SOZIALSYSTEM Lügenpresse-Hitlerschlauheit

Januar 14, 2015

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vom Mittwoch, 14. Januar 2015

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Lügenpresse“ in Gänsefüßchen wurde zum „UNWORT DES JAHRES 2014“ .

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Wittgensteins schöne Aussage im „Blauen Buch“ zur „Bedeutung des Wortes durch die Stellung im Satz durch den Gebrauch“ – eine empirische Feststellung des heutigen Gebrauchs von Lügenpresse hat die Darmstädter Jury und die sich durchaus angesprochenen Lügenpresse-Journalisten bislang vermieden.

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Der Verweis auf die geschichtliche Karriere der Lügenpresse aus dem 19. Jahrhundert kann ins Licht gerückt werden: Erster Weltkrieg, Goebbels-Propagandaschmiede, Löwenthals Falsche Propheten, Emil Dovifats: In der 2. Auflage seines Standardwerks Zeitungslehre schrieb er 1944:

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„Im nationalsozialistischen Staate wurde die Zeitung berufen, nicht mehr Mittel des innerpolitischen Machtkampfes, sondern Führungsmittel zur innern Einheit der Nation zu sein. Im Kriege ist ihr diese Aufgabe nur noch entschiedener gestellt. Eine besonders schlagkräftige Waffe hat sie im geistigen Weltkampfe zu sein, der die soldatischen Waffengänge begleitet.“

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Er arbeitete für das Reichspropagandaministerium, den Luftwaffenführungsstab und hielt Vorträge in Kriegsberichterstatterschulen des Heeres und der SS. 1940 war Dovifat Doktorvater der Journalistin, dem NSDAP-Mitglied und später prominenten Meinungsforscherin Elisabeth Noelle-Neumann, Gründerin des Allensbach-Instituts.

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Man hätte also erklären müssen: Der Nazigebrauch des Wortes macht es zum Unwort des Jahres 2014.

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Das selbsternannte Gremium in Darmstadt pflegt seine tendenziöse Unwort-Tradition, indem Begriffe herausgestellt werden, verbunden mit den Wertungen und etymologischen Blickwinkeln, die selten systematisch ausgearbeitet sind. Es fehlt meist die Geltung der Begründung.

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Immerhin versammelt sich hinter der alljährlichen Sprachkampagne die verbändestaatliche Machtballung von Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), des Verbandes Deutscher Zeitschriften (VDZ) und des Deutschen Journalisten-Verband (DJV).

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Die gleichklingende Kommentierung dieses NGO-Salons lautet in etwa:

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Mit dem Begriff „Lügenpresse“ würden Medien pauschal diffamiert. Der Ausdruck trage damit zur Gefährdung der für die Demokratie so wichtigen Pressefreiheit bei. Der Begriff „Lügenpresse“ sei unter den Nationalsozialisten zur Diffamierung unabhängiger Medien genutzt worden.

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Im „Streiflicht“ der Süddeutschen Zeitung, am 14. Januar 2014 Seite EINS, Links oben: „Streiflicht: … Die „Lügenpresse“ .. Anlass sind die pressekritischen Tiraden der Leute von Pegida, deren seltsamer, wie das Warenzeichen eines Bohnerwachses oder einer Krampfadersalbe klingender Gruppenname ums Haar selber Unwort des Jahres geworden wäre. Wenn bei Pegida auf die Lügenpresse geschimpft wird, dann nicht wegen irgendwelcher Seeschlangen oder Monsterhamster. Ziel ist immer jene Presse, die sich den Zielen der Pegida entgegenstellt, und die Ranküne, mit der diese Presse gegeißelt wird, hat eine ebenso lange wie trübe GESCHICHTE. Komposita mit dem Bestimmungswort „Lügen-“ zielen ja so gut wie nie auf den Umstand, dass wir alle uns gelegentlich mit einer Lüge weiterhelfen. Unterstellt wird damit immer eine Art Unfähigkeit zur Wahrheit, zumindest ein konstitutioneller Widerwille vor ihr. Das reicht vom Teufel, den man seit jeher den Lügengeist oder Lügenfürst nennt, bis hin zu den „marxistischen Lügenblättern“, denen Hitler in „Mein Kampf“ auf den Kopf zusagt, ihnen sei „das Lügen genauso Lebensnotwendigkeit wie der Katze das Mausen …“.

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Dietmar Moews meint: S. Reicht: Quatsch-Matsch – Flitzekacke im Streiflicht ist selten, also „Tout est pardonné“.

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Lügenpresse schreibt so, wie der hitlerschlaue Leser es wünscht – nicht immer von dem Wahrheitsgehalt allein bestimmt.

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Jede publizierte Sprachäußerung enthält die Mitteilung, einer auf Gegenseitigkeit abgestimmte Mitteilungserwartung, wie ein Sprecher dem Empfänger eine Botschaft für mitteilbar hält – allerdings gibt es die analoge materiale Seinsbindung der Information :

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Dieses ist ein sozialer Vorgang. Der Sprecher spricht seine Botschaft in der Art, wie er glaubt, dass sein Zuhörer verstehen wird. Der Schreiber schreibt, wie der Leser lesen möchte. „Den Brief schreibt der Empfänger“. Lügenpresse beliefert Hitlerschlaue, die die Wahrheit gar nicht lesen wollen.

