Hacker und Künstler: Eine Freundin emailt – Doktor Winterlatt antwortet

Mai 7, 2014

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Lichtgeschwindigkeit 4380

vom 7. Mai 2014

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Gruß

Was meinen Sie, sind nicht die Künste immer mit der Zeit gegangen und haben die neuesten Werktechniken und verfügbaren Technologien für Kunstproduktion verwendet? Sind heute Hacker und Künstler in der Kunst die interessanten Positionen?

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Hacker schreiben Programmcode und Hacker schreiben Programmcode um.
Programmcode gestaltet und beeinflusst immer stärker unsere Realität und wer Programmcode umschreibt, erschafft eine andere Wirklichkeit.

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Gestaltung von Wirklichkeit war lange die Domäne von Schriftstellern und Künstlern. Heute tritt der Hacker hinzu und verschmilzt mit dem Bild des Künstlers: Der Hacker wird zum Künstler und der Künstler zum Hacker. Der Hack erschöpft sich nicht im Schreiben von genialer Software, der künstlerische Hack erstreckt sich ebenso auf Symbole, Geräte und (soziale) Medien.
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Software-Architekturen sind immer, „politisch und ästhetisch codierte Schriften“. Der Kampf um die Zeichen und Symbole fängt erst an: Wirklichkeit wird künstlerisch recodiert.

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Antwort

Jedes Gewerk hat seine Niederungen und seine Spitzen bis rauf zu Genieleistungen. Das kann in der Genieleistung stets nur unter Entfaltung auch von Künstlerfähigkeiten gelingen, dazu gehören nicht nur Wissen, Können – ausdrücklich handwerkliches Können und Materialverarbeitungserfahrung, Dynamik, Inspiration, Fleiß, Finanzgenie usw.

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Kurz: Jeder herausragende Hacker ist auch Künstler.

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Noch kürzer: Ich kenne keinen Künstler, der als Hacker irgendwelche Werke zustande bringt, wenn er nicht zuerst alle Hackerkenntnisse auf die Reihe bringt.

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Sogenannte Künstler, die an Soft-und Hardware herumfummeln, ohne die Kenntnisse, nur von künstlerischem Wollen herkommend, sind öde und überflüssig.

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Kein Hacker und kein Kunstkritiker estimiert Hardware-Gadgets, wenn diese nur äußerliches Herumgemache zeigen, aber nichts von IT oder Virtualität haben oder davon ahnen lassen.

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Wieso sollte jemand auf der Re:publica einem Referenten zuhören, der nichts kann? bereits Sascha Lobo ist doch nervend, weil er kein Soziologe ist, sondern sich nur als Überschriften-Geber aufspielt: Was ist denn eine NSA-Attacke? was ist ein NSA-Anschlag? was wäre, wenn wir eine Gestapo mit NSA-Technik bekämen?

Kuckuck


Lichtgeschwindigkeit 161

Januar 14, 2010

Lichtgeschwindigkeit 161,

INTERNET UND DIGITALE GESELLSCHAFT,

täglicher Kommentar der Medienlage, von dem Künstlergelehrten

Dr. Dietmar Moews Dipl. Ing., Piratenpartei Deutschland,

aus Sicht der Piratenbewegung, am Donnerstag, 14. Januar 2010,

aus dem Alphons-Silbermann-Zentrum, Berlin-Pankow Niederschönhausen,

mit BILD BERLIN/BRANDENBURG, Die tageszeitung Berlin und

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 14. Januar 2010 und DLF,

dradio.de, bild.de, heise.de, piratenpartei.de, Bundeskanzlerin.de,

taz.de vom 14. Januar 2010.

Die Kanalabonnenten beleben den Gebrauch und die Diskussion

der Lichtgeschwindigkeit-Kommentare hier. Das freut mich.

Piratenthema hier: INTERNET UND DIGITALE GESELLSCHAFT,

Die Hauptthemen in den Medien am Mittwoch, den 14. Januar 2010

sind ferner Erdbeben in HAITI sowie GOOGLE streitet mit CHINA.

Mit einer solchen Enqête, „Internet und digitale Gesellschaft,

ist nunmehr in der parlamentarischen Mitte angekommen, was das

Piratenthema „digitale Revolution sein muss. Hierzu positionieren

sich numehr alle Parteien, nur von den Piraten ist nichts zu hören.

