Günther Jauch-ARD-Talkshow zu KOHL-“Vermächtnis“

Oktober 13, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4987

am Montag, 13. Oktober 2014

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Angelegentlich öffentlich ungefragt fotografiert zu werden, bemerkte Professor Doktor jur. Alphons Silbermann: „We live in a free country“.

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Silbermann wollte damit nur sagen: Was nicht verboten ist, ist allgemein hin erlaubt!

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Er wollte nicht sagen, dass er das Fotografiertwerden wünschte, oder wie „beautiful America“ sei oder wie sehr er (mit UK-Pass) die britische Lebensweise schätze (er meckerte ziemlich über Australien und das Benehmen in London gegenüber Australiern – Australier wurden geringgeschätzt; Silbermann als Kölner Jude aus Sidney war in London auf Behörden wie ein australischer Bauer zurückgesetzt worden):

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We live in a free country“ –  ja, es sei hier einmal ausdrücklich vorbemerkt: Wo man hinkommt, auch in höheren oder obersten Entscheidungs- und Verantwortungsrängen unserer freien Gesellschaft, wagen es Menschen nicht, ihre eigene Meinung zu sagen, wenn diese von der herrschenden Meinung abweicht.

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Viele sparen sich, überhaupt eine Meinung zu bilden. Wozu die Mühe, wenn sie generell meinungsscheu sind?

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So lange es grobe „Für oder Wider“ gibt, besteht die Möglichkeit, die eine oder die entgegengesetzte Meinung zu verkünden, ohne Gefahr zu laufen, dass nachgefragt wird. Aber auch in solchen Fällen, wo eine Meinungsäußerung nicht einfach stehen gelassen wird, nachgefragt oder widersprochen wird, macht der Meinungsscheue meist einen Schritt zurück:

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Das geht mich nichts an. Das muss mich nicht interessieren. – Die Hitlerschlauheit.

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Autor dieses Blogbeitrages hier, Lichtgeschwindigkeit 4987, Dr. Dietmar Moews, veröffentlicht prinzipiell seine eigenen Meinungen. Die Meinungen werden argumentiert sowie außerdem auf bekannte Sachverhalte und die dazu ansonsten  verbreiteten bekannten Meinungen kritisch bezogen.

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Nun also Günther Jauch, gestern Abend, 12. Oktober 2014, in der Sonntags-ARD-Talk Show.

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Die Runde war zum Thema Jauch und Gäste zusammengebeten: Man beschäftigte sich mit „Helmut Kohl – wem gehört seine Geschichte?“.

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Jauch hatte als Gäste Helmut Kohls Freund und Rechtsanwalt Stephan Holthoff-Pförtner, Helmut Kohls Biographen und Ghostwriter Heribert Schwan, den bayerische Altministerpräsident CSU-Ehrenvorsitzenden Edmund Stoiber, den „Spiegel“-Mann Nikolaus Blome, die Witwe von SPD-Legende Willy Brandt, Brigitte Seebacher zusammengesetzt.

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Der Sendungsmoderator Günther Jauch teilte, wie meist, keine eigene Meinung zum Thema mit, zumal keine differenzierte Problem-Darstellung: Das Buch ist im Verkauf. Kohl hat vor Gericht die Bänder eingeklagt. Kohl wollte ein Zitate-Buch von Schwan verhindern. Darf Schwan das Buch publizieren? Hat Kohl recht?

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Im Übrigen hielt Jauch sich, wie meist, daran, dass seine Köppe schon den Wert seiner Talk Show an sich ausmachen.

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Der Fernsehzuschauer erfuhr also nicht, ob die im Zentrum dieses Publizistik-Streits um “Vermächtnis Die Kohl-Protokolle“ stehenden Werte auf das neue Schwan-Jens-Buch bezogen sind: Verwirklicht Schwan solche Werte? verletzt er Werte?

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Handelt es sich um das Recht der deutschen Gesellschaft, wichtige Einblicke in das personelle Machtgeschehen seiner gewählten Repräsentanten zu erhalten?

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Müssen die Deutschen wissen, wie verletzend und schmerzbefreit die Abrichtungsmacht der deutschen Parteien gegenüber den Parteimitgliedern und wie rechtswidrig Leitungskader funktionieren?

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Ist allgemein und konkret bekannt, welche tägliche Hassquelle das Parteienregiment nach Innen bedeutet? – Käseglocke und Abrichtung sind beschönigende Stichworte.

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Hat Kohl seinen Tonbandprotokollen etwa nicht aus seiner Sicht wichtige Zeugnisse der Staatskunst in seiner Zeit geben wollen? So steht es ja nicht bei Machiavelli.

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Jauch arbeitete auch nicht heraus und fragte nicht danach, welche Geschehnisse als substantanzielles Vermächtnis Kohls anzusprechen seien und ob Heribert Schwan das herausgebracht habe.

