Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 24

Mai 13, 2014

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am 13.Mai 2014

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Laut heutiger Nachrichtenlage wurde der Straftäter Hoeneß Opfer einer Straftat und hat daraufhin den Rechtsstaat und die Polizei beanspruchen können. Es gab eine Schutzgelderpressung. Hoeneß sollte 200.000 Euro zahlen, damit ihm während seiner Strafgefangenschaft (dreieinhalb Jahre ohne Bewährung) nichts zuleide getan werden soll. Die Polizei hat am Samstag abend in Forstried/München den Erpressungsgeldabholer festgenommen.

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Die hier aufgeführten Kolumnen zum Thema von Moral am Beispiel Uli Hoeneß in unserer Zeit, bezogen auf die Prominenten-Berichterstattung des steuerkriminellen Fußballmanagers Uli Hoeneß aus Bad Wiessee und die Staatskrise des Freistaates Bayern unter der Prüfung als Rechtsstaat, kommt jetzt langsam zum Ende.

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Hoeneß hat pauschal eingeräumt, bis zu 60 Millionen EURO unversteuerter Gewinne auf dem schweizer Vontobel-Bankkonto versteckt gehandelt zu haben.

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Hoeneß hat aber seine Strafhandlungen und zum Verständnis diese Vorgänge dem Gericht nicht überprüfbar dargelegt. Er hat Wert auf Verschleierung so gelegt, dass nunmehr weitere Straftaten zu ermitteln sind. Wenn nicht die bayerische Staatskrise Hoeneß davor schützt.

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Nun wurde der prominente Millionär Opfer eines Erpressungsversuchs.

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Schlussfolgerungen über die Entwicklungsrichtung der angängigen individuellen und kollektiven Moralvorstellungen, über qualitative Anhaltspunkte, sind aus Sicht des empirischen Soziologen so zu fassen:

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Fragen der Moral und der Kampfmoral, Alles, was man zum guten Benehmen und zur Farbe im Alltäglichen hinzunehmen bereit ist, Sitte und Stil in den Spielräumen gesetzlicher Normen lassen sich vom Fall Hoeneß nicht ableiten.

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Der Fall Hoeneß in den öffentlichen und privaten Reaktionen und ausgesprochenen Bewertungen wie auch das öffentliche Verhalten des Schwerkriminellen Uli Hoeneß selbst, zeigen einen individuellen Fall. Und die Regelhaftigkeit liegt darin, dass Uli Hoeneß sich in einer sozialen Szenerie aufhält, die ihn trägt, und auf die er geradezu weltabgewendet bezogen ist.

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Es sieht so aus, dass die nicht gerade hochintelligente Fußballerschaft und Prominentengruppe des Uli Hoeneß sich eigentlich als überfordert versteht. Folglich nehmen diese Sozialkontrolleure nicht steuernd auf Hoeneß Einfluss, sondern schweigen sich aus. Während man intern mit „dumm gelaufen“, „Künstlerpech“, oder „Spielsucht“ sich behilft und dadurch einen Schulterschluss demonstriert, der den Uli Hoeneß zum Durchhalten ermuntert. Hoeneß muss sich nicht ändern, Hoeneß muss nichts bereuen, Hoeneß darf unsinnige Ausreden und Gegenangriffe öffentlich vortragen. Seine Gruppe geht stets nichtssagend mit.

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Möglich, dass der eine oder andere jüngere Hoeneß-Fußballer mal von Zweifeln beschlichen werden wird, dass es vielleicht nicht wünschenswert und stark ist, einer Verpitbullung in der Gesellschaft öffentlich Ausdruck zu geben, wie es Uli Hoeneß tut – denn der scheint sich ja verrannt zu haben, verzockt, nennt er das.

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Der Fall Hoeneß zeigt eine deutsche Variante der staatsfernen Lebensweise und der informellen gestattenden Gesellschaft (Permissivität). Klarer und schlichter kann man entsprechend Staatsferne in Italien beobachten – wenn die Republik Italien pleite ist, schaut der Italiener vergnügt, schnüffelt in der Luft und sagt bestenfalls: Mein Arsch furzt.

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Republik Italien – Rechtsstaat mit Berlusconi

April 16, 2014

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Dietmar Moews meint: Sozialdienst ist sinnvoll – Gefängnis ist sozial unverträglich und kostspieliger.

Mit der Gerichtsverurteilung Berlusconis zu Sozialdienst entsteht mit dem Eindruck der Ungleichbehandlung im Sinne der Rechtsstaatsbeugung in Mailand eine Distanzvergrößung der Italiener gegenüber ihrem repräsentativen Politiksystem und dem hoheitlichen Organisationsapparat.

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Es ist aber zu bedenken, dass es in diesem Prozess nicht um eine moralische Bestrafung des Kriminellen Silvio Berlusconi in all seinen vielfarbigen Ausfaltungen ging, sondern um Steuerbetrug. Immerhin Steuerbetrug in Höhe von 20 Millionen Euro.

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Hier drängt sich ein Vergleich zu dem prominenten bayerischen Schwerkriminellen Uli Hoeneß auf, der kürzlich für umfangreichere Straftaten zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden war.

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Darum geht es konkret: Der italienische Ex-Ministerpräsident Berlusconi muss nicht in Hausarrest – seine Strafe wegen Steuerbetrugs wird er mit Sozialdienst ableisten. Er solle einmal pro Woche für lediglich vier Stunden in einem Altenheim erscheinen, entschied ein Gericht.

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Der Ex-Premier muss mindestens einmal pro Woche vier Stunden lang in einem Seniorenheim erscheinen.

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Berlusconi wurden von den Richtern außerdem Reisebeschränkungen auferlegt: Er darf seine Heimatregion, die Lombardei, in dieser Zeit prinzipiell nicht verlassen, kann allerdings noch beantragen, mehrere Tage pro Woche in Rom sein zu dürfen.

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Der Sozialdienst für Berlusconi gilt zunächst auf Probe – die Richter könnten ihr Urteil wieder revidieren und Berlusconi doch noch zum Hausarrest verurteilen, wenn er beispielsweise Regeln nicht einhält.

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Berlusconi war im August vergangenen Jahres wegen Steuerbetrugs zu vier Jahren Haft verurteilt worden, von denen drei jedoch wegen einer Amnestieregelung ausgesetzt worden waren. Ins Gefängnis muss der 77-Jährigen wegen seines hohen Alters nicht mehr.

Wo Berlusconi seinen Sozialdienst ableisten muss und wann er damit beginnt, wurde zunächst nicht bekannt.

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Berlusconi und seine Anwälte hatten nach Berichten italienischer Medien eine Behinderteneinrichtung in der Nähe seiner Villa Arcore bei Mailand vorgeschlagen. Die Richter könnten ihm aber auch eine andere Stelle zuweisen, etwa in einem Altenheim.

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Inwiefern Berlusconi sich mit diesem Urteil noch politisch für seine Partei Forza Italia betätigen darf, ist noch unklar. Gegen den mehrfachen früheren Regierungschef sind noch weitere Verfahren anhängig.

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Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 19

April 1, 2014

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am 1. April 2014

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Zum prominenten Kapitalverbrecher Uli Hoeneß lässt sich die Fibel zur Volksbildung zum Thema in aller Ruhe ausfalten: geduldgeduld. Zu den bis hierher getroffenen Feststellungen und Erwägungen zu Fragen des Sittenverfalls oder Verpitbullung kommen weitere mitspielende Kraftrichtungen hinzu.

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Wer sich nicht so auskennt, weiß in besonderen Fällen, wie hier mit Hoeneß, nicht wie man sich dazu stellt. Soll man nach Recht und Ordnung rufen? Soll man den Ausgleich suchen, wie wenn ein Familienmitglied mal Pech gehabt hat? Was weiß man denn über Moral und die Nachteile von gelegentlichen Verstößen gegen die Allgemeinheit?

