Berthold Kohler Herausgeber-Hybris in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Dezember 19, 2018

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am Mittwoch, 19. Dezember 2018

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Täglich rauschen die öffentlichen Geräusche und Zeichen vorbei. Hört man mal hin, was einer sagt, ist es oft oberflächlich und zu wenig fundiert. Liest man an, ist meist sofort klar, für welche IDEOLOGIE da jemand schrieb, wers bezahlt (denn eine freie Meinung, wie hier in der LICHTGESCHWINDIGKEIT, bekommt man so gut wie von niemand: Alle haben ihre Aktien irgendwo.)

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Was ein bekannter Autor schreibt, hat eine gewisse allgemeine Anerkanntheit auf Sinn und Qualität. Der Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Berthold Kohler, zählt somit bereits zu den wirkungsvolleren deutschen Publizisten – sein Wort hat Gewicht – er trägt Verantwortung.

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Am vergangenen Samstag platzierte sich Berthold Kohler auf der Titelseite der FAZ mit einem Leitkommentar, oben rechts, mit dem Thema Zuwanderer-Integration in Deutschland unter der Überschrift:

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Deutsche Hybris von Berthold Kohler.

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Herr Kohler ist mit solchem Blödsinn sozusagen aus dem bezahlten Publizismus, aus der Dritten LIGA, in die oberste Amateurklasse abgestiegen.

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WELCH EIN GEDANKENLOSIGKEITS-MIST auf dem Titel der FAZ.

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„… Wir Deutsche aber wollen beim Integrieren von Einwanderern alles so viel besser wissen und machen als Franzosen, Briten und Spanier? Wo uns das schon bei den „Gastarbeitern“ nur höchst unzureichend gelang? Das ist deutsche Sozialpädagogenhybris. Man kann Warschau, Prag und Budapest in der Migrationspolitik manches vorwerfen – aber nicht, dass man dort so vermessen wäre wie in Berlin.“

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BERTHOLD KOHLERS leicht zu erkennendes Geschwafel vertut sich in semantischen FEHLERN. Immer wenn es auf eine Formulierung bedeutungsmäßig genau ankommt, sollte der Aussagesinn klar und verständlich sein.

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Was bin ich Deutscher, wenn von „Wir Deutschen“ der Kohler-Text schreibt? Bin ich Deutscher? Hat Kohler eine Mehrheitsmeinung eingeholt, nach der dann meine Meinung vernachlässigt wird? – mit welcher Grundlage schreibt er: „Wir Deutschen“?

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Wenn KOHLER zum Schluss schreibt … „dass man dort so vermessen wäre wie in Berlin“.

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Meint er nun „Wir Deutschen in Berlin? – meint er die Berliner Deutschen? – meint er die Bundesregierung, die doch die in Rede stehende Migrations-Merkelpolitik mit „in Berlin“ macht?

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Meint KOHLER die Bundesregierung in BERLIN, wäre es irreführend, zu behaupten, da, in Berlin, würden die DEUTSCHEN auf Integrationswünsche hin verwirklicht. Denn da wird der MERKEL-EU-Krampf verwurschtelt und die AfD-Abwertung bewegt.

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BERTHOLD KOHLER schreibt:

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„Deutsche Politiker sollten es daher dem französischen Präsidenten gleichtun und auch über einen Christkindmarkt gehen, schon um dort Flagge zu zeigen. Bei solchen Gelegenheiten kann man mit Bürgern ins Gespräch kommen, die sich seit der Masseneinwanderung vor drei Jahren fragen, ob „Wir schaffen das“ wirklich schaffbar ist. Die Skepsis bezog sich schon damals nicht allein darauf, dass ein solcher Andrang von der Begrüßung bis zur möglichen Abschiebung gesetzeskonform zu bewältigen sei. Die größere, weil weiter in die Zukunft blickende Sorge lautete: gelingt es uns, eine sehr große Zahl von Migranten aus aller Herren Länder so schnell und gut zu integrieren, dass bestehende Paralellgesellschaften nicht vergrößert oder gar neu gegründet werden? …“

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Dietmar Moews meint: Das hätte ich sehen mögen, wie es deutsche Bürger darüber dachten, wenn es hieß: WIR SCHAFFEN DAS. Sie packten hilfsbereit an – oder sie waren fremdenfeindlich. Das sozial-politische Thema „Deutschsprachkurse und Integration“ stellte sich zu jenem Zeitpunkt nicht.

