BONDO gewaltiger Bergsturz im Schweizer Kanton Graubünden

August 24, 2017
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Vom Donnerstag, 24. August 2017

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Piz Cengalo, oberhalb Bondo in Graubünden

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Ein gewaltiger Bergsturz, riesige Felsmassen stürzen ins Tal, dahinter eine Geröll- und Schlammmasse, die das Dorf Bondo verschütten.

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Der Bergrutsch ereignete sich am Mittwochmorgen, den 23. August 2017.

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GMX.de / dpa / am Donnerstag, 24. August 2017:

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„Das Alarmsystem in Bondo warnte Einwohner. Bei dem Felsabbruch, Bergsturz genannt, donnerten am 3.369 Meter hohen Piz Cengalo riesige Mengen Gesteinsmassen ins Tal.

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Rund 100 Menschen bangen dort nun um ihr evakuiertes Dorf Bondo, an dem die graue Masse direkt vorbeirollte. Verletzt wurde in dem Ort niemand, weil es ein Alarmsystem hat. Das hatte rechtzeitig vor dem Murgang, wie das Geschiebe heißt, gewarnt. Bondo liegt an der Grenze zu Italien, rund 35 Kilometer südwestlich von St. Moritz.

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Nach Schätzungen rutschten bis zu vier Millionen Kubikmeter Geschiebe mit Schlamm und größeren Gesteinsbrocken nach. Die Erdbebenwarte in Zürich registrierte den Bergsturz mit ihren Geräten wie ein kleines Erdbeben.

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Die Suche nach den Vermissten laufe vor allem mit Hubschraubern, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. In dem Wandergebiet im Bondasca-Tal gebe es zwei Hütten. Bewohner und Besucher der Hütten sowie einige Wanderer seien bereits am Mittwoch mit dem Hubschrauber ausgeflogen worden.

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BILD.de Screen Shot am 24. August 2017

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Nach Abklärung der Personalien und Rücksprache mit Angehörigen der Vermissten wollte die Polizei am Nachmittag um 14.00 Uhr erneut informieren. …“

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„…Bergstürze lassen sich mit technischen Mitteln nicht verhindern“, schreibt die Nationale Plattform Naturgefahren (Planat). Gefährdete Gebiete sollten gemieden werden.

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Am Piz Cengalo waren 2011 schon einmal größere Felsstücke abgebrochen. Eine ähnliche Menge Geröll stürzte ab, blieb aber im hinteren Teil des Bondasca-Tals liegen.“

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REUTERS, Screen Shot am 24. August 2017

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„Auf einem bewährten Alpenweg von Deutschland nach Italien liegt Bondo, bereits auf der italienischen Seite der Alpen, unterhalb des berühmten Soglio, wo Rilke dichtete, im Val Bregaglia, Kanton Graubünden, am Alpen-Passweg von Deutschland durch die Schweiz nach Italien, entweder über den Fernpass und Liechtenstein oder den Julier-Pass ins Oberengadin, Silvaplana bei St. Moritz, Sils Maria – dem Nietzsche-Ort, Maloja, wo Segantini die besten Landschaftsbilder der Welt malte, den Maloja-Pass hinab ins Val Bregaglia (Bergell), wo in Borgonovo die Familie Giacometti mit ihrem Eisengeschrunze lebt, Vicosoprano, Stampa, Bondo, mit dem zauberhaften Campingplatz am reißenden Bergbach, westseits oben Soglio, bis zur schweizerisch-italienischen Grenze, am Semperdorf Castasegna, kurz vor dem italienischen Chiavenna, Richtung Comer See und Mailand.

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Von acht Wanderern fehlt jede Spur. Solche Bergstürze sind keine Seltenheit in den Alpen, bergen aber gewaltige Gefahren, denn: Schützen kann man sich kaum. Darunter seien Deutsche, Österreicher und Schweizer, berichtete die Kantonspolizei Graubünden am Donnerstag.

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Nach Abklärung der Personalien und Rücksprache mit Angehörigen der Vermissten wollte die Polizei am Nachmittag um 14.00 Uhr erneut informieren.

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„Bergstürze lassen sich mit technischen Mitteln nicht verhindern“, schreibt die Nationale Plattform Naturgefahren (Planat). Gefährdete Gebiete sollten gemieden werden.

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Am Piz Cengalo waren 2011 schon einmal größere Felsstücke abgebrochen. Eine ähnliche Menge Geröll stürzte ab, blieb aber im hinteren Teil des Bondasca-Tals liegen.

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Dieser Bergsturz ist dreimal so gross wie jener Ende des Jahres 2011. Es handelt sich um einen der grössten Bergstürze im Kanton Graubünden der letzten Jahrzehnte, wie der Polizeisprecher an der Medienkonferenz erklärt. Von der bewegten Masse am Cengalo sind zirka 4 Millionen Kubikmeter abgestürzt, 1 Million Kubikmeter ist noch in Bewegung.

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Von möglicherweise verendeten Tieren weiss man derzeit nichts.

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Die Einwohner von Bondo dürfen bis am Freitag um 10 Uhr nicht in ihre Häuser zurückkehren. Der 200-Seelen-Ort bleibt evakuiert. Experten schliessen Nachstürze im Seitental Val Bondasca nicht aus. Auch die Hauptstrasse durch das Tal bleibt gesperrt. Die Fahrbahn war vom Murgang sowohl unterspült als auch überspült worden, ist beschädigt und stellenweise verschüttet.

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Das folgende Video aus Bondo (2012 aufgenommen) beginnt auf der Brücke über den Bergbach Bondasca und zeigt mit dem subktiven Kameragang, hin zum Campingplatz, exakt die jetzt durch den Murgang verwüstete nördliche Uferseite sowie die vernichteten Häuser, bis hinunter zur Durchgangsstraße St. Moritz – Chiavenna.

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LICHTGESCHWINDIGKEIT-Video bei Youtube von dietmarmoews, von Bondo aus dem Jahr 2012

 

Dietmar Moews meint: Täglich verdaut der Mensch seine inneren Selbstwahrnehmungen sowie Alles, was von außen kommt. Dieser Dauerverdauungsvorgang endet mit den letzten Atemzügen.

