JEFF BECK in Concert – Shapes of Things 2016 im E-Werk Köln

Oktober 27, 2016
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Vom Freitag, 28. Oktober 2016

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DIETMAR MOEWS „Shapes of Things“, DMW 599.13.02., Öl auf Leinwand, 140cm / 160cm, im Jahr 2002 in Dresden gemalt, Verkaufspreis Euro 7.200.-

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Am Donnerstag Abend, 27. Oktober 2016, um 20 Uhr, trat der britische Elektrogitarrist JEFF BECK, ein wirklicher Star seit den 1960er Jahren, mit einer Combo viel jüngerer Musiker und diversen Sänger und Sängerin im Kölner E-WERK auf (Schäl Sick).

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Das Konzert begann pünktlich. Es dauerte etwa anderthalb Stunden ohne Pause.

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Angekündigt war: „Loud Hailer“ (Titel der neuen CD)

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JEFF BECK Shapes of Things im E-Werk, Köln Deutz am 27. Oktober 2016

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Nach sechs Jahren Releasepause geht Jeff Beck 2016 mit einem neuen Album an den Start. »Loud Hailer« (Megaphon) heißt der elf Songs umfassende Longplayer.

Auf einer Geburtstagsfeier des Queen-Schlagzeugers Roger Taylor lernte Beck zuvor die Gitarristin Carmen Vandenberg und später die Sängerin Rosie Bones von der Londoner Band Bones kennen.
Rosie Bones übernimmt in insgesamt neun der elf Songs auf »Loud Hailer« die Vocals, darunter auch die erste Single »Live In The Dark«. Bassistin war vermutlich die kanadische Ex-Prince-Musikerin, wie der Schlagzeuger heißt, wurde nicht klar.

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Es wurden hierfür etwa 1.000 75 Euro zahlende Konzertbesucher eingeworben. Überwiegend männliches 1960er Jahre Publikum, das hier im Stehen die grenzwertige Lautstärke anhörte. Die Halle schwang auf Bass- und Basstrommeln derart, das in diesem Bass-Frequenzbereich nicht gut gehört werden konnte. Stattdessen drückten die Wellen auf die Atmung. Gesang verschwand meist an der Lautstärken-Schmerzgrenze, weil auch die Sologitarre, eine Mundharmonika, eine Sängerin – alle Klangquellen überzogen wurden.

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Marshall-Türme, Fendergitarren, keine große Choreografie, die Musiker hielten Blickkontakte. Alles lief ziemlich perfekt.

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Die Musiker waren zivil, sachlich gekleidet, JEFF BECK, wie man es kennt, mit ärmellosem weißen Hemd, darunter ein hellblaues Shirt, helle Hose, Strass-Arm-Manschette, ansonsten sportliche Freizeitkleidung, eine stämmige Sängerin im schwarzen Overall.

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Bühnenbild SCHWARZ, farbige Projektionen, Bitzlichter, Punktstrahler auf die Musiker und teils ins Publikum. Ich stand vor dem Mischpult, etwa dort, wo der Tontechniker aussteuerte – der Sound war gelungen, das Sandwich war an der Lautstärke-Obergrenze insgesamt zu undifferenziert.

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Zu hören waren diverse gradlinige 4/4tel-Takt Null-acht-fuffzehn Stücke, immer geradeaus, mit stark akzentuierten Breaks, ohne Taktwechsel, mal mit Sängerin, mal instrumental, immer mit bombastischer Batteristerie, viel Abschlagbecken, akkurater, aber langweiliger Arrangements. Die Bass-Spielerin war laut und verschwommen. Die zweite Gitarristin, Carmen Vandenberg, spielte akkurat und harmoniert gut mit JEFF BECK. Hinzu kam ein Sänger, Jimmy Hall, mit überflüssigem Hut und sehr gutem Stimmumfang – er sang bluesig. Sein Mundharmonikaspiel ging in den Gitarrenhertz-Zahlen unter, wenn es hieß:

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I was born in New York … naja, dann.

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Ein Slap-Bass-Solo war ziemlich überflüssig, wenn man mal Rhythmusgefühl voraussetzt, aber doch noch einige eigenartige Intervalle oder Tonfolgen, wenn schon nicht Motive oder Melodien erwartet werden.

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Ein angedeutetes Schlagzeugsolo führte die perfekte Technik dieses JEFF BECK-Combo-Drummers vor – er kann also durchaus auch leiser spielen.

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Dann kam irgendwann mal ein 6/8tel Blues in den Maschinenraum.

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JEFF BECK spielte 1965/66 bei den Londoner YARDBIRDS, mit Keith Relf und Jimmy Page. Gründete 1967 die JEFF-BECK-GROUP. Das mit dem Trio Beck, Bogert & Appice  (BBA) nach 1972 eingespielte Superstition, von Stevie Wonder, wurde im E-Werk sehr intesiv und funkig vorgespielt.

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Dabei waren damals Rod Stewart (Gesang), Ron Wood (Bass), Mick Waller (Schlagzeug), Nicky Hopkins (Keyboard). Nach 1969 spielte Jeff Beck in diversen Gruppen und als Sessionmusiker, schließlich SOLO-Projekte mit zahlreichen Studioaufnahmen.

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Beck spielt fast ausschließlich Fender-Stratocaster-Gitarren. Fender hat mit ihm zusammen ein „Signature“-Stratocaster-Modell konzipiert, das durch den Fender-Custom Shop produziert und vertrieben wird.

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Hier in Köln, heute, spielte Beck auch eine Telecaster und eine ziemlich mittelmäßige Slideguitar. Letzteres war nicht so delikat.

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Fokko von Felde spielt Saxophon, Dietmar Moews Stromgitarre: Improvisation über "Lucy in the sky with diamonds"

Fokko von Felde spielt Saxophon, Dietmar Moews Stromgitarre: Improvisation über „Lucy in the sky with diamonds“

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Dietmar Moews meint: Die Musik des Jeff Beck im Jahr 2016 basiert auf Elektro-Rock und Blues, Viervierteltakt, ohne Taktwechsel. Jeff Becks Band besteht aus der Enkelgeneration des inzwischen 72-jährigen Beck, die mehr auf Funk und Rap zu schielen scheinen, auch wenn denen das Rock-Alphabet vertraut ist. Dabei gelangen die zwei langsameren 6/8el Blues-Stücke am farbigsten und zu Allem, was aus der ganzen Blues-Gitarrenmusik bekannt ist und gespielt wurde, kommt hierbei das unvergleichliche außergewöhnliche Gitarrenspiel von JEFF BECK zum Zug – er spielt sensationell.

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Musikalisch wurde das Konzert in dem Moment, wo ein Stück der 1965er YARDBIRDS aufleuchtete. Diese Band – Toningenieur am Mischpult, zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug, Vocal, ohne Keyboards – spielt eine ungewöhnliche makellose, studioartige Zusammenspielqualität:

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SHAPES OF THINGS. Hier wurde über einen klassischen Pop-Song eine neue Auslegung gefunden, deren virtuose und druckvolle Darbietung begeisterte – nicht zuletzt, weil eine Song-Idee und eine MELODIE drin vorkam und – Taktwechsel. Der Sänger rief: Come tomorrow, und der Chor respondierte, will I be older? (Come Tomorrow) May be a soldier? (Come Tomorrow) May I be bolder than today?

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Irgendwann heißt es Rolling and Tumbling (das Stück haben damals fast alle gespielt oder kopiert) und mit diesen alten Bluessongs kam Schwingung ins virtuose Geschehen.

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Das fein durchgestylte JEFF-BECK-Spiel wurde im Laufe der vergangenen 50 Jahren vielfach mit GRAMMIES gepreist, besonders seine Instrumentals. Und das bot er dann auch im Zugabenteil des sympathischen Auftritts:

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A DAY IN THE LIFE – das großartige BEATLES-Sergeant-Pepper Schlussstück, hier aus filigranen Auflösungen und Anwandlungen – ohne den Text – und mit perfekter rhythmischer Durchbildung.

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Das war eine tolle Leistung des 73-jährigen JEFF BECK. Das war eine seriöse, etwas introvertierte Vorstellung. BECK war völlig durchgeschwitzt, schien aber gut gelaunt. Das war der Ehrgeiz des einzigartigen Gitarrenartisten, der ohne viel Effektgeräte, nur mit seinen beiden Händen und mit seiner Stoffbeherrschung vorspielt. Lob auch für den Gitarrenstimmer, der zu jedem extremen Vibrato Bar (Tremolo-Hebel)- Einsatz ein nachgestimmtes Instrument bereithielt.

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Aber:

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JEFF BECK spielt musikalisch unter seinen Möglichkeiten. Er spielt voll arrangiert, anstatt freien Jazz loszulassen. Da lägen Innovation und Neues.

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Bei dieser Konzeption, die am 27. Oktober 2016 gespielt wurde, möchte ich sagen: Die sechziger Jahre Leute sind musikalisch tot. So lange sie ihre Museumsstücke gut performen wird die Altersgruppe weiter kommen und hohe Stehpreise zahlen. Doch es ist ganz NOSTALGIE der Geburtsjahrgänge, nicht mehr übrig von der 1960er Jahre-Sensation, die diese Generation zusammenbrachte. Kein Rest übrig, von der VERVE, die die BEATLESMANIA weltweit verströmte.

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Jeff Beck 2016  klingt wie aus einem Studio in Los Angeles.

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Vergessen wir also nicht den Musikmarkt, die Kulturindustrie, die Hallenmieten usw. wer denn überhaupt JEFF BECK noch kennt, wenn es keine Spielzeiten für die Studioaufnahmen in Radiosende-Programmen mehr gibt.

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Solche Musiker, wie die heutige Combo, können ja zu hause für sich selbst alleine improvisieren, frei spielen und Musik machen – während das Bezahlpublikum den Abklatsch vorgesetzt bekommt – JEFF BECK, immerhin bescheiden auftretend und dazu was Wiedererkennbares: ROLLING and TUMBLING. Jeder schlechte Robert Johnson-Auftritt wäre inspirierender als dieses volle Vierviertel-Brett von JEFF BECK. Namentlich richtig vorgestellt hat JEFF BECK bei diesem Kölner Auftritt seine Mitspieler leider nicht.

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Das milde Lächeln des Alters ist besser als totes Grinsen – und – wie wir kürzlich hören, ERIC CLAPTON kann nicht mehr – es werden täglich weniger dieser 1960er Sensation.

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Neue Sinnlichkeit 66 – Erfolgskinder

Juni 9, 2015

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vom Dienstag, 9. Juni 2015

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Kurzvorstellung des Blattes Neue Sinnlichkeit 66, das im April 2015 im 36. Jahrgang in Köln erschien und nach wie vor von Dietmar Moews verantwortlich herausgegeben wird.

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Zum Geleit

Anregen und Stillen – das gefällt mir als Leitmotto, liebste Leserin und lieberer Leser.

