Schoki-Test mit AMEDEI TOSCANO BROWN CIOCCOLATO AL Latte 32% Cacao

Mai 12, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9203

am Montag, den 13. Mai 2019

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Dietmar Moews meint:

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>Ich laufe auf zerrissenen Sohlen<,

schrieb dieses großes Weltgenie

in seinem letzten Brief – dann holen

sie ihn nach Jena – Psychiatrie.

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Ich kann mir keine Bücher kaufen,

ich sitze in den Librairien:

Notizen – dann nach Aufschnitt laufen: –

das sind die Tage von Turin.

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Indes Europas Edelfäule

an Pau, Bayreuth und Epsom sog,

umarmte er zwei Droschkengäule,

bis ihn sein Wirt nach Hause zog.“

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(Gottfried Benn 1886-1956 ; 1936 „Turin“):

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Ich probierte eine AMEDEI TOSCANO BROWN CIOCCOLATO AL Latte 32% Cacao, hergestellt und verpackt von AMEDEI srl. Via San Gervasio, 29 – 56025 La Rotta – Pontedera (Pisa), Italy

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www.amedei.it

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Kurz vorab: Diese Schokolade von Amedei ist nicht kostbar aber extrem teuer; sie wird von Amedei als bean to bar bezeichnet. Diese duftet gut beim Öffnen der Packung und ist eine überraschende Enttäuschung, als 32- prozentige süße Milch-Schokolade, ohne weitere Aromenzusätze. Das Rezept ist jedenfalls pur. Das bedeutet auch, sie schmeckt, auch oder gerade ohne Vanille, wenig nach dem Kakao selbst, vielleicht mehr nach dem Milchpulver. Man hat ein längliches 50 Gramm Gebinde, den Hauptbestandteilen nach hauptsächlich: Rohrzucker, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Kakaomasse, – 0,34 Gramm Salz auf 100 Gramm Schokolade ist so erwähnt, kann so sein.

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Das Unternehmen trat laut „SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK“ (Seite 165-167) „Amedei ist ein Unternehmen der mittleren Generation, dessen Gründer als Visionäre und Wegbereiter der neuen Schokoladenkultur betrachtet werden können. Bereits Anfang der 1990er Jahre widmete sich das Geschwisterpaar Cecilia und Alessio Tessieri der Welt des Kakaos. Die Aufgabenteilung unter den Geschwistern schien klar abgestimmt zu sein: Alessio war hauptverantwortlich für den Einkauf der Kakaobohnen, zumeist direkt in den Ursprungsländern, und für den Vertrieb. Cecilia, Maitre Chocolatier, war verantwortlich für die Produktion und wohl auch auch der kreative Part. Es schien alles hervorragend zu funktionieren, bis die ersten Gerüchte einer Trennung der Geschwister aufkamen. Meinen Informationen nach schied Alessio Tessieri bereits Ende 2009 aus dem Unternehmen aus….

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Jahrelang hatte Amedei das Monopol auf den Einkauf von Chuao-Bohnen aus Venezuela. Daher gab es lange Zeit Chuao-Schokolade nur von Amedei. Mittlerweile ist diese Exklusivität nicht mehr gegeben und zahlreiche Hersteller haben Zugriff auf diese edlen Bohnen. Das Ende der prestigeträchtigen Exklusivität ist für Amedei sicher ein Verlust … Sehr interessant ist der direkte Vergleich des fertigen Produkts unterschiedlicher Hersteller, da derselbe Kakao die Basis bildet, teilweise sogar aus derselben Charge.

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Amedei teilt folgende Zutaten auf der Rückseite der äußeren Papphülle in Italienisch, English, Deutsch, Schwedisch, jeweils mit dem größten Anteil beginnend, mit:

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Über die Herkunft und das Anbauland des Kakaos dieser dunklen Schokolade wird nichts mitgeteilt, während in der allgemeinen Firmenlegende noch auf Venezuela hingewiesen wird -, Conchier- oder Rührzeiten werden ebenfalls nicht auf der Verpackung angegeben.

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Nährwertangaben und Kalorien sind auf 100 Gramm bezogen wie folgt vermerkt:

Energie 2401 kj / 577 Kcal

Fett 41 g

davon gesättigtes Fett 26 g

Kohlenhydrate 44 g

Rohrzucker 37 g

Eiweiß 8,0 g

Salz 0,34 g

 

Das Haltbarkeitsdatum mit Qualitätsgarantie lautet auf 15.01.2020, Herstellungsdatum ebenfalls: 20.11. 2018. Sie ist damit frisch und schmeckt auch frisch.

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Die Tafel liegt in innen silbrigglänzender, außen Neapelgelb dunkel lackierten Vakuum-Plastikfolie. Das Abbrechen, Knacken bei Wohnungsheizungstemperatur, ist gut und lässt sich sauber knackig brechen, ohne zu kleben. Es knackte einwandfrei.

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Die äußere Aufmachung in der länglichen 50 Gramm-Tablette“ ist in eine uni-coelinblau-lackierte bedruckte Pappschachtel, wiederverschließbar. Sie hat ein schwarzes, golden beschriftetes, rechtwinklig umrandetes AMEDEI-Schrift-Lable vorne sowie hochglänzendgoldene und weiße Schriften, so „L“ und „Cioccolato Latte Milk Chocolate“ .. 50 g“.

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Die unlesbar kleine Schrift auf der Rückseite ist etwa 7 Punkt und schwarz auf dem eierschalfarbenem Grund. Und in bescheidener LOGO-Gestaltung von „Kosher/Dairy“.

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EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese AMEDEI TOSCANO BROWN CIOCCOLATO 32 prozentige Schokolade zur Probe. Sie ist leider nicht besonders fein, pur und hochwertig, aber allerdings mit 6 EURO 50 für 50 Gramm viel zu teuer. Das ist auch im Vergleich zu anderen Amedei Sorten lächerlich.

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FAZIT und BEWERTUNG: Diese AMEDEI TOSCANO BROWN CIOCCOLATO 32% erhält am 12. Mai 2019 ZWEI von SECHS Punkten (der Punktabzug wird gegeben, weil FAIR-TRADE und die Genmanipulationsangaben fehlen). Es fehlt überhaupt die Ausstrahlung, Etwas Kostbares zu bekommen, anstatt schlampiges, überteuertes Zeug – das wäre hier schön.

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Ferner erteile ich dem Verkäufer von HERNANDO CORTEZ in Köln einen großen MALUS, weil er das hier fehlende Fair Trade ausdrücklich das Fair Trade Lable als unrelevant bzw. als Vortäuschung bezeichntete, die soziale Vertrags-Bezahlung als Ausbeutungsrelationen nur vertusche.

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Der Schokoladentester Georg Bernardini erwähnt den Vorgänger dieser Toscano Brown 32% auf Seite 166. Bernardini findet das angegebene Aromaprofil für milde, angenehm milchige, nicht zu süße und elegante Schokolade und gibt auch für andere Sorten von AMEDEI drei-vier von sechs Kakaobohnen.

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Ich möchte noch anmerken, wenn die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden.

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Wer hohe Qualität inhibieren und genießen will, muss nicht nur viel zahlen, sondern er muss Wissen und Erfahrung haben, um letztlich selbst zu beurteilen, ob ein Einzelhändler und ein Chocolatier echt, gut und anständig arbeiten. Denn oft bzw. meist fehlen den Produkten die prominenten Lables der E U oder von namhaften selbsternannten NGO-Gütesiegel-Beschützer.

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Bei AMEDEI fehlen die Bio-, nichtgenmanipuliert und Fair Trade-Lables.