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Wir wissen aus der Kommunikationswissenschaft und aus der Soziologie: Es ist überhaupt unmöglich, Inhaltsanalysen und Bewertungen von semantischen Formen zu treffen, wenn man sich nicht die Mühe gemacht hat, Folgendes festzustellen:

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Wer, mit welchen Motiven, Zielen und Mitteln (Themen Medien, Werten), will mit wem auf objektive Tatsachen hin kommunizieren?

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So, wie das Streiflicht der Süddeutschen seine Leser an gewohnter Stelle wie gewohnt ermuntern will, so muss man fragen:

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In welchem Belang wird von wem zu wem der Begriff Lügenpresse angewendet? –

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Also fragen Sie und hören Sie das Argument und dann beziehen Sie den zweifellosen Dissens auf die dissidente Angelegenheit, sei es die Lüge oder die gebeugte Wahrheit oder auf den Bullshit oder den Fehler, das Missverständnis, die Vieldeutigkeit oder Ambivalenz, die redaktionelle Begründung.

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Die Hitlerschlauheit der großen Zahl der unlustigen genervten Kleinbürger, die einerseits zu 67 Prozent der erhobenen Deutschen „kein Vertrauen“, „Misstrauen“, „Unehrlichkeit der Politiker“, „einseitige Hofberichterstattung“ usw. zu haben erklären, haben gelernt, wie bequem eine solche Blasiertheit ist:

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Man weiß nichts und sagt: Wir werden doch nicht aufgeklärt. Wir werden doch gar nicht gefragt. Die machen da oben, was sie wollen: Die typische „Hitlerschlauheit“, wie die „Nachkriegsdeutschen“ gesagt haben:

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„Wir haben nichts gewusst“. „Die Greueltaten hatte die Goebbels-Propaganda vertuscht“.

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Sowohl die selbststeuernde Schere in den Quotenköpfen der Lügenpresse, wie auch die INDOLENZ UND BRÄSIGKEIT DER „HITLERSCHLAUEN“ machen das SOZIALE SYSTEM:

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„Engel bringt Gewünschtes“ – schrieb mal Hans Platschek.

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Die Metaphysik des anonymen Süddeutsche-Streifbeleuchters ist essayistisch – wems beliebt. Er umgeht aber die Empirie der Lügenpresse. Und wenn er schon einräumt, es handele sich um pressekritische Tiraden – pressekritisch – dann sollte er doch ein einziges Beispiel kritisch aufspießen, zu zeigen, wo Lügenpresse gedruckt oder gesprochen wird – das geht aber dann etwa so:

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Wer will mit wem kommunizieren? Wer spricht? Wer soll angesprochen werden? Unter welchen Umständen lässt sich ein Journalist, eine Redaktion, die Presse ansprechen, wenn sie nicht angesprochen werden wollen?

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Spricht ein Aktionär des Süddeutsche Verlags zur Sekretärin des Herausgebers? etwa so:

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Ja – dann hört die zu, dann stellt das Vorzimmer durch – dann spricht der Aktionär des

Verlages zum Ohr des Herausgebers – dann spricht der Herausgeber zum Ohr des Chefredakteurs – der wird das schon anhören usw.

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Will der Demonstrant gegen Verarschung durch die Süddeutschen Zeitung kritisieren, dass über den sogenannten „Trauermarsch von Paris“ von vorne bis hinten Unfug verbreitet worden ist, dann hört ihn keiner an, kein Aktionär, Herausgeber, kein Redakteur, kein Korrespondent.

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Heute, am 14. Januar 2015 berichtet die Süddeutsche Zeitung auf Seite 6, als wolle sie einen empirischen Beitrag zur Erörterung des großen Problems in der deutschsprachigen Massenkommunikation, der misslungenen Führung und Fühlung durch LÜGENPRESSE, liefern:

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Süddeutsche Zeitung, Seite 6 „Wo ist das Volk?“ lautet die Überschrift. UNTERTITEL: „Die Demonstrationsbilder aus Paris lösen Spekulationen aus“

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Und der Kölner Stadt-Anzeiger mit Christine Meyer titelt nun am 14. Januar 2015, Seite 20:

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In einer abgesperrten Straße. PARIS Anders als viele Fotos vermuten ließen, führten die Staatschefs den Trauerzug nicht an“

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In härtester Bild-Tonschere behaupteten noch TV-Kommentatoren: „Die Staatschefs führen den Trauermarsch von Place zu Place – République de la Nacion.“ Sie behaupteten auch Euphorie und Freude, so groß wie nach der Befreiung Paris‘ 1944.

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Jetzt also im K St-A: abgesperrter Phototermin – Untertitel: „Das obere Bild ging um die Welt. Unten ist zu sehen, dass die Staatschefs vorne sind, aber nicht die Spitze der Demonstration.“

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Da waren die Balkone und alle Winkel leer gefegt. Wenn, stand mal ein Scharfschütze auf einem Balkon oder sie linsten über die Dachkanten – aber doch keine Anwohner!

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Wir sehen, Süddeutsche oder Stadtanzeiger – Das ist ganz konkret Lügenverbreitung mit der Absicht die Adressaten zu täuschen und falsch zu informieren, irrezuführen.

