Von der Unermeßlichkeit des Schönen

Mai 25, 2014


Lichtgeschwindigkeit 4452

am 25. Mai 2014

.

„IX,11

Das Gleichnis im Schönen ist das Im-Selbstbilde-Bleiben des Formguten und des Inhaltswahren eines zweckbestimmten Sinngeschehens zeugerischer Herkunft.

Durch das bergende Unvergleichliche offenbart sich ganzheitlich-unmittelbar das Ursprungsgeheimnis.

Im Schönen gilt als beispielhaftes Entsprechen allein das sinnfällige Gleichnis, doch nicht der begriffliche Vergleich.

…“

.

Zitiert nach: Otto Nebel, Von der Unermeßlichkeit des Schönen (1961-63) in Frühwerke, Schriften zur Sprache und zur Kunst – Das dichterische Werk Band 3 in Frühe Texte der Moderne, herausgegeben von René Radrizzani der edition text+kritik herausgegeben von Jörg Drews, Hartmut Geerken und Klaus Ramm, München 1979

 

 


EUROPA WÄHLT 2014 – Wahlkampf findet nicht statt

Mai 19, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4428

am 19. Mai 2014

.

Dietmar Moews kopierte Angelo Musicante des Rosso Fiorentino, Florenz

Dietmar Moews kopierte Angelo Musicante des Rosso Fiorentino, Florenz

.

Kommenden Sonntag ist Wahltag. In 28 Staaten wird das neue Parlament der Europäischen Union in Strassbourg gewählt.

.

Diese Wahlen sind nationale Wahlen.

.

Der Wahlkampf wird außer von den paar bekannten EU-Parlamentskandidaten der Blockparteien, Juncker und Schulz, von den deutschen Bundes- und Länderparlamentariern geführt.

.

Die Wahlkampfthemen sind gar keine EU-Themen.

.

Weder die ordnungspolitischen Defizite der EU selbst, noch politische Vorhaben der EU finden in diesem EU-Wahlkampf statt.

.

Die Blockparteien alternieren nicht substantiell.

.

Was tut die EU mit der Ukraine-Krise?

.

Was tut die EU mit der Schuldenkrise?

.

Wann wird das EU-Parlament ein Medium der repräsentativen Demokratie?

.

Wann hört das auf, dass gescheiterte einheimische Politiker auf hochdotierte Jobs in Brüssel geschoben werden (Öttinger, Stoiber, Mc Allister, Beate Merk u. a.).

.

Wann beginnen die deutschen Mandatsträger, den Deutschen zu sagen, was vorgesehen ist, in Brüssel zu bewirken?

.

Dr. Dietmar MoewsDSCF0320

.

Dietmar Moews meint: Bislang erfährt man stets nur vollendete Tatsachen, aber keinerlei Debatte auf dem Markt der europäischen Politikideen.

Der Grund liegt darin, dass die Bundeskanzlerin ihre deutsche EU-Politik als Omnibus für ihre eigenen Wahlergebnisse auf deutscher Bundesebene benutzt. Ebenso tun es die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer.

Diskussionen würden deren Machtlosigkeit erscheinen lassen und damit Wählerstimmen kosten.

.

Das Verhalten der nationalen Politiker zeigt, dass demokratische EU-Strukturen nicht funktionieren und offensichtlich unerwünscht sind. Kein Wunder, dass die EU-Bürger ein solches EU-Kaspertheater als Abkopplung und Verschleierung ablehnen.


Mollath und Hoeneß Gerechtigkeit ZWEI

April 30, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4354

am 30. April 2014

.

Zweiter Versuch in Karlsruhe

Mollaths Anwalt legt erneut Verfassungsbeschwerde ein“

(UWE RITZER in Süddeutsche Zeitung S. 30 vom 29. April 2014)

.

SZ: „Nürnberg – Für Gerhard Strate ist es schlichtweg „ein Akt des Ungehorsams gegenüber dem höchsten deutschen Gericht“. Dabei ist nach seiner Lesart nicht irgendwer ungehorsam, sondern immerhin ein ein Oberlandesgericht (OLG), das in Bamberg … sich bislang um die Feststellung drückt, wie lange Gustl Mollath zu Unrecht in der forensischen Psychiatrie eingesperrt war, hat .. Anwalt Strate erneut Verfassungsbeschwerde erhoben. Damit droht den Bamberger Richtern eine weitere höchstrichterliche Ohrfeige, nachdem die erste kaum verhalt ist.“

Dietmar Moews meint: Dies ist die bezeichnete Horst Seehofer (CSU) Staatskrise. Verhallt ist eine Ohrfeige möglicherweise. Ein Bundesverfassungsgerichts-Urteil kann nicht verhallen. Dafür gibt es rechtsstaatliche Formgesetze der Vollstreckung: Die Staatskrise dauert an.