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Das Problem für kleine Qualitätshersteller ist, dass diese angeblichen Qualitätslabels für industrielle Produzenten die große standardisierte Stückzahlen herstellen – wo also tonnenweise braune Zuckerfett-Massen aus Fließbändern kommen, die an sich nicht hochwertig sind und hart ausbeuterisch, von der Plantage bis zum Sortimenter im Discount, entstehen.

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Eine internationale Qualitäts-Marke wie AMEDEI hier, hat kein Fair-Trade-Lable, weil hier die Spielräume in Gewinnmargen umgesetzt werden, ohne dass die Kakaobauern, Handel und Transport oder die Qualität selbst, maximiert entgolten wären.

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Klebt die Probe beim Testbeißen?

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FINE E COMPATTO,

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Schoki-Test mit Majari Colombi Hotel 64% aus Madagaskar

Oktober 24, 2018

Lichtgeschwindigkeit 8612

am Donnerstag, 25. Oktober 2018

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Dietmar Moews meint:

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„Durch so viel Formen geschritten,
durch Ich und Wir und Du,
doch alles blieb erlitten
durch die ewige Frage: wozu?

Das ist eine Kinderfrage.
Dir wurde erst spät bewusst,
es gibt nur eines: ertrage
– ob Sinn, ob Sucht, ob Sage –
dein fernbestimmtes: Du musst.

Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere,
was alles erblühte, verblich,
es gibt nur zwei Dinge: die Leere
und das gezeichnete Ich.“

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(Gottfried Benn 1886-1956; „Nur zwei Dinge“ 1953)

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Ich probierte diesmal eine neue Testsorte aus dem reichen Schokoladenangebot, das im deutschen Wohlstand zu Markte getragen wird.

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Mit dem Markennamen MAJARI Dunkle Schokolade 64% Kakao, von Hotel Colombi in Freiburg im Breisgau, wird eine angeblich 3 Euro 50 teuere, handgegossene 100-Gramm-Tafel probiert. COLOMBI figuriert als Hotel mit 5 Sternen und gehört zu den ersten Häusern am Platze.

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Diese MAJARI genannte, mit Kakao aus Madagaskar, ist eine Rarität, zweifellos höherer Qualität, doch nicht der Spitzenkategorie und nicht als Bean to Bar-Herstellung.

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Ich probierte die dunkle Schokolade einer angeblich deutschen Marke, MAJARI, deren Hersteller und Herstellungsort nicht mitgeteilt wird. Es handelt sich angeblich um in der eigenen (Hotel-)Küche gegossene Kuvertüre, die unbekannt eingekauft wird.

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Sie ist nun eine Nowhere Dunkle-Schokolade mit angeblich 64% Kakaogehalt. Das industrielle Produkt wird als „handgegossen“ ausgezeichnet. Da wüsste man aber doch gerne, wer diesen Produktonszweig aktuell steuert – von Chocolatiers möchte ich nicht sprechen.

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Der Madagaskar-Kakao, die Kakaobutter, die Zutaten kommen angeblich aus Afrika, aber eine Blend-Schokolade kann auch aus Südamerika und Zentralamerika stammen. Die 100 Grammtafel ging hier als Geschenk, ohne Preisbeleg ein. Sie wird von einem nicht benannten Hersteller angemischt.

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Kurz vorab: Das Gebinde der MAJARI dunkle Schokolade mit 64% Cocoa aus Madagaskar, mit 100 Gramm Einwaage hat eigentlich die klassisch längliche Form, aber die Tafel ist etwas dicker, dafür schmaler, hat die üblichen Bruchrillen in rechteckiger Teilung. Die äußere Aufmachung ist nicht „biodynamisch“, sondern edel und schick. Dunkelblaue Pappschachtel mit Dreieckigem Fenster und der herausschauenden dunkelbraunglänzenden Schokotafel in transparentem Zellufan abgepackt. Sehr sinnvoll und schön ist die goldbeschichtete Pappeeinlage als Bruchverstärkung.

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Man findet beim Öffnen des Umschlagpapiers einen durchaus kräftigen Kakao-Geruch, der allerdings aromatisiert zu stark riecht. Das Knacken ist scharf und fein und zeugt für eine gute Rührdauer. Der hohe harte Glanz bedeutet ebenso feine Qualität. Die Rückseite der Tafel ist glatt. Es ist ziemlich sicher eine Massenproduktion für die beste Rohstoffe, nämlich der Anteile nach hauptsächlich Zucker, Kakao, Kakaobutter und Emulgatoren / Soja-Lecithin, natürlicher Vanilleextrakt sowie weitere nicht näher bezeichnete Aromen, reklamiert werden.

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Für diese Majari werden nicht kontrolliert-biologischer Anbau von Kakao, Zucker und Vanille angegeben. Sie werden auch aus Fairtrade-Handel organisiert. Pur ist hier viel Fett, auch viel Zucker. Das Ganze schmeckt durchaus hochwertig, als pure dunkle Schokolade etwas sauer, wie Madagaskar-Kakao oft schmeckt, es ist fett und emulgiert und kaum gezalzen.

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Es ist die wiederholte Erfahrung, dass die Schokolade-Rezepte ohne Emulgator eine Klasse besser zu genießen sind, als solche mit Emulgatoren und Soja-Lecithin. Auch ist hier mit den Geschmacksanteilen von Zucker, ansonsten keine Angaben zu Fett und sonstigen Anteilen.

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese MAJARI dunkle Schokolae 64% Cocoa aus Madagaskar kommt dafür nicht gut in Betracht. Sie ist dunkler als herkömmliche „Zartbitter“. Ich würde sie vermutlich auch mit verbundenen Augen, als Blindversuch, keinesfalls mit einer der von mir bisher getesteten Bean-to-Bar-Spitzen-Schokoladen verwechseln. Hochqualitätsgarantie bei Majari bis 15.04.2019

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Sie hat keinerlei EU- BIO-LABLES, Landwirtschaft und Fairtrade-Lable, keine FSC oder „recycle“ für Öko-Karton. Die technischen Angaben auf einem Aufkleber der Rückseite in gut lesbarer goldbronzener Schrift auf weißem Grund in deutscher Sprache und Goldkante.

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Keine Nährwerttabelle – für die kalorienzählenden Konsumenten ein kleiner Blindflug – auch um Zusammensetzungs-Verhältnisse in Gramm oder Prozent, um mit anderen Herstellern und Produkten vergleichen zu können, gibt es hier bei Hotel COMORI nicht – kein

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Brennwert in kj / oder kcal, kein Fett in Gramm, davon gesättigte Fettsäuren, nicht Kohlenhydrate (Zucker) in Gramm, davon Zucker in Gramm, keine Fasern/Fibre in Gramm, keine Angabe für Eiweiß in Gramm, und die Prise Salz wurde vergessen.

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Addiert man die X-Beträge kommt man auf die angegebenen 100 Gramm.

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EMPFEHLUNG: Der Tester will diese dunkle deutsche SCHOKOLADE 64 % Kakao – woher sie auch kommen mag – zum einmaligen Probieren empfehlen. Sie ist eine feine knackige Mischung, nicht zu süß, vergleichsweise sauer, unter ökologischen Aspekten empfehlenswerte Industrie-Süßigkeit. Der gesamte Auftritt ist dekorativ aber nicht wirklich vertrauenserweckend (z. B. es ist Soja-Lecithin verarbeitet – mir fehlt der Kaufpreis).