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Welch eine Kohler-NARRETEI! diese Unfugsbehauptung.

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Es ging 2015 um Nothilfe. Es ging um die gemeinsame Anstrengung, Not zu mindern und weitere Not zu stoppen.

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Wer hat denn im September 2015 bei den Ankömmlingen aus Budapest an INTEGRATION gedacht, als überhaupt nicht entscheiden war, was mit diesen Wandermenschen weiterhin werden kann? – als es hieß „wir schaffen das“.

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Es ist doch völlig klar, wenn eine amorphe Masse migrierender Fremder ein Fußballstadion verlassen und in eine fremde Stadt ausschwärmen – sagen wir 150 000 Fremde – dass dann weder von INTEGRATION noch von NOT geredet werden kann, sondern davon, dass die für die kommende Nacht ein BETT brauchen, wie jeder Mensch. „WIR SCHAFFTEN DAS“!

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Wir schafften das inzwischen Tausende Tage, jeden Tag.

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Und was will der Volksverhetzer BERTHOLD KOHLER, der 1944/1945 nicht als Heimatvertriebener in die überbelegten Arbeiterwohnungen ins Calenberger Land fliehen musste? als Ostdeutsche als Hitlerdeutsche vor der Roten Armee nach Westen flohen? Wie lautete noch die Frage:

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SCHAFFEN WIR DAS?

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oder

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HAT DER KOHLER EINEN KNALL?

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oder: Können die Heimatvertriebenen integriert werden?

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Jeder Betroffen weiß es noch heute und seine Familie weiß es genau – die Heimatvertriebenen waren völlig unwillkommen im Westen. Man hatte selbst den totalen Krieg verloren und bereits das letzte Schwein schwarz geschlachtet. Man hatte nichts.

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Und jetzt INTEGRATION von ungebetenen Zudringlingen aus Pommern oder Schlesien, aus Ostpreußen oder Masuren in LAUENAU am DEISTER?

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BERTHOLD KOHLERS erst durch seinen Tod eintretender verglühender Ressentiments-Horizont einer uneinsichtigen FEINDSCHAFT dem Denken gegenüber, erlaubt ihm anscheinend nicht, zwischen seinen eigenen Vorurteilen und sonstige hiervon divergierenden Werthaltungen zu unterscheiden. Er will wie ein Maschinengewehr mit einem NULL-Begriff INTEGRATION auf kollektive Sprachregelungen durch die eigene KULTURINDUSTRIE, die öffentliche Diskussion genau aufs Ressentiment lenken – Kohler ist primitiv, proletisch und böse.

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Wer will denn diese Art von INTEGRATION, die schon jedes Neugeboren deutsche Kind mit dem ersten Geschrei vernichtet: DAS SCHREIT – anstatt sich ZU INTEGRIEREN.

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Wie kann nur eine solch dümmliche Frage in den Raum gestellt werden – Herr Kohler?

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„Gelingt es uns, eine sehr große Zahl von Migranten aus aller Herren Länder so schnell und gut zu integrieren, dass …“

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Ja, wer will das denn?

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Kein vernünftiger Deutscher würde solche asozialen Verrenkungen der menschlichen Unmöglichkeit auch nur aussprechen oder erwarten.

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Und, wenn es heißt: WIR SCHAFFEN DAS – dann ist doch nicht diese KOMPLETT-BESEITIGUNG sozialer Tatsachen zu verlangen.

