Weltfrauentag am 8. März und Fairness-Gerechtigkeit

März 8, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9000

am Freitag, den 8. März 2019

.

.

Zum Weltfrauentag möchte ich nur meine besten Wünsche für Frauen in aller Welt und für jede individuelle Frau versenden – mein Räsonnement zu den hierzu von Frauen und Frauenbewegten aufgerufenen Klagen ist hauptsächlich Dies:

.

Geniale Geigerin Patricia Kopatchinskaja (* 1977)

.

Es gibt Motive und vorgeschobene Motive für einen Frauentag, im Sinne der Frauenklagen. Einerseits ist Leid stets zu respektieren. Andererseits ist Hilfesuche immer freundlich und fair zu beantworten – jedenfalls halte ich das persönlich mein Leben lang so – Fairness ist Hauptmerkmal meiner Prägung und Haltung von Kleinkind an. (Wir sollten den Unterschied erspüren, wenn von Gerechtigkeit und Selbstgerechtigkeit oder, völlig anders, von Fairness gesprochen wird – eine Wortbildung wie Selbstfairness passt da nicht angemessen).

.

Ich sehe die Eingeschlechtlichkeit nicht als mein Ziel. Ich sehe sexuelle Freiheit sozial als human auszulebende Fairness, individual sehe jeder wie er’s treibe oder nicht.

.

Gesetzeszwänge und Direktion über Strukturen, im Sinne des bekannten Feminismus, kommen mir nicht so vor, als wollte ich solche für mich haben; selbsredend ist es jedem Menschen freigestellt, sich damit einzulassen – auch hier plädiere ich für Fairness.

.

Indem Menschen weiblichen Geschlechts sich mit dem tradierten Wort FRAU benannt hören wollen, können sie das durchsetzen – Frauen sind in Deutschland quantitativ die Mehrheit – sie könnten also bei Einhelligkeit politische Wahlen entscheiden (dass es keine Frauenpartei gibt, ist vielleicht noch eine Spielform, die von Frauen auszuprobieren wäre).

.

Seitdem es die unkörperliche Zeugung und Selbstreproduktion von Abkömmlingen praktisch gibt – allerdings ist das kostspielig – kann sich ein Individuum reproduzieren. Wer dafür soziale Partnerschaften vorkehren kann, hat auch hierfür die rechtlichen Spielräume (und ziemlich sicher die Scherereien).

.

Für die weit fortgeschrittenen Sozialtechniken der Verpitbullung und Pressure Politics, in den qualifizierteren Erwerbsebenen im deutschen Verfassungsstaat, habe ich wenig übrig, weil mir dabei Zwecke und Mittel empirisch zuwider sind. Ob Ellenbogen oder Schleimerei, Arschkriecherei oder Bestechung, Erpressung und Nepotismus, Gewalt oder Empathieschwäche – kommen mir immer Sensibilität und Fairness und die Schönheit des Sozialen viel zu kurz.

.

Geniale Bundeskanzlerin Angela Merkel

.

Geniale Paarung, idealisiert

.

Geniale Paarung, idealisiert

.

Geniale Königin, auf amerikanistischem Titel

.

Geniale Reportage-Photografin und Malerin Marina Spickermann

.

Geniale Dichterin Herta Müller

.

Geniale Brechtfrau Janina Kugel

.

Die harten Gendertypen, denen ich nicht ausweichen konnte, sind mir wirklich verhasst, weil sie brutal leben (oder weil man es ihren körperlichen Hässlichkeiten und ihren verzerrten Maskenspielen ansieht).

.

Man kommt in abschweifende Geräuschzonen, wenn man sich auf die Widersprüche zwischen Quotenforderungen und angängigem Feminismus, zwischen den ungeläutert gestuften Vorstellungen von Gleichheit, dann Gleichberechtigung und Gleichstellung einlassen wollte – das tue ich lieber nicht.

.

Mir würde schon genügen, auf die Seite von Hilfsbedürftigen zu treten und über die menschliche Vielfalt zu den Möglichkeiten zwischen Fairness (John Rawls) und Gerechtigkeit (Gleichheit vor dem Gesetz) vorzudenken und zu urteilen.

.

Ich glaube nicht – aber ich kann das abwarten – dass Babyboys und Babygirls von alleinerziehenden Frauen, in die männlichen Verhaltensweisen einbrechen. (Ich kann auch den Implikationen von Matriarchat und Patriarchat wenig abgewinnen – was wäre das denn? Ist der heutige Militär-Brutalkapitalismus patriarchalisch?)

.

In sofern wird weibliche Verhaltensänderung immer weiter selbstbestimmtes Wahlverhalten sein – insofern werden Appelle oder Zwangsansätze, Männer zu verändern, wenig an heimliche Blicken und allen möglichen Varianten zwanghaften oder gelegentlichen Naschkatzentums zu ändern vermögen.

.

Ich beschäftige mich nicht mehr mit den Hypothesen der Psychoanalyse FREUDS, weil ich die Dominanz des SEXUS anders sehe als Freud (es selbst gelebt hat). Doch möchte ich meinen WELTFRAUENTAG damit begehen, daran zu erinnern, woher ich selbst komme, woher du kommst, woher wir alle kommen, mit großem runden Kopf und großen Augen, ein Kindchenschema, das gar nichts anderes sein kann als PRINZESSIN und PRINZ.

.

Die soziale Intelligenz dafür, aus dieser PRINZENROLLE in eine belastbare Persönlichkeit heranzuwachsen, scheint mir ein Gebot der FAIRNESS zu sein, beachtet zu werden und der aufgeklären Lebensweise eingeschrieben zu werden; ich schlage dafür vor, die historischen Kindheiten abzusuchen, wie es Vorläufer mit Abkömmlingen pflegten (Wickeltuch bei der Erntearbeit auf dem Rücken; Giftküchen in der Kleidungsmanufaktur von Bangladesch, Schweizer Singekinder in Schwaben „Avec la Marmotte“; Schwänzel und Grätschel.

.

.

Frauen kaufen für viel Geld, ihre Weiblichkeit auszustellen und nach Innen zu pflegen, Schönsein, Jungsein – nicht nur wie Karl Lagerfeld, auch wie Klara Zetkin.

.

Naturalistische Auftragsmalerei in Massageöl

.

Ich mag nicht, lebenslang meine Mitmenschen als meine Patienten und Behinderten zu sehen und zu behandeln. Ich finde sie normal, so, wie sie daherkommen.

.

