Lichtgeschwindigkeit 503

August 10, 2010

Lichtgeschwindigkeit 503

AUS DEM MASCHINENRAUM

und Kommentar aus Sicht der IT-Soziologie zur Medienlage

von dem Künstlergelehrten Dr. Dietmar Moews – live und ungeschnitten –

muss auch immer die Werte der Primaten berücksichtigen: Offenheit,

Transparenz, Freiheit, Piraterie und Rechtsstaatlichkeit, im

Globus mit Vorgarten in Berlin, Pankow, am Montag, 9. August 2010,

mit Frankfurter Allgemeine Zeitung, Taz, BBC.co.uk, focus.de, CCC.de,

bild.de, Piratenpartei Deutschland.de, heise.de, ARD, DLF,

Piratenthema hier: SICHERHEIT IM NETZ? NUR DURCH VERNETZUNG:

AUS DEM MASCHINENRAUM 13 der FAZ vom 6. August 2010

Feuilleton Seite 31 — Constanze Kurz, IT-Fachfrau und Sprecherin des

Chaos Computer Clubs (CCC) in Berlin erklärt bürgerrechtliche

Verwertungsbedenken zur IT-Politik.

Dietmarmoews betont: Ich stimme den Darstellungen und Wertungen

in dieser Kolumne von Constanze Kurz vollkommen zu:

Die IT-Bewegung sollte den BDK-Vorsitzenden Klaus Jansen mit

Argumenten konfrontieren und seine Disqualifikation ausweisen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. August 2010, Feuilleton Seite 31:

„Sicherheit im Netz? Nur durch Vernetzung! Das Internet einfach

abschalten, wenn Gefahr von dort droht — mit dieser Vorstellung

macht der Bund Deutscher Kriminalbeamter von sich reden. Auch

in den Vereinigten Staaten wurden schon entsprechende Gesetzentwürfe

vorgelegt.

„… Mit müden Augen blickt sie fragend in die Runde. Alle nicken

betreten. „Es bleibt keine Zeit mehr, Frau Dr. Merkel“, „Wir müssen

uns schützen“, sagte die Regierungschefin. Dann drückt sie entschlossen

den großen roten Knopf./Nein es geht nicht um das Auslösen eines

nuklearen Angriffes. Nach den Phanstasien des Bundes Deutscher

Kriminalbeamter (BDK) besteht jedoch eine andersgeartete Gefahr,

und sie könnte „sich ähnlich verheerend auswirken wie atomare

Angriffe“. So sagt es der BDK-Bundesvorsitzende Klaus Jansen,

und er meint digitale Kriminalität. Daher soll es zukünftig einen

„Notausschalter fürs Internet“ geben.

Der krude Vorschlag einer internet-Radikallösung kam nicht

überraschend. Der BDK hat sich in den letzten Jahren mehrfach

durch informationstechnischen Nonsens hervorgetan. Da war etwa

die Idee eines „110-Notruf-Knopfes“ in der Symbolleiste eines jeden

deutschen Computers, um die Netz-Polizei in Echtzeit rund um die

Uhr erreichen zu können. Jansen ist aber diesmal nicht allein mit der

Idee der Netz-Notbremse: Im Juni wurde in den Vereinigten Staaten —

nicht zum ersten Mal — ein Gesetzentwurf vorgelegt, der den

sogenannten Internet-Kill Switch vorschlug. „Im Ernstfall“ sollte der

Präsident damit Teile der Netzinfrastruktur oder das komplette

Landnetz deaktivieren. Inspiriert von chinesischen Strategien und

dem (misslungenen) Versuch der iranischen Regierung, das Land

nach der letzten Wahl vom Netz zu nehmen, wurde der Entwurf

tatsächlich diskutiert.

… da ein intelligenter Angriff im virtuellen Raum praktisch nicht

zu seinem Urheber zurückzuverfolgen ist, kann es auch keine

Abschreckung geben. Sicherheit kann nur durch intensive

gegenseitige Verflechtung gewährleistet werden, durch Fördern

und Ausbauen von Vernetzungen und wechselseitigen Abhängigkeiten.

