Paul Allen 1953 – 2018 Kurznachruf

Oktober 17, 2018

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am Donnerstag, 18. Oktober 2018

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Paul Gardner Allen wurde am 21. Januar 1953 in Seattle, Washington, USA, geboren, wo er jetzt 65-jährig, am 15. Oktober 2018, gestorben ist.

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Paul Allen war ein einzigartig herausragender Geschäftsmagnat, Investor und Philanthropist, mit einer Schlüsselfunktion in der Explosion der IT-Revolution in den 1970er Jahren in den USA und weltweit, verbunden mit den Namen MICROSOFT und dem seines Partners BILL GATES. Allen war unverheiratet, hatte keine eigene Familie und beteiligte seine Schwester Jody Allen an seinen weitreichenden unternehmerischen Aktivitäten. Er starb an den Folgen einer Non-Hodgkin-Lymphom-Erkrankung.

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Nach dem Schulabschluss studierte Allen an der Washington State University, ging aber nach zwei Jahren ab, um kommerzielle Software für die neuen Personal Computer (PC) zu schreiben. In dieser Zeit gründete er zusammen mit Gates sein erstes Unternehmen, mit dem sie Software für Verkehrszählungen entwickelten. 1973 begann er bei Honeywell als Programmierer. Später überzeugte er Gates, die Harvard University (Boston) zu verlassen, um mit ihm eine Firma zu gründen.

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Allen und Gates – sie gründeten im Jahr 1975 die Firma Microsoft in New Mexico, USA, die bald größte PC-Software-Firma. Damit begann die Kleincomputer-Revolution, genau wie ihre bald den Weltmarkt dominierenden Windows-Betriebssysteme. Im März 2018 wurde Paul Allen die geschätzt 44st reichste Person der Welt mit etwa $ 21,7 Milliarden Werten. Man nannte ihn auch Visionär der „vernetzten Welt“.

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Microsoft in Albuquerque begann einen BASIC-Interpreter zu verkaufen. 1980 war er wesentlich dafür verantwortlich, dass Microsoft für 50.000 US-Dollar das Betriebssystem 86-DOS kaufen konnte. Danach erhielt Microsoft einen Vertrag, um 86-DOS als Betriebssystem für den neuen PC von IBM zu liefern. Dies wurde zur Grundlage für das Wachstum von Microsoft.

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1972 gründete er, ebenfalls schon mit Bill Gates, den Microsoft-Vorgänger, die IT-Firma „Traf-O-Data“. Sein „Interpreter-Programm“, machte die Programmiersprache BASIC lesbar für den neuen Mikrocomputer „Altair 8800“. Allens System wurde vom Altair-Hersteller MITS übernommen, was sein Durchbruch war: eine Computerfirma kaufte sein Programm für ihre Rechner, statt ein eigenes zu schreiben!

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Der Grundstein für Microsoft als Hersteller von Betriebssystemen war gelegt und Paul Allen dachte sich den Namen der Firma aus: „Micro Soft“.

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Kurze Zeit später lieferten Allen und Gates mit MS-Dos die Betriebssoftware für den „IBM Personal Computer“. Streng genommen gab es zwar schon vorher PCs, aber der Erfolg der Desktop-Computer von IBM war durchschlagend. Microsoft wurde zum führenden Software-Händler. Kurze Zeit später verkauften sie die erste Computermaus für den Massenmarkt. Und immer mehr Haushalte bekamen ihren eigenen PC. So gut wie alle marktüblichen PCs mit Windows-System beruhen auf dem IBM-Gerät von damals.

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Allen schied 1983 bei Microsoft aus, nachdem bei ihm ein Hodgkin-Lymphom diagnostiziert worden war. Im November 2000 trat Allen auch von seiner Position im Aufsichtsrat von Microsoft zurück, wurde aber gebeten, weiterhin als strategischer Berater für Microsoft tätig zu sein.

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Alsdann war Allen Gründer und Chef der Vulcan Inc, die seine vielfältigen Unternehmungen und philanthropische Aktivitäten steuerte. Er hatte ein Mehrmilliarden-Investment-Paket. Dazu zählen Technologie- und Medienunternehmen, Wissenschaft und Forschung, Immobilienfirmen, private Raumfahrt-Projekte, ferner Anteile in weiteren Feldern. Allen besaß zwei kommerzielle Sport-Teams und war Teilhaber bei den Seattle Sounders FC (Profi-Fußball), die im Jahr 2009 in die oberste Fußball-Liga der USA aufgenommen wurde.

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Allen war auch Gründer des Allen Institut für Hirnforschung, ferner des Intituts für künstliche Intelligenz, des Institute für Zellforschung, ferner Weltraum- Eroberungs-Systeme. Er gab mehr als 2 Milliarden Dollar für Erziehungs-, Wildtierschutz und Umweltschutz, sowie im Kunstgeschäft, Gesundheitsversicherung sowie weiterer Gemeinschaftsanliegen. Allen erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen in verschiedenen Arbeitsfelder, und TIME-Magazin zählte Allen in den Jahren 2007 und 2008 zu den „Einflussreichsten 100 Leuten in der Welt“

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Im August 2010 strengte Paul Allen über sein Unternehmen Interval Licensing Gerichtsverfahren gegen Google, Apple, Yahoo, Facebook, Ebay und andere Softwareanbieter an, die er beschuldigte, bei Benutzeroberflächen Technologien einzusetzen, auf die er die Patente besitzt. Gegen Microsoft wurde keine entsprechende Klage eingereicht. 2014 wurde die Klage wegen der Verletzung von Patenten für Pop-Up-Nachrichten vom U.S.Court of Appeals for the Federal Circuit wieder zurück verwiesen, nachdem eine Richterin vom US District Court sie schon abschlägig beschieden hatte.

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Er unterzeichnete 2010 die als „The Giving Pledge“ bekannt gewordene Kampagne von Bill Gates, mit Warren Buffet, die wohlhabende Menschen in die Pflicht nimmt, große Teile ihres Geldes für Bildung, Wissenschaft und Medizin auszugeben. Allen versprach, mehr als die Hälfte seines Vermögens zu spenden. 2011 wurde Allen in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Alleine über die Paul G. Allen Family Stiftung spendete er daher jedes Jahr 30 Millionen US-Dollar. Auf seinem Twitterkanal konnte man noch bis vor kurzem über die neusten Ideen Allens lesen.

Mit seinem Geld gründete der Geschäftsmann über 140 weitere Firmen der Technikbranche, gemeinnützige Organisationen und kaufte Sportvereine. Das Großunternehmen Vulcan Inc, ist das Dach vieler dieser Aktivitäten und wurde gemeinsam mit seiner Schwester Jody Allen geführt. Im Laufe der Zeit investierten sie über zwei Milliarden US-Dollar für die Allgemeinheit.

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Allen und seine Schwester Jodi Allen waren gemeinsam Eigentümer und Chefs der Vulcan Productions, einer Fernseh- und Filmproduktionsfirmamit Sitz in Seattle einschließlich der Unterhaltungs-Abteilung der Vulcan Inc. Ihre Filme erhielten verschiedene Anerkennungen, von „Peabody“ zu „Independent Spirit Awards, Grammys und Emmys. Allein im Jahr 2014 gewann Allens Film „We The Economy, 12 Preise, einschließlich einem Netz-Preis für „best Online News & Politics Series. Die Filme wurden, neben weiteren, auch für Golden Globes und Academy Awards nominiert

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2013 beteiligte sich Vulcan Productions an dem Film „Girl Rising“, des Regisseurs Richard E. Robbins, der Mädchengeschichten erzählt, die in verschiedenen Teilen der Welt eine Bildung suchen. Weltweit sahen über 205 Millionen Haushalte „Girl Rising“ zur CNN und CNN-International-Premiere. Und mehr als 4 Millionen User haben Girl Rising im Internetz angeschaut. Im mit dem 10×10 Programm zusammenarbeitenden Spenden-Aktion wurden über 2.1 Millionen Dollar zur Förderung der Bildungshilfe für Mädchen gesammelt.

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1993 finanzierte Allen ein sich über zwei Jahre erstreckendes Gerichtsverfahren, in dem die Familie des Rockgitarristen Jimi Hendrix, aus Seattle, die Rechte an dessen Musik zurückerlangte. Diese Rechte waren angeblich vorher vom Nachlassverwalter ohne Genehmigung verkauft worden. Allen finanzierte auch den Kauf diverser Gegenstände aus Hendrix’ persönlichem Besitz (unter anderem die Gitarre, die Hendrix beim Woodstock-Festival spielte). Diese Gegenstände wurden dann im Rahmen von Ausstellungen des Experience Music Projektes öffentlich zugänglich gemacht.

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2006 zeigte Allen erstmals eine Auswahl von 28 Gemälden seiner privaten Kunstsammlung der Öffentlichkeit. In dem von Frank Gehry erbauten Experience Music Project in Seattle stellte er unter dem Titel DoubleTake: From Monet to Lichtenstein Werke von Herbert Bayer, Jan Brueghel der Jüngere, Giovanni Antonio Canal, Paul Cézanne, Willem de Kooning, Edgar, Max Degas, Eric Fischl, Paul Gauguin, Nan Goldin, Jasper Johns, Roy Lichtenstein, Edouard Manet, Claude Monet, Pablo Picasso, Pierre-Auguste Renoir, Gerhard Richter, Mark Rothko, Georges Seurat, Paul Signac, Thomas Struth, William Turner, Vincent van Gogh und Kenji Yanobe aus.

