USA-Freiheit mit Bruce Springsteen und Fortunate Son

November 15, 2014

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am Samstag, 15. November 2014

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Am Tag der Veteranen in dieser Woche auf der Mall in Washington traten einige bekannte Popmuski-Stars auf.

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Auch Bruce Springsteen sang seinen Dampfhammer „Born in the USA“ – der gerne als Pro-USA-Hymne verstanden wird. Während der Text einen bedächtigen Inhalt über die Perspektivlosigkeit von Vietnam-Veteranen in der Heimat ausbreitet. „Born in the USA“ schrieb Bruce Springsteen vor 30 Jahren und er sagte: das gilt noch immer. So, als solle man seine Hoffnungslosigkeit lieber im eigenen Land ausmerzen, als Soldaten in endlose ferne Kriege zu entsenden.

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Dann gab es harsche Kritik an Bruce Springsteen, der, statt ein Konzert auf den Heldenmut zu jubilieren, einen Song aus dem Jahr 1969 von John Fogerty der Creedence Clearwater Revival,Fortunate Son“, vorgetragen hatte.

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Fortunate son“ gilt als „unpatriotisch“. Es ist eine Anti-Kriegs-Hymne.

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Und das ist schließlich der Mut von Bruce Springsteen.

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Und es ist die Freiheit in den USA, vor dem Capitol und dem Weißen Haus, anläßlich einer Kriegs- und Patriotismus-Tribute-Party, an die geschundenen Veteranen Anteilnahme durch Geist und Kritik auszusenden.

Und es ist der freie Geist der Amerikaner, freie Meinung und Künstlerwesen zuzulassen, ohne gleich zu einer der Millionen privaten Schusswaffen zu greifen.

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Fortunate son“ geht so:

Creedence Clearwater Revival

G F C G 2x

G F

Some folks are born made to wave the flag,

C7 G

Ooh, that red, white and blue

G F

And when the band plays „hail to the chief“,

C7 G

Ooh, they point the cannon at you, lord!

G D C G

It ain’t me, it ain’t me, I ain’t no senator’s son, son

G D C G

It ain’t me, it ain’t me, I ain’t no fortunate one, no

G F

Some folks are born silver spoon in hand,

C7 G

Lord, don’t they help themselves, oh

G F

But when the taxman comes to the door,

C7 G

Lord, the house lookin‘ like a rummage sale, yeah

G D C G

It ain’t me, it ain’t me, I ain’t no millionaire’s son, no

G D C G

It ain’t me, it ain’t me, I ain’t no fortunate one, no

G F C G 2x

G F

Some folks inherit star spangled eyes,

C7 G

Ooh, and they send you down to war, lord

G F

And when you ask them, „how much should we give?“

C7 G G G G

Ooh, the only answer is more! more! more! yeah!

G D C G

It ain’t me, it ain’t me, I ain’t no military son, son

G D C G

It ain’t me, it ain’t me, I ain’t no fortunate one, one

G D C G

It ain’t me, it ain’t me, I ain’t no fortunate one, no

G D C G

It ain’t me, it ain’t me, I ain’t no fortunate son, son

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Dietmar Moews meint: Ich lobe und preise das freie Amerika „the beautiful“. Da gibt es tatsächlich noch Freiheit zu verteidigen und zu leben.

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Wir stellen uns das auf dem Roten Platz in Moskau vor. (Es müssen ja nicht Pussy Riot in einer Kirche sein).

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Putin wird vermutlich weder Bruce Springsteen noch Wolf Biermann zu einer russischen Kriegspropaganda-Party zu lassen. (Jedenfalls bekam Udo Gartenzwerg seine DDR-Tournee nicht; BAP und Wolfgang Niedecken wurden in Ost-Berlin ganz weggelassen).