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Manchmal atmet man zwischendurch tief durch.

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So ging es mir heute, als die Nachricht vom Bergsturz von Bondo bei mir ankam. Seit 1970 verkehre ich mit Bondo, auf dem Weg zu Nietzsche in Sils-Maria und auf dem Weg Goethes und Heinrich Heines nach Italien.

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Es hatte nicht ganz viel gefehlt, dass ich selbst, in diesen Tagen, dort gewesen wäre – nur ein Gerichtsstreit mit der Firma Siemens AG und der Siemens CEO Janina Kugel, hat mich davor bewahrt.

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In Bondo ist am Bondasca-Tal der reißende Bergbach mit einem heimlichen Zeltplatz, mit Jugendherberge, mitten im Dorf, wo ich mehrfach Gast war.

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BILD.de Screen Shot am 24. August 2017: Bergrutsch Piz Cengalo über Bondo

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Die Graubündner Bewohner im Bergell sind so arm, dass dort die Kinder, sowie sie herangewachsen sind, abwandern müssen, weil für sie kein Leben im Bergell ist, außer Fremdenverkehr als Durchreisende. Wer beispielsweise das berühmte Hochgebirgsdörflein Soglio, mit dem Palazzo Salis, wo Rilke mehrfach war, und wo ein altes Klavier steht und eine gigantische Redpine-Kathedralen-Fichte im Park des Palazzos.

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Noch 2012 habe ich dort im Bergell, in Vicosoprano und Stampa, unmittelbar nach der schweren Mure, einige LICHTGESCHWINDIGKEITS-Video aufgenommen und auch kurz den BONDO-Campingplatz wiedergesehen. Exakt der bekannte Campingplatz, entlang des Bergbaches von Bondo, ist völlig verschüttet.

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SCHWEIZ wählte 18. 10. 2015 neuen Nationalrat

Oktober 18, 2015

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Vom Sonntag, 18. Oktober 2015

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Berner Bajanprofessorin Elsbeth Moser

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Das für Deutsche so höchst interessante basisdemokratische repräsentative Gesellschaftswesen der eidgenössischen Schweiz hat heute einen neuen Nationalrat (Staatsparlament) gewählt. Es geht darum 200 Abgeordnete des Nationalrats sowie 45 Vertreter der Kantone im Ständerat zu wählen.

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Nach den aktuellen Auszählungen gewinnen die liberalen Parteien SVP (etwa 28%) und FDP weitere Stimmen. Möglicherweise wird die Blockparteien-Regierung (Konkordanz) in die klassische Regierung und Opposition auseinanderfallen.

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Große Medien in Deutschland haben brettharte Propaganda für diese eher rechtsnationalen schweizer „Bauern“-Gruppierungen betrieben.

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Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) brachte mehrere ganzseitige Schweiz-Wahlen-Artikel in denen die Namen der anderen – immerhin an der Schweizer Blockregierung beteiligten sonstigen Parteien – überhaupt nicht genannt werden. Dem SVP-Betreiber Christoph Blocher (Basler Zeitung) oder dem in Deutschland bekannten Fernseh- und Zeitungsjournalist Roger Köppel wird das gefallen haben. Auch die Neue Zürcher Zeitung führt zur SVP – das trifft aber nicht die Probleme der Schweiz, und die Züricher wählten traditionell eher sozialdemokratisch.

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Die anderen Parteien, etwa die Grünen, die Sozialdemokraten (SP), BDP (SVP-Abspaltung), CVP, GLP, Piratenpartei teils, üben in den Kantonen unterschiedliche Repräsentanz in der eigentlich direkt-demokratischen schweizer Gesellschaft aus, die heute teils nicht zur Wähler-Disposition standen.

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Dr. Dietmar Moews in Bern, September 2015

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Dietmar Moews meint: Blockparteien? Große Koalition? – das ist ein Machtzustand, der in der Bundesrepublik schlechte Wählerbindung garantiert – während in der Schweiz die sogenannte Konkordanz eine auskömmliche staatspolitische Tradition – zumindest – hatte:

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Wir haben es gerade bei Merkels „Durchregieren“ mit Asylrechtvernichtung und Datenschutzvernichtung im Bundestag und den anschließend sofort im Deutschen Bundesrat der Ländervertretungen volldemokratischen Entscheid erleben müssen.

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Das ist so nicht das Problem der Schweiz, wo vielmehr innenpolitisch basisdemokratische Beteiligung den Ausschlag gibt. ABER:

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Das politische Problem der heutigen SCHWEIZ stand ganz eigentlich gar nicht im Fokus der wahlkämpfenden Gruppierungen.

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Auch die SVP kann eigentlich Wenig beitragen, dass die Schweiz ihre eidgenössische nationale Eigenständigkeit international halten oder entfalten könnte:

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Die SCHWEIZ verliert in zwei internationalen Hauptperspektiven mehr und mehr:

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EINS die politischen Zusammenhänge mit der Europäischen Union sind für die Schweiz sowohl handelsspezifisch, wie finanzpolitisch, wie militärisch und kulturell Feuer und Wasser.

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Konkret gleicht sich die Schweiz „freiwillig“ an die EU-Aussenwelt an – oder, beispielsweise der stabile Schweizer Franken macht die Schweiz zum blinden Fleck.

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Die Bankgeheimnis- und Steuerparadies-Inselpolitik lässt sich nicht durchhalten. Hart gesagt, ist das Schweizer Bankgeheimnis bereits durchlöchert und abgeschafft.

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Das Image der Schweiz als FIFA-Paradies ist ebenfalls nicht hilfreich, die kleine Schweiz zum Handlungs- und Gestaltungs-Vorbild für den deutschen Föderalismus zu nutzen. – Schade – ich freue täglich über die 10 vor 10 und die NZZ.

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ZWEI Die USA haben inzwischen die Schweizer Finanz- und Bankpolitik durch blanke Erpressung an die Wand gedrückt. Was mit USB-Bank und den Schweizer Nationalbürgschaften für eventuelle Privatbank-Insolvenzen nachgegeben werden musste, ist eine Art Eigenständigkeits-Bankrott der schweizer Finanz- und Bankpolitik.

