Artur Fischer 1919-2016 – Kurznachruf

Januar 29, 2016
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Vom Freitag, 29. Januar 2016

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Heute wurde der Tod des herausragenden Erfinders und Unternehmers Artur Fischer, geboren 31. Dezember 1919 in Tumlingen, gestorben am 27. Januar 2016 ebendort, im gesegneten Alter von 96 Jahren, bekanntgegeben.

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Artur Fischer war gelernter Bauschlosser, also handwerklich ausgebildeter Metallwerker und stammt aus einer südwestdeutschen Familie im badisch-schwäbisch-schwarzwaldigen Land.

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Die Hitparade der Tüfteleien, Erfindungen und Entwicklungen von Artur Fischer nützten und nützen auch heute, täglich, jedem Menschen unserer Erde.

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STICHWORTE sind FISCHER-DÜBEL (1958), FISCHERTECHNIK-BAUKASTEN (ohne Strom), Synchron-Foto-Blitz (1949), essbares Kinderspielzeug aus Kartoffelstärke … insgesamt 1136 Patente und Gebrauchsmuster, Gründung eines Fischer-Erfinderpreises und einer ARTUR-FISCHER-Erfinderstiftung.

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Artur Fischer findet als ERFINDER keinen Vergleich, die Anzahl seiner Werke entspricht derjenigen des amerikanischen ELEKTRO-PIONIERS Thomas Alva Edison.

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Allerdings ist Fischer auch indirekt Autor einer „Kritik der tüftelnden Vernunft“ im Bereich der individuell analogen, sinnlichen, mechanischen Erfindungen, während Edison der erste Kollektiv-Feldforschungs-Unternehmer im Bereich der Elektro-Revolution und Elektrifizierung des 19ten und 20sten Jahrhunderts war.

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Während sich Artur Fischer anfangs gegen die Bezeichnung Tüftler gewehrt hat, kam er in der philosophischen Altersreife zu der Vorstellung, dass er selbst als Erfinder Fischer seine Werke aus Urteilskraft, Persönlichkeit, Vorbild, Tüftelei und handwerkliche Zielführung für einen Prototyp entspringen sah. Vorausgesetzt, alle diese Qualitäten sind am Werk, dann hatte für ihn durchaus „Tüftelei“ auch eine wesentliche Bedeutung.

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Laut Wikipedia: Die 1948 von Artur Fischer gegründeten FISCHER-Werke übergab er 1980 an seinen Sohn Klaus Fischer. 2012 erzielte die Unternehmensgruppe einen weltweiten Umsatz von ca. 618 Millionen Euro, den Hauptteil davon immer noch mit Befestigungstechnik (Dübel usw.). Allein im Werk Waldachtal-Tumlingen werden täglich mehr als zehn Millionen Dübel produziert.

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Hier hätte jetzt mal ein STAATSAKT zur Aussegnung und Ehrung eine beispielhafte Höhe.

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Beat-Diebstahl von KRAFTWERK vor URHEBER-Gericht

November 26, 2015
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Vom Donnerstag, 26. November 2015

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Keith Richards komponiert seit Jahren synkopisierte Vierviertel-Takt-Varianten für eigenes Copyright

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Der KRAFTWERK-Musiker erklärte im Interview zu seiner Rechtsposition:

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KRAFTWERK kämpft für eine Position des freien Künstlers an seinem eigenen Werk (§ 5 GG Freiheit der Kunst“) sowie den Anschlussgesetzen des Urheberrechts und der Folgerechte. Der Schöpfer habe das Recht und darf bestimmen.

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ER sagte:

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KRAFTWERK akzeptiert nicht die Veränderung ihres einmaligen exklusiven eigenen Musikwerkes, auch nicht in Details.

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Es geht KRAFTWERK angeblich um eigenes „Geistiges Eigentum“. Auch wenn es nur 2 Sekunden Beat aus einem alten KRAFTWERK-Studio-Mix betrifft, dass herauskopiert und in eine andere musikalische Weiterverarbeitung von dem Produzenten Moses Pelham gesampelt worden ist.

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Moses Pelham postuliert seinerseits die Kunstfreiheit.

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Man sinniert weiterhin: OHNE SAMPLES gäbe es keine HIP HOP – Musik.

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Urheberrechtsanwälte und Rechte-Juristen diskutieren über eine Bagatellgrenze (so ein Sprecher der DIGITALGESELLSCHAFT e.V.).

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Ein Urteil wird im Frühjahr 2016 erwartet.

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Dietmar Moews meint: Als Fachwissenschaftler, studierter Jurist und selbst als Kunstschaffender in den diversen international verbundenen Urheberrechts-Vermarktungsgesellschaften, GEMA, VG-Bild-Kunst, GVZ sowie VG-Wort, möchte ich auf zwei banale Tatsachen hinweisen –

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das us-amerikanische COPYRIGHT ermöglicht außerdem die Vernichtung des Urhebernamens: Wer z. B. ein Mozartwerk sich aneignet, darf seinen eigenen Namen dranschreiben und den Namen MOZART verschweigen.:

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EINS Die Musik von KRAFTWERK wird überhaupt nicht berührt oder verändert, wenn man davon Fragmente KOPIERT.

