KIPPA-Feinde, Majoritäts-Mob, Anarchieanspruch, Bildungsschwäche, Gewaltmonopol, Selbstjustiz gegen jüdischen Professor in Bonn

Juli 19, 2018

Lichtgeschwindigkeit 8312

am Freitag, 20. Juli 2018.

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Hitler in Springe am Deister

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Der Anlass ist schlimm genug und erschütternd:

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In Bonn wurde am helllichten Tage ein freier Bürger von einem fremden Gewalttäter angegriffen.

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neues deutschland titelt am 16. Juli 2018:

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„US-Professor klagt über Polizeigewalt“

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Ich hebe hier heraus, wie dilatorisch die deutsche LÜGENPRESSE mit dieser Nachricht umgegangen sind. Zunächst hieß es: antisemitischer Anschlag auf Kippa-Träger mitten in Bonn. Als dann die Polizeigewalt hinzukam, verstummten die Großmedien:

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„Jüdischer Wissenschaftler wirft Bonner Beamten Lüge vor. Bonn. Der jüdische Professor, der nach einem antisemitischen Angriff in Bonn irrtümlich von der Polizei für den Täter gehalten wurde, wirft den Polizisten „brutale Polizeigewalt“ und „Lügen“ vor. Die Beamten hätten ihn zu Boden geworfen und ihm mehrmals ins Gesicht geschlagen, sagte der in den USA lebende Philosophieprofessor gegenüber Medien. „Ich war geschockt, und ich rief: Ich bin die falsche Person“, berichtete der Mann. Zu dem Vorfall kam es am Mittwoch im Bonner Hofgarten, nachdem ein 20-Jähriger dem Professor die Kippa vom Kopf geschlagen hatte. Die eintreffende Polizei hielt den Professor dann für den Täter und attackierten ihn ebenfalls. Sie gab an, er sei auf ihre Zurufe hin nicht stehengeblieben und habe sich dann gewehrt. Der Professor bestreitet scharf, Gegenwehr geleistet zu haben. „Ich war nicht zu 100, sondern zu 500 Prozent passiv, ich habe nichts gemacht“, erklärte er. Den Beamten warf er weiterhin vor, dass sie versucht hätten, ihn von einer Beschwerde abzubringen. (Agenturen)

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neues deutschland auf Seite 6:

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„Jüdischer Professor wirft Bonner Beamten Polizeigewalt vor.

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US-Amerikanischer Wissenschaftler bezeichnet Darstellung der Polizei als „Lüge“ – man habe ihn zudem von der Beschwerde abbringen wollen.

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„Erst wurde Jitzchak Melamed in Bonn von einem Antisemiten attackiert, dann schlugen aufgrund eines Missverständnisses Polizisten auf ihn ein. Der Wissenschaftler kritisiert nun die Beamten scharf. …

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Jitzchak Jochanan Melamed schreibt in einem offenen Brief, die polizei würde über den Fall „Lügen“ verbreiten.

Bei dem Vorfall hatte zunächst ein 20-jähriger Deutscher mit palästinensischen Wurzeln den US-Amerikaner beschimpft, ihm die Kippa vom Kopf gehauen und ihn geschlagen. Als die Polizei – laut Melamed erst nach 20 Minuten – eintraf, hielt sie zunächst fälschlicherweise den Professor für den Täter, überwältigte ihn und schlug ihm mehrfach ins Gesicht. Dafür hatte sie sich bereits entschuldigt. In ihrer Pressemitteilung schrieb sie zugleich auch, Melamed habe nicht auf ihre Zurufe reagiert und habe sich gewehrt.

