Dieter Nuhr lebt im Mittelalter

Juli 21, 2015
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vom Dienstag, 21. Juli 2015

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Bildschirmfoto vom 2015-06-13 18:44:00

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In der Rubrik MEDIEN mischt die Frankfurter Allgemeine Zeitung schon mal seichte WERTE und THEMEN ein, so am Freitag, 17. Juli 2015 auf Seite 15, mit dem Fernsehunterhalter Dieter Nuhr:

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Wir leben im digitalen Mittelalter. Als langjähriger Beobachter der öffentlichen Meinung muss man heute eine düstere Diagnose stellen: Wir befinden uns auf dem Weg zurück ins Mittelalter. Inwiefern? Nun, beginnen wir mit einem Beispiel“.

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Dieser Fernseh-Spaßmacher Dieter Nuhr ist seit Jahren beim deutschen Staatsfernsehen im Geld, hat offensichtlich Protektion dafür. Nuhr hat deshalb eine „Prominenz“, „Medienrelevanz“, „Reichweite“ und „Multiplikation“, so dass es auch den Entscheidern der FAZ nicht zu blöd ist, dass Nuhr unter „Medien“ was schreibt.

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Wir leben im digitalen Mittelalter“ – das ist lustig gemeint. Nuhr will damit sagen, ein Mediengeschehen verläuft dümmlich – und ursächlich ist – ich zitiere:

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Die pöbelnde Masse tritt heute wieder selbstbewusst als Handelnder auf. Die Anonymität des Internets bedeutet insofern einen zivilisatorischen Rückschritt Richtung Faschismus und Mittelalter, Pogrom und Hexenverbrennung. Es ist die Aufgabe der kommenden Jahrzehnte, unter den Akteuren im Internet eine Kultur der Aufklärung zu schaffen, um die digitale Welt in ein bürgerliches Zeitalter zu überführen.“

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Nuhr erklärt, dass er bei TWITTER / FACEBOOK einen ironisch-satirischen NUHR-Text im Internetz publiziert habe.

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Nuhr erhielt irgendwelche belanglose Resonanz auf seine Internetz-Post – na klar, so wenig prominent er ist, so sehr prominent er ist, so bedeutend ist die Qualität und die Quantität irgendwelcher Resonanz darauf – auf ihn:

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Wenn der Affe in den Wald hineinruft, dann hallt es eben zurück.

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Nuhr nennt seine Absonderung ja selbst „ironisch-satirisch“. Und was heißt das denn, Ironie? – Ironie heißt „mehrdeutig“, „polemisch“, „ambivalent“, „witzig“, „geistreich“, „missverständlich“.

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Zu Antworten kommt es dann – wie gewöhnlich – nicht, wenn jemand, der Nuhrs Post an seinem Lap-Top oder Smart Phone anschaut, einverstanden ist, sondern es antworten solche, die nichts Besseres zu tun haben und die Mitteilung von Nuhr doof finden – weil der Nuhr-Text doof ist, weil Nuhr doof ist, weil der Antworter doof ist – egal: also DOOF.

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Darauf erklärt nun Nuhr in der FAZ zum „Weg ins Mittelalter“ …

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…Darüber kann man auch anderer Ansicht sein! Kein Problem. Ich hatte mich schon so oft geirrt im Leben, warum nicht auch hier? Natürlich dürfen und sollen Ansichten immer wieder hinterfragt und diskutiert werden. Was allerdings im Internet im Anschluss an mein Posting passierte, hatte nichts, mit einer Diskussion zu tun. Ein sogenannter Shitstorm, ein neues und nur im Internet vorzufindendes meteorologisches Phänomen, zog auf. Für den digital Unbedarften sei erklärt: Ein Shitstorm ist ein Massenauflauf, der zum Ziel hat, den Andersmeinenden durch massenhaften Bewurf mit verbalen Exkrementen mundtot zu machen…“