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Empirische Feststellung hierzu drückt sich in weitreichender Indolenz und Urteilsschwäche der öffentlichen Kundschaft aus: Meist wissen Leute gar nicht, was denn Moral praktisch sein könnte. Man weiß auch nicht, welche Fragen zunächst zu klären und zu beantworten wären, damit so ein Kapitalverbrecher Hoeneß richtig ins Licht gerückt werden kann.

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Ja,und dann ist da die Aufklärung, der Rechtsstaat und die verhuschte Methode, wie das Hoeneß-Ding nun in bayerischer Art gedreht worden ist.

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Und – wars das?

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Ich zitiere hier aus einem Brief an die Herausgeber“ der FAZ v. 31. März 2014:

…Der kurios arrangierte Prozess Hoeneß war das juristische Gegenteil der salomonischen Methode, die das römische „Fiat iustitia et pereat mundus“, antizipierte, aber in dem überlieferten Fall zu besseren Ergebnissen führte. König Salomo fällte ein brutales Urteil, aber noch nicht auf Kosten eines unschuldigen Dritten, um ein Geständnis zu erpressen, an die Wahrheit zu kommen und ein gerechtes Urteil zu finden. Unbelastet vom modernen Rechtsstaat hat er das Urteil einfach in die Beweisführung importiert. Auf Uli Hoeneß angewendet: der FC Bayern dürfte kein einziges Spiel mehr antreten, bis jedes private Geschäft seines vormaligen Präsidenten vollständig geklärt und offenbart wäre.

In diesem Sinne freut es das Herz des Fußballfans, dass man es in Bayern mit der Gerechtigkeit nicht biblisch ernst nimmt. Benjamin Letzler, München“

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Dietmar Moews meint:

FAZ-Briefschreiber Letzler trifft, worauf es in der Moral- und Verpitbullungsfrage ankommt: Gerechtigkeit und rechtsstaatlicher Umgang mit Gerechtigkeit werden im Fall Hoeneß konkret berührt. Daraus folgt, was jedes Individuum voraussetzt und erwartet, wenn es selbst zum Verbrecher würde: Der Staat geht damit dann hoeneßmäßig um – ignoriert Gerechtigekeitsqualitäten indem er sich im Sinne des Rechtsspiels und der Rechtspflege den Fall vom Hals schafft, ohne auf die „Inspiration“ unter den Mitbürgern groß Rücksicht zu nehmen.

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Man verlangt als Genugtuung für die öffentlichen Sittenregeln am allgemeinen Gerechtigkeitsanspruch, nämlich der Gleichbehandlung eines Jeden vor dem Gesetz und vor dem Gericht, zumindest die Aufklärung der Taten – ungeachtet von Verjährung und Strafe.

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Dagegen werden die engeren Hoeneßvertrauten dem Uli Hoeneß noch weniger vertrauen bzw. noch grenzenloser Rechtsuntreue zutrauen als schon bisher. Das spürt Uli Hoeneß dann von Fall zu Fall selbst, wenn sein Wort nunmehr weniger gilt und leichter genommen werden wird.

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Fortsetzung folgt


Deutscher Kunst-Fußballmeister 2014 FC Bayern München

März 26, 2014

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am 26. März 2014

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Rekordmeister FC Bayern AG

Mit dem 3:1 Erfolg bei Hertha BSC errang die internationale Berufsfußballmannschaft der FC Bayern München Aktiengesellschaft bereits am 27. Spieltag die Deutsche Meisterschaft des DFB. Es ist bereits die 24. Meisterschaft in 51 Bundesligajahren. Es ist auch die Titelverteidigung als amtierender Meister der Vorsaison. Es wird voraussichtlich noch zu einem Punkterekord einer Spielsaison werden.

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Fußball als Idealkunst

Fußball ist eine Kunst für Jeden, der Mindestkenntnisse hat, selbst mal Fußball spielte und versteht, was in einem Spiel erreicht werden soll und wie das versucht wird.

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Das Irre an der Fußballkunst ist, dass sie als ein mimetisches Vermögen zum Aufführungs-Werk wird, das – ohne gelingen zu müssen – den begeisterten Fußballkunstliebhaber dennoch begeistert. Jeder erlebt mit, wie es kommen müsste und mit welchem Geschick die Spieler das versuchen. Immer wird nach taktisch-systematischen Plänen in der spontanen Zufälligkeit des Spielverlaufs und auf das Geschick der Gegenspieler bezogen der Ball gespielt.

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Das laufende Kunstwerk der Spielenden, mit all ihrem Gefühl, Ehrgeiz und Hingabe, Virtuosität, Tagesform, Kraft, Ausdauer, Wind, Wetter, Platzzuständen, der Spielleitung und der Publikumsresonanz, erscheint in jeder erdenklichen Ausprägung im unmittelbaren Aufscheinen der gespielten, mitgespielten und zugeschauten Kunst, die entweder genial aufgeht oder doch immer zeigt, wie sie genial aufgehen sollte. Beim erfolgreichen zuende Spielen eines Spielzuges wird deutlich, dass ein Fußballkunstwerk stets als Variante gemeistert werden kann.

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Meisterfußball der großen Kunst mit Guardiola

Glücklich, wer Ahnung von Fußball hat und die derzeitige Ausprägung des von einer Münchner Aktiengesellschaft zusammengekauften Mannschafts- und Trainerkaders miterleben kann. Dabei stehen verschiedene Aspekte heraus:

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Wirklich teilhaben an den Aufführungskunstwerken können nur Zuschauer, die im Stadion auf den Tribünen dabei sind. Zu reden ist aber dennoch auch von den elektronischen Bild/Tonübertragungen, meist im Fernsehen, bei denen der Betrachter nur Surrogate des Fußballs gezeigt bekommt.

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Man überträgt Großaufnahmen, Beine, Ball, Einzelbewegungen, Kollisionen, Regelverstöße, Verletzungen. Das Kunstwerk in den den Spielerfolg bedingenden Elementen kann der Fernsehzuschauer oft nicht sehen, meist nur ahnen, selten auch sehen, was abseits des laufenden Balles entscheidend zu sehen sein müsste. Denn dazu müsste ein totales Bild, eine Draufsicht gegeben sein, damit alle Spieler in jeder Situation den Ballführenden oder die mit Balleroberung beschäftigten Spielern beobachtet werden könnten. Man müsste sehen können, wie bewegen sie Augen und Körper im jeweilig varianten Spielsystem. Ob, Was wie gelingt? und welche Fehler oder Aussetzer werden gemacht? können ausgebügelt oder ausgenutzt werden? bilden die Kunstqualität?  immer auch bei schlechten Spielen.

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Wir brauchen die Sinnlichkeit in der analogen Erfahrung. Noch in der digital-virtuellen Übermittlung ist eine beschränkte Ersatzsinnlichkeit geboten, hinreichend teilzunehmen.

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Wer allerdings weitere Elektronik einbauen will, hat keine Ahnung von den sinnlichen Bedingungen der sozialen Dimension. Nur wer den Fußball kennt, der da unten läuft, geht auch hingebungsvoll mit. Wer Karaoke daraus macht, hat nicht begriffen, wie Teilnahme sinnlich bedingt ist. Und wie Unterhaltungstechnologie durch Radar-Torlinien und wie bereits Kopfhörer-Gegensprechanlagen für Schiedsrichter mehr Abkoppeln als durch Scheinbarkeiten Anteilnahme ermöglichen.

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Die neue Dimension der diesjährigen Meistermannschaft von Bayern, besteht in dem Trainer Guardiola.

Er kann mehrere Spielsysteme spielen lassen.

Er kann im laufenden Spiel mittels kurzer Anordnungen das System wechseln oder ändern.