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Verarbeitet also heute ein Hip Hop-Bastler einen Beat von KRAFTWERK, hat KRAFTWERK kostenlose Werbung für den eigenen Namen und wird hierdurch konkret in Erinnerung gebracht – ein Schaden oder Nachteil ist durch ein Ausschnitts-Entnahme weit und breit nicht erkennbar, denn die Originalwerke werden durch „Zitatkopien“ nicht angerührt.

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ZWEI In den Urheberrechtstexten werden Autorenrechte als unveräußerliche und veräußerliche unterschieden.

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Der Künstlername muss immer am Werk bleiben (Keiner darf nach dem deutschen Urheberrecht Mozartmusik auf eigenen Namen anmelden und kassieren wollen).

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Mick Jagger komponiert mit Hund auf eigenes Copyright

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In der Musik wird Komposition anerkannt, wenn es mehr als ein Tonintervall oder ein banales Motiv ist. Sobald ein kompositorischer Zusammenhang bis zu sieben Takten zitiert oder einbezogen wird, um ein neues Werk zu komponieren, so ist das

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a) erlaubt und

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b) kostenfrei.

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Ab sieben Takten und auch ein wiedererkennbares Melodiemotiv dürfen nicht ohne Quellenangabe (oder ohne Lizenz) weggenommen werden.

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Die Weiterverwendung größerer Teile eines bereits vorhandenen Werkes können zwar bearbeitet werden, aber nur unter Angabe des Ursprungskomponisten, sowie unter Abführung festgesetzter Folgerechts-Lizenzgebühren an die Rechtehalter.

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Bei geschützten Werken von noch lebenden Musikern, kann zwar die Aufführung und das Eigenarrangement, eventuelle Bearbeitungen, Textzusätze u. ä. nicht künstlerisch verhindert werden – aber die Schutzgebühren, die für die öffentliche Verwertung und Vermarktung bzw. die anfallenden Lizenzgebühren müssen in vollem Umfang an die Schöpfer und Autoren abgegeben werden.

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Es besteht die Folgerechte-Vertragsregelung zwischen den eigentlichen Urhebern und den Verwertern bzw. denjenigen die sampeln und bearbeiten wollen (entweder grundsätzlich oder durch freiwillige Mitgliedschaft bei einer Urheberrechts-Verwertungsgesellchaft (e. V.) wie die GEMA).

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Entscheidend ist, dass Geld mit Leistungsverwertung gemacht werden soll und eine Klärung der FRAGE:

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Wessen Leistung wird hier zum Umsatz?

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bzw. eine anteilig als Urheberrechts-Lizenzgebühr klar ausgewiesene Rechnung ist als Vertrags-Folgerecht zu vereinbaren und Geldflüsse zu belegen.

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Wie weit erbringt der neue Schöpfer unter Verwendung von geschützten Teilen zitierter Werke eigene Urheber-Leistungen (z. B. als Komponist?)?

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und wie weit erwirbt der neue Schöpfer eigene Rechte an einem Werk, das unter anderem auch unter Verwendung von künstlerischen Fremdleistungen erzeugt wurde?

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Das ist bei konkreten Cut an Paste und sequenzierten Sample-Zitaten eindeutig materiell beweisbar – .

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Aber es ist eben auch keine Berührung des zitierten Werkes, wenn ein digitales Dokument kopiert wird. Besonders, wenn das Ausgangsstück unbekannt und nicht erkennbar ist (z. B. hier: 2 Sekunden sythetische HIP HOP OFF-Beat-Sequenzvon KRAFTWERK) kann nur von KRAFTWERK-Kunden wiedererinnert werden.

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Schließlich ist ohnehin fragwürdig, ob man einen Vierviertel-Takt Beat rechtlich als eigenes Musikwerk urheberrechtlich schützen lassen kann?

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Dann kommt demnächst jemand, der eine Generalpause für sich als Musikrecht schützen lassen will, einen C-Dur-Akkord oder einen Buchstaben aus dem Alphabet – Naturphänomene sind nicht dem Lizenz-Folgerrecht zuzuordnen.

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Yves Klein hatte das ULTRAMARINE-BLEU zum Anmalen seiner KUNST-Banalitäten auf sein persönliches Markenzeichen gezogen – aber, jeder, wer will, kann und darf, wie FRA ANGELICO, blaue Bilder malen oder auch seine Kleiderständer und seine Geige Blau anpinseln.

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Mach’s, wer kann! (Gottfried Keller: Der grüne Heinrich)

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Auch ein Koch, der das SALZ in der SUPPE patentieren lassen wollte, müsste schon mit TTIP und MONSANTO kommen, sonst würde jeder Küstenbewohner an den salzigen Weltmeeren MONSANTO nur auslachen.

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