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Die USA haben schlicht mit Lizenentzug für Schweizer Banken in New York gedroht – „Vergleich“ mit den USA hieß das schweizer Selbstbetäubungsmittel.

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Daran können auch Blocher und Köppel mit der SVP nichts ändern.

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Was mit der SVP-Migrationsentscheidung in jedweder sozialer Folgengestaltung herauskommt, werden die Verantwortlichen wohl wissen:

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„Keine Einwanderer“ –  bedeuten den lebensweltlichen Niedergang der Schweiz.

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Selbst, wenn die SVP-Wähler wirtschaftlich-regionale Nachteile gegenüber „Überfremdung“ zu erleiden, bevorzugen, können die Erfolgs-Qualitäten, die die Schweiz mal aus dem armen Bergland herausrettete, nämlich Resilienz und Elastizität, nicht ohne härteste Bestrafung und Niedergang erkauft werden.

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Für den Politikdiskurs in Deutschland ist desungeachtet höchstinteressant, wie die Schweiz die dumpfen Sozialmächte moderieren kann – es sind die gleichen Werte die PEGIDA oder Segregationsfreunde in Deutschland sich wünschen. Und Blochers Mobilisierung von Nationalratswahlbeteiligten, die eher Nichtwähler sind, bringt zwar der SVP Stimmen, aber keine politischen Lösungen (Der nächste Zweisitzer-Jagdflugzeug-Kauf ist längst in der Schweizer Drohnen-Diskussion angekommen).

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Dietmar Moews Kopie nach Caravaggio

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50 Jahre ASPEKTE Salonpersonnage und Staatsschranzen im ZDF

Oktober 16, 2015

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Vom Freitag, 16. Oktober 2015

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Ja, ich erinnere mich durch persönliche Bekanntschaften an die genialen Gerd Winkler (Jean Paul) und Walther Schmieding (russische Emanzen) – Mitgründer dieser ZDF-Staatskunst-ZDF-Serie – seit 1966.

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Dietmar Moews entwarf im Jahr 1972 den Hafen von Insel Norderney – der wurde danach 1974-1977 ausgebaut

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Das war noch, als die Verbändeorganisation des Deutschen Kulturrats und die Klientelisierung von Kunst und Künstlern, in einen kulturindustriellen Steuerungsapparat, nicht hermetisch eingeschwungen worden waren (dann kam ab 1968 die Kulturpolitische Gesellschaft Hagen und die SPD-Kunsterzieher, Goethe-Institute und die KUNSTERZIEHER-Verbandszeitschrift „Kunst+Unterricht“):

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aspekte – das heißt Staatskunst vom Staatssender – Staatsfernsehen mit Staatskunst – was soll das sein? Bundeswehr? Salonpersonnage?

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Im Namen der GG-Idee „Freiheit der Kunst“ wurde ein sozialdemokratisches Parteischranzen-Personalsystem herbeiorganisiert:

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Aus der Funktion der staatlich allokatierten Betriebskunst wurde über den Modus „Freiheit der Kunst“ ein staatliches Personalsystem, in dem der SALON von ehedem nunmehr nicht von echten SALONKÜNSTLERN abgefüllt wird, sondern von einer SALONPERSONNAGE, die als unechte Künstler, nunmehr die Staatsförderungen und Dienstklassen-Künstlerrollen abgetreten erhielten. Es sind Juristen (Klaus Staeck) oder Juristen (Olaf Zimmerman) oder Möbelhändler (Heinz Holtmann) oder Judy / Gerd-Harry SED-Staat usw. FOLGE:

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Vollständige Marginalisierung der Kunst in der Gesellschaft durch die unechte Salonpersonnage:

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Wo immer man im Zusammenhang mit zeitgenössischer Kunst hinkommt, sind diese unechten Kunstleute (Artmen) die „Gatekeepers“. Wo immer man hinkommt wird unwichtige schlechte Kunst herausgestellt und von selbst als „hochkarätige“ Kunstfachleute zu SPD-Zwecken zertifiziert, dass es nur so brummt: Günter Grass, Siegfried Neuenhausen, Willy Weinbrand und Bernt Engelmann usw. Thomas Grochowiak, Joseph Beuys und P 1, Villa Massimo oder Cité Paris sind bis in den letzten Winkel von der Salonpersonnage abgegriffen – WAS MACHT DIE KUNST?

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Natürlich – PICASSO stand schon 1950 als das Oberflächengenie des 20sten Jahrhunderts fest (indem die riesigen PICASSO-Bildbände vom Jahrhundert-Genie schwadronierten). Natürlich ist DAVID HOCKNEY der britische POP-Maler 1000 mal genialer.

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1986 Angela Hoffmann („Tin Tubs Talking Talking“) und Dietmar Moews („Die Hunde“)

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Dietmar Moews meint: Es ist genügend musikalische Musik, sind genügend gut ausgebildete Instrumentenmusiker, gibt genügend musikgeschichtliche Literatur und Spielstätten – es sind genügend Museumssammlungen offen, die das Kunstbedürfnis mit alter Qualitätskunst befriedigen und bedienen.

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Ich erhalte täglich bestätigt für den soziologischen Befund, der von einer lebenslangen Berufserfahrung als hochbegabter Künstler sprechen darf, wie öde die Salonpersonnage und staatliche Direktion nicht liefert, wofür aber Steuerzahler zahlen (das geht geradezu föderal bis in den lokalen deutschen Kunstverein hinab):

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Christoph Blocher – Schweizer Erfolgsmensch und Kunstförderer

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BEISPIEL: Museum LUDWIG in Köln hat mit der Ausstellung DAVID HOCKNEY über 200.000 Euro an Eintrittsgeldern verdient, aber insgesamt Hunderttausende Verluste produziert durch die völlig unattraktiven Salon-Künstler-Promotion-Ausstellungen im zurückliegenden Jahr in Köln.