Dass es den soziologischen Typus der BRECHTFRAUEN gibt, hat Dietmar Moews in einer Theorie mittlerer Reichweite bewiesen und in einem „Meinungsfreiheits-Prozess vor dem Hamburger Landgericht indirekt bestätigt bekommen, nachdem er die SIEMENS-CEO JANINA KUGEL als „BRECHTFRAU“ bezeichnet und gemalt und publiziert hatte. Dass diese Brechtfrauen-Theorie, als Theorie weder bei Alice Schwarzer noch bei anderen Krawallos rezipiert wird, mag sich ja von Jahr zu Jahr zum Thema der Weltfrauentage verbessern:

.

Brechtfrauen haben Anspruch und Vermögen, verbergen sich aber unter „BRECHT“ oder Firmen-Labels, weil sie scheuen, selbst ganz nach Vorne zu gehen (das ist m. E. sehr klug, viel klüger als die meisten ehrgeizigen, mutigen und scheiternden Männer es treiben – das ist weibliche LIST).

.

.

.

.

.

FINE E COMPATTO,

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

 

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

.

WARNUNG: recommended posts

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

Werbeanzeigen

Milchkühe unter Verdacht

August 6, 2015
Lichtgeschwindigkeit 5793

vom Donnerstag, 6. August 2015

.

IMG_5007

.

Die neue Zürcher Zeitung berichtet immer wieder sehr liebevoll über meine persönlichen Lieblingsthemen: Tiere allgemein, Haustiere speziell, wie Kühe (Pferde / Mein Großvater war pommerscher Pferdehändler und besaß Spitzen-Traber, die in Hoppegarten trainiert wurden, aber auch Hunde, Katzen, Schimpansen, besonders Ziegen und noch alle anderen – I love it.)

.

NZZ, Mittwoch 5. August 2015 Seite 36 schreibt Angelika Jacobs:

.

Milchkühe unter Verdacht. Lauern in Rindfleisch und Milch bis anhin unbekannte Viren, die Krebs begünstigen?

.

Kuhmilch ist beliebt geworden im asiatischen Raum. Parallel dazu stieg in den letzten Jahrzehnten auch die Krebsrate. Besteht zwischen diesen Fakten ein Zusammenhang? Ein Nobelpreisträger auf Spurensuche.

.

Abgekürzt, Laktose hin oder her: „… Indizien, noch kein Beweis“

.

Krebsforscher und Virologen denken über Immunisation von Milchkühen nach.

.

IMG_5005

.

Etwas anders sieht es mit Neue Zürcher Zeitung und Davide Scruzzi vom 5. August 2015 aus:

.

Schwieriger Schutz vor gefährlichen Kühen. Nach dem tödlichen Unfall einer Wanderin verweisen landwirtschaftliche Fachstellen auf bereits getroffene Massnahmen.

.

Mutterkühe haben einen ausgeprägten Schutzinstinkt für ihr Kalb. So kommt es in der Schweiz, wo Viehwirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus überlagert sind zu jährlich mehreren Fällen von (stabile Unfallzahlen) Mutterkuh-Agressionen gegen Bergwanderer.

.

IMG_3547

.

NZZ vom 5. August 2015 schreibt: „…Rückwärts gehen. Seitens der Vereinigung Mutterkuh Schweiz will man die genauen Untersuchungen zum Fall von Laax abwarten (eine 77-Jährige wurde kürzlich totgetrampelt), um die zusammen mit der BUL getroffenen Präventionsmassnahmen allenfalls anzupassen … Teil der Präventionsmaßnahmen ist auch die Bekanntmachung von Verhaltensregeln:

.

Demnach sollen etwa Herden nicht durchquert und Kälber nicht berührt werden. Hunde seien an der Leine zu nehmen. Zeichnet sich ein Angriff ab, wird empfohlen, die Weide durch langsame Schritte rückwärts zu verlassen. Schnelle Bewegungen wirkten auf die Tiere bedrohlich.“

.

IMG_1897

.

Dietmar Moews meint: Ohne Alpwirtschaft wären die Alpen nur halb so schön. Die seit vielen Jahrhunderten praktizierte Viehhaltung bis in hochalpinen Zonen prägt Vegetation, Topografie und Brauchtum. Sind Kühe mit Kälbern unterwegs, wird der Wanderer von ihnen aber rasch als Feind wahrgenommen. (In Laax ist am Freitag eine ältere Frau von einer Kuhherde zu Tode getrampelt worden …).

.

L1010323

.

Die Gelegenheit muss genutzt werden – hier ist die hervorragende Schriftstellerin Herta Müller zu zitieren („Mein Vaterland war ein Apfelkern – Ein Gespräch“ 2014), Seite 12:

.

L1010325

.

(Frage) Ihre Aufgabe im Tal war es, die Kühe zu hüten. Als Tiere nehmen sie eine Zwischenstellung ein: Sie gehören nicht so eng zur Landschaft wie die Pflanzen, sie sind nicht verwurzelt, ihr aber doch näher als der Mensch.

.

L1010326

(Antwort Herta Müller) ich war mir sicher, dass die Pflanzen nur am Tag bewegungslos sind, dass sie nachts, wenn alle schlafen, wie die Tiere hin und her laufen und einander besuchen oder sich nur eine andere Gegend anschauen. Dass ihre Wurzeln in der Erde bleiben und auf sie warten, dass sie gegen Morgen, wenn es hell wird, wieder zurückkehren und darum auch jeden Tag an derselben Stelle wachsen.

Natürlich habe ich auch jeden Tag gedankenlos oder interessiert diese Kühe beobachtet, die mit sich selbst genug hatten. Kaum angekommen im Gras, bückten sie sich und fraßen, bis man sie abends nach Hause trieb. Die brauchten sonst nichts, schauten keinen Himmel an. Auch mich schauten sie kaum an, Gott sei Dank. Sie schlenkerten die Köpfe, weil ihnen die Fliegen zudringlich in die Augen krochen. Das einzige Schöne an ihnen waren die großen Augen. Manchmal tat es mir um ihre Augen leid, die glänzten wie die Wasser im tiefen Brunnen und mich spiegelten, als würde ich schief auf der Erde wachsen. Und dann wusste ich gar nicht, ob es mir um die traurigen Augen leid tat oder um mich selbst. Doch es gab auch Tage, an denen die Kühe statt zu fressen auf der Weide herumrannten. Und ich hinter ihnen her, denn da musste ich aufpassen, dass sie nicht auf die Staatsfelder rennen, dass sie dort keinen Schaden anrichten und man keine Strafe zahlen muss. Das war nicht auszuhalten, ich wurde todmüde und hasst die Kühe.