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Das neue Schwan-Buch ist immerhin eine Auswahl von Zitat- und Bezugsstellen aus den in den Jahren 2001 und 2002 aufgenommenen Tonbandprotokollen, das gesamte Leben Kohls umfassend. Insofern handelt es sich materiell – als mündlich zu Protokoll gegebene Zeugnisse – um einen wichtigen Teil des Kohl-Nachlasse – also Teil des Vermächtnisses.

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Kohls Vermächtnis zu fokussieren, ist Angelegenheit der Geschichtswissenschaftler und des weiteren Zeitgeschehens. Hier wird erhoben, analysiert und interpretiert, was aus Kohls Leben und Arbeit im Sinne von „Vermächtnis“ herausgehoben stehen kann.

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Bei Jauch erfuhren wir das alles nicht.

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Aber immerhin konnte Frau Seebacher-Brandt sagen, dass Willy Brandt seinen „schriftlichen Nachlass“ nicht der SPD übergeben wollte. Dass im Falle des SPD-Granden Herbert Wehner die Dresdner Erbin Greta Wehner, das gesamte Wehner-Konvolut der Öffentlichkeit entzogen hat.

Heute ist noch neu hinzugekommen: Jetzt soll der Kohl-Nachlass samt Tonbändern einer der Nachlasspflege und -auswertung gewidmeten Stiftung übergeben werden. – Auch habe die zweite Frau, Kohl-Richter, erklärt, sie selbst babsichtige weder die Auswertung der Tonband-Vermächtnisse noch die Publikation der Autobiografie Kohl Teil IV zu verfassen. Sie wolle und könne das auch nicht.

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Edmund Stoiber hatte bei Jauch, wie meist, nur Konventionelles beizutragen, Strauss und der Wind der Geschichte.

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Nikolaus Blome, Ex-BILD nun SPIEGEL, beschränkte sich auf einen Satz: Den Umsatz. Der Spiegel publiziere, was die Leute lesen wollen (und was Heribert Schwan publizierte, weil es die Öffentlichkeit angeht).

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Das fand auch bei Günther Jauch mit fröhlicher Zitaten-Verwendung, durch Jauch selbst aus dem Schwan-Buch, statt.

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Die Autoren, Heribert Schwan und Tilman Jens, konnten in der Jauch-Sendung nicht mal auf die Eingangsvorwürfe der „unfassbaren Vertrauensbrüche“ reagieren. Schon gar nicht um die Substanz, um die es aber geht bzw. noch gehen müsste:

 

der deviante Sozial-Typus Helmut Kohl.

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Bislang unbekannte Sachverhalte und Dokumente zu Helmut Kohls Werk und Denken basieren auf der Lebensleistung des verdienten und erfolgreichen „Volksschriftstellers“ Heribert Schwan – der keineswegs die Deutungshoheit zu Kohl beansprucht.

 

Schwan ist nach Lage der Dinge vermutlich der gewichtigste Kohl-Experte überhaupt, hat sämtliche Aussagen Kohls in den offizialen Akten verifiziert bzw. richtiggestellt, hat sämtliche von Kohl gesperrten Stasi-Protokolle gelesen – kennt also auch die Grenzen der Diskretion und der Staatsgeheimnisse.

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Wer die Magnet-Tonbänder inzwischen gelöscht hat?

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Die Tatsache, dass die von Kohl gerichtlich zur Herausgabe eingeklagten Bänder von über 600 Stunden Dauer, laut Aussage des Kohlfreundes und -anwaltes Holthoff-Pförtner, heute über die Hälfte der Aufnahmedauer gelöscht sind, macht nunmehr Heribert Schwan und seine Typoskripte zum Kronzeugen. Wer, wie gelöscht hat, ist nicht bekannt und nicht zurechenbar.

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Eine hübsche Parabel ist die gerichtliche Feststellung auf Kohls Eigentumsrecht an den Tonbändern. Danach oblag und obliegt es Kohl eigenverantwortlich, auf die Bänder und die Magnetaufzeichnungen „aufzupassen“.

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Anders, wären es Schwans Bänder, hätte der löschen dürfen.

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Interessant wäre, wenn die Bänder beiden, Kohl und Schwan als GbR, zu Eigentum gehören würden – das wäre auch lustig: Helmut Kohl und Treue und Untreue: Wie es euch gefällt.

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Wieso waren die Bänder, seit 2001 / 2002, überhaupt in Heribert Schwans Besitz?

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Heribert Schwan ist ein versierter deutscher Journalist – er ist kein Heini.

