Käufliche EU-Demoskopie zur Wahlbeeinflussung durch falsche Prognosen

Mai 23, 2014

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am 23. Mai 2014

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Bildschirmfoto vom 2015-05-29 15:18:15

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Ort: Call-Center einer „Marktforschungs“-Firma. Der kettenrauchende Arbeitslose Stundenlohn-Telefonist stellt seinen Plastik-Kaffeebecher neben den überquillenden Aschenbecher, setzt sein Head-Phone auf, holt sich die Telefon-Nummern-Liste (für die angeblich „repräsentative Wahlprognose“), drückt die Knöpfe, nimmt sich den Zettel mit der Grußformel, während das Rufsignal in der Leitung zu hören ist. Er hat sich zusätzlich den Fragenkatalog mit den nummerierten Fragen auf den Bildschirm geholt – ein angerufener Umfrage-Proband meldet sich. Die Telefon-Umfrage beginnt.

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Wenn der Proband nicht mitmachen will oder ohne Weiteres die Telefonverbindung abbricht, wählt der Umfrage-Telefonist die nächste Nummer. Wer, wann, warum nicht teilnimmt, wird nicht „erforscht“ und erscheint auch nicht im als „quantitativ“ bezeichneten Sample, dem sogenannten Umfrageergebnis – woraus später die sogenannte Prognose designed wird.

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Zum Beispiel wird eine Antwort, wie: Ich will nicht antworten! Oder: Die Frage ist eine Kuckucksfrage, auf die jede Antwort „falsch“ wäre! Oder die Gegenfrage des Befragten: Ist das eine Omnibusfrage? – kurz, die empirischen Umfrage-technischen Fehler bei der Befragung werden nicht durch zusätzliche methodische Prüfung auf Geltung überprüft.

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Alphons Silbermann: Kritiker der Propaganda durch sogenannte Noelle-Neumann-Demoskopie

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Wir wissen aus der Sozial- und Verhaltensforschung, dass Umfrage-Probanden etwaiges Nichtwissen selten angeben, sondern dann lieber Hilfsantworten geben,

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dass Umfrage-Probanden, statistisch quantitativ, sehr häufig Das antworten, was sie anhand der Frageformulierung vermuten, dass es der Telefonist hören möchte,

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dass die meisten Befragten Das antworten, wovon sie annehmen, es sei eine angepasste Meinung – wie sie aus Boulevard und Tagesschau zu wissen meinen – führt dazu, dass stets der vom Befragten angenommene Mainstream, die als Mehrheit hingestellte Kraftmeinung aus Entlastungs- und Erleichterungbedarf der Probanden, auf Umfrage-Fragen geantwortet wird:

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Der Telefonist zählt also Erklärungsnorm-Antworten, die dann addiert werden, aber man überprüft nicht:

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Was antwortet jemand in der Befragungssituation? (welches ist überhaupt diese Befragungssituation am kalten Telefon?)

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Was wird erklärt, wenn kalt gefragt wird? –

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wenn überhaupt einem Fremden eine offen ehrliche Antwort gegeben wird, heißt das sowieso nicht, dass Das, was jemand erklärt zu glauben, verlässlich zeigt, was und wie er sich verhält, verhalten hat, verhielte oder verhalten wird.

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Erklärungsnormen sind niemals mit den möglichen Verhaltensnormen gleichzusetzen.

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Die heutige sogenannte Demoskopie und Marktforschung erfragt aber stets nur Erklärungsnormen. Anschließend zählen sie die Antworttypen, die sie vorher selbst formuliert hatten, aus.

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Darauf geben sie die Erklärungsnormen als Verhaltensnormen, wie Kuckucksrufe auf die vorformulierten abgefragten Antworten, aus und behaupten:

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„Dieses Ergebnis ist das erforschte Verhalten der Befragten“. (Dabei hatte man nur das Frage-Antwort-Verhalten ausgezählt, aber keinesfalls ein seinsgebundenes Verhalten selbst festgestellt).

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Dietmar Moews meint: Call-Center, die von sogenannten Sozialforschungs-Instituten betrieben werden, verkaufen gewünschte Prognosen. Der Auftraggeber bezahlt dafür, dass er einen angeblich wissenschaftlichen Befund kurz vor dem Wahltag publizieren kann, der seiner Partei nützt und der die Konkurrenzparteien als Wahlverlierer, als Minorität, als Looser ausgibt.

