Universität Freiburg als deutsche Dopingvergangenheit und Zukunft

Oktober 20, 2014

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am Montag, 20. Oktober 2014

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Universität Freiburg, Fachbereich Rehabilitive und präventive Sportmedizin – sollte einer externen Aufarbeitung ausgesetzt sein.

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Die Vorsitzende der Doping-Kommission wirft der Universität Freiburg massive Behinderungen ihrer Arbeit vor. Jetzt hat Letizia Paoli mit ihrem Rücktritt gedroht. Uni-Rektor Hans-Jochen Schiewer zeigt sich mehr als verwundert.

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Die „Badische Zeitung“ berichtet heute: „… Uni-Rektor Hans-Jochen Schiewer zeigt sich mehr als verwundert. …Die personelle Besetzung der Kommission unterlag in den vergangenen siebeneinhalb Jahren einem stetigen Wandel. Hans-Joachim Schäfer, der erste Kommissionschef, trat Ende 2009 aus gesundheitlichen Gründen zurück. Damals übernahm die gebürtige Italienerin Paoli, die sich nicht nur mit ihren Doping-Forschungen, sondern auch ihrer Arbeit über die italienische Mafia international einen Namen gemacht hat. Der Heidelberger Doping-Bekämpfer Werner Franke, ein Gründungsmitglied der Kommission, schied im Jahr 2012 aus. Allerdings rückte ein anderer namhafter Experte im Anti-Doping-Kampf nach: der Heidelberger Professor Gerhard Treutlein. Zusammen mit dem Wissenschaftler Andreas Singler hatte Treutlein bereits zur Jahrtausendwende die bislang umfassendste Studie zur Doping-Vergangenheit des westdeutschen Sports erstellt („Doping im Spitzensport“). Treutlein gilt auch als intimer Kenner der Freiburger Doping-Historie …“

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Freiburg war die „Hauptstadt des deutschen Dopings“. Insbesondere Radrennfahrer haben jahrelang im Profi-Doping-Radfahren in der Weltspitze mitgedoped. Aber auch alle anderen Sportler fanden in Freiburg Zugang, namentlich Leichtathleten, auch Fußballer und andere. Die vor Jahren namhaftesten Professoren Keul und Klümper traten auch stets als Fachleute in der Öffentlichkeit auf, immer mit eigenen „klaren“ praktischen Abgrenzungen zwischen verbotenem Doping und angewandter Sportmedizin zur Heilung, Vorbeugung und Stärkung der Sportler.

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Eine Aufarbeiterin, Professorin Paoli, beklagt sich jetzt darüber, dass die Universität bei der Aufklärung mauere.

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Der Rektor der Universität Freiburg, Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, hat nunmehr die Einrichtung einer „Forschungsstelle Sportmedizin“ als universitätseigene Aufarbeitungskommission an der Medizinischen Fakultät angekündigt. Alles, was jetzt von der externen Kommission bemängelt wird, soll nachgearbeitet werden.

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Statt dass verabredungsgemäß im Mai 2014 einen Bericht mit wesentlichen Gutachten zu den Dopern Professor Keul und Professor Klümper, als Freiburger Doping-Vergangenheit, vorlegen zu können, wird die Untersuchungsarbeit nachhaltig von der Universität, insbesondere auch durch den Rektor selbst, durch Verschleppung und Zeitverzögerungen verhindert.

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Die heute neuangekündigte Aufarbeitungskommission des Rektors Schiewer ist insofern unglaubhaft, wie die jetzt gescheiterte Kommission ebenfalls den Selbstreinigungs-Heucheleien der Universität Freiburg entsprungen war.

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Auch hier scheint Zeitverzögerung durch Verfahren das organisatorische rechtswidrige Mittel des Rektors zu sein, dem Geheiß durch die Politik,  auf Verhinderung der Aufklärung, zu folgen, statt der Aufklärung zu dienen.

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Erstaunlich ist auch, dass die frühere Leistungssportlerin und Doping-Aufklärerin Brigitte Bärendonk nicht in gleichem Maße staatsmedial vorne gehalten wird, wie die DDR-Sprinterin Ines Geipel – die allerdings gut lesbare Erlebnisberichte publiziert.

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Angeklagt werden muss das unmoralische und kriminelle Gladiatorendenken der Politik, sich bereits flächendeckend an Kinderdoping zu verbrechen. Während dann die Invaliden Ex-Spitzensportler dem sozialen Elend überlassen werden.

