Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 24

Mai 13, 2014

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am 13.Mai 2014

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Laut heutiger Nachrichtenlage wurde der Straftäter Hoeneß Opfer einer Straftat und hat daraufhin den Rechtsstaat und die Polizei beanspruchen können. Es gab eine Schutzgelderpressung. Hoeneß sollte 200.000 Euro zahlen, damit ihm während seiner Strafgefangenschaft (dreieinhalb Jahre ohne Bewährung) nichts zuleide getan werden soll. Die Polizei hat am Samstag abend in Forstried/München den Erpressungsgeldabholer festgenommen.

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Die hier aufgeführten Kolumnen zum Thema von Moral am Beispiel Uli Hoeneß in unserer Zeit, bezogen auf die Prominenten-Berichterstattung des steuerkriminellen Fußballmanagers Uli Hoeneß aus Bad Wiessee und die Staatskrise des Freistaates Bayern unter der Prüfung als Rechtsstaat, kommt jetzt langsam zum Ende.

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Hoeneß hat pauschal eingeräumt, bis zu 60 Millionen EURO unversteuerter Gewinne auf dem schweizer Vontobel-Bankkonto versteckt gehandelt zu haben.

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Hoeneß hat aber seine Strafhandlungen und zum Verständnis diese Vorgänge dem Gericht nicht überprüfbar dargelegt. Er hat Wert auf Verschleierung so gelegt, dass nunmehr weitere Straftaten zu ermitteln sind. Wenn nicht die bayerische Staatskrise Hoeneß davor schützt.

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Nun wurde der prominente Millionär Opfer eines Erpressungsversuchs.

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Schlussfolgerungen über die Entwicklungsrichtung der angängigen individuellen und kollektiven Moralvorstellungen, über qualitative Anhaltspunkte, sind aus Sicht des empirischen Soziologen so zu fassen:

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Fragen der Moral und der Kampfmoral, Alles, was man zum guten Benehmen und zur Farbe im Alltäglichen hinzunehmen bereit ist, Sitte und Stil in den Spielräumen gesetzlicher Normen lassen sich vom Fall Hoeneß nicht ableiten.

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Der Fall Hoeneß in den öffentlichen und privaten Reaktionen und ausgesprochenen Bewertungen wie auch das öffentliche Verhalten des Schwerkriminellen Uli Hoeneß selbst, zeigen einen individuellen Fall. Und die Regelhaftigkeit liegt darin, dass Uli Hoeneß sich in einer sozialen Szenerie aufhält, die ihn trägt, und auf die er geradezu weltabgewendet bezogen ist.

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Es sieht so aus, dass die nicht gerade hochintelligente Fußballerschaft und Prominentengruppe des Uli Hoeneß sich eigentlich als überfordert versteht. Folglich nehmen diese Sozialkontrolleure nicht steuernd auf Hoeneß Einfluss, sondern schweigen sich aus. Während man intern mit „dumm gelaufen“, „Künstlerpech“, oder „Spielsucht“ sich behilft und dadurch einen Schulterschluss demonstriert, der den Uli Hoeneß zum Durchhalten ermuntert. Hoeneß muss sich nicht ändern, Hoeneß muss nichts bereuen, Hoeneß darf unsinnige Ausreden und Gegenangriffe öffentlich vortragen. Seine Gruppe geht stets nichtssagend mit.

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Möglich, dass der eine oder andere jüngere Hoeneß-Fußballer mal von Zweifeln beschlichen werden wird, dass es vielleicht nicht wünschenswert und stark ist, einer Verpitbullung in der Gesellschaft öffentlich Ausdruck zu geben, wie es Uli Hoeneß tut – denn der scheint sich ja verrannt zu haben, verzockt, nennt er das.

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Der Fall Hoeneß zeigt eine deutsche Variante der staatsfernen Lebensweise und der informellen gestattenden Gesellschaft (Permissivität). Klarer und schlichter kann man entsprechend Staatsferne in Italien beobachten – wenn die Republik Italien pleite ist, schaut der Italiener vergnügt, schnüffelt in der Luft und sagt bestenfalls: Mein Arsch furzt.

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