.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

(Frage) Wie viele Kühe hatten Sie denn zu hüten?

Die meiste Zeit hatten wir drei Kühe und ein paar Monate kamen dann noch zwei Kälber dazu. Und wenn die Kälber das nötige Gewicht hatten, mussten wir sie dem Staat abliefern. Drei Kühe, aber jede Kuh ist ein Riesending und nicht so gutmütig, wie sie aussieht, sondern wild und kräftig wie ein Traktor, sehr stur und jähzornig. An diesen wilden Tagen war ich verzeifelt, ich lernte im Laufen weinen und im Weinen laufen.“

.

ZUGINSFELD 33 mit Hundegast am 1. Juli 2014, Mainzer Straße

ZUGINSFELD 33 mit Hundegast am 1. Juli 2014, Mainzer Straße

 

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

.

.

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

IMG_3625 

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein


Günter Grass 1927-2015 – Kurznachruf

April 13, 2015

Lichtgeschwindigkeit 5504

vom Montag, 13. April 2015

.

IMG_3533

.

Der SPD-Funktionär als Künstler Günter Grass, geboren 1927 in Danzig, ist heute 87-jährig in Lübeck gestorben.

 

Er starb in einem Lübecker Krankenhaus – es war für den Armen zuletzt eng geworden und ergreift mich mitleidig; er war mein persönlicher Feind.

.

Grass‘ Lebensthema war das „Meierlein“ von Gottfried Keller (aus dem „Grünen Heinrich“). Dabei fand eine unverschämte Krämerseele lauter getriebene Praktiken zum Kleingeld und den vor- und nachgelagerten Organisationsfeldern, des persönlichen Bolschewismus‘, der Parteienmacht und der Publizistik.

.

Grass‘ öffentliche Rolle und Wirkung war von seiner Nazi-Erfahrung herkommend vollkommen auf Parteipolitik-Menschlichkeit als PG der SPD, des DGB und der Evangelischen Kirche gestellt.

.

Als Bildender Künstler und Steinmetz war Grass seit den 1950er Jahren ein folkloristischer Illustrator. Seine „Zeichnungen“ sind Photoverkleinerungen.

.

Als Schriftsteller kam Grass 1959 mit dem Kriegs-Jugendroman „Die Grasstrommel“ in den großen kulturindustriellen Literaturbetrieb, der sich inhaltlich wie sprachlich als zeitgemäßer „Trivialroman“, später auch als reizüberfluteter Buntfilm im deutschen Kino (Volker Schlöndorff), wiederfinden ließ. Grass‘ Novelle „Katz und Maus“ bildet das einzige beachtliche künstlerische Werk, in dem das Genre der wichsenden ostpreußischen Kriegsjugend in zugreifender Heftigkeit ausgestellt wird.

.

Das sonstige kulturindustrielle Literaturwerk von Günter Grass besteht aus rosinenpickenden Kompilationen der Feuilleton-Moden der Süddeutschen Zeitung und SPD-Feuilletons: Kalter Krieg, Angriff der 68er auf die Eltern, Marxunkenntnisse und Sigmund Freuds Psychoanalyse, Sex und Antibaby-Pille, Vietnam, Ho schi Min und Mao, Atomächtung, Rüstungsalarm, Umweltschutz und antiautoritäre Erziehung, verirrte Kunstorganisation und Salonpersonnage als Bolschewismus im Kunstbetrieb.

.

Tänzer und Lyriker? Weltliteratur aus Lübeck, Schachtelsätze mit Thomas Mann? – schön wärs. Waschbrettspieler mit Duke Ellington in Paris. Gerhard Schröder hat ihn gelesen! Ein Gemisch – „eingemischt hat er sich trotzdem“ – so eine Nachruferin im Deutschlandfunk heute Mittag.

.

Grass war jahrelang in der SPD als Wahlkämpfer und Oppositionstexter gegen die CDU auf Achse, war Redenschreiber von Bundeskanzler Brandt, mit dem er später den SPD-nahen Nobelpreis teilte. Allerdings, in letzter Konsequenz, ließ sich Günter Grass vom SPD-Netzwerk tragen, indem er aktiv die SPD als StaMoKap-Blockpartei unterstützte. Während er umgekehrt als Kritiker der SPD erscheinen wollte, der Rüstung und Drecksgeschäfte ablehnte, seine SPD-Genossen wenig trug.

.

Deutlich wurde die politische Selbstverortung von Günter Grass in seiner lebenslangen Multirollenfunktion und den schleichenden Rollenwechseln als SPD-Publizist, als DGB-Funktionär, als Vorstandsmitglied im deutschen Gewerkschaft-Schriftstellerverband VS, Die Feder, später IG Medien und zuletzt Ver.di.

.

Grass arbeitete durchweg zum persönlichen Eigennutz zusammen mit Bernt Engelmann (DKP / SED / Stasi), Max von der Grün (DKP) und verbreitete die Farben des kommunistischen Apparatschiks. Das reichte bis zu persönlichen Vernichtungsaktivitäten von Konkurrenten im Vorstand des VS, Rücktrittskomplott, Blockwahlen, Denunzierungen des Vorstandsmitglieds, der Lyrikerin Angela Hoffmann.

.

Grass war in allen intermediären Verbänden verbandelt, Dauerkunde beim Goethe-Institut des Bundesaußenministeriums, im Internationalen Verband Bildender Künstler – das war die verirrte Moderne Poetologie der Gruppe 47.

.

Dietmar Moews meint: Ich warte neugierig darauf, dass die noch aktiven Rest-Grass-Publizisten, die jetzt im Nachruf vom Dichter Grass reden und schreiben, nebenbei auch noch den Zusammenhang von Dichten und Denken erwähnen:

.

.

.

Postmodernen Zeitpunkt hat Grass nicht kapiert – die IT-Revolution sah er nicht in den 1970er Jahren kommen, Die „Fernfuchtelei“ hat Peter Handke benannt. Wie war das Denken? Welche anthropologischen Grundfarben wurden von Grass gedacht, nachgedacht oder nur persönlich vertreten oder wo, in seinen kulturindustriellen Massengütern, findet man den denkenden Dichter, der je mehr als das von seiner Krämermutter konditionierte „Meierlein“ affirmieren konnte?

.

.