Er kann auf Veränderungen der gegnerischen Mannschaft oder Umstellungen sofort durch Coachen von außen reagieren.

Er greift fortlaufend ins Spiel derart ein, dass einzelnen Spielern mitgeteilt wird, was sie in ihrer Spielbeteiligung verbessern können.

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Entscheidend für diese Kunstfußball-Exzellenz des Jahres 2014 sind die kostbaren Spieler

Wir können und sollten uns von der außergewöhnlichen Exzellenz dieser Meisterequipe inspirieren lassen. Eine solche Ansammlung kann nur eine gut organisiertes finanzierungsstarkes Management zusammenkaufen und durch hohe Bezahlgelder unterhalten.

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Der Sportjounalist Michael Horeni schrieb in der FAZ: „Denn jede Blüte ist vergänglich.“

Der Trainer Guardiola sagte nach dem Sieg in Berlin: „Wir können noch besser spielen“ – und man kann sich vorstellen, was er meint, nämlich auch seine eigenen Wirkungskräfte, ein noch eingespielteres Verständnis Aller und ein noch tiefergegründetes Verständnis jedes einzelnen Spielers für die jeweiligen Eingriffe bzw. Appelle des Trainers während eines Spieles. Kein Spieler kann, selbst auf dem Spielfeld, die gegnerische Mannschaft so gut einschätzen und Kleinjustierungen einzelner Spieler so gut verstehen, wie es Guardiola von außen kann. Spieler müssen also oft „blind“ den Anweisungen des Trainers vertrauen, auch wenn sie selbst betroffen, gefühlsmäßig nicht völlig überzeugt sind. Kurz, die Konsonanz der Gemüter kann noch besser werden.

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Nicht bedeutend sind Mäkeleien der Art, die Meisterschaft ist langweilig geworden, die Gegner sähen sich selbst nicht mehr als ernstzunehmende Konkurrenten, ergäben sich eher als Unterlegene einer unbesiegbaren Macht. „Ganz so, als ob man es in dieser Saison mit einer Invasion von Fußball-Aliens aus dem Weltraum und nicht mit einer Fußballmannschaft“ FAZ) aus München zu tun hätte. Dabei scheint etwas ganz Entscheidendes aus dem Blick zu geraten: Die Kunst.

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Es werden also Stimmen im Fußballgeschäft laut, als ob sich neun Monate nach der Geburt des Guardiola-Fußballs in Deutschland hierzulande bereits Überdruss breitgemacht hat über einen Fußball, den die Bundesliga nie zuvor in fünfzig Jahren erleben durfte; so leicht und präzise, so verspielt und zielstrebig, so ausgeklügelt und improvisierend, so anregend und aufregend. Mit Thomas Müller haben die Bayern eine Weltsensation der spontanen Körperbeweglichkeit dabei, der zudem über eine einsatzfreundliche Mentalität so optimal verfügt, dass selbst seine verbalen Akzente überragend mit hineinwirken. So nah war man hierzulande der Kunst noch nie gekommen. Mario Götze wird vermutlich als das größte lebende Fußballkuntswerk aller Zeiten herausspringen, dessen jeweils neunzigminütigen Performances voller Exzellenz zur Künstleranbetung auswachsen wird. Was Götze mit Ball umsetzt, ist bei allen Störungen in einem Wettkampf auf engstem Raum, unfassbar. Seine schnellste Auffassungsgabe, seine unvergleichliche Ballbehandlung und Ballkontrolle, seine Antizipation der Möglichkeiten der Mitspieler, sein Mut und seine blitzartige Abschlussfähigkeit – man muss es sehen. Es lässt sich nicht sporttabellarisch abhaken.

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Hoereni schreibt in der FAZ: „… die ästhetischen Aufführungen der Bayern, ihre ballethaften Choreographien und Verschiebungen auf dem Feld, die virtuose Ballfertigkeit bei höchstem Tempo und härtesten Zuspielen, die sich stets erneuernden und verändernden Kräfte eines freien Ensembles hinter einem bloßen statistischen Wust: eine ganze Saison ungeschlagen. Die meisten Siege. Rekordpunktzahl. Die wenigsten Gegentreffer. Die meisten Tore. Die leuchtenden Augen von David Alaba. Der größte Abstand zum Zweiten – und das sagt noch nichts über die poetische Kraft, die in diesem Fußball liegt, vor der im ehemaligen Land der Rumpelfüßler eigentlich das Herz hüpfen müsste …“.

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Volkssport Kunst

Der Volkssport hat viele Möglichkeiten zwischen Bolzplatz und Hochkunst. Die Legionärsversammlung der FC Bayern AG bietet sogar durch virtuelle Videos die Anteilnahme an der puren Freude der Kunst und des Glücks.

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Wer mit einem so jungen und intelligenten Weltspitzentorwart von hinten her den Geist aus der Flasche lassen kann, der dazu im Zweifelsfalls sagt: „Ich wollte es spielerisch lösen (der Torwart Manuel Neuer sagt das!!), der wird sich dem traumwandlerisch sicheren Pass- und Positionsspiel und den wirkungsvollen Ein- und Auswechselungen nicht entziehen, sondern zur Fußballkunst rufen müssen: es ist angerichtet! Nun kommet und freuet Euch alle – pur und easy. Mein Leben ist ein Fest.


Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 18

März 26, 2014

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am 26. März 2014

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Im Kriminalfall des Prominenten Uli Hoeneß kommen zu den bis hierher getroffenen Feststellungen und Erwägungen zu Fragen des Sittenverfalls oder Verpitbullung neue mitspielende Kraftrichtungen hinzu.

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Wir können heute an der breiten Medienresonanz zur 24. Deutschen Fußballmeisterschaft von Bayern München sehen, dass man trennt. Auf die Zusammenhänge zwischen dem Fußballverein, seinen Erwerbsfußballspielern und deren Sprechern und dem Kriminellen Hoeneß, wird weder innerhalb der Bayernmünchengruppe noch bei anderen Vereinen oder beim sonstigen Fußballpublikum zum Ausdruck gebracht, dass man bemerkenswert berührt wäre.

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Es ist ferner festzustellen, dass Instanzen der Gesellschaft, deren Thema und Gewerbe Moral ist, wie die christlichen, jüdischen, moslemischen und sonstige Moralunternehmen, keine grundsätzlichen Positionen zum Fall Hoeneß publiziert haben. Einzelmeinungen von Kirchenführern dringen nicht wesentlich durch und müssen deshalb hier nicht angefügt werden.

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Ja, und allerdings – es gibt wie bereits längst hier argumentiert worden ist – greifbare strafbare Tatsachverhalte des Uli Hoeneß, die nach zusätzlicher rechtsstaatlicher Klärung und Bewertung rufen. Dazu referierte gestern die FAZ im Wirtschaftsteil vom 25. März 2014, Seite15, hauptsächlich das Schweizer Wirtschaftsblatt „Bilanz“, wo es heißt:

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Die Aussagen des früheren FC-Bayern-Präsidenten Ulrich Hoeneß vor dem Münchner Landgericht erscheinen immer zweifelhafter. Hoeneß hat nach Angaben des Schweizer Wirtschaftsmagazins „Bilanz“für seine unversteuerten Devisentermingeschäfte in der Alpenrepublik stets einen konkreten Auftrag erteilt. „Hoeneß blieb beim Prinzip „Execution only“, das für jede Order einen persönlichen Kundenauftrag verlangt“, schreibt das Blatt in seiner neuesten Ausgabe. Dabei wartet es mit bemerkenswerten Detailkenntnissen aus der Privatbank Vontobel auf, wo Hoeneß zwei Geheimkonten führte. Der Vorwurf des Magazins: „Anders er als vor Gericht behauptete, musste er also am Telefon jede Order durchgeben.“

Auch der Vorsitzende Richter Rupert Heindl, dessen Strafkammer Hoeneß vor zwei Wochen wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilte,ließ erhebliche Zweifel an seinen Aussagen erkennen. „Das hat Vontobel alleine entschieden?“, fragte er den Angeklagten ungläubig. „Sie können mit ihrem Geld machen, was sie wollen – aber ich kann das nicht nachvollziehen!“ Bei Transaktionen in Millionenhöhe müsse Hoeneß doch Gespräche mit der Bank geführt haben. Was dieser abstritt.