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Wo Menschen sind, sind Menschen. Und Integration findet bereits unter den Stehplatzlern in Eichmanns Waggons statt – und was mehr?

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Und jetzt gehen wir alle auf einen Weihnachtsmarkt und diskutieren mit BERTHOLD KOHLER über seine Gefühle von Unendlichkeit, wenn er unter seinem Namen UNFUG in der FAZ lesen muss: DEUTSCHE HYBRIS.

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Keith Richards „Crosseyed Heart“ gehört, „Life“ und „Under the Influence“

Oktober 31, 2015
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Vom Samstag, 31. Oktober 2015

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Musikindustrie ist funktionaler Bestandteil der Kulturindustrie – wer verachtet Industriearbeiter?

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Wer von Anbeginn „total“ dabei war, darf mitreden.

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Keith Richards hat also sein neues „Solo-Album“ herausgebracht:

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Crosseyed Heart“ – Universal Records / Mindless Records 2015, das Projekt wird publizistisch mit dem dicken Buch verharkt und angestrickt, die („Auto-)-Biografie mit dem etwas schiefen (weil anmassenden bzw. irreführenden Titel „Life“) sowie mit einem Kinofilm „Under the Influence“ – nur bei NETFLIX – über einen persönlichen Rundgang des heutigen Keith Richards (71), durch Orte und Vergangenes, wie und wo und mit wem gemeinsam, seit 1962 bis heute, die Londoner Beatband „The Rolling Stones“ musiziert, Musikkonserven produziert und gelebt hat. The Rolling Stones sind inzwischen ein musikindustrielles Warenzeichen, ein Konzern mit ausgefuchstem internationalem Marketing, der allerdings von der genialen Organisationsdynamik und dem vokalkünstlerischen Spitzenkönnen von Mick Jagger ausgeht und ohne das nicht sein könnte.

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Also KEITH RICHARDS:

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Ich komme sofort zur Darstellung und Kurzkritik des neuen CD-Albums “Chrosseyed Heart“, aber ganz kurz:

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Nun: Sie mag die Vielweiberei nicht!

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Schreckliche Ödnis geht von dieser Songsammlung „Crosseyed Heart“ aus, die Keith Richards vollkommen zutreffend und ehrlich mit einer Paraphrase nach Robert Johnson einleitet: „That’s all I got“. Dies ist Alles, was ich habe (was ich als Soloproduzent noch zu geben habe)“.

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Keine hochziehenden Songeröffnungen, „She said Yeah“ – kein anständiger Abschlag – nur ausblendende Fade outs.

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Es wird hoffentlich auch zukünftig noch lustige Perfekt-Shows der STONES als Life-PARTIES für 150 EURO pro Stehplatz geben, wo Keith als Tonne mit Mantel und inzwischen auch Ron Wood völlig die Form zu verlieren scheint – immer farblich gut abgestimmt. Wo dann der Leistungssportler Charly Watts den Schlüssel bildet, nämlich solange er altersmäßig noch das Dauertraining „BEATSCHLAGZEUG“ spielen kann bzw. anders, Mick Jagger zu musikantischem Material übergehen könnte, filigrane Bluesstücke, wie sie mal von Brian Jones und Keith Richards geradezu in heilige Gitarrengewebe verwandelt worden waren, aufzuführen, „There’ve been good times, there’ve been bad times, I had my share of hard times too“, High and Dry“, „I am waiting ting“. Während auch Mick Jaggers Brüll-Nummern inzwischen nicht mehr zulänglich rauskommen, aus dieser goldenen Kehle. Was soll „Get off of My Cloud“ oder „It’s All Over Now“, auf der dritten Unterstimme. „Out of Controll“ aus „Bridges to Babylon“ – Sowas mag dann gehen, wo sie wirklich miteinander spielen.

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Nun Crosseyed Keith Richards:

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EINS: Die angeblich von der fünfseitigen G-Stimmung herrührenden KEITH-RICHARDS -RIFFS – ich weiß nicht, welcher Mittelschüler das mal aufbrachte.

