POLITIK-KLAMAUK im ZDF: Die Anstalt „FIFA la Revolucion“

Mai 28, 2014

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am 28. Mai 2014

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Fernsehkritik: Politisches Kabarett im staatlichen Fernsehprogramm

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Am Dienstag den 27. Mai 2014 übertrug das ZDF eine aufgezeichnete „wie-Live-Bühnen-Sprechshow“ in der Reihe „politisches Kabarett“, jetzt unter dem Titel „Die Anstalt“. Die Anstalt folgt der abgeschlossenen ZDF-Sendefolge „Aus der Anstalt“ mit Urban Priol, wo neben zahlreichen anderen Autoren-Darstellern, zuletzt Barwasser, vorher auch der herausragende Georg Schramm und Bruno Jonas auftraten.

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Das ZDF hat in dieser Linie auch stets dem Nachwuchs einen Einstieg gegeben. Und hier kommt jetzt der Punkt dieser Kritik:

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Man glaubt es eigentlich nur schwer, wenn wieder ein altes Polit-Schlachtroß in die ewigen Jagdgründe gewechselt ist, wie zuletzt Dieter Hildebrandt: – Es wächst nach. Nachwuchs wächst nach. Meist nach jahrelangen bereits erwerbsmäßigen Kleinbühnenkarrieren sind anscheinend plötzlich neue Autoren da, die mit Kraft und Dynamik, mit Können und mit der geistigen Schärfe einer ganzen Universität den Tag im Fernsehen abrunden können.

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Nachdem ich Meister Yoda unter Georg Schramm in höchsten Tönen mit einer Lichtgeschwindigkeit bei Youtube bezeugt habe, möchte ich jetzt Claus von Wagner loben.

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Der junge Autor und Polit-Entertainer Claus von Wagner gestaltete gestern die ZDF-Die Anstalt-Sendung mit. Das war äußerst beeindruckend.

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Wir können nur voraussetzungslos die geistige Kraft und die eigenartige Angriffsweise, zwischen Ironie und Ernst, Argumentation und Moralpredigt, Lebenslust und Dicht- und Textkunst dieses Entertainers anerkennen. Denn, was alles dazu gehört, im heutigen Sendeformen-Mischmasch und kurzgeschnittenen Hackformaten Sprache rauszubringen, die noch reingeht, teile ich mit, ist mit Claus von Wagner ein neuer artiste étoile. Ihn muss jeder sehen.

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Ich spare mir hier die Regie und Bildregie, die mir auf den Geist geht, wenn von der Performance des atemlosen Vorträgers abgelenkt wird. Klamauk-Bemühungen der Entertainer genau wie Umschnitte auf die ewig begeisterten Zuschauer-Gesichter und Klatschgeräusche, die ich nicht kontrollieren kann, sind mir lästig.

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Dietmar Moews meint: Claus von Wagner hat vor weniger Tagen einen grandiosen Einzelauftritt bei 3 Sat (Staatsfernsehen) gehabt.

Seine Inhalte sind von hoher Reflektionsdichte und nahe an der politischen Realität, wo es heute brennt:

Von Wagner erkennt die Desintegration durch den stalinistischen Fake.

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Während die meisten jüngeren Publizisten in starkem Maße tatsächlich den Unfug des Marshall Mc Luhan glauben: The Medieum is the Message. Wer verantwortet eigentlich diese Irreführung – Dekonstruktion ohne Konstruktion.

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In der heutigen Publizistik kommen in zunehmendem Maße Leute zum Zuge, Autoren in den Schnitt, Redakteure an die Entscheidungsstellen, die wirklich glauben machen wollen, „Dekonstruktion sei Alles“ (ich schelte besonders pauschal Professorinnen in den abstürzenden Geisteswissenschaften-Gender-Germanistik-bleibt Leistung schuldig). Sie tun so, als lebten wir in einer Kapitalwelt der virtuellen und gefakeden Zielgeschäfte, der Derivate und fiktiven Wettpools – kurz, so, als lebten wir in einer Lebenswirklichkeit am Körper ohne sinnliche Seinsbindung. Die Leibesaussichten dieser fernfuchtelnden Idioten hat inzwischen flächenmäßig Überhand genommen.

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Mit Claus von Wagner hat das ZDF einen Autor und Entertainer, der hoffentlich ordentlich bezahlt werden kann. Denn seine Texte können nicht wie eine Tageszeitung herausgespuckt werden. Dafür sind die Angelegenheiten und Botschaften zu intensiv und arbeitsaufwendig.

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Claus von Wagner bringt die heutige Blödheit, den Witz der Integrationsverwirbelung und die falsche Prophetie der durchegstilten Propaganda und Massenkommunikation thematisch auf die Punkte – er hat alle wichtigen Themen und Arbeitsfelder (Israel / der sogenannte Westen ausgenommen -das konnte Harald Schmidt auch nicht).

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Die Anstalt brachte am 27. Mai 2014 hauptsächlich „Fifa la Revolucion“ – also das Feld der Schweinegeschäfte im internationalen Fußball, von Blatter bis Beckenbauer, von Putin bis Merkel – wer es genauer wissen möchte, dem empfehle ich, dieser ZDF-Sendung nachzugehen: Internetz, Medienarchive – irgendwas wird da schon bereitgestellt sein, zur Not Youtube.