Das weist der US-Amerikaner scharf zurück. Er schildert die Ereignisse so: Die Polizisten seien direkt auf ihn losgegangen, er habe kaum noch atmen , geschweige denn Widerstand leisten können. Er habe lediglich gerufen, dass er der Falsche sei. Die Beamten hätten ihm auf den Rücken Handschellen angelegt und ihn Dutzende Male ins Gesicht geschlagen, so dass er blutete. Nachdem ihm die Handschellen wieder abgenommen worden waren, habe einer der Polizisten gesagt: „Legen Sie sich nicht mit der deutschen Polizei an!“ Darauf habe er geantwortet, dass die deutsche Polizei 1942 seinen Großvater, seine Großmutter, seinen Onkel und seine Tante ermordet habe. Er habe keine Angst mehr vor der deutschen Polizei.

Auf der Polizeistation hätten die Beamten dann eineinhalb Stunden lang versucht, Melamed von einer Beschwerde abzuhalten …“

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P. S. Der Herr Melamed war als Gastredner einer offiziellen Einladung nach Bonn gefolgt. Herr Melamed konnte seinen öffentlichen Vortrag in Bonn mit 45 minütiger Verspätung halten.

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Gleichzeitig berichtet die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, 19. Juli 2018, Seite 5:

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„Angriff auf Kopftuchträgerin. Der Angriff auf eine Kopftuchträgerin in Heilbronn hat Spekulationen in ausländischen Medien verursacht. Am Dienstag war ein 30-jähriger Mann mit einer Luftdruckpistole in eine türkisch geführte Bäckerei gestürmt und hatte sechs Schüsse abgefeuert … Der Täter konnte später festgenommen werden. Der Mann wurde noch in derselben Nacht einem Arzt vorgestellt und in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht. … Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft bestätigte … dass auch fremdenfeindliche Motive geprüft würden. …“

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Gleichzeitig berichtet die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, 19. Juli 2018, Seite 28

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„Polizist kämpft um seinen Ruf. Ansbach. Nach den tödlichen Schüssen eines „Reichsbürgers“ auf einen Polizisten im mittelfränkischen Georgensgmünd wurde er vom Dienst suspendiert – nun kämpft ein Hauptkommissar um seinen Ruf. Er wolle in den Dienst zurückkehren, sagte der 52-jährige am Rande eines Gerichtsverfahrens in Ansbach. Und er verwahrte sich gegen den Vorwurf, von der Gefährlichkeit des „Reichsbürgers“ gewusst zu haben … Die Staatsanwaltschaft hatte den Polizisten ursprünglich wegen fahrläsiger Tötung und Körperverletzung im Amt durch Unterlassunng angeklagt. … Landgericht und Oberlandesgericht in Nürnberg sahen jdoch keinen ausreichenden Tatverdacht und ließen die Anklage nicht zu … Das Verfahren wurde am Mittwoch wegen geringer Schuld gegen Geldauflage von 1500 Euro vorläufig eingestellt.“

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BILD.de bringt am 19. Juli 2018 – mit erheblicher Verspätung folgende TITEL-STORY, die anscheinend zunächst auf ANTISEMITISMUS, JUDENHASS, KIPPA-FEIND, AUSCHWITZ-LEUGNER, ISRAELGEGNER abgeklopft wurde und nun eine sehr knappe BILD-Darstellung, mit großen BILDERN, ausmacht:

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„Vor wenigen Tagen griff er einen jüdischen Professor an Juden-Hasser drohte Gruppe mit Klappmesser – Festnahme! „

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von: N. STAMPFLMEIER und M. JÜNGLING veröffentlicht am 19. Juli 2018

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Bonn – Jetzt sitzt der Antisemit aus Bonn ein!

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Bilal Z. (20) wurde am Dienstag von der Polizei festgenommen. Der Grund: Der Deutsche mit palästinensischen Wurzeln hat kurz vor Mitternacht eine Gruppe im Bonner Hofgarten mit einem Klappmesser bedroht.

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Dazu sagte er laut Polizei: „Ich könnte euch alle töten.“ Dann flüchtete er. Beamte nahmen ihn kurz darauf fest – möglicherweise stand er unter Drogen.