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Halten wir jetzt bereits „Nothing on me“ für ein Lick? Ist es ein Motiv? ein Intervall? – das spielt Keith Richards seit 40 Jahren in jeder Liveaufführung aller seiner 4/4-Takt-Songs – voll Barré im Open Tuning.

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Als 1969 der Hammer-Hit „Honky Tonk Women“ erschien – es war definitiv nach The Beatles „Get Back“-Single, die zweite namhafte Single-45U/min, die in klarer Zweikanal-Stereo-Qualität herauskam. Da war von Open-Tuning nicht die Rede – wir spielten das selbst nach, in normaler E-Stimmung mit sechs Saiten. Das Irre war, diese unerhörte Kuhglocke zum Charly Watts-Intro und dem Gitarren-Riff auf der Tanzfläche vom „Milly Vanilli“ in der hannoverschen Grupenstraße oder im „Pferdestall“ in Burg auf Fehmarn oder im Club 4 auf der Bahnhofstraße in Hannover (da habe ich das erlebt) – mit diesem faszinierenden STEREO-Effekt: das hörte die Band aus den Bühnenecken her, wo die Boxen gestanden haben müssen, der Schlagzeuger hinten, Gitarren und Klavier im Raum verteilt, der hervorragende Gesang von Mick Jagger und von Keith im Chorus, ungewöhnlich stark und ergreifend. Und wer die Gitarre spielte, ob nicht vielleicht Brian Jones mit im Studio war? – er starb im Juli 1969. Honky Tonk Women war im August Nummer EINS der US-Charts.

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Das Hidepark-Free-Concert 1969 war nicht darauf angelegt, BRIAN JONES als Rolling Stone auszulöschen – darüber hat jetzt, 2015, ein Wichtigtuer ein Buch geschrieben: Paul Trynka „Sympathy for the Devil“  (vermutlich ist das auch im musikindustriellen Kommunikationspaket von Mick and Keith aufgesetzt worden; ähnlich die lachhafte Blueboys-Plakette auf dem Bahnsteig in Dartford, mit der Aufschrift: Hier gründeten Mick Jagger und Keith Richards 1962 die Rock-Band The Rolling Stones; egal, ob es die Stadtverwaltung oder die Glimmer-Twins selbst veranlassten – ihr Treffen war der Beginn der Mick&Keith-Story, nicht die Gründung der damals raketenhaft aufsteigenden Rolling Stones, die fraglos Brian Jones gründete und zum Welterfolg ausformte).

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Also diese neue Keith Richards-CD „Crosseyed Heart“ mag nach Riffs schielen – es sind ihm aber leider keine RIFFS eingefallen.

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ZWEI: Die Song-Lyrics genannten Liedtexte sind derart dümmlich, wie man sie in der gesamten bunten Sommerhit-Welt wirklich suchen müsste, um solche zu finden. Dabei ist nichts davon so witzig wie „Lass‘ mich rein, lass‘ mich raus“, oder wie „Dadada“. Keith Richards hat offensichtlich mit einem us-englischen Reimlexikon gearbeitet. Während wir seit Neil Young „Monsanto“ längst wissen, dass Popsong-Lyric nun auch ohne Reime auskommen – wenn: WENN MAN WAS ZU SAGEN HAT:

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„She’s a vegetarian, but me, I love my meat

She likes it when it’s cool, but I just love the heat“

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„But when she holds me something starts anew

She forgives me

and I forgive her too“ (Heart Stopper)

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„Someone stole my money

Who it is

it ain’t quiet clear

Stolen from my honey“ (Stolen Blind)

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Immer wieder peinlich die Auffüllung der Zeilen mit sinnlosen Wortwiederholungen oder Einsilbeneinschüben, „but“, „I“, „too“, „some“ sympathy he – Goethe te die Flöte te heu eu te – neu te te.

