Henri Bergson Das Lachen 1899

Januar 11, 2022

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am Mittwoch, den 12. Januar 2022

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„Das Lachen … Stellen wir uns jetzt einen Menschen vor, der immer an das denkt, was er gerade getan hat, und nie an das, was er gerade tut – wie eine Melodie, die ständig hinter ihrer Begleitung herhinken würde. Denken wir uns eine gewisse angeborene Unbeweglichkeit der Sinne und des Geistes, die bewirkt, dass ein Mensch sieht, was nicht mehr ist, hört, was nicht mehr tönt, sagt, was nicht mehr passt, kurz, dass er sich in einer vergangenen und unwirklich gewordenen Situation häuslich einrichtet, während er sich doch der augenblicklichen Wirklichkeit anpassen sollte. Hier verlagert sich das Komische in die Person selbst: Die Person steuert alles Notwendige dazu bei, Stoff und Form, Ursache und Gelegenheit. Nicht umsonst pflegt der Zerstreute (denn von einem solchen ist die Rede) die Spottlust der Komödiendichter zu reizen …“

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Dietmar Moews meint: Mein Sprung von Heidegger zu Bergson ist die sprachliche Fähigkeit, zu sagen was ist (komisch – Bergson) und nicht sagen zu können was ist (Wahrheit im Leben von Sein und Zeit – Heidegger).

Täglich erhalten wir obrigkeitliche Corona-Verhaltensanweisungen, die auf gestrige Scheintatsachen bezogen werden, aber von niemand als lebendige Beweglichkeit, sondern als geistige Unbeweglichkeit nicht (mehr) gelten, nicht aktuell scheinen und keine Wahrheit mitteilen, während Komödiantenspott und Lächerlichkeit heute im deutschen Rechtsstaat als „Hassverdächtigung“ und „Volksverhetzung“ verfolgt werden. Da behält man doch seine Meinungsfreiheit lieber für sich oder machts wie der Eiertänzer Kaube, anspielen auf Bergson, Heidegger und Ampelmehrheit.

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Immerhin ist Heideggers Sprachkrise mit all seinen Metaspielen der Anliegen, sein lebenslanges Thema, wobei Heidegger als sein Medium, die Selbstsucht, ihn nicht den erhellenden empirischen metaphysischen Quellen näherkommen ließ. Immerhin wusste bereits Heidegger, dass die mathematische Definition von Sprachinhalten eine altsinnliche Verfälschung der empirischen Wahrheit immer nur sein kann. Henri Bergson, gewissermaßen ein Heidegger-Vorläufer, mit seinen Sprachspielen von „Das Lachen“ und „Materie und Gedächtnis“, hatte bereits wesentliches Durchleuchten einer Neuen Sinnlichkeit „entdeckt“. Bergson begriff das Strahlen und Ausstrahlen des Weltlichen, wie es digitalisierte Signale nicht vermögen (die CDs knistern eben nicht).

Ich sage ausdrücklich, der Denker und Mitdenker Martin Heidegger war ein starker Geist mit klarer Orientierung, die moderne Welt besser zu erschließen, von der Gott-ist-tot-Vorstellung im christlichen Abendland und von der banaldialektischen Modernistik empirieverkennender Metaphysik, über eine Sprachverfeinerung, weg vom existenzialistisch-psychologisierenden Wissenschaftsjargon. Als solcher, besonders privat soziogeistiger Denkaktivist ist Heidegger ein Gewinn und für diese „Modernisierung“ beachtlich – ähnlich die denkenden und schreibenden Brüder Ernst und Georg Friedrich Jünger.

Ich sage es ebenso ausdrücklich, der Nazi Heidegger, der bis ans Lebensende alle seine Verwertungsbedenken seines „Meta-Nationalsozialismus'“ (vgl. Schwarze Hefte) mit Herausreden und Lügen als „Anspruch auf Selbsterhaltung“ erwiderte, war ein asozialer irrlaufender Schweinehund in der auf uns Deutschen lastenden Weltgeschichte von Jahrtausenden.