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Die hinzugerufenen Polizisten verwechselten das Opfer mit dem Täter, schlugen auf den Professor ein.

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Nach BILD-Informationen wurden nun alle vier beteiligten Beamten bis zur vollständigen Klärung des Sachverhalts umgesetzt, dürfen nur noch Innendienst verrichten.

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Bilal Z., gegen den nach einem Überfall auf einen Bonner Supermarkt im Februar ein Haftbefehl außer Vollzug gesetzt war, sitzt seit Dienstag in einer Zelle.“

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Dietmar Moews meint: Muss die deutsche LÜGENPRESSE eine Ehrenrettung vom „neuen deutschland“ beziehen?

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Ich schiebe zunächst ein:

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Wenn BILD in BILD-Form und BILD-Sinn publiziert, muss man wissen, dass hier die Redaktion darauf zielt, über „SINN+FORM“ Höchstreiz und Höchstprofit zu erreichen.

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Immer, wenn Information und Aufklärung mit diesem PROFIT-Ziel sich nicht zur Deckung bringen lassen, muss Information leiden. BILD ist der Prototyp der LÜGENPRESSE.

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„Einstellungen“ sind mehr oder weniger bewusste Repräsentationen der Außenwelt im Gehirn, die sich im Spannungsfeld zwischen evolutionär geprägten Anlagen und individuellen Erfahrungen im Verlauf des Lebens bilden und unsere Sicht der Dinge und unseren Zugang zu ihnen beeinflussen. Aus diesen Einstellungen entspringen Vorurteile, Sympathie und Antipathie etc. Sie äußern sich affektiv, kognitiv und im Verhalten. Einstellungen bereiten eine Person in einer bestimmten Situation für bestimmte Handlungsweisen vor und beeinflussen unsere Handlungsbereitschaft. Darum ist es wichtig, sie zu kennen. So wird maßgeblich von den Einstellungen der Menschen abhängen und davon, wie man mit diesen umgeht,

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was der dumme Messerstecher sich vorstellt,

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was sich der Kippaträger vorstellt,

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was sich die prügelnden Polizisten vorstellen? (was sonstige Polizisten mit diesen Berichten für sich persönlich anfangen??

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Menschliche Einstellungen sind nicht in Stein gemeißelt, sondern dynamisch veränderbar.

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Updates menschlicher Einstellungen geschehen über ein komplexes Netzwerk im Gehirn alle 0,2 Sekunden. Daher ist es möglich, durch Aufklärung kognitive Einstellungen zu verändern. Allerdings ist die Wirksamkeit „objektiver Information“ auf die mächtige affektive Kontrolle unserer Einstellungen begrenzt. Schwach ausgeprägte („neutrale“) kognitive Einstellungen (also solche ohne starken affektiven Hintergrund) sind durch emotionale Presseberichterstattung nachhaltig beeinflussbar. Will man Einstellungen positiv mittels Aufklärungsarbeit verändern, ist es daher erforderlich, dass dies in einer emotional positiven Atmosphäre geschieht.

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In jedem Fall gilt als Voraussetzung für effektive Aufklärungsarbeit, die vorhandenen Einstellungen zu kennen.

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Wir wissen positiv, dass es einen tradierten Antisemitismus in Europa und speziell in Deutschland gibt.

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Wir wissen, dass es sich dabei um bewusste, aber zusätzlich um latente Einstellungen handelt, die aber in allen sozialen Aktionen in äußeres Verhalten eingehen können.

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Da in Deutschland das Problem ISRAEL, MASSACKER, VERNICHTUNG, Vertreibungskrieg mit der vorhandenen JUDENFEINDSCHAFT zusammenkommt, und anstatt Aufklärung hierzu, mit gewaltiger PROPAGANDA für den MASSAKER-Staat ISRAEL eine falsche ANTISEMITISMUS-Kritik zur Staatsräson durchgesetzt wird, fehlt diesem Übel der emotionale Zugang für Moralität und echte Solidarität.

