziel?

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Zumindest hat er es in seinem Buch umfassend behandelt und aufgefaltet:

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Mein Kampf“, Seite 746:

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… Diese lebenswichtige Frage dürfte aber wahrscheinlich doch nicht nur einem deutschvölkischen Propheten als tiefstes Geheimnis bekannt sein …“

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Ohne weiteren Zusammenhang nachzulesen, haben wir hier eine Ironie des Autors Hitler: „… wahrscheinlich ..nicht nur einem .. Propheten als tiefstes Geheimnis bekannt sein …“. Ein bekanntes tiefstes Geheimnis steht da – ohne Paranthese. Man versteht die Ironie – nicht nur hier, auch ohne die „Gänsefüßchen“, sondern nun auf

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Mein Kampf“, Seite 749:

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… So liegt schon in der Tatsache des Abschlusses eines Bündnisses mit Rußland die Anweisung für den nächsten Krieg. Sein Ausgang wäre das Ende Deutschlands.“

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Dietmar Moews, deutsches Kind, kurz nach Hitler

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Dietmar Moews meint: Heute wissen wir, dass der Hitlerismus nach 1933 ein solches Bündnis (zum nächsten Krieg) mit Stalin schloss.

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Und im Jahre 2016 wissen wir, dass damit das Ende Hitlers, aber nicht Deutschlands, angelegt war. Worin nicht die Ironie Hitlers, sondern seine Blödheit, und nicht das Ende Deutschlands, sondern die Blödheit der Deutschen, dieses Buch „Mein Kampf“ nicht lesen zu wollen, als deutsche Ironieschwäche manifestiert ist.

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Haben Sie schon mal was von „deutscher Ironie“ oder, „Ironie bei Goethe“ als Thema eines deutschen Goethe-Institutes gehört oder gelesen?

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Unironisches Berliner Camouflage-Schloss mit deutschblödem Humboldquatsch, statt LEIBNIZ

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Deutschvölkischer Prophet“ – aus Sicht eines österreichisch-germanischen Weltkriegsgefreiten nach Somme-Schlacht-Überlebnissen und Versaille-Friedensauflagen – der sich versuchte „die Befreiung“ auszumalen, hätte auch an „Speakers Corner“ am Londoner Hyde Park seine Freude gefunden.

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… So liegt schon in der Tatsache des Abschlusses eines Bündnisses mit Rußland die Anweisung für den nächsten Krieg. Sein Ausgang wäre das Ende Deutschlands.“ (Hitler, 1927)

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Kapitulation oder Befreiung vor 70 Jahren

Mai 6, 2015

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vom Mittwoch, 6. Mai 2015

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Gestern, 4. Mai 2015 berichtete die Süddeutsche Zeitung mit steinalten oberbayerischen Zeitzeugen angebuntet:

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Der deutsche General Hermann Foertsch unterzeichnete die bedingungslose Kapitulation seiner Heeresgruppe. Als Ort wird in dem Dokument Haar genannt. Ob das stimmt, ist bis heute jedoch umstritten. Denn es soll ebenso in Bildhauer Thoraks Atelierhaus in Baldham gewesen sein – egal.

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Die Deutschen wussten, Hitler war tot, Goebbels war tot, der Endkampf leif unkoordiniert aus. Die Rote Armee hatte Berlin erobert.

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General Hermann Foertsch war seiner letzten Illusion schnell beraubt. Ende April 1945 hatte der Oberbefehlshaber der 1. Armee noch versucht, die amerikanischen Einheiten an der Donau aufzuhalten. Nun saß der deutsche Militär am 5. Mai 1945 US-General Jacob L. Devers gegenüber und gab sich erneut unnachgiebig. Er hoffte, einen Waffenstillstand aushandeln zu können. Doch den Verlauf der Gespräche im sogenannten Thorak-Atelier in Baldham diktierte sein Gegenüber. Foertsch unterzeichnete an diesem Dienstag vor 70 Jahren die bedingungslose Kapitulation der Heeresgruppe G. Tags darauf war für Zehntausende Soldaten in Süddeutschland der Krieg beendet.

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Es waren an den an historischen Ereignissen so reichen letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs bedeutsame Verhandlungen, die sich in dem damals nur aus wenigen Gebäuden bestehenden Baldham abspielten. Der von Adolf Hitler verehrte Bildhauer Josef Thorak hatte dort sein Atelier, und in dessen monumentalen Räumen trafen die Kriegsgegner aufeinander.