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BEWERTUNG: VIER KAKAOBOHNEN von SECHS. Das ist für eine BLEND Schokolade eine gute Bewertung – und Anerkennung der Anti-Bruchpappe.

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Der Schokoladentester Georg Bernardini stellt diese MAJARI vom Hotel Colombi in Freiburg nicht vor.

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FINE E COMPATTO

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Schoki-Test ohne Schoki mit Rausch-Reklame

Oktober 3, 2018

Lichtgeschwindigkeit 8549

am Donnerstag, 4. Oktober 2018

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Dietmar Moews meint:

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„Durch so viel Formen geschritten,
durch Ich und Wir und Du,
doch alles blieb erlitten
durch die ewige Frage: wozu?

Das ist eine Kinderfrage.
Dir wurde erst spät bewusst,
es gibt nur eines: ertrage
– ob Sinn, ob Sucht, ob Sage –
dein fernbestimmtes: Du musst.

Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere,
was alles erblühte, verblich,
es gibt nur zwei Dinge: die Leere
und das gezeichnete Ich.“

.

(Gottfried Benn 1886-1956; „Nur zwei Dinge“ 1953)

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Ich probierte diesmal keine neue Testsorte aus dem reichen Schokoladenangebot, die im deutschen Wohlstand zu Markte getragen werden kann.

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Mit dem Markennamen RAUSCH ist eine bekannte Firma für Schokoladen – und Kakao-Süßigkeiten, urde im Jahr 1918 in Berlin gegründet, und ist inzwischen zu einem Neustart angetreten. Besonders im Internetz und durch Direktmarketing, aber auch aus dem großzügigen Rausch Verkaufsladen am Ostberliner Gendarmenmarkt sollen Touristen der Luxus-Preisklasse angesprochen werden.

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Meine persönliche Erfahrung mit Rausch-Schokolade, für die jetzt kein aktueller Test möglich ist – mag sein, dass die Qualität inzwischen verbessert wurde -, platziert Rausch zweifellos nicht in der Spitzenkategorie der Bean to Bar-Chocolatiers. Rausch kommt nur in den unteren Bereich der mittelmäßigen Schokoladen, wie weiter unten noch beschrieben wird.

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Hochwertigkeit und Feinheit eines Schokoladenrezeptes basiert auf den Zutaten, aber auch auf den Verarbeitungsschritten. Besonders die sogenannten Rührzeiten sind sehr kostspielig – langes Rühren ergibt die dichte Konsistenz, kurzes Rühren mindert die Dispersion der Zutaten, die dann oft durch Emulgatoren oder viel Fett verkleistert werden. Dazu kommt das Fingerspitzengefühl des Chocolatiers betreffs der Erhitzung während des Rührvorganges.

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Die aktuelle REKLAME von RAUSCH im Internetz kommt hier – auszugsweise zitiert – mit Argumenten auf den „normalen“ Genießer, der nicht Kenner und nicht Experte ist. Schon bei den Qualitätsargumenten, werden wesentliche Aspekte höchster Schokoladenqualität verschwiegen. Das betrifft insbesondere die Verwendung von Soja-Lecithin als Emulgator wie auch für die Verwendung von nicht genamanipulierten Rohstoffen:

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„Erfahren Sie hier die Hintergründe für den neuen Markenauftritt von Rausch.
Vieles wird sich verändern – mit dem Ziel, unser Ideal von exzellenter Schokolade immer weiterzuentwickeln.

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So erkennen Sie gute Schokolade

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Der Unterschied zwischen Schokolade für 0,49 € und 3,50 € ist geschmacklich schnell heraus zu finden. Die billige Schokolade schmeckt meist einfach nur süß und nach Kakao. Hochwertige Schokolade besteht immer aus Edelkakao. Dieser hat bis zu 400 unterschiedliche Aromen, die durch die schonende Röstung der Kakaobohnen entsteht.

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GRUND 1: REINE ZUTATEN

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Für die Qualität von Schokolade ist in erster Linie der verwendete Kakao entscheidend. Im Welthandel wird strikt unterschieden zwischen Edelkakao und Konsumkakao.

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Hochwertige Edelkakaos machen nur 8,47 Prozent der Weltkakaoernte aus und haben bis zu 400 Aromen. Wir verwenden zu 100 Prozent reinen Edelkakao, die unserer Rausch Plantagen-Schokolade eine ganz eigene Note geben. Deshalb braucht es auch nur drei Zutaten für gute Schokolade: Edelkakaomasse, Rohrzucker und Kakaobutter. Für mehr Abwechslung ergänzen wir unsere Rausch Plantagen-Schokoladen auch mit feinen, erstklassigen Zutaten wie Nüssen oder Karamell.

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GRUND 2: AUF DEN URSPRUNG KOMMT ES AN 

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Unsere reinen Edelkakaos beziehen wir ausschließlich von Plantagen in Äquatornähe. Nur dort herrschen die optimalen Bedingungen, damit sich die einzigartigen Aromen entfalten können.

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Der persönliche Kontakt mit den lokalen Kakaobauern ist uns sehr wichtig.
Mit langfristigen Partnerschaften streben wir den Erhalt des gefährdeten Edelkakaos an und können einen nachhaltigen Anbau sicherstellen. So können wir den Kakaobauern Sicherheit, Unterstützung und faire Preise bieten. Ende 2014 konnten wir den Aufbau einer eigenen Edelkakao-Plantage in Costa Rica realisieren. Hier gedeihen die wertvollen Edelkakao Sorten: hocharomatisch und streng selektiert. Um einen Beitrag zum Schutz dieser seltenen Edelkakaos zu leisten, wurde hier das Rausch Edelkakao-Institut gegründet.

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Mit Eintreffen der Edelkakaos im Hamburger Hafen wird eine sofortige Qualitätskontrolle durch unsere Kakao-Biologinnen Dr. Rohsius und Dr. Hegmann durchgeführt.

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Im nächsten Schritt erfolgt die Verarbeitung der Edelkakaos. Mit größter Sorgfalt wird aus Kakaobohnen pure Rausch Edelkakao-Schokolade. Dabei folgen alle unsere Rezepturen dem Rausch Reinheitsgebot.

Wir begleiten auch den Weg von unserer Schokoladen-Manufaktur bis zu unseren Kunden. Hier verzichten wir bei Lagerung, Transport und Verkauf unserer Produkte bewusst auf Zwischenhändler und setzen an dieser Stelle auf unsere hohen Qualitätsansprüche.

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Rausch Plantagen

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Der Edelkakao macht den Unterschied.

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GRUND 3: UNVERKENNBARE CHARAKTERISTIKA

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Duft, Aussehen, Geschmack, Knack und mehr- die sortenspezifischen Aromen der einzelnen Rausch Plantagen-Schokoladen kennenzulernen und sie miteinander zu vergleichen, ist ein Genuss von besonderer Qualität.

Hochwertige Schokolade lässt sich unschwer erkennen. Objektive Kriterien und subjektive Empfindung helfen bei der Ergründung der Feinheiten.

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Auf den ersten Blick

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Die Farbe der Schokolade und vor allem ihr Glanz ein eindeutiges Qualitätsmerkmal vermitteln einen ersten Eindruck.

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Von feiner Struktur

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Die Oberfläche einer hochwertigen Schokolade ist eben und schmilzt nicht sofort in den Fingern. Bricht man sie in Stücke, ist die Bruchstelle von feiner, glatter Struktur und nicht »bröselig«.

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Mit echtem Knack

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Ein eindeutiges Qualitätsmerkmal ist das Geräusch beim Brechen der Schokolade: Je deutlicher das Knacken, desto höher der reine Kakao und Kakaobutteranteil.