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Nuhr füttert noch seine Klage über „Shitstorm“ „…ich habe einen ähnlichen Vorgang ja bereits im Zusammenhang mit meinen religionskritischen Äußerungen erlebt …“ … „… Der Shitstorm ist der Versuch, eine sachliche Auseinandersetzung zu vermeiden, um stattdessen durch Überwältigung und Etikettierung des Andersmeinenden den Sieg im digitalen Vernichtungskampf davonzutragen. Der andere wird nicht mit Argumenten überzeugt, sondern abgestempelt…“ … „…Ziel des Ganzen war die moralische Diskreditierung meiner Person, des Andersdenkenden. Das ist indessen die übliche Form der Auseinandersetzung im Netz…“

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…Die Primitivität und Aggressivität, mit der Andersmeinende im Internet verfolgt werden, scheint mir denselben psychologischen Mechanismen zu folgen, die früher zu Lynchjustiz und Pogromen führten. Der Andersmeinende wird zunächst als wahlweise „dumm“ oder „böse“ dargestellt. Er ist also das, was man im Mittelalter als „wahnsinnig“ oder „vom Teufel“ bezeichnete, damals wie heute ein Tötungsgrund, nur eben heute virtuell, ein erheblicher Fortschritt, sicherlich … Der Delinquent wird zur digitalen Vernichtung freigegeben. Der Shitstorm ist die Hexenverbrennung des 21. Jahrhunderts …“

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Nuhr glaubt offensichtlich, was er schreibt, wenn er zusammenfasst: „… Es geht hier schon lange nicht mehr um Meinungsfreiheit. Es geht um Meinungshoheit … Das Internet, vor allem die „sozialen Netzwerke“, sind insofern zum mittelalterlichen Marktplatz verkommen. Die Orte an denen die Scheiterhaufen lodern, heißen Facebook und Twitter. /

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Der Zivilisation fehlt in der Anonymität des Virtuellen ihre wichtigste Grundlage: Die Haftbarkeit des Einzelnen … Die pöbelnde Masse tritt heute wieder selbstbewusst als Handelnder auf …“

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Empirische Soziologie der Massenkommunikation

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Dietmar Moews meint: Um Gottes Willen, welch Borniertheit dieses „Kabarettisten Dieter Nuhr“ als Medienkritiker vom Mittelalter.

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Wer will da Meinungshoheit durch Shitstorm?

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Wie macht man einen „massenhaften Bewurf“ als Shitstorm? Trifft sich ein Flash-Mob, versendet eine Rund-Mail und aber dann: Massenhaft auf Nuhrs Adresse? Oder sind es doch nur einzelne Absender, die ein schwaches Shit-Windchen rauslassen, wegen derer Nuhr hier jeden Verstand verliert? wenn er behauptet:

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„Das ist indessen die übliche Form der Auseinandersetzung im Netz…“ –

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FALSCH. DANEBEN. Hier gibt es hochintelligente Kommunikation, zu jeder Qualität, Themen, Werte, Medien, Wissenschaft, Meinung. Das Netz ist voll mit allen Qualitäten. Lies mal die Kommentare bei Heise.de – allerdings wird dort Substanz und Qualität aufgeboten.

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Doch wo Nuhr sich tummelt, da gibt es immer low-food, Leichtsinn, Erleichterung-Kommunikation – das weite Feld des Mobs und des Mobbings ist eines der kuranten Reizfelder, nicht anders als Kinderporno und Verschwörungen – wer da hin geht (wie Nuhr), kommt in eben diesen Genuss. Die eigene Vissage grinst irre aus dem Spiegel zurück.

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Shitstorm zu Merkels Streichelauftritt ist nicht der Shitstorm der digitalen Mittelaltler, sondern es ist die soziale Resonanz auf den riesigen Massenmedien-Aufwand, der zweifellos gewollt und kalkuliert ist – abzulenken von Schäubles Sturz.

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Wer Aufklärung und Diskurs wünscht, hat da hinzugehen, wo das stattfindet (z. B. mit IT-soziologischen Problemen zu HEISE.de).

