Türkische Luftangriffe vom „neuen deutschland“

Oktober 15, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4997

am Mittwoch, 15. Oktober 2014

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Vorgestern hatten wir in deutschen Medien die Blitznachricht von Luftangriffen der türkischen Luftwaffe auf Kurden in der hinteren Türkei.

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Mir schien das unglaubhaft, weil völlig widersinnig. Ich glaubte nicht, dass die heutige türkische Regierung unter den türkischen Kurden und den kurdischen Kampfformationen PKK offene Militärscharmützel anfinge, während an der türkisch-syrischen Grenze syrische Kurden ihre Stadt Kobani gegen ISIS verteidigen.

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Heute berichtet die deutsche Tageszeitung „neues deutschland“ auf der Titelseite, Mittwoch 15. Oktober 2014,: „Türkische Luftangriffe auf PKK-Stellungen. Mahnwachen vor diplomatischen Vertretungen in Deutschland“. Auch die FAZ hat einen Bericht mit Luftangriffen auf dem Titel und zieht daran im selben Text bereits Zweifel in Erwägung. Anne WILL zeigte bei ARD im ERSTEN, heute, Archivbilder von türkischen Kampfjets.

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Und ebenfalls auf dem Titel des „neuen deutschland“ steht der STANDPUNKT, von Roland Etzel: „Bomben und die Bündnisfrage. Roland Etzel zu Luftangriffen der Türkei in Kurdistan“. „F16 -Kampfjets hätten Bomben auf Stellungen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) abgeworfen.

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Dietmar Moews meint: Man durchschaut die Absicht und ist verstimmt: Was soll denn nun der Begriff „Kurdistan“? Es ist in der mit Deutschland befreundeten Türkei – unserem Natopartner – zu Polizeiaktionen gekommen. Kurden wollten gegen den türkischen Staat die öffentliche Ordnung verletzen, mit der Forderung: die Türkei soll sich militärisch auf die Seite der syrischen Kurden stellen.

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Es ist offenkundig, dass die Türkei, mit ihren veralteten Waffen, nicht allein gegen die modern bewaffneten Infanteristen der ISIS, Krieg anfangen will. Auch und zumal die Nato einen Bündnisfall bislang verneint – also: der Türkei nicht geholfen würde – ist doch hier das Augenmaß Erdogans zu loben. So tragisch das für die kämpfenden Kurden ist.

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Doch maßgeblich ist die Entschlossenheit der ISIS, gewaltsam das Land zu nehmen und die Entschlossenheit der syrischen Kurden von Kobani, ihre Stadt zu verteidigen.Wie es eine kurdische Soldatin sagte: „Wir haben zwar schlechtere Waffen, aber mehr Herz – ISIS kann hier nur über meine Leiche nach Kobani reinkommen“. Das klingt überzeugend und tragisch zugleich.

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Der Deutschlandfunk Köln dementierte heute die angeblichen türkischen Luftangriffe auf die PKK, die das „neue deutschland“ begeistert verurteilte.

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Beim DLF handelte es sich um Demonstranten und Polizeieinsätze durch Sicherheitskräfte im Dorf Daglica.

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Wir Deutschen sollten mal unsere Partner und Freunde pflegen, statt herumzupöbeln. Es lebe die Pressefreiheit. Ich hoffe, das „neue deutschland“ wird ausdrücklich – ebenfalls auf der Titelseite – sich entschuldigen und richtigstellen.

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Es ist nicht  fair, von der Türkei zu verlangen, in einen Krieg, erst mit ISIS, anschließend mit Assad, einzutreten.

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Die Türkei wird schon wissen, ob man Teil eines weltweiten sunnitischen Kalifats werden möchte – oder was man dagegen tun könnte.

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