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Bei geschlossenen Augen

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Riechen Sie die Aromen, am besten in einer Umgebung, in der keine anderen Düfte dominieren. Fruchtig, blumig, karamellig, würzig, nussig, beerig, kakaobetont was können Sie auf diese Weise wahrnehmen?

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Mit Ruhe und Geduld

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Lassen Sie ein erstes Stück auf der Zunge zergehen und beobachten Sie die Aromaentfaltung phasenweisen. Nehmen Sie anschließend noch ein Stück. Manche Aromen bilden sich etwas verzögert aus, einige intensiver, andere dezenter. Lassen Sie diese komplexe Vielfalt auf sich wirken:

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Wann setzte welche Note ein blumig, fruchtig, beerig, würzig, nussig?

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Möchten auch Sie sich vom Unterschied zwischen gewöhnlicher und wirklich guter Schokolade überzeugen, dann laden wir Sie herzlich zu einem Besuch in unserem Schokoladenhaus in Berlin-Mitte ein. Natürlich können Sie unsere Spezialitäten auch bei sich zu Hause genießen. Stöbern Sie in unserem Onlineshop »rausch.de« und holen Sie sich den außergewöhnlichen Duft und Geschmack unserer feinen Schokoladen in Ihre vier Wände. Mit unserem Aromaschutzbeutel stellen wir sicher, dass unsere Edelkakao-Schokoladen lange frisch bleiben und ihr volles Aroma behalten.

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Erleben Sie den Unterschied!

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Herzlich willkommen im Rausch Schokoladenhaus

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Das Rausch Schokoladenhaus am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte ist voll und ganz dem Genuss gewidmet. In dieser Atmosphäre können Sie sich von der einzigartigen Welt der Schokolade verzaubern und alles andere einfach »draußen« lassen. 

Kommen Sie in unserem Schokoladen-Café zur Ruhe und gönnen Sie sich eine kleine Aufmerksamkeit – in der Mittagspause, während Ihres Berlin-Besuchs, zwischen zwei Wegen oder bei einer Verabredung.

Wir servieren Ihnen alles, was das Herz begehrt. Unsere feinen und von Hand zubereiteten Törtchen und Desserts, als auch unsere Trüffel und Pralinen, kommen täglich frisch und direkt aus der Rausch Schokoladen-Manufaktur in Berlin-Tempelhof.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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https://www.rausch.de/schokoladenhaus/

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61 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass unsere Gäste jeden Besuch in vollen Zügen genießen können. Gemeinsam schaffen sie eine Atmosphäre, die einlädt in die Welt der Schokolade einzutauchen.

32 kunstvolle Skulpturen aus Schokolade, von den Rausch Chocolatiers mit großer Freude am Detail vor Ort modelliert.

1001 qm Verkaufsfläche für die fantastische Vielfalt unserer Schokoladen, inszeniert für ein unvergessliches Entdeckungs- und Einkaufserlebnis.

200 Pralinensorten finden Sie in unserer berühmten Pralinentheke. Exquisite Pralinen und Trüffel sowie feine, täglich frisch zubereitete Törtchen kommen direkt aus der Rausch Schokoladen-Manufaktur in Berlin-Tempelhof. „

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Zusammenfassung:

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Geht man die hier vom Rausch-Vertrieb angegebenen Ansprüchen nach, wird man enttäuscht, sofern man die Qualitätsdefinitionen ernst nimmt, aber andere Spitzenprodukte der besten Chocolatiers auf dem deutschen Markt kennt.

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Ob der Glanz, die Feinheit, das Knacken – was den Schmelz betrifft leiden die Rausch-Schokoladen am Schleim, den die Emulgatoren bewirken. Insgesamt ist die Abstimmung der Rezepte immer relativ fett und zu süß, verglichen mit Spitzensorten.

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Die angeblich höchst deliziösen „400“ Geschmacksnoten, die hauptsächlich auch durch die Kakaoverarbeitung – Rösten, Mahlen, Conchieren, Rühren, – entstehen, werden gar nicht konkret vorgestellt, sondern nur als Schlagbegriffe vorgetragen.

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Ob Aromen chemisch oder als Naturextrakte, aus biologischem Anbau oder aus der Pharmaziehölle von Bayer Leverkusen stammt, erfährt man nicht.

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Das Design der Tafelschokoladen-Verpackungen kommt dezent und praktisch daher, meist Brauntöne, übersichtliche Grafik, zweckmäßige Form.

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Im Internetz-Direkt-Marketing werden überwiegend mehrteilige Pakete angeboten – der 100-Grammpreis ist nicht günstig, sondern tendiert eher zu den hochwertigeren Marken. Es handelt sich letztlich doch um eine maschinelle Herstellung und nicht um Manufaktur. Wer, wo, die Couverturen von Rausch anfertigt, wird in obigem Textangebot nicht mitgeteilt.

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Georg Bernardini schreibt sein Fazit zu RAUSCH PRIVAT-CONFISERIE:

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„…Fazit: Es handelt sich um ziemlich charakterlose Schokolade für den Massenmarkt. Dafür sind sie ok, aber einen seriösen Einblick in die Welt des Kakaos ermöglicht diese Qualität nicht. Dafür sind die Aromen einfach zu flach und nichtssagend. Es handelt sich nicht um repräsentative Schokoladen, die den Charakter der jeweiligen Ursprungsländer widerspiegeln …“

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FINE E COMPATTO

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Schoki-Test mit ALAIN DUCASSE VENEZUELA 75 % LE CHOCOLAT TRINITARIO

Januar 25, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7094

Vom Donnerstag, 26. Januar 2017

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Dietmar Moews meint:

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Meinen Sie Zürich zum Beispiel

sei eine tiefere Stadt,

wo man Wunder und Weihen

immer als Inhalt hat?

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Meinen Sie, aus Habana,

weiß und hibiskusrot,

bräche ein ewiges Manna

für ihre Wüstennot?

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Bahnhofstraßen und Rueen,

Boulevards, Lidos, Laan –

selbst auf den Fifth Avenueen

fällt Sie die Leere an –

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Ach, vergeblich das Fahren!

Spät erst erfahren Sie sich:

bleiben und stille bewahren

das sich umgrenzende Ich.“

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(Gottfried Benn (1886-1956) : „Reisen“ 1950)

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Ich probierte eine französische ALAIN DUCASSE VENEZUELA 75 % LE CHOCOLAT TRINITARIO 75 Gramm dunkle Schokolade, hergestellt von Le CHOCOLAT ALAIN DUCASSE – MANUFACTURE A PARIS 40 RUE DE LA ROQUETTE 75011 Paris, France

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img_0221

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www.lechocolat-alainducasse.com

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Kurz vorab: Diese Schokolade von Alain Ducasse ist mit 7 EURO für 75 Gramm eine der teuersten bislang überhaupt, die hier für die LICHTGESCHWINDIGKEIT von Dietmar Moews getestet wurde. Sie ist qualitativ kostbar. Sie duftet gut beim Öffnen der Packung und ist als 75% hochprozentige kakaohaltige dunkle Schokolade eine schmackhafte gelungene Mischung – keine pure Sache, denn neben dem Kakao und der Kakaobutter aus Venezuela, nicht näher bezeichneter Zucker, als Emulgator nicht genmanipuliertes Sonnenblumen-Lecithin (OMG) sowie Vanillie-Extraktaroma sowie etwas hochwertiges Meersalz.