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Albert Anker größter Schweizer Meister

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Albert Anker Meistermaler aus Bern bei Oskar Reinhart in Winterthur

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Die Neue Zürcher Zeitung hatte gestern ein gelungenes Gegenbeispiel, mit der Ausstellung im MUSEUM WINTERTHUR in der SCHWEIZ, wo die bedeutende Privatsammlung von CHRISTOPH BLOCHER (Privatsammler / erfolgreicher Unternehmer / SVP: ambitionierter Schweizer Politiker) bei dem großen Schweizer Kunstsammler Oskar Reinhart, gezeigt werden:

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Der Sammler

Oskar Reinhart (1885–1965) war einer der bedeutendsten Kunstsammler der Schweiz und Spross einer Winterthurer Handelsdynastie. Seine Mutter Lilly Reinhart-Volkart (1855–1916) brachte die Firma seines Grossvaters, die 1851 gegründete «Gebrüder Volkart», in die Ehe ein. Sein Vater Theodor Reinhart (1849–1919) baute das Unternehmen aus und leistete erfolgreiche Pionierarbeit im Handel zwischen Indien und Europa.

Oskar Reinhart begann schon 1907 während seiner Ausbildung Druckgraphik alter und neuerer Meister zu sammeln und erwarb nach dem Tod des Vaters den Kern seiner Gemäldesammlung. Bis 1924 war er aktiver, bis 1939 nur noch stiller Teilhaber der Handelsfirma «Gebrüder Volkart». So konnte er sich ausschliesslich seiner Kunstsammlung und verschiedenen öffentlichen Gremien wie der Eidgenössischen Gottfried Keller-Stiftung widmen, während sein Bruder Georg (1877–1955) die Geschicke der Firma bis 1952 leitete. 1924 erwarb Oskar Reinhart die Villa «Am Römerholz», die er zu seinem ständigen Wohnsitz umbaute und mit erlesenen Kunstwerken ausstattete.

1936 verhalf Reinhart dem Münchner Kunsthändler Fritz Nathan zur Flucht in die Schweiz. 1941 bemühte er sich zusammen mit Fritz Nathan und Walter Feilchenfeldt, auch der Witwe von Max Liebermann die Emigration in die Schweiz zu ermöglichen. Zudem war er während der ganzen Herrschaft der Nationalsozialisten darauf bedacht, keine Kunstwerke aus zweifelhaften Quellen zu erwerben. Schliesslich gründete er unter dem Eindruck der politischen Ereignisse am 10. Oktober 1940 in Winterthur die «Stiftung Oskar Reinhart», in die er seine Werke deutscher, österreichischer und Schweizer Künstler des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts einbrachte. Wegen der Kriegswirren wurde das für die Stiftung zum Museum umgebaute alte Gymnasium am Stadtgarten erst 1951 eröffnet. Den Bestand an altdeutscher, niederländischer, englischer, italienischer, spanischer und französischer Malerei, der in seinem privaten Domizil «Am Römerholz» verblieb, gelangte nach Reinharts Ableben 1965 an die Eidgenossenschaft, seine graphische Sammlung vermachte er testamentarisch der «Stiftung Oskar Reinhart».

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Mit Christoph Blochers (rund 90) Bildern zu seinem 75-jährigen Geburtstag im MUSEUM Oskar Reinhart in Winterthur, von dem sensationellen Berner Meistermaler Albert Anker, Ferdinand Hodler, Giovanni Giacomettis, Felix Vallotton und Giovanni Segantini u. a. werden in Winterthur täglich Rekord-Besucherzahlen erreicht.

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Hans Boeckh Meistermaler

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Dass das ZDF für den Jahrestag „50 Jahre ASPEKTE“ die Kulturindustrie bedienen muss, weil sie sich in die Medienrelevanz einklingen zu sollen und zu können meint – dazu Charlotte Roches Fickbücher vorzustellen, die ohne viele Gedanken redet und redet und schreibt und soweiter wenn sie nicht gestorben sind, ficken sie weiter (ZDF-Quatschkopf: „Noch mehr tolle Autoren auf der Frankfurter Buchmesse entdecken“):

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Dietmar Moews, der Maler, mit Hans Joachim Friedrichs im ZDF Sportstudio 1978

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DICHTEN und DENKEN? Nie gehört. Aber – natürlich, KERMANI hat den Friedenspreis verdient, wird behauptet, Warum? Wieso? Haben wir vielleicht Kriterien einer solchen Beurteilung beim ZDF? Nein – Fehlanzeige.

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Aber was ist jetzt mit dem Spagat: Qualität / Buchindustrie? Und was ist mit dem Spagat: Holzbuch / Kindle digital und Hörbücher? Achja, Holzbuch wächst angeblich nach Umsatz- und Stückzahl, Digitalbuch geht zurück bzw. stagniert. (Eine Tüte Buchstaben-Nudeln für das Holzbuch).

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Neue Sinnlichkeit, seit 1979 in loser Folge Blätter von Dietmar Moews

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Ja, da hat ZDF natürlich nichts zur Qualitätsfrage, sondern den SATZ der Literatur, der beim ZDF zählt (der Quotensender) gebracht: Den UMSATZ.

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Und dann aspekte des OBOE-Karaoke mit Albrecht Mayer – Mensch Meier: eine glatte Konserve, mit Potsdamer Kammermusikern statt einer Livemusik.

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Dietmar Moews StillebenÖl auf leinwand

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Dietmar Moews Tryptichon Öl auf Leinwand

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Dietmar Moews Stilleben Öl auf Leinwand

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Ja, da hat ZDF natürlich nichts zur Qualitätsfrage, sondern den SATZ der Literatur, der beim ZDF zählt (der Quotensender): Der UMSATZ.

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Tryptichon Dietmar Moews Öl auf Leinwand

 

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Dietmar Moews 1991 in TUCUMAN

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Kunstmuseum Bern: Der Maler ALBRECHT ANKER

September 1, 2015
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vom Dienstag, 1. September 2015

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Albrecht Anker 1877 „Maurice Anker mit Huhn“ Öl auf Leinwand

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Albrecht Samuel Anker (1831 in Ins, Kanton Bern, geboren, 1910 in Bern, Schweiz, gestorben) war ein genialer Schweizer Maler, Grafiker und Genremaler des schweizerischen Volkslebens.