.

.

Uwe Ritzer führt in der Süddeutschen Zeitung weiter aus: „… Erst im August 2013 hatte das Bundesverfassungsgericht massiv den jahrelangen Umgang des Bayreuther Landgerichts und des Bamberger OLG mit Mollath gegeißelt. Sie hätten seine Grundrechte missachtet. Spätestens seit Juni 2011 sei Mollath nicht mehr unter rechtmäßigen Umständen in der Psychiatrie eingesessen. (Das geschah) weder unter dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, noch hätten die beiden Gerichte Mollaths Unterbringung präzise hinterfragt und begründet. Die Karlsruher Richter verwiesen den Fall daher nach Bamberg zurück – mit einer klaren Maßgabe: Das OLG solle erneut prüfen und entscheiden, seit wann Mollath unrechtmäßig in der Psychatrie untergebracht war.

.

.

Doch das tat der zuständige 1. Strafsenat nicht. Die Sache sei doch erledigt, entschieden die Richter, weil der Fall Mollath demnächst ohnehin noch einmal verhandelt werde, nämlich bei einem Wiederaufnahmeverfahren in Regensburg. Bei dieser Argumentation blieb ein OLG-Sprecher auch am Montag noch…“.

.

.

Dietmar Moews meint: Es ist Staatskrise, wenn politische Aufsicht nicht funktioniert. Offensichtlich hat das OLG Bamberg nicht dem Sinn des BverG-Spruchs versucht zu folgen, sondern den Schein einer weiteren formale Lücke ausprobiert, mit der Wirkung, dem BverG-Spruchs nicht zu folgen.

Genau in dieser Situation sind Justizminister und Ministerpräsident des Freistaats Bayern gefordert, Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit nicht noch weiter zu strapazieren. Aber:

Horst Seehofer bleibt verstockt bei seiner Moblinie.

.

.

UWE RITZER in der SZ, weiter: „… Man kann es aber auch so sehen: Ein bayerisches Gericht interessiert sich nicht sonderlich dafür, was ihm das höchste deutsche Gericht auferlegt hat. Nach Ansicht von Mollaths Anwalt Strate werden damit die Grundrechte seines Mandanten ein zweites Mal vom OLG mit Füßen getreten. Schließlich habe Mollath ein recht darauf, dass ein Gericht klipp und klar feststellt, von welchem Zeitpunkt an er unrechtmäßig in der Forensik eingesperrt war. „Das ist auch für spätere Entschädigungsfragen durchaus relevant“, so Strate. UWE RITZER“

.

.

Dietmar Moews meint: Der Hamburger Anwalt Gerhard Strate erfüllt mit diesem Antrag, wie sorgfältig und ernsthaft er seine Mandatsvertretung nimmt.

Der Anwalt muss alle Mittel zur Rechtswahrung und zum Interessenschutz seines Mandanten anwenden, ansonsten würde er seine Aufgabe verfehlen.

.

.

Mit Interesse sieht die weite Öffentlichkeit zu, wie im Namen des Rechtsstaates das Rechtsspiel gepflegt oder versaut wird. Angesichts der Anforderung der „Gewaltenteilung“ im deutschen Verfassungs-Staatssystems und – fein abgegrenzt dazu – die politische Aufsichts und Steuerungspflicht der kompetenten Staatsmacht mit der gegenwärtigen Situation der Blockparteien-Mehrheit und der „Großen Koalition“ von SPD und CDU / CSU.

.

.

Wir sehen, wie die Machtpolitik einer Großen Koalition, die in Anträgen und Abstimmungen keine relevante Opposition fürchten muss, hier auf den Föderalismus und die bayerische Justizkompetenz hinschaut als ginge es die Bundesregierung nichts an.

.

.

Zur Erinnerung:

Mollath und Hoeneß in der Großen oppositionslosen Koalitions-Demokratie sind ein anschauliches Beispiel für die Notwendigkeit einer aktiven, aufgeklärten zivilen Öffentlichkeit.

.

Lebendiger Teil der heutigen bayerischen Rechsstaatsgeschichte ist der Strafrechtsfall gegen den Nürnberger Gustl Mollath – im Vergleich zu Uli Hoeneß:

.

Mollaths strafrechtliche Anschuldigungen wurden schließlich mit einem Freispruch im Urteil bewertet. Aber – im weiteren Sinn wie im Fall Hoeneß – wurde auch gegen Mollath nicht ausermittelt.

.

Unterschied zwischen Mollath und Hoeneß: Mollath wollte, dass die Vorwürfe gegen ihn angemessen ermittelt worden wären, damit seine Unschuld deutlich geworden wäre.

.