Zeitweise konnte Hoeneß dem Bericht zufolge auf Sicherheiten von 200 Millionen Euro zurückgreifen; daher müsse er zeitweise mehr als jene 155 Millionen Franken auf seinem Konto gehabt haben, die aus seinen Bankunterlagen ersichtlich waren. Damit sei Hoeneß am Züricher Bankenplatz über lange Zeit „der berühmteste deutsche Trader schlechthin“ gewesen. Das Magazin will überdies erfahren haben, dass Hoeneß entgegen seinen Beteuerungen sehr viel früher über die 70 000 Dokumente verfügen konnte, die er den Steuerbehörden erst zwei Wochen vor Prozessbeginn übergab. Hoeneß hatte sich darauf berufen, die Bank habe über ein Jahr gebraucht, um die Unterlagen zusammenzustellen. Dem widerspricht „Bilanz“ ausdrücklich: Für das Geldinstitut sei das keine große Sache gewesen; dessen IT-System erlaube solche Dokumentenrecherchen innerhalb weniger Tage.

Hoeneß Verteidiger äußerten sich dazu auf Anfrage dieser Zeitung (FAZ) bis Redaktionsschluss nicht. Auch weitere wichtige Fragen blieben in dem Turboprozess, der nur vier tage dauerte, ausgeklammert. Schweizer Finanzexperten weisen etwa darauf hin, dass die gleichartigen Finanzgeschäfte, die Hoeneß in derselben Zeit auf einem offiziell versteuerten Konto bei der Münchner Reuschel-Bank tätigte, auf ein lukratives Doppelspiel hindeuten könnten ( der „Herstatt-Dattel-Komplex“ A.d.V.). Bei solchen „Backup Deals“ setzen Kunden im Ausland auf einen Kursgewinn, im Heimatland dagegen spiegelbildlich bei derselben Währung auf einen Verlust. Gewinne bei der Offshore-Bank könnten dann unversteuert bleiben; die daheim anfallenden Verluste ließen sich dagegen steuerlich geltend machen (gewinnmindernde Verlustvorträge). Einen ähnlichen Vorwurf der Staatsanwaltschaft ließ das Gericht jedoch am Ende als unbedeutend unter den Tisch fallen.Schweizer Rechtsanwälte erläutern zudem, dass sich auf diese Weise auch Geld waschen, Korruption verschleiern und Scheingeschäfte abwickeln ließen.

Doch Ermittlungen darüber wird es nicht geben, denn das Urteil ist bereits rechtskräftig: Der Wurstfabrikant hat prompt auf eine Revision beim Bundesgerichtshof verzichtet; die Staatsanwaltschaft hat sich nach einer Schamfrist angeschlossen. Erfahrene Strafverteidiger gehen davon aus, dass dies vorab zwischen beiden Seiten verabredet war. „Bei so etwas fragt man vorher die Anklagebehörde, ob sie mitzieht, um kein Risiko einzugehen“, heißt es in Anwaltskreisen.

Die Münchner Strafverfolger beteuern zwar, es habe keine Einflussnahme der Politik gegeben. Doch Staatsanwälte sind weisungsgebunden, und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte umgehend seinen Respekt für Hoeneß‘ Entscheidung bekundet, auf Rechtsmittel zu verzichten. Auffällig ist auch, dass Aussagen eines angeblichen Informanten, der sich mehrfach über einen renommierten Anwalt für „Whistleblower“ mit zusätzlichen Vorwürfen bei den Behörden gemeldet hatte, am Münchner Justizministerium scheiterte. Denn dieses verweigerte ihm den geforderten Informantenschutz.“

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Wollte man mit Turbofall-Hoeneß ein neues System – den „unausgesprochenen Deal“ – so würde damit eine oberste Gerichtsentscheidung unterlaufen, wonach solche zulässigen Absprachen allerdings von strenger Einhaltung der gesetzlichen Formvorschriften abhängig gemacht ist. Das wäre hier hintergangen (Revisionsaspekt).

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Durch den völligen Verzicht auf denkbare und sich teilweise sogar aufdrängenden Beweisanträge hat sich die Verteidigung diesem Grundkonsens angeschlossen.“

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Unter obigen Befunden kommt die „klassische Herrschaftsmoral“ zur aktuellen offizialen Bestätigung: „Man lässt die Großen laufen, während die Kleinen hängen müssen.“

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Fortsetzung folgt


Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 15

März 23, 2014

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am 23. März 2014
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Zum Fall Uli Hoeneß sind Fragen zur gesellschaftlichen Resonanz und zu Wirkungen auf das Wertverhalten der Menschen zu stellen. Die Antworten sind individuell und kollektiv sowie als soziales Geschehen zu fassen und zu interpretieren – nicht mit allgemeinen Statements wie, „kann ich nicht leiden“, „gehört sich nicht“, „die Sitten verkommen“ oder „Raubtierkapitalismus“ abzutun.
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Immer zur Hand und mehr oder weniger offen oder untergründig setzt sich die Anteilnahme an einem auffälligen Fall, wie es Uli Hoeneß geworden ist, nach einfachsten Mustern zusammen.

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Dabei spielen meist einfache Gleichheitspostulate mit, wie das Biblische, „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ und „wie du mir, so ich dir“ also Spielarten der Gegenseitigkeitsansprüche der „Goldenen Regel“.
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Entsprechend kommen Ausprägungen des „kategorischen Imperativs“ von Konfuzius über Christian Wolff und Immanuel Kant, Letzterer zuspitzte: „Jeder solle so handeln, dass danach allgemeine Gesetze geschrieben werden könnten“. Und Kant erklärte: handeln wie ein fürsorglicher Vater am Familientisch. Die europäische Aufklärung hat auf diesem Weg zu den drei Forderungen der „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ gefunden. Der Preußenkönig Friedrich II. erließ das Rechtsstaats-Prinzip, indem für alle, auch für ihn selbst, Gleichheit unter dem Gesetz gelten sollte.

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Im Alltagsleben wird daraus dann leicht: „Was erlaubt sich dieser oder jener?“, „Was sich Jemand herausnimmt“, „da könnte ja Jeder kommen“, „Wer, glaubst du denn, der Du bist?“

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Es ist also das Interesse vorausgesetzt, dass sich Jemand mit Fragen und gegebenenfalls mit einer öffentlichen Auseinandersetzung zur Sittlichkeit befasst und einlässt. Dabei sind Augenmaß, Bildung und Nüchternheit nicht immer in der angemessenen Balance gegeben, weil Interesse meist mit Eigennutz oder Selbstschutz verbunden ist.