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2004 bestätigte Allen, dass er der alleinige Investor für das Space Ship One war. Dabei handelt es sich um ein Experimentalflugzeug für kommerziellen suborbitalen Raumflug. Mit SpaceShip One gelang der erste privat finanzierte suborbitale Raumflug. Damit gewann das Projekt den eigens hierfür ausgelobten Ansari X-Prize.

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Ende 2011 gab Allen bekannt, über seine neue Firma Stratolaunch Systems das mit einer Flügelspannweite von 116 Metern bis dato größte Flugzeug der Welt bauen zu wollen. Mit dem Flugzeug sollen in der Luft mehrstufige Raketen gestartet werden. Dieses Idee konnte Allen jetzt nicht mehr erleben.

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Im Jahr 2003 wurde Allens Yacht Octopus in Betrieb genommen. Gebaut als Gemeinschaftsarbeit von Lürssen in Bremen und der Howaldtswerke-Deutsche Werft in Kiel, gehörte sie mit 126,20 Metern Länge, einem eigenen U-Boot und mehreren Beibooten seinerzeit weltweit zu den zehn größten Yachten. Allen besaß zwei weitere Yachten, darunter die 92 Meter lange Tatoosh, die von der Rendsburger Werft Nobiskrug gebaut wurde. Mit ihrer Ankerkette sollen Mitte Januar 2016 über 4300 m² des Riffs von West Bay vor den Cayman Islands zerstört worden sein. (Quelle: Wikipedia u. a. am 17. 10. 2018).

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Beat-Diebstahl von KRAFTWERK vor URHEBER-Gericht

November 26, 2015
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Vom Donnerstag, 26. November 2015

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Keith Richards komponiert seit Jahren synkopisierte Vierviertel-Takt-Varianten für eigenes Copyright

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Der KRAFTWERK-Musiker erklärte im Interview zu seiner Rechtsposition:

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KRAFTWERK kämpft für eine Position des freien Künstlers an seinem eigenen Werk (§ 5 GG Freiheit der Kunst“) sowie den Anschlussgesetzen des Urheberrechts und der Folgerechte. Der Schöpfer habe das Recht und darf bestimmen.

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ER sagte:

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KRAFTWERK akzeptiert nicht die Veränderung ihres einmaligen exklusiven eigenen Musikwerkes, auch nicht in Details.

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Es geht KRAFTWERK angeblich um eigenes „Geistiges Eigentum“. Auch wenn es nur 2 Sekunden Beat aus einem alten KRAFTWERK-Studio-Mix betrifft, dass herauskopiert und in eine andere musikalische Weiterverarbeitung von dem Produzenten Moses Pelham gesampelt worden ist.

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Moses Pelham postuliert seinerseits die Kunstfreiheit.

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Man sinniert weiterhin: OHNE SAMPLES gäbe es keine HIP HOP – Musik.

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Urheberrechtsanwälte und Rechte-Juristen diskutieren über eine Bagatellgrenze (so ein Sprecher der DIGITALGESELLSCHAFT e.V.).

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Ein Urteil wird im Frühjahr 2016 erwartet.

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Dietmar Moews meint: Als Fachwissenschaftler, studierter Jurist und selbst als Kunstschaffender in den diversen international verbundenen Urheberrechts-Vermarktungsgesellschaften, GEMA, VG-Bild-Kunst, GVZ sowie VG-Wort, möchte ich auf zwei banale Tatsachen hinweisen –

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das us-amerikanische COPYRIGHT ermöglicht außerdem die Vernichtung des Urhebernamens: Wer z. B. ein Mozartwerk sich aneignet, darf seinen eigenen Namen dranschreiben und den Namen MOZART verschweigen.:

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EINS Die Musik von KRAFTWERK wird überhaupt nicht berührt oder verändert, wenn man davon Fragmente KOPIERT.

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Verarbeitet also heute ein Hip Hop-Bastler einen Beat von KRAFTWERK, hat KRAFTWERK kostenlose Werbung für den eigenen Namen und wird hierdurch konkret in Erinnerung gebracht – ein Schaden oder Nachteil ist durch ein Ausschnitts-Entnahme weit und breit nicht erkennbar, denn die Originalwerke werden durch „Zitatkopien“ nicht angerührt.

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ZWEI In den Urheberrechtstexten werden Autorenrechte als unveräußerliche und veräußerliche unterschieden.

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Der Künstlername muss immer am Werk bleiben (Keiner darf nach dem deutschen Urheberrecht Mozartmusik auf eigenen Namen anmelden und kassieren wollen).

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Mick Jagger komponiert mit Hund auf eigenes Copyright

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In der Musik wird Komposition anerkannt, wenn es mehr als ein Tonintervall oder ein banales Motiv ist. Sobald ein kompositorischer Zusammenhang bis zu sieben Takten zitiert oder einbezogen wird, um ein neues Werk zu komponieren, so ist das

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a) erlaubt und

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b) kostenfrei.

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Ab sieben Takten und auch ein wiedererkennbares Melodiemotiv dürfen nicht ohne Quellenangabe (oder ohne Lizenz) weggenommen werden.

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Die Weiterverwendung größerer Teile eines bereits vorhandenen Werkes können zwar bearbeitet werden, aber nur unter Angabe des Ursprungskomponisten, sowie unter Abführung festgesetzter Folgerechts-Lizenzgebühren an die Rechtehalter.

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Bei geschützten Werken von noch lebenden Musikern, kann zwar die Aufführung und das Eigenarrangement, eventuelle Bearbeitungen, Textzusätze u. ä. nicht künstlerisch verhindert werden – aber die Schutzgebühren, die für die öffentliche Verwertung und Vermarktung bzw. die anfallenden Lizenzgebühren müssen in vollem Umfang an die Schöpfer und Autoren abgegeben werden.

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Es besteht die Folgerechte-Vertragsregelung zwischen den eigentlichen Urhebern und den Verwertern bzw. denjenigen die sampeln und bearbeiten wollen (entweder grundsätzlich oder durch freiwillige Mitgliedschaft bei einer Urheberrechts-Verwertungsgesellchaft (e. V.) wie die GEMA).

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Entscheidend ist, dass Geld mit Leistungsverwertung gemacht werden soll und eine Klärung der FRAGE:

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Wessen Leistung wird hier zum Umsatz?

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bzw. eine anteilig als Urheberrechts-Lizenzgebühr klar ausgewiesene Rechnung ist als Vertrags-Folgerecht zu vereinbaren und Geldflüsse zu belegen.

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Wie weit erbringt der neue Schöpfer unter Verwendung von geschützten Teilen zitierter Werke eigene Urheber-Leistungen (z. B. als Komponist?)?

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und wie weit erwirbt der neue Schöpfer eigene Rechte an einem Werk, das unter anderem auch unter Verwendung von künstlerischen Fremdleistungen erzeugt wurde?

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Das ist bei konkreten Cut an Paste und sequenzierten Sample-Zitaten eindeutig materiell beweisbar – .

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Aber es ist eben auch keine Berührung des zitierten Werkes, wenn ein digitales Dokument kopiert wird. Besonders, wenn das Ausgangsstück unbekannt und nicht erkennbar ist (z. B. hier: 2 Sekunden sythetische HIP HOP OFF-Beat-Sequenzvon KRAFTWERK) kann nur von KRAFTWERK-Kunden wiedererinnert werden.

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Schließlich ist ohnehin fragwürdig, ob man einen Vierviertel-Takt Beat rechtlich als eigenes Musikwerk urheberrechtlich schützen lassen kann?

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Dann kommt demnächst jemand, der eine Generalpause für sich als Musikrecht schützen lassen will, einen C-Dur-Akkord oder einen Buchstaben aus dem Alphabet – Naturphänomene sind nicht dem Lizenz-Folgerrecht zuzuordnen.

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Yves Klein hatte das ULTRAMARINE-BLEU zum Anmalen seiner KUNST-Banalitäten auf sein persönliches Markenzeichen gezogen – aber, jeder, wer will, kann und darf, wie FRA ANGELICO, blaue Bilder malen oder auch seine Kleiderständer und seine Geige Blau anpinseln.

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Mach’s, wer kann! (Gottfried Keller: Der grüne Heinrich)

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Auch ein Koch, der das SALZ in der SUPPE patentieren lassen wollte, müsste schon mit TTIP und MONSANTO kommen, sonst würde jeder Küstenbewohner an den salzigen Weltmeeren MONSANTO nur auslachen.

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DEGUSSA macht Gold SALONPERSONNAGE macht Staatskunst

September 18, 2015
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vom Freitag, 18. September 2015

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Dr. DIETMAR MOEWS von FOKKO VON VELDE fotografiert

Dr. DIETMAR MOEWS
von FOKKO VON VELDE
fotografiert

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Wer bei sich im Garten rohes Gold findet, kann es nicht als Zahlungsmittel angemessen benutzen – man braucht den Stempel der DEGUSSA*.