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Es ist nun bekannt, dass innerhalb der deutschen Polizei folkloristisch reaktionäre Grundpositionen weit verbreitet sind. Dass junge Polizisten vielfältigen rechten Freizeitbeschäftigungen zuneigen, bei KUKLUXKLAN, bei HEIMATSCHUTZ, bei AfD, bei „Recht und Ordnung“, „Blood and Honour“ mitmachen und autoritativen Wertvorstellungen anhängen.

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Hier muss die staatsdienerliche Vorbildrolle verlangt werden – und nazidumme Einstellungen disqualifizieren für den Staatsdienst.

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Ich habe bereits mehrfach in der LICHTGESChWINDIGKEIT betont, dass so wichtige Berufe, wie im deutschen Beamtentum und Staatsdienst, wie den Lehrern und den Soldaten und den Polizisten, erheblich höhere Entgelte gezahlt werden müssen, damit intelligentere Menschen in diese Berufe streben.

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Wer schlechtbezahlte Polizisten hält, bekommt es mit Prügelmob und Verantwortungsflüchtlingen zu tun.

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Wir wissen auch positiv (s. NSU-Döner-Morde), dass deutsche, aber sowieso ausländische Geheimdienste immer wieder Polizei wie auch Staatsanwälte täuschen und durch verdeckte Aktivitäten der Propaganda und Gegenpropaganda, jeden Tag, 24 Stunden lang, arbeiten. Es ist also notwendig, zu recherchieren und weiterhin zu beobachten, ob die Akteure der hier behandelten, publizierten Aktionen der Fremdenfeindlichkeit in Deutschland, die Herren und Damen Kopftuchträgerin, Kippaträger und Kippaschläger, für Geheimdienste tätig waren?

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Was könnten sich deutsche Parlamente und Regierungen zur Aufgabe machen, wenn das Ziel wirklich mündige Bürger durch erleuchtende Bildung zur demokratischen Teilnahme wäre, und Beamte zu „Staatsdienern in Uniform“ werden zu lassen?

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Es dürfte unserer Gesellschaft im schleunigen Wandel dennoch die Grundwerte zum Gelingen der Gesellschaft in den Abkömmlingen und den Zuwanderungen zu entfalten möglich sein.

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Doch wenn das Staatsziel Unterwerfung, Unmündigkeit und Blödheit ist, sind Übergriffe und Verletzungen sowie die Vernichtung der Vielfalt und des Minderheitenschutzes geradezu programmiert.

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Lese ich die obigen Pressespiegel erneut, dürfte klar sein, dass das deutsche Pressewesen LÜGENPRESSE ist und keinerlei Gegenkräfte durch die Staatsmedien erhält. Gerade in diesen Tagen wurde ja ausdrücklich eben die gebührenfinanzierte Freiheit in ihrer Aufklärungsarbeit und dem Gelingen der lebensnotwendigen Information und Kommunikation in Deutschland höchstrichterlich gesehen.

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Ja, Prosit.

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Was darf Herr Melamed noch von der deutsche Medienöffentlichkeit erwarten?

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Den Tip, dass man besser die Polizei meidet.

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Dass man besser ohne Kippa geht?

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Dass eine Untersuchung zur Zurechnungsfähigkeit, Drogenkonsum, Geistesschwäche, traumatisierte Kindheit jeweils gestellt wird oder nicht.

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War der 20-jährige Aggressor in Bonn zu dumm, sich anständig aufzuführen?

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Hatte der Alkohol oder Speed im Körper?

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Waren etwa die Bonner Polizisten besoffen?

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Ist eine Ministerin schon fein raus, wenn sie sich öffentlich beim zweifach misshandelten Juden aus USA in Bonn, entschuldigt?

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Nun wüsste ich gerne noch, was für ein Professor der Herr Melamed ist? welches seine wissenschaftliche Domäne und was konkret seine wissenschaftliche Leistung ist, aufgrund derer er in USA Professor ist?

