Schoki-Test mit Chocolat BONNAT Trinité „Antilles“ Chocolat Noir 75% de Cacao

September 17, 2016
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Vom Sonntag, 18. September 2016

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Dietmar Moews meint:

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Wie ich mich jetzt auch auf den Stuhl will setzen!

Und wie ich tapfer,

Wenn man vom Kriege spricht, erzählen will.

Ich brenne, zu berichten, wie man bei

Pharissa eingehauen; und mein Lebtag

Hatt‘ ich noch so wolfmäß‘gen Hunger nicht.“

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(Heinrich von Kleist aus „Amphitryon“, Dritter Akt siebente Szene)

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Ich probierte eine französische Chocolat BONNAT Trinité „Antilles“ Chocolat Noir 75% de Cacao, 100 Grammes net, Bean to Bar hergestellt von dem Hersteller Bonnat Chocolatier, 8, cours Sénozan – BP 48 – 38502 VOIRON (Isère) cedex FRANCE.

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Kurz vorab: Diese Vollmilchschokolade ist ungewöhnlich gut. Sie ist mit 4,70 EURO für 100 Gramm bei Hernandoz Cortez In Köln kostspielig, aber ausgewählt zu haben. Sie ist pur feinst und superlativ, ist insgesamt so pur und nicht zu fett, dass sie hervorragend fein knackt und vollkommen sauber bricht, mit klarem Abbiss, ist vollkommen speziell kakaoschmackhaft, dem – ohne weitere Aromen: extrem fein und begeisternd.

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Das Unternehmen BONNAT wurde im Jahr 1884 von Félix Bonnat in Voiron gegründet. Bekannt geworden ist Bonnat durch sein Konfekt, besonders den „Pavés de Voiron“ (Pflastersteine aus Voiron), die schon im Jahr 1919 lange Reisen bis in die französischen Kolonien in Afrika, Indochina und Asien unternahm. … den Einsatz von Lecithin in Schokoladenprodukten lehnt er ab und scheut bei diesem Thema auch keine Konfrontation… Bonnat hat sich auf reine Ursprungsschokoladen spezialisiert … Zit. nach Georg Bernrdini „Der Schokoladentester“ Seite 197. Diese „Praliné noisette“ wird angeblich nach einem alten Rezept des Gründers Stephane Bonnat, aus dem Jahr 1884, hergestellt.

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Bonnat gibt Sorten, Herkunftländer und Anbauregionen an – hier Cacao Trinité Antilles wie bei den anderen „Schwarzen“ Indonésien, aus Asfarth, Java und Surabaya.

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Der Tester Dr. Dietmar Moews bemängelt allerdings einschränkend, dass BONNAT offensichtlich nichts von FAIR TRADE weiß und dass die anerkannten BIO-Lables hier nicht vorgewiesen werden können. Sozialverträgliche und umweltschonende Anbau-, Produktions- und Handelsmethoden hat BONNAT nicht – ein eindeutiger MALUS für BONNAT.

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Diese Sorte von Bonnat Chocolatier ist eine „Bean to Bar“ gefertigte Hochqualität. Der französische Hersteller wird bei Georg Bernardini in seinem Schokoladen-Almanach „Schokolade – Das Standardwerk“ vorgestellt, und erhielt sechs von sechs möglichen Kakaobohnen – das ist superlativ und setzt BONNAT an die Spitze von allen getesteten Schokoladenherstellern.

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Hier stehen Bonnat-Schokoladen eigentlich neben einer bestimmten Zotter aus Österreich, neben Pralus aus Paris und einer bestimmten Feodora aus Bremen ganz vorne.

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http://www.bonnat-chocolatier.com

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese mind. 75 % Kakao Dunkle Schokolade hat dem Tester dennoch einen idealen Kakaogehalt, bester Duft beim Aufreißen der Packung; sie ist wohl dunkel, aber diese Trinité „Antilles“ ist so überirdisch gut, viel besser als sogenannte Zartbitterschokoladen. Der Inhalt der 100 g Packung wirkt frisch, ist aber wie eine Vollkonserve datiert, wirkt als Komposition nicht fett, kakaogeschmacklich ideal. Man schmeckt die VOLLMILCH und genießt die nicht weiter gewürzte Komposition.

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Die klassische 100 gr. Tafelpackung enthält die Schokoladentafel mit einem Bruchkanten-Relief oben, darauf ein geprägtes größeres Mittelteil mit den Schlagworten BONNAT und VOIRON. Die Unterseite ist glatt. Die Konsistenz und der Schmelz sind gerade so weich, dass man sie noch brechen kann. Man beißt ab und lutscht ganz leicht im Mund. So ein Abbiss löst sich ganz leicht auf, aber die Schokoladenmasse verkleistert nicht, wie es viele Gemische auf dem Kunstmarkt an sich haben. Hier muss Nichts schmelzen. Insgesamt dominiert die weiter nichtaromatisierte Geschmacklichkeit – man braucht keine Zusatzaromen, keine Vanille, kein Lecithin – der Cacao bei BONNAT liefert zweifelsfrei Welt-Spitzen-Schokoladenkunst: Himmlisch.

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Die Aufmachung hat bei dieser Sorte 75% Trinité einer Tafelschokolade von BONNAT die verlässlich einfache, optimale und praktische Verpackung eines frischen Lebensmittels – kein Vakuum, keine Konservierungsstoffe – im September 2016 haltbar laut Kennzeichnung mindestens bis: Januar 2018.

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Ein schöner warmweißer Papierumschlag mit schwarzen und grünen Kunstschriften, der bekannten gestochenen Stadtansicht der Ursprungsstadt Voiron (Isère) sowie feine grünfarbene Verzierungen sowie rückseitig ein vergoldetes Familienwappen mit dem Sinnspruch: VIS MEA / In LABORE.