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Erst der Stempel macht das Gold zum Tauschwert.

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Wer ein Künstler ist, kann Kunst. Kunst hat für einen Menschen und für die Menschen einen Gebrauchswert als Kunst.

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Erst der Stempel der SALONPERSONNAGE macht die Kunst zum Tauschwert. Wer den staatlich kontrollierten Stempel für seine Kunst nicht hat, muss versuchen, diese staatliche Wert-Kennzeichnung zu erlangen.

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Die meisten Künstler haben nicht das notwendige Berufswissen – und an den Kunsthochschulen in Deutschland lernt man das nicht, weil die Professoren überwiegend zu doof dafür sind – wie man den Stempel für seine Kunst von der SALONPERSONNAGE bekommt.

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Die meisten Künstler glauben, sie müssten sich und ihre Arbeit, ihr Können und ihre berufliche und erwerbsspezifische Elastizität nur steigern, dann wird sich der gewünschte Erfolgsstempel schon über die konkurrenzfähige Qualität des Werks erfolgreich durchsetzen.

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Dietmar Moews meint: Das ist so weit gefehlt, dass ich es kaum auszusprechen wage:

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Die heutige Salonpersonnage, diese Gatekeepers der Zugänge zum Wertstempel, haben keine Augen im Kopf, haben das notwendige Wissen nicht (schon gar nicht das akademische Wissen):

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Ob Herr Aldi-Berater-Achenbach, Herr Kaspar König, Herr Wolfgang Beltracchi oder Kemal Dr. Yilmaz Dziewior, der mit seinem türkischen Namen spielt und sich wundert, wenn jemand mit seinem Doktortitel spielt: Doktor Sport – also ob die Salonpersonnage in der SPD ist oder nur so tut: Es steht Denen allemal fest: ES GIBT KEINE WAHRHEIT.

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Folglich:

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JEDER IST EIN KÜNSTLER – Achenbach, König, Beltracchi, Dziewior, Richter – jede der Salonpersonnage-Heutigen, die selbst abkassieren und über den Rechtsmodus „Freiheit der Kunst“ als unechte Künstler die echten Künstler und die Kunst vernichten, treten jetzt frech in die Ämter der staatlichen „DEGUSSA-Siegelwahrer“ und stempeln, was ihnen persönlich nützt und passt.

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Schauen Sie nur das Gerakel der Hausmeister von Gerhard Richter an  – er signiert, seine Händler stempeln: DEGUSSA.

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Kaspar König erklärte im Jahr 1988 öffentlich „Straßenkunst?“ – „Entrümpeln der Straßen und Plätze“. Jahrelang hatte König vorher und noch nachher selbst mitgerümpelt (Museum Ludwig Köln).

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Also glauben Sie nicht, lieber Lichtgeschwindigkeit-Benutzer, hier, dass das Spitzen-Lable“ GERHARD RICHTER“ jemals in der Person Gerhard Richter hohe Millionen-Erlöse für seine Öl-Bilder erhalten habe – diese Umsätze erzeugten und erhielten die „DEGUSSA-Siegeler“ – G. Richter ist lediglich als Gestempelter zur Salonpersonnage abgestempelt und mit reingerutscht in den Kreis der Salonpersonnage-ABZOCKER.

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Wohlgemerkt: Salonpersonnage sind die ganze Dienstklasse der unechten Künstler – genau wie die SPD-nahen Kulturpolitiker und auch der gesamte marktwirtschaftliche Kunstbetrieb, der Galerien, Auktionisten, Gutachter und Museumsdirektoren, Hausmeister, Malerei-Professoren in Residence, Kustoden und Retouscheure, „hochkarätige“ Gremienbeiräte und Kunstjournalisten.

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Kunstkritiker? Kunsthistoriker? – für den unechten heutigen Kunstbetrieb – wurden seit dreißg Jahren nicht mehr gesehen.

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Werner Schmalenbach von Düsseldorf in Deutschland war vermutlich der letzte, der QUALITÄT sehen konnte und QUALITÄT kaufte (Sammlung Schmalenbach Land NORDRHEIN-WESTFALEN) – inzwischen vermischt mit der SÜLZE von K20 / K21.

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* 1873 wurde die Degussa (Deutsche Gold- und Silber-Scheide-Anstalt) gegründet. Schon damals war die Degussa berechtigt, „Bankgeschäfte zu betreiben, die mit dem Handel und der Verarbeitung von gemünzten und ungemünzten Edelmetallen zusammenhängen“. 1936 erhielt die Degussa die Anerkennung als Devisenbank. 1947 wurde ihr die Zulassung als Außenhandelsbank erteilt. 1979 wurde die Degussa Bank mit Hauptsitz in Frankfurt am Main aus der Degussa AG als GmbH ausgegründet. Aus der Abteilung im Konzern wurde eine Bank.

Von 2002 bis Ende 2006 gehörte das Institut als Tochtergesellschaft der ING-DiBa AG zum niederländischen ING-Konzern.

Seit 2007 gehört die Bank zur Hamburger Privatbank M.M. Warburg & CO, welche über ihre Tochtergesellschaft Degussa Bank Beteiligungsgesellschaft mbH mehrheitlich an der Degussa Bank GmbH beteiligt ist.


Monika Grütter – Merkels Kulturgestaltungsmacht des Bundes

Juli 16, 2015

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vom Donnerstag, 16. Juli 2015

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Dietmar Moews mit Hanns-Joachim Friedrichs im ZDF Sportstudio 1978

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Monika Grütter fällt immer dann auf, wenn in den Medien Platz und Bedarf für Abwechslung und Wichtigtuerei (Wixtisch) ist.

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Monika Grütter ist die „Staatssekretärin im Bundeskanzleramt“, die sich meist „Kulturstaatsministerin nennen lässt – was sie aber keinesfalls ist.

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Monika Grütter ist die zuständige Dienstklassenperson, die für das Bundeskanzleramt aufpasst, dass die Fahnen- und Flaggenordnung beim Bundespräsidialamt richtig angewendet wird.

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Monika Grütters kompetenzrechtliche Zuständigkeit im Feld von Kunst und Kultur hat im Kern lediglich die Kompetenz für die grafische Auslegung des Bundesadlers im Wappen und als Hoheitszeichen der zweiten Bundesrepublik – etwa, ob der Adler nach links oder nach rechts schaut oder das Auge geschlossen hat.

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Ansonsten sind Kunst und Kultur staats- und kompetenzrechtlich allein Angelegenheit der Bundesländer in Selbstständigkeit – d. h. jedes Bundesland hat eine eigene Landes- bzw. Staatsverfassung, darin gesetzliche Regeln für Kunst und Kultur, zugeordnet sind Kompetenzen der varianten Deutschen Gemeindeordnungen.

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Zur Kompetenz in Kunst- und Kultur gehört dann auch das Verbot von Doppel- oder gemeinsam-Kompetenzen: Was das Land darf oder verpflichtet ist zu tun, dürfen die Gemeinden nicht und umgekehrt.

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Das deutsche föderale republikanische Staatssystem geht von den Grundprinzipien und Grundwerten aus (GG), wie Demokratie, Freiheit, Gleichheit, Pluralismus, Selbstbestimmung, Dezentralität und Basisdemokratie und was daraus folgt, zunächst also die „Allzuständigkeit der Gemeinden“, Städte, Dörfer, Flecken, an der jeweiligen lokalen, dezentralen Basis.

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So gilt die Allzuständigkeit der Gemeinden durch die Gemeindeordnung (Stadtsatzung) auch für das Kompetenzfeld von „Kunst und Kultur“

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Die sogenannte „Kulturhoheit der Länder“, zusammengefasst auch in der bundesweit reichenden „Kultusministerkonferenz der Länder“ setzt also kompetenzrechtlich überall da an, wo Eingriffe oder Pflichten der Gemeinden nicht hinreichen (Gemeinde baut die Schule: Land beschäftigt und bezahlt die Lehrer! Ganz klar getrennte Kompetenzebenen – KEINE DOPPELKOMPETENZEN im deutschen Föderalismus).

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Es bleibt neben den örtlichen Kulturreferenten und den jeweiligen Kunst-und Kulturministern eines Landes sowie darüber koordinierend (z. B. für (Universitätspolitik) die „Kultusministerkonferenz der Länder“ keinerlei rechtliche Aufgaben-Zuständigkeiten für Kunst und Kultur für den Bund, für einen Bundeskazler, für den Deutschen Bundestag, übrig – immer bei Verfassungsverbot von Doppelkompetenz sowie Kompetenzanmaßung.

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DIETMAR MOEWS aus der Legende der Heiligen Ursula

DIETMAR MOEWS
aus der Legende der Heiligen Ursula

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Die NGO Goethe-Institut e. V. ist eine intermediär verfassungswidrige Auslagerung von Staatsaufgaben an (intermediäre) nichthoheitliches Personal.

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Und, aber, die Filialen der Goethe-Institute sind hoheitlich dem AA (Bundesaußenministerium) weisungsabhängig und finanziell zugeordnet. Auf das AA hat zwar letztlich das Kanzleramt Entscheidungsmacht – aber doch immer nur bei freiwilligem Eingriff, niemals als Pflicht, allein politischen timmungen verpflichtet. Die Inland Goethe-Institute sind staatsrechtlich geschummelte Zwitter – denn auch für diese ist die Goethe-Institut-Hauptverwaltung in München, und also das Außenministerium zuständig.