Ich sehe darin durchaus eine akzeptable Anknüpfung bei meinen Lesern und Abonnenten auf Lebenszeit – kann es guten Herzens für mein fortlaufendes Leben versprechen: Mein Arbeit war Leben.

Zwang antun möchte ich mir eigentlich nicht mehr, als es immer die Kunst selbst forderte:

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Blätter für das witzige Gefühl fälschlich zu fühlen. Da staunt selbst die Katze.

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Ich bin frei, beginne ganz frei ein Werk herzustellen, es übernimmt immer mehr die Gewalt über das auf eine Vollendung hinausgehende Schaffen und wird letztlich im Selbstzwang vollendet – „frei“ würde ich ein Werk fertigzustellen nicht nennen. Denn ganz konkret ist das ein mächtiges Gesetz der gesetzmäßigen Vollendung, wenn man ein Werk als Meisterwerk angelegt hat.

Nun habe ich als Herausgeber und Autor dieser Blätter in den Jahren eine Arbeitsweise eingespielt, die von außen betrachtet ziemlich wild erscheinen mag. Jedenfalls ist das nicht gleich der thematischen Engführung sonstiger Arbeit bzw. Insonderheit bei Dienstleistungen hat man Termine und Abstimmungen einzugehen, von denen ein freischaffender Maler, Wissenschaftler, Student und Schriftsteller frei ist (wenn er frei ist).

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Und diese Schaffensweise greift ständig Alles an, auch was neu und zusätzlich entgegenkommt. Vieles Halbfertige oder nur Skizzierte oder Riesenwerke, die unabgeschlossen da stapeln – kurz: Alles ist auch Last, Druck und ein Hypertrophie-Gleichnis, das manchmal zu überdrehen droht, bringt auf diese Weise eine schöne freie unendliche Geschichte hervor: Der Maler steht inmitten seiner vielen angefangenen, unfertigen Bilder und freut sich wie Oskar, wenn doch eines nach dem anderen wie ein „frisches Brötchen“ duftend und von innen leuchtend fertig wurde.

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Dietmar Moews Zusatz-Werklinien, seit dem Jahr 2009, Lichtgeschwindigkeit, als Videos bei Youtube und als Blogbeiträge bei Word-Press als PROJEKT Globus mit Vorgarten, haben diese Textwerke für die Blätter Neue Sinnlichkeit veränderte Redaktionskriterien gebracht – zahlreiche akute Themen und Meinungsbeiträge fließen mehr in die Blogs, weniger in diese ERFOLGSKINDER.

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Doch was soll man hadern? Wer sich nicht weiterverändert, wird durch die Tageserrungenschaften dazu gestoßen, sich überwältigenden Veränderungen zu unterwerfen.

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Dass nun Franz Kopp (1937-2015) starb, ist für mich ganz furchtbar schrecklich. Von Franz erhielt ich ganz lebendige Antworten und Kritiken und Inhalte, die ich aufnehmen konnte, wenn ein neues Blatt erschien: IN DER KUNST GIBT ES KEINE PAUSEN.

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Inhalt

Inhalt

Umschlag: aus einem Architektenfamilien-FILMPlakat                               1

Zum Geleit                                                                                                    2

Inhalt                                                                                                             3

IMPRESSUM 3

ERFOLGSKINDER 4

FRANZ OTTO KOPP: Portrait: Die Linie von Dietmar Moews 29

FRANZ OTTO KOPP und LAYOS DAYATOS VOLXWEYßHEIT L. D. 21

FRANZ OTTO KOPP DINTENUNIVERSUM L. D. Faksimile-Briefe + Karten 22

ABONNEMENT NEUE SINNLICHKEIT AUF LEBENSZEIT FÜR 500 EURO 23

FRANZ OTTO KOPP Die Theorie zum Schreitmobile für Hängebetrieb 34

FRANZ OTTO KOPP Leibniz funktioniert doch – mit zwei Korrekturen:

Zehnerüberträge der Leibniz-Maschine von Franz Otto Kopp 49

FRANZ OTTO KOPP Calculemus! Neue Hannoversche Funktionsmodelle zu Leibniz 53

ADOLPH FREIHERR KNIGGE: ÜBER EIGENNUTZ UND UNDANK 1796

Knigge setzt Kants kategorischen Imperativ in allgemeinverständliche Klarheit; Fortsetzungen XVI. Teil 57

DIETMAR MOEWS: Lexikon des Kunstwesens: Franz Otto Kopp 60

Die Kinderseiten der Epoche: Der schließliche Tod des Franz 61

Auflösung Qualitätsrätsel 65: ARTHUR SCHOPENHAUER

QUALITÄTSRÄTSEL 66: Wer hats geschrieben? 63

Impressum: Neue Sinnlichkeit Blätter für Kunst und Kultur seit 1979 erscheinen in loser Folge im Pandora-Kunst-Verlag, Springe, Hannover, München, Leipzig, Magdeburg, Dresden, Berlin, Köln http://www.neuesinnlichkeit.com; Verlagsanschrift:

Dr. Dietmar Moews Mainzer Straße 28, 50678 Köln ISSN 1432-5268

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Erfolgskinder

Willkommen, liebste Leserin und lieberer Leser, im neuen Blatt für Kunst und Kultur.

Es ist Numero 66.

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Ein Autor der Neuen Sinnlichkeit ist gestorben: Franz Otto Kopp 1937-2015.

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Hatte noch ich Neue Sinnlichkeit 65 als Blätter für die Knechtschaft der Freiheit getauft, begann es, um mit grauen Gedanken aufzuräumen, über „Lügen am offenen Grab …muss man im seltenen wichtigen Fall allerdings ganz nach vorne gehen, selbst am Grab das Wort anheben und der Differenz mit dem Toten das Wort leihen – wer’s kann.“

Dass es kommen kann, war klar – dass es jetzt schon am 21. Februar zur Aussegnung meines guten Freundes im Nikolaifriedhof am Nordstadtkrankenhaus in Hannover für mich selbst eintraf – was soll ich sagen?

Mir drängt sich auf, dass die Aussegnungsphilosophie aus Numero 65 Grund sein könnte, dass ich nun im Ungewissen bleiben werde, was zu seinem Tod am 9. Februar 2015 geführt hat. Hätte ich über Daisy, die Gänseblume oder die tropistischen Sonnenblumen geschrieben, hätte er in unserem sehr engen, langjährigen Freundschaftsverhältnis den Zaun der Zähne gebrochen – Franz der nie klagte (es sei denn, um nörgelig zu quängeln, wenn er in Laune war – er, der vom ersten Lochstreifen bis zum 3D-Print die IT-Revolution kannte), möglich mehr als die Andeutungen mitzuteilen, die ich zuletzt von ihm bekam. Während er meinen Brief nicht mehr aus seinem Briefkasten hat nehmen können – woher ich das unbekannte Sterbedatum anders schließe, als es in der Urkunde eingesetzt („12.2.15“) oder vom Nachlassgericht („zwischen 6. und 12. Februar 2015“) worden ist. Ich werde seine letzten unserer Dinten-Briefe weiter hinten faksimiliert drucken – sie waren privat. Doch es wirft auf den Absender, der jetzt überraschend weg ist, ein bemerkenswertes Sternenleuchten. Ich weiß nicht – aber es kommt mir vor, als hätte er extreme Schmerzen gehabt und möglich angesichts einer nicht mehr verhandelbaren Krankheit, nicht mehr wollen. Franz war klug und nüchtern – er schmiss schlechtem Geld kein weiteres gutes freiwillig nach.

Wir können hierbei Zeuge des neuen Menschen sein – weiter sozialpsychologisch unabhängig als bisher üblich. Franz war jeglichem Pathos-Heuchelei-Spagat abholt. Er lebte reine Menschlichkeit. Ich zeige das Neue hier allerdings nur als Impression von den Todesumständen her. Nichts ist peinlich. Alles ist offene Gestalt des Tief- und Hochgeistes – wer macht, bestimmt, ohne kategorische Imperative. Franz Kopp war ein praktischer Philosoph, kein Metaphysiker.

Deshalb trägt das Blatt den auf meinem nachzurufenden lieben gestorbenen Franz Otto Kopp – der etwa am 9. Februar 2015, in seiner Wohnung gestorben, am Abend des Donnerstag, 12. Februar 2015, etwa um 23 Uhr von der Feuerwehr gefunden, in Hannover nun doch tot war – den Untertitel: NEUE SINNLICHKEIT 66 Blätter für den stimmigen Winkel oder besser für das witzige Gefühl fälschlich zu fühlen – erstaunlich.

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Carpe Diem – nutze den Tag: Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass der heutige Mensch nicht die Krönung der Schöpfung ist, sondern der Neandertaler von morgen. Und wenn wir in einer Entwicklung schöpferischen Sinn sehen, ist die Frage: gibt es den Sinn? – grundsätzlich beantwortet – nämlich: Es ist ein Sinn, der auch dein Sinn ist – was ist mein Sinn? Zu helfen.

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Jedenfalls gibt es Weiterentwicklung in der Gerechtigkeit. Darin liegt sinnvolle Übung seiner Fähigkeiten, sich für andere einzusetzen: Nutze den Tag. Franz und ich genossen die Konsonanz unserer Gemüter, betreffs der Begeisterung für sinnvolle Arbeit. Das Wort „Workoholic“ oder „Managerkrankheit“ – für das eigene tätige Leben, stand uns niemals im Sinn. Wer kann Freizeit schöner finden als intensiven Gebrauch der eigenen Zeit für die ureigenen Aktivitäten als Künstler.

Franz war ein geniales Unicum, ein Künstlergelehrter, Konstrukteur und Maler. Mit einmaliger Lebensentscheidung war er zu Zeiten als Universitätsangestellter „beim Staat“ in Dienst getreten, wo er als Wissenschaftler und Hochschullehrer seinen Grunderwerb holen konnte. Seine hohe edle Brücke war der Getriebeprofessor Gerd Kiper, der in einer entscheidenden Phase das soziale Maß für alles Weitere darstellte. Darüber hinaus war Franz frei. Familie hatte er nicht, wollte er nicht. Soziales war ihm zwanglose Gelegenheit der Liebe. Darunter gab es nichts. Er figurierte mit anderen „Zombies“ als „Layos Dayatos“ bzw. „Lajos Dayatos“, dem immer wieder unsterbliche Worte nachgesagt werden, wie dieses, das Franz und Dietmar besonders verband: „Der Winkel muss stimmen“. Dabei mussten die Winkel von gelegentlichen Berührungsstimmigkeiten passen, Gesinnungsgemeinschaft war seitens Franz unerachtlich, eigentlich unerwünscht. Desungeachtet nutzten alte vertraute Freunde in der ungeduldigen Kommunikation den gemeinsamen genialen Kanon: knapp, kompetent, neugierig, fragend, witzig, dynamisch und – der Winkel, auch im Genuss, muss stimmen.