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Abschließend ein zweites konkretes Beispiel der Bullshit-Presse von heute, überhaupt nicht pauschal, sondern ganz konkret und leicht überprüfbar:

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Titel des Kölner Stadt-Anzeigers lautet am 14. Januar 2015:

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Wir alle sind Deutschland“.

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Das ist ein Zitat aus einer der gehaltenen öffentlichen Ansprachen. Die Veranstaltung „Mahnwache“ war vom Zentralrat der Muslime in Deutschland e. V., und seinem Vorsitzenden Aiman Mazyek auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin, am Dienstag, 14. Januar 2015, durchgeführt worden:

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Er erklärte laut KÖLNER STADT-ANZEIGER: „Die Muslime in Deutschland stünden unter dem Schock der brutalen Terroranschläge und zeigten ihre Solidarität mit dem französischen Volk, sagte Mazyek am Dienstagabend bei einer Mahnwache am Brandenburger Tor, zu der Tausende kamen.“

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Wie will man das anders nennen, wenn nicht Lügenpresse? Das hat mit Hitler oder Goebbels nichts zu tun. Das ist nicht pauschal. Aber ohne den Terminus LÜGENPRESSE hört keiner der Adressaten zu. NUN. Man hört es – man ärgert sich – aber man lügt weiter – leider.

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Es muss doch – statt von 10.000en am Brandenburger Tor zu lügen, um die Tausende von Mazyek etwas aufgeblasenen – möglich sein, dass die Überschrift:

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Wir alle sind Deutschland“ erkennbar gemacht werden, dass die Solidarität nicht durch alle repräsentiert worden ist – nein, nur von einer jämmerlichen Handvoll“.

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Dass die Erklärung des Vorsitzenden:

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Die Muslime in Deutschland stünden unter dem Schock der brutalen Terroranschläge und zeigten ihre Solidarität mit dem französischen Volk, bei einer Mahnwache am Brandenburger Tor (trifft offensichtlich auf Erdogans Ditib-Türken nicht zu)“.

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Leider leider nicht von den Muslimen in Deutschland gezeigt, kaum 1.000 Muslime bei der Berliner Mahnwache (insgesamt waren laut Polizei 3.000 gekommen, Regierungsbeamte, Polizisten, Berliner, Touristen, Christen, Juden, Muslime).

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Der Zentralrat der Muslime geht den Wedding-Türken oder den Neukölln-Türken, den Kreuzberg-Türken und den Schöneberg-Türken am Arsch vorbei. Solidarität mit Frankreich? Schön wärs gewesen.

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Da ist die Lüge und die vertuschte „Parallelgesellschaft“ der Ditib-Muslime im Tempodrom bei Davutoglu.

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Aber – es war nicht so. Es war von der Lügenpresse gelogen. Sorry Mister, das ist nicht von Hitler, das ist nicht pauschal, ich bin auch nicht Titanic oder EULENSPIEGEL – hier ist Dietmar Moews‘ LICHTGESCHWINDIGKEIT – täglich aktuell.

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ALLENSBACH – mal wieder Schuss in den Ofen

September 19, 2014

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am Freitag, 19. September 2014

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Das monatlich im Dauerauftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung publizierte Umfrage-Unwesen von ALLENSBACH hat vor einigen Tagen mal wieder zugeschlagen:

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DEUTSCHE FRAGEN – DEUTSCHE ANTWORTEN“ thematisiert diesmal „Der Groll über den großen Bruder. Die NSA-Affäre wird als Skandal empfunden. Doch es gibt keinen dramatischen Einbruch des Vertrauens in die Vereinigten Staaten“, von Dr. Thomas Petersen, Intitut für Demoskopie Allensbach.

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Bei ALLENSBACH sind Fragen immer Kuckucks-Fragen. Das bedeutet, es werden ausgewählte Menschen mit ausformulierten Fragen gefragt – und? –

ja klar, die antworten eben.

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Das Problem ist, dass

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Allensbach EINS die Fragen Sachverhalte unterstellen, die irreführen bzw. die (wie hier zu NSA / USA) ganz hart ganz anders, in Wirklichkeit viel schlimmer sind.

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Allensbach ZWEI die anschließende Interpretation wird in einfacher semantischer Auswertung der geantworteten Kuckucksantworten als empirischer Befund hingestellt, was aber immer falsch ist.

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Es wird keineswegs erfasst, ob der Befragte auf die Frage nach seinem Empfinden gesagt hat, was er empfindet, wenn die Frage lautet: „Wird die NSA-Affäre als Skandal empfunden?“

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Es wird von Allensbach sowieso nicht erforscht, ob der Befragte antwortet, was bequem ist, zu antworten, ob er einfach sagt, was er annimmt, das der Frager gerne hören möchte. wenn er was ungefährliches sagt, damit keine Nachfragen kommen, wenn er nicht glaubt, sagen zu dürfen: ich sage ihnen nicht meine Meinung. Er sagt lieber nicht:ich habe dazu keine Meinung. Oder einfach: ich möchte nicht antworten. wenn er nur sagt, was er glaubt zu empfinden. (Vorstehende und weitere Bedenken hat die empirische Sozialforschung, wenn Werthaltungen, Verhaltensnormen und Erklärungsnormen erhoben und bewertet werden sollen – aber niemals Eins zu Eins, Ergebnis ist nimmer, was der Befragte semantisch erklärt.