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Will man aus heutiger Sicht die 70-Jahr-Feiern des Endes der schaurigen Hitlerei verstehen, sind einige wesentliche Aspekte beachtlich, die von der Vorgeschichte her in die Zukunft zu bewerten sind.

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EINS Das militärische Ende des zivilen Totalkriegskampfes der Hitlerdeutschen, die sich noch zum Ende hin nicht verblödeten, den „Eid auf den Führer – nämlich unter ausdrücklichen Verzicht auf die formal-rechststaatlichen Bürgerrechte – zu leisten“. Und von denen so gut wie niemand während des gesamten Nazi-Despotismus wirklich erfahren hatte, was Alles an Unsäglichkeiten durchgeführt worden war. Allein die Tatsachen, des „Nichts oder nicht richtig gewusst zu haben, was unter der „totalen Mitmachbereitschaft“ der Deutschen gemacht worden ist, ist eine absolute Selbsterniedrigung aller Menschen in Deutschland. Ende aus – Anfang Mai 1945, vor 70 Jahren.

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ZWEI „Bedingungslose Kapitulation“ wurde von kompetenten deutschen Stellvertretern im Zusammenbruch zwangsläufig anerkannt. Der Modus der Kapitulation war noch zuletzt zwischen den westlichen und den russischen Alliierten umstritten, weil der Westen Stalin und der Roten Armee nicht zugestehen wollte, bis zur Elbe vorzurücken.

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DREI Die Westdeutschen wurden im weltanschaulich bedingten Totalzusammenbruch durch die bedingungslose Kapitulation definitiv befreit, noch weiter kämpfen zu müssen.

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VIER Die Mitteldeutschen, Ostdeutschen und Polen wurden überhaupt nicht befreit, sondern als Kriegsverlierer unverzüglich von Stalin in die Komintern-Geiselhaft genommen. Auch wenn nachträglich deutsche Kommunisten, die sich nach 1945 zu Stalins Stellvertretern haben machen lassen, von „Befreiung vor 70 Jahren“ sprechen, nachdem Berlin zusammengeschossen aushauchte, kann die darauf gebaute sowjetisch besetzte Ost-Zone, bald Deutsche Demokratische Republik (DDR), nicht als befreit annonziert werden.

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FÜNF Gemäß der heute weit verbreiteten moralischen Verurteilung des Hitler-Stalin-Paktes, der die Besetzung und Aufteilung Polens unverzüglich ab September 1939 in Angriff nahm, hat die rote Armee die Ziele und Absichten dieses Eroberungs-Angriffskrieges vollumfänglich bis zum 9. Mai 1945 durchgesetzt. Polen war zerschlagen. Während Ostpreußen, Hinterpommern und Schlesier nach Westen vertrieben waren, wurden diese Länder mit den von Stalin vertriebenen Polen besiedelt.

Wenn jetzt in Moskau eine 70-Jahrfeier des „ruhmreichen opfervollen vaterländischen Krieges“ mit propagandistischer Militärparade gefeiert wird, handelt es sich dabei um den Abschluss opfervolle Kriegstreiberei Stalins und völkerrechtswidriger Eroberung Polens, gemäß dem Hitler-Stalin-Pakt.

Der Zusammenbruch Hitlerdeutschlands folgte aus der Weltkriegs-Gesamtszenerie, darin die verheerende Verkettung militärischer Dummheiten Hitlers persönlich – bezogen auf die innerdeutsche Führung, bezogen auf Fehleinschätzungen der eigenen und der feindlichen Schlagkraft und militärischen Synergieeffekte, bezogen auf Rüstungsdefizite, bezogen auf den ausufernden Mehrfrontenkrieg, den Atlantik-U-Bootkrieg und die eigenen Allierten.

Kurz – 70 Jahre feiern – ließe sich auf die stalinseitige Verwirklichung des Hitler-Stalin-Paktes „anerkennen“. Nicht auf die Befreiung aller Polen und Deutschen, nachdem die Hitlerei längst zusammengebrochen war, wurde hier schließlich mit stalinistischer Geiselnahme der besetzten Gebiete keine Befreiung erreicht.

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Dietmar Moews meint: Wenn die Bundeskanzlerin für eine Kranzniederlage zum Gedenken an die Kriegsopfer nach Moskau reist, so ist das durchaus Pflicht und eigensinnig.