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Das ANDERSSEIN als MENSCHENRECHT galt. Der Erziehungsrüsselknoten prägte das „Vereinswappen“ unserer Gruppenstiftungen: Die Hunde, der Lügenverein als Bananenverein, Die 7 OPQ kapitalistischer Realismus usw. – stets galt der Mensch vor allen Machenschaften und Gestellen.

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Franz hatte tiefe Abneigung gegen Macht und Herrschaft, gegen Denunziation und Indiskretion, gegen Intoleranz und Normative. Solche des Geldes und der Jurisprudenz vermied er – keine Bindungen für einen freien Menschen!

Respekt im vollsten Sinn, Anknüpfung durch Inter esse, Zusammenwirken bei guter Laune. Diskurs auf geduldigem, aber kurzem Wege, immer Sinn im Zweifelsfall vor Form.

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Natürlich kann es aus Sicht eines Konstrukteurs nur und unweigerlich sein, dass jeweils der Winkel stimmen muss. Es ist aber auch für den Tortentester, der immer auch ein Tortenbohrer und ein Tortentester ist, die Prüfung von Höhe und Tiefe. Und wie immer eine Torte beschaffen ist, zuallererst und nicht zuletzt muss der Winkel stimmen, in dem jedes Stück auch auf den Bezahlpreis zugeschnitten wird.

Machen wir uns nichts vor: Auch das Torten Testen ist Arbeit. Es ist gut, wenn man arbeiten kann, wenn man fähig ist, zu arbeiten. Es ist schlecht, wenn man nicht arbeiten kann. Es ist schlecht, wenn man nur arbeitet, damit man aufhören kann mit arbeiten. Als strebe man mit der Arbeit nach Freizeit, danach, nicht zu arbeiten. So sehe ich das.

Menschen, die nicht arbeiten, sind öde – sie öden mich an. Ich gehe ihnen aus dem Weg.

Fraglos schreibe ich hier von meinem Trost bei diesem Abschied nur, was für den Leser neu und erhellend ist, wenn ein Leser sich auf Neues anschickt.

Meine Gedanken über den Tod eines ganz nahestehenden Menschen haben viele Denkrichtungen. Jeder erlebt es in seinem Leben. – Sehr oft ist es so schwer, dass das ganze bisherige Leben beschlossen ist und das neue doch nicht allein im Erinnern bestehen kann. Vieles davon ist „normal“, konventionell. Es besteht aus Zwang, Ruption und Verlust. Wie man damit umgeht – nennen wir zusammengefasst Trauer – ist ganz individuell, sozial eingerahmt und gestützt oder individuell vereinsamend äusserst traurig.

Hier ist aber was Neues zu berichten.

Der Tod von Franz Kopp besteht einerseits in dem besonderen Stern, der jetzt untergeht. Als Franz das erste Mal in seinem Leben ICH sagte, entfaltete sich eine neue Sozialität, eine besonders entkopppelte Persönlichkeit, die zur Ausprägung der großen Begabungen vergleichsweise viel Zeit für sich brauchte. Für das herkömmliche Gruppenleben hatte er keine Zeit – aber er brauchte keine aufwendigen Beschwörungen der sozialen Rituale. Er ging in leuchtender Weise alleine. Wer in seinem Leben mal in einer Spitzenrolle war, kennt die dünne Luft.

Sein Tod hat diese neusonderpostmoderne Pathosfreiheit als entsprechend besonderes Ausscheiden aus dem sozialen Geschehen repräsentiert. Als nahestehender Freund habe ich davon bemerkenswerte Einzelheiten miterlebt, teils ausgelöst und mitgestaltet, die ich hier bezeugen kann. Vermutlich hat niemand das vollständige Bild davon.

Andererseits besteht es in einer Entwicklungsqualität einer Vorstellung, die einen Bogen beschreibt:

Nehmen wir die pauschale Vorstellung des menschlichen Aufklärungsverlaufs im Sinne einer eigenen Geschichte, der man eine kollektive Geltung zuweist. Lassen sich diese Worte aufreihen: MODERNE, POST-MODERNE, heutige SONDERMODERNE.

Immanuel Kant verließ seine Geburts- und Heimatstadt nur ganz selten und nur einige Meilen – Franz Kopp, der mit der gesamten Wissenschaftswelt in Verbindung stand, wurde Nienburger-Str. / Ecke Herrenhäuser Kirchweg im Jahr 1937 geboren, wurde zwar durch den Krieg und die Nachriegszeit von Bayern nach Britannien geworfen, arbeitete aber sein Leben lang nur einige hundert Meter vom Geburtsort entfernt im TU-Hauptgebäude, der heutigen Leibniz Universität Hannover, und er wurde wiederum nur wenige hundert Meter entfernt, im Nikolaifriedhof, gegenüber dem alten Nordstadtkrankenhaus, nun am 21. Februar 2015, bestattet.

Den nicht etablierten Begriff Sondermoderne nehme ich im Sinne von „Eklektizismus“. Sondermoderne gehört zum Bild des Entwicklungsfortschrittes in der ablaufenden Zeit. Damit werden nicht Aufstieg, Abstieg, Bewahrung, Veränderungen ästhetisch oder moralisch bewertet.

Dennoch sind „Sonderimpressionismus“, „Sonder-Epochen“, kultursprachliche Begriffsausprägungen einer Art, wie es sie schon früher gab, zur späteren Zeit, ohne dass dabei im lebendigen Sinn Anknüpfung oder Fortsetzung des schon mal angesagten gemeint ist, sondern eben eine Sondersituation in der Art eines historischen „Déjà Vus“. Scheingleichheit einer anderen Zeit, taucht als Morphologie auf, ohne in der „genetischen Erbfolge“ zu stehen.

Der Tod, von dem hier als Ereignis des Jahres 2015 geredet wird, ist in folgendem Verständnis neu:

Franz Kopp wurde einige Tage, bereits übers Wochenende, von verschiedenen Bekannten vermisst. Dann klingelten sie an der Wohnung, dann riefen sie sich gegenseitig an, am Donnerstag abend dann holte die Polizei die Feuerwehr, weil beim Dr. Ing. die Wohnungstür verriegelt, die dann den Weg über eine Feuerwehrleiter in den vierten Stock durchs Fenster den im Bett Gestorbenen am 14. Februar, spät abends fand.

Polizei und Arzt protokollierten, ein normaler Tod wurde testiert, das Sterbedatum vom Arzt geschätzt.

Am Freitag abend hatte ich Franz meinen Antwortbrief in Köln in den Briefkasten gesteckt. Franz freute sich auf Post von mir. Dieser Brief ist höchstwahrscheinlich am Montag in Hannover in Franz‘ Briefkasten gelandet – er hat ihn nicht mehr empfangen können. Das wäre dann der 9. Februar – frühestens und spätestens – der Arzt fand den Toten nach Augenschein etwa zwei Tage vorher verstorben – dann aber hätte er meinen Brief noch bekommen und geöffnet. Bzw. wäre es ihm so schlecht gegangen, dass er nicht mehr an den Briefkasten gekonnt hätte, hätte er doch einen Freund um Hilfe angerufen.

Der aus meiner Einschätzung etwa am 9. Februar 2015 in Hannover gestorbene Franz Kopp war ein ganz ungewöhnlicher Mensch – ein devianter Mensch.

Stelle man sich einen Wolfsmenschen als einen besonders naturgebundenen unkultivierten Wilden vor – einen Archaiker -, so war Franz Kopp ein universell Hochgebildeter, dessen Wesen als Künstlergelehrter auch darin bestand, sein gesamtes Reproduktionsleben, so weit möglich, auf sich selbst und sein eigenes Alltagslebensdesign zu stellen, etwa der Art, wie Georg Christoph Lichtenberg von den Meublen im Haus sprach: Was er nicht selbst hineingetragen hatte, dafür solle man ihn nicht in Anspruch nehmen (er wirft es aus dem Fenster). Dieser so nicht ganz, lebte in der Südstadt einer deutschen Landeshauptstadt, aller Kommunikationstechniken fähig. Er nannte sich www.frokati@net.de und nutzte Mobile.

Dieses Selbstdesign bezog sich auf alle verfügbaren Dispositive physischen und metaphysischen Belangs. Und ich will hier nicht eine Gesamtbiografie ausarbeiten, sondern nur an das Neue im Tod des Franz Otto Kopp hinführen, weil es mich tröstet:

Unweigerlich stehen am Lebensende Formalien, wie Entsorgung des Kadavers, Abwicklung vorhandener Verpflichtungen und Ansprüche, Nachlass- und Erbregelungen, letzte Willesbekundungen allgemein und besonders die Bestimmung eines Organisationsbetreuers, zu – möglicherweise – einer sozialen öffentlichen Bekanntgabe des Ablebens an der amtlichen vorbei, Anberaumung einer privaten Trauerversammlung, Kosten, Kommunikation, Ort – wer kümmert sich um was, wenn sich der Tote nicht mehr wehren kann.

Es beginnt aber lange vorher, wenn der zuletzt Tote an und bei sich merkt, dass und wie er sich verabschieden muss, weil er nicht mehr der ist und nicht sein kann, als der er seine sozialen Bezüge gelebt hat – als Schöpfer von neuen Lebensformen, Genosse, Sozialpartner, Kooperateur, Ratgeber und Zeuge. Wenns nicht mehr geht, dann nicht mehr will.

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Wenn ein Zeuge vergesslich wird, verliert er seinen Zeugenrang. Wenn soziale Symmetrien verschoben werden, weil die Kräfte nicht mehr reichen, mitzuhalten, wenn etwa Schwächen hinzukommen, die man gerne verdeckt und deshalb passiver wird. Wenn die soziale Sonorität verhuscht und flauer wird. Wenn das bisherige Tempo Unlust und Beschwernis wird, Verlangsamung aber soziale Risse erzeugt. Wenn man nicht mehr reisen kann. Wenn man nicht umstandslos fremde Klos benutzen kann. Wenn die soziale Dynamik ersatzweise aufgefangen wird, aber nicht im angemessenen Maß erwidert wird. Wenn man nicht E-Mail und Internetz in Echtzeit nutzt und erwidert, sondern das gute alte Telefon bevorzugt, aber keiner mehr ohne Anrufbeantworter, Mailbox oder Abwimmeltechniken erreichbar ist, stattdessen andauernd unerwünschte Werbeanrufe einlaufen. Wenn man oberflächlicher oder gründlicher, lustiger oder ernster, leichtsinniger oder gleichgültiger wird. Wenn man seine Selbstveränderungen nicht gerne thematisiert, man sich dadurch aber unbeabsichtigt ausklinkt. Wenn man neue Dinge neu beurteilt und zu seiner bestehenden Wertegemeinschaft auf Distanz geht. Wenn Liebe zugunsten dringender Eigenliebe geschwächt wird. Wenn man auf die letzten Stunden, die man irgendwie ahnt, seien es die letzten Jahre, das letzte Jahr, der letzte Geburtstag, das letzte Gespräch, der letzte Brief – all diese eigenen Selbstwahrnehmungen durchaus auch esoterische Qualität haben, die in den exoterischen Symbolen keine Ausdrucksform, keine stummen Botschaften erkennen lassen. Wenn man sich also entfernt, ohne den nächsten Menschen diesen starken Distanzprozess ausdrücklich zu benennen.

