DIETMAR MOEWS – U Spielplatz der Künste Hannover Raschplatz 1983 – 1991

Mai 21, 2014

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am 21. Mai 2014

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Im Sommer des Jahres 1982 leitete Dietmar Moews ein, die Erweiterung seiner Geschäftsaktivitäten in der Niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover auszubauen.

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Durch Kontakt zur Wirtschaft und seine erstklassige Reputation als Kunstveranstalter und Szenekenner, boten sich diverse Zukunftschancen. Aufgeschlossene Manager der Immobilienvermarktung fanden Interesse an den Künstleraktivitäten, der Art, die in der Altstadt von Hannover einen sehr guten Kommunikationsrang erarbeitet hatten. Es kam zu einem sehr oppulent dotierten Vertrag mit der holländischen Firma BREDERO, die die Passerelle, Verbindung von Kröpke und Lister Meile unter dem Hauptbahnhof vermarktete.

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Dietmar Moews „U Poesie in der Passerelle“ DMW 365.13.84 140 cm / 140 cm Öl auf Leinwand Verkaufspreis Euro 4.200.-

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Dietmar Moews beschloss als Maler und Galerist – auch auf Anraten seiner Freunde und Interessenten – die Kämpfe mit der SPD-Kunstherrschaft von Niedersachsen in Hannover, um den Ehrenplatz der Ballhof-Galerie Hannover, am Ballhof in der Altstadt, abzubrechen.

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Moews brach auch Verhandlungen um Kompromisskoalitionen mit den befreundeten hannoverschen Künstlern Hans-Jürgen Breuste und Jorge La Guardia mit Peter Hansen, dem Bauunternehmer und Kunstmäzen im Hintergrund, ab.

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Citoyens Hannover des Jahre 1982, im intelligenteren Sinn, wie der Philosoph und NDR-Redakteur Eike Christian Hirsch, der Schauspieler und SPD-Intendant Alexander May, und er Orchesterleiter George Alexander Albrecht, hatten mit unterstützt, hatten auch hintenrum erkundet, hatten schließlich gesagt – hier herrschen andere Gewalten als die Kunst.

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Breuste und Guardia waren gute Künstler, Breuste Objekt- und Installationsgestalter, Guardia gelernter Stahlwerker, Schlosser, Schweißer, Schmied, auch Maler sowie Sänger und Gitarrist, und Hansen, der Bauingenieur und GUNDLACH-Koofmich, hatten gewisse parteipolitische Einvernehmen mit der hannoverschen SPD-Salonpersonnage.

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Dietmar Moews beschloss, alleine zu gehen. Die Älteren wollten ihm als Jüngerem nicht unverhandelbare Bedingungen der Neuen Sinnlichkeit einräumen. Breuste, La Guardia und Hansen hingen den Vorurteilen der 68er und der Fehlsichtigkeit für die Salonpersonnage als verirrte Kunstorganisation an. Was dabei auf SPD-Linie an verquaster Konzeptkunst und Beuys-Flachmatik geschah, entsprach leider nicht ihren echten Künstlerwahrnehmungen, die nämlich von Picasso bis Paco de Lucia unmittelbar zur Neuen Sinnlichkeit zu zählen waren und sind, kurz, Qualität in Sinn und Form. das war und ist mit der niedersächsischen Flachmaten-Personnage nicht zu erhoffen: Salonpersonnage kommt auch nicht ohne Qualität aus.

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Dietmar Moews schloss einen Miet- und Nutzungsvertrag für einen Spielplatz der Künste, der mit 270 Quadratmeter Grundfläche, noch im Rohbau, unter dem zentralen Omnibusbahnhof, unter dem Bahnhof von Hannover, auf der Minus-1-Ebene, unter der Erde, lag.

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Das Ganze wurde einfach U genannt. Und trug die Anschrift Hannover Raschplatz 7 OPQ.

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Die Ballhof-Galerie Hannover wurde dadurch zum „Plan B“ als kulturpolitisches Aktionszentrum. Dort wurde der neu in Hannover gegründeten alternativen Partei GABL (ab 1978 Die Grünen) Raum gegeben. Es entstand die Freundschaft mit Dr. Manuel Kiper, dem Gen-Biologen der Grünen. Es wurde politisch agitiert, indem drei Meter großformatige Tafelbilder durch die Innenstadt wanderten und am Ernst-August-Reiterstandbild auf dem Bahnhofsvorplatz zu Pressekonferenzen abgestellt wurden: Friedensbewegung, Sportler gegen Atomraketen, Konzerte neuer Musik, AZANIA für ein freies Südafrika, Künstler für den Frieden.

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Dietmar Moews stellte in der Ballhof-Galerie Hannover nunmehr auch Künstler aus, deren Kunst er nicht als Neue Sinnlichkeit empfand oder deren Können eher dilettantisch oder amateuristisch war: Kunst und Künstler, die sich für die Freiheit einsetzen, sollten auch selbstbestimmt und künstlerisch frei sein. 

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Dietmar Moews stellte

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