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So gesehen muss man Keith Richards wirklich leer, hohl und humorlos finden, wenn er stets wieder neu Chuck Berry kitsch-pathetisch als ein Rocker-Vorbild erklärt – Chuck Berry der herausragende legendäre Dichter legendärer Kurzromane als Rock-Lyrik:

SHORT LIST:

1. CROSSEYED HEART

2. HEARTSTOPPER

3. AMNESIA

4. ROBBED BLIND

5. TROUBLE

6. LOVE OVERDUE

7. NOTHING ON ME

8. SUSPICIOUS

9. BLUES IN THE MORNING

10. SOMETHING FOR NOTHING

11. ILLUSION

12. JUST A GIFT

13. GOODNIGHT IRENE

14. SUBSTANTIAL DAMMAGE

15. LOVER’S PLEA

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Es ist völlig unvorstellbar, dass Chuck Berry so einen Scheiß singen würde. Genau wie unvorstellbar ist, dass der legendäre „Like A Rolling Stone“-Rocksong und dem enigmatischen Text, jemals der Sänger und Dichter Bob Dylan ein Lied von „Crosseyed Heart“ spielen würde – NEVER, nicht mal als Witz.

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Diese 2015er Texte sind so schlecht, dass es Keith selbst nicht möglich ist, das Zeug unaffektiert zu singen – ich höre den echten Rocker Neil Young „Tonight’s the night“:

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Statt Geld nur Löcher in der Tasche?“ Hahahaha – vielleicht in der Lunge.

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Meist macht er den Bob Dylan-Nuschel, aber man spürt förmlich, wie scheißegal ihm sein Sugar oder Honey ist, wenn man noch an „The Worst“ erinnert wird, handelte es sich da zumindest um ein Bekenntnis der kleintheoretischen Reichweite. Er muss kein Denker sein, aber ohne eine persönliche Mitteilung geht es nicht – dann ist „IRENE Goodnight“ (Cover auf der CD) tatsächlich vom Niedlichentext her wenigstens so, dass unser Keith versucht zu singen. So ist es akzeptabel – er macht es, weil er es kann. Jede Run Rudolph Run-Weihnachts-Lieder-CD von Keith wäre musikalischer.

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Und die Kluft dazu, wie Charly Watts sagt: „Mick Jagger is the best Lyricist a brillant Singer and Dancer – ich habe kein weiteres Interesse beim Trommeln viel auf dessen Arsch zu schauen“. Keith Richard ist hier nur schnöde – es kommt derart substanzlos, dass es rückwirkend zweifelhaft scheint, die sehr guten Stones-Songs stammten auch von ihm, dem synkopenschlagenden „Rhythmusgitarrist“.

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DREI: Keith Richards additional „Musicians and Friends“ wurden viele Male über die vergangenen 40 Jahre zielsicher eingesetzt. Wir hören auf „Bridges to Babylon“ sensationelle Solo-Bläser, den speziellen Saxophonisten Bobby Keys, Wayne Shorter, die Klavieristen Ian Steward, Nicky Hopkins, Ian Mc Lagan, Chuck Leavell, es gab virtuoseste Instrumentenspieler, von Mouth-Harp bis Jimmy Miller Drums, von Bläsersätzen wie Background-Musikern und Sängern, Billy Preston oder Merry Clayton, Lisa Fisher und weitere für „Gimme Shelter live“.

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Steve Jordan

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Schwer vorstellbar, dass hier Jimmy Miller oder Phil Spector oder Glyn oder Andy Jones als klangliche Layouter mitgewirkt hätten.