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Natürlich erhält Dieter Nuhr auf seiner Facebook-Adresse keine Diskussionsvorschläge von seinem ARD-Redakteur oder von seinem Programmdirektor – auch wenn er gerne Diskussion und Aufklärung hätte. Er müsste seinen Produzenten konkret um dessen Meinung bitte – und wir wissen nicht, wer bereit ist, mit ihm zu diskutieren. Warum auch? Hätte jemand Fragen zum Thema, würde er sicher nicht Dieter Nuhr fragen.

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Vielleicht fragt er mal seinen Redakteur bei der FAZ oder Michael Hanfeld, der den Shitstorm-Artikel – auf derselben Seite 15, daneben – über Merkel unterzeichnet hat. Gar nicht sicher, ob die Autoren der FAZ die Zeit haben, gegenseitig ihre Texte zu lesen und dann gelegentlich noch zu diskutieren.

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Gar nichts stimmt in NUHRs Erlebnissen, die er fälschlich „Beobachtungen“ nennt und gar nichts in den Urteilen zum Shitstorm in diesem FAZ-Artikel vom 17. Juli 2015.

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Aber es beginnt bereits mit Doof-Folklore, wie ich sie schon von den Doofpiraten kenne:

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„Eine Masse als ein Handelnder“ – das gibt es nicht, das gab es auch im Mittelalter nicht. Auch eine Masse besteht aus (einander unbekannten / heterogenen) Individuen.

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Zum Thema „Masse“ sollte man nicht nur Ortega Y Gasset und Canettis Doof-Folklore zur „dumpfen Masse“ lesen, sondern sich mal über individuelle und soziale Orientierungen als Thema der empirischen Soziologe und der Anthropologie, nämlich zur Frage: Wie ist der Mensch? und: Waren Sie schonmal Masse in der Masse? erkundigen.

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Das Bild ist simpel und völlig daneben: Hier der Promi Nuhr auf seinem Internet-Keyboard – ihm gegenüber das große weltweite Keyboard der Shitstorm-Masse, die ihn – wie ein Mann – fertig macht.

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So simpel ist das wirklich – nur anders – Dieter Nuhr wollte sich wichtig tun und hat was Doofes gepostet.

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Das ist ja zulässig.

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Darauf hat niemand die Idee bekommen, sich mit Nuhrs Meinung auseinanderzusetzen, etwa zu argumentieren oder zu diskutieren – auch nicht dem Doof-Nuhr Aufklärung anzubieten. Den Re-Postern genügte es, bei minimiertem eigenem Aufwand (anders als Dr. Dietmar Moews es hier tut), Nuhr zu sagen: DU NULL.

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Was das Ganze mit einem Weg ins Mittelalter zu tun hat, wäre ja nur verständlich, wenn Dieter Nuhr überhaupt einen „Weg“, also einen „prozessuralen Verlauf“ verfolgt und beschrieben hätte. Sagen wir, von irgend einem Zeitschnitt der Postmoderne oder der Moderne aus, ein Weg ins Mittelalter. Dabei dann auf Massen als einheitliches Kollektiv handelnder Hexenverbrenner zu stoßen. Nein, einen „Weg“ deutet Nuhr nicht einmal an – er begnügt sich mit leeren Behauptungen.

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Die Fragen, wenn es sich gar nicht um Diskussion und nicht um Meinungsstreit geht – um was geht es, wenn ein Re-Poster seinen Text absetzt? Ist er der Auslöser eines Shitstorms? Ist ein einzelner an seinem separaten Keyboard zu hause fähig, einen Shitstorm zu initiieren? Wie entscheidet sich, ob eine Emission durchdringt, wahrgenommen wird und es zur Reaktion kommt? Gibt es Real-Life-Treffen der Facebook-Gruppen, die sich mit solchen Shitstorm-Themen, wie den Wichtigtuereien des Doof-Kaberettisten Nuhr, befassen?

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Es kommt zum Real-Life-Twitterer-Treffen und Einer sagt: Dieter Nuhr.

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Und was geschieht dann? Ein Shitstorm bricht los? Ein Volk steht auf? Ein Hexenverbrennungsfeuer lodert hoch auf, denn – Dieter Nuhr hat einen Aufklärungs-Post „Zurück ins Mittelalter“ rausgelassen. Nein – nichts weiter passiert, bestenfalls jemand reisst ne Dose Bier auf.