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Dietmar Moews meint: Das Feld der drei föderalen Ebenen in der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland gehört zum Basiswissen meiner jahrelangen wissenschaftlichen Arbeit als empirischer Organisations-Soziologe, nicht zuletzt meiner Dissertation (Universität Bremen 2000) mit genau diesen Themen, mit dem Titel „Verirrte Kunstorganisation der Bundesrepublik Deutschland“.

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So haben wir folglich die drei Ebenen, zentralstaatlich den Bund / Berlin mit der „Kulturgestaltungsmacht des Bundes“. Die besteht einzig in einem jährlich bereitgestellten Budget im Bundeskanzler-Etat – immer ohne Eingriffsverpflichtung. Immer mit dem Dauerdruckmittel, mögliche Zuschüsse zurückzuhalten.

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Kölner Stillleben im Fortschritt 2014

Kölner Stillleben im Fortschritt 2014

 

Damit „macht“ Frau Grütter ihre Kunst- und Kulturpolitik – durch Zuschüsse und Matching Funds, durch Beteiligungsfinanzierungen auf den wirklichen Kompetenzebenen „Land“ und „Gemeinde“, wo bekanntlich unten immer das Geld nicht reicht.

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Das Bundeskanzleramt zieht Kulturmacht an sich, indem über den Bundesfinanzminister die Zuordnung und Zuteilung der diversen Steuereinnahmen für Länder und Gemeinden so defizitär gehalten werden, dass ständig blanke Finanznot besteht.

 

Erst macht der Bund den Föderalismus fiskalisch arm. Anschließend wird dann von Subsidarität gefaselt und mit Geld eingegriffen und mit Geld Kompetenz erschlichen.

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Dadurch kann sich der Bund jede gewünschte Einflussnahme, auch ohne Verfassungsanrecht, auch ohne die föderale Kompetenz dafür, durch Zuschüsse und Finanzierungen erkaufen:

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Die „Kulturgestaltungsmacht des Bundes“ ist reine unkompetente Prostitution der begehrlichen Salonpersonnage auf Länder- und Gemeindeebenen.

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Wenn noch jemand Fragen hat, ob ein Gummiadler als Broiler oder als Suppenhuhn bei Sotheby’s versteigert werden darf, nachdem Frau Grütters durch Gutachter feststellen ließ, dass es sich um unverzichtbare, nichtexportable Kunstware handelt, der darf bei mir weitere Gegengutachten einholen.

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Auch wenn jetzt die Salonpersonnage der Salonkünstler Baselitz und Richter medial auftrumpft, melde ich schon mal meine Einwände an:

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Noch nicht ungeöffnete Farbeimer und Schrubber bei Gerhard Richter oder Farbtuben und feine Malpinsel bei Dietmar Moews sind schon beschlagnehmbar – erst, wenn die Farbe vergeudet oder veredelt wurde, wird daraus eventuell Ware, doch:

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Der Waren- und Marktwert eines Kunstwerkes hat NULL / NICHTS mit dem Kunstwert zu tun.

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Wenn ich mein Bild in London verkaufen will, kann ich es als Kunstwerk persönlich als mein Autorenrecht nach London bringen lassen und dort – mit dem ZAUBERTRICK – daraus ein kulturindustrielles Handelsgut machen und bei Nachfrage zu MEINEM PREIS verkaufen, an wen und wohin ich es will.

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Frau Grütters darf sich ihre Bundesadler anschauen.

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DIETMAR MOEWS "Mexikano" DMW 567.7.0,140 cm / 140 cm, Öl auf Textil, in Dresden im Jahr 2000 gemalt

DIETMAR MOEWS
„Mexikano“ DMW 567.7.0,140 cm / 140 cm, Öl auf Textil, in Dresden im Jahr 2000 gemalt

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Beltracchi + Giacometti Kunstfälscher

Juli 2, 2015

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vom Donnerstag, 2. Juli 2015

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Der Absturz der irregeführten Künstler durch verirrte Kunstorganisation und durch Falschkunst für Hochpreise:

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Engel bringt Gewünschtes“.

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Dem Leser dieses (kunstsoziologischen) Bezuges zum Stichwort „Beltracchi“ oder zum Reizwort „Kunstfälschung“ – dahinter stecken dann Anmutungen von Betrug, Kriminalität, Schattenwirtschaft – anhand einer aktuellen Meldung „Giacometti-Fälscher: Millionen ergaunert“ (dpa am 1. Juni 2015),

 

folgt hierzu folgende wertende Fachmeinung des Malers, Künstlergelehrten und Organisationssoziologen, Dr. Dietmar Moews – die Nachricht lautet in Kürze:

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Wegen Hunderter gefälschter Giacometti-Skulpturen steht seit Mittwoch ein Bildhauer vor Gericht. Der 56-Jährige gilt als künstlerischer Kopf einer Bande, die mit wertlosen Metall-Skulpturen in Deutschland Millionen gemacht hat. Laut Anklage geht es um einen Schaden von acht Millionen Euro. Es habe Pläne gegeben, mit Fälschungen weitere 50 Millionen Euro zu erzielen.

Werke des Schweizer Bildhauers Alberto Giacometti (1901-1966) werden auf dem Kunstmarkt hoch gehandelt. Seine Bronzefigur „Zeigender Mann“ wurde im Mai für rund 141,3 Millionen Dollar versteigert und stellte damit einen Rekord der teuersten je versteigerten Skulptur auf.

Das Landgericht Stuttgart hat in dem Fall bereits fünf Urteile gefällt: Die beiden anderen Köpfe der Bande erhielten Haftstrafen von jeweils mehr als sieben Jahren. Der Bildhauer war in Thailand untergetaucht. Das Landgericht hat sieben weitere Termine terminiert.“

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Was ist nun also mit der Kunst?

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Was ist mit den Künstlern?

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Was ist mit den Kunstkonsumenten?

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Wie hängt Kunstinteresse, Kunstgeschäft und Kunstqualität zusammen?

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Dietmar Moews ist selbst Berufskünstler und Künstlergelehrter.

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Im Fremdbild, mit Blick der Gesellschaft auf Dietmar Moews, gehört Dietmar Moews der Berufsgruppe „Künstler“ an – das ist eine fiskalische Zuordnung.

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Zugleich gehört Dietmar Moews im Fremdbild der Gruppe „zeitgenössische Künstler“ an, deren Kennzeichen die anerkannte Produzentenrolle im gesellschaftlichen Kunstprozess ist.

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Betrachtet man nun den empirischen zeitgenössischen Kunstprozess, so liefern Künstler, in der „Produzentenrolle“, in den zeitgenössischen Kunstprozess hinein, „Kunstwerke“. Die „Kunstwerke“ stehen im Mittelpunkt des „Kunstprozesses“, den die Kunstproduzenten, hauptsächlich durch eine dirigistische Salonpersonnage“ den „Kunstkonsumenten“ zum Kunstgebrauch bereitstellen.

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Durch die Kunstwerke im „Kunsterlebnis“ stehen Kunstkonsumenten (Publikum) und Kunstproduzenten (Künstle) in einer sozio-kulturellen Beziehung – im „Kunstprozess“.

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Es ist zweifellos leicht zu erkennen, dass es dabei um unterschiedliche Rollen im Kunstprozess geht –

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um Produzenten und um Konsumenten.

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Und es geht also eindeutig um einen durchaus sozialen „Werkbereich“, unterschieden vom „Wirkbereich“, der Kunstwerke im Kunsterlebnis.

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Wie sind diese greifbaren Sachverhalte einzuorden, wenn es auf möglichst freie lebendige Kunsterlebnisse, sowohl der Kunstkonsumenten wie der Kunstproduzenten, ankommen soll? Jedenfalls sind dies die Werte „Freiheit“, „Pluralität“, „Zugang und Teilnahme“, „Demokratie“, „Zivilität“, „Selbstbestimmung“, „staatliche Bildungsorganisation“, Einsicht durch Poesie, Poesie der Einsicht, und „Kulturhoheit der Bundesländer“, „Kulturgestaltungsmacht des Bundes“ und „Allzuständigkeit der Städte und Gemeinden“ – der Kompetenz-„Generalklausel der Basisdemokratie“, der Lokalpolitik, der „Selbstbestimmung“ und der „Dezentralität“.

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Man muss diese sämtlichen Werte dem Alltagsmenschen, der nicht Staatswissenschaftler ist, mal versammelt vor Augen führen, um die Bedeutung aufleuchten zu lassen, wenn es einfach heißt „Freiheit der Kunst“ (§ 5 GG).