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Ausgepackt findet sich die Tafel in außen silbrig-metallisiertes beschichtetes innen schlichtweißes Papier, sinnvoll und damit auch noch mal gut erneut zu verschließen.

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Die Werbetexte in vielen Schrifttypen und Schriftgrößen auf dem Außenpapier sind lesbar, die Bestandtteile und Nährwerte-Tabelle in Schwarz auf Weiß:

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Es heißt da: „Pour Croquer“ – zum Knacken / Brechen ; „Chocolat Pur beurre de cacao“; „Ce qui fait du bien au palais ne fait pas de mal á l’ame“

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Die frischgeöffnete Bonnat Schokolade riecht wunderbar und dezent, wie es besser nicht geht.“

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Der Kaufpreis liegt mit 4 Euro 70 für 100 Gramm hoch und ist doch für ein superlatives Schokoladenerlebnis preisgünstig. Köln – die schöne Stadt – wo man sowas bei Hernando Cortez kaufen kann. Aufmachung und Verpackung sind passend. Die innere Chrompapier-Aufmachung ist nicht so schön wie feine Silberfolie. Das macht ordentlich Abfall als Verpackung.

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CHOCOLAT BONNAT Trinité „Antilles“Chocolat Noir 75% de cacao, teilt folgende Zutaten auf der Rückseite der äußeren Papierhülle in Französisch, Deutsch und Englisch der Schokolade aus Cacao „Antilles“, jeweils mit dem größten Anteil beginnend:

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ZUTATEN: Schokolade 75% Cacao, Kakaobutter Zucker,

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Nährwerte pro 100g: Energie 2501 kj / 603 kcal; Fett 40 g; davon gesättigte Fettsäuren 29,65 g; Kohlehydrate 42,6 g; davon Zucker 25,9 g; Eiweiß 8,8 g; Salz 0,01 g.

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Auffällig gegenüber der höchstbewerteten Spitzensorte Bonnat 55% sind der vergleichsweise hohe Fett-, Salz- und Eiweißanteil.

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EMPFEHLUNG + FAZIT: Diese „Antilles“ ist die Krönung aller bislang getesteten. Der Tester empfiehlt diese Schokolade schon wegen der einzigartigen Feinheit herausgehoben. Diese „Antilles“ ist die nach allen bisherigen Test-Bonnats die dem Tester wohlschmeckendste, wegen der sparsamsten Zuckerung (dagegen ist die hochbewertete 200 gr. Pure beurre zu zuckerig):

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Hiermit lernt der Mensch, was qualitativ überhaupt möglich ist.

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KEINE Zusatzaromen, nichts KÜNSTLICHES, hoher Kakaogehalt, guter Fettgehalt, knapper Zucker-Anteil, viel Eiweiß und die Spur Salz. Georg Bernardini hat es in seiner Empfehlung kernig getroffen!

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Georg Bernardini der Schokoladentester erwähnt diese BONNAT in seinem Schokoladentester-Buch im Einzeltest und gibt den von ihm getesteten BONNAT-Schokoladen 6 von 6 Kakaobohnen.

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BERNARDINIS Fazit: „Die Qualität der Bonnat-Produkte hat mich überzeugt…“

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BERNARDINI Empfehlung: “Die Ursprungsschokoladen sind für Liebhaber reiner dunkler Schokolade empfehlenswert. Die hochprozentigen Milchschokoladen eignen sich für diejenigen, die keine dunkle Schokolade mögen, aber in den Genuss eines kräftigen Kakaoaromas kömmen möchten …“

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EVA GRITZMANN im DLF zur WELT DER SCHOKOLADE mit Georg Bernardini

März 12, 2016
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Vom Samstag, 12. März 2016

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Die Hörfunk-Autorin Eva Gritzmann hat das neue Buch von Georg Bernardini:

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SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK – Der Schokoladentester 2015“ – sagen wir mal – ausgewertet und sinnvoll in eine Kurzfassung gebracht:

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Der Deutschlandfunk Köln hat einen Hörfunk-Beitrag über den CHOCOLATIER, Schokoladentester und Schokolade-Buchautor Georg Bernardini aus Bonn produziert. Bernardini ist selbst auch Spitzen-Chocolatier mit der eigenen Hochwertproduktions-Stätte GEORGIA-RAMON in Bonn-Oberkassel sowie mit dem aktuellen STANDARD-Buch 2015:

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Georg Bernardini Die Welt der Schokolade“:

Es klingt für manche nach einem Traumberuf: Schokoladentester. Georg Bernardini hat weltweit über 4.000 verschiedene Schokoladen verkostet und akribisch bewertet. Spaß hat es ihm allerdings nicht immer gemacht. Manchmal auch überhaupt nicht. Mit einigen Milka-, Godiva- und Lindt-Produkten braucht man ihm nicht zu kommen.

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Es wird zu viel gelobt auf der Welt. Hier nicht. Dieses Buch ist ein Schlachtfest und ein Massaker, ein Gemetzel und eine Orgie der Zurückweisung. Endlich sagt mal einer nein. Endlich steht mal einer auf und wehrt sich gegen Papp und Schmu, gegen Zumutungen und Abgeschmacktheiten, gegen alles, was unser Alltag an Fadem und Banalem bereithält. Hier wird penibel Perfektion eingefordert. Hier werden Werte keinem faulen Kompromiss geopfert. Hier wird auf Ansprüchen beharrt – ohne jeden Rabatt, dafür mit kräftig Rabatz. Schließlich geht es um etwas sehr, sehr Wichtiges: es geht um Schokolade!