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Dietmar Moews meint: Heute, am Freitag vor den Kommunalwahlen in zahlreichen Deutschen Bundesländern und den EU-Parlamentswahlen in 28 EU-Mitgliedsstaaten, am 25. Mai 2014, erklärt der Deutschlandfunk in den Nachrichten:

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Und siehe da – erste PROGNOSEN im DLF: Erste Prognosen über den Wahlausgang der bereits heute durchgeführten EU-Wahlen in den Niederlanden und in Großbritannien haben ergeben, „dass die Partei des Rechtspopulisten Pim Fortuyn erhebliche Verluste hinnehmen müsse“. Dieser Wortlaut wurde alle halbe Stunde so wiederholt. Von einer Prognose zum Wahlgang in Großbritannien, wo die EU-Austrittspartei UKIP hochgekommen ist, wird kein Wort „Prognose“ prognostiziert.

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Die Publizisten wissen seit Alt-Nazi Elisabeth Noelle-Neumann vom käuflichen Allensbach-Demoskopie-Wahlbeeinflussung-Institut, dass durch scharfe Propaganda, kurz vorm Wahlgang, die Wähler eminent beeinflusst werden:

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Die Blockparteien SPD / CDU usw. haben Angst, dass ihr StaMoKap-Geschaukel, nebst Freihandels-Fracking, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, natürlich schlimme us-amerikanische Statthalterei ist, wie es bei Machiavelli im Buches steht – sie haben also Angst, dass die EU-Wahlbürger nicht doof sind. Folglich werden viele Wahlberechtigte alternativlos nichtwählen oder protestwählen.

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Dietmar Moews prognostiziert deshalb: Wir werden noch bis zum Wahltag stündlich Propaganda nach der Alt-Nazi-Methode in den staatlichen Medien hören und sehen – bei BILD / Sat 1/ Burda und RTL Bertelsmann sowieso:

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PROGNOSE wird lauten: Die EU und Euro-Gegner sind enttäuscht und verlieren. Martin Schulz und Jean-Claude Juncker triumphieren mit Merkel-Öttinger.

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EUROPA WÄHLT 2014 – Wahlkampf findet nicht statt

Mai 19, 2014

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am 19. Mai 2014

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Dietmar Moews kopierte Angelo Musicante des Rosso Fiorentino, Florenz

Dietmar Moews kopierte Angelo Musicante des Rosso Fiorentino, Florenz

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Kommenden Sonntag ist Wahltag. In 28 Staaten wird das neue Parlament der Europäischen Union in Strassbourg gewählt.

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Diese Wahlen sind nationale Wahlen.

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Der Wahlkampf wird außer von den paar bekannten EU-Parlamentskandidaten der Blockparteien, Juncker und Schulz, von den deutschen Bundes- und Länderparlamentariern geführt.

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Die Wahlkampfthemen sind gar keine EU-Themen.

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Weder die ordnungspolitischen Defizite der EU selbst, noch politische Vorhaben der EU finden in diesem EU-Wahlkampf statt.

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Die Blockparteien alternieren nicht substantiell.

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Was tut die EU mit der Ukraine-Krise?

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Was tut die EU mit der Schuldenkrise?

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Wann wird das EU-Parlament ein Medium der repräsentativen Demokratie?

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Wann hört das auf, dass gescheiterte einheimische Politiker auf hochdotierte Jobs in Brüssel geschoben werden (Öttinger, Stoiber, Mc Allister, Beate Merk u. a.).

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Wann beginnen die deutschen Mandatsträger, den Deutschen zu sagen, was vorgesehen ist, in Brüssel zu bewirken?

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Dr. Dietmar MoewsDSCF0320

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Dietmar Moews meint: Bislang erfährt man stets nur vollendete Tatsachen, aber keinerlei Debatte auf dem Markt der europäischen Politikideen.

Der Grund liegt darin, dass die Bundeskanzlerin ihre deutsche EU-Politik als Omnibus für ihre eigenen Wahlergebnisse auf deutscher Bundesebene benutzt. Ebenso tun es die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer.

Diskussionen würden deren Machtlosigkeit erscheinen lassen und damit Wählerstimmen kosten.

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Das Verhalten der nationalen Politiker zeigt, dass demokratische EU-Strukturen nicht funktionieren und offensichtlich unerwünscht sind. Kein Wunder, dass die EU-Bürger ein solches EU-Kaspertheater als Abkopplung und Verschleierung ablehnen.