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Dietmar Moews meint: Ich versuche das gegenwärtige „Beltracchi / Giacometti“-Thema – durchdrungen und auf die soziale Wirklichkeit von uns allen entschlüsselt – auf den entscheidenden Punkt zu bringen und stelle das zusammenfassende FAZIT hier voran:

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Entscheidender FEHLER – wenn wertoriert kultiviert entschieden werden sollte – ist:

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Solange unechte Werke von professionellen Artmen (Salonpersonnage) zu echten Werken erklärt werden –

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solange unechte Künstler (Salonpersonnage) als echte Künstler durch den Kunstbetrieb gehyped werden –

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Kopie ist eine Studienmalerei, keine Fälschung

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solange also nicht die Kunstqualität eines jeden Werkes an dem Werk objektiv abgelesen wird (obwohl das möglich ist, wer Augen hat), tritt der längst obsolete Blödheits-Effekt ein: „Des Kaisers neue Kleider“.

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Wir wissen, der Kaiser ist nackt – alle Menschen heucheln Lob über neue Kleider, die der nackte Kaiser gar nicht trägt: Nur ein Kind sagt: Der Kaiser ist ja nackt.

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Es hat also keinen Sinn, gegen teuere Versteigerungslose oder hohe Kaufpreise von Kunstbetriebs-Ware zu sein.

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Es hat also keinen Sinn, wenn ein Kunstinteressent ein DALI kaufen will. Er wendet sich an seinen Agenten oder Händler. Der sucht die bekannten Sammler, die aktuellen Auktionskataloge, das Insiderwissen ab, wo wer, ob da jemand DALI verkaufen möchte – man habe einen potenten Kaufinteressenten an der Hand. Und wenn dann jemand nach dem Motto

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Engel bringt Gewünschtes“ (Hans Platschek) ein DALI-Ölbild zum Kauf bringt, dann sind schließlich alle froh. Wer wollte dagegen was haben? (Dietmar Moews hat sehr viele DALI-Gemälde und unzählige Grafiken gesehen und sagt: NEIN DANKE – es sind meist schlecht gemalte linkische Leinwände, oft langweilige unechte Blätter) – aber, was geht es mich an, wenn sowas jemand gerne kaufen möchte.

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Ob die DALIs im Dali-Museum in Figueras echte oder unechte Dali-Gemälde sind, ändert es nichts daran, dass es leicht erkennbar überwiegend schlecht gemalte Bilder sind. (Wer im James Ensor-Haus in Ostende nicht erkennt, dass dort Photo-Tapeten an den Wänden hängen, hat keine Augen im Kopf und kann Kunstqualität nicht beurteilen):

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Urteilskraft des Betrachters ist allerdings Voraussetzung, Kunst erkennen zu können.

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Wer das nicht kann, ist außerhalb der Kunsterlebnisses – derjenige ist vielmehr im Selbsterlebis seiner Unfähigkeit (das kann ja auch ganz schön sein, sagt der Autist zum Solipsist).

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Das Drama setzt konkret bei der miesen Qualität schlechter unechter Künstler an. (Wenn Schrubber-gerakelte 6-Meter-Flachware von Gerhard Richter nicht vom Estrich einer Messebau-Firma im Akkord sich unterscheiden lässt).

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Sowohl Wolfgang Beltracchi bringt lediglich schlechte Namen, deren schlechte Malerei er „sinngemäß“ variiert.

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Ob sich Wolfgang Beltracchi, der eigentlich eine harmlose Pinselei zu Geld macht und dabei in gepflegtem Metier Bilderbücher durchblättert, noch über die aufgespießten, verfaulenden bzw. vertrocknenden Kartoffeln in der POLKE-ALIBI-Ausstellung sich freut? – Ob sich Beltracchi mit seinen Sonja Delauney-Varianten als Seitenzweig der „Verirrrten Kunstförderung“ erkennt? Vermutlich sitzt er lieber in der Sonne.

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Ob sich ein heutiger Kunststudent der Düsseldorfer-Quatsch-Akademie als Teil dieser „Verirrten Kunstorganisation“ erkennt? Welche Chance hätte er, über die Malerei-Helfer in der Immendorf-Produktion („Schröders Affen-Portrait“) zu diskutieren und eine aktuelle selbstbestimmte Kunstdebatte, frei und demokratisch über den engen Rahmen der Akademie-Öffentlichkeit hinaus anzuregen?

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Mit wem sollten die denn wohl diskutieren?

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Mit den eigenen sogenannten „Professoren“, die ja auf diesem Wege ihr Monatsgehalt erdienen, lässt sich die „Verirrte Kunstorganisation der Bundesrepublik Deutschland“ und die „Salonpersonnage“ nicht diskutieren. (Oft sind diese „Salon-Professoren“, wie Tony Cragg, Ausländer und interessieren sich nicht für die deutsche demokratische Republik – ja, sie wissen dazu fast NICHTS, kassieren nur das Staatsgeld monatlich.

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Man wird von Beltracchi keinen bedeutenden „Picasso“ oder „Matisse“, Monet oder Manet sehen, sondern nur all das Gesoße, das bei der Galerie Thomas aus München noch frischklebrig auf den Kunstmessen erscheint – einer bei Thomas sogenannten „Klassischen Moderne“, große Namen, unbekannte schlechte So-wie-Gemälde im preisgünstigen Geldwasch-Segment (sehr beliebt „Jawlenski“, „Blauer Reiter“, „Max Beckmann“, schlechte „Liebermanns“ (Max Liebermann war ein sehr guter Maler), Delauney, Emil Nolde, Seifert-Watenphul, Campendonck. –

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Ja natürlich – schon die Geschwister von Alberto Giacometti haben bereits zu seinen Lebzeiten den eigenen Ausbau der schlechten Figuren-Fälschungen ins Geschäft gebracht. Nebenbei gesagt sind „Giacometti-Figuren aus Bronze natürlich keine Skulpturen (Bildhauerei vom Material heruntergeschlagen), sondern es sind Güsse, Abgüsse, Schmiedetechnik und Bronze-Güsse Plastiken über verlorene Formen.

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Allerdings – wer wollte es Anbietern und Käufern verhindern: Die Giacometti-Lieferanten wie auch Wolfgang Beltracchi-Foto-Moderne liefern, was Käufer wünschen.

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Der Kunstbetrieb und die riesige Schar unechter Künstler, diese „interessierten“ Akteure, die Kunst von Pseudokunst gar nicht zu unterscheiden wissen – die auch nur auf dieser billigen Schiene selbst als „Künstler“ im Kunstbetrieb und in der Künstlersozialversicherung und in den Künstlerverbänden und sogar schon bei den Studienbewerbern herumhängen (Immendorfs Studenten im Stundenlohn, die solchen Quatsch produziert haben, sind der harte Grund dafür, dass es heutzutage möglich ist, schlechte Kunstfälschung billig zu produzieren (Kunststudenten) überhaupt irgendwo am Markt ab- und durchzusetzen.

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Der Clou sind die Artmen und Salonpersonnage, die oft als studierte „Kunstwissenschaftler“ keine Kenntnisse aber Verwaltungsposten und Parteiengschaftlhuber kennen: Denn diese setzen sich gegenseitig in die sogenannten „hochkarätigen“ Kunstgremien hinein.

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Diese unechten Künstler sorgen dafür, dass unechte Kunst hochgepreist und in die staatlichen Kunstbezeugungs-Plätze, Biennale, Documenta, Museum Ludwig, „Guggenheim usw, durch die WESTKUNST-Welt gekurbelt wird. (Wer so was sehen will, schaue nur die aktuell abgelaufene „Polke-Ausstellung“ „ALIBIS SIGMAR POLKE – RETROSPEKTIVE 14. März 2015 bis 5. Juli 2015 (die noch bis Übermorgen läuft), mit unzähligen belanglosen Nonsense-„Polkes“ im Kölner Museum-Ludwig an: In dieser „Polke-Schau 2015 ist die Werkqualität so schlecht, dass es egal ist, ob es echte schlechte oder gefälschte schlechte Bilderrahmen sind.

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Dann – hoch gelabelt, hochgepreist, in die wichtigsten Museen geliehen und geschenkt (der schlechte ERNST WILHELM NAY) – kaufen Investoren „Wandaktien“ , deren Werthaltigkeit der syndikalisierte Markt des „ersten Kunstmarkts“ – die Verkäufer –  garantieren (einschließlich Rückkaufoptionen / s. Achenbach).

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Schluss: Nicht Beltracchi oder Giacometti machen was falsch – sondern der Staat organisiert eine verirrte Kunstorganisation, in der „Werkqualität nicht beachtet und Kennerschaft ignoriert werden.

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Das nennt man dann „Demokratie“ in der Kunst (jeder Kunstkonsument ist Künstler):

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Im Kunstberuf können heute in allen Belangen Laien und Nichtskönner die begehrliche Mehrheit als Salonpersonnage im Kunstprozess bilden.

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Während Früher Salonkunst dazu diente, dass vor den Werken gesellschaftsrelevante Abendveranstaltungen stattfinden konnten – Salonkünstler dienten zur Belustigung da („der röhrende Hirsch“ – den musste immerhin jemand malen können) – kümmert man sich heute in der verirrten Kunstorganisation eben um die Qualität der gemalten „Hirsche“ nicht (warum auch).

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Sondern heute hat man statt Salonmaler oder Salonkünstler nunmehr (professionelle Salonpersonnage), die sich als unechte Künstler mit unechten Machwerken im Kunstbetrieb verankert haben bzw. verankert wurden.