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Von Allensbach gar wird nicht erforscht, welche Werthaltung, welche Ambition, welches Verhalten hinter einer Meinungsäußerung eines Befragten steht. Der Befragte kann durchaus eine ehrlich gemeinte Meinung zu seinem Befinden und zu seiner Empfindung mitteilen (könnte Morgen ganz anders sein). Nur, woher weiß der Forscher, ob der Befragte weiß, wo seine Meinung und seine Verhaltensnorm in der Wirklichkeit übereinstimmen oder durchaus in unbekannter Weise voneinander abweichen.

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Wenn also die Allensbach-Frage Mist ist, wie hier: Allensbach redet von NSA und Deutschland, von Bundesnachrichtendienst und USA, und damit wird unterstellt, als hätte Deutschland einen eigenen Geheimdienst. Dann ist auch die Interpretation („was die Deutschen empfinden“) vollkommen unentgeltlich, taugt nichts, ist reine Propaganda, hier:

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Die Deutschen nehmen den USA die NSA nicht so sehr krumm – Hahaha.

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Härter ausgedrückt: Deutschland ist nicht souverän. Die USA herrschen in Deutschland, die Bundesregierung ist Statthalterei und Befehlsempfänger.

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Allensbach tut so, als sei hier eine NSA-Affäre neumoderner PRISM-Technik.

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Es werden die Befragten dieser angeblichen Meinungsforschung durch Kuckucksfragen keineswegs aufgeklärt, sondern irregeführt und verblödet und hinsichtlich der wirklichen Überwachungspraktiken auf den heutigen Totalitarismus der USA nicht hingewiesen.

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Stattdessen wird erzählt (FAZ vom 17. September 2014 S. 8), die NSA arbeite an der US-Regierung vorbei bzw. sogar gegen eigene US-Bürger, aber die Deutschen spionieren dort auch – na, dann.

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Sowas gipfelt in der Allensbach-Formulierung: „… meint man in den Antworten verletzte Gefühle zu erkennen. Eine Frage lautete „Zur Überwachung des Handys von Bundeskanzlerin Merkel sagte neulich jemand „Als ich das gehört habe, war ich richtig enttäuscht von den Amerikanern.“ Empfinden Sie das auch so, oder empfinden Sie das nicht so?“ 54 Prozent antworteten, sie empfänden das auch so. Legt man den Befragten allerdings etwas ausführlichere Argumentationen vor, erkennt man, dass nicht wenige durchaus Verständnis für das Vorgehen des amerikanischen Geheimdienstes haben …“

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Dietmar Moews meint: Vorstehendes Beispiel zeigt erneut:

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Allensbach ist die letzte Scheiße.

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Was soll das denn unter dem Signet von Wissenschaft?

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BEISPIEL: Ich messe die Strecke von einem Meter. Jetzt hängt bei Allensbach die gemessene Länge von der Messtechnik ab.

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Messe ich mit Zentimetermaß? Ergebnis 100 Zentimeter.

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Mit Millimetermaß? Ergebnis 105 Zentimeter.

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Mit Lichtschranke? Ergebnis (ganz schnell) 98,6 Zentimeter.

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Je nach dem wie Allensbach nach einer Werthaltung fragt, ist die Antwort (nach dem Kuckucksprinzip) jedes Mal eine andere. Der selbe Befragte antwortet zum selben gefragten Inhalt, durch verschiedene Fragestellungmit ganz verschiedener, kann unter Umständen, entgegengesetzten Antworen verschie dener Werthaltung?

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Wie finden Sie die USA?

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Ja, welche Antwort hätten Sie denn gerne von Allensbach – die behaupten jeden Blödsinn mit ihrer Kuckuckstechnik.

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Das ist der Fluch von Alt-Nazi Elisabeth Noelle-Neumann, die schon bei Goebbels ihre propagandistische Wahlbeeinflussung vorgestellt hatte (Doktorarbeit bei Emil Dofivat).

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Legt man dem Befragten allerdings etwas ausführlichere Argumentationen vor, erkennt man …“.

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Ja, stellt man methodische Bemühungen zur empirischen Wahrheitsermittlung, käme dann sicher noch was ganz anderes heraus. Das kommt dann kommenden Monat in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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Putins Drohung gegen Kiew an die E U

September 1, 2014

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am Montag, 1. September 2014

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Der ausscheidende EU-Sprecher Barroso hat den EU-Mächtigen und der Presse heute mitgeteilt, dass Vladimir Putin im Telefongespräch erklärt habe:

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Wladimir Putin hat mit einer angeblichen Drohung für Aufsehen gesorgt. Beim Telefonat mit EU-Kommissionschef Jose Manuel Barroso soll der russische Präsident gesagt haben,

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dass er die ukrainische Hauptstadt Kiew in zwei Wochen einnehmen könne.“

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DIETMAR MOEWS Sportflagge  Ukraine Bodenturnen

DIETMAR MOEWS
Sportflagge
Ukraine Bodenturnen

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Laut „Spiegel Online“ wurde dieser Bericht einer italienischen Zeitung in Brüssel bestätigt.