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Nur bei individuellem Interesse werden wertende Gedanken ausgesprochen, entweder der Ablehnung und Distanzierung zum Fall und zum Akteur oder der Identifikation mit dem Fall oder dem Akteur durch Solidaritätsbekundung oder durch Abstreiten, Bagatellisieren, Beschönigung und sonstige abschwächende Urteile.
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Dabei sind Auffälligkeit und Skandalisierung eines solchen Falles nicht gleich den etwaig daraus folgenden Beachtung und Wirkungen.
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Wer selbst einmal vorbestraft worden ist, kann leicht Mitgefühle haben. Ebenso ist möglich, dass ein solcher Gleichheitsaspekt dadurch Ausdruck bekommt, nachdem man selbst seine Suppe ausgelöffelt hatte, auch dem Hoeneß dessen Strafe zu gönnen. Ebenso kann auch über die „Schergen“ und den „Obrigkeitsstaat“, den „Polizeistaat“, die „Bluthunde“ gezürnt werden oder es zu einer Gegenattacke kommen: „wer ohne Fehl ist, werfe den ersten Stein“.
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Bei genauerer Betrachtung auf der Suche nach Schäden an der Moral im Einzelnen und im Gesamten wird man jedoch sehen, bei aller Erregung und aller inszenierten Erregung, bei wirklicher oder künstlicher Betroffenheit, entstehen dem Individuum direkt kaum tiefgründige Verletzungen durch solche die Sitte verletzenden Regelverstöße wie beim Fall Hoeneß. Eher wird in sozialen Szenerien mit einem solchen Fallbeispiel im Dreieck hantiert, gedroht, getadelt oder gelobt, meist ohne große Sorgfalt wie und ob das Beispiel tatsächlich passt. Denn auf wen passt schon so ein Fall des prominenten reichen Provinzlers mit Weltgeltung, Uli Hoeneß?

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Anders liegt die Ambition für die „Goldene Regel“, wenn Menschen eine Verschwörung, einen Bund oder eine Genossenschaft bilden. Dann tritt man bei und wird aufgenommen, weil man wünscht, durch gemeinschaftliche Selbstverpflichtung Exklusivnutzen zu erlangen. Es ist hierbei widmungsgemäß nicht möglich, eigensüchtig Vorteile herauszunehmen, indem der Genossenschaft Schaden entsteht. Die Regelverletzung bedeutet Austritt und Verlust der Exklusivnutzen bzw. Fehlverhalten kann von einem Schiedsgericht nach der „Goldenen Regel“ geklärt verfolgt werden.

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Die Gesellschaft und der genossenschaftliche Zusammenhalt besteht anerkanntermaßen aus Triebverhalten. Wir erleben in Spielräumen der Sozio-Kultur Triebverwirklichungen neben Triebhemmungen und neben Triebverzicht. Damit hat jeder Mensch sein individuelles Päckchen zu tragen. Welche sozialen Gruppenbezüge mitspielen, ist in jedem Einzelfall anzuschauen und zu interpretieren. Wie konstant Sitten, Moral, Kampfmoral und Unmoral alltäglich oder ausnahmsweise vorkommen bzw. welchen Wandel wir dabei beobachten können, ist von hochrangiger politischer Bedeutung. Vorab ist aber gewissermaßen Entwarnung gegeben:

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Der Fall Hoeneß und die bedeutenden Erklärungen dazu, seitens des Landgerichts, seitens der Massenmedien und seitens der Bundeskanzlerin (Merkel: Respekt für die Hinnahme des Urteils) sowie wichtiger Rollenträger der Prominenz, hat als gerichtsnotorisches Beispiel Folgen im allgemeinen Ansatz von sittlichem Verhalten von Angeklagten in Strafprozessen. Wie respektabel ist eine Bundeskanzlerin, die anlässlich der Hinnahme eines Strafprozessurteils dem Straftäter dafür ihren ausdrücklichen Respekt öffentlich bezeugt. Oder, wie glaubhaft ist eine solche mutwillige Verbalattacke auf die moralischen Gepflogenheiten, wie dialektisch wird hier durch eine „Verpitbullung“ Mephisto angerufen, um das Gute zu bewirken?

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Wir bewegen uns also in Richtung ästhetischer Bewertungen von Sinn und Form –  die Reizsprache und die Mittel der Skandalisierung und Rücksichtslosigkeiten des investigativen Journalismus und der Publizistik werden wie eine leerdrehende Spirale weitergedreht, ohne dass wir damit Stoff und Träume wirklich treffen. Das spielt wohl stets an den Grenzen der Geschmacklosigkeiten, lässt sich aber bestenfalls als Stilwechsel der öffentlichen Kampfmoral, jenseits moralischer Qualität des Wertverhaltens der Individuen notieren.
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Schließlich müssen wir es für eine anthropologische Konstante anerkennen, dass stets in Gegenwart und Zukunft im menschlichen Wahlverhalten mit der „Macht des Schwertes“ und den Abwägungen des Mächtigen über die Anwendung von Gewalt zu rechnen ist. Zwar sind Rücksichtnahmen und Gerechtigkeit im Familiären üblich. Ansonsten vermeidet der Mensch aber Fairness und Gerechtigkeit, wenn es ihn kostet. Denn im sozialen Hintergrund handelt sich der Rücksichtsvolle den Verdacht auf Schwäche und Dummheit ein.
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Goldene Regel privat oder öffentlich
Als Vergleichsmaßstab des Verhaltens und des etwaigen Wandels werden zwei Hauptperspektiven – das private und das öffentliche Rollenverhalten – betrachtet, die prinzipiell gegensätzlich angelegt sind.
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Das informelle und private Individuum verhält sich egoistisch, zum eigenen Vorteil leistungsorientiert, selbstgerecht, gierig, rücksichtsvoll, empfindsam, sorgsam,  ehrgeizig u. ä.

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Das öffentliche Rollenverhalten der Individuen ist an gesetzten Verhaltensnormen auf Allseitigkeit wie Rechtsstaatlichkeit, Beamtenrecht, Marktgepflogenheiten, Freizeitspiele u. ä. auf Sitte und Alltagsgewohnheiten hin orientiert. Abweichendes Verhalten und ein gewisser Minderheitenschutz sind dabei üblich.

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Dazu verhalten sich Menschen privat-öffentlich in ihren Erklärungen gerne im Rahmen der „Goldenen Regel“: „Wie du mir, so ich dir“ bzw. „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg‘ auch keinem andern zu“. Dabei ist jeder seinen eigenen, möglicherweise inkonstant moralischen Verhaltensweisen und Orientierungen zugeneigt, die er dem anderen ebenfalls einzuräumen bereit ist. Das bezieht sich auf „Großzügigkeit“ hinsichtlich „kleiner Sünden“, Eigenlob, Fehlerverzeihen, Kavaliersdelikte, Heuchelei, Lügen, Unehrlichkeit – jeweils qualitativ seitwärts von Vorschriften und Rechtsnormen. Täuschen, Tarnen, Abfälschen, Abstreiten und Bullshit sind üblich.

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Dabei handelt es sich einerseits um zu erfassende verbale Einlassungen und die darin steckenden Erklärungsnormen, andererseits um praktisches Verhalten und die darin steckenden Verhaltensnormen. Gesucht und untersucht wird ein möglicher prozessuraler Verhaltenswandel. Das beginnt schon mit der Schwierigkeit, eine empirische Bezugslage zu erkennen und in einem nachvollziehbaren Verfahren qualitativ feststellen zu können: Wie moralisch, kampfmoralisch, unmoralisch oder verpitbullend war der anerkannte und praktizierte Moralitätspegel zum Zeitschnittpunkt vor dem Fall Hoeneß eingestellt? Wie konstant oder inkonstant? Was bedeuten dynamisierende soziale Kontrolleinflüsse für Lebensglück und Entfaltung? Was bedeuten verwilderte Spielräume? Anarchie muss jedenfalls bedacht werden. Schließlich wiederum muss in mehreren Zeitschnitten, während des Fallverlaufes, nach dem Urteilsspruch durch das Gericht und zu späteren Zeitpunkten – mit dem Blick auf Veränderungen in den gesellschaftlichen Moralspielen, zersetzende oder inspirierende Wirkungen oder weitreichende Indifferenz erfasst werden.

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Schließlich kann alsdann als wissenschaftlicher Befund zur Hypothese „der kommunizierte Fall Hoeneß trägt zur Verpitbullung der Gesellschaft“ bei, gesagt werden, ob, Was und wie bewirkt worden ist.