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Okee Dokee: Herzlichen Dank Claus von Wagner. Auf dass Sie nicht totgeschlagen werden. Besten Dank ZDF-Verantwortliche für diese Sendung am 27. Mai 2014. Damit erreichen Sie die Erreichbaren – um die anderen muss man sich nicht sorgen. Leider brennt Deutschland. Die Staatssender wirken konzertiert mit. Kämpfen Sie um solche Kritikmultiplikatoren. Nur solche Kritiker, wie Claus von Wagner, die Zauber und Poesie, Emphase und Urteilskraft umsetzen, haben mehr als Zeitvertreibwirkung: Trost, Aufklärung, sachliche Information – Eins Zwei Drei im Sauseschritt, es läuft die Zeit, wir laufen mit.

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Sotschi Olympia-Gold für deutsche Skispringer-Mannschaft

Februar 18, 2014

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c. Dietmar Moews 2014

Snowboard halfpipe auf der Flagge von Italien

Snowboard halfpipe auf der Flagge von Italien

 

Goldmedaille für die deutschen Skispringer zum Abschluss ihrer Pflichtauftritte bei Olympia. Die Deutschen haben sich mit der Schanze in Krasnaja Poljana versöhnt. Im Mannschaftswettbewerb sicherte sich die Formation von Bundestrainer Werner Schuster die strahlendste aller möglichen Medaillen: Gold.

Der Sport-und Unterhaltungs-Fernsehzuschauer wird stets mit unvermittelten Dummheiten besendet, indem die alpinen, nordischen und die neueingeführten Wintersportarten des IOC mit Kommentaren versehen werden, als seien es Hallenwettkämpfe. Man redet bei Wind und Wetter über irreguläre Wettkampfbedingungen, Ungerechtigkeit, Wettbewerbsverzerrung, wenn das Eis während des Wettkampfes weicher wird, der Skispringer Seiten- oder Rückenwind bekommt, die Piste Eis- und Schlaglöcher bekommt, oder wenn Katarina Witt mit botoxartigen Albernheiten abseits jeder Selbstkontrolle vor der Kamera in Ekstase fällt, während Gerhard Delling den Günter Netzer mimt. Ich rufe die deutschen Staatsfernsehen-Programmverantwortlichen auf, Sport zu übertragen und nicht jedes Sendethema den schwachmatischen Grundmustern von seichten Unterhaltungs-Gags zu unterziehen.
Es ist für intelligentere Menschen, die sich für Themen am Fernsehen interessieren, schwer einsehbar, dass die Fernsehmacher mit dummen Ausreden davon kommen, wenn Sie ihre schwache Qualitätsarbeit mit der angeblichen Konsumentenmajorität (sprich: Einschaltquote) begründen.

Qualitätsfernsehen ist immer Nischenfernsehen. Denn, egal welches Metier, welche Adepten, welche Veranstaltung – stets befinden sich diejenigen, die in einem Fach qualitativ Ausübende, Kenner oder Forscher sind, als potentielle quantitative Konsumentengruppe immer IMMER!! in der Minderheit. Das an Qualität interessierte Publikum steht immer einer eher laienhaften, oberflächlich oder als Seiteneffekt interessierten (bei der ständigen Partnersuche z.B. – egal was gesendet wird) Mehrheit gegenüber.

Es darf nicht als allgemeingeltende Begründung und Legitimationsmuster durchgehen, wenn die Programmmacher ihre Quotengeilheit mit Majorität/Minorität-Schielen durchsetzen.

Skispringen auf der Flagge von Bosnien

Skispringen auf der Flagge von Bosnien

Mit der Mannschafts-Goldmedaille im Skispringen ist nach vorangegangenen Enttäuschungen bei diesen Winterspielen die vom Deutschen Skiverband (DSV) angestrebte Schadensbegrenzung bestmöglich gelungen – sie ist nun überhaupt kein Thema mehr. Das Quartett Andreas Wank, Marinus Kraus, Andreas Wellinger und Severin Freund setzte sich am späten Montagabend unter Flutlicht vor Österreich und Japan durch.

Zur Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele von Sotschi bot das Gastgeberland eine multimediale Show, die der Darstellung der russischen Geschichte dienen sollte.

Es gelang dem Veranstalter, zu unterschlagen, dass der Veranstaltungsort Sotschi ehedem die Hauptstadt Tscherkessiens war, wovon seit dem Jahr 2003 eine weiter südlich, Richtung Georgien, gelegene, sogenannte russische Republik “Karatschai-Tscherkessien” übrig gelassen worden ist. Das wurde in dieser russischen IOC-Geschichts-Show versenkt, als gäbe es Olympiageschichte zum Weichspülen. Dank dem Russen Wladimir Putin und dem deutschen IOC-Präsidenten Thomas Bach wird Geschichte erlogen. Der deutsche Staatsfunk – egal, ob ARD oder ZDF – sendet es anstandslos.

Der 21. Mai 1864 gilt offiziell als Ende der russisch-kaukasischen Kriege, das Datum, bis zu dem auch die Tscherkessen und Abschasen bezwungen werden konnten. Die letzten, vernichtenden Gefechte wurde im Gebiet oberhalb der heutigen Stadt Sotschi ausgetragen. Der – insbesondere von vielen Tscherkessen als solcher angesehene – Genozid an ihrem Volk findet hier zum russischen IOC-Olympia 2014 allerdings keinerlei Würdigung oder Gedenken. Doch nach wie vor betrachten viele Tscherkessen Sotschi als ihre letzte historische Hauptstadt betrachtet. Dort tagte ihre zentrale Versammlung, der Madschlis, 1864 letztmalig.