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Niemand ist geeigneter, mit einigen mythischen Schokoladen-Marken abzurechnen, als der Schokoladentester Georg Bernardini. Der 1967 geborene Sohn einer deutsch-italienischen Gastronomenfamilie ist gelernter Konditor und Mitgründer der Confiserie Coppeneur, einer Pionierfirma im deutschen Schokoladenmarkt. Für sein fast tausendseitiges Handbuch hat Bernardini 4.000 Schokoladenprodukte von 550 Unternehmen aus 70 Ländern verkostet und bewertet. Er hat dafür Schokoladenprodukte aus Kamelmilch gegessen, Kakao aus Vietnam verkostet und sich Konfekt mit Zwiebelfüllung in den Mund gesteckt. Sein Wissen verleiht ihm die Kompetenz, einige schillernde Seifenblasen der Schokoladenwelt zum Platzen zu bringen. Zum Beispiel Konfekt von Godiva:

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„Die Produkte sind alle von einfacher Qualität. Fettige, buttrige und viel zu süße Füllungen…“

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Ferrero Kinderschokolade:

„Eine süße, im Mund etwas klebrig-schmierige Füllung. Schmeckt dezent nach Milch und auch nicht übermäßig nach Kakao. Ein Produkt, das vor allem als Kohlenhydrat-Lieferant dient.“

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Hersheys Milchschokolade:

„Schmeckt extrem ranzig-käsig. Extrem süß, kaum Kakao-Charakter, etwas milchig. Mit künstlichen Aromastoffen. Ungenießbar.“

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Schokolade von Lindt & Sprüngli:

„Lindt-Produkte sind allgegenwärtig und Lindt ist wohl die weltweit bekannteste Schokoladenmarke. Das beruht nicht auf der heutigen Qualität der Produkte, sondern auch auf historischen Ereignissen und überaus professionellem und cleverem Marketing und Vertrieb.“

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Kritik an Milka

Milka Zartherb, Milka Alpenmilch und Milka Weiße Schokolade:

„Diese drei getesteten Schokoladen sind des Namens ‚Schokolade‘ unwürdig und es ist kaum zu glauben, dass jedes Jahr alleine in Lörrach 140.000 Tonnen von diesem ungenießbaren und absolut überflüssigen Zeug hergestellt und demnach auch verkauft wird.“ 

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Sarotti Schokolade aus Berlin:

„Ich möchte ja keinem Menschen und besonders nicht meinen Lesern auf die Füße treten oder gar beleidigen. In keiner Weise soll es respektlos klingen und arrogant erscheinen und ich versuche mich so vorsichtig wie möglich auszudrücken. Welcher Mensch ist in der Lage (…) diese Art Produkte zu essen, geschweige denn zu genießen? Bei allem Verständnis, ich kann das einfach nicht nachvollziehen.“

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Schokolade von Suchard:

„Die Produkte sind so schlecht, dass sich ein weiterer Kommentar erübrigt. Schlechter Geschmack, schlechtes Aroma und minderwertige Rohstoffe. Dieser Satz auf der Website von Suchard hat Comedy-Potential: ‚Philippe Suchards Streben nach Qualität hat alle Veränderungen überdauert: Nur die besten Zutaten und besondere Rezepte werden zur Herstellung unwiderstehlicher Schokoladenkompositionen verwendet, um das Leben unserer Kunden mit feinster Suchard-Schokolade zu versüßen.‘ Das schreibt ein Unternehmen, das künstliche Aromastoffen in seinen Produkten systematisch einsetzt.“

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Kein Fan belgischer Schokolade

Ja mitunter trifft Georg Bernardinis Bannspruch ganze Länder und ihre international hochgeschätzten Confiserie-Stars:

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„Liebe Belgier, jetzt müssen Sie alle stark und mutig sein, um diese Zeilen zu lesen (…) Belgien hat seine Schokoladenkultur fast gänzlich verloren. (…) Warum typisch belgisches Konfekt ein so großes Ansehen genießt, werde ich nie verstehen. Ich assoziiere es mit Leonidas, Neuhaus, Guylian oder Godiva: einfache, süße und aromaschwere Schokolade, fettige, schwere und süße Füllungen mit wenig Aroma und Geschmack. Diese Hersteller zähle ich nicht zu den guten Confiseuren, aber sicher zu den guten Unternehmern, deren Marketingleistung große Anerkennung verdient. Mit mittelmäßigen bis unterdurchschnittlichen Produkten weltweit einen guten Ruf aufzubauen, verdient größten Respekt.“

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Georg Bernardini ist ein Freund  klarer Worte. Das merkt man schon am Titel. Hieß die erste Auflage von 2012 noch „Der Schokoladentester“, so nennt Bernardini die Neuauflage nun selbstbewusst: „Schokolade – Das Standardwerk.“ Der Titel ist keine Untertreibung. Georg Bernardinis Rundgang durch die internationalen Schokoladensorten ist für die Welt der Chocolatiers, Confiseure und Patissiers das, was der Michel-Katalog für Briefmarkensammler und Schöns Münzkatalog für Numismatiker ist. Ja mehr noch: Georg Bernardini erzählt in einem selbst schon buchlangen Teil die Kulturgeschichte der Schokolade von der Kakaobohne zum Konfekt und lässt dabei auch die dunklen Seiten der Schokolade nicht aus – Kinderarbeit auf Kakaoplantagen ist keine Seltenheit, in früheren Jahrhunderten waren Schokolade und Sklaverei fast Synonyme. Und ganz en passant dringt Georg Bernardini dabei zu den Kernfragen der Gourmandise vor:

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„Haben Sie Spaß daran, ein Schokoladenprodukt mit naturidentischen oder künstlichen Aromastoffen zu essen und zu wissen, dass Ihnen nur vorgegaukelt wird, es handele sich um ein Naturprodukt? Finden Sie es wirklich interessant und genussvoll, wenn ein Hersteller nur mit Aromastoffen in der Lage ist, das Aroma und den Geschmack der namensgebenden Zutat zu treffen? Wäre es nicht weitaus befriedigender, ein Fruchtkonfekt zu konsumieren, das nicht nur das Aroma, sondern auch den Charakter der Frucht besitzt – und das mit rein natürlichen Rohstoffen, ohne Tricksereien mit Aromastoffen? Wollen Sie Ihrem Gaumen weiterhin zumuten, von Aromen überlistet, betrogen und geprägt zu werden? Glauben Sie ernsthaft, dass es Ihrem Gaumen auch nach jahrelangem Konsum von Aromastoffen noch möglich ist, das natürliche Aroma ausreichend zu erkennen und zu genießen. Ich glaube es nicht.“

