Rechtsruck bei Bayernwahl und das GRÜNE MÜNCHEN

Oktober 14, 2018

Lichtgeschwindigkeit 8583

am Montag, 15. Oktober 2018

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Söder freut sich

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Die fremdenfeindliche CSU-KAMPAGNE, seit Sommer 2015, die alle Deutschen aufgehetzt hat, ist mit der heutigen Bayern-Landtagswahl der überstandene Kropf in Deutschland.

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Die Hochrechnungen und die bald abgeschlossenen konkreten Wahlkreisauszählungen ergaben ziemlich verlässliche Sitzverteilungen an die Kandidaten der Landtagsparteien für das MAXIMILIANÄUM in MÜNCHEN:

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Die größte bayerische Partei, CSU, mit dem Ministerpräsidenten MARKUS SÖDER, erreichte etwa 37 Prozent, verlor damit gegenüber der absoluten Mehrheit von 2013, des damaligen Ministerpräsidenten HORST SEEHOFER, über 10 Prozent, wird damit weiter an der Regierungsmacht bleiben, benötigt allerdings einen mehrheitsbeschaffenden Koalitionspartner.

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Mit etwa 11 Prozent werden die FREIEN WÄHLER, als quasi CSU-Sezession, für eine „bürgerliche Koalition“ in die enge Wahl kommen.

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Mit unter zehn Prozent fiel die SPD – in der Formulierung des verdienten genialen Christian Ude, dem langjährigen, herausragenden Münchner Oberbürgermeister – in den freien Fall: Besinnung sei nun nötig.

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Die GRÜNEN errangen mit annährend 18 Prozent ein Spitzenergebnis, sinnfällig erklärt mit jungem frischen Personal. Man muss allerdings begreifen, dass SPD und GRÜNE insgesamt knapp 30 Prozent haben – egal, ob man die LINKSPARTEI einrechnet, wird damit deutlich, dass BAYERN klare rechte Mehrheiten wählt: CSU, Freie Wähler, FDP, AfD.

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Die AfD kam mit über zehn Prozent erstmalig in den Bayerischen Landtag – und können sich dort als Opposition hemmungslos betätigen.

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Die FDP hängt an 5 Prozent – und wird wirkungslose Oppositionsfraktion werden, falls die Hürde der 5% genommen werden kann.

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Dietmar Moews meint: Nach den Stellungnahmen der Parteiensprecher ist bereits festzustellen:

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Die CSU und Söder/Seehofer haben nicht gelernt, sondern behaupten, sie haben alle wichtigen Themen bestätigt erhalten. Die CSU sieht den Einbruch durch die Bundespolitik und die MERKEL-Regierung verursacht. Die CSU nach der Wahl verkündet, die bisherige Linie weiter zu verfolgen – darin läge der von der großen Wählermehrheit gewünschte STABILITÄT in Bayern.

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Bei 200 Parlamentssitzen und einer verlangten Regierungsmehrheit von mindestens 101 Stimmen, können CSU 83 Mandate, SPD 21 Mandate, Freie Wähler 23 Mandate, Grüne 28 Mandate, AfD 22 Mandate, diverse Koalitionen bilden – allerdings nicht gegen die CSU.

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Damit wird MARKUS SÖDER Vormann der CSU bleiben können, falls die CSU das will.

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Die SPD wird eventuell begreifen, dass sie jetzt in Notrettung aus der Berliner MERKEL-Koalition aussteigen muss. Denn ansonsten kann die SPD nicht aus dem Schatten herauskommen, jeden CDU/CSU-Müll mitverantworten zu müssen.

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Wenn die SPD die Bundesregierung verlässt, werden die Erwartungen für die SPD und für die GRÜNEN für Hessen besser. Es kann durchaus zu einem erheblichen Parteien- und Personenrevirement kommen. Sowohl Olaf Scholz und Schäfer-Gümpel wie auch eine Führungsübergabe von Bundeskanzlerin Merkel können schnell aufblitzen.

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Die Summe der rechten Wähler, denen nur etwa 30 Prozent eher linke Parteien gegenüberstehen, muss als Rechtsruck verstanden werden. Da geht es um Nationalismus, Euro-Feindlichkeit, Polizeistaat, Demokratieabbau.

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Ganz entgegengesetzt ist die MODERNE in der Landeshauptstadt München, die bis heute einen direkt gewählten SPD-Oberbürgermeister hat. Denn MÜNCHEN ist jetzt überwiegend von GRÜNEN Kandidaten, und noch einigen CSU-Kandidaten gewonnen worden. Die SPD wird nicht mehr als Einlösung der MODERNE und der ZUKUNFT als Großstadtpartei eingeschätzt und erhielt jetzt insgesamt in den Großstädte nur noch 13%.

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Staatskrise Bayern – Neue CSU-Justizskandale ohne Beate Merk

Mai 17, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4422

am 17. Mai 2014

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Die Scherben tragen Namen wie Fall Hoeneß, Fall Mollath, Fall Peggy, Fall NSU-Prozess, Fall Amigo-Affäre, Fall Strauß-Bäderkönig, Fall Hypo-Alpin-Bank, Fall Familienklüngel im Landtag, Fall Ärzteabrechungen – noch Fragen?

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Dietmar Moews meint: Man stelle sich vor, solche Machenschaften würden aus Moskau bekannt oder aus Berlusconien. Bayerns Staatskrise beruht auf ungeklärten Fragen: „Wer hier wen beauftragt hat.“ Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat die Übersicht verloren.