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US-Kongresswahlen: Verwirrte Parteien zwischen Krieg und Pleite

November 4, 2014

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am Dienstag, 4. November  2014

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Heute finden die US-Kongresswahlen statt. Die beiden großen Parteien, Demokraten und Republikaner stellen ihre Parteikandidaten für das Repräsentantenhaus in Washington zur Wahl. Außerdem wird zyklusmäßig eine Anzahl Senatoren gewählt. Die aktuelle Erwartung zum Wahlausgang sieht dem Präsidenten wegrutschende Parteiparitäten, also Mehrheiten der Republikaner, in beiden Häusern kommen. Denn selbst die Demokraten wählen großenteils gegen den Präsidenten.

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Der US-Präsident wird nicht vom Kongress repräsentativ gewählt, sondern über eine aufwendige Wahlkampagne mit Vorwahlen und schließlich einer Wahlmänner-Abstimmung. Der derzeitige Präsident Barack Obama, der die US-Regierung führt, ist noch zwei weitere Jahre im Amt. Er gehört den Demokraten an.

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Unter der Voraussetzung der liberalen Verfassungsansprüche, die die US-Verfassung stellt, sieht die Aufgabe der politischen Parteien, zwischen lokaler Ebene der einzelnen US-Staaten und der Union hauptsächlich allgemeine Freiheitspostulate für den einzelnen Amerikaner und Regeln für seine Familie vor.

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Alle anderen wichtigen Politikfelder werden dem kapitalistischen US-Markt überlassen. Das heißt, je nach dem, welche starken Unternehmen kaufen welche Lobbyisten, so wird lokale und regionale Politik entschieden bzw. entsprechend werden die Kongressvertreter ausgewählt und entsandt.

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Kurz – es gibt eigentlich keine Parteiprogramme. Die Anmutung etwa, die Demokraten seien vergleichsweise „Sozialdemokraten“, die Republikaner „Konservative“, ist richtig falsch.

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DEMOKRATEN. Zwar haben die Demokraten ein moderneres „kommunikativeres“, eher „abendländisch/europäisch“ ausgeprägtes Menschenbild. Doch es dominieren autoritäre, Law and Order, polizeistaatliche sowie überwiegend religiös untolerante Wertbegriffe und traditionelle Lebensformen: „A family who prays together stays together“.

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Als große US-Politik und Weltpolitik sehen die Demokraten praktisch sowie parteiprogrammatisch vorrangig „Interessenpolitik“, „Kriegspolitik“ „totale Weltkontrolle“, als legitime Politikwerte. So interpretieren sie ihre – eigentlich auf die Menschenrechtscharta abgestellte und von Immanuel Kants „Ewigen Frieden“ herkommende – eigene Verfassung vollkommen absurd: Nach der US-Verfassung werden praktisch nur US-Amerikaner als Menschen (genau genommen als loyale Untertanen) anerkannt.

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REPUBLIKANER. Die Republikaner sind ebenso wie die Demokraten grundsätzlich liberal bzw. libertär eingestellt. Das Recht des Stärkeren ist für die Wähler der Republikaner ein Parteiprogramm, ohne dieses, die Wähler gar nicht wählen gehen würden. „Do it legal, do it with a lawyer“- das Vorfahrtsrecht der dicksten Stoßstangen.

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Die Republikaner gehen davon aus, dass eine machtpolitisch und wirtschaftspolitische Stärke mit allen Mittel erreicht werden muss. Alle anderen gesellschaftlichen Schwächen kann man sich dann – so man denn will – leisten, wenn man stark und reich ist.

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Bildung, Soziales, Kultur – das sind nach amerikanischem Verständnis Bereiche, die von den Impulsen der freien Bürger selbst ausgehen – von denen Staat und Politikorganisation die Finger weglassen soll.

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Dazu kommen traditionelle regionale Domänen des Sozialwesens durch die überwiegend protestantischen Kirchen und ihre Gemeinden (die marktwirtschaftlich existieren).