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Die Mahldauer des Kakaos dieser Schokolade wird ebensowenig mitgeteilt wie Conchier- oder Rührzeiten. Weder Nährwertangaben noch Kalorien sind auf der einfachen, immerhin leicht wiederzuschließenden „Briefcouverte-Patentverschluss-Vakuumpackung“ aus braunem Kartonpapier vermerkt.

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Das Haltbarkeitsdatum mit Best-Qualitätsgarantie lautet auf 14.05.2017, aufgedruckt auf einem transparenten, billigen Selbstkleber. Die Tafel ließ sich sehr sauber und gut brechen, knackte einwandfrei und war frisch.

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Die äußere Aufmachung ist eine Patentversandtasche mit vorne einem runden, farbigen Selbstklebeetikett und hinten das transparente Selbstklebeschildchen mit winziger 5Punkt-Schrift in Französisch und English. Die inliegende rechtwinklige 75 Gramm-Tablette ist lose, offen, ohne weiteren Einschlag oder Bruchsicherung herauszunehmen. Das Gebinde hat einen eigenständigen Witz, wenngleich bereits andere Chocolatiers diese Briefumschläge nutzten. Die Aufmachung ist originell und und überzeugend und erlaubt die kleine Stückzahl in Handverpackung.

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Der Kaufpreis im Laden ALAIN DUCASSE, 9 RUE Du MARCHE SAINT HONORE in PARIS betrug 7 EURO für 75 Gramm. Das ist ein Hochpreis für Spitzenqualität. Das Briefchen enthält die etwa 5 mm starke, dunkelbraune Tafel mit einem eigenartig geometrischen Bruchkanten-Relief oben. Die Unterseite ist ungemustert.

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„Alain Ducasse als Koch dürfte vielen ein Begriff sein und auch sein Werdegang ist sicher einigen Lesern vertraut. Für alle, die nichts oder nicht viel über ihn wissen, anbei ein paar Fakten. In den 1970er Jahren machte er eine Ausbildung zum Koch bei Michel Guérard. Er arbeitete bei Gaston Lenotre in Eugénie-les-Bains, bei dem er die Welt der süßen Speisen entdeckte. Ihm folgte er in der Wintersaison nach Paris, wo er den Chocolatier Michel Chaudun kennen lernte. Während seiner Anstellung bei Alain Chapel in Mionnay verbrachte er seine Urlaube in Lyon bei Maurice Bernachon. Im Jahr 2000 lernte Alain Ducasse in New York Nicolas Berger kennen, dessen Vater Paul Berger selber Pátissier-Chocolatier in der Nähe von Lyon war. Ducasse und Berger gründeten Nähe Bastille ihre eigene Manufacture de Chocolat, ausgestattet mit Vintage-Maschinen (veraltete /rückständige) und Laden- und Verkaufsraumausstattung….“ Im Jahr 2014 führt laut Georg Bernardini Alain Ducasse insgesamt weltweit 26 Restaurants, 3 Hotels, eine Kochschule, seinen eigenen Verlag und eine Unternehmensberatung. Dies ist eine Erfolgsgeschichte  – nach Georg Bernardini / Schokolade – DAS STANDARDWERK (s. Homepage)

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Die Packung enthält keine statistische Information zur Bezeichnung der Röstung und der MAHLDAUER und des etwaigen CONCHIERENS.

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Gütesiegel, Bio- oder Fair Trade-Siegel hat diese Alain Ducasse, als Kleinchocolatier, Chocolat nicht.

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Georg Bernardini schreibt dazu in seinem „SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK ; der Schokoladentester 2015:

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Geringe Rösttemperatur (120 Grad C / 248 Grad F), kurze Röstzeit (8 Minuten) und langsame Conchierzeit von 12 Stunden … bei den puren Schokoladen. Auch die fehlende Entlüftung an der Conche erschwert das Entweichen von Säure, Adstringenz und unerwünschten Nebenaromen. Das Ergebnis der dunklen Schokoladen ist nicht optimal. Hinzu kommt, dass in allen dunklen Ursprungsschokoladen Vanille verarbeitet wird, was man bei manchen deutlich herausschmeckt … trotz des Einsatzes von Kakaobutter bleiben alle dunklen Schokoladen aggressiv, sauer und oft auch adstringend, …“

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EMPFEHLUNG: Der Tester der LICHTGESCHWINDIGKEIT, hier, empfiehlt diese 75% dunkle Schokolade zur Probe. Denn sie ist besonders fein und geschmacklich herausragend. Bernardinis Einwände werden hier als wohlschmeckend empfunden, einschließlich des minimalen Vanilleakzents. Auf den Emulgator Sonnenblumenlecithin hätte man verzichten mögen, denn der Schmelz ist derart angenehm fein und gleichzeitig „charaktervoll“, dass ein weiterer Weichmacher gar nicht wünschenswert scheint. Die Zuckerung ist optimal, also keine Süßbombe. Mit 7 EURO für 75 Gramm ist sie teuer. VENEZUELA 75% schmeckt leicht säuerlich, ist super-dezent gesüßt. Die „Würzung“ spricht sehr an, auch die Spur Vanille und Salz. Durchaus ungewöhnlich bei einer dunklen Schokolade der Fettgehalt durch die Kakaobutter. Ein gutes Beispiel dafür, dass Kunden nicht ordentlich informiert werden, Nährstoffwerte-, Kalorien- und Anteilmengen fehlen, ist keine maßstabssetzende Information.

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Der Schokoladentester Georg Bernardini erwähnt Alain Ducasse in seinem SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK auf den Seiten346-348, mit der Bewertung von VIER von SECHS „KAKAOBOHNEN, für alle dunklen Schokoladen.

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FAZIT: Dietmar Moews gibt Alain Ducasse für seine 75 prozentige Venezuela TRINITARIO Testschokolade im Januar 2017 SECHS von SECHS Kochmützen.

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Ich möchte noch anmerken, wenn die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden:

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Wer hohe Qualität inhibieren und genießen will, muss nicht nur viel zahlen, sondern er muss Wissen und Erfahrung haben, um letztlich selbst zu beurteilen, ob ein Einzelhändler und ein Chocolatier echt, gut und anständig arbeiten. Denn oft bzw. meist fehlen den Produkten die prominenten Lables der E U oder von namhaften selbsternannten NGO-Gütesiegel-Beschützer.

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Das Problem für kleine Qualitätshersteller ist, dass diese angeblichen Qualitätslabels für industrielle Produzenten die große standardisierte Stückzahlen herstellen – wo also tonnenweise braune Zuckerfett-Massen aus Fließbändern kommen, die an sich nicht hochwertig sind und hart ausbeuterisch, von der Plantage bis zum Sortimenter im Discount, entstehen.

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Ein Hochpreis-Marke wie ALAIN DUCASSE, hier, hat kein Fair-Trade-Label, weil hier die Spielräume in Gewinnmargen umgesetzt werden, ohne dass die Kakaobauern, Handel und Transport oder die Qualität selbst, maximiert entgolten wären.

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So gesehen ist diese 75% VENEZUELA TRINITARIO in gewisser weise mit nicht besten Mitteln ein gutschmeckendes Kunstwerk im überteuerten Massengeschäft.

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Schoki-Test mit CUBAN Willie‘s Cacao BARACOA 70 GINGER LIME

Januar 19, 2017
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Vom Freitag, 20. Januar 2017

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Dietmar Moews meint:

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Wenn man kein Englisch kann,

von einem guten englischen Kriminalroman zu hören,

der nicht ins Deutsche übersetzt ist.

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Bei Hitze ein Bier sehn,

das man nicht bezahlen kann.