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In Bayern hatte man das Vorurteil, den Vorteil einer klaren und straffen Innenpolitik zu genießen. Sowohl Polizeiarbeit, die angeblich beste Aufklärungsquote der Strafdelikte, günstige Straftats- und Ordnungswidrigkeiten-Quoten, wie auch ein guter Ruf der Justiz (das bedeutet vorrangig „widerspruchsfreie Praxis und Entscheidungswesen“).

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Nun ist die Staatskrise eskaliert, die durch Wahlerfolge nicht blenden sollte – die Justizministerin Beate Merk hat einen Saustall hinterlassen. Ihr Nachfolger der neuen Staatsregierung, Justizminister Winfried Bausback (CSU), findet sich permanent in Pressekonferenzen des geistig-moralischen Elends und der Abwiegelungen. Worum geht es da?

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Der bayerische Staatsapparat hat bei allem Chorgeist so gravierende Unauflöslichkeiten, also Gegensätze von Entscheidungen und von Rollenträgern, dass nun der Staat gegen sich selbst vorgehen muss, will der den Prinzipien des Rechtsstaats und ordentlicher Aufsicht- und Eingriffsverwaltung entsprechen.

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Die Staatsregierung sieht sich bereits mit einem ersten unumgänglichen Untersuchungsausschuss konfrontiert. Die Vorwürfe wiegen schwer, dass die Opposition keine andere Wahl hat, als diesen Schritt zu gehen. Mike Szymanski schreibt in der Süddeutschen Zeitung (Sa/So 17./18. Mai 2014 Seite 44):

… Hat die bayerische Justiz Tausende Ärzte laufen lassen, die bei Laborleistungen falsch abgerechnet und sich so die Taschen vollgemacht haben?

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Zwei Kriminalbeamte, die an den ganz großen Betrug glauben, haben jedenfalls die Härte der Justiz zu spüren bekommen. Reihte sich sogar ein Skandal an den anderen? Das wird der Ausschuss beantworten müssen…“

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Justizminister Bausback musste ein Haus mit vielen Problemen von seiner Vorgängerin, Beate Merk (CSU) übernehmen, die jetzt nach Brüssel abgeschoben worden ist.

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Erst der Fall Mollath, dann der Fall Peggy. Jetzt möglicherweise noch Milde für kriminelle Ärzte? … Jetzt merkt man erst, was für ein marodes Haus Bausbacks Vorgängerin Beate Merk ihm hinterlassen hat. Gut möglich, dass die Geschehnisse seit dem Jahr 2006, als die „Soko Labor“ ihre Arbeit aufnahm, die CSU-Politikerin noch einholen werden. Spätestens seit 2010 weiß auch Seehofer von den Vorgängen, damals rief einer der Ermittler um Hilfe. Aber Seehofer leitete das Schreiben an Merks Haus weiter.

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Und der bekannte CSU-Personalmacht-Spagat der Willkür kracht (Söder lacht): Bemerkenswert ist die Rolle, die dem heutigen CSU-Parteivize Peter Gauweiler in diesem Fall zufällt. Er hat einen der Beschuldigten, den Augsburger Laborarzt Bernd Schottdorf, vertreten. Als Anwalt fordert Gauweiler mit einer Härte, für die er früher als Innenpolitiker gefürchtet war, gegen die Kriminalbeamten vorzugehen. Gauweiler war einmal der Mann, der den Respekt der Polizei genoss.

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Die Staatskrise in Bayern wird weitergehen: Der Untersuchungsausschuß im Landtag wird der Frage nachzugehen haben, ob Bayerns Justiz womöglich Tausende Ärzte schonte, die sich des Abrechungsbetrugs mit Laborleistungen schuldig gemacht haben könnten. SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher nannte die mittlerweile öffentlich gewordenen Erkenntnisse „bestürzend“ (SZ).

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… Im Januar 2009 hatte die Staatsanwaltschaft Augsburg Verfahren gegen knapp 150 Ärzte eingestellt, obwohl sie ursprünglich geplant hatte, wegen der unsicheren Rechtslage den Ausgang eines Musterprozesses in München abzuwarten. Erst als der angeklagte Arzt 2010 tatsächlich wegen Betrugs verurteilt worden war und der Bundesgerichtshof das Urteil 2012 bestätigt hatte, nahm die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen wieder auf. Zu diesem Zeitpunkt waren aber viele Fälle bereits verjährt. Die Ermittler hatten ursprünglich bis zu 10.000 Ärzte bundesweit im Fokus.

Zwei damalige Ermittler des Landeskriminalamtes fühlten sich in ihrer Arbeit behindert und waren später selbst mit Strafverfahren gegen sie überzogen worden. Es läuft jetzt eine Klage wegen Schadenersatz gegen den Freistaat Bayern.

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Der parlamentarische Geschäftsführer Florian Streibl (Freie Wähler) sagte laut Süddeutsche Zeitung v. 17. Mai 2014, „… Landtag soll Untersuchungsausschuss einsetzen“ … „Hier wurden Hunderte Millionen Versichertengelder verbrannt, ohne dass die Profiteure zur Rechenschaft gezogen wurden, sagte der Grünen-Geschäftsführer Hartmann“.

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…Das widersprüchliche Verhalten der Justiz – Untätigkeit gegen die Ärzte, Aktionismus gegen die Polizisten – trug 2010 besonders kuriose Früchte: Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hat die Staatsanwaltschaft München I damals sowohl die dienstlichen E-Mail-Konten als auch die sogenannten Home-Laufwerke der zwei LKA-Beamten auslesen lassen – ohne dass hierfür eine schriftliche Anweisung oder ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss vorlag… … (Florian Streibl meint): das sind Methoden, die eines Rechtsstaates unwürdig sind“.