Es ist die Sternsekunde des Piratenthemas, eine unbezahlbare

kostspielige Unterlassung, dass die Piratenpartei versäumt, mich

zum politischen Geschäftsführer zu benennen. Hierdurch könnten

die Piraten als Apo auf die Arbeit der Enqête argumentativ Einfluss

nehmen und die Kommunikation in der Gesellschaft auf die Piratenpartei

medial einzuschwingen.

BILD Berlin/Brandenburg titelt: Horror-Beben in Haiti. 100 000 Tote

unter den Trümmern? Dazu: Nach Regierungs-Zensur: Google will

340 Mio. Chinesen abschalten. Dieses Google-China-Thema wirkt

insbesondere auch über die deutschen Titelseiten auf das Bewusstsein

aller IT-Fernen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung titelt: Erdbeben verwüstet Haiti.

Und: Gegen die Zensur. Google bietet China die Stirn. FAZ Seite 3:

Wo Hacken Volkssport ist: Dietmarmoews meint: Aus Piratensicht

und als IT-Soziologe: in Berührung zu sein und zusammenzuarbeiten,

ist entscheidend. Alle Chinesen, die IT-benutzen, sind diejenigen,

die in China den Fortschritt bewirken. Mit der eigenen Modernität,

mit dem inneren Fortschritt hat China viel mehr zu tun, als durch

äußeren Druck von „Feinden zu ändern wäre. Deshalb soll der Kontakt

beibehalten werden. Ich halte die Drohung von Google für Angeberei.

Man wird sich nicht von diesem Wachstumsmarkt „freiwillig abkoppeln.

Die tageszeitung titelt am 14. Januar 2010: Google entdeckt Zensur in

China. Ferner Seite 1: „verboten: Guten Tag meine Damen und Herren.

Google droht mit dem Abbruch aller diplomatischen Beziehungen zu China.

Der googlesche Botschafter in Peking wurde bereits abgezogen. Die

siebte Googleflotte ist bereits auf dem Weg ins chinesische Meer. Bei

einer Sondersitzung es UNO-Sicherheitsrats sprach sich der Präsident

von Gazprom für Sanktionen gegen China aus. Die Geheimdienste von

Walmart und Exxon legten bereits Beweise für Menschen- und andere

Rechtsverletzungen vor. Microsoft und GM erklärten sich bereit

Sonderemissäre ins Internet zu schicken. Nestlé verhält sich neutral.

Treu an der Seite von China steht nur noch ein einziger Konzern, Schlecker.

Dietmarmoews: Die Taz zeigt, dass Politik mehr durch Marktwirtschaft erfolgt,

als kulturelles Wechselspiel, als durch Bundeskanzler oder Parteien.

Deshalb müssen die Menschen die Wirtschaft auslegen und bestimmen

und nicht umgekehrt. Die Regierungskoalition plakatiert: „Internetz als

Ort der Freiheit und die CDU fordert: Die Bewahrung der Schöpfung ist

ein konservatives Thema, das vielen Menschen sehr am Herzen liegt,

in sofern haben wir gute Chancen, mit einer überzeugenden Umwelt

und Klimaschutzpolitik zusätzliche Wähler für uns zu gewinnen“.

Dietmarmoews meint: Ich beantrage hiemit schonmal im Voraus,

Das Wahlrecht für Computer ab Intel Centrino aufwärts.

Aus Sicht der Piratenpartei ist nun gefordert, diese Enquête auf die

revolutionäre Sprengkraft der „neuen Sinnlichkeit“, infolge der digitalen

Virtualität, zu lenken. In der digitalen Revolution liegt die Zukunft.

Die IT-Politik entscheidet, ob Chancen menschlicher Wertverwirklichungen

genutzt werden oder Zersetzung durch Fernfuchtelei und Entkopplung

wächst. Ich hoffe, man wird das Können der IT-Soziologie nicht länger

ignorieren.

Produktion, Performance, Autor, Direktion: Dr. Dietmar Moews,

Aufnahmetechnik und Admin, Piratencrew Berlin;

Musikwerbung: Serge Prokofieff: Peter aus Peter und der Wolf


Lichtgeschwindigkeit 161

Januar 14, 2010