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Kurz und abschließend: Wenn Kaberettisten wie Dieter Nuhr und die meisten anderen, die die medialen Gegend verkleistern, mit seichten Impulsen und Endreimen in der FAZ das IT-Revolutions-Thema „Shitstorm“ ansprechen, kann das ermüdendes irrlaufendes Geräusch sein – es kann auch Anlass zu weiteren Fragen und Meinungsspielen werden. Aufklärung nach dem Modus Selbstaufklärung – dabei spielen eben die Massenmedien eine „führende“ Rolle.

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Das sollte sich Dieter Nuhr mal überlegen:

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Was ist Führung?

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Was ist Fühlung?

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Was ist Führungsbedarf der Führungsbedürftigen?

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Was ist der Führungs- und Fühlungsgrad der Führungsbegehrlichen?

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Was sind Führungs- und Führerqualitäten?

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Kurz – wie kommt Kuhscheiße aufs Dach?

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Es entsteht kein einziger Shitstorm, nur weil irgendjemand irgendwas hochgeladen, gepostet, verlinkt oder sonstwas im überquellenden Internetz gestartet hat. Nichts passiert. No response, no reply, nothing.

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Shitstorm wird von Agenten der Massenmedien organisiert. Zwar mag Dieter Nuhr mangels Prominenz nicht mächtig sein, einen echten Shitstorm auszulösen – es sind nur verlepperte Pöbeleien.

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Selbst die LÜGENPRESSE, die kürzlich versuchte eine Shitstorm-Diskussion auszulösen, mit einem Massenmedien-Adepten, Herfried Münkler von der Berliner Universität, der angeblich per Internetz „gemobbt“ wird (Shitstorm) – konnte keine Kampagne akzellerieren.

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Aber – keine Sau interessiert sich wirklich für Dieter Nuhr und Herfried Münkler: Was gehen mich die grünen Bäume an, sagte Heinrich Heine.

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Shitstorm entsteht also niemals wegen einer witzigen Reiznummer, Shitstorm entsteht nur, wenn ein Shitstorm-Zielobjekt von wirkungsvollen Massenmedien gepusht wird.

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Dazu gehören einige Reporter-Dreckschweine, die sich Schweinereien und Mobbing gegen eine Zielperson ausdenken, die eine Reizsituation ausnutzen, mit ihrer Diffamierung ganz nach vorne zu kommen: Tagesschau, RTL-Aktuell, BamS und Bild, Spiegel-Online – dann kommen Strafanzeigen wegen Volksverhetzung, dann kommen Promi-Statements von Vertrags-Promis wie Boris Becker und Franz Beckenbauer, dann kommt ein Karriere-Abgeordneter der Blockparteien – der SHITSTORM stürmt, bis eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird.

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Als Harald Staun bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntags Zeitung im anfang 2012 seinen Mobbing-Artikel über Dr. Dietmar Moews schrieb, schlossen sich einige weitere Glücksritter der FAZ, von SPIEGEL und dann die ganze Heerde deutscher Prachtzeitungen an. Einer übernahm vom Anderen, Annette Meiritz schrieb von Harald Staun ab, Marie Katherina Wagner schrieb vom Spiegel ab, Fabian Reinbold von Spiegel-TV brachte erste Interviews von erbosten Nazi-Gegnern.

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Was war geschehen?

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Die deutschen Massenmedien wollten gerne von der kriminellen und nazimäßigen PIRATENPATEI berichten. Denn es fand in Neumünster ein Bundesparteitag als Vollversammlung der Piratenpartei Deutschland statt.

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Es ging um die anstehende Wahl zum neuen Bundesvorstand der aufsteigenden Piraten, der dann die Piraten in den kommenden Bundestagswahlkampf führen sollte. Dafür hatte der deutsche „Heimatschutz“ schon für führbare Kandidaten gesorgt. Aber die mussten ja gewählt werden. Deshalb erfand man das Thema „Neonazis bei den Piraten“.