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Nach Bericht des Jahres 2009 liegen die Hauptvorwürfe über die Aktionsfelder des in Freiburg praktizierten Dopings vor, insbesondere die Namen derjenigen Freiburger Koryphäen Klümper und Keul. Auch die beiden kommerziellen Freiburger Geschäftspartner des bekannten spanischen Blutdopers Fuentes haben hier mitgespielt und arbeiten weiterhin.

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Der heutige Rektor erklärte heute, er könne zu dem nichtabgeschlossenen externen Aufarbeitungsbericht der Prof. Paoli nicht Stellung nehmen, da er den nicht gelesen habe.

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Dietmar Moews meint: Man könnte über die Doping-Vergangenheit der Bundesrepublik hinwegtäuschen – reicht es doch wunderschön mit dem Zeigefinger auf das stalinistische Doping der DDR-Armeesportler zu zeigen.

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Dabei hat das Gesamtdeutsche Doping inzwischen eine Sprachregelung: DDR-Doping war flächenmäßig und ohne Aufklärung und Einwilligung der Sportler. Freiburger Doping war freiwillig und individuell.

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Es ist völlig klar, dass die riesigen staatlichen Geldaufwendungen durch die Bundesregierungen (Ressort des Bundesinnenministeriums, namentlich die Minister Genscher, Kinkel, Baum, Wolfgang Schäuble) für Doping,mit dem Ziel internationale Spitzenleistungen herzustellen, nachträglich so weit wie möglich vertuscht werden soll bzw. gar nicht erst aufgewirbelt wird.

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Ohne Zweifel handelt der Freiburger Rektor Hans-Jochen Schiewer als unterworfene Schranze, das Doping, als eine Spielart der Staatskriminalität, nicht „unnötig“ aufzuklären.

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Die Einberufung einer universitätseigenen Aufarbeitungskommission, anstele der jetzt erfolglosen externen Gutachter-Aufklärungsarbeit durch Prof. Paoli ist ein Skandal.

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Denn Prof. Paoli hat mit dem Eklat, dass die Untersuchung vom Freiburger Rektor Schiewer indirekt behindert bzw. nicht ausreichend ermöglicht wurde, die verdächtigung und konkrete Hinweise verbunden, dass auch heute weiterhin in Freiburg Doping praktisiert wird, Doping vermarktet wird und dass Doping-Forschung fortgesetzt wird.

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Hierüber sollten jedenfalls Klärung und politische Maßgaben erfolgen. Indem die Regierungen und Parlamente festlegen, welches Doping der deutsche Staat von der Universität erwartet und wo die strafrechtlichen Grenzen sein sollen. Bislang arbeitet man mit definitorischen und praktischer Verschleierung und mit internationalen Graubereichen.

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WM-Kirche: Torwartwunder mit Wundertorwarten in Brasilien

Juni 29, 2014

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am, 29. Juni 2014

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Bei der FIFA-Visa-WM in Brasilien sieht man ungeheuerliche Torwartleistungen.

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Fußball im Fernsehen bringt natürlich Torwarte besonders heraus. Während man auf einem analogen Fußballplatz stets wartend herumstehende Torleute bemerkt, die schlechte Abschläge und Fehler machen, Rumbrüllen und frieren. Während eine tolle Rettungstat meist nur in Sekundenbruchteilen schlecht zu sehen ist, bringt die Fernsehinszenierung gerade die besonders herausragenden Wunderkatzen:  die halten unhaltbare Bälle – segeln in Zeitlupe oder sind einfach mutig und unheimlich schnell.

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Dietmar Moews meint: Alle Fußballer wissen, wie junge Torwarte entstehen (wie Manuel Neuer kürzlich sagte: ich wollte das technisch lösen). Lev Jaschin, die Legende, hat heute zahlreiche Nachfolger:

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Der herausragende Guillermo OCHOA von Mexico ist heute ausgeschieden, während er die Niederlande 90 Minuten lang als unüberwindbar einen Zahn nach dem anderen gezogen hatte: Stellungsspiel, Reflexe, Kommunikation, Antizipation, Mut – der Schlussmann Keylor Navas von Costa Rica Ochoa ist sensationell.

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Grosics, WM-Torwart Ungarn 1954

Grosics, WM-Torwart Ungarn 1954

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Wir sahen Afrikaner, die inzwischen ausschieden, selbst England hat einen Jungmeister. Die Deutschen, von denen hier oft gesagt wird „bester Torwart der Welt“ sind sehr gut, der Spanier fiel mal ab, Buffon ist herausragend, der Franzose hielt exzellent.

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Hier werden Idole gesehen. Hier entstehen Sportvorbilder. Ich sehe darin eine gute Seite der Fifa-Schummelparty. Doping für Torwarte? Lies Toni Schumacher – sieh den Ungar Grosics: TONI, du bist ein Fußballgott.

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