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Albrecht Anker (oft auch als Albert Anker bezeichnet) war aus heutiger Sicht der herausragende Meister der Malerei seiner Zeit.

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Anker ist in jeder Hinsicht sensationell, besonders mit unseren heutigen Augen, wo das meist aufgelöst Hingehuschte aus dem 19. Jahrhundert längst nicht mehr trägt, wird Ankers Genie deutlich. Es lohnt der Vergleich mit dem sehr begabten deutschen Kleinmeister und Zeichner Wilhelm Busch aus Niedersachen.

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Die vom Kunstmuseum Bern herausgestellten Picasso, Dali, oder momentan Toulouse Lautrec, müssten lange stricken, um in die Nähe der Malereiqualität von Albrecht Anker zu kommen.

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Anker war ein „großer Meister“ und ist keinesfalls wertend mit dem Begriff „Volksmaler“ anzusprechen.

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Anlässlich eines Besuchs bei der Präsidentin der Otto-Nebel-Stiftung und Kuratorin des Kunstmuseums Bern in Bern, Frau Dr. Therese Bhattacharya-Stettler, vergangene Tage, habe ich auch im Kunstmuseum Bern die aktuelle Ausstellung Toulouse Lautrec und seine Photo-Beziehungen besucht, ABER:

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(Neben dem immer wieder bedenkenswerten psycho-pathologischen Pflegefall und „Phantasie“-Zeichner Adolf Wölfflin im Kunstmuseum Bern war der absolute HAMMER:

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Albrecht Anker.

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Der Maler Albrecht Anker ist in Bern mit seinem wesentlichen Bestand an Ölbildern vertreten und in einem großen, sehr eindrucksvollen Raum gehängt.

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Die in dieser Lichtgeschwindigkeit 5832 gezeigten Werke befinden sich teils im Kunstmuseum Bern, teils an anderen Orten, auch in Privatbesitz.

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Wer Augen hat, staunt.

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Die gegenständlichen Bilder sind von bestechender Abstraktion der dargestellten Ensembles. Die Bilder sind dicht durchgemalt. Die dargestellten Menschen, oft Kinder, sind lebensecht und haben genial erfasste moderne Gesichts- und Körperausdrücke. Man kann sich kaum satt sehen.

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Denn moderne Gesichter sieht man in der Malerei ganz selten seriös gemalt.

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Damit ist auch klar, dass Albrecht Anker keine unmittelbaren Vorbilder hatte.

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Albrecht Anker 1868, „Trinker“ Öl auf Leinwand 69cm / 50cm

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Albrecht Anker  1885, „Betagt“ Öl auf Leinwand  82cm / 63cm

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Albrecht Anker 1877 „Akt“ Öl auf Leinwand 17cm / 45cm

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Albrecht Anker 1865 „Badende“ Öl auf Leinwand 64cm / 123cm

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Albrecht Anker 1869 „Ruedi Anker auf dem Totenbett“ Öl auf Leinwand

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Albrecht Anker 1873 „Kinderbegräbnis“ Öl auf Leinwand 111cm / 171cm

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Albrecht Anker 1867 „Die Bauern und die Zeitung“ Öl auf Leinwand 64cm / 80cm

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Albrecht Anker 1864 „Gemeindeschreiber“ Öl auf Leinwand 64,5cm / 51cm

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Albrecht Anker 1881 „Schulknabe“ Öl auf Leinwand  56cm / 42,5cm

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Albrecht Anker 1875 „Marie Anker mit Hampelmann“ Ölskizze

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Albrecht Anker  1877 „Stilleben mit Kaffee und Cognac“ Öl auf Leinwand 34cm / 46cm

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Albrecht Anker 1883 „Tee mit Schmelzbrötchen“ Öl auf Leinwand

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Albrecht Anker  1898 „Stilleben mit Bier und Rettich“ Öl auf Leinwand 32,5cm / 52cm

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Albrecht Anker 1891 Aquarell Mischtechnik auf Papier 16,3cm / 12,7cm

 

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Albrecht Anker 1908 „Selbstbildnis“ Öl auf Leinwand 48cm / 38cm

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Anker zog 1854 nach Paris. Er wurde Schüler des Schweizer Malers Charles Gleyre, bei dem ab 1861 Pierre-Auguste Renoir studieren würde. Zwischen 1855 und 1860 besuchte er die École nationale supérieure des beaux-arts de Paris und war von 1859 bis 1885 im Pariser Salon regelmässig mit seinen Bildern vertreten. Zwischen 1856 und 1862 reiste er in die Bretagne, in den Schwarzwald und nach Italien, worauf mehrere Reisen nach Italien, Deutschland, Frankreich und Belgien folgten.

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Anker war Goldmedaillen-Preisträger in Paris (s. auch Therese Bhattacharya-Stettler über Albrecht Anker).

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1866 wurde er Mitglied der „Gesellschaft Schweizerischer Maler und Bildhauer“. Anker arbeitete von 1866 bis 1882 als Fayence-Maler. Von 1870 bis 1874 war Anker Mitglied des Grossen Rates des Kantons Bern und setzte sich dort für den Bau des Berner Kunstmuseums ein, das 1873 eröffnet wurde.

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Albrecht (Albert ist die frankophone Benennung) Anker wurde für seine Werke vielfach geehrt, so war er Mitorganisator der Schweizer Abteilung an der Weltausstellung Paris 1878, wurde im gleichen Jahr zum Ritter der französischen Ehrenlegion ernannt und 1888 in die Eidgenössische Kunstkommission gewählt, an der er bis 1892 sowie von 1895 bis 1898 tätig war. Von 1891 bis 1901 war er Mitglied der Eidgenössischen Kommission der Gottfried-Keller-Stiftung. Am 17. November 1900 wurde er mit dem Ehrendoktor der Universität Bern ausgezeichnet.

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Die großen Namen seiner Zeit, in etwa Manet oder Courbet, Segantini oder die Impressionisten Monet usw. auch nicht Picasso und die picassesken Modernismen, sind so hoch, so sensibel und geschmackvoll wie Albrecht Anker.

