Kollektive Intelligenz

Februar 7, 2020

Lichtgeschwindigkeit 9988

am Sonnabend, 8. Februar 2020

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Gott ist groß! – sagen Gläubige, was immer sie darunter vorstellen, ob Korrekturen an der Schöpfung oder begleitende Eingriffe ins Irdische.

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Andere gehen andere Wege und bemerken: Entweder gibt es keinen Gott oder er ist ein Riesenarschloch.

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Zunächst gilt aber ohne Schaden:

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Hilf dir selbst, so hilft dir Gott!

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Und dazu komme ich hier – unsere Vorstellungsorientierung (im Unterschied zu Desorientierungen):

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Wir haben unsere geistigen Gaben, unsere Dynamik und sozialen Potenziale. Dazu haben wir Fähigkeiten zielführend zu planen und das zu organisieren.

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Dazu kommen dann noch spielfreudige Schaffenskräfte und fromme Partys, kraftvolle Schicklichkeiten und zur Abrundung, todesgewiß.

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Dietmar Moews meint: Vorgestern wurde ich Zeuge von kollektiver Intelligenz – und zwar Kölscher Prägung – CAR 2 GO Rhineland.

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Kölsch ist ganz einfach – „fot is fot“, „jeder Jeck is anders“, „es hät noch immer jot jejange“.

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Kurz: Unter meinem Salonfenster geben die Fenster die Blicke auf die Mainzer Straße, nördlich Eierplätzchen, Köln-Südstadt, frei, die ich einige Male täglich zur Erholung hinauswerfe. Geboten werden wilde Fahrradparker, Hundefreunde lassen pinkeln und scheißen, Untermieter propft seine gewerblichen Verpackungspappen in die allgemeinen öffentlichen Abfallbehälter (um die eigenen Müllkosten zu sparen) und die meist knappe Parkplätze-Situation, mit vielen Sperrzonen, vielen Dauerparkern und meist im Kreis herumfahrenden Parkplatzsucher, ist nie langweilig.

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Hier – direkt mir gegenüber – war ein durchaus geräumiger Parkplatz von einem CAR-SHARING-Kunden eingenommen worden (s. Abbildung). Der Fahrer war nicht in der Nähe und kam auch nicht dazu. Wer den silbergrauen SMART da so hinstellte muss akut irgendwelche sozialen Unfähigkeiten gehabt haben, vielleicht Drogen, Alkohol, Durchfall, Nervenzusammenbruch. Kaum vorstellbar, dass ein Leihautobenutzer seine Zurechnungsfähigkeit in dieser Einpark-Nummer hätte ausdrücken können, hätte er oder sie nicht irgendwelche latenten Motive damit erledigen wollen:

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Dieser SMART von CAR-SHARING „Car 2 GO“ stand vorwärts so in der Parklücke, dass niemand anderes noch da hätte parken können, allenfalls Fahrräder. Der Wagen war abgeschlossen und vom Fahrer verlassen. Mit der rechten Wagenhälfte stand der SMART weit in der Fahrspur, sodass er die Mainzer Straße sperrte, außer Fahrrädern niemand die Fahrspur durchfahren konnte, keinesfalls der nun aufgestaute LKW.

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Zoom vom Salon aus

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Nachdem also ein auf die Dauer störendes Dauerhupen eines knatterroten LKWs meine Aufmerksamkeit erzwang, beobachtete ich diese Szene im Kölner Straßenverkehr von meinem Salon aus.

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Der LKW-Fahrer saß an seinem Steuer und hupte. Das war seine Notidee, seine Durchfahrt zu erreichen. Zunächst war der Musiker aus seiner Geigenwerkstatt herausgekommen, ebenfalls vom Gehupe angesprochen.

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Irgendwann kam ein zweiter Herr hinzu. Darauf stieg der LKW-Fahrer aus und man sprach miteinander.

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Ich war – als Zuschauer – so Teil der Kölner kollektiven Intelligenz, erstaunt zu beobachten, wie der Herr den SHARE-WAGEN entsicherte, der LKW-Fahrer zuschaute, der SHARE-WAGEN mit kurzem Hin- und Her eingeparkt und wieder verriegelt wurde, dann – die beiden Fahrer reichten sich freundlich die Hände, der Weg war frei, der LKW fuhr an und dann langsam seines Weges, nach Links aus dem Bild.

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Heute abend konnte ich den Musiker, der wie ich Zeuge dieser Kölner Petitesse gewesen war, fragen, was da denn die Betrachtung so unverständlich gemacht hatte, wie folgt, sagte er so:

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Der LKW konnte nicht durch, weil die Straße von einem – ohne erkennbare Not – schräg in der Spur parkenden SMART versperrt war. Das Gehupe hatte allgemeinere Aufmerksamkeit erzeugt und einige Zeugen herbeigerufen. Ein Bekannter von dem Musiker, der dann aus dem Nachbarhaus herbeigeeilte Mann, der schließlich den SMART umparkte, war ein an sich Unbeteiligter, der aus Hilfsbereitschaft selbst kurzerhand diesen frei herumstehenden SMART mit einer Chipkarte ad hoc auf eigene Rechnung für eine Minute anmietete, kurz startete, besser hineinparkte und sich anschließend wieder auscheckte. Das wars.

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Warum der LKW-Fahrer auf diese Idee nicht selbst gekommen war, weiß ich nicht. Mag sein, er hatte keine passende Bonitäts-Chipkarte.