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Hauptsächlich sind dirigierte, regulierte, moderierte und freizügige Spiele zu unterscheiden. Rollenverhalten unterliegen organisatorischen Anforderungen von Standardisierung, Elastizität und Flexibilität. Deshalb sind die staatlichen, intermediären, privaten und informellen Rollen verschieden ausgelegt, als Stellvertreter, als multifunktionale öffentliche, als private und als informelle Rollen ist von Rollenträgern Rollentreue verlangt.

Das bedeutet, dass in der heutigen hochintegrierten Lebens- und Arbeitswelt durch ein hohes Maß an Regelbindungen, vorausgehenden, begleitenden und nachträglichen Kontrollen und Steuerungen kaum wesentliche Veränderungen der Moralität und Sitten ohne sofortige Sanktionen zustatten kommen können. Also etwaige Anmutungen durch den miterlebten, mitkommunizierten Beispielfall Hoeneß zunächst bestenfalls Verstimmung, Motivationswirkungen oder Lähmung bzw. Dynamisierung bewirken mag, ohne dass dadurch gleich eine Reformpolitik oder sonstige Ausbalancierung veranlasst werden würde. Man freut sich oder leidet, man meckert oder wendet sich verächtlich ab und stänkert in seinen Familien und Freundschaften
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Fortsetzung folgt


Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 14

März 22, 2014

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am 22. März 2014

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Der Kriminalfall des Prominenten Uli Hoeneß kann nicht als Sittenverfall oder Verpitbullung eingeschätzt werden. Der Fall Hoeneß ist kein repräsentatives Beispiel qualitativer Verschlecherung der gelebten Menschlichkeit im Großen, aus Sicht einer empirisch-sozialwissenschaftlichen Analyse beurteilt.

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Hoeneß ist auch als Einzelfall bzw. als Sonderfall kein ungewöhnlicher.

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Hoeneß hatte im sozialen Feld von Unterhaltung, Sport, Freizeit und Kommunikationswirtschaft die ihm zugewachsene Rolle des Spezial-Peers erworben. Sein Rang ist keine Selbstsignierung, sondern eine gesellschaftliche Zuweisung.

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Die sichtbar gewordene Straffälligkeit, die dabei angewendeten Mittel und die darin zum Ausdruck kommende Kampfmoral und Unmoral ist, genauer betrachtet, geradezu als normal einzuschätzen. So wenig Bildung,Tugendhaftigkeit oder soziale Verantwortung aus bürgerlichem Reichtum, aus wissenschaftlicher Eminenz, aus herausragendem Spezialgenie oder aus Abstammung automatisch folgt, so sind Regelbrecher und Leistungsschwache unter Spezial-Peers alltäglich.

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Dass mit dem Fall Hoeneß die quantitativ zählbaren Fälle misslingender Kriminalität und Versagen gegenüber einer Prominentenpflicht für vorbildliches öffentliches Verhalten als eine feststellbare prozessurale Verschlechterung, ein tendenzieller Wandel im Sinne sozialer Verhärtung wäre, trifft nicht zu. Kassandrarufe, Untergangssorgen, Werteverlust erscheinen vor dem Hintergrund der Geschichte nicht gegeben.

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Weder das alttestamentarische Babel noch der Tanz des auserwählten Volkes um das goldene Kalb muss uns im Fall Hoeneß alarmieren. Im Gegenteil – ein Fachjurist zur „Steuerehrlichkeit“ teilte der TV-Öffentlichkeit kürzlich in einer Unterhaltungsdiskussion mit: „BMW! – Bäcker, Metzger, Wirte! Alle haben Schwarzgeld und machen Schwarzgeschäfte. ALLE!“ Der Steuerkriminelle Uli Hoeneß ist Metzgerssohn, stammt aus einer Metzgerfamilie in Ulm und gründete und führte selbst die HOWE-Wurstfabrik in Nürnberg. Wer wollte überrascht sein? Nimmt man Hoeneß persönliche öffentliche Stellungnahmen zum Steuernzahlen, die er über viele Jahre durchgängig geäußert hatte.

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Der Fall hat einige kommunikative Besonderheiten, die lediglich als Varianten oder als Stilverschiebung gelten können. Aber weder seitens des Straftäters Hoeneß, noch seitens der ästhetischen Resonanz, noch seitens konkreter Auswirkungen auf moralische Stimmung oder Lebenszufriedenheit, sind „Moralverluste“ bewirkt worden.

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Wer den Fall aufmerksam beobachtet hat, z. B. Uli Hoeneß selbst, könnte daraus gelernt haben, in der heutigen sozialen Situation, weltweit, in Deutschland, in Bayern, in München, in anderen Städten oder in provinzielleren Lebenszusammenhängen, seine Geldspekulationen und Steuervermeidungsabsichten geschickter auszulegen, ohne diesen skandalösen Absturz zu erleiden. Alle Metzger, die nicht erwischt werden, machen das erfolgreicher.

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Fortsetzung folgt


Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 8

März 18, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4222

am 18. März 2014

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Die Strafverfolgung des prominenten Steuerkriminellen Uli Hoeneß ist mit dem Verzicht der Parteien auf Einsprüche rechtsgültig.

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Zwar liegt die schriftliche Urteilsbegründung bislang nicht vor (kommt innerhalb von fünf Wochen nach Verkündigung). Doch sind die im Prozess bekanntgewordenen steuermindernden Verlustvorträge von Hoeneß, die er gleichzeitig mit unversteuerten Schwarzgewinnen auf dem Schweizer Konto betrügerisch erwirkt hatte, weder in der Anklageschrift noch im Urteil hinreichend geklärt und gewichtet worden.

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Hoeneß hatte auf ein bei einer deutschen Bank für Aktien- bzw. Devisen-Spekulationsgeschäften parallel zu den Schwarzkonten geführten offiziellen Konto, einen legalen Schein für seine Spekulationsaktivitäten betrügerisch erzeugt. Diese Konstruktion betreffs betrügerischer Zielgeschäfte wurde mit der Herstatt-Bankpleite im Jahr 1974 und dem Betrüger Dany Dattel „klassisch“.

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Die Süddeutsche Zeitung fordert heute, nunmehr den gestürzten Uli Hoeneß zufrieden zu lassen, um seine Resozialisation zu fördern.

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Der Berliner Tagesspiegel hat heute Vorstellungen über „Bandenkriminalität“ von Hoeneß und FC Bayern München dargestellt, mit dem Hauptargument, dass ein derart „großes Rad“ der Spekulationen, wie die bis heute bekannten Umsätze auf Hoeneß Schweizer Schwarzkonten verzeichnet sind, jedenfalls nicht derart gelaufen sein können, wie es das Münchner Landgericht abschließend ungeklärt stehen ließ.

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Das „Herstatt-Dattel-Betrugs-Modell“

Das Betrugsmodell von Dany Dattel bei Herstatt war ganz einfach und hatte mehrere Stufen. Uli Hoeneß hat dieses Konzept in seinen Schwarzgeschäften nachempfunden:

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Man erzeugt in seinem offiziellen Handel Verluste, die als Gewinnminderung mit steuerminimierende Wirkung der Steuerbehörde vorgelegt werden. Gleichzeitig macht man „schwarz“ Gewinne, die unversteuert bleiben.

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Der Kick liegt darin, dass es sich bei diesen Kauf-und Verkaufsorders um Zielgeschäfte handelt, die zunächst nur per Telefon akquiriert werden. Wenn dann das Terminziel erreicht wird und entweder Gewinne oder Verluste der Kurse feststehen, werden diese Geschäfte schriftlich fixiert. Gewinngeschäfte landen im Schwarzkonto, Verluste werden steuerrelevant auf einem offiziellen Konto gebucht.