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Dietmar Moews meint: Ein ganz großer Meister, den die Schweiz hervorbrachte: Albrecht Anker.

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Herausragend seine modernen Gesichter – selbst die der dargestellten Kinder oder bei den Genre-gekleideten Personen – sind hervorragend und einzigartig. Die Gesichter sind modern abgeklärt (abgebrüht), gewissermaßen illusionslos – das Kind mit der Puppe könnte ebenso ein I-Pad halten. Der Zeitungsleser gibt nicht den alphabetischen Poser, sondern einen beiläufigen modernen Zeitungsnutzer.

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Ankers Inkarnat ist unglaublich schön – z. B. den Ausführungen von den etwas älteren deutschen Meistern Philipp Otto Runge und Caspar David Friedrich eine Klasse überlegen. Dabei findet sich die Lebendigkeit und Liebenswürdigkeit von Runges „Hülsenbeckschen Kindern“ bei geradezu fast allen Kinderdarstellungen Ankers.

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Die meisten Kompositionen sind unter Lebensmaßstab in der Darstellungsgröße, ähnlich den Maßstäben des viel älteren Franzosen Jean-Baptiste Chardin.

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Das Berner Kunstmuseum hat vor geraumer Zeit erstmalig eine besondere Erfassung des Werkes des großen Meister Albrecht Anker veröffentlicht, unter der Federführung von der Berner Kustodin Dr. Therese Bhattacharya-Stettler (die Fachfrau für Otto Nebel).

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Die stets wachsende und sich wandelnde Sammlung der Schweizer Bundeshauptstadt Bern reicht von der Gotik bis zur Gegenwart und besteht derzeit aus über 3’000 Gemälden und Skulpturen sowie rund 48’000 Handzeichnungen, Druckgraphiken, Fotografien, Videos und Filmen.

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Die Sammlung preist sich selbst mit Monet, Hodler, Picasso, Giacometti, Rothko, Dali und hat Albrecht Anker nicht ganz vorne stehen – das ist unbegreiflich.

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Das Kunstmuseum Bern ist das älteste Kunstmuseum der Schweiz mit einer permanenten Sammlung.

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Damit ist sie nicht nur eine der wichtigsten und vielfältigsten Sammlungen in der Schweiz, sondern besitzt vor allem dank den Werkgruppen der Klassischen Moderne internationale Bedeutung.

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Aufgrund von Aufbauarbeiten, wird die Sammlung zur Zeit auf beschränktem Raum gezeigt.

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Dietmar Moews in der Schweiz

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Totensonntag mit EUAN UGLOW unter Lebenden

November 23, 2014

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am Sonntag, 23. November 2014

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Heute kann über einen Museumsbesuch in Münster erzählt werden, mit dem eine bedachtsame Totensonntagbenutzung zum Zuge kam.

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Totensonntag, der in den Kalender der Allgemeinheit eingetragene Toten-Gedenktag, hat in der Brauchtumsveränderung, vom Familiengrab zur Ascheverstreuung oder zum anonymen Urnenfriedhof im Wald, doch für jeden Menschen eine persönliche Evidenz.

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Aus der individuellen sozialen Lage heraus ergeben sich soziale Begebenheiten, dass andere über Tote und den Tod sprechen möchten oder dass man selbst was über demnächst Sterbende, bereits Gestorbene oder über den Tod reden möchte oder überhaupt mit irgendwem über irgendetwas reden möchte – wenn Sonntag ist.

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Zwischen „keine Zeit für Sowas“ und „keiner hat Lust zu Reden“ oder eigenen esoterischen Farben und Stimmungen, wenn es um Leben und Tod geht, finden dann Totengedenken, Verlustbeklagung, Angstbeschwörungen wie auch Verbrüderungen und Verschwesterungen unter Lebenden: „So jung kommt man nie mehr zusammen“ zum Anklang.

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Manchmal ist es mehr als nur die anwachsende Streichliste, der im vergangenen Jahr verlorenen Zeugen des eigenen Lebens.

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Oft sind es auch diejenigen zwar längst nicht Gestorbenen, aber in geschwächter sozialer Lebensweise immer mehr schwindenden. Man hört weniger. Die Balance der Verhaltensökonomie wird auf unbeweglichere, sicherere Weisen gestellt, während früher Leichteres umherflog oder in kindlicher Leichtigkeit die für Momente völlige Todesferne ausdrückte.

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Ich habe heute das neueröffnete Kunstmuseum LWL in Münster, die Malerei-Ausstellung „Das nackte Leben“ und den Dom besichtigt.

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EUAN UGLOW Akt im Liegestuhl Öl auf Leinwand

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Das Landesmuseum Westfalen-Lippe für Kunst und Kultur („LWL“) umfasst Kunstgegenstände vom frühen Mittelalter bis heute. Man kann in dieser Sammlung alle wichtigen Kunststile mit hervorragenden Einzelwerken kennenlernen. Dazu kommt der traditionell mit dem LWL verbundene Kunstverein, der die aktuelle Ausstellung und Publikumsprogramme organisiert. Träger sind Land NRW und die Stadt Münster sowie die Bürger privat.

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Den Museums-Neubau hat der Berliner Architekt Volker Staab entworfen. Der Entwurf Staabs legt zusätzliches Gewicht darauf, dass sich der Neubau in die vorhandene kleinteilige Bebauung einfügt. Durch einen neuen Vorhof am Domplatz, durch innere Lichthöfe und ein großzügiges Foyer soll das Erdgeschoss des Museums in die innerstädtische Wegführung einbezogen werden. Auch optisch will sich der Neubau mit seiner Sandsteinfassade bzw. hellen Kunststeinwände am baulichen Umfeld orientieren.

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Das auf geschmackvolle Reize abgestimmte Raumordnungskonzept der Umgebung des Münsteraner Doppel-Chor-Doms (mit dem Denkmal des Graf August Clemens Kardinal von Galen) und einem sensationellen Glockengeläut, steigert mein Lebensgefühl. Der momentan hellfarbene alte frühromanische Dombau geht auf die christliche Frühzeit des Constantin zurück.