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Georg Bernardini lässt seinen Leser zwar hin und wieder das Wasser im Mund zusammenlaufen, schmiert ihnen aber keinen Honig ums Maul. Und wie nebenbei weiht Bernardini kompetent in die Mysterien der Herstellung von Nougat, Konfekt und Schokolade ein:

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„Erwärmen auf ca. 45°C, abkühlen auf 28°C und wieder erwärmen auf 32°C. (….) Durch das Durchlaufen der unterschiedlichen Temperaturen können die Fettkristalle der Kakaobutter eine stabile Struktur aufbauen. Nur so ist es möglich, alle gewünschten Eigenschaften der Schokolade zu erhalten. Geringe Abweichungen der Temperaturkurve können bei der Weiterverarbeitung gravierende Folgen nach sich ziehen. Eines der großen Geheimnisse, warum Schokolade im Mund so unvergleichlich zart zergeht, liegt im Schmelzpunkt der Kakaobutter – er liegt bei ca. 34°C und damit knapp unterhalb der menschlichen Körpertemperatur. Schokolade, die andere Fette enthält, weist nicht annäherend einen so angenehmen Schmelz auf, da deren Schmelzpunkt weiter unter dem der Kakaobutter liegt.“

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Manchmal ist das Geheimnis einer glücklichen Kindheit sehr prosaisch. „All you need is love – ab und zu ein bisschen Schokolade ist aber auch nicht schlecht.“ Längst hat sich diese Erkenntnis Bahn gebrochen, die der „Peanuts“-Zeichner Charles M. Schultz seinem Beagle Snoopy ins Maul legte. Doch Schokolade ist nicht gleich Schokolade. Georg Bernardini legt seine Kriterien offen und benennt, was er in Schokolade gar nicht mag: künstliche Aromen wie Vanillin, Kakaobutter-Zusatz, aber auch geschmacksverzerrende echte Vanille in Ursprungsschokoladen.

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Auch den gesundheitlichen Aspekten des Schokoladenkonsums widmet Georg Bernardini breiten Raum. Sehr wohltuend dabei ist, dass er dem weltweiten Trend zur Raw Chocolate, also zur Rohkostschokolade skeptisch gegenüber bleibt. Bernardini beklagt deren fehlende Aromenentwicklung, spricht von „Panscherei“ und fragt, woher denn ohne Rösten und Fermentation der Kakaobohnen die Aromen kommen sollen. Auch die Sirenenklänge medizinischer Heilsversprechungen sogenannter Superfoods stoßen bei Georg Bernardini auf taube Ohren:

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„Camu Camu Berry, Mesquite Pod, Maca Root, Ashwaganda, Gotu Kola, Damiana, Fo Ti, Yohimbe, Dong Quai, Reishi Mushroom, Lucumafrucht, Acaibeeren, Spirulina oder Yaconsirup. Hört sich alles spannend und exotisch an, ist aber nicht immer schmackhaft. (…) Ich habe schon einige Produkte mit diesen Wunderzutaten gekostet, die letztendlich ungenießbar waren. (…) Bei Raw Chocolate und bei Superfood geht es in erster Linie um Gesundheit und nicht um Genuss. Bei Gesundheitsthemen jedoch bedarf es ganz besonderen Vertrauens. Das kann ich nicht in Unternehmen haben, die keinerlei gesetzlichen Bestimmungen unterliegen und wenig Auskunft von und über sich geben.“

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Deutliche Gewichtszunahme durchs Testen

In wenigen Ländern ist der Pro-Kopf-Konsum an Schokolade so hoch wie in Deutschland. Das vernichtendste Urteil für eine Schokolade in Georg Bernardinis Genusskosmos heißt: Kohlenhydratlieferant. Bernardini weiß um die Schattenseite der Schokolade.

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„Innerhalb von neun Monaten habe ich für mein erstes Buch täglich ca. 9 – 10 Schokoladenprodukte verkostet, mit einem Durchschnitt von 100 – 150 g. Gleichzeitig habe ich in dieser Zeit nahezu keinerlei Sport betrieben. Meine sonstige Ernährung blieb normal, vergleichbar mit der Zeit vor der intensiven Verkostung. Nach den neun Monaten brachte ich sechs Kilogramm mehr Gewicht auf die Waage. Es ist sicher unüblich, über einen längeren Zeitraum so extrem viele Süßigkeiten zu verzehren, ich würde auch jedem davon abraten und es selbst nicht noch einmal tun. Zumindest nicht, ohne regelmäßig Sport zu treiben.“

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Georg Bernardini hat nicht nur seinem Körper einiges zugemutet, sondern für seine Recherchen rund um den Globus viel Zeit und Geld investiert. Die „Belize Chocolate Company“ etwa produziert in winzigen Chargen von gerade mal 110 oder 120 Tafeln und nummeriert jede einzelne Tafel fortlaufend durch. Bernardinis Verkostungsnotiz dazu lautet:

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„70 Prozent Dark: Nur Kakaobohnen und Rohrzucker, beides aus Belize. Mild-herb, mit feinem Schmelz und weder sauer, noch adstringierend. Überraschend süß für den ’niedrigen‘ Kakaogehalt. Mit Aromen von Tropenfrüchten und Gewürzen.“