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So gipfelt aus nichtamerikanischer Sicht die Politik der USA – egal ob Demokraten oder Republikaner – immer in Kriegsgewalt und Willkür, je nach naturell des Präsidenten. So wie der Präsident eine politische Zielsystemorientierung mit anderen Staatspolitiken ins Auge fasst, wird er brutal auf den amerikanischen Unilateralismus zurückgepfiffen. Hierin liegt das Debakel für Präsident Obama. Die Amerikaner sind zu dumm für Weltpolitik bzw. die nicht zu dummen Amerikaner setzen auf härteste Gangarten ihrer selbstdefinierten Interessen.

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Damit gelangen sie aber historisch aufs zwanzigste Jahrhundert doch an ihre Dummheit. Denn so viel Pech kann man ja nicht haben, wie die gesamte erfolgreiche Bewirtschaft aller US-Kriege im Zwanzigsten Jahrhundert, nur Elend und Todesopfer und Verschlimmerung der jeweiligen Konfliktlagen, gebracht haben.

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Für US-Konzerne und multinationale US-Konzerne und für die militärische Übermacht der USA hat es sich dennoch gelohnt. Die USA haben im Zwanzigsten Jahrhundert die Interessenmacht etablieren unbegrenzt Finanzschulden und Friedensschulden anzurichten und lassen alle anderen bezahlen.

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Unbeschreibliche Staatsverschuldung, bürgerkriegsähnliche Opferzahlen täglich (80 Tote täglich durch Waffenbesitz auf Straßen), Kriegsaktivitäten mit Legionen von Veteranen und Kriegsbeschädigten, längst keine Reisefreiheit mehr, keine Pressefreiheit, totale CIA /FBI und ähnliche NSA-gestützte Überwachungs- und Bestrafungsapparate, keine freie Wissenschaft (Fördermittel entspringen privaten Quellen und zielen immer auf den Kriegsapparat – andere Wissenschaften werden zu diesen Zwecken in Dienst genommen).

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Wissenschaftliche Analysen über die fortgesetzt misslingenden Politiken werden schlicht ignoriert. Selbst Studien des CIA (z.B. aktuell zu Fragen der Waffenlieferungen in fremde Kriegsgebiete, wie ISIS, Irak, Syrien usw.) werden von den Waffenlobbyisten weggehauen und der Präsident gezwungen, gegen die Erkenntnisse der CIA, Waffen zu liefern.

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Dietmar Moews meint: Die Kongresswahlen werden vermutlich, wie bereits gerufen, ausgehen. Das heißt, der neue US-Kongress wird gegen den amtierenden demokratischen Präsidenten Barack Obama alle noch auf seiner Politikagenda stehenden Regierungskonzepte obstruieren. Obama hat die Möglichkeiten per Dekret zu agieren. Er kann alle möglichen Akut- und Notkompetenzen gegen den Kongress mobilisieren.

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Es mutet angesichts all der fragwürdigen Wahlgänge in „Neu-Russland“, in Krim-Russland“ und in Ägypten komisch an, wenn hier ein schiefes System Maßstäbe setzen zu können glaubt: A Crosseyed and a huntchback never meet them straight.

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Obamas Möglichkeiten, die Parteien hinter sich zu bringen wären exzentrische Weltkriegsszenarien. Wir kennen sowas von Bush, er fällt Brezzel essend vom Sofa und marschiert in Dessert Storm mit Live-Camera in den Bunker von Bagdad. Wir kennen es von der BIN LADIN-Killeraktion – faszinierende TV-Serie über viele Jahre nützliche Wander-Feindbilder, ubiquitär, wie gewünscht.

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Das dieser Präsident historische Verdienste in der Entwicklung der US-Gesellschaft hat, die „Health-Care“-Ansätze, die FED-Bank-Konjunktur und Bank-Interventionen, 10 Millionen neuer Arbeitsplätze in den USA, die Durchsetzung us-amerikanischer Gerichtsbarkeit, so weit das Auge reicht, Milliarden Schadensersatzurteile. Schließlich – völlig unverständlich – die große Zahl von „Willigen“ in den US-Kriegsbetrieben – egal was, egal wo – sie machen mit, von London bis Kopenhagen, selbst Myanmar.

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