Stand er mit Kohl und Reagan in Bitburg? Nimmt er staatliche Kunstförderungsmittel auf Zukunftsjahre in Lübeck in Beschlag, wo doch seine vielen ungelesenen Massenromane dadurch auch nicht lebendiger werden – verirrte Kunstorganisation durch die Salonpersonnage wurde durch Günter Grass exemplarisch verkörpert, rigoros und schmerzbefreit. Den Nachruf seiner Opfer spare ich mir.

.

Die Kulturpolitische Gesellschaft Hagen lässt grüßen.

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein


Papst Franz prügelt die katholischen Karnickelkinder

Februar 7, 2015

Lichtgeschwindigkeit 5331

vom Samstag, 7. Februar 2015

.

IMG_3627

.

Was macht ein Medienpapst in der überhitzten Massenkommunikation?

.

Muss der Papst schnell reden?

.

Muss er laut und grimassisch tun – gestikulieren und brüllen?

.

Muss er Blödsinn reden, um aufzufallen?

.

Kirche lästern? Gotteslästerung? – die sprachliche Sau rauslassen?

.

Muss er Faltblättchen mit der „Bergpredigt“ bedrucken und persönlich damit in die Fußgängerzone gehen (natürlich mit Twitter TV-live-Stream)?

.

Papst Franz hat eine praktische Antwort: Er meldet sich originell und reizend, um zu sagen, was er sagen möchte, dass gehört werden soll.

.

Kürzlich erzählte er zu den Widersprüchen heutiger Lebensweisen hinsichtlich der christlichen Glaubensdinge und wie verantwortungsvolle Eltern sich in der körperlichen Liebe verhalten können:

.

Da wird also mit Präservativen, Anti-Baby-Pillen und folkloristischen Verhütungs- und Abtreibungspraktiken gelebt, die der Katholizismus verboten hat – die der Papst durchaus diskutieren kann. Und um von Jedermann verstanden werden zu können, nutzt er sein rhetorischen Vermögen dazu:

.

Er sagt beispielsweise: Die Paare haben heute viele bewährte Formen der Verhütung, sodass nicht „verbotene Eingriffe ins Leben“ vorkommen sollen – nur damit sich die Menschen nicht vermehren wie die Karnickel.

.

Alle Kinder sind Gotteskinder – bis auf die verhüteten und abgetriebenen, die Schuldlosen, die „Gott“ mit Kollektivschuld und Erbsünde bestraft.

.

UND DIE HEUCHELEI war groß: Papst Franz nannte die angängige Zeugungsbegeisterung, lockere Fruchtbarkeit, aber dann Vernichtung der Leibesfrucht: „wie die Karnickel“.

.

Das ist schon allseits verständlich, oder? Das ist nicht, weil Papst Franz aus Argentinien kommt, wo die Paisanos eben die „Witze“ etwas griffiger formulieren. Der Herr Bergoglio hat nicht zum Karnickelbild gegriffen, weil er ein Bauer ist oder weil er aus dem rüden Kampfgebiet der Portenos kommt.

 

Er hat den Reiz, die Aufmerksamkeit und seine Wertmitteilung angebracht und – es sitzt! (dumm, dass gleichzeitig der PEGIDA-Anmelder Andersdenkende als Viehzeug bezeichnet hatte).

.

Deshalb gilt, was ich sage: Man soll verstehen, was einer meint, nicht, was er sagt. Was hat Papst Franz also thematisiert: Geschlechtsverkehr und Folgen, einerseits. Andererseits – welche offizielle Norm setzt dazu der Papst für alle Katholiken? Das weiß jeder Katholik: Man darf heimlich ALLES. Wer Lust hat, darf sich seiner Sünden bekennen und dann beichten. Das ist auch die REGEL.

.

Okee Dokee, jetzt also zum KINDER-PRÜGELN. Die Massenmedien haben sofort – wie beim Karnickel-Ficken – angeschlagen: Der Parpst, dieser Arsch, verpappst, was kein Pappst tun darf – er sagt als Papst:

.

IMG_4258

.

Züchtigung – „Schläge im Namen des Vaters“, schreibt der KÖLNER STADT-ANZEIGER am 7. Februar 2015, Seite 2: „Äußerung des Papstes zur Züchtigung stößt auf Unverständnis – Vatikan wiegelt ab“.

.

IMG_4260

FAZ, 7. Februar 2015

.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt am 7. Februar 2015, Seite 7: „Will der Papst, dass Eltern ihre Kinder schlagen?“ – „…es gäbe kein würdevolles Schlagen… Die Pressestelle des Vatikan erläutert .. Der Papst habe nicht darüber gesprochen, Gewalt gegen Kinder anzuwenden. Vielmehr gehe es darum, „jemandem beim Wachsen und Reifen zu helfen“ …“

.

IMG_4261

.

Im neuen deutschland steht am 7. Februar 2015, Seite 7: „Papst: Kinder ruhig „ein bisschen hauen““.

.

IMG_4262

.

Was hatte Papst Franz wirklich gesagt und gemeint?

.

Es ging im Pressegespräch, einer Generalaudienz, um die Rolle des Vaters – auch am Beispiel eines Beispieles, indem ein Vater bei einem Treffen mit verheirateten Paaren vor dem Papst erzählt habe: „Ich muss meine Kinder manchmal ein bisschen hauen, aber nie ins Gesicht, um sie nicht zu erniedrigen.“ Der Papst kommentierte: „Wie schön – er kennt den Sinn der Würde, er muss bestrafen, er macht es aber gerecht und geht dann weiter.“

.

Klar? Wird klar? Hat der Papst nun eine neue Kinder-Züchtigungs-Kampagne eröffnet? Hat er Gewalt gegen Kinder indirekt befürwortet? …denn, laut FAZ: „wenn ein Freund seine Mutter beleidigt, erhalte er einen Faustschlag.“

.

IMG_4257

.

Dietmar Moews meint: Ich habe es selbst im Fernsehen gesehen: Papst Franz hat den Freund mit dem Faustschlag berichtet und dazu einwandfrei einen Schwinger vorgeführt – mit seiner Faust zum Kopf des imaginären Mutterbeleidigers.

.

Was hat er also zum Schlagen der Karnickel-Ficker-Kinder sagen wollen?

.

Papst Franz – der so wenig Franziskus heißt, wie Benedikt Benedictus hieß oder wie Franz von Assisi auf italienisch natürlich Francesco d’Assisi heißt oder auf Spanisch in Argentinien „Francisco“ – wollte sagen: Alle Kinder sind uns willkommen und unsere Schutzbefohlenen.

.