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Diejenigen geführten Doofpiraten, die gerne die Vorstandswahl gewinnen wollten, erzählten also (um den Konkurrenten Dr. Moews um den Vorsitz): „Wir Piraten haben Probleme mit Rechtsradikalen in der Piratenpartei.“

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Wer hätte das gedacht? Bereitwillig schrieb Harald Staun eine ganze Seite FAS im Vorlauf zum Bundesparteitag der Piraten 2012 über Dietmar Moews, den zu verdächtigenden Piraten – denn der hatte über Juden publiziert.

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Als dann am Sonntag, 28. April 2012, die Wahl des Piraten-Vorstands geschah, fehlten plötzlich den Massenmedien die Köppe von rechtsradikalen PIRATEN-Kandidaten zum Vorzeigen. Alle Kandidaten, denen man Nazi-Ambitionen angedichtet hatte, hatten ihre Kandidaturen zurückgezogen. Nur Moews zog nicht zurück – der war aber kein Rechtsradikaler.

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So kam es, dass man den Kandidaten zum Bundesvorsitzenden Dr. Dietmar Moews aus dem Ärmel zog. Die Tatsache, dass da Doofpirat Christopher Lauer und andere Berliner Piraten, die sich allesamt jahrelang kannten und freundschaftlich in Berlin beim Aufbau der Piraten zusammengearbeitet hatten, nach vorne gingen und die Judensau rausließen, wurde von Annette Meiritz sofort bei Spiegel-Online gepostet:

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Rechts? – Dietmar Moews zeigte als einziger die Auschwitz-Lüge – Abstimmungskarte beim Bundesparteitag in Neumünster – protestierend verließen die Piraten die Halle..“ – mit diesen Worten verleumdete Anne Meiritz Dietmar Moews.

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Sehr geehrter Herr Nuhr: Nehmen Sie dieses Beispiel.

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Shitstorm:

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Es ist eine Kommunikations-Szenerie vorausgesetzt – der Aufstieg der Piraten zur Bundestagswahl.

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Es ist ein Event – der Piraten-Bundesparteitag in Neumünster und die Personalpolitik des „deutschen Heimatschutzes“ (Bundesvorsitzender wurde Bernd Schlömer, Kriminalpolizist und IT-Geheimnisträger im Bundesverteidigungsministerium, glaubt man das?).

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Dann kommt das Schlüsselelement für den Shitstorm, den man heute noch unter Dietmar Moews bei Google und Youtube nachvollziehen kann: Prominente Reporter, Gewährspersonen, Publizisten, die den Skandal an vorderster Stelle rausbringen, sind eingestiegen.

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Erst daran schließen sich alle anderen an: Tagesschau, RTL-Nachrichten, Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, taz und so weiter.

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Wenn Sie mal als Nazi an die Wand gestellt wurden, wie Dr. Dietmar Moews von den „gatekeepers eines shitstorms“, dann haben Sie doch noch keine Untermauerung ihrer leeren Behauptung vom „Mittelalter“ oder vom „Weg zurück ins Mittelalter“. Denn die Nazipropaganda-Technik der falschen Propheten“ (Leo Löwenthal), von Emil Dovifat und Elli Noelle-Neumann von Allensbach sind Gegenwart und nicht vergangenes Mittelalter.

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Und dann? So eine Fertigmach-Kampagne fällt – über den aktuellen Effekt hinaus – dann einem langwierigen multilateralen Kommunkationsprozess anheim – der Klärung und der Rehabilitation des Opfers:

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Die Piratenpartei ist aufgrund und infolge dieser „Nazi-Sudeleien“ von Neumünster, ausgehend von der Berliner Piraten-Ingroup und deren Publizisten gegen Dr. Dietmar Moews, niedergegangen und steht vor der Auflösung.

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Herr Nuhr, nehmen Sie das Beispiel von Shitstorm und überlegen Sie mal, ob es mit Ihrer Spontan-Folklore, die Sie irrtümlich Beobachtung nennen, getan ist, Fernfuchtelei, die neue Sinnlichkeit, die Abkopplung von sinnlicher Verhaltenskontrolle usw. Der Verweis auf Mittelalter klärt nicht über die harten Strukturen der heutigen massenmedialen Kommunikationsführung auf.