Wenn es schließlich ans Letzte geht und der Sterbende bewusst seine sonderhochmoderne Lebenskomposition in Formen bringen muss, für die er nicht in die konservative Praktik – wie man stirbt, wie der Ivan Ilitsch starb – zu fallen bereit ist, sondern eine höhere Qualität ausprägt. Wie? So? sollten letzte Handlungen Pflicht sein? statt frei?

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Franz Kopp hatte alles Konventionelle mit Vertrauten besprochen. So weit war klar, dass auch er auf einen unbestimmten Tod rechnete, ohne groß zu rechnen oder doch:

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Hier beginnt das Neue – zu Tode zu kommen, wie man vom ersten Ich-Erwachen her gelebt hatte: deviant und eigenartig frei.

Franz stellte für sich ungewöhnlich hohe, man kann sagen in Alles und Jedes absolute Selbstbestimmungs-Lebenspraktiken. Diese an Solipsimus und Autismus grenzende Sturheit und Stärke war unbrechbar. Wer mit ihm im Vertrauen solche Risse ansprach, sah, wie sehr es ihn verletzte, überhaupt diese Eigenart anzusprechen oder Rechenschaft zu erfragen. Dann wurde er unwirsch, wechselte in die dritte Person oder sagte: Das hätte man anders … das kommt ja gar nicht in Frage … Ich ändere das nicht. Wer die Freundschaft belasten konnte und nachsetzte, erfuhr selbst in logischen oder überlegenen Einsichten zwar widerwillig Zustimmung aber ausdrücklich keine Verhaltensänderung: „Ich habe bisher so gelebt – jetzt ändere ich das nicht mehr“ erleichterte sich Franz, nachdem alle möglichen Krebsursachen erörtert waren und auch der Lebenswandel, die Lebensunterhaltung auf den Prüfstand kam: hatte man denn das gute Leben als gesundes Leben ausgefaltet oder waren da Nachlässigkeiten zu Gewohnheiten geworden, die kosten? (Jetzt habe ich schon so viel gekostet, den Rest kann ich mir auch noch leisten).

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Jetzt komme ich zu den letzten Lebenszeichen, die ich in Köln lebend, persönlich von Franz erhalten habe. Ich spüre die neue Neuheit dieses Todes „by Design“. Franz war „Designer“ als „Künstlergelehrter“.

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EINS Franz mochte nicht klagen und jammern, weil er auch zuerst mal keine Lust hatte, andere jammern zu hören. Er nahm nur ganz schwach, wenn überhaupt weithin unsichtbar, am Ungemach des Anderen teil. Ich erinnere mich an seine fürsorglichen Posten, als mir in einer Münchner Privtatklinik eine heftige Hämorrhoide beseitigt worden war. Für ihn selbst, wenn er sich einließ, kam ein gelebtes Beispiel, wie er so etwas selbst handhabte, nämlich möglichst übergehen, ignorieren: Mit Goldener Regel, Gegenseitigkeit, soziale Symmetrien, Mitgefühl – usw. – damit wollte Franz nichts zu tun haben, nicht selbst bemitleidet werden, selbst nicht wahrnehmen und einstellen auf was andere erlitten.

Dabei fälschte er unter Umständen die Tatsachen und Zusammenhänge – z. B. als seine hochgeschätzte hannoversche Leibniz-Universität den Promotionsskandal der Geschichtsfälschtung zu dem Hochstapler Göbel aus Springe und den Hochstaplern einer unakzeptablen „Doktorpromotion“ daselbst, auch Franz Kopps Ehrgefühl verletzten, wollte er es nicht wahrhaben – es hat viele Jahre gedauert, bis ihm selbst der hochstaplerische Professor Stein die Drahtmaschinen abräumte und die Leibniz-Vierschrittmaschine als eigene Leistung weltweit publizierte. Hier war nun auch das Wort „Honigsauger“ nicht mehr akzeptabel – es war ein Betrüger, BETRÜGER die eben sowas machten.

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Das Beispiel Göbel-Promotion, indem Franz mich gewissermaßen lieber allein lassen wollte und das Beispiel Stein-Drahtmaschinen-Leibniz-Kalkulator, wo ich Franz beistand, hat Franz stark erschüttert. Er, der dann ausholte und über Hobbes oder John Lockes Universalien und die politischen Extrapolationen des „Leviathan“ nur Missbilligung übrig hatte, diese Philosophen wollen einen regeln: Franz ist nicht regelbar außer Selbstregelung.

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Da wurde ihm sein „kleines Prinzdasein“ einen kurzen Moment peinlich. Und er setzte plötzlich alle Energie dafür ein, dass der böse Brief an den Rektor der Universität eine bekömmlichere Sprachform erhalten sollte, als ich ihn abgefasst hatte – Franz kämpfte.

Das war der Abend, an dem wir am Lindener Markt, wie so oft bis 2007, beim „Spanier“ aßen und Alles durchnahmen – er hatte seine schockierende Krebsdiagnose neu, teilte es mir nicht mit, doch ich sah es.

Als im Sommer 2007 meine alte Mutter vor Hitze, Trockenheit und Gartenarbeit plötzlich Tod war, telefonierten Franz und ich – „ja,“ sagte er, anbetracht meiner abrupten Lage, „mich hat es auch getroffen ..Krebsdiagnose.. Chemo .. und ein Segen, es kostet ein Vermögen, dass ich es mir leisten kann“. Franz sprach von 70.000 Euro eigene Zuzahlung – ist das möglich? Um Gottes Willen, wie geht das weiter? Franz wollte sich erholen, um dann den chirurgisch angeratenen Umbau seines gesamten Dickdarms anzuberaumen: Er machte keine Reklame davon und teilte nicht Genaueres mit. Als ich ihn aufsuchen wollte, traf ich ihn nicht telefonisch und fand ihn dann, Ende 2007, auf der Intensivstation im Henriettenstift auf der Marienstraße – rücklings gestreckt, Augen geschlossen, wie Tote liegen – er hörte Richard Wagner durch Kopfhörer, bot mir Zeit, seine Installation abzuschätzen, künstlicher Abfluss – jedenfalls gab mir der Bettnachbar Zeichen, dass mein Todesschreck verfrüht, und Franz bald meinen Besuch bemerkte. Es war ein guter Besuch – es ging auch Hoffnung von der Situation aus. Später schrieb er mal in einem Brief (faksimiliert hier im Heft), wohin sein Zug gegangen war.

Im Jahr 2014 konnte der seit 2007 schwer therapierte Franz sogar allein mit der Eisenbahn für einige Tage nach Köln kommen, wir haben endlich mal wieder „getagt“. Er könne Alles essen usw. sah nun invalide aus. Leiden der Auszehrung und der natürliche Altersfortschritt – es erübrigt sich. Auch da wurde übers Nachsorgen und Kümmern diskutiert: Franz war durchaus im Bilde, wenn er auch mit der eigenen Todessorge keine Nerven und Kapazitäten auszugeben geneigt war: wenn es kommt, ist es egal.

So ähnlich ist es jetzt gekommen.

Wer stirbt und bis dahin gerne gearbeitet hat, ist mit der Trauerbekundung von Hartmut Andryczuk, dem Buchbastler aus Barsinghausen am Deister (in Berlin-Friedenau „Hybrid-Verlag“) nicht unflott nachgerufen: „Das ist schade“, schrieb mir Hartmut, als ich ihm Franz‘ Tod mitteilte.

Arbeiten ist nicht Puppe sein. Ich bin nicht eine Puppe, in der etwas ganz anderes verpuppt ist. Ich hänge auch nicht von einem Puppenspieler ab. Ich bin keine Marionette. Ich hänge an keinen Strippen. Bei mir zieht niemand Strippen. Hier komme ich in eine begriffliche Grauzone.

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Jeder Mensch ist sozial und hat sozialen Umgang. Jeder hat lebendige Beziehungsinien zu anderen Menschen. Nennt man das „Strippen“, kommt man in ein systematisches Strippengeziehe – auch wenn niemand zieht, sind da eben nichtgezogene Strippen. Wer sich durchwegs sträubt, wenn seine Strippen gezogen werden, wird aus der Puppensammlung entfernt oder landet in der Ecke.

Ich bin niemandens Strippenpuppe. Aber ich arbeite. Manchmal treffe ich Menschen, deren Arbeit es ist, mich zu treffen und meine Arbeit auf eigenen Nutzen hin zu beschauen und zu prüfen. Manchmal fällt jemand auf, dass er meine Arbeit für sich nutzen kann.

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Formen lösen sich auf bei Monet – „Beginn der Moderne“ – behauptet ein Salonpersonnage-Mob im Deutschlandfunk. Wieder so ein Bolschewik, an dem man unter Umständen mal vorbeikommt – dabei ist Claude Monet ein großer Meister der Malerei-Meisterwerke und nicht „Auflöser der Kunst“. Monets neue Malereiart – was wir heute „Impressionismus“ und „Prima-Malerei“ und „Pleine air“ nennen, ist keineswegs Formauflösung, sondern extrem treffende Formgebung (wie augenlos sind nur diese Staatsschranzen im heutigen Staats-Salonbetrieb).

Ich war dumm, wie alle jungen Leute“, erklärte die alte Marlene Dietrich.

Ich habe gearbeitet, so gut ich konnte“.

Ist es nicht komisch? – spricht man Leute auf politische Probleme an, hört man häufig und heute häufiger: SS-Ideen und SA-Ideen – als rechtsstaatlich-liberale Orientierungs-Formulierung.

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Darauf habe ich ein Lied gedichtet.

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Es heißt „So einfach ist das nicht“:

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Ich denke nur ein bisschen nach

so einfach ist das nicht

so einfach ist das nicht

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In Unterhose jagt man nicht

so einfach ist das nicht

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Am Ende

ist die Zeit sehr kurz

so einfach ist das nicht

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Der Mensch er wird als Mensch geboren

so einfach ist das nicht

Die Frau wird auch als Mensch geboren

Man weiß wie schwer das ist

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Da fehlt manchmal

die Fröhlichkeit

das lachende Gesicht

Als Kind findest du das unnormal

so einfach ist das nicht

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Erst fühlt er was,

dann schmeckt er was

so einfach ist das nicht

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Dann hört er was

Dann sieht er was

so einfach ist das nicht

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Dann sucht er was

Dann träumt er was

und irgendwann

dann sagt er was

so einfach ist das nicht

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erst denkt er was

jetzt will er was

so einfach ist das nicht

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Dann liebt er was

dann liebt er was

dann treibt ihn was

mal schlendert er

und taumelt er

und stürzt er ab“

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Franz Otto Kopp mochte die Neue Sinnlichkeit, mochte Dietmar Moews und schrieb für die Neue Sinnlichkeit, die er auf Lebenszeit abonnierte.