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Es ist keine Anerkennung der „putinschen Geschichtsschreibung zum vaterländischen Krieg“. Denn jener Krieg wurde nicht gegen Hitler begonnen und wurde auch nicht mit der Befreiung der Menschen in den russisch besetzten Staatsgebieten erfolgreich beendet.

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Außerdem schreit zum Himmel, dass dieses wahnsinnige opfervolle Kriegsjahrhundert zu keiner FRIEDENSORDNUNG geführt worden ist.

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Keiner der Sieger des Zweiten Weltkrieges hat es vermocht, eine Weltfriedensordnung zu arrangieren.

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Auch der japanisch-asiatische Zweite Weltkrieg wurde nicht in eine Friedensordnung übergeleitet.

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Was man anerkennen muss, ist, dass die USA seit Pearl Habour vollsten Weltkriegseinsatz ununterbrochen bringen. Daraus wurde eine Weltherrschaft des internationalen Finanzkapitalismus zu Gunsten der USA aufgestellt sowie die permanente Beteiligung und Kontrolle an offenen Kriegen, Bürgerkriegen, Terrorregimen, Waffengeschäften und eigener Sonderstellung zum Völkerbund, zu den Menschenrechten und zu den internationalen Rechtsspielen.

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Mit der US-IT-Technologie hat inzwischen eine weitere Machtperspektive des Cyberwar, der Drohnen, der Telematik und der Massendatenüberwachung um sich gegriffen, die allerdings durch transnationale „Privatfirmen“ und dem speziellen IT-Know-How der Hacker und IT-Entwickler weitere unkontrollierte Mächte aufkommen sehen.

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Wolfgang Leonhard 1921- 2014 – Kurznachruf

August 17, 2014

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am Sonntag, 17. August 2014

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Heute ist Wolfgang Leonhard im Alter von 93 Jahren in der Eifel gestorben. Leonhard war der letzte noch lebende Zeitzeuge aus dem innersten Führungskreis der deutschen Kommunisten, der nach 1945 die Gründung der DDR vorbereitete. Seine Wandlung vom begeisterten Kommunisten zum Sowjetkritiker beschrieb er 1955 in dem Bestseller „Die Revolution entlässt ihre Kinder“ und „Euro Kommunismus“.

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Leonhard war 1945 als Mitglied der „Gruppe Ulbricht“ – so benannt nach dem späteren DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht – aus Moskau nach Deutschland zurückgekehrt. Er war 1935 mit seiner vom Kommunismus begeisterten Mutter in die UdSSR geflohen und später zum Führungskader ausgebildet worden. In der sowjetischen Besatzungszone in Ost-Berlin, nach 1945, wuchs seine Gegnerschaft zum Stalinismus. 1949 floh er nach Jugoslawien und wenig später in die Bundesrepublik.

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Wolfgang Leonhard ist ein einzigartiger Zeuge der deutschen Geschichte des „Hitler-Stalin-Paktes“ und die Folgen.

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Die Deutschen aus der Ostzone durften bis 1989 nichts von Leonhard wissen. Für den Rest bildeten Leonards Berichte die Eselsbrücke zum Gulag, zu Solschenizyn und Kopelev, zu Jorge Semprùn und Arthur Koestler, zu Willi Münzenberg, von Tito zu Herbert Wehner und Egon Bahr. –

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Leonhard, als Wladimir getauft, wuchs als Jugendlicher im stalinistischen Moskau des HOTEL LUX, elternlos in Heimen auf, wo die zukünftigen Nachwuchskommissare der westlichen Länder ausgebildet worden sind.

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Sie sollten nach dem Welt-Krieg, 1945, in ihre Herkunftsländer gesendet werden, den Kommunismus durchzusetzen und aufzubauen – (so: Gruppe Ulbricht, zehn Leute, die nördlich Berlins im Sommer 1945 mit einem kleinen Flugzeug abgesetzt wurden). Die zogen unter Ulbrichts und Wilhelm Piecks Führung unverzüglich in die Berliner Rathäuser. Setzten die den Krieg in Berlin überlebenden Nazigegner ab, die in den Bezirken des zusammengebrochenen Berlins den politischen Anfang versuchten. Sie wurden weggemobbt. Aus KPD und SPD schmiedete Kommissar Ulbricht die SED. Der West-SPDist Otto Grotewohl ließ sich freiwillig zum Ost-Hampelmann von Staatspräsident Wilhelm Pieck in der SED wählen. (Bald wurde in West-Berlin eine neue SPD gegründet – bei den Wahlen bekam die SPD dann etwa 23 Prozent Stimmenanteile, die SED wenig über zehn Prozent; Ulbrichts SED wurde in den russischen Sektor Ost-Berlin zurückgedrängt).