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Dietmar Moews meint: Was soll diese Nachricht heute, wenn heute in Deutschland die Verfassung gebrochen wurde? Es ist banal und lenkt ab.

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Welche Militärgewalt Putin verfügt und welche Schaumbremsen der Menschlichkeit dabei russischen Soldaten zuteil wird, gereicht lediglich zur Hilfserklärung von Ex-Kanzler Gerhard Schröders (SPD) Definition von „lupenreiner Demokrat“. Das ist geschenkt.

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Was Putin für ein Unheil anrichten könnte – z. B. deutsche Atomkraftwerke sabotieren – müsste sich jeder halbwegs gar gebackene Deutschist selbst ausdenken können.

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Was Verteidigungsauftrag der deutschen Bundeswehr und der Bündnispartner bedeutet ist auch eindeutig. Die Große Koalition allerdings schert sich eine Scheiß darum, unsere Atomgiftmühlen zu verteidigen, sie kurven lieber im Kongo umher.

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Also, was droht Putin und was kann er?

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Und was können wir?

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Wir können keinesfalls Kiew verteidigen. Und wir sollen Kiew auch gar nicht zu verteidigen suchen, denn Kiew spielt mit Weltkriegs-Genieverdacht gegen sich selbst.

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Sie sollten besser ihre Gasrechnungen an Putin bezahlen, bevor der Winter kommt.

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Und Obama macht das alles mit Drohen oder mit Drohnen? Wer das glaubt, wird selig.

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ZUGINSFELD auf dem Eierplätzchen Köln Südstadt am 19. Juli 2014

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Neurussland und Volksrepublik Donezk in der Ukraine

August 30, 2014

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am Samstag, 30. August 2014

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Nun eine aktuelle Lageeinschätzung zu „Neurussland“ oder „Volksrepublik Donezk“ in der Ostukraine, wo zwischen Ukrainern und Russen offener Krieg getrieben wird. Dabei sind angeblich über 800 000 Russen nach Russland geflohen und über 100 000 Ukrainer in die Westukraine.

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Ein Atomkraftwerk hat man im neurussischen Kampfgebiet auch, nicht nur in Tschernobyl – mal sehen, wer das aus Versehen beschädigen wird (natürlich in einer Not).

Anbetracht der eskalierten allseitigen Propaganda und dem elementaren Vertrauensverlust sowie die Unmöglichkeit Proklamationen und tatsächliche Geschehnisse über die Bereitstellungsmedien verifizieren zu können, reicht es mir jetzt.

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Unsere gewählten politischen Repräsentanten behandeln ihre Wähler und die Deutschen insgesamt als Idioten und unmündige Bürger, denen man keine entscheidende Verantwortung überlässt. Ich bin auf die nächsten Wahlen gespannt (am kommenden Wochenende wählt Sachsen – CDU und SPD bzw. die Linke als Opposition stehen zur Wahl).

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Nach Lage der Dinge aus meiner Sicht, sind die Deutschen nach wie vor „hitlerschlau“. Was sie nicht wissen sollen, wollen sie auch nicht wissen und sagen dann hinterher: Wir wussten nichts.

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Aber – das ist das Entscheidende für das politische Verhalten der Deutschen als tatsächliche Majoritätsorientierung:

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So lange es ihnen auf diese Weise so exklusiv materiell gut geht – soll es so weiter gehen (Sachsens Tillich (CDU) darf sich schon auf seine Wiederwahl freuen). Kanzlerin Merkel und die Koalitions-SPD kann sich weiter freuen – auch wenn die „schweigende Hitlerspirale“ teilweise gewisse Basisgeräusche von sich gibt: Das ist doch nicht die christliche Programmatik! – das ist doch nicht die sozialdemokratische Programmatik! – das ist doch nicht die Grüne „Alternative“!

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Wir haben also viel Gerede und Interpretationen des geltenden Rechtes, der vertraglichen Verpflichtungen und so weiter, von allen Seiten, die da jetzt in der Ukraine mitmischen. Aber die Teilnehmer und Bewerber sind sich nicht einig. Und ihre Uneinigkeit ist auch nicht durch die Propagandakonflikte aufzumischen – deshalb wird ja auch dieser Krieg von allen Seiten akzelleriert.

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Es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen den Konfliktseiten.

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Während die Machtträger in Kiew von Anbeginn von „Weltkriegslage“ und von „Weltkrieg“ reden (drohen), erklärt der Russe: Das ist eine innerukrainische Auseinandersetzung – die Ukrainer und die neurussische Sezession sollen miteinander einen friedlichen Modus verabreden. Aber – der Russe betont – Russland ist auf der Seite der Neurussen. Und Russland wird den Ukrainern zukünftig geringere Eselsbrücken bauen, die ukrainische Armut zu kreditieren.

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Und nun die praktische Lage:

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Putin ist seiner neuen (kapitalistisch/marktwirtschaftlichen) russischen Sozialsituation ausgesetzt. Darin gibt es jetzt – bei aller staatlichen Propagandaübermacht – dissidente Diskussionen zum russischen Patriotismus und zum Ukrainekonflikt.