Als der vierundzwanzigjährige Dietmar Moews im Jahr 1975 mit ersten Texten die Ansätze zu den Blättern für Kunst und Kultur und ein Manifest für seine eigene KUNST formulierte, war dabei in zahlreichen Galeriebesuchen der Schriftsteller und ARD-Rundfunk-, Fernseh-Redaktionsleiter August Friedrich Teschemacher sein Gesprächsfreund, der sich wünschte: es möge Dietmar Moews mit seiner Kunst und seinem Galerieprogramm seine Zeitschrift in der Art der FACKEL des Karl Kraus anlegen.

Der Vorschlag war auch Ausdruck von Hoffnung und Wertschätzung, wie sich Dietmar Moews in der Hannoverschen Wüste Wärme erzeugen möge. Und es war Ermutigung, sich ein großes Projekt zuzutrauen. Und es war Etwas in und an diesem Karl Kraus, das einige Wesenszüge trug – Selbstvertrauen, Witz, überdurchschnittliche Mehrfachbegabtheit, Devianz, Selberdenken, Mut und klare Schnelligkeit, Vitalität und natürliche soziale Dynamik – die Dietmar Moews hoch schätzte und zu seinen eigenen individuellen Merkmalen anzuerkennen hatte.

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August Friedrich Teschemacher -bei der Herausgabe der Neue Sinnlichkeit 5, 1980 in Hannover - schrieb als A.F.T.in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und ließ sich von Dietmar Moews ein IBIZARERA malen, nachdem das erste Bild verkauft worden war.

August Friedrich Teschemacher -bei der Herausgabe der Neue Sinnlichkeit 5, 1980 in Hannover – schrieb als A.F.T.in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und ließ sich von Dietmar Moews ein IBIZARERA malen, nachdem das erste Bild verkauft worden war.

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August Friedrich Teschemacher, 1981,

Hannover, Grünewaldstraße 6,

Neue Sinnlichkeit 5 HERAUSGABE

Doch fand Dietmar Moews die Anlagen von Karl Kraus doch altmodisch und auch die Damen im Schlafzimmer eines Germanisten störten Moews nicht – war er doch auch mehr Maler im Schlafzimmer als Germanist.

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Künstlergruppe 7 OPQ trifft sich am 5. Mai 2014 bei SMEND Gallery Cologne, hier Dietmar Moews und Franz Otto Kopp mit der Neuen Sinnlichkeit

Künstlergruppe 7 OPQ trifft sich am 5. Mai 2014 bei SMEND Gallery Cologne, hier Dietmar Moews und Franz Otto Kopp mit der Neuen Sinnlichkeit

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Karl Kraus hat zeitlebens polarisiert. Dem entsprach seine Erscheinung: sein Bewusstsein der eigenen Bedeutung war immens und dieser Polarisierung zweifellos förderlich. Dieses Selbstbild entbehrte nicht jeder Grundlage: die Hörer seiner Lesungen waren von der Persönlichkeit des Vortragenden fasziniert. Seine Anhänger sahen ihn als unfehlbare Autorität an, die allen, die er förderte, jede Unterstützung zukommen ließ, um sie ins rechte Licht zu rücken.

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Karl Kraus, Wien

Elias Canetti (der hier in der Neuen Sinnlichkeit verpönt wird) hörte von Kraus erstmals über Bekannte, die ihn wie folgt schilderten:

Das sei der strengste und größte Mann, der heute in Wien lebe. Vor seinen Augen finde niemand Gnade. In seinen Vorlesungen greife er alles an, was schlecht und verdorben sei. […] Jedes Wort, jede Silbe in der Fackel sei von ihm selbst. Darin gehe es zu wie vor Gericht. Er selber klage an und er selber richte. Verteidiger gäbe es keinen, das sei überflüssig, er sei so gerecht, dass niemand angeklagt werde, der es nicht verdiene. Er irre sich nie, könne sich gar nicht irren. […] Wenn er daraus [aus den Letzten Tagen der Menschheit] vorlese, sei man wie erschlagen. Da rühre sich nichts im Saal, man getraue sich kaum zu atmen. […] Wer ihn gehört habe, der wolle nie mehr ins Theater gehen, das Theater sei langweilig verglichen mit ihm, er allein sei ein ganzes Theater, aber besser, und dieses Weltwunder, dieses Ungeheuer, dieses Genie trug den höchst gewöhnlichen Namen Karl Kraus.“

Elias Canetti: Die Fackel im Ohr, Fischer Verlag, Frankfurt/Main 1982, S. 66 f.

Für seine zahlreichen Gegner, die er sich durch die Unbedingtheit und Leidenschaft seiner Parteinahme schuf, war er hingegen ein verbitterter Misanthrop und ein „armer Möchtegern“ (Alfred Kerr), der sich in hasserfüllten Verurteilungen und Erledigungen erging:

Hinter Karl Kraus steht keine Religion, kein System, keine Partei, hinter Karl Kraus steht immer wieder immer nur Karl Kraus. Er ist ein in sich geschlossenes System, er ist eine Ein-Mann-Kirche, ist selbst Gott und Papst und Evangelist und Gemeinde dieses Bekenntnisses. Er spricht in eigenem Namen, in eigenem Auftrag und ohne Rücksicht auf Resonanz. Er haßt das Publikum seiner Leseabende und haßt die Leser seiner Zeitschrift, er verbittet sich jede Zustimmung… und hier setzt schon der erste unauflösliche Widerspruch ein; denn zugleich hängt er am Beifall des Auditoriums, für den er danken kommt und den er voll Stolz registriert, zugleich druckt er ausführlich zustimmende Referate der Zeitungen ab… Will man nach seiner seelischen Disposition fragen, wird man mit den naheliegenden Oberflächenkategorien ‚Eitelkeit‘ oder ‚Größenwahn‘ nicht viel anfangen können… Ich glaube, daß zwei Erkenntnisse am ehesten den Weg zum Verständnis der Einzigartigkeit des Phänomens Karl Kraus eröffnen und daß sie, aufeinander bezogen, seine Entwicklung und seine Besonderheit erklären… Karl Kraus… hat als junger Mann von fünfundzwanzig Jahren verwirklicht, wovon jeder kluge, selbständige Unzufriedene jeder Zeit träumt: er hat sich ein Forum geschaffen, um ohne Rücksichten und Hemmungen, jenseits aller Cliquen und Bindungen in absoluter Freiheit seine Meinung zu äußern, zu kritisieren, anzuklagen, zu kämpfen… Er hat von seinem fünfundzwanzigsten Jahr bis zu seinem Tod nur getan, was er wollte. Und er hat, zweitens, ein einziges, das er wollte, und das, wie ich glaube, seine restlose und letzte Erfüllung gewesen wäre, nicht zu tun vermocht und war darum verurteilt, es sein Leben lang auf Umwegen zu umkreisen und nur indirekt, behelfsmäßig zu verwirklichen. Er war im Grund seines Herzens Schauspieler, besser Theatermensch; und er konnte nicht zum Theater. So… mußte ihm, was vielleicht nur Nebenbei gewesen wäre, zur Hauptsache, und, wo immer denkbar, dem Theater angenähert werden: ‚Wenn ich vortrage, so ist es nicht gespielte Literatur. Aber was ich schreibe, ist gedruckte Schauspielkunst.‘ Und: ‚Ich bin vielleicht der erste Fall eines Schreibers, der sein Schreiben zugleich schauspielerisch erlebt.‘“

Hans Weigel: Karl Kraus oder die Macht der Ohnmacht, S. 9

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Thomas Mann über Karl Kraus’ Vorleseabend am 29. März 1913 in München:

Seine geistliche Art, Jean Paul zu lesen, fesselte mich sogleich sehr innerlich. Und die geistreiche Leidenschaft, mit der er, in seinen eigenen so scharf und rein stilisierten Schriften, die großen Grundsachen des Lebens, Krieg, Geschlecht, Sprache, Kunst, gegen Schändung und Verschmockung, gegen die Welt der Zeitung, gegen die Zivilisation verteidigt,– auch sie hat etwas Geistliches, etwas Religiöses, und wer den Gegensatz von Geist und Kunst, von Zivilisation und Kultur irgendwann einmal begriffen hat, der wird sich von dem satirischen Pathos dieses Antijournalisten nicht selten sympathisch mitgerissen fühlen.“

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Ernst Krenek über Karl Kraus:

Er kam nie von der Meinung zum Wort, sondern unmittelbar vom Ursprung, vom Gedanken. Darum konnten seine Meinungen einander zu widersprechen scheinen. Und davon hatte er die Autorität, über jene zu richten, die die Sprache nur benützen, um die Meinungen zu äußern, die sie aus den widersprechenden Situationen dieser Welt beziehen.“

Paul Schick: Karl Kraus in Selbstzeugnissen und in Bilddokumenten,

Rowohlt Verlag, Hamburg 1982, S. 153

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Und so liegt auf der Hand, dass Dietmar Moews eine eigene Vorstellung von Liberalität und nicht, wie Karl Kraus, antiliberale Strenge lebte.

Damit wäre auch eine namentliche Bezugnahme auf Karl Kraus‘ Fackel eher irreführend, wenn doch solche Eigenarten wie Misanthropie als Leitbild galten – Dietmar Moews dagegen eher leben lassen möchte, allerdings dabei auf die Seite oder nach Vorne geht.

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Karl Kraus war finanziell unabhängig und musste keine Rücksichten nehmen. So war Die Fackel allein sein Werk; es wurde darin ausschließlich gedruckt, was er für richtig hielt. Die letzte Nummer, erschienen vier Monate vor seinem Tod, endet mit dem Wort Trottel.

Kraus’ Selbstbewusstsein war ungemein, seine Misanthropie legendär. Eine im Januar 1921 in der Fackel veröffentlichte Notiz kann beinahe als Manifest seines Wirkens bezeichnet werden:

Ich // lese keine Manuskripte und keine Drucksachen, // brauche keine Zeitungs-ausschnitte, // interessiere mich für keine Zeitschriften, // begehre keine Rezensionsexemplare und versende keine, // bespreche keine Bücher, sondern werfe sie weg, // prüfe keine Talente, // gebe keine Autogramme […] // besuche keine Vorlesungen außer den eigenen […] // erteile keinen Rat und weiß keinen, // mache keinen Besuch und empfange keinen, // schreibe keinen Brief und will keinen lesen und // verweise auf die völlige Aussichtslosigkeit jedes Versuchs, mich zu irgendeiner der hier angedeuteten oder wie immer beschaffenen, schon in ihrer Vorstellung meine Arbeit störenden, mein Missbehagen an der Außenwelt mehrenden Verbindungen mit eben dieser bestimmen zu wollen, und habe nur noch die Bitte, die auf alle derlei Unternehmungen vergeudeten Porto- und sonstigen Kosten von jetzt an der Gesellschaft der Freunde Wien I, Singerstraße 16, zuzuwenden.“

Karl Kraus: Die Fackel

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So erscheint jetzt eine Neue Sinnlichkeit als das Blatt Numero 66 Neue Sinnlichkeit Blätter für den stimmigen Winkel im 36sten Jahrgang aus Köln mit einigen Beiträgen von Franz Otto Kopp, die er selbst ausdrücklich dafür gedacht hat.