Aber Mollath erhielt einen Freispruch mit unzähligen Verfahrensfehlern, Amtsanmaßungen, Beweis- und Zeugnisunterschlagung durch Gerichtspersonal, insbesondere Richter Otto Brixner.

.

Ja, Freispruch hieß für Gustl Mollath aber nicht FREI – man erklärte Mollath für gemeingefährlich und ließ Mollath im bayerischen Psychiatrie-Enigma verschwinden: Er galt als schuldunfähig und gefährlich.

.

Dietmar Moews meint: Kam denn Niemand auf die Idee, Uli Hoeneß dem bayerischen Psychiatrie-Trogglodytmarismus zu übereignen? Dann hätte man sich die Schande der unermittelten schweren Straftaten von Uli Hoeneß erspraren können – ähnlich dem Verfahren gegen Mollath

.

In dem kommenden Wiederaufnahme-Strafverfahren gegen Gustl Mollath kann keine Verschlimmbesserung für Mollath herauskommen. Kurz, schlechter als Freispruch kann es nicht kommen. Mollath darf hoffen, dass die gesamten Straftatenvorwürfe gegen ihn so gut es geht im Wiederaufnahmeverfahren geklärt werden wird. Das wäre die nach Gerechtigkeit schreiende Rehabilitierung für Gustl Mollath.

.

Mollath will zusätzlich vor das Oberlandesgericht in Bamberg ziehen bzw. Mollaths Rechtsanwalt Strate hat beim Bundesverfassungsgericht Beschwerde eingelegt:

.

Mollath will klären lassen, ab wann Mollath widerrechtlich in der Psychiatrie gesessen hat bzw. sein Anwalt Gerhard Strate habe beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eine Beschwerde gegen einen OLG Bamberg-Beschluß von 2011 eingereicht. Bamberg hatte bis zuletzt darauf entschieden, dass Gustl Mollath wegen seines gutachterlich-psychiatrischen Status in der geschlossenen Anstalt in Bayreuth bleiben musste (dpa / neues deutschland, 29. April 2014).

.

Was sagen Uli Hoeneß, Gerechtigkeit und der freie Bürger?


ALFRED SCHNITTKE AKADEMIE – es spielt Natalia Sikharulidze

April 25, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4335

am 25. April 2014

.

Liebe Freunde der Alfred-Schnittke-Akademie in Hamburg Altona, wir laden Sie zu unserem nächsten Konzert am Sonntag herzlich ein:

.

Es spielt NATALIA SIKHARULIDZE


CCC diskutiert Demokratie: Eine Freundin emailt – Doktor Winterlatt antwortet

April 21, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4321

am 21. April 2014

.

Gruß

Die Einschränkung der Privatsphäre ist nicht nur ein privates, sondern auch ein gesellschaftliches Thema. Das wird in den Massenmedien, und auch beim CCC, bisher wenig diskutiert.

.

.

In den Massenmedien werden diese Probleme entweder auf beteiligte Köpfe, auf Gut gegen Böse oder gar nicht gebracht. Komplexe Zusammenhänge, die nicht als Bild in Schwarz-Weiß kommen, werden meist ganz weggelassen.
.
Das genau ist der Punkt. Ich versuche, das zu erklären:

.
Wenn ich nicht will, dass mein Browserverlauf, oder wie das technisch richtig heißt, veröffentlicht wird, weil ich nicht will, dass meine Kollegen wissen, wie oft ich Happy Tree Friends angesehen habe, dann ist das ein privates Thema. Sicher ein legitimes Anliegen, aber ein persönliches.
.
Wenn ich keinen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst bekomme, weil ich in meiner Jugend einmal beim Psychiater war, dann ist das auch ein Thema, das zuerst einmal nur mich betrifft, wenn die Folgen auch schwerer sind.
.
Wenn vor meinem Haus ein Lastwagen mit der grauen SA von der Atom-Mafia hält, und mich maskierte Männer mit Stahlstangen verprügeln, weil ich mich über Ökostromanbieter informiert habe, dann ist das immer noch mein persönliches Problem, wenn auch ein gravierenderes.
.
Das ist der Aspekt des Datenschutzes, den Bildzeitung und CCC behandeln. Und zu Recht. Der gesellschaftliche Aspekt ist ein anderes Thema:
.
Wenn die Anbieter von Happy Tree Friends pleite gehen, weil sie keine Kunden mehr haben, dann wäre das kein gesellschaftliches Problem.
.
Wenn im öffentlichen Dienst lauter Psychopathen rumlaufen, weil diejenigen, die dort eine Karriere einschlagen wollten, nicht zum Psychiater gegangen sind, dann ist das eben nicht nur ein persönliches Problem.
.
Und bei den Schlägertrupps der Atom-Mafia wäre ja nicht nur die Folge, dass die Ökostrom-Anbieter pleite gehen. Es fehlt dann auch die gesellschaftliche Stimme, die diese Themen anspricht. Und es gibt eine Menge diffusen Frust. Wenn man sich nicht mehr trauen kann, öffentlich etwas gegen Atomstrom zu sagen, dann sind die Menschen deswegen trotzdem nicht alle einverstanden, und es wabern, zum Teil sicher auch falsche, Gerüchte herum.
.
Und durch diese, sicher immer wieder unzutreffenden Gerüchte, kommen die Atomstromgegner in Verruf, und die Maßnahmen scheinen um so mehr gerechtfertigt.