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Dietmar Moews meint: Die Diskussion um Kohls Vermächtnis, so fern es in unsere aufgeklärte Zeit und in die sozio-politische Zukunft hinaussteht, wird noch intensive Diskussionen nötig haben. Es ist schockierend, wie und wie vorrangig „sozial schmerzbefreite Typen“, wie Kohl (z. B. gegenüber seiner Frau, wie sie Schwan als Hannelore Eins und Hannelore Zwei hervorragend herausgezogen hat) Politikeffizienz betreiben.

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Helmut Kohl, ein sozialer Berserker und Kraftmeier, der auf eigene Art die „Banalität des Bösen“ verkörperte, nicht kontrollschwach, nicht reflexionsschwach, nicht kritikschwach, nicht einfach ein „böser Bube“, sondern in seiner sozialkriegerischen Grundorientierung banal.

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Kohl hatte im Bundestagswahlkampf, wie Konkurrent Helmut Schmidt ebenso, Immanuel Kant als seinen Lieblingsphilosophen genannt: Kant der moralisches Verhalten als Naturerkenntnis extrapoliert hatte.

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Wir sollten an Kohls Vermächtnis nicht groß den seichten Günther Jauch verfluchen, sondern Hannah Arendts „Eichmann in Jerusalem“ und das endlos Böse eines Effizienzhandelns betrachten, dass der Täter als „Naturgesetz“ vorstellt.

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Man kann der neuen Frankfurter Schule nicht aberkennen, „Birne“ erkannt gehabt zu haben. Immerhin war Kohl zu dem epochalen Alleingang des „Zehn-Punkte.Programm“ fähig. – Birne war bei Hans Traxler zum Inhalt gemachte Form geworden.

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DDR-Leipzig 9. Oktober 1989 – 25 Jahre Angst-Erinnerung

Oktober 9, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4974

am Donnerstag, 9. Oktober 2014

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Nikolaikirche Leipzig 1997: Superintendent Magirius stellte ein Strohfeld von DIETMAR MOEWS zum Erntedankfest auf die Kanzel

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Warum nicht der SED-Funktionär Günter Schabowski den Friedens- und Literatur-Nobelpreis endlich zugesprochen bekommt, verstehe ich im Sinne der Unlogik der Preisträger-Auswahlen nicht.

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War es nicht geradezu „Konfekt“ der Spontanlyrik: „… also – Ihre Ausreise“ (ach nee, das war Genscher), „…Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich.“ (SED-Schabowski am Tage der Maueröffnung).

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Die Gefühle und Erinnerungsgefühle der Leipziger und der heutigen Menschen in Leipzig wünschen sich den 9. Oktober 1989 als alljährlichen Erinnerungs- und Gedenktag. Das wurde heute herausgehoben gefeiert.

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Der Bundespräsident trat auf: Joachim Gauck, der evangelische Pfarrer aus Rostock, dessen Verdienste an der „Wende“, auf die Vorwendezeit bezogen, relativ sind.

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Nikolaikirche, Leipzig, im Jahr 1996

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Dietmar Moews meint: Gaucks Behauptung in seiner heutigen Gedenkrede, es sei eine erhebliche Verschiedenheit zwischen Befreiung und Freiheit anzumerken, ist Blödsinn bzw. Zusammenhang verwirrend.

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Man sollte Gauck mal auffordern gelegentlich über Befreiung und Freiheit zu reden – was ihm so einfällt, soll er doch reden. Das wird lustig.

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Zum 9. Oktober 1989 jedenfalls hatte das Erlebnis für alle, die da in Leipzig betroffen oder konkret sinnlich beteiligt waren, das Gepräge von heller Angst. Kurt Masur, Gewandhausmeister (einer der Leipziger Sechs), erklärte: „eine bleierne Spannung lag über Leipzig“.

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Hier sieht man eine Abbildung der Situation nach dem 9. November 1989, als die DDR geknickt war. Bis dahin liefen die Dissidenten wie Schattenmenschen zusammen, ohne Plakate, ohne Transparente, aber zugeführt und abtransportiert werden hieß, Angst und Mut überhaupt hinzugehen.

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Leipzig, 9. Oktober 1989 nach dem Montagsgebet in der Nikolaikirche, zehntausende Leipziger ohne Plakate im Polizeispalier.

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Es ist auch jetzt die Erinnerung an diese einmalige, im Kollektiv erlebte, wahnsinnige Angst. Keine Eltern oder RAF mit Kinderwagen, man rief:

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Eine Erinnerung an Befreiung, am 9. Oktober 1989? – einem Monat vor „Schabowski“. Welche Befreiung an jenem 9. Oktober?

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Die Befreiung aus der Nikolaikirche in die Gasse der bewaffneten Volkspolizei in der Ritterstraße?