Einen neuen Gedanken haben,

den man nicht in einen Hölderlinvers einwickeln kann,

wie es die Professoren tun.

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Nachts auf Reisen Wellen schlagen hören

und sich sagen, daß sie das immer tun.

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Sehr schlimm: eingeladen sein,

wenn zu Hause die Räume stiller,

der Café besser

und keine Unterhaltung nötig ist.

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Am schlimmsten:

nicht im Sommer sterben,

wenn alles hell ist

und die Erde für Spaten leicht.“

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(Gottfried Benn 1886-1956; „Was schlimm ist“, 1953):

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Ich probierte eine britische CUBAN Willie‘s Cacao BARACOA 70 GINGER LIME 50 Gramm, hergestellt in UK von Willié‘s Cacao Ltd, Unit E3, Langlands Business Park, Uffculme, Devon, EX15 30A, UK.

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www.williescacao.com

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Kurz vorab: Diese Schokolade, GINGER LIME 70, von Willie‘s ist kostbar, „crafted from the bean to bar“, frugal derb. Sie duftet gut beim Öffnen der Packung und ist eine wunderbare Überraschung, als 70% Zartbitter mit Ingwer und Limette, die dezent, nicht überscharf in kleinen gebackenen Teilchen eingesetzt und ziemlich süß schmeckt, nicht zu süß. Man hat ein quadratisches 50 Gramm Gebinde, etwas kleiner als eine Audio-Disc. Das kostet in UK 2 britische Pfund und 3 Euro 19, online. Das ist sehr gut und auch teuer für 50 Gramm. Das ist kakaoig, dunkel, doch nicht übertrieben. Kakaotrockenmasse, Rohrohrzucker, kandierter Ingwer 12%, Kakaobutter, ätherisches Limettenöl 0,1%, – ein Quantchen Salz wird erwähnt, kann so sein.

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Willié‘s teilt folgende Zutaten auf der Rückseite der äußeren Papphülle in English, Schwedisch, Dänisch, Norwegisch, Finnisch, Deutsch, Niederländisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, jeweils mit dem größten Anteil beginnend, mit:

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Über die Herkunft und das Anbauland des Kakaos dieser dunklen Schokolade wird mitgeteilt „Baracoa Beans dancing“ – na ja, Conchier- oder Rührzeiten werden nicht auf der Verpackung angegeben.

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Nährwertangaben und Kalorien sind auf 100 Gramm bezogen wie folgt vermerkt:

Energie 2100 kj / 502 Kcal

Fett 26,5 g

davon gesättigtes Fett 16,0 g

Kohlenhydrate 56,2 g

Zucker 42,6 g

Eiweiß 7,0 g

Salz <0,1 g

Soda < 5 mg

 

Das Haltbarkeitsdatum mit Qualitätsgarantie lautet auf 14.12.2017, Herstellungsdatum ebenfalls: 14.10. 2016. Sie ist damit frisch und schmeckt auch frisch.

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Die Tafel ließ sich gut brechen, knackte einwandfrei und sauber und war frisch.

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Die äußere Aufmachung in der quadratischen 50 Gramm-Tablette“ ist in eine hellolivgrün bedruckte Pappschachtel wiederverschließbar verpackt, hat ein dunkelbraunes kreisrundes Willie‘s-Lable vorne sowie hochglänzendgoldene, gelbe und weiße Ornamente und Schriften, so „LAYERS OF EXOTIC FLAVOURS 50 g“.

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Die unlesbar kleine Schrift auf der Rückseite ist etwa 7 Punkt und gelb auf dem hellolivgrünen Grund. Und in bescheidener LOGO-Gestaltung des geschwungenen „W‘s“ heißt es da:

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Das Unternehmen trat laut „SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK“ (Seite 824-825) „Willie‘s delectable Cacao“ von Georg Bernhardini von trat „William Harcourt-Cooze im Jahr 2008 mit der ersten Schokoaldenproduktion hervor. Er hatte sich ein kleines Schokoladenmuseum zusammengestellt. Mit Maschinen, die aus der Zeit um 1920 in Uffculme, Devon, in Süd-West-England zusammengestellt wurden. Dort produziert er Schokoladen von der Bohne weg. William Harcourt-Cooze hat sich bewusst für diese alten und langsam arbeitenden Maschinen entschieden, die eine schonende Verarbeitung der Kakaobohnen garantieren sollen. Erst in 2008 begann er mit der Produktion von 100 %igen Schokoladen, im Jahr 2009 folgten die Sorten mit geringerem Kakaoanteil. Seine Kakaobohnen bezieht er direkt von den Plantagen, William Harcourt-Cooze besitzt selbst die Plantage El Tesoro in Venezuela. Bereits vor zwölf Jahren baute er dort neue Kakaopflanzen an, sodass er nun die Früchte ernten und verarbeiten kann.“

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Damit ist die Anbauregion und Herkunft des Kakaos dieses Bean to Bar-Chocolatiers Willié‘s bekannt. Er muss reisen.

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EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese 70% dunkle Schokolade zur Probe. Sie ist mit der besonderen Geschmacksverbindung von Ingwer mit Limette und Kakao eigenartig, nicht wie Ingwerstäbchen. Mit 2 Pfund oder 3,19 Euro für 50 Gramm ist Willie’s Luxus.

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Der Schokoladentester Georg Bernardini erwähnt diese GINGER LIME 70 und gibt vier von sechs Kakaobohnen. Bernardini schreibt, der Chocolatier William Harcourt-Cooze gebrauche Maschinen aus dem Jahr 1920, die langsam arbeiten.

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Ich möchte noch anmerken, wenn die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden.

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Wer hohe Qualität inhibieren und genießen will, muss nicht nur viel zahlen, sondern er muss Wissen und Erfahrung haben, um letztlich selbst zu beurteilen, ob ein Einzelhändler und ein Chocolatier echt, gut und anständig arbeiten. Denn oft bzw. meist fehlen den Produkten die prominenten Lables der E U oder von namhaften selbsternannten NGO-Gütesiegel-Beschützer.

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Das Problem für kleine Qualitätshersteller ist, dass diese angeblichen Qualitätslabels für industrielle Produzenten die große standardisierte Stückzahlen herstellen – wo also tonnenweise braune Zuckerfett-Massen aus Fließbändern kommen, die an sich nicht hochwertig sind und hart ausbeuterisch, von der Plantage bis zum Sortimenter im Discount, entstehen.

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Eine internationale Qualitäts-Marke wie Willie‘s hier, hat kein Fair-Trade-Lable, weil hier die Spielräume in Gewinnmargen umgesetzt werden, ohne dass die Kakaobauern, Handel und Transport oder die Qualität selbst, maximiert entgolten wären.

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DIETMAR MOEWS gibt für Willie‘s GINGER LIME 70 hier knapp FÜNF von SECHS Bewertungspunkten. Mir hat sie gut gefallen.

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SALONPERSONNAGE inszeniert TATE-MODERN-KUNST

Juni 18, 2016

Lichtgeschwindigkeit 6601

Vom Sonntag, 19. Juni 2016

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Ein NEUBAU in London: „TATE MODERN“ eröffnet mit dem „Switch House“ einen Anbau. Mit ungebremstem leerem Gerede wird momentan ein massenmedialer Schein erzeugt, den demokratischen Legitimationsbedarfs abzufedern. Es heißt Neustart – und dieser Neubau steht jetzt neben dem alten Kraftwerk an der Themse, wo mal Schaltanlagen sich befanden.

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Man schreibt: Ein Anbau! – zeigt aber gar nicht, ob und wie der Neubau mit dem Themse-Ufer Southwark und der alten POWER STATION „Modern Tate“ zusammengehen.