Dazu sitze ich hier unter meinem reichen Schatz, im Schatten all der Jahre und möchte den Lesern und den neuen Abonnenten, die den genialen Künstler, Erfinder, Konstrukteur und Oberingenieur noch nicht kennen – und habe dabei die Qual der Wahl aus wirklich reichen Gaben.

Der Todesnähe des Lebens halber Anschauungsmöglichkeit zu verleihen, stelle ich einige Handschriften als Faksimile herein, die mit etwas Geduld doch leicht zu entziffern sind.

Franz Kopp hatte nach unseren Gesprächen und Briefwechseln zuletzt geschrieben: Ich esse meine Pille nicht – lch lasse es auswachsen.“

So überschreibe ich das Bündel ausgewählter kleiner Liebestaten, die hier Zeugekraft hatten, mit unserem gemeinsamen Pseudonym Layos Dayatos:

DINTENUNIVERSUM L. D.

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Dintenuniversum war seine Antwort auf meinen schönen Montblanc-Füller, nachdem es ihm mehr Freude machte, von Schreibmaschine nicht zum Computer zu wechseln, sondern ebenfalls zum Tintenfüller. Franz Otto Kopp war hier mit den Schnittmengen unserer zentrischen Kreise bis zuletzt inspiriert und beherzt tätig.

Sehr gerührt mich, den anmaßenden Professor Stein zu stoppen, Franz Leistung zu Leibniz anzusaugen (s.hinten)

NUN: Schöne Frokati@-Bastelstunden: Im DINTEN – UNIVERSUM L. D

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UND EINE NAVIGATION ZUM DLA-Marbach

Die neue elektronische Navigation im Deutschen Literaturarchiv Marbach macht jetzt die Zeitschrift >Neue Sinnlichkeit – Blätter für Kunst und Kultur< über das Internetz zugänglich:

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http://www.dla-marbach.de/?id=12

Bild

http://www.dla marbach.de/opac_kallias/bibliothek/index.html

Bild

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Dietmar Moews meint: Die besondere lose Erscheinungsfolge der Blätter Neue Sinnlichkeit für Kunst und Kultur und die von Ausgabe zu Ausgabe wechselnden Untertitel haben den Literaturpflegern des DLA Aufmerksamkeit abverlangt.

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Und jetzt findet jeder Interessent Nachweise und Bezeugung der seit 1979 erscheinenden Blätter und deren zahlreichen Künstlern und Autoren.

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Neben dem DLA-Marbach sammeln auch die Bayerische Staatsbibliothek in München, die Sächsische Staatsbibliothek in Dresden, die Deutsche Universalbibliothek Frankfurt am Main /Leipzig, die Niedersächsische Landesbibliothek, das Hannoversche Stadtarchiv, das Stadtarchiv Springe, die Nordrhein-Westfälische Landesbibliothek die Neue Sinnlichkeit Blätter für Kunst und Kultur, ISSN 1432-5268 seit 1979 aus Hannover, München, Leipzig, Magdeburg, Dresden, Berlin, Köln.

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zu Händen Dr. Dietmar Moews

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http://de.metapedia.org/wiki/Moews,_Dietmar: Kurzkommentar

September 20, 2014

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am Samstag, 20. September 2014

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Fokko von Velde spielt J. S.Bach auf dem Saxophon im Spielplatz er Künste Hannover, Dietmar Moews, Stromgitarre, 1989

Fokko von Velde spielt J. S.Bach auf dem Saxophon im Spielplatz der Künste Hannover, Dietmar Moews, Stromgitarre, 1989

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Unter meinem Namen finde ich seit Längerem auf der ersten Seite – wenn ich von meiner IP Dietmar Moews aus suche – diese Adresse (die ich nicht veranlasst habe und zu der ich auch keine Informationen habe):

http://de.metapedia.org/wiki/Moews,_Dietmar

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Auf dieser Seite in einem Wiki werden Angaben zu meiner Person allgemein öffentlich bekannt gemacht und bereitgestellt. Die sind teils unzutreffend.

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Als Betroffener erkläre ich hier: In dem besagten Redebeitrag beim Piratenparteitag, Neumünster, am 28. und 29. April 2012, habe ich drei Minuten Redezeit gehabt. Ich habe mich als Kandidat für den Bundesvorsitz vorgestellt und erklärt, was ich zu tun beabsichtige, damit die Piraten einen erfolgreichen professionellen Bundestagswahlkampf für 2013 aufziehen können sollen. Meine Rede wurde live im Deutschen Fernsehen gesendet, meine Rede wurde von den Piraten selbst im Stream in Echtzeit im Netz bereitgestellt. Von diesen Parteitag-Streams haben die Piraten Kopien angefertigt. Ob es dafür ein Piratenarchiv gibt, ist mir nicht bekannt. ICH HABE ZAHLREICHE Zeugen, die in der Halle meine Rede gehört haben:

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Ich habe weder dort das Wort oder das Thema Weltjudentum ausgesprochen oder nur das Thema erwähnt. Insbesondere verwende ich das Wort Weltjudentum nicht in Gänsefüßchen, womit auf Nazipraktiken hingewiesen wird, so keinesfalls von mir.

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In meinem intensiven politischen Leben oder in meinen wissenschaftlichen Publikationen oder Blogtexten gibt es keinerlei Spuren von Volksverhetzung, Antisemitismus, Judendiskriminierung, Rassismus, Stereotyp. Ich bewege Kunst, Aufklärung, Wissenschaft, Kritik und Freiheit:

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Ich habe keinesfalls Juden als Begriff in der Sammelbedeutung verwendet. Eine solche Verallgemeinerung bzw. sprachliche Ungenauigkeit verbietet sich für mich als Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler.

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Kritik wird von mir stets mit konkreter Seinsbindung und induktiver Perspektive, keinesfalls deduktiv gefasst. Das betrifft insbesondere Kritik an einem Juden oder von als Juden firmierenden Kollektive oder Organisationen, z. b. in der allwöchentlich vorgelegten Jüdischen Wochenzeitung, auf der letzten Seite die grafische Darstellung des Weltjudentums, unter der Ägide des Zentralrates der Juden in Deutschland publiziert, deren Medium diese Wochenzeitung ist.

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Darstellung des Weltjudentums durch „die Juden“ in Deutschland wöchentlich in der Jüdischen Wochenzeitung. Diese „Juden in Deutschland“ vertreten die Eroberungskriegspolitik der Netanjahu-und Siedlerpartei-Politik Israels -sie  können nicht für die liberalen Juden in Deutschland sprechen. Zweifellos gehört ein tradiertes Diaspora-Leben zum Judentum, wie auch zionistische Vorstellungen. Dabei wird Zionismus so weit aufgefasst, dass man in Israel lebt bzw. nach Israel einwandert bzw. auch in einem anderen Heimatland lebt. So gibt es deutsche Juden und Juden in Deutschland, die ganz verschiedene, bevorzugt mehrere Staatsangehörigkeiten haben, und auch Israelis sind.

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In folgender Angabe ist „http://de.metapedia.org/wiki/Moews,_Dietmar“ semantisch unzutreffend und irreführend.

Im Weiteren wird bei „http://de.metapedia.org/wiki/Moews,_Dietmar“ folgender Text bereitgestellt (ich zitiere den Online-Text am 20. September 2014):

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Hanns Joachim Friedrichs interviewt den Maler der Sportmotive im ZDF Aktuellen Sportstudio

Hanns Joachim Friedrichs interviewt den Maler der Sportmotive im ZDF Aktuellen Sportstudio

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Dr. Dietmar Moews (* 8. November 1950 in Lauenau bei Hannover) ist ein deutscher Soziologe, Künstler, Maler und Mitglied der Piratenpartei (BRD). Moews gilt innerhalb seiner Partei als umstritten, da er öffentlich die Juden kritisiert.

Politische Arbeit

Auf dem Bundesparteitag 2012 in Neumünster kandidierte Moews für den Bundesvorstand der Piratenpartei. Nach dem Begriff Weltjudentum während seiner Rede, kam es zu Raunen innerhalb der Hörerschaft. Am selben Tag wurde gegen Carsten Schulz und Dietmar Moews wegen ihrer politischen Ansichten gehetzt, obwohl sich die Piratenpartei vorgeblich für Meinungsfreiheit einsetzt. Dies erfolgte sowohl in Form eines Rede-Boykotts als auch über persönliche Diskreditierung via Twitter. Einigen Piraten-Mitgliedern ging die Hexenjagd nicht weit genug. Sie forderten, auch die Namen der Unterstützer von Schulz und Moews öffentlich zu machen.[1][2][3]

Im November 2012 kam es erneut zu einem Wirbel um Dr. Dietmar Moews. Moews bezeichnet im November 2012 das Parteimitglied Stephan Urbach als Hochstapler, als AOL-Vertreter und nicht als Wissenschaftler, wie Urbach sich selbst bezeichnet, im Zuge der Bundestagskandidatur. Im folgenden Video nennt er Christopher Lauer als Pappkameraden und kritisiert Martin Delius, daß er keine Ahnung von Technik hat. Als Kommentar schrieb ein Benutzer namens Simon am 27. November 2012: „Widerlegt doch mal seine Behauptungen. Dietmar kann seine Behauptungen nämlich belegen. Und wer jemanden als Antisemit deshalb verunglimpft weil Dietmar aus einem BUCH von seinem Doktorvater vorgelesen hat, der hat wirklich nicht mehr alle Kronleuchter zusammen. Dass die üblichen Sockenpuppen hier die ersten waren und die popcorn-Leute das Recherchieren noch immer nicht gelernt haben, schadet dem popcorn-Format.“ [4]

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Dietmar Moews meint: Die Möglichkeiten mit fremden Inhalten (Text, Bilder, Videos,Töne, Musik, Arrangements) Internetangebote zusammenzuschneiden, wird von den Rechteabsaugern, wie Google, Youtube usw. vollkommen willkürlich praktiziert.

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Insbesondere Abbildungen aus bereits publizierten Massenmedien werden ungeachtet der Repräsentativität oft wiederverwendet oder nicht verwendet. Dabei werden Ausnahmepublikationen viel stärker herausgebracht und repräsentative Normaldarstellungen werden weggelassen.