Erst wenn es sich kein Land, das über potentielle Cyberwaffen verfügt,

mehr leisten kann, einen Angriff zu starten, weil es selbst zu sehr in

Mitleidenschaft gezogen würde, kann es kollektive Sicherheit geben.

Begleitet werden soltte eine solche sinnvolle Strategie von

internationalen Abkommen zur Ächtung von digitalen Angriffen

auf wichtige zivile Infrastrukturen sowie einem Moratorium der

virtuellen Aufrüstung. Die nach dem Kalten Krieg entwickelten

Strategien der kollektiven Sicherheit sollten auch die Grundlage

für Frieden im Netz sein. Das zombiehafte Wiederauferstehen der

Abschreckungs- und Einbunkermentalität aus den siebziger Jahren

wirkt so anachronistisch wie die Vorstellung einer Internet-Doomsday-

Maschine, die von der Kanzlerin per „Rotem Knopf“ aktiviert

werden kann“

Dietmar Moews meint: Nicht nur der BDK-Vorsitzende Klaus Jansen

in seiner Inkompetenz der Politik in der IT-Revolution, sondern alle

Stellvertreter in unserer freien Westgesellschaft müssen mit

Argumenten bedrängt und herausgefordert werden. Die Piratenpartei

Deutschland muss die IT-Politik an oberste Vorrangstellung auf die

Agenda bringen und ein Staatsministerium für IT-Politik, als Veto-

Abschätzungsinstanz, beim Kanzleramt platzieren.

Produktion, Idee, Autor, Direktion, Dr. Dietmar Moews;

Aufnahmetechnik und Admin, Piratencrew Berlin


Lichtgeschwindigkeit 482

Juli 24, 2010

LICHTGESCHWINDIGKEIT 482

AUS DEM MASCHINENRAUM 12 der FAZ und täglicher Kommentar

zur Medienlage von dem Künstlergelehrten Dr. Dietmar Moews,

Piratenpartei Deutschland, aus Sicht der Piratenbewegung – live und

ungeschnitten – muss auch immer die Werte der Primaten

berücksichtigen: Offenheit, Transparenz, Freiheit, Piraterie und

Rechtsstaatlichkeit, aus dem Mobilen Büro für Lichtgeschwindigkeit

aus Globus mit Vorgarten in Berlin, am Freitag, 23. Juli 2010,

Frankfurter Allgemeine Zeitung. Dazu die Internetz-Online-Lage

von BILD.DE, BMI.de sowie Phoenix, ARD-Fernsehen, ZDF,

WDR-Fernsehen, DLF, WDR 5, Bundeskanzlerin.de, dradio.de

Piratenthema hier:

Das RECHT auf DABEISEIN: AUS DEM MASCHINENRAUM 12

der FAZ vom 23. Juli 2010 Feuilleton Seite 31 — Constanze Kurz,

eine IT-Fachfrau und eine Sprecherin des Chaos Computer Clubs

(CCC) in Berlin erklärt bürgerrechtliche Verwertungsbedenken zur

IT-Politik.

Dietmarmoews betont: Ich stimme den Darstellungen und

Wertungen in dieser Kolumne von Constanze Kurz zu, bis auf eine

Zuspitzung, die vollkommener Unfug ist, betreffs der Hausaufgaben

und dem Studieren. Bereits seit dem Jahr 2002 und dann online seit

dem Jahr 2003 ziehe ich mit der Internetz-für-Alle-KAMPAGNE BiBi4E

von einer Stadt zur nächsten, von einer CeBit zur nächsten, mit der

Forderung: KOSTENLOSE GRUNDVERSORGUNG für ALLE:

Netzzugang und netztaugliche Rechnerschnittstelle (PC oder Laptop

oder Notebook — nicht E-Book oder I-Pad).