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Und worüber Herr Melamed in Bonn geredet hat?

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VOLKS STIMME: Jürgen Kaube schwimmt in der FAZ-Allensbach-Propaganda

Februar 25, 2015
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vom Mittwoch, 25. Februar 2015

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Aufgepasst: Der FAZ-Lenker und Denker, leitender Redakteur und Mitherausgeber, Jürgen Kaube, äußert seine Gedanken in einem Artikel im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von heute, Mittwoch, 25. Februar 2015, unter der Überschrift:

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„Volkes Stimme. Beinahe die Hälfte der Deutschen lehnt das Gewaltmonopol des Staates ab, jeder Fünfte wünscht sich eine Revolution. Was aber sagen solche Umfrageergebnisse? Sagen sie überhaupt etwas?“

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Auch wenn hier Kaube in seinem Heimatfach empirisch sozialer Wirkungszusammenhänge von gesellschaftlichen Geschehnissen auftaucht, gefasst in zeitlichen Schnitten, hätte er hier mal Dr. Dietmar Moews zu Hilfe holen sollen.

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Ohne die empirischen Sozialforschungsmethoden und Verfahren zu kennen, kann man sich einen Wolf interpretieren über quantitativ erfasste Erklärungsnormen von Untersuchungsgruppen.

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Ganz einfach: Kaube schreibt, „… lehnt das Gewaltmonopol des Staates ab …“ so ist Kaube bereits auf einen eigenen Formulierungsirrtum hineingefallen und wird dadurch zum „falschen Propheten“ für die Leser des FAZ-Feuilletons.

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Denn zutreffend und geradezu vollkommen anderes bedeutend hätte er schreiben müssen: „… haben gesagt, das Gewaltmonopol des Staates abzulehnen…“ bzw. noch zutreffender lautet die Formulierung zur angeblich durch Umfrage erfassten Wertäußerung: „… haben auf eine nicht genau übermittelte Umfrageformulierung: Ob sie das Gewaltmonopol des Staates ablehnen? zugestimmt“.

 

Jürgen Kaube und wir alle kommen nicht um hin, zu wissen und in unsere Einschätzungen einzubeziehen, dass wir mit einer Erfassung von „Erklärungsnormen“ immer nur die Erklärungsnormen der Befragten erfahren.

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Was indes geforscht, beforscht, erforscht werden soll, und wozu letztlich die Interpretationen von Samples und solche quantitativen Umfrageergebnissen geführt werden müssen, damit daraus in der Wirklichkeit, seinsgebundene Erkenntnisse über das zu erwartende Verhalten gewonnen werden können, sind: „Verhaltensnormen“.

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Wir müssen über die Erklärungsnormen die Verhaltensnormen finden.

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Mal vorausgesetzt, die Umfragen und die Fragesamples seien methodisch ordentlich angelegt worden, fehlt zum Befund der konkreten quantitativen „Erklärungsnormen“, also zu den Wertaussagen der Befragten – ein zweiter Untersuchungsschritt, ein Verfahren, um aus den Erklärungsnormen die dahinter liegenden möglichen Verhaltensnormen zu gewinnen.

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Also nicht, was Leute mit Abstand zu einer bestimmten Situation als eigene Wertvorstellung über mögliches eigenes Verhalten erklären, ist Eins zu Eins die verlässlich zu erwartende Verhaltensnorm. Sondern, wenn in einer sicheren Situation gefragt wird: Wie benimmst Du Dich in unsicherer Situation? Dann ist die erklärte Antwort nicht, was in unsicherer Situation geantwortet würde. Und es schon gar nicht in sicherer Situation durch einfache Befragung herauszukriegen: was macht derjenige in der unsicheren Stresssituation dann tatsächlich – die Verhaltensnorm?