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Ja und hier auf „Crosseyed Heart“ werden die angeblich so kostspieligen „X-Pensiv Winos“, der Gitarrist Wachtel und der Schlagzeuger Steve Jordan, geradezu verheizt. Wer STEVE JORDAN anderswo kennt, ja beispielsweise auch auf Keith hervorragender erster Soloplatte „TALK IS CHEAP“ oder bei Neil Young (1989 mit „Keep on Rocking in a free world“ und Crazy Horse), erlebt auf „Crosseyed Heart“, wie die Honigsaugerei nicht mehr klappt. Keith Richards hatte sich Input erhofft. Aber die bezahlten Kollegen liefern nicht mehr – man hätte sie austauschen können. Das hätte Paul McCartney alles ebenso schlicht für Keith Richards spielen können, vom Gitarrensolo bis zum Schlagzeug, und Background-Singen kann der sowieso genial.

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VIER: Ich habe die CD im Auto gehört, auf meinem Lenovo-Laptop, aber auch auf einer optimalen AUDIO-Anlage, wo die Klangdynamik zur Wirkung kommen kann: Es kommt Soße.

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DIETMAR MOEWS 1983 Erdbeerrock-Studio Völksen

DIETMAR MOEWS 1983
Erdbeerrock-Studio Völksen

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Denke ich, wie sich Keith Richards über die 1980er Disco-Sample-Percussion beschwert hatte oder wie er auf die echte Gitarrenblues-Sache angeblich schwört – dann ist es nach dreißig Jahren „Black and Blue“ dem gescheiterten Reggae „Oh Cherry Oh Baby“ oder „Too Rude“ und den hervorragenden Inselmusiken der jamaikanischen „Wingless Angels“, mit Keith als Gitarrenhalter, dann ist so eine Reggae-Pleite, wie hier „Love Overdue“ – mein Gott, Keith, lass‘ sowas – Krampf-Reggae.

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Mick Jagger als Bübchen in Dartford

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Dietmar Moews meint: Gut, ich habe die Nase voll. Keith Richards ist mit aller Keith-Musik eine bedeutende Einflussgröße meines Lebens, daran kann dieser Quatsch nichts ändern. Allerdings die Lobeshymne von Willy Winkler:

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Süddeutsche Zeitung, Freitag, 18. September 2015, Seite 12, Willy Winkler:

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„Der einsame Zwilling. Keith Richard erzählt in einem Dokumentarfilm Legenden und er nahm ein neues Album auf. Das ist grandios. Auch wenn Jagger fehlt.“, schrieb Willy Winkler, der besser über Erich Kästner und Erytropel schreiben kann, über Hermann Lenz und Christian Geyer, Frank Schirrmacher und Jürgen Kaube, Fritz J. Raddatz und Fritz W. Adorno – meinetwegen noch über The Small Faces. Diese KEITH-ELOGE kann nur eine Strafe verdienen: Willy Winkler muss diese Platte wöchentlich mindestens einmal anhören und dann abwechselnd Around and Around, Out of Our Heads, After Math, Beggars Banquet, Sticky Fingers, Tattoo You.

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Bildschirmfoto vom 2015-05-21 02:35:02

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Insbesondere die Seitenhiebe Winklers auf „Voodoo Lounge“, „Bridges to Babylon“ und „Bigger Bang“ (die letzten Stones-Alben, die angeblich nicht an „Crosseyed Heart“ heranreichen) definieren Winklers geringer Beatmusik-Kompetenz seitlich von Geschmacksfragen, da lobe ich Edo Reents bei der FAZ:

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Es gähnt eine absurde Kluft zwischen „It’s All Over Now“ und dem neuen „Trouble“ – auch wenn beide Stücke ähnliche Ambitionen rhythmisch fixieren.

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Es ist ein Trouble, der nicht wünschenswert ist.

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Auch wenn man Alles nimmt, was kommt, ist die Länge von Mick Jaggers kleinem Pimmel, der naseschlagende Charly Watts, der Anita-Pallenberg-schlagende Brian Jones oder die „Sergeant Pepper-Ächtung“ Kindesregress aus „LIFE“, eine launige Zurschaustellung, die durchaus als Marketing-Konzept der Zukunft zu verstehen ist: AMNESIA?