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Jedenfalls war hier eine Auflösung möglich, die freundlich, ohne Aggression, zielfokussiert gelungen ist, weil dazu die Intelligenz und die kollektive Intelligenzmobilisierung und das Kölsche Klima, ohne weiteres Gezeter  zusammenkamen.

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Ob die Sache noch ein Nachspiel hat, weiß ich natürlich nicht. Der hilfreiche Mann war anscheinend wirklich nicht der verantwortliche absurde Querparker – jedenfalls hatte er wohl gemeint, das koste ihn vielleicht einen Euro – das sei ihm die Sache wert, auf die Bezahlung durch den LKW-Fahrer verzichtend.

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FINE E COMPATTO

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Flaschenpost 36

Oktober 17, 2009

Flaschenpost 36

zu Lichtgeschwindigkeit 36, dem ungeschnittenen

Auswendigformat der täglichen Piratenankündigung

der Themen der täglichen Presseschau in

Lichtgeschwindigkeit von Dr. Dietmar Moews

im Alphons-Silbermann-Zentrum Berlin;

am Sa 17. Okt. 2009, Aufnahmezeit um 0.30 Uhr;

Piratenthema hier: Gargantuas Furz zur Bürgerrechtspartei.

Die Piraten warnten und kritisieren – die FDP mit Wortbruch

in die Regierungskoalition mit Merkel,

Themen

1. Chinesisch zur Frankfurter Buchmesse 2009:

FAZ-Titel-Vignette sowie Neue Sinnlichkeit 58:

kannst Du einen Computer reparieren?

2. 35, der Versuch den Take Lichtgeschwindigkeit 35

zu retten ist gescheitert. Die Tonprobleme sind

nicht gelöst – wir geben nicht auf.

3. Gargantuas Furz – aus Francois Rabelais:

Gargantua und Pantagruel, aus dem Jahr 1532/1974:

In grotesker Nachbildung der höfischen Epen um

König Artus zeugt der Zauberer Merlin zum Schutze

des Königs auf einem riesigen Ambos ein Riesenpaar

aus Walfischknochen, das mit Vergnügen zugleich

den künftigen Recken Gargantua zeugt. Auf einer

prächtigen Stute zieht die ungeschlachte Familie

riesenmäßig durch Frankreich, mit dem Schwanz

des gewaltigen Tieres einen ganzen Wald niedermähend

und zusammengetriebene Herden zur Mahlzeit verschlingend.

Schließlich gelangt Gargantua durch Merlins Hilfe

übers Meer zu König Artus, erschlägt dessen Feinde,

steckt ihren König und seine Feldherren in die

Hosentasche und erhält als Lohn einen neuen Anzug.

4. Gargantuas Riesenfurz erscholl am Freitag abend

von der Koalitionsverhandlung zur Regierungsbildung

zwischen den Unionsparteien und der FDP, die jetzt

als Lügner dasteht.

Ex-Bundesinnenminister Gerhard Baum steht als

FDP-Mitglied gegen diese Schwarz-Gelbe-Koalitionslage

vor dem Bundesverfassungsgericht.

BKA-Gesetz und Massendatenspeicherung – da

beginnt die Sinnlosigkeit jeglicher Diskussion

um Freiheit und Angst: habeas corpus!

Liberales Bürgerrecht und Umsicht in der IT-Revolution

lautet das Programm der Piratenpartei Deutschland

und betonte gerade in der Freiheit und Offenheit,

im Datenschutz und im Bewusstsein der Verantwortung

in der digitalen Revolution das rechtsstaatliche

Alleinstellungsmerkmal. Die FDP trat den Piraten

mit kecken Herabwürdigungen im Wahlkampf entgegen: die FDP

verbürge sich für den Datenschutz, für das Bürgerrecht

und würde in keinem Fall Kompromisse hinnehmen,

um mitregieren zu dürfen. Nun ist die FDP gekippt –

es war gelogen, wie

die Öffentlichkeit seit gestern abend weiß. Schäuble

hat seine Überwachungspolitik durchgesetzt. Alles,

was jetzt als Kompromiss zugunsten des Datenschutzes

hingestellt wird, bedeutet lediglich, dass Frau Leutheusser-

Schnarrenberger das Metier gewechselt hat und statt

Datenschutz ihre Aussichten auf ein Ministerium ins

Auge fasst. Das kommende Bundesverfassungsschutzurteil

darf nun als Zeitspiel abgewartet werden. Ahoi

Aufnahmezeit um 0.30 Uhr;

Produktion, Performance, Autor, Direktion: Dr. Dietmar Moews;

Aufnahmetechnik und Admin: Piratencrew Berlin

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Lichtgeschwindigkeit 35

Oktober 17, 2009

Lichtgeschwindigkeit 35 Piraten-Presseschau

am Frei, 16. Okt. 2009, von Dr. Dietmar Moews

im Alphons-Silbermann-Zentrum Berlin;

Aufnahmezeit um 15 Uhr;

Piratenthema hier: Apo mit Piraten im Themenswing,

dazu BILD-Berlin-Brandenburg, Frankfurter Allgemeine

Zeitung, Kieler Nachrichten, Märkische Allgemeine

Zeitung und Saarbrücker Zeitung

Produktion, Performance, Autor, Direktion:

Dr. Dietmar Moews;

Aufnahmetechnik und Admin: Piratencrew Berlin

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