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Putin hat für die russische Zukunft eine regionale und eine weltpolitische Vorstellung, die darin Ausdruck finden, dass regional mehrere Kampf-Divisionen an der neurussischen Grenze bereit stehen. Dass die einsatzbereit sind, zeigt sich an den konkreten Interventionen auf ostukrainischen Gebiet um Donezk.

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Putin verlangt mindestens zwei Essentials (a) und c)):

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a) Direkten ungehinderten Landweg zu den Schwarzmeer-Marine-Stützpunkten – also Landverbindung Russland zur und auf die Krim,

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b) konföderative sozio-politische Selbstbestimmung der Neurussen in Neurussland als Teil der unabhängigen Ukraine,

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c) keine nicht ehedem verabredete Änderung der internationalen Militärpolitik – dass an den russischen Grenzen keine festen auf Dauer gestellten NATO-Einheiten anzusiedeln sind.

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Kiew sieht das Alles anders:

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Kiew macht jetzt Bombenangriffe auf Donezk – was man niemals mehr aus der Welt bekommen wird.

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a) Weil Kiew behaupten will, selbstbestimmt, mit nationalem Gewaltmonopol, die bisherige ukrainische Macht- und Rechtsordnung auch in der Ostukraine durchzusetzen.

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b) Kiew verlangt die Krim zurück.

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c) Kiew will volle Selbstbestimmung hinsichtlich eigenständiger Militärbündnisse auf dem ukrainischen Staatsgebiet.

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d) Kiew will die russische Bevölkerung in der Ostukraine und auf der Krim unterwerfen und ist nicht bereit, mit denen zu verhandeln: mit „Terroristen“ verhandelt ein „Rechtsstaat“ nicht.

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Dr. DIETMAR MOEWS von FOKKO VON VELDE fotografiert

Dr. DIETMAR MOEWS
von FOKKO VON VELDE
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Dietmar Moews meint: Die unmittelbare Kriegszukunft wird von zwei Aspekten bestimmt sein:

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EINS Wenn die militärische Polarisierung in zwei Kampfblöcke: Für den Massakerstaat und gegen den Massakerstaat den zusätzlichen Kampfplatz Ukraine verkraften zu können meint (der vom Massakerstaat so definierte DER WESTEN), dann wird es in der Ostukraine „westliche“ Luftunterstützung und Waffenlieferungen geben.

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oder ZWEI Wenn der Massakerstaat endlich begreifen könnte, dass sich auf diesem Weg Israel abschafft, wenn es weiterhin „Armageddon“ spielt, dann wird man sich militärisch mehr auf den Konflikt mit der Kalifat-Arabischen Qaida, genannt ISIS, versuchen zu beschränken. Aber hier wird die Rechnung schwierig. Wir sehen es gerade mit den UN-Geiseln auf dem Golan.

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Ob ich den nüchternen Blick Obamas und die vernünftige Urteilskraft des Massaker-Westens kommen sehe? Sehen tue ich das zur Zeit nicht.

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internationale Sportler und Künstler wurden damals, anfang der 1980er Jahre, von Hannover aus initiert.

internationale Sportler und Künstler wurden damals, anfang der 1980er Jahre, von Hannover aus initiiert.

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Die Idee, dass tatsächlich die Wahnvorstellungen der israelischen Siedlerpartei den Taktstock schwingt, finde ich absurd. Eher ist es eben die kollektive internationale Kommunikation- und Vernunftoptimierung, die so erbärmlich davonkommt.

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Die nichtsouveräne deutsche Regierung der US-Statthalterei darf sich im Moment weiterhin „hitlerschlau“ aus der Affäre ziehen: Mitmachen, Schnauze halten, Wohlstand genießen.

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Schweigespirale zu „Gaucks“ neuer Militärbereitschaft

August 29, 2014

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am Freitag, 29. August 2014

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Die neue Kriegspolitik Deutschlands, als Anpassung an die Kriegspolitik der bestimmenden USA, nicht mehr nach eigenem deutschen Friedensgebot sich von Kriegsbeteiligung zurückzuhalten, ist jetzt gebrochen:

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Deutschland macht Krieg und Deutschland macht Krieg mit. Und Deutschland flankiert die eigene Kriegsbereitschaft mit Kriegspropaganda. Es werden keinerlei Gegenstimmen berichtet, die andere befreundete Staaten äußern, die nicht Krieg mitmachen wollen. Dagegen werden ausländische Kriegsverlangen geradezu als Warnung in Deutschland verbreitet.

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In der deutschen Kriegspropaganda werden alle Methoden und Mittel benutzt, die der Kommunikationsführung, der Propaganda und der Meinungsunterdrückung zur Verfügung stehen: Gefälschte Nachrichten (veraltete Massaker-Videos), hochkarätige Fachleute (sogenannter Friedensforscher-NGOs und von „Internationalen Beziehungen“), Auswahl von Zeugen durch Redakteure staatlicher Sender (Guido Westerwelle wird nicht interviewt, was die heutige Lage in Libyen betrifft), Unterdrückung von Kriegstatsachen, Massaker, Genozid, Kriegsverbrechen an Kindern (sieben Wochen Gaza-Massaker durch den Gaza-Massaker-Staat) sowie das Verschweigen von Machenschaften (MH 17, Absturz des malayischen Großflugzeuges aus Amsterdam über Ukraine wird nicht aufgeklärt) usw.