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Okay! Kaube verwechselt oder klärt nicht ab, den Aussagewert von quantitativen Erklärungen (als Wertäußerungen bzw. nicht die gesuchte statistische individuelle Verhaltensnorm), wenn es, wie hier in der Umfrage des „Berliner Forschungsverbunds“ um eine Revolution – einen Staatsumsturz – oder um das Gewaltmonopol des Staates geht.

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Dietmar Moews meint: Jürgen Kaube knüpft mit dieser „falschen Prophetie“, gestützt auf den „Berliner Forschungsverbund“, exakt da an, wo Alt-Nazi Elisabeth Noelle-Neumann Allensbach-Institut mit ihren Propaganda-Umfragen, den Kuckucksfragen und der Schweigespirale aufgehört hatte:

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Die empirische Soziologie weiß über die Deutung von Antworten von Befragten auf das Design von Frageformulierungen – übrigens auf Telefonbefragung (Frau fragt Frau oder Mann usw. vv) anders als auf schriftlich vorgelegte Fragestellungen – dass:

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vermutete Mehrheitsmeinungen eher geantwortet werden, als eigene, gegebenenfalls abweichende Wertvorstellungen (über solche oder solche eigenen verfügt die Mehrheit von Befragten gar nicht)

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Minderheitenmeinungen werden eher mit „weiß nicht“, „keine Meinung“ beantwortet.

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Hitlerschlauheit“ ist weit verbreitet: Der Befragte antwortet zu seiner Entlastung: !Man hat uns nicht gesagt, was los ist. Die da oben, machen heimlich was sie wollen. Was informiert wird, kann man nicht glauben“.

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Kurz, „Schweigespirale“ heißt nicht, dass die Leute in einer dringenden Situation nicht wüssten, was sie dann tun. Oder, dass sie dazu auch vorher schon zu glauben wissen, was sie tun müssten. Nein, Sie sagen es nicht, wenn sie sich vom Antworten irgendwelche Nachteile, seien es kritische Nachfragen, erwarten dürften. Dagegen eine Mehrheitsmeinung kann man ohne weitere Nachfragen angeben.

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Außerdem können Suggestionsfragestellungen die Antwort in den Mund legen. Fragetechniken – das sind keine geheimen Sprachtechniken! siehe „Kuckucksfragen“.(Frage: „Finden Sie auch, wie die überwiegende Mehrheit der Deutschen, dass das staatliche Gewaltmonopol nicht ohne weiteres hingenommen werden kann?“).

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Herr Kaube, was soll nun aus ihrem Rundumschlag verstanden werden? Was ist nun „Volkes Stimme“.

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Was glauben Sie, was die Befragten quantitativ geantwortet hätten, wenn man zum Stichwort „Gewaltmonopol“ mit Nachfrage gedroht hätte, was der Antwortende unter „Gewaltmonopol“ sich vorstellt? Oder

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wenn man zur „Revolution“ nachgefragt hätte, welche konkreten politischen Folgen aus einer Revolution vorgestellt werden?

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Vermutlich kämen dann solche Folkloredarlegungen, wie Bundespräsident Roman Herzogs „RUCK“ – die herzogsche Blödheit, dass in Sozialwesen es keinen Ruck gibt, niemals, weder durch „Gaskammern“ noch durch „Nine/ Eleven“, noch durch eine „Ruckrede“:

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Da müsste doch mal einer! – könnte man nicht? Das braucht den Ruck. Oh, nein.

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Welcher Sinn liegt darin, wenn, wie hier, Schriftleiter Jürgen Kaube selbst „Volkes Stimme“ erhebt? Er behauptet doch tatsächlich:

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Solche Umfragen böten Erkenntnisse zum „Volkswillen“. Kaubes Begriff „Volkswille“ passt so gar nicht auf angängige Fragestellungen, egal ob zu Griechenland, zu Afghanistan, zu Ukraine, Zuzug, Ttip, Minarette, Fußball in Katar … und dann folgte:

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DLF-Presseschau, heute: Der Jürgen FAZ-Kaube-Text „Volkes Stimme“ wurde zitiert und nicht kommentiert – kritisiert ohnehin nicht im DLF (das kann da keiner).