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. Juli 2010, Feuilleton Seite 31:

„Ist es heute noch ein Luxus, Zugang zum Internet zu haben? Oder

ist ein Netzanschluss hierzulande mittlerweile eine Notwendigkeit —

wie der Zugang zum Straßennetz und die Wasser- und Stromversorgung?

…Die BBC hat im März 27.000 Erwachsene aus sechsundzwanzig

Staaten um ihre meinung gebeten, die zu erstaunlichen über achtzig

Prozent für ein Grundrecht auf Internet votierten. Überraschend an

dem Ergebnis der Umfrage ist, dass die Prozentzahl der regelmäßigen

Netznutzer unter diesem Wert liegt.“

Dietmarmoews wendet ein: Aus der Erfahrung mit Telefon-Umfrage-

Fragestellungen ist dem empirischen Soziologen bekannt, wie man

allein durch die Fragestellung gewünschte Anwtorten bekommt bzw.

hier nur als Anregung: Hieße die Frage: Was ist ein Grundrecht im

Unterschied zu einem Anspruch auf Grundversorgung: Kämen kaum

80 Prozent deutlicher Stellungsnahmen zustande. Egal. Hier ist wohl

einfach „Große Zustimmung“ gemeint.

FAZ am 23, Juli, Seite 31: „…Finnland hat sich im Oktober letzten

Jahres als erstes Land der Welt entschlossen, das Begehren seiner

Bürger in die Tat umzusetzen: den Breitbandzugang zu einem

Grundrecht zu erklären. Von Juli an hat jeder Finne das Recht auf

ein Megabit pro Sekunde. In fünf Jahren sind es staatlich garantierte

hundert Megabit — egal ob auf dem Dorf oder in der Stadt. … Die

Idee gefällt offenbar auch derm deutschen Bundesinnenminister.

„Der Staat hat eine Verantwortung dafür, dass das Internet

flächendeckend zur Verfügung steht. … als Bestandteil der

gesellschaftlichen Informationsgrundversorgung anerkannt .. scheint

ein internetfähiger Rechner für sozial schwache Familien pure

Dekadenz und nicht etwa Grundbedürfnis. Ein geordneter Haushalt

könne heute noch ohne PC geführt werden, argumentierte das

Sozialgericht… Als ginge es beim Internet nur um Informationsversorgung.

Der grundlegende Unterschied zum Rundfunk ist, dass das Internet

in seinem kern ein partizipatives Medium ist, das Interaktion

ermöglicht und Publikation ungeheuer erleichtert. Dietmarmoews

bedauert: Hier fehlt die ausdrücklich ablehnende Bewertung von

Apple I-Pad und allen App-E-Books, die nämlich nicht geeignet

sind interaktiv und selbst bereitstellend am Internet mitzuwirken.

… „Praktisch gesprochen, ist heute ohne Internetzugang kaum

eine Hausaufgabe in der Schule, schon gar kein Studium möglich.“

Dietmarmoews: Diese Ansage von Constanze Kurz ist vollkommen

unzutreffend. Falls Hausaufgabe oder Studium sich auf IT-Thematik

und Internetz beziehen, ist die Aussage redundant. Ansonsten ist

Lernen und Studieren und alles was dazugehört selbstverständlich

von diversen Werkzeugen gestützt. Jedoch das Studieren und das

geistige Produzieren wissenschaftlicher Ergebnisse ist geradezu

ausschließlich quantitativ-logarhitmisch möglicherweise

rechnerbezogen. Ansonsten sind zahlreiche Verfahrensschritte

wissenschaftlicher Anwendungen mittels des Internets nicht

durchzuführen. Insbesondere Forschungsstand und Literaturrecherche

müssen mithilfe einer gut sortierten Bibliothek qualitativ erarbeitet

werden.

Produktion, Idee, Autor, Direktion, Dr. Dietmar Moews;

Aufnahmetechnik und Admin, Piratencrew Berlin