Neue Sinnlichkeit 70 Blätter für Kunst und Kultur in Köln erschienen

November 26, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7755

Vom Montag, 27. Januar 2017

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Neue Sinnlichkeit 70 Blätter für Künstler statt für Günstlinge ist jetzt im November 2017 in Köln am Rhein erschienen.

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Verlässlich, wie es in loser Folge gemeint ist, erhalten alle Abonnenten auf Lebenszeit unverzüglich ihr persönliches Exemplar per Post gesendet. (Wer als Abonnent seine Adresse ändert, gebe das bitte beim Herausgeber in Köln bekannt, und das Licht wird weiter leuchten).

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In der Fortsetzung, Folge 19, des Aufklärers Adolph von Knigges „Über Eigennutz und Undank“ kommen das Günstlingswesen des 18. Jahrhunderts, der Nepotismus und die damals übliche Korrumpierbarkeit im Berufs- und Geschäftswesen zum Zuge (Kap. 36 und 37). Damit werden die deutsche Salonpersonnage und die heutige Staatskunst als Günstlingswesen angesprochen.

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„Zum Geleit

Grüß Gott, liebere Leserin, Grüß Gott, lieber Leser. Die Inderin Vandana Sikka sagte kürzlich: „Computerwissenschaft ist die neue Alphabetisierung .. im finsteren Mittelalter habe der Anteil der Menschen, die lesen und schreiben konnten, bei knapp 6 Prozent gelegen. Heute könnte weniger als 1 Prozent der Weltbevölkerung programmieren .. Das ist ein großen Problem. Wir sind im Mittelalter, wenn wir an Computer denken.“ (Sie ist die Frau von Vishal Sikka, dem langjährigen SAP-Entwicklungschef, der heute den indischen IT-Dienstleister INFOSY leitet).

Ich bin einfach nicht überzeugt. Mich interessiert der mögliche Triumph unfallfreier Drohnen oder menschloser Mobilität nicht. Die Neue Sinnlichkeit akzentuiert immer wieder das Material und die Sinnesorientierungen. Man muss das Material der Welt und dessen Wandlungen und Bearbeitungsmöglichkeiten im menschlichen Sinn erkennen. Mit eigenen Sinnen und Leib das Material und die Prozesse erkennen. Es geht um ein Diesseits von Gut und Böse und um soziale Interdependenz, um Wahrheit von Lebensbejahung und Moral, als Fairness, so weit die Sinne reichen. Es geht um Momentaufnahmen im Materialwandel und, welche Kunst Menschen daran wenden. Die Wahrheit der Kunst liegt in der Bejahung der Springlust, ins Offene hinein neue Kunst zu schaffen. Wer dafür nicht eintritt, lebt im Mittelalter. Wer Kunst und unechte Kunst, Wahrheit und sinnloses Machwerk gleichstellt, lebt verkappt und unentfaltet. In der Mehrheitsgesellschaft ist das ein Fluch. Heilig sind Freiheit, Toleranz und Solidarität.“

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Mit einer Portraitzeichnung des verdienten RUPERT NEUDECK hat HENDRIKJE GRÖPLER an Heft 70 mitgewirkt.