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Zitat aus Herstatt-Pleite bei Wikipedia, 18. März 2014

…Als Gewinnpotenzial identifizierte man die aus der Freigabe der Wechselkurse am 10. Mai 1971[11] resultierenden Devisenkurse, die nicht mehr innerhalb von relativ engen Wechselkursbandbreiten schwankten, sondern von Zentralbanken fast vollständig der Marktentwicklung überlassen wurden. Da das Kundengeschäft hierfür nicht ausreichte, wurde der Devisenhandel überwiegend als Eigenhandel betrieben. Auch andere Banken hatten weltweit hierin Gewinnmöglichkeiten erblickt. Entscheidend war bei der Devisenspekulation die Einschätzung der künftigen Kursentwicklung des US-Dollar und anderer wichtiger Währungen.

Die Ära der frei schwankenden Wechselkurse („Floating“) beginnt. Dadurch verstärken sich die Devisen-Spekulationen weltweit, der Eigenhandel in Devisen (also nicht kundengetriebenes Geschäft) wird zum Kernstück des Herstatt-Bankgeschäfts. Auch viele andere deutsche und internationale Banken entdecken das offensichtlich lukrative Geschäft. Bei Herstatt sind für diese Geschäfte die sogenannten „Goldjungs“ zuständig: sechs erst knapp über 20 Jahre alte Devisenhändler. Die Abteilung leitet Dany Dattel. Die Devisenabteilung arbeitet weitgehend ohne Kontrolle, was durch die vergleichsweise geringen aufsichtsrechtlichen Vorschriften begünstigt wird, und mit wenig Kontakt zu den anderen Geschäftsbereichen.

Die Goldjungs dürfen nur bis zu zehn Millionen Dollar Devisen pro Person/Tag kaufen. Jedoch umgehen sie diese Begrenzung durch andere Mitarbeiter der Bank, die als Strohmänner fungieren. Da diese Mitarbeiter als Privatpersonen nicht termingeschäftsfähig waren, traf sie keine Erfüllungspflicht. Diese Geschäfte fielen damit im Verlustfall letztlich auf die Bank zurück. …“

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Im Herstatt-Dattel-Komplex spielte das notwendig umfangreiche „Betriebskapital“, das die Betrüger von der Herstatt-Bonität beziehen konnten.

Herauskam diese Plünderung der Herstatt-Bank so: Nachdem im Tresor kein Geld mehr zu finden war, fiel auf, dass im Kassenbuch Guthaben stand. Die Buchhaltung und der Chefrevisor, der das bei Herstatt zu überwachen hatte, hatten die Zahlen gefälscht. Während die Verluste wuchsen, standen gute Zahlen in den Büchern.

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Hier liegen die Fragen im Fall der Steuerkriminalität Hoeneß: Hoeneß verfügte nicht über eine Herstatt-Bank, die er hätte plündern können. Hoeneß drehte aber ebenfalls ein riesiges Geldrad, wenn er in der angeblichen Weise Devisen-Zielgeschäfte gemacht haben will. Denn beim Devisengeschäft geht es um ganz kleine kurzfristige Kursschwankungen – mit zweistelligen Millionen-Käufen lassen sich nicht dreistelligen Gewinne erzeugen.

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Woher stammt also das „Betriebskapital“ der Uli Hoeneß Schwarzgeschäfte? Das Howe-Würstchen-Geschäft wirft diese Summen nicht ab. Allein, privat, konnte Uli Hoeneß das Rad nicht drehen. Wer sind die Hintermänner? Banken? Fußball-Konnektion? Bestechungstransfers?

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Das Landgericht München und der Bayerische Rechtsstaat haben den Fall Hoeneß abgeschlossen, ohne die auf dem Tisch liegenden Fragen zu klären.

Liegt dafür ein besseres Hintergrundwissen vor?

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Fortsetzung folgt


FAZ Quatsch zu Hoeneß von Arno Hecker

März 15, 2014

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am 15. März 2014

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In der Frankfurter Allgemeine Zeitung kommentiert heute Arno Hecker auf Seite Eins. Dort heißt es zum Hoeneß-Hype der Deutschen und in deutschen Medien:

„Von dieser Welt. Von Arno Hecker – In ausländischen Medien war in diesen Tagen das Erstaunen groß: In Deutschland verdränge ein Prozess gegen einen Fußball-Manager die Krim-Krise aus den Schlagzeilen. Plastischer lässt sich die Kraft des Fußballs in Deutschland kaum darstellen. Die Faszination für dieses Spiel bewegt Abermillionen Menschen und Milliarden Euro …“

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Dietmar Moews meint: FAZ-Autor Arno Hecker hat hiermit ein klares Beispiel für FAZ-falsche Prophetie geliefert.

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Es geht dabei zielgerichtet um Irreführung und Meinungsirritation durch absurde Behauptungen.

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Eine enorm hoch aufgeladene geistig-soziale Bewegung mit hoher Reichweite und Durchdringung erschüttert momentan die lebensdienlichen Vorstellungen und Werthaltungen in der Gesellschaft und ihrer Individuen – und man / die FAZ tabuisiert dieses „Schockerlebnis“, statt den Befund und die Wirkungszusammenhänge empirisch aufzugreifen und zu klären.

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Die FAZ behauptet also am 15. März 2014 auf Seite Eins in „Von dieser Welt“ die große Fußballbegeisterung der Deutschen.

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Schon auf den ersten Blick muss jedem deutlich werden, dass diese FAZ-Erklärung unhaltbar ist.

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Es ist nicht Fußballbegeisterung. Es sind Interessen elementarer Qualität:

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Ein Idol mit Sonderstellung stürzt.

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Der Fall Hoeneß ist anhand zahlreich angängiger verschiedener Wirkkräfte und sozialer Ambitionen charakterisiert und erkennbar. Da sind, zunächst ohne hierdurch eine Rangordnung ansagen zu wollen, folgende Zutaten:

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Erstens

Die die herausragende besondere, weltweite Prominenz der Person Hoeneß

Die bekanntgewordenen Steuerstraftaten vs. Bayerische Justiz

Der Fußball als Sport, als Freizeitthema und als Unterhaltungsmetier

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Zweitens: hinzu kommt das Verwertungsinteresse der Massenmedien: Aufmerksamkeitsanteile in der Wahrnehmungsökonomie der Konsumenten anzufeuern und zu gewinnen.

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Die überaus unangenehmen Entwicklungen in der politischen Lage der Deutschen:

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Keine Souveränität gegenüber den USA, keine politischen Mittel zur Kontrolle von Geheimdienste-Willkür, Unfähigkeit zur militärischen Selbstverteidigung, die immer offener zutage tretenden deutschen Regierungspolitiken demokratische Mehrheitswertvorstellungen zu ignorieren:

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IT-Politik durch die IT-Wirtschaft ohne Datenschutz, NSA, Kirchenpolitik, Atomtechnologie, Energie-Monopolpolitik, EU-Politik, Inflation/Geldpolitik, Gentechnologie u. a.

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Deutschland scheint in einen Ukraine/Krimkrieg hineinzurutschen

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Drittens

Weitverbreitete Steuerstraftaten unter den deutschen Steuerbürgern, bis hin zur Schwarzarbeit des kleinen Mannes.

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Das geltende Steuerrecht und sehr komplizierte Möglichkeiten der marktwirtschaftlichen Organisiation zur Vertuschung von vorhandenem Schwarzgeld und personifizierbarer Steuerhinterziehung.

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Die internationalen steuerrechtlichen Unterschiede und „Steueroasen“

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Der Fortschritt der organisierten und regulierten Lebensweise und die urwüchsigen Bedürfnisse nach Freiheit und Selbstbestimmung

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Viertens

Die Dynamik von Zeitgeist und Lebensstil zeitigt im Jahr 2014 neue Formen zwischen „guter Sitte“, „Compliance“, „Political Correctness“, „Kavaliersdelikte“, „Sünden“, „Irren und Fehlen“, auch Schwerkriminalität, wie im Fall Uli Hoeness, aber auch Kampfmoral, Unmoral und Verpitbullung der Gesellschaft.