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Auf der selben Seite der FAZ folgt der Beweis, wie Shitstorm mit brachialer Medienbreitseite erzeugt wird: „Die streichelnde Kanzlerin landet im Shitstorm. Angela Merkel…“

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Tagelang wurde und wird noch immer volles Kaliber eingeheizt: Talk Shows, Nachrichten und Kommentare und das arme weinende Mädchen und die schlechte Figur (zu fett) von Merkel und kein Wort von Dieter Nuhrs „digitalen Mittelalter“.

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Es ist nicht das Internetz, als kontrollschwaches anonymes Werkzeug, sondern es sind immer wieder Dreckschweine, die das zu Markte tragen, die Demagogie veranlassen und sich bezahlen lassen. Werden Sie bezahlt?

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DEUTSCHNATIONAL und VERFASSUNGSDEUTSCH bei der AfD

Mai 22, 2015

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vom Freitag, 22. Mai 2015

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Für den deutschen Staat gibt es das geltende Recht, das vom Grundgesetz (GG) und den darauf abgestellten Gesetzbüchern her den rechtlichen und politischen Rahmen für die deutsche Verfassung bildet.

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Die deutsche Verfassung gilt für die deutschen Staatsbürger für den Bereich der staatlichen Landesgrenzen und den Nationalstaat sowie die verfassungsgemäßen übernationalen Staatsverträge sowie für die weltweiten Rechtsgrundsätze, wie die Menschenrechts-Charta oder das Kriegsrecht.

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Heute gibt es aus Zielsetzungen der transnationalen Aktivitäten und der globalen Reichweiten viele grenzüberschreitende Verabredungen und Usancen, die durch Auslegungsspielräume des nationalen Rechts politisch gewünscht sind und praktiziert werden.

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Wenn die deutsche Verfassung gebrochen wird und konkrete geltende Rechtsgüter geschädigt werden oder wenn Verfassungsauslegungen praktiziert werden, die den Wertkern eines Rechts verletzen oder substantiell verändern, kann nach speziellen Formregeln eine Verfassungsprüfung beim Bundesverfassungsgericht gesucht werden und nach Verfassungsurteil ein gerichtlicher Titel zur Durchsetzung des Rechts verlangt werden.

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Das höchste deutsche nationale Gericht ist nach Lage des geltenden Rechtes das deutsche Bundesverfassungsgericht. Urteilt das Bundesverfassungsgericht (Judikative), kann durchaus das gewählte Regierungs- und Gesetzgebungssystem gegen das Verfassungsgerichtsurteil mittels politischer Entscheidung durchgreifen (Exekutive) oder Gesetze ändern (Legislative).

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Diese Verfassungsspiele sind verfassungsgemäß und sollen rechtsstaatlich formgeregelt praktiziert werden.

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Nun hat sich in der jüngeren deutschen Geschichte ein Machtzuwachs der politischen Parteien im Verfassungsstaat entwickelt, die zu gewissen Gewohnheiten derer praktischen Macht geführt haben:

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Das transnationale Kapital nimmt wesentlichen Einfluss auf die politischen Gestaltungsprozesse durch die Parteien und durch nationale Parlamentarier.

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Die internationale Rüstungswirtschaft betreibt konkret Kriegswirtschaft.

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Die Sozialpolitik wird zum wehrlosen Klassenkrampf der materiell Schwachen durch die immer stärker werdenden Interessenten.

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Die großen „Volksparteien“ bilden einen Parteienblock (Blockparteien), die alle gleichermaßen eine staatsmonopolkapitalistische Gesetzgebung durchsetzen, die das transnationale Kapital stärkt und begünstigt und gegen die kleineren nationalen Wirtschaftsformen durchsetzen.