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Darüber stimmt nun die steuerzahlende Wählermehrheit täglich ab:

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Wenn die lustigen 1,30 min Kunstklamauk in der Tagesschau kommen, wo Gerhard Richter sagt: „Ich finde die Preise sehr hoch“ – oder Schlingensief sagt „Ich bin wichtig“ oder Beltracchi sagt: „Ich kann jeden Maler“ – kann man das prüfen:

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Beltracchi kann leider nur die grobe Schlechtware liefern (Beispiel seine grottenschlechte „Primavera-Variante“ nach Botticelli – egal, wenn dazu „Gutachten“, „Expertisen“, „Provenienz“ mitgeliefert, wenns gekauft wird) und für Giacometti fehlt Beltracchi die Kundschaft – das könnte Beltracchi sicher auch hinkriegen.

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Was sollte Dietmar Moews dagegen haben, dass jemand Giacometti sofort erkennt, unmittelbar nach betreten der neuesten Kunstmesse? Was spricht dagegen, dass jemand anderes sofort Micky Mouse und Donald Duck erkennt? Dafür hat Walt Disney ja gearbeitet. Disney hat völlig legitim seine Kundschaft beliefert.

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Von Kunst hätten wir mit Beltracchi, Giacometti und dem neuen Kölner Kölner Ludwig-Leiter Yilmaz Dziewior nichts zu reden. Und mit dem ganzen Beuys-Gerümpel auch nicht.

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Dass der Biennale-Leiter von Venedig, Okwui Enwesor, nicht „Das Kapital“ von Karl Marx, als staatlicher Kunstbetrieb, vorlesen ließe, von vorne bis zur letzten Seite – aber er selbst hat von dem Inhalt keine Ahnung. Und niemand wird sich die Vorlesung monatelang anhören. Wird Sowas gerade der Belanglosigkeit halber durchgezogen, wie die MEW-Bände ungelesen in den Grüften der SED-Haushalte unaufgeschnitten vergammelt waren, so wird es jetzt in Venedig laut vorgelesen (egal, wer da zuhört – egal, ob Qualität).

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Von denen wird permanent gegen das Gute, Schöne, Wahre, polemisiert – sie sagen, das Gute ist nicht gut, das Schöne nicht schön, das Wahre nicht wahr, das Gute ist nicht schön, das Wahre nicht gut und bis sie schwindelig sind, kommen sie dann damit heraus, dass das Unschöne das Wahre sei, das Böse usw. usf.:

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Was nur hat das mit deren Begehrlichkeit zu tun, von Wahr oder Unwahr, von Schön oder Hässlich auf Kunst oder Nichtkunst zu schließen?

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Wieso ist das Hässliche Kunst?

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Wie ist das Schöne nicht Kunst? – etwa, weil es schön ist?

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UNSERE WOHLHABENDE GESELLSCHAFT verzichtet auf die sistierfähige Übernahme der Verantwortung dafür, heute, als „Demokratie“, die jetzt anstelle der historischen Vorgänger, Kunstbesteller, Kunstentscheider (auch der Kirche und Kulturreiter anderer Kulturherrschaften) die Kunstqualität zu sichern hätten.

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Sie versagen vor der Pflicht, echte Künstler zu berufen, die hochbegabt sind und das Billige, Zufällige und Chaotische vom menschengemachten Wunder unterscheiden können.

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DIETMAR  MOEWS "Mexikano" DMW 567.7.0,140 cm / 140 cm, Öl auf Textil, in Dresden im Jahr 2000 gemalt

Dietmar Moews „Mexicano“ DMW 567.7.0; 140cm / 140cm, Öl auf Dekostoff, in Dresden im Jahr 2000 gemalt, VK Euro 9.500,.

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Hunde pissen in Städten

Juni 24, 2015
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vom Mittwoch, 24. Juni 2015

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Camello und Dietmar al San Donato in Collina / Firenze

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Hier, liebe Aufruferin und lieberer Aufrufer bringe ich mal zwei voneinander unabhängige Wertsetzungen zusammen in einem Blogbeitrag LICHTGESCHWINDIGKEIT:

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Ich wünsche frohe Diskussion über Hundepisse und Kunst-Scharlatane.

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Aber nicht mit mir.

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Dietmar Moews „Verirrte Kunstorganisation in der Bundesrepublik Deutschland … Soziologisch-empirische Untersuchung“, Universitäts-Dissertation, Bremen 2000:

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Klicke, um auf remote_access.php zuzugreifen

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(http://elib.suub.uni-bremen.de/publications/dissertations/Diss1224_Moews.pdf) überholt

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EINS Zur Hundepisse: Aus meiner Sicht gibt es keine Alternative (alternativlos) zu Haushunden von Haushundhalterinnen und Haushundhaltern in unseren Innenstädten.

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Diese Hunde sind für viele Menschen ein Lebensglück und Lebensmittel. Schließlich sind Hunde überwiegend auch sehr menschenfreundlich und schön anzusehen.

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Für mich gehört sogar als Tribut an unsere Menschheitstradition dazu, sich mit den verschiedenen Hunderassen und deren sehr spezifischen Verhaltensdispositionen auszukennen. Wir unterscheiden eben nicht nur junge und alte (demente) Hunde, nicht nur große, kleine, „riesige“ und Winslinge, gesunde und kranke – jeder Hund ist in seiner Eigenart und Andersartigkeit eine Bereicherung im Spielraum des allgemein gewünschten „Rechtes auf Leben“ – doch wohl für alle Lebewesen.

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Folglich haben wir Hunde, freuen uns, und Hunde müssen leben und stoffwechseln – also auch „Gassi gehen“.

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hrsg. von  Uwe Dressler und Alexander Neumeister Dresden 2003

In Deutschland gibt es, basiert auf einer gewissen sozio-politische Intelligenz, mancherorts, Hunderegeln, dass ein Hundebesitzer für seinen Hund haftet und dessen Hundekot einsammeln kann, sollte der Hund die Tüte treffen.

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In Dresden-Neustadt gab es nach 1989 einen unglaublichen Hundeboom. Denn man hatte auch über das Sozialamt einen Modus entwickelt, pro Hund Zuschuss vom Amt zu bekommen, der dann in Bierdosen umgewidmet wurde, während Pfiffi mundraubend durchs Straßengewirr irrte und mit reichlich Durchfall die Bürgersteige derart vollschiss, dass es irgendwann den Anwohnern nicht mehr gefiel: Es erschien ein Buch:

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Zeichnungen von Alexander Neumeister

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Auktionshaus LEMPERTZ annonciert GERHARD RICHTER (30cm / 40cm für 400.000 SF)

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ZWEI Die verirrte Kunstorganisation der Bundesrepublik Deutschland, die der Staat

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ZWEI A über den Modus „Freiheit der Kunst“ in eine Auflösung der Künstlerberufs gegen echte Künstler, zugunsten unechter Künstler, gebrochen hat und

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ZWEI B mit staatlichem Geld staatliche Bezeugungshäuser und Wanderveranstaltungen mit Betriebsmitteln und unglaublich zahlreichem Staats-Personal der unechten Kunst in einen Alles zuschüttenden KUNSTBETRIEB der zeitgenössischen Kunst dirigiert.

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ZWEI C Die Kunsthändler – Salonpersonnage, Artmen, Auktionen, Agenten, Kustoden, Kunstpolitiker, Kunstgewerkschaft usw. sämtlich der echten Kunst und Künstlern vor- und nachgelagerte KUNSTKONSUMENTEN – keineswegs KUNSTPRODUZENTEN – syndikalisieren diesen verirrten Kunstbetrieb.

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Indem Zulassung und Bereitstellung von dieser „Staatskunst“ allein den Syndikats-Händlern und den unechten Vertragskünstlern ermöglicht wird, entsteht eine heutige Pseudokunst, von der Bundespräsident Gauck heute der englischen Königin Elizabeth II. sagte, nachdem sie das blaufarbene Pferd bemängelte: Dann können Sie ja Lübecker Marzipan nehmen – Niederegger – das ist sehr berühmt.

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Hier also ein griffiges Beispiel des gegenwärtig hochgepreisten unechten Scharlatans GERHARD RICHTER:

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Dieses und weitere solcher Richter-Kleinformate müssen nicht von Gerhard Richter persönlich – eigenhändig, handsigniert – stammen. Es gibt die Vertragshändler, die als Agenten Richter-gelabelte Flachware verbreiten.

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Ganz Konkret handelt es sich bei einer Leinwand, 30cm / 40cm, mit berakelter Farboberfläche um serielle Manufaktur aus einer Malerwerkstatt.

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Davon kann ein Mann pro Tag etwa 30 Stück anfertigen:

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Es gibt eine Leinwandgrundierung, eine Grundfärbung, mehrere Rakel-Werkgänge, die jeweils nur etwa zehn Minuten dauern.

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Gerhard Richter ist als mittelmäßiger Maler dafür bekannt, dass er schlecht abgemalte Photos ausstellt, wobei die Farbigkeit nie originell ist, nie schön, nie virtuos, nie besonders delikat ist: RICHTERS Zauberwort heißt RAL-Tabelle.

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30cm / 40cm gerakelt für 400.000.- Schweizer Franken bei LEMPERTZ

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Dagegen, dass jemand eine wertgarantierte Klein-Wandaktie für 400.000 Schweizer Franken kaufen mag, spricht meinerseits überhaupt nichts.