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Nirgends in der Lügenpresse sieht, wer die Lage an der Themse kennt, was dort, unter dem Architekten-Lable Herzog & de Meuron (Basel), jetzt für ein düsterer Lückenfüller hingequetscht wurde. Wie drastisch hier die Kunst, Rechnungen zu schreiben, mit der Kunst, ein Haus zu bauen, auseinanderknallt. Das deutet die jetzt mit preisgünstigerer dunkler Backsteinverschalung überzogene schiefwinklige „Anbau“-Pyramide an, für die mal eine futuristsche Gussglashülle entworfen worden war. Nun haben also der Altbau und der Neuanbau eine ähnlich rauchgeschwärzte Industriebauerscheinung, wie wir von den Bahnhofshallen aus den längst vergangenen Zeiten der Dampflokomotiven-Eisenbahnzüge noch kennen.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom Samstag, 11. Juni 2016

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In allen Massenmedien wird dieser angebliche Anbau als SOLITÄR gezeigt. Man zeigt die Komposition von Bau und Anbau eben nicht. Wir erspüren nicht, wie die Architektur mit der dort Platz greifenden alten Themse-Power-Station, auf die der Neu-Anbau ja bezogen sein müsste, das Wagnis zu ergreifen sucht, nachdem der Zuschlaghammer niederging

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Wer Augen hat, sieht sofort, der Neubau wird weder von den ARCHITEKTEN noch von den Multiplikatoren als Anbau, sondern als SOLITÄR gezeigt. Menschliche Maße und Bedürfnisse wurden von diesen Architekten mal wieder nicht geachtet (s. Vitra Campus in Weil am Rhein). Nicht weiter Wunder bei den „Modern-Tate-Baufrauen und -herren, dieser Schar von Nullen und Pseudo-Künstlern der heutigen SALONPERSONNGE. Switch House jetzt also als Taekholz-Velours statt von innen angerauhtes Arbeits-Karo – und man lobt einfach die Achsen:

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Ich dachte sofort an den Gag von Libeskind in Kreuzberg, der sein Jüdisches Museum mit einer Verkaufsstory dekorierte, indem der Stadtplan Berlins grenzüberschreitend mit grafischen Strahlen überzogen, die angeblich chronologische Geschichtserinnerungen mit dem verglasten Stahlbetonbau „geistig“ zu verbinden vorgaben. So hier in London, wo angeblich Herzog & de Meuron ihren Steinen die Idee von Achsen eingehaucht haben, von Southwark durch die Tate über die Milleniumsbridge bis zur St. Pauls Cathedral am Nordufer. Während die öde Wirklichkeit des architektonischen Durcheinanders vielmehr so wirkt, wie ein Antiquitätenladen, der leider keine wertvollen, sondern nur angeschlagene wilhelminische Profanmöbel anbieten kann – immerhin alt:

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Jetzt also zur Turbinenhalle ein TATE-Power-Station-ANBAU an der Londoner Themse als EINZELBAUWERK. Dadurch wird unsichtbar, dass die bauliche, nutzersoziale und städtebauliche Raumordnungstatsache eines solchen NEU-ANBAUS vom Entwurf der Architekten her keineswegs angenommen und gelöst worden sind.

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Allein die düstere Morphologie des Baukörpers verdunkelt nun die Brachialität am Themse-Ufer zusätzlich. Zur NEUEN SACHLICHKEIT der Schornsteine, nun, heute 2016, in den 1990er Jahren zugeschlagen, von Bauherren, Stadtentwicklern und Ausschreibungsarchitekten, eine NEUE SINNLICHKEIT.

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Erst stand TATE-Power Station als Brutal-Bauwerk mitten in London, an der Themse, neben dem GLOBE-Theater der Shakespeare-Künste. Dann hat man den leerstehenden ehemaligen Londoner Kraftwerks-Klotz als DENKMAL signiert.

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Neue Zürcher Zeitung titelt am 18. Juni 2016

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Und es dauert dann nicht mehr lange, dass sich die heutige SALONPERSONNAGE im Geiste des Ehrgeizes und der Eitelkeit andiente, diese POWER-Neuinszenierung durchzusetzen. Das Ding ist jetzt das Pendant zur gegenüberliegenden Gurke von Norman Foster – (The Gherkin) very important.

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Süddeutsche Zeitung bringt am Mittwoch, 15. Juni 2016, Feuilleton Seite12, ein widersinniges Gestammel von Alexander Menden:

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Neustart! Die Tate Modern, das weltweit meistbesuchte Museum für moderne Kunst eröffnet am kommenden Freitag einen spektakulären Anbau“.

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Da heißt es in direktem Textzusammenhang, die neue geschwätzige Tate-Direktorin Frances Morris zitierend:

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… Morris wollte schon immer einem breiterem Publikum die weniger bekannten Zeitgenossen amerikanischer Pop- und Minimal Artists vorstellen ..“

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und weiter:

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..Wir wollen von der Idee wegkommen, dass das alles aus New York kam oder alles in der Skulptur begann“, erklärt sie. „Wir wollen Künstler aus der ganzen Welt zeigen. Vierzig Prozent dieser Arbeiten sind von Frauen. Das sind keine schlechteren Werke, nur vielleicht weniger bekannte.“

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Dietmar Moews meint: Auch HITLER, STALIN oder MAO kamen nicht ohne SCHERGEN aus, die den Dreck machten. Elisabeth Noelle (später Noelle-Neumann-Allensbach) war in der NSDAP als Redaktionspropagandistin in Minister Goebbels Kulturblatt tätig – sie ist noch heute, post mortem, im Geiste, der FAZ-Allensbach-Tradition verbunden und umgekehrt, die FAZ dem Propaganda-Institut Allensbach.

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Wieso also nicht „ einem breiterem Publikum die weniger bekannten Zeitgenossen amerikanischer Pop- und Minimal Artists vorstellen UND von der Idee wegkommen, dass das alles aus New York kam…“ Wie löchrig, widersinnig und kenntnislos, sowas überhaupt der Redaktion einzureichen! Liest das denn Keiner, bevor es in den Druck geht?

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Albert Speer, Wilhelm Furtwängler, Zarah Leander, Gottfried Benn, Ferdinand Porsche, Leni Riefenstahl, Gustav Gründgens – so viele hochbegabte Schwänze haben mit dem Hund gewedelt oder doch nur, wie Theodor W. Adorno und Marika Röck, mit dem Arsch gewackelt. Hermann Tietz war dabei, Jakob Wassermann nicht, Jochen Klepper versuchte es, Albert Einstein nicht, Otto Hahn und Werner Heisenberg machten es, Lise Meitner nicht, Theodor Lessing ging, Gerhard Hauptmann blieb, Joachim Ringelnatz lehnte dankend ab, Ernst Jünger und Martin Heidegger wirkten mit, Bruno Taut ging nach Ankara, Karl Jaspers ging nach Basel, Alphons Silbermann und Sigmund Freud flohen, Marlene Dietrich gab die Manns, der Schweizer Teddy Stauffer spielte, die Comedian Harmonists flogen raus, Bernd Rosenmeyer erhielt ein Denkmal, Gott und Jesus blieben in den Kirchen, Krupp, Quandt und Flick – schon mal gehört? Pacelli residierte in Berlin, Graf Galen saß widerspenstig mit am Tisch, Dietrich Bonhoeffer ging unter, Karl Kraus weigerte sich, Röhm bezahlte, die Strassers zahlten, Stauffenberg zahlte, Erwin Rommel zahlte, General Paulus zahlte, wir zahlen und versuchen ein Geschäft draus zu machen. Es kocht in mir – ich koche.