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KEITH drückt damit aus: Ich habe Alles gegeben – jetzt will er nur noch viel Geld – „Heartstopper“ – nein, ist das wahr? Will Willy Winkler etwa auch Geld?

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EDO REENTS: Feuilletonleiter der Frankfurter Allgemeine Zeitung

Januar 16, 2015

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vom Freitag, 16. Januar 2015

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Der seit Jahren durch seine Arbeit für die Frankfurter Allgemeine Zeitung bekannte Journalist Edo Reents ist von nun an Leiter des Feuilletons dieser führenden deutschen Tageszeitung..

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Reents der zunächst interimistisch die Nachfolge von Nils Minkmar übernommen hatte, erhält zu seinen Stellvertretern Hannes Hintermaier und Andreas Platthaus. Hannes Hintermaier verantwortet jetzt außerdem das Ressort Neue Sachbücher.

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Dietmar Moews meint: Ich deute die Berufung von Edo Reents als Weichenstellung des neuen Anchorman der FAZ, Jürgen Kaube, von dem als Nachfolger von Frank Schirrmacher sensationelle Neuerungen erhofft werden:

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Die Frankfurter Allgemeine Zeitung muss einen eigenen geänderten Zuschnitt entwickeln, um das eigene Kommunikationswesen mit dem verändernden publizistischen Markt durch die neuen Medien und dem wandelnden Konsumentenverhalten in der IT-Revolution neuzujustieren.

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Da nun aber geistige Qualität stets vom kreativen Kern der Personnage ausgeht, freue ich mich über diese wichtige Rolle für Edo Reents.

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Ich lese Edo Reents seit Jahren mit großer Freude und Gewinn. Sein Zugriff auf Themenstellungen, Themenführung, Urteilskraft – er weiß, was Neil Young bedeutet – hält meinem äußerst kritischen Anspruch im Geiste empirischer Soziologe – und Alphons Silbermanns (1909-2000) – stand.

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Jürgen Kaube jetzt Nachfolger von Frank Schirrmacher bei der FAZ

Dezember 10, 2014

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am Mittwoch, 10. Dezember 2014

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Der FAZ-Journalist, Jürgen Kaube (53), Redakteur und populärwissenschaftliche Buchautor (Biografie von Max Weber), tritt die Nachfolge bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) von dem kürzlich gestorbenen Schirrmacher an.

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Kaube war bislang Wissenschafts- und Kulturredakteur und ist einer der wenigen deutschsprachigen Intellektuellen, die den verirrten deutschen Organisations-Wissenschaftsbetrieb durchschauen und griffig darstellen.

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Man sagt: Wenn Kaube eine Publikation „verreisst“,ist der Fall erledigt“.

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DIETMAR  MOEWS "Mexikano" DMW 567.7.0,140 cm / 140 cm, Öl auf Textil, in Dresden im Jahr 2000 gemalt

DIETMAR MOEWS
„Mexikano“ DMW 567.7.0,140 cm / 140 cm, Öl auf Textil, in Dresden im Jahr 2000 gemalt

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Dietmar Moews meint: Jürgen Kaube zielt immer auf Qualität und zählt zu den wenigen Publizisten, denen ich fallsweise kostenlos Kritik und Ratschläge gäbe.

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(Kaube nimmt nur schlechte Publikationen vor, wenn die Frechheit übergroß ist, mit der Nichtse sich um die Plätze rangeln).

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Ansonsten sind Kaubes FAZ-Texte immer mit Gewinn zu lesen, weil er meist den Forschungsstand und die Lage kennt bzw. überschaut, weil er empirisch-soziologisch, statt adornitisch herangeht, und weil im Induktion gilt, statt Deduktion und Pseudo-Metaphysik.

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Der Publizistik-Wald rauscht momentan unentgeltlich über diese Personalentscheidung beim FAZ-Verlag: Ein Herausgeber, ein Redaktionschef – das ist eine sachliche und personalpolitische Verantwortung, an der die Weichenstellungen für die Zukunft der FAZ hängt:

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Die FAZ macht seit einiger Zeit monatlich 1 Million Euro Verlust. Es müssen also mehr Ertrag erzielt und geringere laufende Kosten projiziert werden.