Komisch ist, dass ich hier auf Jürgen Kaube, einen der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, hinweisen muss, der unter „Karnevalesk“, FAZ, S. 9, 11. Januar 2022 – mit Erinnerung an Bergson meint:

„… Der Wald brennt, lasst uns in den Kalender schauen, wann wir Zeit für eine feuerwehrwissenschaftliche Tagung haben. Schnell geht es gar nicht. Denn es gibt für den Parlamentsbeschluss bis März gar nicht mehr genug Sitzungen. Im Februar ist nämlich Karneval, da tagt das Parlament nur einmal. Kurz: der Karneval steht der Impfpflicht im Wege. Das Lachen, steht bei Bergson, setzt Gleichgültigkeit voraus, es hat keinen größeren Feind als die Emotion. Nur darum lachen wir nicht.“

Jürgen Kaube scheint Impfpflicht zu wollen, es aber vermeidet, in der FAZ deutlich die neue Bundesregierung zur Impfpflicht zu drängen. Und hier passen nun andere Aspekte aus Bergsons Lachen auf Kaube selbst, nämlich der Anspielung eines mechanischen Abweichens zwischen Corona-Ernst und albernen Führungsschwächen der gewählten Parlamente, mit karnevalesken Wordings und Labelings, die aktuelle (Virus-) Sprachkrise in kindischen Spielarten propagandistisch aufzuspielen, mit denen Bergson und Heidegger sich sprachkritisch auf philosophischen Wegen in Abwegen verloren haben.

Dietmar Moews hält Impfpflicht für lachhafte Vortäuschung von Handlungsfähigkeit unserer politisch mit Führungsaufgaben betreuten Mediokritäts-Klasse. Mit Impfungen der heutigen Corona-Aspekte, die keinen Virus bekämpfen, die keine Immunität auslösen können, indem keine Verhaltensfehler der Führer klargestellt werden, die mit wirkungslosen Ansagen von jeweils gestern, heute mit treuen Blicken auf morgen vertrösten, anstatt die Forschungsresiduen mal so langsam anzuleiern. Die Führenden lügen, indem sie behaupten: Die Impfkampagne hätte die Dauer der Corona-Epidemie verkürzt – genau so ist es nicht: man verlängert die unkontrollierte Ansteckereien. Sie behaupten: Eine radikale Kontaktsperre (no-covid) sei unmöglich, dass habe sich inzwischen erwiesen – genauso ist es nicht: man erlügt es sich, aber man versucht es nicht (es reichen 14 Tage FULLSTOPP). So entstehen die Virus-Mutationen.

Könnte gemäß Bergson gelacht werden.

Todesursachen? Testtechnik-Verlässlichkeit? Übertragungsempirie? Verstärkung der Spitalkapazitäten? Ende von Panikmache, als sei Corona-Krise für Schulkinder so schlimm, wie eine Flucht mit der Wilhelm Gustlow übers Ostsee-Eis oder Rennen in Kellereingänge bei Bomberangriffen. Das ist lächerlich: schulfrei ist wunderbar und lehrreich für Kinder – wir lachen nicht, weil es zu ernst ist. Und FAZ-Jürgen Kaube wird immer mehr zur Peinlichkeit der Selbstüberforderung. Er ist kaum einer sachlichen Kritik zugänglich, wofern er über Themen schreibt, ohne die Zeit zum gründlichen Studium – Nietzsche und Bergson sollte sich Kaube für die FAZ lieber verkneifen.

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Martin Heidegger Einsamkeit 1916

Januar 4, 2022

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am Dienstag, den 4. Januar 2022

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„Einsamkeit

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Verhärmte Gestalten, die das Licht nie finden,

Irren um mich, meine klagenden Sünden.

Es schneit.

Erinnerung stirbt. Die Welt steht still.

Ich fühl‘, wie Gottesliebe aufflammen will –

Es schneit.“

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Dietmar Moews meint: Man kann mal Henri Bergson herbeiziehen. Das lohnt sich besonders für Künstler und intelligentere Menschen. Heidegger war von Hause aus ländlich-katholisch, Bergson war von Hause aus london-pariserisch-jüdisch (und ließ sich 1941 katholisch aussegnen).

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„Charlie Hebdo“ ist eine elitäre Provokation

Januar 6, 2016
Lichtgeschwindigkeit 6156

Vom Mittwoch, 6. Januar 2016

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Netanjahu, Poroschenko und die Body Guards in der abgeriegelten Demonstrations-Show von Charlie Hebdo in Paris; Süddeutsche Zeitung 2015

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Die deutschen Massenmedien referieren zum Jahrestag des brutalen Anschlags auf „Charlie Hebdo“ mit einer SONDERNUMMER.