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„Dietmar Moews‘

LEXIKON DES KUNSTWESENS

Rupert Neudeck

Rupert Neudeck, N. war ein deutscher Citoyen, Journalist, Mitgründer der Organisation Cap Anamur/Deutsche Not-Ärzte und Vorsitzender des Friedenskorps Grünhelme e. V. Bekannt wurde Neudeck 1979 durch die Rettung tausender vietnamesischer Flüchtlinge („boat people“) im Chinesischem Meer mit der Cap Anamur, geb. am 14. Mai 1939 in Danzig, gest. am 31. Mai 2016 in Siegburg. N. studierte Philosophie, Germanistik, Soziologie und Katholische Theologie, trat 1961 dem Jesuitenorden bei und wurde 1972 an der Westfälischen-Universität Münster zum Doktor der Philosophie promoviert. Nach neben- und hauptamtlichen Redakteurstätigkeiten begann N. den freien Journalismus, um 1977 politischer Redakteur beim staatlichen Deutschlandfunk zu werden. Gemeinsam mit seiner Frau Christel Neudeck und Heinrich Böll gründete N. 1979 das Komitee „Ein Schiff für Vietnam“, woraus 1982 „Cap Anamur e. V.“ wurde. 2003 wurde N. zum Mitgründer und Vorsitzenden des internationalen Friedenskorps Grünhelme e. V. im Selbstauftrag, sich in islamischen Ländern zu engagieren, den Islam bekannt zu machen und Ängste vor dem Islam abzubauen. Für ihn bedeutete „islamistisch“ oder „radikalislamisch“ eigentlich etwas Positives. Ab 2002 brachte N. mit der Veröffentlichung Ich will nicht mehr schweigen. Recht und Gerechtigkeit in Palästina israelische Menschenrechtsverletzugen Licht in die „Freundschaftsfalle Israel“ der militärischen Unterstützung Israels durch die Bundesrepublik. Dies stieß auf teils deutliche Kritik. Viele Publikationen, Preise und Ehrungen wurden N. zuteil. Den Nachlass N.s erhielt 2017 das Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland (DOMD) in Köln. N. war verheiratet, hat zwei Töchter. N. starb nach einer Herzoperation. Sein Grab ist in Troisdorf/Spich.“

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Und mit der Paraphrase über den KINOFILM >THE CIRCLE< hat das aktuelle Problem von ANTHROPLOGIE und SOZIOLOGIE, wie wir unsere Welt durch BigData verstümmeln, indem wir DATEN mit Wissen verwechseln, den inhaltlichen Schwerpunkt dieser neuen avantgardistischen Ausgabe Neue Sinnlichkeit.

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LAYOS DAYATOS hat hier mit >THE CIRCLE< einen E-Mail-Disput zu BIG BROTHER, KI, und IT-Revolution aggregiert, dessen Coup darin liegt, dass diese IT-Faschisierung von den Bürgern anscheinend freiwiliig mitgemacht wird.

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Dietmar Moews meint: Mich freut sehr, diese Ausgabe so hingekriegt zu haben, wie sie jetzt vorliegt.

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Der Zusammenhang zwischen den Folgen – zuletzt der LEIB mit Hermann Schmitz – mit meinem Anliegen der Kunst der Malerei in unseren Tagen, entwickelt sich zu einem Höhlengleichnis. Da es nur noch wenige Menschen gibt, die im Metier von Kunst und Kultur beruflich – als Produzenten wie als Konsumenten – aufhalten, Kunstkennerschaft haben und öffentlich damit umgehen. Die meisten Berufssimulanten im Bereich der bildenden Kunst und der Publizistik, die überwiegend von Staatsgeldern leben und um Staatsgunst kämpfen, scheißen vollkommen auf Kunstqualität. Ihnen sind die buntesten Hunde im Klamauksalon wohlfeil. Die kann man hypen und verteufeln, beliebig nach Tagesform oder woher der salonpolitische Wind gerade kommt.

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Ich kann nur scheußlich rapportieren, was mir auf höchsten Staatskunstebenen für eine DÜNNSCHISS geboten wird – zuletzt bei der Bonner Kunsthalle – wo dann die Heinzelmännchen abnickend dabeisitzen, von Rangar Yogishwar bis FERDINAND HODLER. Da trauen sich stotternde Idioten ans Mikrofon, zeigen ihren DOKTORTITEL für Kunsgeschichte, und haben weder Augen noch Kenntnisse und kriechen dem Publikum zutiefst in die Freizeitärsche. (Es gibt dazu OBEN einen Blogbeitrag in LICHTGESCHWINDIGKEIT).

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Letztlich macht der deutsche Staat mit dem disponiblen Steuergeld, was Punkte bei der SALONPERSONNAGE bringt, was die Fleischtöpfe erhält, und was beim kunstuninteressierten Publikum nicht anstösst. KLAMAUK ist stets willkommen, SEX ist stets willkommen. Nur Kenntnisse, Qualität und Urteilsfähigkeit – das ist stets missliebig, weil man da meist doof still sein muss, in der Oberflächlichkeit heutiger STAATSKUNST. Wer wollte auch den Bundespräsident schelten, wenn er auf der DOCUMENTA herumsimuliert.