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Es ist hier eine gute Gelegenheit einmal Erlebnisberichte in ganz kurzer Form wiederzugeben. Dietmar Moews, zwischen 1996 und 1998 selbst wohnhaft am Nikolaikirchof im Nikolaikirchhaus, in persönlichen Kontakten mit dem Personal der Stadtkirche St. Nikolai und von einem anderen Leipziger Gemeindepfarrer, die am 9. Oktober 1989 dazwischen waren, mitgeteilt bekam:

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Am frühen Nachmittag des 9. Oktober 1989 strömten hunderte Stasi-Zivilisten in die Nikolaikirche, wo die regelmäßigen Montagsgebete abgehalten wurden. Diese Stasi-Leute kamen sehr früh. Sie besetzten die Kirche, damit keine anderen Leute mehr reinpassten. Man erkannte sie daran, dass sie Fremde waren, während sich die Montagsgebete-Leipziger untereinander kannten. Angeblich war dieser Gottesdienst mit über 2000 Personen überfüllt, die Nikolaikirche brechend voll.

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Am 9. Oktober wussten alle Leipziger, dass es zu ungewöhnlichen Anordnungen der Staatsordnung gekommen war. Jeder Leipziger kannte jemand, der im Staatsdienst arbeitete. Seit Tagen waren Soldaten kaserniert. Jetzt waren Waffen und Munition ausgegeben. Jetzt waren Turnhallen und andere Räume als Notlazarette vorbereitet (ca. 20 Prozent der DDR-Bürger waren in staatlichen Diensten).

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Die gesamte Situation in der DDR, die wachsenden Demonstrationen, die auswuchernden Ausreise- und Fluchtbürger, kurz, ungewöhnlich viele Leipziger waren in die Innenstadt gekommen, um zu sehen, was passieren wird. Innerhalb des Ringes war Leipzig ungewöhnlich voll. Die Wegebeschränkungen durch Ordnungskräfte leiteten diesen ziellosen Strom bzw. stoppten und stauten die Menschen, Blickrichtung Nikolaikirchhof.

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Außerhalb der Nikolaikirche, wo sechs bis sieben Zugänge bzw. Straßen zum Nikolaikirchhof hinführen, war die gesamte Innenstadt Leipzigs von der uniformierten, bewaffneten Volkspolizei abgeriegelt. Dazu befanden sich ungezählte Geheimdienst-MfS bzw. Stasi-Personen in diesem inneren Kordon.

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Als der Gottesdienst beendet war, strömten die Gottesdienstbesucher – die SED-Dissidenten und die MfS-Gottesdienstler – aus dem Nikolaikirch-Portal heraus und mündeten unausweichlich unmittelbar in eine Gasse, die die Bewaffneten gebildet hatten. Vorwärts im Spalier bewegte sich die Gottesdienstmasse über den Nikolaikirchhof in die Ritterstraße, Richtung Brühl bzw. Hauptbahnhof.

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Die wegweisende Ordnungsmacht ging sowohl im Umzug mit und man leitete die außerhalb des Spaliers angestauten tausende, dann zehntausende Schaulustigen ebenfalls in den Anschluss dieser Massengasse. Alle – in Angst vor Waffengewalt und Polizeizugriff. Im Hintergrund wurden Bürger festgenommen und wurden zugeführt, lauter „mobile Zuführungspunkte“ – bewegten sich, wie im Laternenumzug, in Richtung des Stadtringes von Leipzig. Immer gelenkt von Polizeispalier, an der Thomaskirche, um die „runde Ecke“, den Innenstadtring weiter – man hätte sie ja auch zum Zoo ins Rosenthal führen können.

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Die Ordnungsmacht hatte einen Angst-Demonstrationszug geformt und diese Menschenwalze auf den Ring geführt: Angst war die Emotion. Falsch ist, zu sagen: Die Leipziger sind zur großen Demonstration gegangen – man ließ sie treiben, wie das Vieh zur Koppel.

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Dann geschah, was uns die Filmdokumente zeigen. Demonstranten merkten, dass die ungewöhnlich große Zahl der uniformierten Waffenträger und Staatssicherheits-Dienstler ebenfalls sehr verängstigt und geladen waren: Gorbi, Gorbi – das durfte man rufen. Wir sind das Volk – durfte man rufen. Stasi in die Produktion? Wir wollen keine Gewalt!

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Das Strohbild von der Kanzel in der Leipziger Nikolaikirche in der Kölner Südstadt 2014

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Sebastian Krumbiegel, der Leipziger Musiker, erklärte heute erneut (Phoenix-TV), er sagte:

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„Ich war erst später dabei – ich hatte zu viel Angst“.

Der misshandelte Pfarrer Christoph Wonneberger erklärte heute: Ich hatte nur Angst, wir hatten Angst.

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Krumbiegel und Wonneberger widersprechen damit Gauck. Alle reden rückwirkend von ihrer revolutionären Kraft.

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