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Nun wird diese verfassungswidrige Politik sprachlich propagandistisch so geprägt, dass es über die Quotenziele in der Publizistik zu einem Funktions-System der LÜGENPRESSE gekommen ist:

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Die verfassungsgemäß unabhängige PRESSE wird sowohl staatlich wie auch kommerziell-marktwirtschaftlich in Abhängigkeit des Großkapitals, der transnationalen Monopolakteure und der diesen hörigen Blockparteien, geknickt.

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Das reicht bis in die Sprache, die Begriffsprägungen und den Sprachgebrauch (- wir nehmen zur Probe zwei Propaganda-Begriffe, die hier gerade kurant sind: FASSBOMBEN – wer hats erfunden und gemacht? und arabische Messerstecher in Jerusalem – wer hat wie viele getötet?)

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So wird das politisch-juristische Argument der Kompetenz und Haftung der nationalstaatlichen deutschen Geltungsbereiche als „deutschnational“ bezeichnet. Während es zunächst nur um die Selbstbestimmung der deutschen Bürger geht:

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Wer muss zahlen? Wer bestimmt das? Wer ist verantwortlich?

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da hinein schlägt die LÜGENPRESSE-Verteufelung: Der Staats-Fernsehsender lässt in der Meinungssendung MONITOR Interessenten und Politikberater auftreten, die behaupten „deutschnational“ ist „rechtsradikal“ und „deutschnational“ ist „rechtsextrem“.

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Wer also gegen die Blockparteien sein demokratisches Recht des Meinungsstreites wahrnimmt, wird vor der Hand als NAZI fertig gemacht.

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Dabei kommt es dann zu solch schreienden Dummheiten von dummen staatlichen Fernsehmoderatoren, wie zum Beispiel gestern, 21. Mai 2015, Maybrit Illner, zur Frage, was ist denn „RECHTS“?:

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Ja, deutschnational ist rechtsextrem? NEIN! Solche Staatsfunker reden wie sie wollen und erklären missliebige Dissidenten zu NAZI, Deutschnationale seien Rechtsextreme.

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Dietmar Moews meint: Die einfache Bedeutungsregel der politischen Wissenschaft, dass sowohl die gesellschaftliche Sprachpraxis wie auch wissenschaftliche Erkenntnisse zur Auslegung von Begriffsverwendungen herangezogen werden, wird missachtet, indem die Blockparteien im StaMoKap die Begriffsherrschaft übernehmen:

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Sie verweigern die Selbstbestimmungsfrage nach dem Grundgesetz, machen daraus den Kampfbegriff „deutschnational“ und schließen ganz locker „deutschnational = rechtsextrem“.

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Was sowohl soziologisch wie auch politologisch als jeweils „rechts“ oder „links“ qualifiziert wird, beachten sie nicht – ja, wissen Leute wie Maybrit Illner offenbar nicht:

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Rechts“ ist die auf soziale EXKLUSIVITÄT zielende Staatsbürgerpraxis. „Links“ zielt auf Kommunikation und INKLUSIVITÄT.

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Folglich sind sowohl Missachtung von Minderheitenbedürfnissen (Ausländer als Asylanten) wie auch eine von den deutschen Wählern abgekoppelte EU-Kommission  geradezu verfassungswidrige rechte Machenschaften.

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Während bspw. Bernd Luckes Meinungsstreit über EURO, D-Mark, deutschnationale Selbstbestimmung oder Meinungsstreit, zunächst „linke“ Werthaltungen sind.

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So schmerzhaft es für den AfD-Gründer Lucke ist, er wird als Bürger der 33 Jahre Mitglied der CDU war, der aus der CDU austrat, weil er sich vorstellte, dass das CDU-Parteiprogramm auch in der praktischen Politik die eigenen Leitgedanken stellen sollte, abgedrängt und als „rechts“ diskrimiert..

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Lucke wollte eine Alternative zur CDU mit dem CDU-Programm gründen, die statt der praktizierten machiavellistischen Machterhaltungs-Propaganda die CDU-Wertsetzungen ernst und ehrlich leben sollte, z. B. christliche Werte.