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Bernardini aß Tafel 66 von einer Edition von 120. Für die langweilige Konfektionsware in unseren Supermarktregalen gilt „Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix“. Anders als die Einheitskost der Redundanzesser ist die Welt der Beans-to-Bar-Hersteller jedoch in ständigem Umbruch. Berlin, Brandenburg und Sachsen sind zur Zeit die Zentren dieser seit etwa 15 Jahren existierenden Szene von Schokoladenmanufakturen, die nicht auf fertige Kakaomassen oder Kuvertüren zurückgreifen, sondern ihre Schokolade von der Kakaobohne an bis zur fertigen Tafel selbst reinigen, rösten, brechen, mahlen, conchieren, gießen oder Konfekt daraus herstellen: denn just das und nichts anderes bedeutet „bean to bar“. Anders als Österreich mit Zotter oder die Schweiz mit Idilio findet sich aber kein deutscher Hersteller unter Georg Bernardinis Top-Twentyfive-Liste jener Unternehmen, die für ihn den Maßstab für Schokoladenkunst der Gegenwart definieren. Zu Bernardinis Favoriten zählen Demarquette aus London, Es Koyama aus Japan, La Maison du Chocolat in Paris, Marcolini in Brüssel, Nobile aus der Schweiz und Domori aus Italien:

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„Domori bleibt bei dunkler Schokolade der Maßstab aller Dinge. Nicht jede Schokolade ist ein Volltreffer, jedoch kann insgesamt kein anderer Hersteller dieses hohe Niveau vorweisen. Auch in anderen Kategorien setzte Domori das eine oder andere Mal Maßstäbe, so dass im Gesamten keiner Domori den Spitzenplatz als bester Schokoladenhersteller der Welt streitig machen kann.“

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Komplexität ist immer schön, und die Vermesser der irdischen Vielfalt sind auf dem Weg ins Paradies. Vladimir Nabokov fand sein Paradies im Reich der Schmetterlinge. Ernst Jünger unter Käfern. Georg Bernardini in der

Schokolade. Sein „Schokolade – das Standardwerk“ liefert genau, was der Titel verspricht.

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Dietmar Moews meint: Danke ist den Schokoladen-Ernstnehmern hier ausdrücklich auszudrücken: Danke!

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Es ist eine kleine sozialromantische Nische, in der eine Hoffnung auf „Qualität setzt sich durch“, auf Wettbewerb durch Qualität und Wettbewerb, dass sich die gute Leistung, Schokolade herzustellen und als

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BEAN TO BAR, als

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BIO und als

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FAIR TRADE

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zu machen und durch die qualitätsbewussten Konsumenten durchsetzen zu können.

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Dafür liefert Georg Bernardini einen nützlichen RATGEBER – DAS BUCH, nennt die Beispiele und die Beurteilungserfahrungen beim Wort genannt. Damit Schokoladen-Konsumenten eine Schokoladen-Bildungs-Chance haben, mehr als nur „friss und stirb“ zu können.

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Und Dietmar Moews, als Schokoladen-Tester mit dem SCHOKI-TEST in LICHTGESCHWINDIGKEIT, freut sich sehr über die Anerkennung für das wirklich wertvolle künstlerische Werk von Georg Bernardini und seiner eigenen Produktion, gemeinsam mit seiner Ehefrau Ramona und in dem Schokoladen-Café in Bonn und dem jungen gastfreundlichen Terrier.

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Ich teile – nebenbei – Bernardinis Distanz zu belgischer Schokolade.

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Dr. Dietmar Moews hat der Schoki-Test schon wunderbare Erlebnisse gebracht – dazu entsetzliches Insiderwissen und – uns wird es unmöglich, noch Billig-Junk-Produkte zu kosten – ein Hershey-Rest liegt hier rum  – Keiner nimmt es, selbst, wenn gerade eine Versorgungslücke den Schoki-Appetit in den roten Bereich steigert.

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Schoki-Test mit MADÉCASSE MADAGASKAR CHOCOLATE 100% COCOA

März 9, 2016
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Vom Mittwoch, 9. März 2016

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Dietmar Moews meint:

Leise, ganz leise, zur Seele allein,

in der Liebe das Glück klopft an,

es ahnt die Menschenbrust des Paradieses Schein,

still ein Gebet spricht die Lipp‘ von jedermann.

Oh, des trauten Heimes teurer Zauber,

und heiliger Liebe guter Segen,

machen den Himmel nach bösem Sturm sauber.

Oh Liebe, bleibe stets an dieser Schwelle,

dass Bosheit niemals sie betrete,

wir leben an froher und glücklicher Stelle,

das Glück für unsere Heimstatt rette!“

(Jaroslav Hasek, 1911, aus „Die Ausrottung der Praktikanten der Speditionsfirma Kobkán“ in „Glückliches Heim“)

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Ich probierte eine madagaskarische dunkle Schokolade, genannt MADÉCASSE MADAGASKAR CHOCOLATE 100% COCOA , Bean to Bar hergestellt, von dem afrikanischen Hersteller MADÉCASSE Cinagra SARL, Lot 288 F 93, Ambohitahara Ambohidratrimo 105.

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Kurz vorab: ACHTUNG – diese MADÉCASSE ist pur und nicht gesüßt – sie enthält 100% Kakao vom speziellen HEIRLOOM: „a rare variety that meets the highest flavour standards“. Diese dunkle Schokolade ist Spitze, kostbar und kostspielig. Sie kostet 4,90 EURO für 75 Gramm. Sie ist einzigartig und vermutlich ausgezeichnet gelungen, schmeckt pur, riecht beeindruckend, knackt sehr gut, sehr fein, und verzehrt sich ideal (bis auf den unsüßen Gewohnheitsbruch).

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Diese Sorte MADÉCASSE MADAGASKAR CHOCOLATE 100% COCOA ist „Bean to Bar“ hergestellt, trägt die Bezeichnungen „intense with subtle acidityund „Something unheard“. Der Hersteller wird bei Georg Bernardini in seinem Schokoladen-Almanach „Der Schokolade – Das STANDARDWERK“ vorgestellt und mit USA (New York, NY) verortet und mit fast sehr guter Einschätzung ausgezeichnet: VIER von SECHS KAKAOBOHNEN – diese Sorte erwähnt er nicht.