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Dass das Dresdner Albertium solche Pseudo-Kunst von Richter und seinen Agenten geschenkt oder geliehen bekam, damit die Museums-Aura, den privaten Käufer vom „hochkarätigen Rang“ des gerakelten Quatschs überzeugt, ist eine beliebige ökonomische Machenschaft

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Dagegen ist nichts zu sagen –

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Es ist aber eine Vernichtung der heutigen demokratischen Kunst, weil an dieser syndikalisierten Pseudokunst das gesamte Kunstbetriebs-Gerödel hängt, insbesondere staatliche Bezeugung und massenmediale Kampagnen (Documenta, Bienalen und jetzt auch die Kunsthochschulen, die den Pseudomist zertifizieren).

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Dietmar Moews meint: Tausend Hunde setzen täglich 1000 liter Pisse in die Straßen – das macht eine Tonne Pisse pro Tag in Köln: TÄGLICH.

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Man wird Hunde-Pinkelklos einrichten müssen: Offene Wiesenflächen als Sickergruben, die untergründig gegen das Grundwasser baulich gesperrt werden, das Hundeabwasser abfangen und in die Abwasserleitung der örtlichen Siedlungswasserwirtschaft den Kläranlagen zu leiten.

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Die verirrte Kunstorganisation muss über den Wert „Freiheit der Kunst“ eine offene Kunstqualitätsdiskussion erzeugen, damit Nichtkunst und Kunst, echte Kunst und unechte Kunst, echte Künstler und unechte Künstler zumindest in der staatlichen Organisation, Finanzierung und Bezeugung nicht mehr länger missbraucht werden kann.

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Wir ahnen, wie eine Diskussion demokratisch verläuft: Majorität der unechten Künstler und Nichtkünstler vergeben rosa Dreiecke an die Minderheit echter Künstler.

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Fröhliche Vögel singen. Traurige Vögel singen nicht traurig – sie hören auf zu singen.

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De facto werden die an 95% Kunstumsätze aus staatlichen Kassen über das Personal der unechten Künstler, als Salonpersonnage, abgezockt –.

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Diese Leute sollte man als ganz gewöhnliche Sozialhilfeempfänger zuordnen, statt damit einen alles verkleisternden Pseudokunstbetrieb zu finanzieren und dadurch zu organisieren, ja zu dirigieren.

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Was haben alle möglichen Schwarzarbeiter in der Künstler-Sozial-Versicherung verloren?

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Man soll sie in eine Ärzte-Versicherung aufnehmen – da stünden sie sich besser und der Künstlerberuf hätte die Wertschätzung und Respekt, ohne die ein heikles Gewerbe wie die Kunst gar nicht auskommt.

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GEDOK Brandenburg „DIE DINGE 6 LOS-Lösungen“: Schaulager in BASEL, konsequent, unbeirrbar und tiefgründig

Oktober 2, 2014

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am Donnerstag, 2. Oktober 2014

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Konsequent, unbeirrbar und tiefgründig“ Das Schaulager in Basel preist das Künstlerinnen-Kollektiv der GEDOK Brandenburg mit der Ausstellung „DIE DINGE 6 LOS-Lösungen“ als neues Universalgenie unserer Zeit.

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Ganz in der Tradition der individuellen Mythologien darf die GEDOK Brandenburg im Basler Schaulager ihr Universum ausbreiten – eine Werkschau wie eine Suchmaschinen-Ergebnisliste zum Thema „Gesellschaft“ verkörpern sie die Typen der Homines universales des dritten Jahrtausends?

Christian Saehrendt

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Macht man einmal das Experiment, ganz ohne Vorkenntnisse in die gegenwärtige Ausstellung des Schaulagers zu gehen, und erliegt nicht der Versuchung, sofort ins Ausstellungsbegleitheft oder auf die Werktitel zu schauen, dann findet man vorbemalte Buchdeckel in Petersburger Hängung, mit Beton ausgefüllte und mit Kabeln verbundene alte Schuhe, Einkaufswagen mit Plastiktüten, alte Pappkartons, Kohlezeichnungen von Greifvögeln, Lumpen hinter Glas, sinnlos in die Wand hineinführende Elektrokabel, Projektoren, die nichts projizieren. Projektoren in vollem Betrieb. All dies – und noch viel mehr – gehört zum Inventar der GEDOK-Brandenburg Retrospektive. Aber wo ist der Zusammenhang?

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Nun schauen wir doch ins Begleitheft und erfahren über die GEDOK Brandenburg „DIE DINGE 6 LOS-Lösungen“: „Ihr scheinbar sprunghaftes, ausuferndes und unübersichtliches Schaffen entpuppt sich dem interessierten Betrachter bei näherem Hinsehen als konsequent, unbeirrbar und tiefgründig.“ Aha! Und weiter:

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„Ihre Interessen reichen von aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen bis zu zeitlosen, großen Themen der Geschichte, Literatur und Philosophie.“ Oh! Damit aber nicht genug:

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„Als Video- und Installationskünstlerinnen, Zeichnerinnen und Malerinnen sind sie dabei ebenso versiert wie als Autorinnen und Dozentinnen.“ Wir sind beeindruckt und fast schon ein wenig eingeschüchtert, als wir lesen, dass im September auch noch ein GEDOK-Symposium geplant ist mit der GEDOK-Expertin Kathy Halbreich, die dafür eigens aus New York nach Basel anreisen wird. Wer sind denn diese Homines universales, wie konnte es sein, dass wir bisher noch nichts von denen gehört haben?

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Geboren im zwanzigsten Jahrhundert in Brandenburg, leben sie heute in New York. Vertreten waren sie u. a. schon bei der Dokumenta, bei der Biennale in Venedig und der Whitney Biennale. Höchste Zeit also für eine Retrospektive dieser Künstlerinnen, die bereits mit mehreren Werken in der Sammlung der Emanuel-Hoffmann-Stiftung vertreten sind! Für die Ausstellung wurde eine komplette Etage des Schaulagers zu einer musealen White-Cube-Raumabfolge umgebaut, um die Videoprojektionen und Installationen angemessen präsentieren zu können. Es gibt einen bekannten Künstlertrick des Bluffs, den auch die GEDOK, wie auch Gerhard Richter, Jean Paul Richter und Wolfgang Niedecken, offenbar gerne anwenden: Die Aufwertung einer Arbeit durch verrätselte, etwa hochtrabende Titel, wenn möglich noch mit Namen von Philosophen garniert. So nennen sie beispielsweise einen grossen Tintenstrahldruck, der einen Baum mit einer Krone aus Papierblättern und Wurzelwerk aus alten Schuhen zeigt, „World Wide Trash – thanks for nothing Hegel!“ und stürzen den Betrachter damit tief ins Grübeln. – Zwei digitale 2-Kanal-Videoprojektionen auf Leinwand in monumentalen Querformat bilden die Kernstücke der Schau. Sie nehmen jeweils einen Saal von der Grösse eines Kinos in Anspruch, zahlreiche Nebenprodukte wie Skizzen oder Storyboards füllen die angrenzenden Räume. Während der Film „Happiness (finally) after 35 000 years of Civilisation“ die Bildwelt Henry Dargers aktualisiert und einen immerwährenden blutigen Kampf zwischen unschuldig-friedlichen Jugendlichen und militärischen Gewalttätern zeigt, erinnert „Mr. Birds … trash … the future“ entfernt an die Kriegsdarstellungen Goyas: im Mittelpunkt steht hier ein abgestorbener Baumstrunk, der mal von Greifvögeln besetzt, mal mit Leichen behängt ist. Beide Filme breiten in bunter Zeichentrickfilm-Ästhetik höllenartige Szenarien aus. Der ebenso raumgreifende Werkzyklus „The 7 lights“ macht Böden und Wände zu Projektionsflächen bewegter Bilder. Die bisweilen scherenschnittartig scharfen Schatten und die unterschiedlichen Tempi der beweglichen Bildelemente erzeugen eindrucksvolle, fast schon meditative Stimmungen, besonders in jenem Raum, der mit dunklem Holzboden und einem entfernt an Abendmahlszenen erinnernden überlangen Tisch ausgestattet wurden.

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Einzelne, an die Art povera erinnernde Arbeiten haben durchaus ihren poetischen und humorvollen Charme, so faszinieren die verschiedenfarbigen, puzzleartig verzahnten Kunststeinplatten mit kryptischen Gravuren und lebenden Moos („Tablet“). Ein Kabel versenkt beide Enden in Wandsteckdosen und trägt den Namen „Argument“ – ein bisschen platt, doch im Blick auf manche Kunstdiskurse, die sich heftig im Kreise drehen, doch auch witzig. Oder bei den schwarzen und weissen Computertastaturen (“Oh, why so serious?“), deren Tasten durch Miniaturgrabsteine ersetzt wurden – da muss man als Kunstkritiker, den „tödlichen“ Verriss im Anschlag, schon lachen – über die Kunst, aber auch über sich selbst.