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DIE WELT am Freitag, 17. Juni 2016, Seite 19 von Stephanie Bolzen

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Wer Zeit hat, spielt Homo ludens. Wer spielen will, nimmt sich Zeit – Homo sapiens.

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Das Spiel der Randfichten: Biologie spielt mit Sex und Tod, mit Blut und Fressen, mit Zeit und sozialem Rang.

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Nicht Verschwörungstheorie, sondern verirrte staatliche Organisation – NZZ, Samstag, 11. Juni 2016, S. 21

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Heute marschieren internetzgestützte Ausschreibungs-Ritter durch die Architekten-Wettbewerbe und dienen Jedem, der zahlt.

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Wer hätte nicht das LABLE Herzog & de Meuron schon gelesen und international publizierte Signaturarchitektur geschluckt – und demokratischen Einspruch in der Architektur hat es nicht nur bei FRIEDRICH dem ZWEITEN CASTEL-DEL-MONTE-Bauherrn von Andria nicht gegeben.

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Oder anders: Ob ein Schranzengremium oder ein Despot, der Architekt als Bauspekulant selbst oder eine Genossenschaftsbank – gute Architektur muss zunächst ausgedacht und entworfen werden. Der Künstler muss sich vorstellen, welche Menschen und soziale Ambitionen später dort florieren können sollen, wenn die Bauzäune weg sind. Erst wenn man gebaut hat, was man bezahlen kann, dann werden Verwertungs- und Unterhaltungskostenzahlen abzurechnen sein.

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Dietmar Moews meint: Dieser „Switch“-Bau von den Architekten Herzog & de Meuron ist in der Themsen-Silhouette ein gefühlter Quetschbau mit Aussichtsturm. Von Innen sind viele tageslichtliefernde Wände-Durchbrüche kennzeichnend sowie keinerlei Fußgänger rufende Ausstellungsbegehung auch nur zu ahnen. Der Industriebau macht den sinnlich bedürftigen Salon-Wicht klein dumm und traurig.

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Man kann mit Saurierberitt oder mit Helikopter kommen. Dem Mensch bieten Tate-Modern und Switch-Anbau weder Mimesis noch körperbezogene Sinnlichkeit oder Inspiration.

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Die selbstbezogene SALONPERSONNAGE, die sich hier aufführt und das Kunstgeld abzockt, hat sich im neuen Switch House mehrere Geschosse pyramidal gewidmet: Heil Hitler bzw. Heil Hinkel.

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Ich lese in Frankfurter Allgemeine Zeitung, Feuilleton, Seite 9, am 17. Juni 2016, von Gina Thomas und vom Redakteur betitelt:

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Ein Opfer ihres Erfolgs. Großer Rahmen für fragwürdige Präsentationen: der Neubau der Tate Modern“

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Dies sind nicht etwa Bau und Anbau am Londoner Themse-Ufer

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Und mein tägliches Brot, die immer, täglich, aktuellen Texte-Arbeiten meiner lohnschreibenden Kollegen zu kaufen, zu lesen und zu kritisieren, schöpft endlos, in medias res:

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Die langerwartete Erweiterung von Tate Modern ist ein Triumph. Und ein Unglück. Der Triumph liegt in dem Anbau des Schweizer Architekturbüros Herzog & de Meuron, der sich wie ein Kapitelhaus an die mächtige Kathedrale des Kraftwerkes am südlichen Themseufer schmiegt, in das Britanniens erstes Museum für moderne und zeitgenössische Kunst im Jahr 2000 siegreich Einzug hielt…“

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Auch in der FAZ wird „am südlichen Themseufer schmiegt sich …“ getextet – aber gezeigt wird die ubiquitäre „Luftgitarre: Eins Zwei Drei FickeninderLuft“ – kein baulicher Bezug zwischen dem alten „BOILER HOUSE“ und dem neuen „SWITCH HOUSE“, kein baulicher Bezug zum südlichen Themseufer und keiner zur Nordküste und – das ist der Skandal – keinerlei Menschlichkeit oder sinnlich-soziales Maß und keinerlei Bezug zu den echten Künstlern und der Kunst.

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Moews ist ebenfalls 1950 geboren, wie Herzog & de Meuron – was ihre Gemeinsamkeit ohne Beatlesmania wissen und denken muss, um gestalterisch zu herrschen, kann nicht allein von den Dollarzeichen in den Augen definiert werden, auch, wenn Sozialamt und Finanzamt das erzwingen. Denn im Jahr 2016 ist Kunst nur noch gegen und informell außerhalb staatlicher Organisation zu verwirklichen.

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Baukunst im öffentlichen Raum? – wie sollte das gehen? Malen und zeichnen kann man immerhin noch auf eigene Rechnung außerhalb der staatlich kontrollierten Kulturindustrie und deren Salonpersonnage.

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FAZ also mit Gina Thomas am 17. Juni 2016:

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…Doch für jeden, der von einer ständigen Sammlung mehr verlangt als politisch korrekte Konzepte, „offene Experimente“, kollektive, performative Erfahrungen und eine den Wirrwarr der schnelllebigen Gesellschaft spiegelnde Flut von Bildern und Eindrücken bedeutet die neue Präsentation des Bestandes ein Unglück.

Bestimmend für die Raumgestaltung und die Darbietung der Kunst ist die Idee des partizipativen Museums als sozialer Raum. Besucher sind nicht Betrachter, sondern aktive Partner, die durch ihre gedanklichen und körperlichen Reaktionen in den kreativen Prozess einbezogen werden. Das Prinzip gilt nicht nur für jene zeitgenössischen Werke, die unter dieser Voraussetzung entstanden sind. Auch die klassische Moderne im Boiler House (Kesselhaus), dem Älteren Teil des Museums gegliederten Räumen als Kunstereignis inszeniert. Die ästhetische Wahrnehmung ist der Sichtweise des Kurators unterworfen, der sich als Moderator fast ebenbürtig neben die Künstler zu stellen scheint. Die erklärenden Wandtafeln sind denn auch alle signiert, wird in thematisch …“

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Im KÖLNER STADT-ANZEIGER Donnerstag, 16. Juni 2016, Seite 07, wird dann ein anderer Direktor aus den oberen Geschossen im Lounge-Switch House zitiert, Nicholas Serota:

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Dies ist nicht nur ein Anbau, sondern eine völlig neue Tate Modern mit einem neuen Blick auf die Welt.“

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Ja, was nun? Haben die Entscheider nicht gewusst, was sie bauen lassen? Ist es ein Anbau? – besteht ein räumlich-morphologischer und sozialer Widmungsbezug, der weiterzuführen ist? Oder war eine neue Welt zu bauen, als Ende der alten Welt?.

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Nein, es war wieder nur Lügenpresse, dummes Geschwätz und Gedankenleere, mit der in der heutigen Kulturindustrie, Künstler von Pseudo-Künstlern beseitigt und bekämpft werden. Die einen fummeln im POWER HOUSE, dagegen die letzten Charakter-Künstler vegetieren – inzwischen auch sprachlos – in den privaten Amateurresiduen, sozio-politisch völlig entmündigt.

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Neue Zürcher Zeitung am 18. Juni 2016, Feuilleton Seite 21, Frauen-Leuchtturmkunst von Marion Löhndorf

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Wer schreibt, der bleibt:

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Neue Sinnlichkeit 68 kommt – „Blätter für Nacktbaden mit Judith im Waldsee“.

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