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Dabei wäre schon weniger Irreführung erreicht, hätte Kaube ein Fragezeichen benutzt: „Volkes Stimme?“.

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DER TAGESSPIEGEL, Dienstag, 24. Februar 2015

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Ähnlich schülerhaft titelte der Kommentator „Matthies“ beim Berliner „TAGESSPIEGEL“, am 24. Februar 2015. „Warum nicht mal eine Revolution?“.

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Anthropologie-Student Joachim Gauck

November 5, 2014

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am Mittwoch, 5. November 2014

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ZUGINSFELD 33 mit Hundegast am 1. Juli 2014, Mainzer Straße

ZUGINSFELD 33 mit Hundegast am 1. Juli 2014, Mainzer Straße

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Wenn mein Hund das Kilo frischester Trüffel-Pralinen von Eigl unbeobachtet ratzekahl verschlingt und anschließend einen chirurgischen Notschnitt benötigt:

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Schade um den Hund, schade um die Pralinen, schade um die Arztkosten – dann verprügele ich ihn natürlich nicht wegen Doofheit oder Instinktschwäche, sondern …

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So ist es, wenn man konkretes oder allgemeines Misslingen von Angelegenheiten sehen muss, die wegen Doofheit, Achtlosigkeit, Rücksichtlosigkeit, Urteilsschwäche und so weiter, laufend entstehen, und man kann als kluger Mensch nur zu Gott beten, dass der laufende Mord und Totschlag einen selbst noch mal verschonen mag.

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Snoopy + Dietmar 1980 in Kirchhorst

Snoopy + Dietmar 1980 in Kirchhorst

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Ja, klar, man bekommt laufend von der Blödheit ab. Aber es ist wie mit dem Hund. Urteilskraft und Trieb, Triebverzicht und Augenmaß, ja Selbstlosigkeit und Disziplin? Sowas gehört in die guten Vorsätze und ins Gebet.

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Die eigenen Mitmenschen sollte man nach Kräften fördern und unterstützen, nicht zu Zweckrationalität und Gemeinsinn gemahnen. Es ist nur kontraproduktives Gehabe und Wichtigtuerei, bewirkt gar nichts oder noch Abwehraffekte, wenn man tadelt. Selbst ungefragte Kritik verstimmt eher, als gewünschte Resonanz heraufzurufen.

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Kurz, die Menschheit ist allgemein eher zu Essen, Trinken, Schlafen und in bequemliches Paarungsverhalten hin eingeschwungen. Verfolgt dabei direkt oder mittelbar die Erleichterung der Selbsterleichterung, bis hin zur Selbstverdampfung in kleine aufsteigende neonblaue Kringel und will hin und wieder Geschenke.

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DIETMAR MOEWS "IRAK als Sportflagge: Misfits", Seidenapplikation, 2004 in Dresden

DIETMAR MOEWS
„IRAK als Sportflagge: Misfits“, Seidenapplikation, 2004 in Dresden

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Deshalb schenke ich Ihnen, lieber Leser und liebe Leserin, folgende Moral von der Geschicht‘, selbst gefunden im Kölner Stadt-Anzeiger vom 5. November 2014, Seite 4, als ein Argument eines politischen Kommentars von Peter Pauls:

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Das Gerede vom gelungenen Einsatz. Nach dem Hooligan-Desaster setzen Polizei und Politik Vertrauen aufs Spiel. Es hätte nur eines Satzes nach dem aus dem Ruder gelaufenen Aufmarsch von Rechtsradikalen am Kölner Hauptbahnhof bedurft. Etwa:

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„Als Polizei haben uns Zahl und Gewaltpotenzial der Demonstranten überrascht.“ …

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Stattdessen wird die Öffentlichkeit nicht nur Zeuge, wie Polizeiführung und NRW-Innenministerium sich selbst auf die Schulter klopfen und von einem gelungenen Einsatz daherreden. …“

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Dietmar Moews meint: Wie bereits kritisiert, hat es der derzeitige Bundespräsident nicht so sehr mit Menschenkenntnis und nicht mit professionellem Wissen. Dafür prahlt er gerne mit seiner Freiheit, ungesiebte Dummheiten aussenden zu dürfen.