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Dr. DIETMAR MOEWS von FOKKO VON VELDE fotografiert

Dr. DIETMAR MOEWS
von FOKKO VON VELDE
fotografiert

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Zwar besteht immer die Möglichkeit, dagegen juristisch anzugehen. Jedoch werden dadurch laufend Akzente gesetzt oder verschoben, in dem Auswahl und Zusammenstellung von persönlichen Abbildern betont oder ausgegrenzt werden. So entsteht insbesondere was die Darstellung oder Nichtdarstellung von Abbildern einer Person und von Abbildern ihrer sozialen Bezüge falsche Darstellungen erzeugt.

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Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

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DIETMAR MOEWS im Jahr1976

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Ministerpräsident Kretschmann bricht „Fraktionszwang“ im Bundesrat für Flüchtlinge

September 20, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4910

am Samstag, 20. September 2014

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Bildschirmfoto vom 2014-08-17 16:59:59

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Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (GRÜNE), hat im Bundesrat für eine Abstimmungsmehrheit der Großen Koalition) CDU / CSU / SPD) gesorgt.

Der GRÜNE hat quasi für seine Koalitionspartner der SPD in Stuttgart gestimmt und nicht für die eigene Partei, die in Berlin in der Opposition sitzt.

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Dieses Abstimmungsverhalten begründet der GRÜNE Kretschmann mit der Notwendigkeit, dass das komplizierte Problem, einerseits Asylrecht optimal auszulegen, auch die konkrete Notlage der Asylanten beachten müsse.

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Andererseits müsse verhindert werden, dass Flüchtlinge überhaupt nach Deutschland kommen (weil die Wähler aufmucken). Das habe eben auch ganz konkrete, praktische Seiten für Asylantragsteller, denen es bereits gelungen ist, nach Deutschland hineinzukommen und in Deutschland auf ihre Asylbewilligung warten zu können.

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Die Grünen, in der Berliner Opposition, fordern überhaupt, ein ehrlich gemeintes Asyl bieten zu wollen. Wodurch allerdings Deutschland zu einem Wunschziel für alle Asylinteressierten würde.

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Hierin beurteilen die Parteien die Asylantenlage verschieden.

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Die Große Koalition geht davon aus, dass die Asylanten in der großen Zahl, zuhause schlechtgestellte Wirtschaftsflüchtlinge und nicht politisch Verfolgte sind. Sie kommen über das deutsche Asylrecht, das politisch Verfolgten Rettung bieten soll. Sie missbrauchen das deutsche Asylrecht angeblich, indem es den Asylantragsteller vielmehr um den gutgestellten Wunschlebensort, Deutschland, und damit um unerwünschte Einwanderer ginge.

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DIETMAR MOEWS 1991 Tucuman / Argentina

DIETMAR MOEWS 1991
Tucuman / Argentina

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Dietmar Moews meint: Wir sehen, dass der GRÜNE Fraktionszwang Aufregung erzeugt – während die Asylproblematik dann mit Für und Wider, Sowohl als Auch, beantwortet wird und ein eher missliebiges Thema für die Parteien zu sein scheint. Denn die Menschlichkeit ist in Deutschland Grundpflicht für den Staat. Die große Mehrheit der Wähler sind dennoch eher gegen die Zuwanderer.

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Dass, wenn zwei Schiffe mit insgesamt 700 Flüchtlingen im Mittelmeer in den Tod versenkt worden sind, es hier nicht um Wirtschaftsflüchtlinge geht, sondern um Leben und Tod von Menschen, die aus den Kriegsgebieten kommen, Palästina, Irak, Syrien u. a. läuft hier im deutschen Parlamentarismus auf die Frage „Fraktionszwang oder nicht“ hinaus.

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Wie die Ursache für die elende Flüchtlingssituation durch ein modifiziertes Asylrecht in Deutschland gelöst werden könnte, haben weder die Blockparteien CDU / CSU / FDP / SPD / AfD/ Grüne noch die Linkspartei im Programm.

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Aber wir Deutsche wissen doch, dass Asyl zu bieten ist!

Asyl ist keine Lösung politischer Verhängnisse, sondern eine unmittelbare Hilfs- und Solidaritätspflicht bei Not. Wer da diskutieren will, soll nach hause gehen.

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Folglich gehören wohl organisierbare politische Hilfen zur Selbsthilfe für die Regionen der Notmenschen und Beeinflussung derer Staatsregierungen auf die Agenda.

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Allein Erdogan: Freudenspender und Glücksbringer der Türken

August 12, 2014

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am Dienstag, 12. August 2014

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Der bisherige türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan konnte nach elf Jahren Erfolgs-Volkswirtschaft in der Türkei seine Anerkennung in der Direktwahl zum Staatspräsidenten krönen lassen.

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Eine gestärkte Türkei mit gut gestimmten Türken sollte allen anderen in der Welt willkommen sein. Ob den Handelspartnern der Europäischen Wirtschaftsunion oder den Waffenbrüdern des WESTENs sowie in der Nato.

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Es wird der Türkei gut tun, wenn nunmehr eine gewisse Nüchternheit und Anständigkeit in der Behandlung der Partner und Nachbarn einziehen könnte. Dazu sind zwei harte Fakten gegeben:

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EINS Staatspräsident Erdogan, der wissen wird, was zukünftig zu meistern sein wird: den Schwung der türkischen Volkswirtschaft in eine auskömmliche Balance zu bringen.

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ZWEI Kriege in drei Nachbarstaaten

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Die Frankfurter Allgemeine berichtet am 11. August 2014, Wirtschaft, Seite 17:

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„… die Krise im Irak könne der Türkei bis zum Jahresende Exporteinbußen im Wert von umgerechnet mehr als 2,2 Milliarden Euro bescheren.

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Seit die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ im Juni Mossul eroberte, sind die türkischen Exporte in den Irak schon deutlich gesunken …

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Öl aus den Kurdengebieten über türkische Häfen auf die Weltmärkte, aber auch für die Überlegung, Gas aus dem Leviathan-Feld vor der Küste Israels durch eine über türkisches Territorium führende Rohrleitung an die Türkei selbst sowie an europäische Abnehmer zu liefern….“

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Erdogan hat deutlich gemacht, dass es in seiner Zeit an der Macht – und die könnte noch lange währen – eine Annäherung an den „Terrorstaat Israel“ nicht geben werde

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… und Erdogans Energieminister Taner Yildiz. Der Minister ist weiter im Amt – trotz einer politischen Mitverantwortung für das Bergwerksunglück von Soma im Mai, als 301 Bergleute ums Leben kamen, „wird eine Pipeline von Israel (in die Türkei) gebaut, wird nicht Gas, sondern das Blut unschuldiger Kinder und Mütter darin fließen“, sagte Yildiz ganz in der demagogischen Manier seines Chefs.“

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Dr. DIETMAR MOEWS von FOKKO VON VELDE fotografiert

Dr. DIETMAR MOEWS
von FOKKO VON VELDE
fotografiert

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Dietmar Moews meint: In drei Nachbarstaaten der Türkei – im Irak, in Syrien und in der über die Seegrenze im Schwarzen Meer angrenzenden Ukraine – herrscht Krieg. Zählt man Israel dazu, toben in der erweiterten Nachbarschaft blutige Kämpfe in vier Ländern, die für die Türkei wichtige Handelspartner waren.

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Den Ankündigungen Erdogans nach schlägt damit die Türkei eine machtpolitische Linie der Stärke, der Aggression und der Konflikte ein.

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Es wird jetzt neue Aspekte innerhalb der Nato geben. Die Dominanz Israels im US-Kongress wird eine neue Definition für den eigenen Interessen-Totalitätsanspruch formulieren müssen.

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Unsere türkischen Freunde in Deutschland werden förmlich gezwungen, sich Gedanken über Weltpolitik zu machen. Mir ist das zumindest sehr recht.

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Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

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DIETMAR MOEWS: Ausstellung FRIEDENSINITIATIVE: Bundespräsident Gauck fordert Militäreinsätze wie am 17. Juni 1953

Juni 17, 2014

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am 17. Juni 2014

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Keine neue Friedensbewegung, solange die alte nicht verbraucht ist“

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Dietmar Moews meint: Die öffentliche Aufforderung des Bundespräsident Gauck, dass Deutschland sich an militärischen Ordnungsmaßnahmen in aller Welt beteiligen soll, ist praktisch zu verstehen, nicht theoretisch.

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Theoretisch wäre, wenn Gauck Militarismus und Kriegslust meinen würde. Nein, ein „Bellizist“ ist Gauck nicht, sondern ein „pazifistischer Montags-Gebetler (christlich gemeint: also schon mal für die christliche Wahrheit gewaltsam zuschlagen).

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Praktisch meint Bundespräsident Joachim Gauck seine Militäreinsatzbereitschaft – pünktlich und symbolisch zum 61. Gedenken an den 17. Juni 1953, etwa so: Das Militär schlägt zu. Die Öffentlichkeit wird irregeführt und nicht informiert – wie am 17. Juni 1953, wie heute im Irak, 17. Juni 2014.

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Wenn also eine von Gauck gemeinte Militärmaßnahme notwendig ist, muss sich der Gauck-Wähler der Blockparteien und der Großen Koalition dieses vorstellen:

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Während „der Westen“ eine große massenmediale Sommersause durchzieht, z. B. wie die derzeitige multimediale, elektronische FIFA-SPARTAKIADE im Fußball – die Medien und die Fifa nennen sowas „Fußball-WM Brasilia 2014“.

Die Öffentlichkeit wird so gut es geht auf diese FIFA-SPARTAKIADE eingestellt.

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Gleichzeitig wird eine neue ISIS kreiert – also eine Marke in kürzester Zeit aus dem Stand  medial eingeführt, die das BÖSESTE ist, was sich sowieso keiner vorstellen kann. Dann berichtet man elektronisch, dass ISIS mit 800 hochgefährlichen Kämpfer, von Norden auf Bagdad hin, über 200.000 irakische Soldaten verjagen – so gefährlich sind ISIS.

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Dann greifen am 17. Juni 2024, auf Gaucks neue Devise hin, die Bundeswehr-Berufs-Militärspezialeinsätzler im Irak ein. Die staatlichen Medien in Deutschland informieren die deutsche Öffentlichkeit, wie folgt:

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Heute haben kleine Militärspezialkräfte im Irak nachhaltige Militärschläge gegen ISIS erfolgreich durchgeführt. Näheres ist nicht bekannt.

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Wir wissen und erfahren also nicht, wenn oder dass diese Bundeswehr-Söldner auf „unserem“ Bündnisticket mit dem „Westen“ irgendwo auf der Welt zündeln oder zuschlagen. Wir erfahren es nicht. Wir sollen nur einverstanden sein, weil es ja auch nicht ginge, die Drecksarbeit in Bakuba oder in Kirkuk von anderen alleine machen zu lassen – wie (nach Gaucks Insinuation) bisher.

