Jürgen Kaube jetzt Nachfolger von Frank Schirrmacher bei der FAZ

Dezember 10, 2014

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am Mittwoch, 10. Dezember 2014

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Der FAZ-Journalist, Jürgen Kaube (53), Redakteur und populärwissenschaftliche Buchautor (Biografie von Max Weber), tritt die Nachfolge bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) von dem kürzlich gestorbenen Schirrmacher an.

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Kaube war bislang Wissenschafts- und Kulturredakteur und ist einer der wenigen deutschsprachigen Intellektuellen, die den verirrten deutschen Organisations-Wissenschaftsbetrieb durchschauen und griffig darstellen.

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Man sagt: Wenn Kaube eine Publikation „verreisst“,ist der Fall erledigt“.

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DIETMAR  MOEWS "Mexikano" DMW 567.7.0,140 cm / 140 cm, Öl auf Textil, in Dresden im Jahr 2000 gemalt

DIETMAR MOEWS
„Mexikano“ DMW 567.7.0,140 cm / 140 cm, Öl auf Textil, in Dresden im Jahr 2000 gemalt

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Dietmar Moews meint: Jürgen Kaube zielt immer auf Qualität und zählt zu den wenigen Publizisten, denen ich fallsweise kostenlos Kritik und Ratschläge gäbe.

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(Kaube nimmt nur schlechte Publikationen vor, wenn die Frechheit übergroß ist, mit der Nichtse sich um die Plätze rangeln).

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Ansonsten sind Kaubes FAZ-Texte immer mit Gewinn zu lesen, weil er meist den Forschungsstand und die Lage kennt bzw. überschaut, weil er empirisch-soziologisch, statt adornitisch herangeht, und weil im Induktion gilt, statt Deduktion und Pseudo-Metaphysik.

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Der Publizistik-Wald rauscht momentan unentgeltlich über diese Personalentscheidung beim FAZ-Verlag: Ein Herausgeber, ein Redaktionschef – das ist eine sachliche und personalpolitische Verantwortung, an der die Weichenstellungen für die Zukunft der FAZ hängt:

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Die FAZ macht seit einiger Zeit monatlich 1 Million Euro Verlust. Es müssen also mehr Ertrag erzielt und geringere laufende Kosten projiziert werden.

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Kaube hat einen Blick für gute Leute (Edo Reents, Gumbrecht u. a.), hat auch Volkswirtschaftslehre studiert (man sagt, Kaube könne eine Bilanz lesen).

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Aber was die FAZ angeblich braucht, sei eine völlig neue Ausrichtung (IT-Revolution) – was man sich darunter vorstellen soll, sagen die Schlauberger nicht (Axel Springer hat angeblich auf Internetz als „soziales Medium“ umgestellt – schaut man genau hin, ist das, trotz Marktmacht, bei Bild.de keineswegs gelungen).

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Die Behauptung, Kaube habe das Internetz nicht verstanden, habe keine Ahnung – er ahne nichts – von der IT-Revolution, ist Unfug, insofern man das auf andere Massenmedien-Journalisten und Syndikats-Publizisten bezieht.

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Die glauben, nachdem nach dem Faustkeil, der Bleistift neue Texte ermöglichte, die Schreibmaschine von Nietzsche die Buchstabennudeln und Microsoft-Word nunmehr das Gestammel der Analphabeten in Icons verwandeln kann, entstünden neue bewirtschaftbare Nutzungsprodukte, der hat nicht kapiert, dass jeder Tag nur 24 Stunden hat.

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Voraussetzung ist Mathematik – die vermittelt sich in semantischem Wort-und Satzbau. Und nicht bei Birkel in der Nudeltüte:

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Weder Mathias Döpfner oder Kai Diekmann, von Axel Springer, noch sonstige Simulanten haben mehr Wissen oder Urteilskraft für die zukunft mit der IT-Revolution.