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Titelbild der SONDERNUMMER Charlie Hebdo Januar 2016

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Weil ich dem gesamten Tenor nicht ganz zustimme, möchte ich etwas zur differenzierten Betrachtung anfügen:

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Die Meinungsfreiheit, von der diese Pariser Karikaturen-Zeitschrift allwöchentlich Ausdruck gab und weiterhin zu geben beabsichtigt, halte ich für ein höchst schützendes Wertsymbol – nicht weil sie andere runtermacht, sondern weil sie auf Differenz kapriziert war und ist.

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Mit dem Ansatz einer auf politische Zeichnungen basierenden Wertmanifestation kommt ein sehr elitärer und damit exklusiver und damit rechter Gesellschaftsanspruch zum Ausdruck. Die Macher von Charlie Hebdo sind Rechte, denn sie sind auf eigene Exklusivität aus – während es schon um Inklusion zu gehen hätte.

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Für die überwiegende Zahl unserer Mitbürger sind intelligentere Darstellungen überhaupt unverständlich – spitzfindige Kritik wird überwiegend als beleidigend empfunden, lange bevor jemand Geist und Nerv aufbrächte, sich über Feinheiten zu freuen – was im Blatt leider auch als ziemlich grobes Gekritzel daherkommt und nicht fein.

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Wer Satire, Karikatur und Ironie, Anspielungen und ästhetisch gebrochene Formen bringt, würzt die öffentliche Kommunikation mit ästhetisch schwer zugänglichen Manifestationen. Solche sind für den einfacheren Menschen unverständlich, arrogant und damit werden sie als feindschaftlich aufgenommen – ungeachtet, ob damit jetzt für Gut, Mittel oder Böse agitiert wird.

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Genau wie – frei nach Henri Bergsons „Komik-Lehre“ – wer eine leicht ironische Grimasse schneidet, wird nicht von vielen verstanden. Dazu ist eher grobe Übertreibung und Deutlichkeit der Rhetorik erforderlich. Wer bei einer Karikatur die leichte Verkrümmung des Nasenrückens oder die leicht gebogene Augenbraue oder das zurückspringende Kinn zeichnet, kann nur den Feinsinnigen zum Lachen bringen – der dümmere Mensch erkennt gar nicht, ob etwas absichtlich leicht verschoben dargestellt worden ist oder nur unfein unabsichtlich falsch getroffen ist.

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FRANKFURTER RUNDSCHAU Seite 36, vom Dienstag, 5. Januar 2016

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Es ist immer dasselbe Problem.

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Ohne Auge, Aufmerksamkeit und Kennerschaft ist man von der Kunst ausgeschlossen. Wer keine Karikaturen und politische Themen kennt, sieht dann nur das Hässliche, Unsympathische in diesen hingerotzten Fratzen.

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Kurz, Charlie Hebdo ist arrogant und exklusiv. Dazu kommt ein weiteres ästhetisches Problem:

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Die Zeichner von Charlie Hebdo sind eher Schriftsteller als Zeichenbegabungen – die Blätter sind voller schlechter Karikaturen mit ziemlich groben Übertreibungen.

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Dazu kommt, dass die blasphemische atheistische Grundausrichtung sich nicht auf das eigene Gute bezieht, sondern darauf das, was andere wertschätzen, schlecht zu machen: Glaubensdinge, Glaubenssymbole, Glaubensmanifestationen, Selbstwertgefühle.

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Auch die SONDERAUSGABE haut voll in die KACKE MIT GOTT:

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gezeigt wird der EIN-Gott mit MP, ein Gott als Mörder mit blutigen Händen.

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Dietmar Moews meint: Ich finde die Beleidigung der Dummen nicht wünschenswert. Unter INTEGRATION stelle ich mir Respekt für das Anderssein vor.

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Die rechte Eliteaktivität, eine solche Zeitschrift selbstausbeuterisch zu machen, ist dennoch eine legitime soziale Mitteilung. Hart gesagt sagt man den Dummen damit:

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„Ihr seid dumm und merkt es nur, wenn man euch wehtut“.

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Ich halte diese rechte Holzhammermethode nicht für die optimale Remedur der Aufklärung und Erziehung – dennoch muss der Mob noch hier und da unmissverständliche Zeichen der Kritik gegen den Mob von der Elite gezeigt bekommen. Charlie Hebdo ist prollige Elite und wird vom Mob weder anerkannt noch erkannt. Und – wehe, wenn die Sau rausgelassen wird.

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Je suis Dietmar Moews.

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