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Wenn Big Data weiter so zur Macht gebracht wird, dass Computer KUNST produzieren (die aus Daten der vorhandenen Kunstwelt generiert werden). Dann kann solche Kunst eben nur der zugrunde gelegten Kunst entsprechen. Und das tote DING ist mausetot. Wer wollte noch den Flachmann Ernst Wilhelm Ney – einen der schlechtesten Epigonen des deutschen Postexpressionismus, aber GÜNSTLING des Kunstbetriebs – als Computer-Surrogat mit Güntehr Ückers Nagelbrettern in DREI-D gelasert sehen? Ich frage, wer will sowas erleben?

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Hierzu findet man jetzt in Neue Sinnlichkeit 70 den Diskussionsbeitrag von Professor LAYOS DAYATOS, mit dem diese Blätter ganz ganz vorne sind.

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„Inhalt

Umschlag: Ausschnitt des Ausstellungsplakats Dietmar Möws Flughafen Hannover 1

Zum Geleit 2

INHALT 3

IMPRESSUM

ABONNEMENT NEUE SINNLICHKEIT AUF LEBENSZEIT FÜR 500 EURO

ERFOLGSKINDER 4 4

RUPERT NEUDECK: Portrait: Die Linie von Hendrikje Gröpler 8

LAYOS DAYATOS: >The Circle< – ein Film über die BIG DATA-Revolution 9

ADOLPH FREIHERR KNIGGE: ÜBER EIGENNUTZ UND UNDANK 1796 58

Knigge setzt Kants kategorischen Imperativ in

allgemeinverständliche Klarheit: Fortsetzungen XIX

DIETMAR MOEWS: Lexikon des Kunstwesens: Rupert Neudeck 59

DIETMAR MOEWS: Die Kinderseiten der Epoche: Smart City auf dem Dorf 61

Auflösung Qualitätsrätsel 68: BERNARD MANDEVILLE

QUALITÄTSRÄTSEL 70: Wer hats geschrieben? 63″

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"Qualitätsrätsel 70

„… Und eines Tags hörte Ulrich auch auf, eine Hoffnung sein zu wollen. Es hatte damals schon die Zeit begonnen, wo man von Genies des Fußballrasens oder des Boxrings zu sprechen anhub, aber auf mindestens zehn geniale Entdecker, Tenöre oder Schriftsteller entfiel in den Zeitungsberichten noch nicht mehr als höchstens ein genialer Centrehalf oder großer Taktiker des Tennissports. Der neue Geist fühlte sich noch nicht ganz sicher. Aber gerade da las Ulrich irgendwo, wie eine vorverwehte Sommerreife, plötzlich das Wort „das geniale Rennpferd“. Es stand in einem Bericht über einen aufsehenerregenden Rennbahn-erfolg, und der Schreiber war sich der ganzen Größe des Einfalls vielleicht gar nicht be-wußt gewesen, den ihm der Geist der Gemeinschaft in die Feder geschoben hatte. Ulrich aber begriff mit einemmal, in welchem unentrinnbaren Zusammenhang seine ganze Lauf-bahn mit diesem Genie der Rennpferde stehe. Denn das Pferd ist seit je das heilige Tier der Kavallerie gewesen, und in seiner Kasernenjugend hatte Ulrich kaum von anderem sprechen hören als von Pferden und Weibern und war dem entflohn, um ein bedeutender Mensch zu werden, und als er sich nun nach wechselvollen Anstrengungen der Höhe seiner Bestrebungen vielleicht hätte nachfühlen können, begrüßte ihn von dort das Pferd, das ihm zuvorgekommen war. Das hat wohl gewiß zeitlich seine Berechtigung, denn es ist noch gar nicht lange her, daß man sich unter einem bewunderungswürdigen männlichen Geist ein Wesen vorgestellt hat, dessen Mut sittlicher Mut, dessen Kraft die Kraft einer Überzeugung, dessen Festigkeit die des Herzens und der Tugend gewesen ist, das Schnelligkeit für etwas Knabenhaftes, Finten für etwas Unerlaubtes, Beweglichkeit und Schwung für etwas der Würde Zuwiderlaufendes gehalten hat.“ Wer hat’s geschrieben?“

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FINE E COMPATTO

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