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Was derzeit sichtbar wird, ist dass BILD nach wie vor den Boulevard anspricht – nicht anders als vor dem Internetz mit TV-Werbung und der „Gelben Woche“: RTL: Rammeln Töten Lallen und etwas Titten.

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Was den Traum der Totaleinwicklung der „User“ in eine Verlagsplattform als „Sozial Medium“ ist für eine Qualitätsredaktion wie FAZ überhaupt keine Option.

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Die Gewinne der sogenannten „Sozial Media“, wie Facebook, ist ein vorübergehendes MOB-Phänomen. Das ist wie Pornofilm oder Massenjunk, Dschungelcamp und Yellow Press. Sowie es den letzten Trotteln fühlbar wird, dass mit „Facebook“ eine soziale Unterklassenzugehörigkeit signalisiert wird, wird aufhören hier noch unbeschwert herumzu fummeln. Dann bricht Facebook ein.

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Anders ist es bei Google. Google bietet Nutzen und Benutzbarkeit.

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Hier liegt die verlagsgeschäftliche Zukunft der FAZ: Verlässliche, professionelle Orientierungstexte aus intelligenterer Perspektive, mit liberalem Impetus.

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Kaube wird mit Interesse betrachten, wie auch die Neue Zürcher Zeitung derzeit die monatlichen Verluste erleidet und Personal entlässt. Mein Vorschlag für die FAZ ist ein einfaches Prinzip:

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Nicht mehr ausgeben, als reinkommt.

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Das muss jeder Mitarbeiter verstehen. Dann würde die erzkapitalistische Grundposition der Verleger und Herausgeber der FAZ durchaus auch erschüttert und mal das Thema Staatsmonopolkapitalismus und Subsistenzwirtschaft aufgreifen.

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Was heute zwischen THE GUARDIAN, NEW YORK TIMES, CNN, Al Jazeera und BILD und Dietmar Moews läuft, lässt sich auch für die FAZ umbrechen und durchspielen: Intelligenz muss eben auch Kritik und Gedankenschärfe enthalten, nicht nur Wadelbeisserei von Jasper von Altenbockum.

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IT-Revolution H U Gumbrecht diskutiert in FAZ

März 16, 2014

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am 16. März 2014

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Das Denken muss nun auch den Daten folgen – Auftakt unserer neuen Serie: Die Geisteswissenschaften reagieren ratlos auf die digitale Revolution. Doch die verändert die Welt und die Art, wie wir uns selbst erleben, dramatisch. Es ist überlebenswichtig, diesen Wandel mit neuen Begriffen fassen und beeinflussen zu können. Von Hans-Ulrich Gumbrecht“ S. 14, FAZ Nr. 59 v. 11. März 2014

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Das BERLINER MANIFEST von Dietmar Moews sollte von den Meinungsführern nicht ignoriert werden. Bitte den Youtube-Link, unten, beachten:

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Nachdem seit einiger Zeit in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Autoren mit interessanten Beiträgen zur IT-Revolution hintereinander publiziert werden, entsteht daraus doch bislang keine Debatte. Auch weil es keine intensive Leserbeteiligung in der FAZ gibt.

Die Rubrik „Briefe an die Herausgeber“ bildet in der FAZ eine immer schlapper gemachte Abteilung.

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Mit „Das Denken muss nun auch den Daten folgen“ soll von der FAZ eine weiterführende Debatte eingeleitet werden. Autor Gumbrecht spitzt wie folgt zu, unterlässt dabei allerdings, die vorhandenen (empirischen) Wirkkräfte einzuorden.

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In der geltenden Hierarchie steht das deutsche Grundgesetz (GG) über machtpolitischen und marktkonformistisch-finanzpolitischen Einflüssen.