Schweigespirale ist eine Erkenntnis aus der us-amerikanischen Soziologie, die die Alt-Nazi Noelle-Neumann aus Allensbach als eigene Erkenntnis propagierte, die aber – so oder so – nicht zur politischen Führung benutzt wird. Schweigespirale bedeutet:

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Die Leute, Bürger, Wähler, Menschen, die man nach ihrer Meinung in sogenannten Meinungsumfragen befragt, sagen nicht, was sie denken, sondern sie verschweigen ihre Werthaltung in jedem Fall.

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Befragte sagen nie (nur ausnahmsweise Gustl Mollath) was sie für wahr halten. Sie sagen immer (Ausnahme Gustl Mollath) was sie glauben, dass billig ist:

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a) das als Mehrheitsmeinung öffentlich bekannt ist,

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b) was der Frager / Interviewer als Antwort gelten ließe,

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c) Was der Befragte sagen kann, ohne dass nachgefragt wird oder komplizierte Begründungen nachgefragt würden – man vermeidet Nachfragen nach Argumenten (weil man meist zu wenig Ahnung von politischen Sachen hat)

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d) Man antwortet lieber was Angepasstes anstatt einfach zu sagen:

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da) Mein Arzt hat mir verboten, meine Meinung öffentlich zu sagen

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db) Ich weiß es nicht

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dc) Ich will meine Meinung zu ihrer Frage nicht sagen. Kurz gesagt: was Sie hier erfragen, ist lediglich geeignet, die Antworten zu erheben, keineswegs aber das voraussichtliche Verhalten oder auch nicht, was die Befragten ehrlich glauben zu meinen.

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dd) Die wirklichkeitsnahe Antwort wäre: Ich verhalte mich situativ und der sozialen Szenerie, die ich jetzt zum Fragezeitpunkt nicht kenne, angepasst. Also kann es sein, dass das, was ich jetzt sagen könnte, möglicherweise ganz anders werden wird.

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Die öffentliche Meinung, die in Umfragen herausgeholt wird, sammelt nach angeblich „repräsentativer Auswahl“ des Samples O-Töne auf vorgefasste Fragestellungen. Heraus kommt immer eine „Erklärungsnorm“ (s. Schweigspirale). Heraus kommt niemals die „Verhaltensnorm“.

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BEISPIEL: Auf dem Weg in die Fußball-Fernsehkneipe in Dortmund antwortet der neutrale Fan: Dortmund (Erklärungsnorm – weil er glaubt, diese Antwort funktioniert in der Fragesituation). Es kann aber sein, dass er eher an den Französischen Fußballmeister glaubt – nur das sagt er nicht (Verhaltensnorm).

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Kurz – öffentliche Meinungsäußerungen und öffentliches Verhalten lassen sich nicht einfach „blank“ erfragen. Es sind empirische Sozialforschungsmethoden nötig, wenn man das wahrscheinliche mögliche Verhalten als Verhaltensnorm ermitteln wollte.

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Dietmar Moews meint: Die heute breitwandig verbreitete Einschätzung, „die Deutschen stimmen in der überwiegenden Mehrheit der neuen Kriegspolitik zu“, ist reine Zweckbehauptung und Propaganda. Angepasstes Verhalten in einer unehrlichen Meinungsäußerung wird durch psychologischen Druck gefördert, mit Phrasen, die jeder hören muss:

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„Die Deutschen sind noch nicht reif, über die neue Militärpolitik zu diskutieren!“ behauptet die Propaganda.

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ZUGINSFELD 27 "Man kann ja nie wissen" DMW 548.2.99, 198cm / 198 cm, Öl auf Leinwand, in Dresden 1999 gemalt

ZUGINSFELD 27 „Man kann ja nie wissen“ DMW 548.2.99, 198cm / 198 cm, Öl auf Leinwand, in Dresden 1999 gemalt

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„Die Deutschen akzeptieren Waffenlieferungen zur Notabwehr, noch nicht Entsendung von Bundeswehr-Kampfeinheiten und Soldaten!“ behauptet die Propaganda – ohne zu beweisen, dass solche Waffenlieferungen die (welche?) erhoffte Wertverwirklichung bezwecken und bewirken können.

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ZUGINSFELD 41 DMW am 3. Juli 2014 in der Mainzer Straße Südstadt Köln, in Köln im Jahr2014 gemalt

ZUGINSFELD 41 DMW am 3. Juli 2014 in der Mainzer Straße Südstadt Köln, in Köln im Jahr2014 gemalt

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„Wir nennen es nicht mehr Friedenspolitik, sondern Interessensicherung weltweit!“ wird behauptet.

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ZUGINSFELD 26 DMW 198 cm / 198 cm von DIETMAR MOEWS 1999 in Dresden gemalt

ZUGINSFELD 26 DMW 198 cm / 198 cm von DIETMAR MOEWS 1999 in Dresden gemalt

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Wir propagieren, dass es nicht um Angriffskrieg sich handelt, sondern um die Verteidigung der gemeinsamen Interessen mit unseren Bündnispartnern! – behauptet die Propaganda.

