Athleten gründen Verein als Freiheitsakt der Selbstbestimmung gegenüber dem DOSB

Oktober 17, 2017

Lichtgeschwindigkeit 7667

am Mittwoch, 18. Oktober 2017

.

.

Süddeutsche Zeitung, Montag, 16. Oktober 2017, SPORT. Seite 32, von Ulrich Hartmann:

.

„Athleten gründen Verein. Professionelle Arbeit soll Rechte stärken – Zweifel beim DOSB“.

.

Es ist notwendig, dass Sport, wenn er über den informellen häusliche Spielspaß hinausgehen soll, durch Sportlergemeinschaften formiert wird.

.

Die daraus gewachsene Form, mit rechtlichen und ökonomischen, schließlich auch politischen Stellvertretungs-Ausprägungen sind SPORTVEREINE und SPORTCLUBS, durchaus auch staatlich oder beim Militär oder als profitorientierte Gewerbe aufgezogene Sportgelegenheiten.

.

Die Sportvereine haben sich regional und national, schließlich sogar international in Fachverbänden „organisiert“. In Deutschland gipfelte das im „Deutsche Sportbund“ und im „Nationalen Olympischen Kommitee“, seit vielen Jahren inzwischen im nationalen Dach-Dachverband, eindimensionaler Geld- und Befehlsempfänger des Bundesinnenministers, dem DOSB – soll bedeuten:

.

Deutscher Olympischer Sportbund.

.

Damit ist klar, wer die sportpolitischen Interessen der Sportler bzw. der Sportfunktionäre bündelt und der Regierung als einerseits Gesetzesvorhaben für Sport und Sportorganisation vorschlägt und andererseits die Geldbedürfnisse definiert, das Sport-Fördergeld budgetiert und dann „weisungsbefugt“ an Sportfunktionäre und Fördersportler weitergeben kann oder nicht weitergibt..

.

So ist das deutsche föderalistische Verbandswesen aufgebaut und auch im Organisationsbereich des Sports vollkommen integriert (bis auf die sehr profitablen Erwerbssportarten, Baketball, Eishockeys, Fußball, Table-Dance und Tennis u. a.).

.

Süddeutsche Zeitung, am Montag, 16. Oktober 2017, SPORT. Seite 32, von Ulrich Hartmann:

.

„…Jetzt hat also eine Vollversammlung der „Athletenvertreter“ am Sonntag in Köln die Gründung einer Initiative namens

.

„Athleten Deutschland e. V.“

.

beschlossen, eines Vereins, der die Interessen der Athleten mit hauptamtlichen Mitarbeitern repräsentieren soll. „Die rein ehrenamtliche Struktur in der Athletenkommission genüge angesichts immer größer werdender Herausforderungen nicht mehr“, sagte Hartung (der Fechtersprecher), “ es gibt Bedarf für eine professionelle Athletenvertretung. …“

.

Katholisches Sportlerheim Maria-Laach

.

„… 45 Mitglieder haben zu diesem Zweck das Gründungsprotokoll unterschrieben. der verein wird seinen Sitz in Köln haben, ob die Geschäftsstelle dort ansässig sein wird, ist noch offen. Drei hauptamtliche Mitarbeiter wären der Wunsch der Athletenkommission, allerdings ist die Finanzierung, die auf 300 000 bis 400 000 Euro pro Jahr taxiert wird und durch Bundesmittel ermöglicht werden könnte, noch nicht gesichert … „Die Stärkung der Athleten ist kein Luftschloss – wir wollen auch Sportler in anderen Sportarten ermutigen, sich zu organisieren und zu engagieren.“

.

„…Eine solche „Parallel-“ oder auch Hybridstruktur“ wirft beim DOSB-Präsident Alfons Hörmann und seinem Vorstandschef Michael Vesper jedoch Zweifel auf. Vesper, der wie Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig bei der Vollversammlung dabei war und „konstruktive Gespräche“ lobt, hält mit der provokanten Frage nicht hinter dem Berg, warum man neben der bewährten Athletenkommission überhaupt eine solche Parallelstruktur benötige …“

.

.

Dietmar Moews meint: Nachdem nach jahrzehntelanger Sprachlosigkeit seitens der Spitzen-Aktiven in den vom deutschen Staat gewünschten Sportarten – von den nicht erwünschten Sportarten ganz zu schweigen, die bekommen nicht einmal einen feuchten Händedruck – haben jetzt also einige weltbekannte, über viele Jahre Spitzenleistungen bringende Athleten, die man nicht einfach wegdrücken kann, die persönliche, private Zusatzarbeit auf sich genommmen, einen sportpolitischen Verband zu initiieren.