Papst Franz wollte sagen: Eltern sind keine Karnickel – KEINE!

.

Er meinte eine soziale Lebenssituation, die jeder Mensch aus eigenem Erleben kennt und die jeder Mensch oft durch eigene oder andere Kinder miterlebt hat, dass „man den Brunnen zudeckt, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist“.

.

Er wollte sagen, dass es Situationen gibt, in denen die Beobachtung und die Urteilskraft des Kindes für eine konkrete eigene Aktivität nicht ausreichen mag, Schaden zu verhindern oder eine darin steckende Lehre zu verpassen:

.

Auch: Leichte (würdevolle) Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen (alter Spruch). Nein, das meinte er nicht. Papst Franz meinte, dass es akute Situationen gibt, in denen Verantwortung, soziale Situationsbeurteilung, Führung und Führung eines führungsbedürftigen Kindes, eine passende Handgreiflichkeit erfordern kann.

.

Dagegen kann der Kinderschutzbund noch lange zetern:

.

IMG_4259

.

Aus einer angemessenen Handgreiflichkeit (des geistig und körperlich Stärkeren, im Sinne zumindest symbolischer Vergewaltigung eines geistig und körperlich Schwächeren),

.

als Ausdruck der verständlichen sozialen Sprache der Führung und des Führungsanspruches –

.

zur Unterordnung des geistig zu schwachen,

.

soll nicht „Gewalt gegen Kinder“ werden – reklamiert Frau Paula Honka-Schoberth vom Deutschen Kinderschutzbund (K ST-A). Davon hatte Papst F. gar nicht gesprochen.

.

Und zum Verständnis gebe ich noch ein Beispiel:

.

.

Ich wurde in der Nähe des Colosseums in Rom einmal und kurze Zeit später auf der Via Cavour und noch einmal in der Nähe des Bahnhofes Termine jeweils von einer als „folkloristische Zigeunerin“ verkleideten jüngeren Frau, nebst Kind, angegangen.

.

Sie trat aus einem Winkel mir entgegen und zeigte mir ein Pappschild. Dann drückte sie mir das Pappschild ins Gesicht, Aufschrift: „Prego …“, während das Kind, etwa vier und fünf Jahre alt, packte mit beiden Armen meinen rechten Arm und riss daran. Ich machte eine Abschüttelbewegung mit dem Arm, auch etwas gehemmt, dem Kind Gewalt anzutun.

.

Die „Zigeunerin“ hob schimpfendes Geschrei und Lärmen an, aber wich in wenigen Sekunden samt Kind hinweg. Ich schüttelte den Schreck ab und griff in meine rechte Hosentasche (LEE-Jeans, enge Taschen) – darin hatte ich zwei zusammengefaltete 200 DM-Geldscheine – nun waren die weg.

.

Und ich hatte Sowas gemerkt, als die Frau, völlig ohne Distanzscheu mir von Vorne nahekam, das Kind zu schützen – schlangenartig war ihre Hand in meine Hose gefahren.

.

Eine halbe Stunde später – beim zweiten Mal – habe ich ein anderes Überfallpaar „Zigeunerin mit Pappe und Kind“ ohne zu stoppen angebrüllt, bin weitergegangen und sie war überrascht und abgewehrt. Auf der anderen Straßenseite sah ich zwei „Zigeuner“ die da zusammenarbeiteten, Frau und Kind zu beschützen, falls sich ein Überfallsopfer wehren sollte und es für das Räuberpaar gefährlich würde.

.

Beim dritten Versuch – wieder ein anderes Paar – das mit weinerlichem „Prego com si prega“ sich anscharwenzelte, habe ich sie streng und deutlich angeblickt und gesagt: „Lasciar mi“.

,

Michel de Montaigne

.

Jeder Mensch wird sich erinnern, wie er als Kind mal aus Übermut oder Überdrüssigkeit, aus Langeweile oder Aufmerksamkeitsbegehr einem Erwachsenen, meist in einem Kreis Erwachsener, wo der Kinderschutz des Kreises besteht, eine Aufdringlichkeit oder eine Mutwilligkeit zugemutet hat.

.

Ich überlasse die praktische Form und Inhalt des Beispiels der Erinnerung eines Jeden, wo es zur „führenden Gewaltausübung“ (ich rede nicht von der vollkommen normalen Kindergewalt unter Gleichaltrigen) kam, eines Erwachsenen gegen ein Kind / für ein Kind. Ein Festhalten, ein Arschtritt, ein angedeuteter Faustschlag, ein heftiger Rempler – egal – und sofort war die Lage bereinigt.

.

Das Kind hatte förmlich darum gebeten, gezeigt zu bekommen, wo die Grenze ist – und wo soziale Verpflichtung, z. B. auch Rücksichtnahme oder Selbstdisziplin verlangt sind und handgreiflich eingefordert werden, und wo das Kind versteht, dass es gestoppt wird.

.

Ich habe selbst mal als Lehrer einer Schulklasse ein in Rage geratenes tobendes Kind einfach ausgehoben: Umarmt, Hochgehoben, Festgehalten und Strampeln lassen. Alle anderen Kinder haben zugeschaut und gesehen, was passierte. Es war gewaltsame Führung gegen den Willen des Kindes.

.

IMG_4098

.

Und – Warnung vor dem Hunde!! – mit Schülern ist das nochmal anders als in einer vielköpfigen Familie. Wer mit Vielen am Tisch sitzt, muss sich oftmals mehr gedulden als er lustig ist – und da kommen diese Grenzbereiche des Erlösungsbedarfes, den Papst Franz auch ansprach.

.

IMG_4102

.

Papst Franz stieß auf Unverständnis. Es ist das Unverständnis der Verständnisarmen.

.

Herta Müller, unsere beste Literatin, die Verfasserein der goldenen Worte, die jedes deutsche Schulkind kennen muss, schrieb in „Mein Vaterland war ein Apfelkern“:

.

„… Es gibt Gefühle, gerade bei Kindern, die sind so konkret wie der Körper selbst – nicht mehr und nicht weniger. Die sind einfach da und das reicht. Das ist mehr als genug.“

.

Den Maßstab, dass ein reifer Erwachsener sich jahrelang zum Hampelmann eines desorientierten Abkömmlings macht, nur weil jemand unsicher ist, angemessene Formen von Führung und Fühlung, als Funktion von Führung, dem Kind zu liefern – oder weil junge Eltern ihres Einzelkindes glauben, die Nachkömmlinge seien ein Hauptberuf mit Vollbeschäftigung – darf sich im Rahmen des Gesetzes jeder selbst setzen.