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Die Globalisierung und die weltweite virtuelle Echtzeitkommunikation verdichtet die Alltagserlebnisse verschiedener Verhaltensweisen und Lebensstile

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Fernfuchtelei und Entsinnlichung der menschlichen Verkehrsformen bringt kollektive und individuelle Kontrollschwächen und -verluste, Entfremdung und Verantwortungsentkopplung mit sich.

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Anpassungsdruck: Der Ehrliche will nicht der Dumme sein

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Zusammenfassend ist zu fragen:

Warum hat der Fall Hoeneß diese Aufmerksamkeit, wenn es nicht Interesse der Aufmerksamen anzeigen würde?

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Hätte demgemäß ein Steuerstrafrechtsfall eines anderen Fußballers als Hoeneß eine ähnliche Aufmerksamkeit erhalten? z. B. Ein jüdischer Fußballer? Ein asiatischer Spieler? Ein Schwarzafrikaner? z. B. hätte der deutsche prominente Fußballer und Steueremigrant Franz Beckenbauer diese Beachtung bekommen? Wie wäre es mit dem aktiven Bayernspieler Thomas Müller? Mit Wolfgang Overath? Mit Uwe Seeler? mit Mario Götze oder Mezut Özil?

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Antwort Nein – Hoeness hat eine hohe Medienpräsenz und Wahrmehmungsreiz erhalten, den „ohne Weiteres“ selbst Beckenbauer nicht bekäme.

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Hätte ein anderer Steuerbetrüger aber Nichtfußballer diese Aufmerksamkeit erhalten? Altkanzler Gerhard Schröder? Altkanzler Helmut Kohl? Kanzlerin Angela Merkel? Bild-Chef Kai Diekmann? Boris Becker? Manager Zumwinkel? Verona Feldbusch? Harald Schmidt? Marilyn Monroe? Dittsche? Helge Schneider?

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Antwort: Nein

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Hätte ein unbekannter Amateurfußballer oder ein VIP-Jahreskarten-Abonnent diese Aufmerksamkeit erhalten?

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Antwort Nein

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Was ist hier im Fall Hoeneß das Besondere?

Uli Hoeneß ist ein großes vielfältig begründetes Idol. Nicht der Fußballweltmeister allein, der Überlebende eine Flugzeugabsturzes, der Erfolgsmanager des Fußballclubs Bayern Münchens nebst AG, der Bürger mit Mut zur politischen Meinungsäußerung über Wahr und Falsch und über Gut und Schlecht.

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Hoeneß wurde im Laufe seines Lebens eine allseitig anerkannte, weltbekannte und praktische moralische Persönlichkeit.

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Noch nach dem Urteil im Prozess herrscht weitgehende Ungläubigkeit zum Sturz des Idols, die entsetzliche Fallhöhe, die geradezu in den Einzelheiten zum Ausdruck kommende langjährige, jetzt erwieseneVerpitbullung des Helden Hoeneß.

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Der FC Bayern Spieler und Mannschaftsführer der deutschen Nationalmannschaft.

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Philipp Lahm sagte heute: „Und jetzt konzentrieren wir uns wieder auf das Wichtigste, den Fußball“.
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–>Der nicht zu fassende Schock in der Öffentlichkeit liegt allerdings darin, dass Uli Hoeneß wesentlich und längst nicht mehr, „Fußball als das Wichtigste“ ansah, sondern den Impulsen seiner kriminellen Energie gefolgt war.

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Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 1

März 10, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4196

am 10. März 2014

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Heute wurde am Landgericht München das Steuerstrafverfahren gegen den Prominenten Uli Hoeneß eröffnet.

Die erste Selbstdarstellung des Angeklagten Hoeneß erweiterte die vorliegende Selbstanzeige erheblich, erneut schrittweise.

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Hoeneß eröffnete, bislang der Staatsanwaltschaft und dem Gericht nicht bekannte, neue zusätzliche selbst belastende Straftatbestände.

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Damit können Einsicht, Reue und Mitwirkung im Verfahren durch Hoeneß nicht glaubhaft gemacht werden.

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Auf die Risse in seinem Vortrag, zwischen Rechtstreue, Moral, Kampfmoral und Unmoral sowie intellektueller Unredlichkeit, zeigt der erste Auftritt von Uli Hoeneß seine persönliche Verpitbullung, indem Individualität und Urteilsschwäche mit Anmaßung und Rücksichtslosigkeit gepaart sind.

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Hoeneß‘ sogenannten „sozialen Taten“, voluntaristische Aktivitäten“ und im Laufe von Jahrzehnten geleisteten Spenden sollten zunächst sauber unterscheidbar in Handlungen der Steuerbegünstigung und Steuerabschreibungen bzw. Hingaben materieller Mitmenschlichkeit aus vor Einkommensteuer erworbenem privaten Mitteln deutlich machen. Hoeneß‘ persönlichen „Sozialleistungen“ waren Gewinnminderungen auf Steuerpflicht und Steuerzahlungen. Hoeneß hat quasi das Geld der Steuerallgemeinheit, ausgegeben. Wofür solches Geld ausgegeben wurde, entschied Hoeneß persönlich, keineswegs die Steuerzahler. So, zwar, sehen es die Wirtschafts- und Steuergesetze vor, aber Entlastung für einen Steuerkriminellen kann hieraus schwerlich bezogen werden.

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Sollte die moralische Verpflichtung des Obersatzes „Eigentum verpflichtet“ gelten, sind voluntaristische Betriebsausgaben und Steuerabschreibungen lediglich kaufmännische Etikette. Pflichterfüllung im Sinne der Moral wären Hilfen aus dem eigenen Portemonnaie oder Freizeitarbeit.

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Kurz, bei Uli Hoeneß haben wir es finanziell stets statt mit Moral mit Kampfmoral und Unmoral zu tun.

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Gefängnis auf Bewährung – Vollumfängliche freiwillige Steuerzahlung über alle Jahre – natürlich kein Freispruch – neues Steuerstrafrecht

Hoeneß Verpitbullung ist so weit gediehen, dass er seine zeitweilige Unzurechnungsfähigkeit „beim Zocken“ dem Gericht vortrug. Herausstach die Eröffnung, dass allein an einem Tag 18 Millionen Spekulationsverluste entstanden waren. Hoeneß hielt dennoch die Handlungsanweisung an seine Bank Vontobel aufrecht, weiter zu spekulieren.

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Den ehemaligen Leistungssportler Uli Hoeneß, als Fußballer in der Weltspitze, kennzeichneten Verhaltensweisen der Schnelligkeit, guter Auffassungsgabe, mehr der Geschicklichkeit, Feinheit und des Ehrgeizes, aber nicht der Brutalität oder der Nicklichkeit. Hoeneß erlitt durch schwere Sportverletzungen quasi eine Sportinvalidität und musste seinen Wettkampfsport vorzeitig aufgegeben.

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Uli Hoeneß erarbeitete als Manager, Sportdirektor und jetzt Vereinspräsident sowie Vorstand der AG FC Bayern München, für sich und den Verein sportlich und wirtschaftlich Weltgeltung.

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Hoeneß erlitt durch das Bekanntwerden seiner Spielsucht und seinen über den Verjährungszeitraum hinausreichenden vielfachen kriminellen Handlungen ein weltweites Verpitbullungs-Stigma.

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Hoeneß-Verpitbullung der Gesellschaft Fortsetzung folgt

Hoeneß-Verpitbullung der Gesellschaft
Fortsetzung folgt

Fortsetzung folgt