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Das Recht der Deutschen auf demokratische Selbstbestimmung im deutschen Rechtsstaat beansprucht völkerrechtliche Geltung:

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Gumbrecht exponiert in og. FAZ-Beitrag: „… unter elektronischen Bedingungen über unser Bewusstsein herausbildendes neues Verhältnis zur Welt und zu uns selbst begreifen … dieses Prozesses in intellektueller Nüchternheit muss es gehen, jenseits von Fortschritts-Euphorie und kulturkritischem Gejammer …“

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Eine nüchterne Betrachtung der IT-Revolution zeigt den technischen Fortschritt, basierend auf finanziellen, profitorientierten Entscheidungen. Hinzu kommen die konsumtiven praktischen Nutzungen durch menschliche Organisation.

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Der Seinsschlüssel dieser emergierenden Wirkkräfte, besteht folglich aus drei interdependierenden verschiedenen Strukturelementen:

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1. Machtpolitische Entscheidungstatsachen*

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2. Finanzielle Entscheidungstatsachen*

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3. Technologische Fortschritte*

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*Ohne Begeisterung, Freundlichkeit und Inspiration der Menschen geht gar nichts.

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Zu 1) Zunächst ist zu verstehen, dass Macht durch Handlungsmacht in praktisch-empirischer Wirkung zum Ausdruck kommt. Wir haben es bei der ersten Wirkkraft „Entscheidungsmacht“ nicht mit einer normativen Diskussion zu tun. Wir müssen nicht von Totalitarismus oder Schicksalhaftigkeit, Naturkatastrophen oder Götterstrafen mutmaßen, ob nun Menschen Obermacht haben oder nicht. Die angängige IT-Revolution steht zweifellos in der Folge von wirksamen Entscheidungsmachtverhältnissen.

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Zu 2) Finanzentscheidungen gehen immer mit dem konkreten Machtrahmen einher. Die Interessen des Kapitalismus auf dem Weltmarkt, der Eigenmacht von supranationalen Profiteuren und von staatskapitalistischen Interventionen, bilden jeweils die Voraussetzungen für den technologischen Fortschritt.

Es gehört zur Seriösität dieser Argumentation immer, dass die heutige IT-Revolution durch erhebliche staatskapitalistische Investitionen der US-Regierungen in entsprechende Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu Zwecken des Militärs der USA geschaffen worden ist.

Die USA halten die weltweite Organisations-Vormacht. Zwar wirken die zivilen Nutzer als Konsumenten sowie die Massen-Konsumenten-Intelligenz wie auch die zivile Massenkaufkraft in die IT-Entwicklungen hinein. Doch zweifellos beherrscht das in den USA gestützte Finanz-und Militärkapital weiterhin die Kontrolle, die Entwicklungen und die Richtung der IT.

Selbst, wenn heute auf dem zivilen Konsumenten-Weltmarkt international agierende us-amerikanische Firmen, wie Apple, Google, Facebook, Amazon, Microsoft, Lenovo u. a. bzw. deren möglicherweise chinesischen oder russischen Stakeholder, Investitionen entscheiden, bestehen klare Kompetenzen für Staaten und Verfassungen, politisch und gesetzgeberisch zu bestimmen wo es lang gehen darf.

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zu 3) Deshalb ist, Drittens, die heutige Weltordnung des völkerrechtlich genormten Miteinanders auf die jeweils geltenden völkerrechtsvertraglichen staatliche Handlungsrahmen abgestellt. Das ist in Deutschland das Grundgesetz und die rechtsstaatlichen Regelungen. Außerdem das geltende, seit 1945 mehrfach erneuerte US-Amerikanische Besatzungsstatut zur Bevormundung resp. geschränkter Staatssouveränität . zuletzt erneuert im Jahr 1991 – über dem deutschen Grundgesetz (GG).

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https://lichtgeschwindigkeit.wordpress.com/2014/07/29/deutschland-ist-weder-staatsrechtlich-noch-militarisch-souveran/

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In Deutschland gilt einerseits die nationale Selbstbestimmung nach genormten freien Wahlprozeduren der repräsentativen, föderalen Demokratie.

Die Deutschen haben also den alltäglichen organisatorischen Handlungsrahmen der Steuerung und Kontrolle des sozialen Verkehrs durch das Geld, den Kaufvertrag und die unabhängige Gerichtsbarkeit.