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Nun hat er mit der AfD eine wachsende Mitgliedschaft der folkloristischen „Politikopfer“ angelockt, die keine Lust auf LÜGENPRESSE haben (in die NSDAP wurden nicht beliebig viele Mitglieder aufgenommen. Damals hatte die Ingroup Dominanz organisiert. Hitler hätte an Luckes Stelle Frauke Petry, Konrad Adam und den Rechten aus Thüringen in einen „Röhm-Putsch“ verwickelt).

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Im Übrigen wird es dem Alt-CDUler Gauland in Potsdam ebenso gehen, wie Lucke in Sachsen und Thüringen.

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Lucke kann die AfD aufgeben und mit seinen Gesinnungsfreunden der Fundamental-CDUler eine Sezession ausgründen: Den ersten Schritt bildet dafür die Initiativgruppe Lucke: „Weckruf 2015“ heißt der Irrtum Luckes, der ihm nun zeigen wird, was aus der AfD geworden ist.

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Drama ist, dass Bernd Lucke ein enorm hochqualifizierter Politiker ist, der seinesgleichen suchen muss.

 

Doch mangelt es Bernd Lucke augenscheinlich an soziologischem Überblick und konkretem Urteilswissen, abschätzen zu können, was geht in einer Parteiführung und was nicht. Immerhin sollen ihm seinen „Weckruf 2015“ einige Tausend AfD-Mitglieder unterschrieben haben. Damit könnte er neu anfangen.

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Zum neuen Liberalismus hat Lucke so wenig Inspiration wie Christian Lindner von der FDP. Gebraucht wird eine ALTERNATIVE zu den Blockparteien – eine intelligente Opposition.

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Wir erleben ein weiteres parteien-soziologisches Beispiel, zu den Möglichkeiten, ENTWEDER: politische Wirkung durch eine Parteineugründung ODER: durch den Beitritt zu einer etablierten Parteiorganisation zu suchen:

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Die Akteure der Gründergeneration einer Partei kommen nicht wirklich zur parteipolitischen extraorganisatorischen Wirkung (Lucke und die AfD-Gründer erzielen nur „alternative“ politische Wirkung). Während Lindner in der etablierten Partei FDP ins Machtzentrum aufsteigen konnte, es sich dabei aber um ein abgehalftertes liberales Partei-Modell handelt – mit nur geringer machtpolitischer Wirkung).

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EUROPA-Wahl 2014: CDU und SPD brechen total ein – nur PROtESTWÄHLER unterwegs

Mai 23, 2014

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Samstag, 24. Mai 2014

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Es war so langsam zu erwarten – wenn selbst die nationalen Parteipolitiker sich auf Kosten Europas und der Europäischen Union linkische Verdienste einsammeln und alle allen Mist auf Brüssel schieben, dann kann Europa keine Zustimmung für die gemeinsame Zukunft entfalten.

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Es ist ein Drecksgeschäft, wenn Kanzlerin Merkel und Vizekanzler Gabriel so tun, als sei die E U nur ein Bettel und ein blutleerer Vampirismus. Kein Wunder, wenn nunmehr die EURO-Skeptiker, die Balkanisierer und die Rechthaber das Oberwasser bei den Prognosen und Umfragen, bei aller demoskopischen Propaganda und den Kuckucksfragen bekommen haben.

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Dietmar Moews meint: So werden noch mal alle Parteien und „Düsseldorfer Industrie-Clubs“ von 1931 zusammenschmeißen und den Propaganda-Instituten – frei nach Alt-Nazi Noelle-Neumann aus Allensbach – zusätzlich Gelder ausreichen, damit bis auf den letzten Drücker alle Oppositionsparteien zunichte geredet werden sollen. Der Glaube an die Einheitspartei ist anscheinend unerschütterbar. Die Blockparteien sind sich für nichts zu schade – Hauptsache Postenhubern.

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Als Sahnehäubchen behauptete nunmehr Frank Walter Steinmeier noch: Die SPD bleibt ihrer Tradition treu.

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Na dann: Schröder grüßt Hartz und Steinmeier Guantanamo – und Friedrich Ebert grüßt den Bluthund, Noske.