.

Wer diesen Maßstab dem kleinen suchenden Individuum samt vernachlässigtem Führungsbedarf überlässt, ist nicht reif dafür, ein Kind zur Lebenstüchtigkeit, zur Validität und Selbstständigkeit hin zu begleiten.

.

Man kann bei beinahe allen gescheiterten Exzistenzen leicht nachvollziehen, welche Qualität die Eltern während der Aufzucht hatten. Dann ist es bald reif für den Tierschutz bzw. für den Deutschen Kinderschutzbund zu spät.

.

Wenn der Papst spricht, läuft er immer Gefahr überhört oder falsch verstanden zu werden.

.

Es ist aber gar nicht entscheidend, was Papst Franz wörtlich gesagt hat, sondern dass sich Erwachsene über ihre eigenen Eltern Gedanken machen – Vorbilder und nicht Vorbilder -, um dann nochmal mit den eigenen und anderen Kindern neu anzusetzen.

.

Man kann nicht die Polizei anfordern, wenn das Kind gerade mal herausgefunden hat, wie man mit Feuerzeug Gardinen anzünden kann (interessant ist das durchaus).

.

Papst Franz hat vermutlich nicht vom Auslassen angestauter Aggressionen gegen Schutzbefohlene gesprochen, durch alkoholkranke Mütter oder dauergeile Väter.

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

IMG_4071

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein


BOTHO STRAUSS „Herkunft“ – Dahergerede-Prosa zu Weihnachten

Dezember 19, 2014

Lichtgeschwindigkeit 5192

am Freitag, 19. Dezember 2014

.

IMG_3985

.

Die Feuilletons hoben ein neues, weil rares, Prosabändchen hervor. Das autobiografische „Herkunft“ 96 Seiten bei Hanser, München 2014, von Botho Strauss, der kürzlich 70sten Geburtstag hatte.

.

Ich bringe einige kurze Textbeispiele, die zeigen, weshalb ich den Autor Strauss für einen nur zweitklassigen Prosatexter halte, der er ist.

.

Viel schlimmer als sein locker dahergeschriebenes Versatzstücke-Panoptikum seines Elternhauses Römerstraße 18 in Ems an der Lahn, ist, wo sich die Qualität eben scheidet: BOTHO STRAUSS „Herkunft“ – Dahergerede-Prosa:

.

Dichten, nicht vom Denken kommend und Form, die vom Sinn herzukommen hätte, ohne die es eben Gehäckseltes ist.

.

Nun ist Botho Strauss angeblich der heute in Deutschland meistgespielte Theaterautor – wie weit ihm dabei die Regie-Regisseure oder das Abonnementpublikum entgegenkommen – wer weiß?

.

Herkunft“ – das ist als Buchtitel zunächst mal für die vorgelegten oberflächlichen Kapitel völlige Übertreibung oder Maßlosigkeit – ergibt aber wirklich keinen Sinn, wollte man damit auf den hier autobiografischen Autor irgendwie hinkommen.

.

Wie öde ist Strauss, wenn man das sprachlich tief durchgearbeitete und auf reine Empfindung der Selbstwahrnehmung ehrlich und treu durch geprüfte „Mein Vaterland war ein Apfelkern“ von Herta Müller liest (ebenfalls jetzt im Weihnachtsgeschäft mit autobiografischen Mitteilungen) – wie sie „beim angsterfüllten Kühe hüten“, „an diesen wilden Tagen war ich verzweifelt, ich lernte im Laufen weinen und im Weinen laufen“.

.

Herta Müller teilt uns aus ihrer Kinderzeit in Rumänien mit: „…Drei Kühe, aber jede Kuh ist ein Riesending und nicht so gutmütig, wie sie aussieht, sondern wild und kräftig wie ein Traktor, sehr stur und jähzornig …“.

.

Da weiß man, was sie hatte – Angst.

.

Zur Abschreckung für das Versatzstück-Stakkato „Herkunft“ hier von Seite 93, Botho Strauss:

.

„…Aber war da nicht noch etwas mehr? Wozu sonst so viele Male O’Neill im Leben …! „Strange interlude“ noch im alten Börsensaal in Frankfurt am Main mit Canninenberg und Müthel. „A touch of a Poet“ mit Hans Söhnker im frühen Fernsehen, „Hughie“ bei den Salzburger Festspielen 1960, verspätete Uraufführung mit Werner Hinz und Hans Putz, „Eines langen Tages Reise in die Nacht“ in München mit Holzmann als Sohn, später in Hamburg, Regie Noelte, mit Quadflieg und Wimmer … „Der Eismann kommt“ – o wie wer kam. …“

.

Botho Strauss, was soll das? Das überbietet jeder Pendejo mit der Aufzählung der Beatles-Song-Titel, „Please please me 1963“, Love me do 1963“, „She loves you 1964“, „I want to hold your hand 1964“, „A hard days night 1964“, „Help 1965“ … „Penny Lane 1966“ … „I am a walrus 1967“ … „Mean Mr. Mustard 1969“ – welch unsinniges Name-Dropping!

.

Strauss meint (Seite 39), „Gewöhnliche Hände, am gewöhnlichsten überhaupt, wenn sie auf die Tasten der Schreibmaschine hackten.“   Jemand „hackte in die Schreibmaschine“ –  sein Vater.

Das geht nicht. Das ist entweder die Mitteilung nicht wert oder es ist „Trivialroman“. Die gesamte „Herkunft“ ist die Aneinanderreihung eines „was mir gerade so einfiel, wenn ich an mein Elternhaus dachte“. Kein Satz ist wirklich sprachlich wertvoll – kein einziger Satz. Metaphern oder Wortverwendungen, die aufhebenswert wären, hat er gar nicht.

.

Am schwerwiegendsten finde ich persönlich, dass dieser Botho Strauss, der vom Hanser-Verlag als eher sinnlicher Pol in der 68er Mischpoche plaziert worden ist, über kein poetisches Vermögen verfügt, seinen Proklamationen Taten in Prosa folgen zu lassen.

.

Da schreibt (Seite 45) – (Anm. DM wirklich besser wäre stattdessen Schulmädchen-Pop von „Supertramp“) – Botho Strauss:

.