Danach dürfen die Menschen als Konsumenten am Angebotsmarkt Alles an Hard- und Software kaufen und im Rahmen der zulässigen Netzwerke nutzen, wie sie lustig sind. Doch besteht ein erheblich ausdifferenziertes sozio-kulturelles und bildungspolitisches Bett der Zivilitätstreue und der Gesetzesbestimmungen.

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Die IT-Revolution wird in Deutschland demokratisch reguliert. Auch, wenn die deutsche Militärkraft und Finanzkraft, die deutschen Marktanteile als Konsumenten nicht weltbewegend sind, selbst wenn die deutsche IT-Intelligenz weder in der Technologieentwicklung noch in der Nutzerkultur Vorrang einnehmen, und wenn die herrschenden internationalen IT-technologischen Praktiken lediglich Anpassung und Mitmachen zulassen, nicht jedoch demokratische deutsche Mitbestimmung in Betracht ziehen, ist es Selbstbestimmung der deutschen Demokraten, zu entscheiden, welche Ausprägungen die IT-Revolution nimmt.

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Hier allerdings lärmen – nüchtern betrachtet – längst die Alarmzeichen der it-technologischen Entmündigung. Die Stichworte heißen Militärmacht der USA, Telematik, NSA, Prism, Cyber War, Entkopplung und Entfremdung menschlicher Urteilskraft, Robotik 4.0.

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Und Deutschland hat einen zweiten meist vertuschten Machtaspekt. Deutschland ist in Folge des Besatzungsstatus von 1945 und der vertraglichen Folgevereinbarungen mit den Alliierten nicht vollumfänglich souverän. Noch im Jahr 1991 wurde die völkerrechtlich geltende Unterwerfung Deutschland, einschließlich der beigetretenen Ex-DDR, unter die drei Westalliierten USA, Großbritannien und Frankreich verlängert. Lediglich Russland hatte dieses Bevormundungsrecht gegenüber der russisch besetzten Zone (spätere DDR) aufgegeben.

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Deutschland ist also völkerrechtlich den USA unterworfen. Deutschland hat dennoch politische, kommunikative und sozio-kulturelle Weltbeachtung und damit Einfluss darauf, was Menschen glauben und für wahr halten. Selbst die US-Amerikaner beziehen immer wieder interdependierende Anregungen von den Deutschen, als Kommunikationsmarkt der Freiheit.

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Völker hört die Signale! – die FAZ macht Spielchen zur IT-Revolution. Es fehlen die geltenden Normen der Verfassung: Demokratie, Selbstbestimmung, Freiheit – die rechtsstaatlich umzusetzen sind.

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Gumbrecht will also eine us-amerikanische Debatte aufziehen, wenn er die Demokratie und das Vorrecht der demokratischen Menschen in der IT-Revolution unterschlägt.

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Die klassische Debatte führt ja Technologie, Kapitalismus und Demokratie ins Feld. Kommt dann zur Vormacht des Kapitalismus, dessen Investitionen die IT-Revolution vorantreibt, wodurch dann die Algorithmen und die Rechnerleistungen die Schlüsselstellung einnähmen. Wie Gumbrecht meint: „Das Denken muss nun auch den Daten folgen“. Doch das ist falsch vorgestellt.

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Wir Menschen sind jederzeit in der Lage NEIN zu sagen. Das Berliner Manifest hat die Kriterien der gesellschaftlichen Selbstbeglückung vorgestellt. Ich würde mich freuen, wenn Selberdenken Anschluss fände.

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Das ist nicht der Ruf, den Bildungsdruck zu erhöhen, wie ihn kulinarische Metaphysten à la Habermas stets im hegelschen Ärmel haben. Es ist die Mehrheitsdemokratie als Entscheidungsmacht. Mord ist verboten – dennoch wird gemordet. Wir können uns des ungeachtet für den Schutz der Mitbürger und Mordvermeidung demokratisch engagieren: Berliner Manifest.

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