.

Viele Spitzensportler sind über Jahrzehnte äußerst unzufrieden mit der der Selbst- und Mitbestimmung gewidmeten Auslegung der DOSB-Praktiken durch die Berufsfunktionäre. Freiwillige Verbandsarbeit der Sportler selbst war hauptsächlich frustrierend, in der Einsicht, den Sportpolitikern ausgeliefert zu sein und außer persönliche Streicheleinheiten wenig für die Sportlerinteressen verwirklichen zu können. Das betrifft auch immer wieder die internationalen Transparenzprobleme, die mehr dem Geschäft der Spitzenverbände durch Handel mit Verwertungsrechten und Sendelizenzen auf dem internationalen Markt der Unterhaltungsindustrie als mit den Bedürfnissen der deutschen Diskuswerfer oder dem Modernen Fünfkampf der Frauen hätte zu tun haben sollen.

.

Der eigene Verband soll den Spitzensportlern dazu dienen, ihre Wünsche unabhängig und  klar und deutlich öffentlich gegenüber der Politik und den staatlichen Institutionen vertreten zu können

.

Ein normaler Sportler weiß gar nicht, wie schwierig das ist, mit Sportlern, die nur ihren Trainingsplan und die Saison-Qualifikations-Leistungen vor Augen haben, die von ihren Trainern und Heimvereinen beeinflusst werden, zu einer quasi Freibeuter-Politisierung aufzuschwingen, sich auch durch interne Diskussion und aufwendige Gesprächsrunden zunächst überhaupt fähig zu werden, politisch den Profi-Funktionären entgegen zu treten. Schließlich gehört enormes politisches, juristisches und organisationelles Machtwissen dazu, gegen die abgebrühten SPORT-BONZEN, wie Michael Vesper und Alfons Hörmann oder den IOC-Präsident, Thomas Bach anzukämpfen.

.

Jetzt hat sich also „Athleten Deutschland e. V.“ zur Gründung entschlossen. Auch hier spielen schon alle möglichen personalen Konkurrenzen eine entscheidende Rolle für die Außenwirkung, die von diesen „Gründungsfunktionären“ in Richtung aller Verbandsmitgründer sowie dann gegenüber allen sonstigen Sport-Klienten und schließlich gegenüber den Sportpublizisten und Lobbyisten der Parteien usw. Eine Teufelsküche.

.

Es wird also ganz klar abgesteckte Kleinziele und Erfolgseffekte geben müssen, die die „Athleten Deutschland e. V.“ in permantenter Presse- und Kommunikationsarbeit vorbringen müssen, damit sie nicht vom DOSB als Amateur-Nische fertig gemacht werden.

.

.

Diese „Athleten Deutschland e. V.“ haben außerdem alle Amateurverbände und Amateursportler zunächst nicht auf ihrer Seite. Sie blicken vorrangig der Tatsache ins harte Auge, was erreichbar ist, wenn man auf die Weltspitze hin trainiert. Aber dazu braichen sie ökonomische Strukturen, die auskömmlich und sozial verträglich sind. Dafür interessiert sich aber kaum ein Freizeitsportler, der für sein Vereinsvergnügen, für die Schönheit des Sports und des Fairplays unentgeldlich seinen Sport lieben will.

.

.

Die organisatorische „Käseglocke“ DOSB koppelt alle Sportler von der Politik ab. Er schützt auch vor der Kritik der allgemeinen Öffentlichkeit, wenn Millionenkosten und Goldmedaillen-Statistik ungünstig aussehen. Und die allgemeine Medienöffentlichkeit wird nicht erreicht, wenn zwischen Sportarten Verteilungskämpfe stattfinden und wenn Sportfunktionäre ihre persönliche Parteipolitik verfolgen.

.

Der DOSB koppelt quasi die Spitzensportler von der politischen Selbstbestimmung ihres Metiers ab, schirmt sie aber gleichzeitig von den allgemeinen Legitimationszwängen ab. Sie werden auf Empfang Silberner Lorbeerblätter beschränkt, was auch sehr bequem ist, wenn man den Sport liebt, aber nicht die Politik.

.

Kurz, dem „Athleten Deutschland e. V.“ ist eine Mündigkeit und eine zähe Selbstvertretung in Sicht – aber noch lange nicht erreicht.

.

Ich wünsche den Sportlern viel Glück und Geduld dabei.

.

.

FINE E COMPATTO

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

.

WARNUNG: recommended posts

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

 

Advertisements