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Leonhard hatte an einen jungen deutschen Kommunismus des „Komintern“ geglaubt (jeder kommunistische Staat sollte seinen eigenen Kommunismus entfalten dürfen). Aber 1947 orderte Stalin Ulbricht und alle Kommissare nach Moskau und bestimmte den „Kominform“: Die internationalen kommunistischen Sateliten erhielten aus der Stalinzentrale in Moskau „Information“ wie und was nach Stalins Vorgaben als „Kominform“, statt „Komintern“, durchzuführen sei.

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Ulbricht lenkte sofort – von jetzt auf gleich – ein, „informierte“ seine Gruppe-Ulbricht in Berlin, während alle Dissidenten beseitigt wurden. Wolfgang Leonhard, dessen kommissarische Zuständigkeit war, Schulungsskripte für die kommunistische Partei-Volkserziehung zu schreiben, wähnte sich betrogen. Leonhards enge Zusammenarbeit mit stalin-dissidenten jugoslawischen Komintern-Kommunisten zwang ihn, heimlich abzuhauen, während er noch kurz zuvor mit Ulbricht über die „Befreiung“ seiner Mutter, der „deutschen Kommunistin“, verhandeln musste.

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Leonhard organisierte und ergriff heimlich seine Flucht (über Jugoslawien nach Westen), was in allerletzter Sekunde glückte, wobei er sein persönliches Stalindrama durchlebte: Leonhard war als Kind seiner idealistischen kommunistischen Berliner Mutter, vor Hitler „in Sicherheit“, über Skandinavien nach Russland gebracht worden. In Moskau verschwand die Mutter, von der Partei politisch ins Abseits, während das Kind Wladimir (Wolfgang) – nicht erfuhr, wo sie war und ob sie überhaupt noch lebte – als Heimkind zum Komintern-Kader gedrillt wurde. Als Leonhard im Jahr 1947 – auch nach zynischen Erlebnissen mit „Markus“ Wolf – Ulbricht heimlich verlassen und fliehen wollte, gelang es ihm zunächst nicht, seine Mutter (die nicht einsichtig war) aus den Fängen Stalins zu befreien. Dramatische Not und Misstrauen bis aufs Blut brannten sich – jetzt Wolfgang – Leonhard ein: Die Revolution erstickte an ihrer Nachgeburt.

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Entsprechend vom Kominform entsetzt landete das kommunistische Jugoslawien unter Tito, das den eigenen Komintern fortsetzte, in Feindschaft zum Stalin-Sowjet-Imperium. (Das jugoslawisch-serbische Militär richtete seine alljährlichen Manöver in russischer Himmelsrichtung aus).

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Jetzt musste Wolfgang Leonhard im hohen Alter, zuletzt im Krankenhaus, an einer schweren Krankheit sterben. Er lebte in der Eifel.

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Ein Termin für die Gedenkfeier werde später festgelegt, um Kollegen und einstigen Studenten die Teilnahme zu ermöglichen. Leonhard hatte 21 Jahre lang bis 1987 als Professor an der US-Eliteuniversität Yale über die Sowjetunion und den Kommunismus gelehrt.

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Dietmar Moews meint: Wolfgang Leonhard hat sowohl mit seinem Bericht über die Gruppe Ulbricht im nach-1945er Berlin wie in der Auseinandersetzung mit den sogenannten 68ern, die einem seltsamen West-Marxismus anhingen, indem Hegel, Marx und Freud eine bekloppte stalinistische Ideologie ergaben, die sie „Kritische Theorie“ nannten (Adorno / Habermas) und mit seinsgebundener empirischer Urteilskraft eines Wolfgang Leonhard nicht klar kamen.

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Leonhard wurde also in die USA durchgereicht, weil die Bundesrepublik den „Moral-Pakt“ zwischen Hitler und Stalin lieber verdrängten. Desto wichtiger, die Zeugnisse Wolfgang Leonhards ins Curriculum deutscher Demokratiekunde aufzunehmen.

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