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Schön, dass dann der DLF in den Nachrichten erklärt: Die Gewalt hat ein beispielloses Ausmaß erreicht. Es droht eine Eskalation ungeahnten Ausmaßes. Und der deutsche Bundespräsident stoppt nicht die deutschen Rüstungsexporte, sondern fordert Beteiligung Deutschlands.

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Friedensbewegung haben wir damals verbraucht, mit dem Slogan; „Keine neuen Friedensbewegungen, solange die alten nicht verbraucht sind.“

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Deshalb hatte Dietmar Moews einen wichtigen Teil seiner Arbeit öffentlichen Aufklärungsaktivitäten gewidmet. Damit Krieg und Frieden an die Wünsche und Vorstellungen der freien Bürger angekoppelt werden sollen.

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Dadurch entsteht Kommunikation, konkrete Anbindung an die Regierenden und die Parteien und die Medien und entstand eine große AUSSTELLUNG in der Ballhof-Galerie Hannover zu der alle Künstler eingeladen worden waren, eine wochenlange Aktion mitzumachen in denen Diskussionen, Lesungen und eine Ausstellung mit Plakaten für den Frieden und gegen Krieg und Gewalt öffentlich zum Ausdruck gebracht wurden.

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Diese Plakate wurden dann auch in Hannover im Foyer des Staatlichen Theaters am Aegi (Aegidientorplatz) ausgestellt und mit Lesungen von Schauspielern eingerahmt worden sind:

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Die Originalplakate wurden als persönliche Entwurfsblätter von jedem Künstler als Prototyp und Druckvorlage zu dieser Friedensinitiative von Dietmar Moews beigebracht, der hierfür seine Ballhof-Galerie Hannover nutzte.

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Mitinitiatoren waren das FRIEDENS-FORUM, SPORTLER für den FRIEDEN international und die FRIEDENS-MATINEE /Theater am Aegi. Die Plakate gehören seitdem und  heute zur Privatsammlung von Dietmar Moews:

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keine neuen raketen, bevor die alten nicht verbraucht sind

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FOKKO VON VELDE Plakatentwurf

FOKKO VON VELDE
Plakatentwurf

ELLINOR BORGGRÄFE Plakatentwurf

ELLINOR BORGGRÄFE
Plakatentwurf

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JOB CROGIER Plakatentwurf

JOB CROGIER
Plakatentwurf

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HANNES BARTELS Plakatentwurf

HANNES BARTELS Plakatentwurf

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N.N. Plakatentwurf

JOACHIM PETERS-SCHNÈE Plakatentwurf

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LEIV WARREN DONNAN Plakatentwurf

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KLAUS STAECK / DIETMAR MOEWS / HORST MEYER Plakatentwurf

KLAUS STAECK / DIETMAR MOEWS / HORST MEYER
Plakatentwurf

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OSTERMARSCH-KOMMITEE / DIETMAR MOEWS Plakatentwurf

OSTERMARSCH-KOMMITEE / DIETMAR MOEWS
Plakatentwurf

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NIGEL PACKHAM Plakatentwurf

NIGEL PACKHAM
Plakatentwurf

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FOKKO VON VELDE Plakatentwurf

FOKKO  Plakatentwurf

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FRANZ OTTO KOPP Plakatentwurf

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JACQUES GASSMANN Plakatentwurf

JACQUES GASSMANN
Plakatentwurf

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Plakatentwurf

KARSTEN DUBIEL Plakatentwurf

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keine neuen raketen, bevor die alten nicht verbraucht sind

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Hanns Joachim Friedrichs interviewt den Maler der Sportmotive im ZDF Aktuellen Sportstudio

Hanns Joachim Friedrichs interviewt Dietmar Moews, den Maler der Sportmotive im ZDF Aktuellen Sportstudio

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zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein


Dietmar Moews – 7 OPQ kapitalistischer realismus – Eine neue Künstlergruppe

Mai 1, 2014

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Am 1. Mai 2014

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Der Maler Dietmar Moews lädt jeden an heutiger zeitgenössischer Malerei Interessierten sowie alle im Allgemeinen und Besonderen Kunstinteressierten ein, die Malerei und neue Bilder kennenzulernen.

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Der Maler Dietmar Moews nimmt an den diesjährigen Kölner Atelierbesuchstagen teil:

Mainzer Straße 28, 50678 Köln

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Samstag, 3. und Sonntag, 4. Mai jeweils 15 bis 19 Uhr

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KÖLN SÜD offen!

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67 Künstler öffnen ihre Ateliers vom 3. bis 4. Mai 2014

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weitere Informationen finden Sie im Internetz (www.koeln-sued-offen.de)

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Dietmar Moews – 7 OPQ kapitalistischer realismus – Eine neue Künstlergruppe

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Eine neue Künstlergruppe stellt sich vor.

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Job Crogier

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Dietmar Moews und Franz Otto Kopp

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Fokko von Velde / Felde

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7 OPQ demonstriert die deutsche Variante des kapitalistischen Realismus

im ausgehenden 20. Jahrhundert.

7 OPQ sind sowohl Rationalisten im Sinne deutscher Kunsttradition, wie Irrationalisten: neusinnlich-einfache Kunst als Neuorientierung im modernen Wahnsinn.

Die vier Künstler 7 OPQ sind perfekte Handwerker von Grund auf. Virtuoses Handwerk in ihren Fächern, in denen sie alles können, und ihr Humor, verbindet sie.

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7 OPQ sind Job Crogier, geboren 1948 in Göttingen – gestorben 2006 in Mallorca, Malerei, Film, Fernsehen, Essay,

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Job Crogier Filmplakat

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Job Crogier, „WTC Twin Towers“ Fotografie

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Franz Otto Kopp, geboren 1937 – gestorben 2015, mechanische Konstruktionen, Foto, Essay,

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„Hirschsprung“ sechsbeiniges Schreitmobil aus Draht

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Folgende Repros sind  „Neue Sinnlichkeit 27“ Blätter für Kunst und Kultur entnommen

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„DINO“, das Schreitmobil mit Spornrad und Elektro-Motor sowie Handkurbel-Betriebsamkeit

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Franz Otto Kopp präsentiert ein neues Schreitmobil im Pandora Kunst Projekt München 1992

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Dr. Ing. Franz Otto Kopp hat allein und selbständig die historische, mechanische Rechenmaschine von Gottfried Wilhelm Leibniz analysiert, weil dieses Getriebe niemals funktioniert hatte. Dr. Ing. Kopp hat die Maschine exakt nachgebaut und kleine Justierungen perfektioniert, so dass die Maschine lief und richtig rechnen kann.

Die Frage, ob Leibniz die erste Rechenmaschine konstruiert hatte, hat Kopp damit beantwortet: Die Maschine ist funktionabel konstruiert – Leibniz‘ Entwurf war von den verschiedenen Instrumentenbauern der Leibnizzeit nicht präzise genug ausgeführt worden.

Anlässlich des großen Leibniz-Jubiläums der Leibniz-Universität Hannover, wo er als Getriebelehrer arbeitete, konnte Dr. Kopp den funktionierenden, schematischen Nachbau vorstellen. Andere Mechanik-Designer haben dann das Teil mit der Leibnizschen Mimik nachgebaut.

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Dietmar Moews, geboren 1950, Malerei, Architektur, Texte, Beatgitarre,

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Dietmar Moews‘ Selbstportrait, DMW Öl auf Leinwand, 155 / 185 cm

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Dietmar Moews im Pandora Kunst Projekt München 1993

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Fokko von Velde, geboren 1938, Malerei, Foto, Briefe, Jazzsaxophon,.

Fokko von Felde in Salines de Royale, 1988

Fokko von Felde in Salines de Royale, 1988

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Fokko von Velde malt "Oradour,

Fokko von Velde malt „Oradour,

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Fokko von Felde, Briefsendung an Dietmar Moews

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Fokko von Velde, Landschaftsmalerei

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Fokko von Velde spielt J. S.Bach auf dem Saxophon im Spielplatz er Künste Hannover, Dietmar Moews, Stromgitarre, 1989

Fokko von Velde spielt J. S.Bach auf dem Saxophon im Spielplatz er Künste Hannover, Dietmar Moews, Stromgitarre, 1989

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Die Künstler 7 OPQ treten seit Mitte der sechziger Jahre auf.

Ihre Biographien spiegeln, vom Wiederaufbau bis 1968 in Deutschland, also bis zum Höhepunkt des zivilisatorischen Fortschrittsglaubens, die Weltgeschichte wider.

7 OPQ hat sich 1988 zusammengefunden,mit dem Konzept, Kunst des kapitalistischen Realismus nach 1968, den Wechsel von linearen Fortschrittsvorstellungen der Moderne zum Pluralismus des ausgehenden 20. Jahrhunderts, vorzustellen.

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In der Kunst gibt es keine Pausen – in der Kunst geht es immer weiter.

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Anmerkungen über DIETMAR MOEWS zu KÖLN SÜD offen! 2014

Zusätzlich stellt die Galerie Smend anlässlich KÖLN SÜD offen! Dieses Jahr in der Mainzer Straße 31 ausgewählte Meisterwerke von Dietmar Moews aus.

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Dietmar Moews wünscht sich, am Sonntag, 4. 5. 2014 um 17 Uhr in der Galerie Smend eine Einführung zu seiner kunstsoziologischen Domäne – im Geiste Alphons Silbermanns – zum Thema

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Können Künstlerverbände Künstlerinteressen vertreten?“

zu sprechen. Der Vortrag ist besonders für Künstler interessant.

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EINTRITT FREI

Genaue Angaben folgen noch – nämlich:

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Ein Vortrag für Berufskünstler

Im Rahmen von KÖLN SÜD offen 2014! kündige ich hiermit an:

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VORTRAG in der Galerie SMEND – Mainzer Straße 31

Sonntag, 4. 5. 2014 17 Uhr

EINTRITT FREI

Es spricht – als Maler – Teilnehmer von KÖLN SÜD offen! 2014 – der letzte Promovend des eminenten Kölner Soziologen ALPHONS SILBERMANN,

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Dr. Dietmar Moews, Dipl. Ing.

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zum Thema der Silbermann/Moews-Domäne : Die Organisation der Kunst

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Können Künstlerverbände Künstlerinteressen vertreten?“

(es soll maximal eine halbe Stunde dauern)

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Weitere Informationen zu Dietmar Moews im Internetz bei:

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WordPress Dietmar Moews’ Blog Globus mit Vorgarten

Deutsches Literaturarchiv Marbach

Universitätsbibliothek Bremen

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Youtube-Kanal dietmarmoews LICHTGESCHWINDIGKEIT

www.dietmarmoews.com

und Email dietmarmoews@gmx.de