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ZUGINSFELD 32 "O Veitstanz" DMW 660.7.8 am 30. Juni 2014

ZUGINSFELD 32
„O Veitstanz“
DMW 660.7.8
am 30. Juni 2014

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Schließlich wird also behauptet, die überwiegende Mehrheit der Deutschen schweigen gegenüber der deutschen Kriegs-Führung, weil sie einverstanden sind. (Vielleicht wollen sie lieber die alte Friedenspolitik von Kohl und Westerwelle: keine Soldaten! und keine Waffen in Kriegsgebiete)

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ZUGINSFELD 37 DMW 667.14.8., 190 cm / 190 cm, Öl auf Leinwand

ZUGINSFELD 37 DMW 667.14.8., 190 cm / 190 cm, Öl auf Leinwand

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So betriebsblind war Hitlers Führung am 1. September 1939 auch, als bekannt wurde, dass England und Frankreich Deutschland den Krieg erklären würden, wenn die Wehrmacht nicht unverzüglich aus Polen zurückgezogen würde. Hitler zog nicht zurück, wenngleich er und seine Führung selbst wussten, dass Zweifrontenkrieg gegen England nicht gehen wird (Hitler nennt selbst die Lehren aus dem Ersten Weltkrieg in seinem öden Buch „Mein Kampf“).

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ZUGINSFELD 37 DMW 667.14.8., 190 cm / 190 cm, Öl auf Leinwand

ZUGINSFELD 37 DMW 667.14.8., 190 cm / 190 cm, Öl auf Leinwand

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Die Naziführung hielt das Schweigen der deutschen Öffentlichkeit nicht für „Schweigespirale“ oder Einschüchterung der Deutschen durch das Nazi-Regime, sondern irrtümlich als Zustimmung und als Kriegsbereitschaft. Ebenso wurde Englands Kriegsbereitschaft (Chamberlaine: „never to go in war with one another again“), zur Unterstützung Polens, unterschätzt.

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ZUGINSFELD 37 DMW 667.14.8., 190 cm / 190 cm, Öl auf Leinwand

ZUGINSFELD 37 DMW 667.14.8., 190 cm / 190 cm, Öl auf Leinwand

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Schon hier sieht man, dass die eigenen Wünsche (wie Vorurteile wirken) erschweren, richtig einzuschätzen, aus welchen Gründen und mit welchen Motiven etwaig Andersdenkende in Umfragen eine angepasste Meinung erklären, dann aber anderes Verhalten an den Tag legen, wenn es so weit kommt und sie gefordert werden.

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ZUGINSFELD THOMAS WIPF proklamiert im Goethe-Institut Dresden 2003

ZUGINSFELD
THOMAS WIPF proklamiert im Goethe-Institut Dresden 2008

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Der Großen Koalition in Berlin könnte es so ergehen, wie den großen italienischen Parteien in den 1980er Jahren – plötzlich waren sie weg, aufgelöst, ersatzlos gestrichen.

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ZUGINSFELD THOMAS WIPF proklamiert im Goethe-Institut Dresden 2006

ZUGINSFELD
THOMAS WIPF proklamiert im Goethe-Institut Dresden 2006

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Cinque Stelle, die neue italienische Alternativpartei, erhielt auf Anhieb 25 Prozent bei den Wahlen in Italien. Im Frühjahr 2012 erklärten ca. 30 Prozent der Deutschen, sich vorstellen zu können, die PIRATEN zu wählen.

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EUROPA-Wahl 2014: CDU und SPD brechen total ein – nur PROtESTWÄHLER unterwegs

Mai 23, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4448

Samstag, 24. Mai 2014

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Es war so langsam zu erwarten – wenn selbst die nationalen Parteipolitiker sich auf Kosten Europas und der Europäischen Union linkische Verdienste einsammeln und alle allen Mist auf Brüssel schieben, dann kann Europa keine Zustimmung für die gemeinsame Zukunft entfalten.

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Es ist ein Drecksgeschäft, wenn Kanzlerin Merkel und Vizekanzler Gabriel so tun, als sei die E U nur ein Bettel und ein blutleerer Vampirismus. Kein Wunder, wenn nunmehr die EURO-Skeptiker, die Balkanisierer und die Rechthaber das Oberwasser bei den Prognosen und Umfragen, bei aller demoskopischen Propaganda und den Kuckucksfragen bekommen haben.

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Dietmar Moews meint: So werden noch mal alle Parteien und „Düsseldorfer Industrie-Clubs“ von 1931 zusammenschmeißen und den Propaganda-Instituten – frei nach Alt-Nazi Noelle-Neumann aus Allensbach – zusätzlich Gelder ausreichen, damit bis auf den letzten Drücker alle Oppositionsparteien zunichte geredet werden sollen. Der Glaube an die Einheitspartei ist anscheinend unerschütterbar. Die Blockparteien sind sich für nichts zu schade – Hauptsache Postenhubern.

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Als Sahnehäubchen behauptete nunmehr Frank Walter Steinmeier noch: Die SPD bleibt ihrer Tradition treu.

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Na dann: Schröder grüßt Hartz und Steinmeier Guantanamo – und Friedrich Ebert grüßt den Bluthund, Noske.