– „….Frühmorgens, bevor ich zur Schule ging, sah ich häufig den Ruderer im Einer auf dem Fluß. Er pfeilte zwischen den Brücken abwärts in schnellen Stößen. Auf der Straße vom Rad rief der Trainer durch seine Kommando-Tröte. / Was ist vorbei? Vorbei war’s gleich. Aber nun ist es fern, so lange her. Wer schwindet mehr – dies Bild oder der es in sich trägt? Es entrückt mich, es wärmt mich. Ich denke ihm nach und finde, daß blaue Ferne am schönsten ist, wenn sie weit hinter uns liegt. / Es gehört ja nicht zu solchen Bildern, die man aus dem Kino kennt, auch nicht zu Kunstwerken, die an den Wänden hängen. Vielmehr handelt es sich um ein Implikat, eines jener zeugenden Bilder, die Stammzellen sind eines bestimmten Sehens, Empfindens, Begreifens. Bilder, die in unserem Leben ein eigenes Wachstum haben, indem sie sich selber niemals ganz der Wahrnehmung öffnet. …“

.

IMG_3986

.

Botho Strauss erlaubt sich wirklich übelstes Gewichse:  „Bilder“, Bilder Bilder – wo denn?

.

Es scheint als hätte er die Poesie, die poetischen Potenziale von „zeugenden Bilder, die Stammzellen sind eines bestimmten Sehens, Empfindens, Begreifens.“ irgendwo programmatisch abgeschrieben, ohne zu wissen, welche Herausforderung damit für einen Dichter verbunden ist.

.

Und ich setze im nächsten Absatz die Trivialbeschreibung im Zitat fort („Herkunft“ Seite 46): „…Wer wäre heute der Wächter vor den ungeernteten Bäumen, den reifen Früchten im Überfluß? Weder Kriegswitwe noch Häusler noch Strolch, die hierher zum Plündern kämen. Die Früchte verderben in großer Fülle und stehen in grauer Verlassenheit, so daß sie nicht einmal mehr die Stare anlocken. Sie schwellen und lasten am Zweig wie uneingestandene Wörter der Liebe. Sie bieten den traurigen Anblick, Mißgeschenke der Erde zu sein.“

.

Ja, lieber Lichtgeschwindigkeitskunde – wollte man als Dichter was schreiben, von Traurigkeit oder von Liebe, dann müsste das traurige Bild gegeben werden, dann müsste Liebe stattfinden. Aber, wie hier Botho Strauss, zu behaupten, Irgendwas sei traurig – das ist weder traurig, noch kann der Leser aus diesem Satz heraus in eine eigene Extrapolation zur Traurigkeit den Lesetext verlassen, um dann zu lesen:

.

Und dann kam ein Witz und dann muss der Leser lachen. Und dann predige ich die Liebe und?

.

Der Leser wird Prediger. Ich kann mir diesen „Herkunfts“-Weihnachtsflop vom Hanser-Verlag nur vorstellen, weil ich vergangenes Jahr einen Vortrag von Michael Krüger (dem langjährigen, für Strauss verantwortlichen, Verlagschef) zu Friedrich Schiller im Marbacher Deutschliteratur-Archiv miterlebte: Man verliert bei solchen Flachzangen den Glauben daran, dass Dichten von Denken kommt.

.

Ich schließe, bevor ich mich langweile („Herkunft“ Seite 90), mit einem Zitat, wie sich der Dichter Strauss seine Anthropologie vorstellt, völlig unpoetisch in technischer Prosa hier:

.

„… Aber so ist es im Alter mit den Erinnerungen – sie versetzen uns in einen geradezu erhitzten Zustand, es drängt uns, das Verlorene mit anderen zu teilen, ja wir drängen es sogar Wildfremden auf, doch niemand, niemand kann da mit hinein! Die Kugel mit dem Einst-Weltlein bleibt rundum dein und unzugänglich für jeden anderen. / Vielleicht weil ich nie ein fröhlicher Waisenknabe der Rebellion war, der den Vater los sein wollte und dem sein Lebtag der Wutschweiß ausbricht, wenn ihm Macht als Machtperson begegnet, neige ich zu der Ansicht, daß Macht vielen, die sie nicht besitzen, das Leben besser sichert als Macht, in die sich viele teilen. Aber das sagt jemand, dem Autorität, Meisterschaft und Anführung selbstverständlich waren und den sie immer nur gefördert und niemals unterdrückt haben.“

.

Nun, Meisterchen, gerade werden sie von der Autorität ihres eigenen Trivialgedenkes und Trivialgeschreibsels erdrückt. Und dann haben wir wohl vielmehr den simplen Befund, dass Sie zwar unterdrückt sind – es nur gar nicht merken. Als sei „Selbstverständlichkeit“ eine Eigenschaft der poetischen Dinge – nein, Ihnen als Kundschaft der Welt müssten die Dinge gönnen, dass Sie die selbst verstehen, ohne dass man noch eine Gebrauchsanweisung beifügen müsste.

.

Die Behauptung, Ohnmacht sei vorteilhaft gegenüber sozialer Teilhabe, sei Ihnen unbenommen. Ich halte das für erheblich dummes Zeug und für leichtfertig, insbesondere da Sie es lediglich auf Ihre hier vorgeführte „Kleinmeisterlichkeit“ abstützen zu dürfen meinen.

.

Es ist weder gedacht noch gesprochen treffend, wenn Sie „uns“ sagen, wo Sie lediglich um „Ihren“ eigenen mutmaßlichen Bauchnabel kreisen.

.

Was wäre denn bei Führung und Fühlung an sozialem Miteinander beachtlich, außer ihr persönliches Vorurteil über Ohnmacht oder Autoritätserlebnis von Meisterschaft?

.

und BESTELLEN,

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

IMG_3883

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 10.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 2.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

.


Kommentarspalte? – ist das jugendfrei

September 19, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4906

am Freitag, 19. September 2014

.

bomarzo

DIETMAR MOEWS in Bomarzo

.

Der wirklich bedeutende Soldat Schwejk hat, wusste er sich gar nicht mehr zu helfen, erklärt: Ich hab‘ mir wollt machen einen Spaß.

.

Wer wollte dagegen etwas haben?

.

Nun, Respekt Respekt.

.

Wir haben heute im allgemeinen öffentlichen Begegnen so manche Despektierlichkeit im Benehmen, indem nicht Missachtung oder falsche Ansprache schief laufen, sondern wir tun oft so, als nähmen wir andere gar nicht wahr.

.

Das ist sinnliche Ausformung der Hitlerschlauheit: Habe‘ ich ja gar nicht gewusst – so heißt es dann: Ach ich, tut mir leid, habe ich gar nicht gesehen.

.