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Kaube hat einen Blick für gute Leute (Edo Reents, Gumbrecht u. a.), hat auch Volkswirtschaftslehre studiert (man sagt, Kaube könne eine Bilanz lesen).

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Aber was die FAZ angeblich braucht, sei eine völlig neue Ausrichtung (IT-Revolution) – was man sich darunter vorstellen soll, sagen die Schlauberger nicht (Axel Springer hat angeblich auf Internetz als „soziales Medium“ umgestellt – schaut man genau hin, ist das, trotz Marktmacht, bei Bild.de keineswegs gelungen).

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Die Behauptung, Kaube habe das Internetz nicht verstanden, habe keine Ahnung – er ahne nichts – von der IT-Revolution, ist Unfug, insofern man das auf andere Massenmedien-Journalisten und Syndikats-Publizisten bezieht.

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Die glauben, nachdem nach dem Faustkeil, der Bleistift neue Texte ermöglichte, die Schreibmaschine von Nietzsche die Buchstabennudeln und Microsoft-Word nunmehr das Gestammel der Analphabeten in Icons verwandeln kann, entstünden neue bewirtschaftbare Nutzungsprodukte, der hat nicht kapiert, dass jeder Tag nur 24 Stunden hat.

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Voraussetzung ist Mathematik – die vermittelt sich in semantischem Wort-und Satzbau. Und nicht bei Birkel in der Nudeltüte:

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Weder Mathias Döpfner oder Kai Diekmann, von Axel Springer, noch sonstige Simulanten haben mehr Wissen oder Urteilskraft für die zukunft mit der IT-Revolution.

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Was derzeit sichtbar wird, ist dass BILD nach wie vor den Boulevard anspricht – nicht anders als vor dem Internetz mit TV-Werbung und der „Gelben Woche“: RTL: Rammeln Töten Lallen und etwas Titten.

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Was den Traum der Totaleinwicklung der „User“ in eine Verlagsplattform als „Sozial Medium“ ist für eine Qualitätsredaktion wie FAZ überhaupt keine Option.

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Die Gewinne der sogenannten „Sozial Media“, wie Facebook, ist ein vorübergehendes MOB-Phänomen. Das ist wie Pornofilm oder Massenjunk, Dschungelcamp und Yellow Press. Sowie es den letzten Trotteln fühlbar wird, dass mit „Facebook“ eine soziale Unterklassenzugehörigkeit signalisiert wird, wird aufhören hier noch unbeschwert herumzu fummeln. Dann bricht Facebook ein.

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Anders ist es bei Google. Google bietet Nutzen und Benutzbarkeit.

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Hier liegt die verlagsgeschäftliche Zukunft der FAZ: Verlässliche, professionelle Orientierungstexte aus intelligenterer Perspektive, mit liberalem Impetus.

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Kaube wird mit Interesse betrachten, wie auch die Neue Zürcher Zeitung derzeit die monatlichen Verluste erleidet und Personal entlässt. Mein Vorschlag für die FAZ ist ein einfaches Prinzip:

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Nicht mehr ausgeben, als reinkommt.

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Das muss jeder Mitarbeiter verstehen. Dann würde die erzkapitalistische Grundposition der Verleger und Herausgeber der FAZ durchaus auch erschüttert und mal das Thema Staatsmonopolkapitalismus und Subsistenzwirtschaft aufgreifen.

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Was heute zwischen THE GUARDIAN, NEW YORK TIMES, CNN, Al Jazeera und BILD und Dietmar Moews läuft, lässt sich auch für die FAZ umbrechen und durchspielen: Intelligenz muss eben auch Kritik und Gedankenschärfe enthalten, nicht nur Wadelbeisserei von Jasper von Altenbockum.

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