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Der Museumsneubau ist hervorragend einplaziert im bestehenden Raumensemble. Aber es hat Herr Architekt Staab einen Baukörper gegliedert, der mit völlig klaren Fluchten, hellen einfarbigen Kunststein-Sichtbetonwänden, funktionierende Portaleingänge an mehreren Seiten, freundlich empfängt – dazu ein reichliches, gut gekleidetes Münsteraner Publikum.

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Durchsichtigkeit aus allen möglichen Ein- und Ausblicken zu den weitest barrierefreien gewidmeten Räumen, vom Foyer,Treppenaufgänge, Bibliothek, Museumsshop, hervorragende Caférestaurant mit einer wunderbaren Auswahl an Spitzen-Sahnetorten, frisch, meisterlich und eigenartig (Maracuja mit Pfefferminz-Sahne – sehr besonders die doppelwandige Jena’er Glastasse), Funktionsräume, Garderoben, Toiletten, in die variablen Ausstellungsräumen:

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Ab der Eröffnung, ab 8. November 2014, der neuen Ausstellung von Bildern gegenständlicher Malerei aus London, seit etwa 1930, noch aktive Maler und längst tote: „Das nackte Leben“

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Die internationale Gruppenschau (bis 22.2.15) eröffnet das Ausstellungsprogramm und weiht die knapp 1.000 Quadratmeter großen Sonderausstellungsräume im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ein.

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Diese erste große Kunstausstellung widmet sich der gegenständlichen Malerei in London mit Arbeiten von Francis Bacon, Lucian Freud, Frank Auerbach, Leon Kossoff, David Hockney, Richard Hamilton, Euan Uglow und anderen. Zu sehen sind rund 120 Arbeiten von 16 Künstlern, die zu den Meistern der figurativen Malerei des 20. Jahrhunderts gehören. „Wir freuen uns, dass wir Leihgaben aus den USA, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien, den Niederlanden und aus Deutschland in unser neues Museum holen konnten“, sagte LWL-Direktor Matthias Löb am Mittwoch.

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Die Ausstellung wird das internationale Profil des Hauses schärfen und es unter den wichtigsten deutschen Kunstmuseen positionieren.“

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Dietmar Moews meint: Liebe Leserinnen und lieber Leser hier, meine Empfehlung zum Totensonntag:

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Gehen sie in eine interessante Kunstausstellung – interessant, wo es für Sie etwas zu sehen gibt, das Sie sehenswert finden.

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Für mich waren es in Münster – zum Beispiel im Vergleich zu Bonner Kunsthalle und der dortigen läppischen Restaurant-Café-Peinlichkeit – das wunderbare, barrierefreie neue Kunstmuseum LWL, mit perfekter Beleuchtung, dezenten, manchmal in den Ausstellungs-Sälen etwas willkürlichen Wandtönungen (tiefrot vor überlebensgroßen gothischen Sakralfigur-Skulpturen auf kippligen, viel zu schlanken Rundsockeln und aber wunderbaren Terrazzo- und dunklen Holzböden, in den Treppen-Kunststeinwandungen eingehöhlte Handläufe –

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mehrere großformatige Meistermalereien aus der großen 1960er und 1970er Popzeit von David Hockney (geb.1939) – sein bestes Gemälde (in Ewigkeit für diesen Maler) mit dem Vermeer-Fenster-Anschnitt genialer Lichtfärbung (dann sehen auch Idioten, die Qualität im Vergleich zu dem Schwulen auf der grünen Liege, wo er sich nicht annähernd so viel Mühe gegeben hat) und sowie

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von dem mir bis dahin nicht geläufigen hervorragenden Malers Euan Uglow* (1932-2000), NEUENTDECKUNG in Deutschland, mit Nähe zu Karl Hofer und Richard Diebenkorn – siehe ganz unten und Abbildung auf der Einladung und den Eintrittskarten

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sowie dem im hohen Alter noch zu einer ganz beachtlichen (Willi-Sitte-) Farbfleischlichkeit und meist etwas peinlich gefriemelten Akten gekommenen Lucian Freud,

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dem von mir stets farblich als plump empfundenen Francis Bacon,

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dem in der 1960ger Popart-Malerei führenden R.B. Kitaj oder mit Alan Jones als lokalfarbigem Briefmarken-Designer

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sowie einigen Kunstgewerblern, die an die Neue Sachlichkeit erinnern und an Hausfrauenkunst des Giso Westing in Braunschweig.

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12 Euro Tageskarte.1 Euro Garderobe, 6 Euro Torte und Capuccino.

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*EUAN UGLOW (1932-2000): Die Schau ist in sechs thematische Räume gegliedert, die zum Beispiel dem Umgang der Künstler mit dem Material, ihrer Auseinandersetzung mit klassischen Gattungen und ihrer Arbeitsweise gewidmet sind.

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Hier sieht man in einer Vitrine einige der Fotos, nach denen Bacon malte, manchmal riss er alles Überflüssige ab, so dass nur eine Figur blieb. Hier sieht man Skizzen und Zeichnungen von Auerbach und Kossoff. Und zu Euan Uglows Bild „Flour Man“ ist das Modell ausgestellt, eine Plastik-Werbefigur von 1964.

Uglow liefert auch mit „The Diagonal“ (1971-77) das Plakatmotiv der Ausstellung. Man sieht eine nackte Frau auf einem Klappstuhl. Sie hat erkennbar die Muskeln angespannt, der Körper berührt den Stuhl nur an zwei Stellen. Das sieht ästhetisch aus – aber der Künstler wollte, wie der Bildtitel schon sagt, vor allem eine ungewöhnliche Diagonale darstellen. Wenn man genau hinsieht, findet man im Bild Punkte und Hilfslinien, die den konstruktivistischen Charakter des Werks betonen. „Es hätte auch ein Brett sein können“, sagte Uglow. Aber ein Mädchen sei interessanter. Und diese irgendwie sehr britisch ironische Doppeldeutigkeit zeigt eine andere Facette des „nackten Lebens“.