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So war es zu der Politikferne der Jugend und einer angeblichen Parteiverdrossenheit gegenüber deutschen Parteien. Der empirische Soziologe nennt das ganz final „Basisdistanz“ (gewissermaßen Menschenferne).

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Bundespräsident Joachim Gauck (SPD) antwortete auf die Frage des Ulrich Deppendorf (ARD Berlin-Direkt am 2. November 2014), nach der Politikverdrossenheit:

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Gauck meinte:

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„Ja, das ist ein Problem und ist die Aufgabe für die Politik und die Parteien, mehr für die Parteipolitik zu werben. Die Parteien müssen Hemmschwellen abbauen und mehr „Schnupperkurse“ und Publikumsveranstaltungen machen, sich öffnen und zur Mitarbeit ermuntern …die Jugend ansprechen usw. usf.“

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Gauck weiß anscheinend nicht, was hierzu der Kommentator des Kölner Stadt-Anzeigers, Peter Pauls, zeigt und anklagt:

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Die Verdrossenheit kommt von der Lügerei, Schönfärberei und von leeren Selbstsignaturen der Politikvertreter.

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Herr Peter Pauls ist aktuell der Chefredakteur des Kölner Stadt-Anzeigers – dafür möchte ich den von mir gerne mal gescholtenen Alfred Neven-Dumont herausgehoben loben.

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Wenn nun – frei nach Gauck – die Politiker ihr zersetzendes Gelaber noch intensiver in das massenmediale Geräusch der Werbung einflechten, wird dadurch aber die Fälsche des Sprachspiels nicht geheilt, sondern der Verdruss gesteigert.

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So, ohne treffende Menschenkenntnis, ist die Einschätzung der Kriegspolitiker über die Unbeliebtheit des Bundeswehr-Berufssoldat-Angebots: Verteidigungsministerin von der Leyen ruft nach Werbemaßnahmen, nach verbesserten Angeboten, höherer Bezahlung. Ja, wenn man ganz hoch greift, kann man auch Erwerbskiller kaufen.

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Jetzt wundern sie sich, dass sich nur noch Diejenigen freiwillig melden, die früher zur Fremdenlegion gegangen waren.

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Doch woran es hier im Menschenbild von Gauck und Von der Leyen gebricht, ist das materialistische Menschenbild. Sie glauben, man muss nur beschönigende Reklame machen – und Begeisterung entstünde.

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Nein, so ist es nicht. Der Polizeisprecher oder der SPD-Innenminister Jäger von NRW treiben es noch so schlimm, dass ihnen niemand mehr zuhört: Wer die Liebe predigt, erzeugt nicht Liebe, sondern Prediger. Wer Bereitschaft zum Militär- und Verteidigungswaffendienst will, sollte mal nachschauen, welche sozialen Voraussetzungen die ursprüngliche „Wehrpflicht“ hatte:

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Das Land und das Volk, die Familie, Heimat und die Freunde, die befreundeten Nachbarvölker brauchen Schutz und Verteidigungskraft: Dafür kann man sich „ehrenhaft“ freiwillig melden und verpflichten. Erhöhtes Killergeld für sinnlose Kriegseinsätze irgendwo, bringt dem jungen Soldaten gar nichts von dem, wovon jeder Mensch träumt: Anerkennung und Respekt. Dem Gauck werden noch die Polizisten weglaufen.

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