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GEDOK Brandenburg „DIE DINGE 6 LOS-Lösungen“. Selected Works. Schaulager Basel. Bis 19.Oktober 2014.Katalog Fr. 27-. weitere Publikationen anlässlich der Ausstellung. Symposium am 12./ 13. September u. a. mit Kathy Halbreich (MoMA). Zitiert nach Neue Zürcher Zeitung vom 10. September 2014, Nr, 209, Feuilleton Seite 27“

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Dietmar Moews meint: Als ich meine Kunsterlebnisse noch aus der Radio- und Fernseh-Illustrierten „Hör zu“, der wöchentlich heiß ersehnten „Original und Fälschung“-Suchspiel-Seite, bezog, waren da Meisterwerke abgebildet, in denen Fehler zu verstecken schwierig war – Original und Fälschung waren eindeutig zu unterscheiden.

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Das ist durch die heutige organisierte Staatskunst (OKF) und die Salonpersonnage, die den Kunst- und Kulturbereich so besetzt haben, wie die Söldner die Bundeswehr, nun so überholt, dass Original oder nicht immer original und unfälschbar ist. Warum nicht GEDOK? Wenn doch Frauen auch Berufssoldatinnen werden sollen? Das nennt man Aufklärung und Emanzipation / Befreiung: Befreiung von Sinn als staatliches Organisationsziel erlaubt nunmehr auch sinnlose Krieg zu betreiben.

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Deshalb folgt hier unten eine Kostprobe der organisierten Salonpersonnage, von einem solchen Soldatenkünstler, Baselitz, der inzwischen meinte: „PARALYMPICS“. (Keine Diskussion, bitte)

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Konsequent, unbeirrbar und tiefgründig“ Das Schaulager in Basel preist Paul Chan als neues Universalgenie unserer Zeit.

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Ganz in der Tradition der individuellen Mythologien darf Paul Chan im Basler Schaulager sein Universum ausbreiten – eine Werkschau wie eine Suchmaschinen-Ergebnisliste zum Thema „Gesellschaft“ verkörpert er den Typus des Homo universalis des dritten Jahrtausends?

Christian Saehrendt

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Macht man einmal das Experiment, ganz ohne Vorkenntnisse in die gegenwärtige Ausstellung des Schaulagers zu gehen, und erliegt nicht der Versuchung,sofort ins Ausstellungsbegleitheft oder auf die Werktitel zu schauen, dann findet man vorbemalte Buchdeckel in Petersburger Hängung, mit Beton ausgefüllte und mit Kabeln verbundene alte Schuhe, Einkaufswagen mit Plastiktüten, alte Pappkartons, Kohlezeichnungen von Greifvögeln, Lumpen hinter Glas, sinnlos in die Wand hineinführende Elektrokabel, Projektoren, die nichts projizieren. Projektoren in vollem Betrieb. All dies – und noch viel mehr – gehört zum Inventar der Paul-Chan-Retrospektive. Aber wo ist der Zusammenhang?

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Nun schauen wir doch ins Begleitheft und erfahren über Chan: „Sein scheinbar sprunghaftes, ausuferndes und unübersichtliches Schaffen entpuppt sich dem interessierten Betrachter bei näherem Hinsehen als konsequent, unbeirrbar und tiefgründig.“ Aha! Und weiter: „Seine Interessen reichen von aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen bis zu zeitlosen, großen Themen der Geschichte, Literatur und Philosophie.“ Oh! Damit aber nicht genug: „Als Video- und Installationskünstler, Zeichner und Maler ist er dabei ebenso versiert wie als Autor und Dozent.“ Wir sind beeindruckt und fast schon ein wenig eingeschüchtert, als wir lesen, dass im September auch noch ein Paul-Chan-Symposium geplant ist mit der Paul-Chan-Expertin Kathy Halbreich, die dafür eigens aus New York nach Basel anreisen wird. Wer ist denn dieser Homo universalis, wie konnte es sein, dass wir bisher noch nichts von ihm gehört haben?

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Geboren 1973 in Hongkong, lebt er heute in New York. Vertreten war er u. a. schon bei der Dokumenta, bei der Biennale Venedig und der Whitney Biennale. Höchste Zeit also für eine Retrospektive dieses Künstlers, der bereits mit mehreren Werken in der Sammlung der Emanuel-Hoffmann-Stiftung vertreten ist! Für die Ausstellung wurde eine komplette Etage des Schaulagers zu einer musealen White-Cube-Raumabfolge umgebaut, um die Videoprojektionen und Installationen angemessen präsentieren zu können. Es gibt einen bekannten Künstlertrick des Bluffs, den auch Chan offenbar gerne anwendet: Die Aufwertung einer Arbeit durch verrätselte, etwa hochtrabende Titel, wenn möglich noch mit Namen von Philosophen garniert. So nennt er beispielsweise einen grossen Tintenstrahldruck, der einen Baum mit einer Krone aus Papierblättern und Wurzelwerk aus alten Schuhen zeigt, „World Wide Trash – thanks for nothing Hegel!“ und stürzt den Betrachter damit tief ins Grübeln. – Zwei digitale 2-Kanal-Videoprojektionen auf Leinwand in monumentalen Querformat bilden die Kernstücke der Schau. Sie nehmen jeweils einen Saal von der Grösse eines Kinosin Anspruch, zahlreiche Nebenprodukte wie Skizzen oder Storyboards füllen die angrenzenden Räume. Während der Film „Happiness (finally) after 35 000 years of Civilisation“ die Bildwelt Henry Dargers aktualisiert und einen immer währenden blutigen Kampf zwischen unschuldig-friedlichen Jugendlichen und militärischen gewalttätern zeigt, erinnert „Mr. Birds … trash … the future“ entfernt an die Kriegsdarstellungen Goyas: im Mittelpunkt steht hier ein abgestorbener Baumstrunk, der mal von Greifvögeln besetzt, mal mit Leichen behängt ist. Beide Filme breiten in bunter Zeichentrickfilm-Ästhetik höllenartige Szenarien aus. Der ebenso raumgreifende Werkzyklus „The 7 lights“ macht Böden und Wände zu Projektionsflächen bewegter Bilder. Die bisweilen scherenschnittartig scharfen Schatten und die unterschiedlichen Tempi der beweglichen Bildelemente erzeugen eindrucksvolle, fast schon meditative Stimmungen, besonders in jenem Raum,der mit dunklem Holzboden und einem entfernt an Abendmahlszenen erinnernden überlangen Tisch ausgestattet wurden.

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Einzelne, an die Art povera erinnernde Arbeiten haben durchaus ihren poetischen und humorvollen Charme, so faszinieren die verschiedenfarbigen, puzzleartig verzahnten Kunststeinplatten mit kryptischen Gravuren und lebenden Moos („Tablet“). Ein Kabel versenkt beide Enden in Wandsteckdosen und trägt den Namen „Argument“ – ein bisschen platt, doch im Blick auf manche Kunstdiskurse, die sich heftig im Kreise drehen, doch auch witzig. Oder bei den schwarzen und weissen Computertastaturen (“Oh, why so serious?“), deren Tasten durch Miniaturgrabsteine ersetzt wurden – da muss man als Kunstkritiker, den „tödlichen“ Verriss im Anschlag, schon lachen – über die Kunst, aber auch über sich selbst.

Paul Chan. Selected Works. Schaulager Basel. Bis 19. Oktober 2014. Katalog Fr. 27-. weitere Publikationen anlässlich der Ausstellung. Symposium am 12./ 13. September u. a. mit Kathy Halbreich (MoMA). Zitiert nach Neue Zürcher Zeitung vom 10. September 2014, Nr, 209, Feuilleton Seite 27“

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DIETMAR MOEWS DMW 640.9.4 Strohfeld Öl auf Leinwand in Dresden gemalt

DIETMAR MOEWS
DMW 640.9.4 Strohfeld
Öl auf Leinwand
in Dresden gemalt

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Dietmar Moews meint: Taktik dieser staatlichen Abseitsorganisation, wie im Schaulager Basel, als WESTKUNST grenzüberschreitend durchkoordiniert, ist die Marginalisierung des NEU-KUNST-Bereiches als „Avantgarde“ von der die Gesellschaft und die normalen Menschen sich fernhalten („Davon verstehe ich nichts“). Während die Salonpersonnage das gesamte Feld völlig abgekoppelt beherrscht:

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Kunstmarktakteure (Händler, Agenturen, Messen, Galeristen) können die gesamte Staatskassse für Kunst und Kultur dirigieren und ausbeuten, während auch Funktionäre der willfährigen kulturindustriell ausgerichteten NGOs (Kunstvereine, Kunstverbände, Galeristenverbände usw.) was abbekommen, nur die freien Künstler selbst werden ausgegrenzt.

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Es wird unter der Bedingung, den Staat (Bund, Länder, Gemeinden – in der Schweiz Bund, Kantone und Gemeinden) mittels der OKF (organisierten Kunstorganisation) und die Salonpersonnage mit ausreichend Legitimation und gut dotierten Planstellen zu versorgen, als seien Kunst und Kultur durch die Politik befriedigend gestellt, ein riesiges Geld und unzählige bezahlte Posten für die Salonpersonnage abgegriffen.

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U-Bahn für die mainzer (auch als Bunker im Alarmfall)

U-Bahn für die Mainzer (auch als Bunker im Alarmfall)

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