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He was a figurative painter of what has been called the School of London, and his reputation was built on hard-won images, on relentless looking and describing. His art was founded on empirical measurements, on constant revisions, on a technique that was anything but flashy. His paintings bore the imprint of his repeated returns to the minutiae of observation.

Almost 50 paintings, spanning a half-century, the earliest dated 1949, the last left unfinished in the artist’s studio at his death, are now at the Abbot Hall Art Gallery in Kendal. It is a fascinating show, of an artist who seems more peculiar as time goes by. Uglow was a student at the Slade of William Coldstream, whose own life paintings had about them a chilling air of self-denial, and Uglow went on to develop Coldstream’s approach through his own years of teaching in the same art-college life room. To me, it always smelled like a death room; every year a new crop of belated Euston Road painters would emerge from it, their pallid painted figures nicked with little registration points and tiny painted crosses, like so many torture victims, done-over in shades of umber and grey.

A style like any other, this was and is a look masquerading as a moral quest. About it all hangs an air of futility, and a sense of something murdered: Cézanne with the vitality strangled out of him, Walter Sickert neutered, David Bomberg’s obstreperous painterliness turned into a kind of dry accountancy. Here, the act of looking and recording is presented as a joyless test.

Uglow’s own paintings are, on the other hand, often colourful, but it feels like studio colour rather than the uncontrollable colour and light of the world. His blues are always the same blue, the reds and pinks invariably mixed from the same base hues, whether he is painting skin, the studio floor tiles or the decorated facade of a church in Cypress. Not that Uglow ever used much paint in any case. Like so much else in his art, touch is suppressed and pleasure is deferred. In the end, there is something fussy about Uglow’s art. He lets you see all his difficulties, all those mechanical notations, the surveyor’s plot-lines under the paint. This is an irritating affectation, and I find it hard to ignore his tiresome marginalia. It is as if he wanted us never to forget how much trouble he had.

He had a real thing for putting a naked model in an awkward pose. For session after session, he would seat her uncomfortably on a folding chair, make her lie on a stool too small to support her legs, or insist that she stand, hour on hour, bent over with her hands on her knees, her face directed to the floor. Uglow made huge demands on his models, but his art suggests that he regarded this as nothing to his own labours.

Uglow liked a good shape, but always took the hardest route to achieve it. He either didn’t trust pure imagination, or it was too volatile and dangerous for him. Clearly, the act of painting, and ordering his perceptions, meant more to Uglow than the painting itself. He insisted that he looked at a live model no differently from any other kind of object. This is ridiculous and self-deluding. His paintings tell another story. He takes long hard looks at nipples, bums and pubic hair.

His paintings have in them something of the quietude of Giorgio Morandi, but they entirely lack Morandi’s vitality, that tremor of life and presence. I think there is more human warmth in a dusty little Morandi painted pot than in most of Uglow’s figures, which often look more like folded card models of aeroplanes than human beings. When, occasionally, Uglow wanted us to see what a fun guy he really was, he would paint a novelty toothbrush as though it were a person (the green brush has breasts and an arse, and stands on little feet), or ask the model to pose in a way that he thought echoed the Japanese bridge in one of Monet’s waterlily paintings. Instead, the model looks dead, or like a discarded marionette.

Uglow’s paintings often took a very great deal of time. Many of them took years. Maybe he was measuring time as well as his perceptions. Models age, and fruit withers. The Spanish „realist“ painter Antonio Lopez Garcia spent an entire summer trying to paint a quince tree, and failed because the fruit would insist on ripening and dropping, the leaves shifting and curling. Despite all his efforts, he couldn’t get it right. Victor Erice’s 1992 film, El Sol del Membrillo (The Quince Tree Sun), is a document of the impossibility of the task Lopez set himself, and a celebration of how the world gets the better of us. Lopez used many of the same techniques as Uglow in order to capture his subject exactly – dropping string plumblines between himself and the subject, placing little marker points on bits of paper and pinning them to the tree itself, so as to paint it exactly as it was. But the tree and the weather, oblivious to all this, insisted on constant change. So it was with Uglow’s subjects. His little painting Diary of a Pear recognises this. The damn fruit kept rotting and shrivelling and Uglow kept having to begin again with a fresh pear. Uglow’s models weren’t so lucky. One woman reckoned she spent seven years in the same pose, for a painting which, to my eye, is still unresolved. At least lightbulbs – another Uglow subject – don’t change.

While in Kendal, the director of Abbot Hall, Edward King, showed me some photographs he had taken of the dwelling-cum-studio where Uglow lived and worked in south London. One is struck by its asceticism, and at the same time by the accumulation of characterful junk Uglow kept about him. In the interview with Martin Gayford included in the catalogue, Uglow remarked, defiantly: „I’m not a pop artist. I don’t have a television. I’ve got a wind-up gramophone that’s gone kaput. I have a wireless.“ He slept on a single iron bedstead, with an old chair as a bedside table. He cooked on a 1920s stove and sat at an improvised table. Around him were the home-made backdrops and props of his paintings, the string plumblines and horizon lines that hung from rafters to floor and across portions of the studio. The floor, too, was marked with tape and paint, indicating where chairs must be placed, feet positioned, the easel angled for those interminable poses. It was a place of almost monastic dedication, perserverence and repitition. Maybe Uglow had somewhere more homely to go where he led an even more private life, but I don’t know of it. If he created sets and backdrops for his paintings, so did he for himself.

It is as if Andrei Rublev, the Russian icon painter pitted against the unbelievers in the 1969 Tarkovsky movie, had moved to the Steptoe gaff. Uglow was once taken by David Sylvester to meet Giacometti in Paris in the 1950s; perhaps Giacometti’s existential atelier (recorded by his biographers as a total mess of plaster dust and fag ash) provided Uglow with his model and his style. Perhaps he later saw no reason to change, having charged himself with a certain crazy duty to his art, one that he believed required a particular kind of total vigilance. For some reason, all this strikes me as horribly bleak, and more than a little disturbing. So does Uglow’s art, with its rules, its measurements, its endless difficulty, its unsmiling pleasures.

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