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht so schwarz oder dunkel ist, wie man eine dunkle Milchschokolade nennt, das Schönste. Damit teste ich hier am äußersten Rand meiner Vorliebe die durchweg „schwarze“ Schokolade. Das 75 g Tafelgebinde ist massiv und frisch, riecht überzeugend Ich weiß wie Kakao schmeckt – diese MADÉCASSE-Schokolade schmeckt nur nach Kakao einer sehr besonderen Sorte, HEIRLOOM COCOA, die so nur in Madagaskar angebaut wird. Ein so begeisternder Schmelz ohne Schmelzmittel, allein durch den Fettgehalt der Kakaobutter. Kein Zucker, keine Zusatzaromen, kein Emulgator. Das saure, fruchtig bittere dunkelbraune Kunstwerk ist im test optimal. Wo, wer herstellt, wird nicht ausgewiesen, wenn es auf der Packung lautet: PROUDLY MADE IN AFRICA .. hergestellt in Madagaskar. Von Testerbuch-Autor Georg Bernardini ist zu lesen, „Die Qualität ist gut … Leider wird nicht kommuniziert, wer der Hersteller der Schokoladen ist. Es wird suggeriert, dass Madécasse selber produziert .. von sich behauptet eine „Social Company“ zu sein, ist das schon ein Armutszeugnis.“

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Diese MADÉCASSE MADAGASKAR CHOCOLATE 100% COCOA ist nicht fettig, natürlich nicht milchig, nur pur cacaoig im Mund, ohne Zucker, gar nicht gesüßt. Die Schokolade muss vom Tester als typisch für die bezeichnete Kakaosorte HEIRLOOM anerkannt werden. Als Ursprungsort wird pauschal Madagaskar angegeben. Es ist die bislang einzige ungesüßte PUR-Kakao-Schokolade die im LICHTGESCHWINDIGKEIT-Schoki-Test vorgestellt wird.

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Das Abbrechen der Bissen, das harte Knacken, von der schlichten etwa 8 mm dicken Tafel, die kaum an den Fingern bereits schmilzt oder klebt, ist ideal. Die Oberfläche der über die gesamte Breite laufenden Bruchrillen mit dem eingeprägten Schriftzug MADÉCASSE – die Unterseite ist gatt.

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Den Schokoladenfreund wird die Überhaupt nicht-Süßheit der reinkakaoige Schokolade schwer beeindrucken – Alles was an Bouquet oder Aromaideen anklingt gehört der Kakaosorte, der Röstung und Verarbeitung. Eine solche gewöhnungsbedürftige Kakaoaromatik kann nur durch eine Mode etabliert werden – da Schokaladeliebhaber an Süße gewohnt sind. Von der Idee her kann man sich mal einen Kakao mit Wasser (Milch ginge sogar auch) kochen und keinen Zucker, Süßstoff oder Honig hinzufügen, durch einen Hauch Salz akzentuieren.

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Für eine Spitzenschokolade sind Kaufpreis – 4 EURO 90 für 75 gr – hoch, Aufmachung und Verpackung, geschmackvoll, wiedererkennbar, originell und stimmig. Eine Briefhülleaußenpackung (ohne Glanz), mit einem Stückchen Bastfaden und einfachem Knoten verschlossen – quasi wiederverknotbar – , mit reiner Mehrfarb-Siebdruckflächengestaltung Dunkelbraun und helles Neapelgelb, Rot, Orange, Maisgelb, Grün, Weiß, ein AFRICA- Emblem, alles in bescheidener Quer-Ausrichtung der Schriften, passen durchaus zum „stolzen Inhalt und zum hohen Kaufpreis dieser MADÈCASSE MADAGASKAR CHOCOLATE. Innen haben wir eine silbrige Zellufan-Vakuum-Hülle.

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MADÉCASSE teilt auf der Rückseite in Englisch, Portugiesisch, Französisch, Niederländisch in kleiner Schrift mit gutlesbarem Kontrast:

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Schokolade mit 100%, Kakaoanteil

Zutaten: Kakaobohnen, Kakaobutter, Kakao 100% mindestens.

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Nährwertangaben / Nutriation Information auf 100 Gramm werden auf der Verpackung dieser MADECASSE wie folgt gegeben:

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Energiewert 501 kcal ; 2098kj

Fett 52 gr

davon gesättigte Fettsäuren 32,0 g

Kohlehydrate 30,0 g

davon Zucker 1,0 g

Eiweiß 13,0 gr

Salz 24,0 mg

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Anfang März 2016 im HERNANDO CORTEZ Köln gekauft: Herstellungsdatum 23. April 2015. Mindesthaltbar bis / best bevor 10. Nov, 2016 – die Tafel war heutigen Datums als angenehm frisch anzusprechen.

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http://www.MADECASSE.com

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ACHTUNG: Diese MADÁCASSE ist BIO! Diese MADÁCASSE ist Fair Trade.

MIT der Kennzeichnung BIO haben wir es folglich nicht mit genmanipulierten und/oder agrachemikalisch optimierten Rohstoffen, also Kakaobohnen, Zucker, Milcheiweiß, zu tun.

MIT der Kennzeichnung FAIR TRADE haben wir es mit einem sozialverträglichen Herstellungs- und Handelsprodukt zu tun. GUT.

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FAZIT Dr. Dietmar Moews: Diese MADÁCASSE ist sehr fein, kostspielig und steht mit an der mir bekannten Qualitätsspitze. Ich würde dafür die volle Punktzahl der Bewertung geben.