Für diesen häufig zu beobachtenden Vorgang trägt der normale Hitlerschlaue ein Unit am Körper, einen Internetz-Anschluss, I-Phone, Smart-Uhr, was sonst noch Alles.

.

Man liest gerade eine E-Mail. Man liest gerade eine SMS. Man hat gerade versucht Irgendwas zu googeln. Mailboxabhören. Anrufversuche – eben – wie Dittsche sagen würde, das ganze Programm. Und deshalb sieht man andere Leute nicht.

.

Man re-spektiert andere anwesende Leute nicht, nimmt nicht Kontakt auf und ist nicht ansprechbar und schaut sie gar nicht  erst an.

.

So war das mit der als tragbare Kleinsttoilette gedachte Zusatz-Feature gedachten Kleinstcomputer-Armbanduhr. Die Kopfhörer werden zur „Tarnkappe“.

,

Denn respektieren – also auf etwas Metaphysisches wie sozialer Rang, Eminenz, Expertise, virtuoses Können u. v. a. gesellschaftlich erstrangige Eigenschaften, die im Moment nicht zur Sache tun, die aber dennoch in jeder Kommunikation respektiert werden müssen, nicht zu achten oder davon gar keine Ahnung haben, macht den Menschen zur dummen Amöbe aber nicht zu einem Mitspieler im sozio-kulturellen Miteinander.

.

So erhielt ich heute den tröstenden Kommentar, der nicht das Titelthema der Sexualjuristik und Rechtspolitik respektierte, aber dennoch zur Sache gehört:

.

IMG_3658

Haare dran – jugendfrei und Kunst statt Strafrecht

.

LICHTGESCHWINDIGKEITS-Ehrengast Thomas Wipf aus Berlin schrieb:

Kommentar am 19. September 2014: Und dann war da noch die Tankstellen App, wo der Verbraucher zu seinem Vorteil sehen soll, wo es am billigsten ist mit dem Tanken. Jetzt kam heraus (Quelle Deutschlandfunk), dass der vermeintliche Vorteil zum Nachteil wurde, weil auch die Tankstellenbetreiber/Öl-Konzerne die Daten der Nutzer nutzten, um sie besser auszurechnen und die Preise da hoch zu setzen, wo sich hohe Nachfrage einstellt. Der vermeintliche Vorteil (Gesetzgeber hat die Betreiber verpflichtet die Preise in Echtzeit zu melden), wird durch die Telematen zum Nachteil. Ein weiterer klarer Beweis für das, was Sie hier sagen.

.

Bildschirmfoto vom 2014-09-07 22:16:22

.

Dietmar Moews meint: Ich sehe die Leute mit dem Smart-Feature-Klo, wie sie vor der Kneipe ein kleines Eckstehgrüppchen bilden. Eine Ecke, die Raucher, die draußen rauchen müssen. Etwas weiter im Schatten alle die, die sich den Arm übers Handgelenk hinten oder vorne in die Hose stecken, je nach dem wie tief, erkennt man, ob Mann, ob Frau, ob „groß“ oder „klein“.

.

Respektvoll geht man in gewissem Abstand vorbei. Es soll aber auch Stalker geben – als Feature: STALK-APP.

.

IMG_3533

.

In den KZs soll es auch „Donnerbalken“ gegeben haben, auf denen mehrere Kunden gleichzeitig ihr Geschäft machen konnten. Herta Müller beschreibt, dass hinter den Klos teils Treffpunkte für dringendere Fälle des ineinander Eindringens entstanden waren, wo manche auch nur mal ein Schlafpäuschen abhielten. Das gab es aus Liebe, oder aus Trieb für Entgeltung.

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

06_h200

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 10.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 2.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein


2014/1914 Die Avantgarden im Kampf /32

März 6, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4186

Dietmar Moews, am 6. März 2014

.

ZUGINSFELD – Malereizyklus von Dietmar Moews zu dem Gedicht von Otto Nebel: Täglicher Bonus zur Ausstellung in der Bundeskunsthalle „2014/1914 Die Avantgarden im Kampf“ (8. November 2013 bis 23. Februar 2014)

.

„Zur Ächtung des Krieges und der Gesellschaft, die ihn hervorbringt“ setzt der Maler Dietmar Moews der staatlichen Veranstaltung „1914 Die Avantgarden im Kampf“ – staatliche Veranstaltung in der Bundeskunsthalle Bonn den Malerei-Zyklus ZUGINSFELD hinzu. In täglichen Lichtgeschwindigkeit-Folgen – hier Folge 32 – erscheint hier ZUGINSFELD, zusammen mit Otto Nebels expressionistischem Gedicht aus dem Jahr 1918.

.

.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck

.

ZUGINSFELD gemalt von Dietmar Moews
Zuginsfeld, expressionistische Dichtung zur Ächtung des Krieges
(insgesamt XIII Abteilungen); aus Kriegsgefangenschaft 1918,
geschrieben von Otto Nebel (1892-1973), 181 Seiten lang

.
ZUGINSFELD 31

.

ZUGINSFELD 31 "Hakenkreuz" gemalt von Dietmar Moews 190/190cm Öl auf Leinand

ZUGINSFELD 31 „Hakenkreuz“ gemalt von Dietmar Moews 190/190cm Öl auf Leinand

.

„Hakenkreuz“

Es ist listig

Verlustliste liegt aus

Aber sie sehen nichts ein

Denn der Krieg nähert sich stets seinem Ende

Von Anfang an

Nähert sich der Krieg deinem Ende

O welche Last, ein Held zu sein

Sauer und dekorativ ist es

Dekoration, Fragezeichen

Keine Frage

Ist schon ein Kreuz

Nicht von Pappe

Aus Holz

Aus Stäben!

Hakenkreuz

*

Es dreht sich um Granaten

Nämlich Granaten drehen sich

Wenn sie gedreht sind

Reklamierte drehen sie

Drall ist kein Dreh

Dreh ist ein Dreck

Der Dreher dreht den Dreck

Mars in Zivil

Dreher Kriegsgewinnler

Was ein Demokrat ist

Munitionsarbeiter

Nicht streiken!

Nur nicht

Bloß nicht

Warum denn nicht

Junge, du wirst mit Krieg bestraft

Front als Drohung

Ehre Strafe

Alles Schwindel

Und sie drücken sich

Mit Munitionsarbeiterinnen

Ehret die Frauen

Sie drehen schwere Dinger

Sie füllen sich den Zahn

Kunigunde hat Gold im Rachen

Zahn um Zahn

…“