Lichtgeschwindigkeit 203

Februar 26, 2010

LICHTGESCHWINDIGKEIT 203

DIETMAR MOEWS „EATING THE UNIVERSE“ 11

täglicher Kommentar zur KUNSTHALLE DÜSSELDORF,

Fr, 28.11.08 bis So, 28.02.10, stellt Malerei von Dietmar Moews

zur Eat Art in Düsseldorf + Johann Wolfgang von Goethe: Dritter Gesang

REINEKE FUCHS 11, gelesen am 13. Februar 2010 von Dietmar Moews.

Eat Art. Nein, dahinter steckt kein Starkoch, kein mehrgängiger Gaumenkitzel.

Es geht um Essen in der Kunst. Ganz einfach um Werke aus Brot, Butter,

Salami, Schoko, Vanillecreme. Und, weiter gefasst, auch um das ganze

Drumherum Zubereitung, Verzehr, Verdauung und die figürlichen Folgen.

Offenbar ein echtes Kultthema. Während der letzten rund zwanzig Jahre

hat es in internationalen Ateliers eine ungeahnte Menge und Vielfalt an

Kunstprodukten hervorgebracht.

Enger gefasst bewegt sich die EAT ART auf das traditionelle Feld der

Malerei von Stilleben. Dietmar Moews, der – von der Neue Sachlichkeit

zur Pop-Art seit den 1970er Jahren die stillsten, kargsten und schlichtesten

Stilleben zeigt, gehört zu den Alleinstehenden in der Kunst. Weil er weniger

am Tagesgeschehen im Kunstbetrieb beteiligt ist, als den großen

geschichtlichen Bogen der Künstlergelehrten seiner Zeitgenossenschaft

zu verkörpern. Das Stilleben hier ist im Jahr 2002 in Dresden gemalt

worden und trägt den Titel „Mean Mr. Mustard“. Silhouettenhaft

abgegrenzt und gleichwertig nebeneinander vorgestellt werden die

Beatles-Schallplatte, der klassische frische „Knacker“ der Fleischerei

Haberland aus Dresden-Neustadt und der grüne Wirsingkohl. Das Bild

als Ölmalerei auf Leinwand ist 54cm hoch und 65 cm breit, trägt die

Werksnummer DMW 597.11.02 und befindet sich in Privatbesitz sowie

auf dietmarmoews.com. Es bildet hier den Höhepunkt der Ausstellung

„Eating The Universe-Online“.

Weitere Kostproben gibt die Kunsthalle Düsseldorf, wo die Ausstellung

„Eating the Universe“ auch allerlei Nahrhaftes angerichtet hat: Reibekuchen

an der Wand, gekühlte Skulpturen aus guter Butter, einen riesigen Brotlaib

auf dem Bettgestell, den Einkaufswagen unter Tonnen von Zucker. Es ist

schon spannend zuzuschauen, was sich aus Material und Motiv alles

zubereiten lässt an leichter und auch schwererer Kost.

Der heutige, überwiegend aus Steuergeldern und der diese Gelder

bewirtschaftenden Salonpersonnage, bestrittene Kunstbetrieb treibt

seltsame Blüten, sich selbst und sein Personal auszuwählen, Einschluss,

Ausschluss und Zugang zu gewähren. Die Medienlage von dem

Künstlergelehrten Dr. Dietmar Moews, Piratenpartei Deutschland,

aus Sicht der Piratenbewegung, muss auch immer die werte der

Piraten berücksichtigen: Offenheit, Transparenz, Freiheit, Piraterie

und Rechtsstaatlichkeit. Kritik am Kunstbetrieb fällt da meist aus,

aber hier: Vom Fressen und gefressen Werden am Samstag,

13. Februar 2010, Alphons-Silbermann-Zentrum, Berlin-Pankow

Niederschönhausen in Lichtgeschwindigkeit,

Produktion, Autor, Direktion: Dr. Dietmar Moews;

Aufnahmetechnik und Admin, Piratencrew Berlin,