Mein Test fiel in diätische Tage, ohne Süßgkeiten. Dazu konnten kleine Abisschen durchaus als höchste Köstlichkeit estimiert werden. Und – völlig klar – mein mittelschweres Vollmilch-Schokolade-Ideal ist das gar nicht.

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Georg Bernardini schreibt im neuen „SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK“ (Seite 538, Bonn 2015):

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Madécasse, 2006 von Brett Beach und Tim McCollum gegründet, ist ein junges Unternehmen, das sich auf den Vertrieb von Schokoladen spezialisiert hat. Die beiden Gründer arbeiteten über 10 Jahre lang in Madagaskar (u. a. ehrenamtlich für das Peace Corps, eine amerikanische Behörde zur Verständigung zwischen Amerikanern und Nicht-Amerikanern), und so lag es nahe, mit dem Unternehmen nach dem Inselstaat benennen. DasWort Madacésse wurde im 16. und 17. Jahrhundert als Bezeichnung für die Insel verwendet.

Die Besonderheit der Produkte ist, dassalle Schokoladen in Madagaskar und mit einheimischen Kakaobohnen hergestellt werden.. Laut Angaben des Unternehmens wird eng mit einer kooperative zusammengearbeitet, die Bauern durch den direkten Kauf der Kakaobohnen unterstützt. Hergestellt wird die Schokolade von dem Unternehmen Cinagra in Antananarivo. Menakao, die eigene Marke des Herstellers Cinagra, bietet sehr ähnliche Schokoladen an.

Die Kommunikation des Unternehmens ist sehr clever. Einerseits wird suggeriert, dass Madécasse die Schokolade selbst herstellt. Andererseits wurde früher sogar der Inhaber der Cinagra, Shahin Cassam Chenaim ,mehrfach auf der Homepage erwähnt und auch auf einem Foto abgebildet …“

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FAZIT von „Bernardini (Seite 539) zum Produzenten MADACESSE lautet: Die Qualität ist gut. … Leider wird nicht kommuniziert, wer der Hersteller der Schokoladen ist … was tierisch nervt … ist das schon ein Armutszeugnis“

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„Wir haben es satt“: große Demonstration der Umweltschützer gegen TTIP

Januar 16, 2016
Lichtgeschwindigkeit 6182

Vom Samstag, 16. Januar 2016

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Mit dem „Märchen vom Bauernstand“ machen Agraminister alljährlich die „GRÜNE WOCHE“ auf und loben die bäuerliche Landwirtschaft. Aber die Wirklichkeit sieht anders aus:

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Die Industrialisierung bei der Schweine- und Geflügelhaltung ist in Deutschland und in der E U extrem pervertiert fortgeschritten.

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Wo können die Konsumenten Konsequenzen fordern? – etwa bei allgemeinen Wahlen, wo es um Krieg, Inflation, Grundwasser-Verpestizierung, VW-Diesel-Großbetrug und IT-Revolution geht?

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Immer mehr Milchbauern geben auf. Aber die Zahl der industriellen Kühe dürfte gleichbleiben.

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dpa meldet heute, Samstag, 16.Januar 2016:

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Berlin – Unter dem Motto „Wir haben es satt” haben Tausende Menschen am Rande der Grünen Woche gegen konventionelle Landwirtschaft demonstriert.

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Rund 5000 Bauern, Umwelt- und Tierschützer machten sich dabei nach Polizeiangaben unter anderem für ökologische Methoden und gegen das geplante EU-Freihandelsabkommen TTIP mit den USA stark. Ihr Protestzug durch die Berliner Innenstadt wurde von 109 Traktoren angeführt.

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Mit Stoppschildern:

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„STOPPT MASSENTIERHALTUNG!“ sowie einer Unterschriftensammlung in Brandenburg für ein Volksbegehren gegen „Massentierhaltung“, das mit 103.891 Unterzeichnern innerhalb von sechs Monaten erfolgreich abgeschlossen werden konnte, haben sich Bürger heute zur Demonstration mit friedlichen Mitteln zu Wort gemeldet.

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neues deutschland, titelt am 16. Januar 2016:

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„Stoppschild für Massentierhaltung … Die Linkspartei hat die Volksbegehren-Kampagne unterstützt. …Treffpunkt der Demonstration heute, 12 Uhr am Potsdamer Platz in Berlin.“

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Dietmar Moews meint: Die regierungs-staatliche monopolkapitalistische Gesetzgebung in Berlin und entsprechend in Brüssel ebnet in zunehmendem Maße die perversen PROFIT-Auslegungen zugunsten der Weltindustrie durch finanzwirtschaftliches Kasino-Kapital.

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Dann wird einfach behauptet:

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TTIP- das US-EU-Freihandelsabkommen brächte Arbeitsplätze, Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und marktwirtschaftlichen Wettbewerb.

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Jetzt mal ehrlich:

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Wer würde mit TTIP ein Auto mehr kaufen? Wer ein Steak aus Canada zusätzlich zu seinem argentinischen und dem besten der Welt – dem deutschen Rindersteak natürlich?

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Wir bekommen doch keine wachsenden Konjunkturen, weil der Konsum übersättigt wird – es kann keine Nachfrage steigen, wenn von Allem zu viel produziert wird und wenn die potentiellen Konsumenten völlig arm sind.

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ALSO: Was sollen die TTIP-Lügen? – Es gibt auch heute Handelsabkommen und nationale politische Justiermöglichkeiten durch Steuerung von Ein- und Ausfuhr. Und das ist hervorragend.

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Dass uns über TTIP us-amerikanisch-internationale Monsterkonzerne Techniken aufzwingen – von FRACKING bis PRISM und CIA, Drohnen und CYBER WAR – die aufgrund von TTIP dann durch Gerichtsentscheidungen entweder durchgesetzt oder zu BILLIONEN Schadensersatzforderungen führen – DAS DARF NICH SEN.

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Ich danke den Bauern und den Demonstranten der „GRÜNEN WOCHE“ – sowas war früher mal Demonstrationsthema der heutigen TTIP-StaMoKAp-Parteien.

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Schoki-Test mit Gianduia 1865 Caffarel TORINO NOCCIOLA PIEMONTE

Januar 9, 2016
Lichtgeschwindigkeit 6164

Vom Samstag, 9. Januar 2016

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Dietmar Moews meint:

Dank! In Paris ein Grab besucht.

In meiner Erinnerung erblühen

Die Bilder, die längst verwittert –

Was ist in deiner Stimme.

Das mich so tief erschüttert?“

(Koeppen / Heine)

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Ich probierte eine italienische Caffarel S.p.A. CIOCCHOLATO GIANDUIA 1865 L’ORIGINALE, 100 g, PRODOTTO OTTENUTO ESCLUSIVAMENTO DA NOCCIOLA PIEMONTE I.G.P., vertrieben von CAFFAREL, Via Gianavello 41 10062 Gian Giovanni (TO) ITALIA. Der Herstellungsort ist nicht erkennbar.

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Kurz vorab: Diese Haselnussmilchschokolade ist einwandfrei, dem Tester zu süß, ziemlich fett und schmeckt eigentlich wie braungefärbte Vanillesauße. Sie ist mit 4 EURO 90 für 100 Gramm bei Hernando Cortez in Köln teuer. Sie ist eher von Kakaobutter als von Kakaogeschmack geprägt.

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Angeblich schon im Jahr 1826 machte ein Pierre Paul Caffarel eine Schokoladenproduktion in Turin.

1852 erfand Caffarel das weltberühmte Nougat: Gianduiotto, Nougat in Form eines kleines Bootes, hergestellt aus Piemonteser Haselnüssen.

Caffarel-Produkte waren sehr deutlich mit Vanillin abgeschmeckt. Nachdem ab 2011 von Vanillin auf natürliche Vanille umgestellt worden sein sollte, wurde dennoch Vanillin angetroffen.

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http://www.caffarel.com

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Auf diese Haselnuss-Milchschokolade trifft dass nicht zu. Sie ist mir als Schokolade zu hell bzw. schmeckt wenig nach Kakao, mehr nach Kakaobutter, Milchpulver, dominiert vom Vanillegeschmack – egal ob Vanille oder Vanillin. Sie ist als Süßigkeit angenehm, denn sie schleimt nicht. Das Stichwort lautet allerdings „braungefärbte Vanillesauße“.

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Die klassische 100 gr. Tafelpackung im geschmackvoll-dekorativen, flachen Standard-Format enthält die Schokoladentafel mit einem quadratisch abgesetzten Bruchkanten-Relief oben, darauf je ein geprägtes Mittelteil mit dem Schlagwort Caffarel. Die Unterseite ist glatt. Die Konsistenz ist korrekt, nicht das Feinheits-Superlativ. Knackig ist diese Gianduia nicht, gerade so, dass man einen sauberen Abbruch hat. Man beißt ab und lutscht -, und das Gemische ist viel zu süß und eher gewöhnlich auf dem Kunstmarkt.

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Die Aufmachung ist bei dieser Sorte einer Nougat-Tafelschokolade von Caffarel dekorativ, außen in Neapelgelb-dunkler Papphülle. Innen ist die Schokolade in eine metallicfarbene Plastikfolie eingeschweißt – Vakuum – haltbar laut Kennzeichnung mindestens bis: 31.03. 2017., aber irgendwie spötsch.

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Die sehr schöne Packung trägt Embleme und Firmenname als Schriftzug Gianduia 1865 in Dunkelbraun auf Neapelgelb.

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Die frischgeöffnete Packung riecht nach Süßigkeit, nicht nach Nüssen oder Kakao..

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Der Kaufpreis liegt mit 4 Euro 90 für 100 Gramm zu hoch. Äußere Aufmachung und Verpackung sind hochwertorientiert. Die innere Plastikpapier-Aufmachung ist unangenehm.

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Caffarel teilt auf dieser Gianduia 1865 folgende Zutaten auf der Rückseite der äußeren Papphülle in Italienisch, Holländisch, Spanisch, Deutsch, Schwedisch und Französisch, mit dem größten Anteil beginnend, mit:

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Zutaten: Zucker, Kakaobutter, Piemont-Haselnüsse, Kakaomasse, Vollmilchpulver, Mandeln, Emulgator: Soja Lezithin, Vanille, Kakao mindestens 30 %, glutaminfrei.

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ATTENTION: Diese Caffarel ist nicht BIO! Diese Caffarel ist nicht Fair Trade.

OHNE die Kennzeichnung BIO haben wir es folglich mit genmanipulierten und agrachemikalisch optimierten Rohstoffen, also Kakaobohnen, Zucker, Milcheiweiß, Vanille, Haselnüsse, zu tun.

OHNE die Kennzeichnung FAIR TRADE haben wir es nicht mit einem sozialverträglichen Herstellungs- und Handelsprodukt zu tun. Leider NEIN.

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Eine Nährwertanalyse oder Tabelle bietet Caffarel für Gianduia 1865. Salz wird unterschlagen – ist aber sicher mit drin:

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INFORMAZIONI NUTRIAZONALI PER 100g / Informationen zum Nährwert:

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Energie 2424 kJ / 580 kcal, Fett 37 g, gesättigte Fettsäuren 17 g, Kohlenhydrate 54 g, Zucker 48 g, Eiweiß 7 g, Salz 0,12 g.

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EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese zu süße Vanillin-Schokolade nicht. Denn sie ist mit 4 Euro 90 für 100 Gramm kostspielig, aber nicht wirklich Spitze.

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Georg Bernardini, der Schokoladentester erwähnt diese Caffarel in seinem Schokoladentester-Buch im Einzeltest nicht, aber eine ähnliche. Er gibt den Chocolatiers generell drei von sechs Kakaobohnen.

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