.
Das sind Dinge, die die Bildzeitung nicht anspricht, und auch der CCC nicht. Weder die gesellschaftliche Funktion, dass Demonstrationen auf Missstände hinweisen, noch, dass eine öffentliche Diskussion am besten geeignet ist, die Schieflage mancher Zeitgenossen zu korrigieren.
.
Disclaimer: Ich will hier in keiner Weise nahe legen, dass Unternehmen der Atomindustrie irgendwelche Schlägertrupps bezahlt hätte. Solche Angriffe sind mir nicht bekannt. (Was wahrscheinlich einmal mehr meine Unwissenheit dokumentiert.) Insofern ist das ein fiktives Beispiel. In anderen Ländern sind aber durchaus Gewerkschafter unter sonderbaren Umständen ums Leben gekommen.
.
Das ist das eine Thema: Die Folgen einer Einschränkung der Privatsphäre FÜR DIE GESELLSCHAFT werden nicht diskutiert.

.

Das anderer Thema, was nicht diskutiert wird, sind die Bedrohungen für den Einzelnen, und dessen FOLGEN FÜR DIE GESELLSCHAFT. Meine Privatsphäre brauche ich ja unter anderem deswegen, weil ich bedroht bin.
.
In Ägypten, weit weg, sollen die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz von Kamelreitern angegriffen worden sein. Und da versteht man, warum das schlecht für eine Demokratie ist. In Deutschland sind regierungskritische Demonstranten mit Farbbeuteln angegriffen worden, und da wird, ganz sonderbar, nicht darauf eingegangen, dass das ein gesellschaftliches Problem ist. Schließlich haben diese Menschen ein Anliegen, und wenn sie den Bildungsplan tatsächlich nur „falsch verstanden“ haben, dann ist es wichtig, dass das bekannt, und der Bildungsplan besser erläutert wird.
.
Aber anscheinend ist es kein Problem, wenn sich hier und heute schon Menschen nicht trauen, auf Demos zu gehen, weil sie Angst vor Angriffen haben. Dass Plakate mit der Aufschrift:
.
Homophobe und Faschisten
fisten fisten fisten –

die Menschen vielleicht nicht gerade in der Ansicht bestärken, dass sexuelle Vielfalt erstrebenswert ist. Der eine oder andere wird wahrscheinlich mit der Ansicht heimgegangen sein, dass das nicht die Leute sind, denen er seine Kinder anvertrauen will, insbesondere da die „Toleranten“ klar gemacht haben, dass sie das auch umsetzen wollen, was sie da sagen. (Die Polizisten sind ja nicht nur mit Fäusten, sondern auch mit den Füßen traktiert worden.)
.
Und auf der anderen Seite haben wir damit ein Klima, in dem sich Menschen mit einer gewissen sexuellen Orientierung nicht immer ganz angenommen fühlen. Und vielleicht auch nicht immer ganz sicher.
.
Was ich damit sagen will: Wenn Menschen Angst haben, auf eine Demo zu gehen, dann ist nicht nur die Versammlungsfreiheit dieses einen Menschen bedroht. (Art. 8 GG) Das an sich ist ein Thema. Es ist auch der gesellschaftliche Friede bedroht.

Zurück zur Bildzeitung, und den anderen Massenmedien. Ja, die berichten über die Demos. Dort heißt es, auf der Demo waren „Fundamentalisten und Nazis“. Dass diese Menschen ganz vernünftige Fragen hatten, beispielsweise
– ob jede, wirklich jede sexuelle Spielart akzeptiert werden muss. Und wenn nein, wo die Grenze liegt,
– warum die Pädophilen-Organisation Krumme13 zur Teilnahme an der Gegendemo aufgerufen hat

.

– wenn Akzeptanz von Pädophilie nicht die logische Konsequenz der Forderung nach sexueller Vielfalt ist.

.
– oder was „Elternrechte“ in der Situation bedeutet.
.
Davon findet man in den Massenmedien nichts, das wird auf die persönliche Ebene herunter gezogen.
.
Bei der Petition von Gabriel Stängle das selbe: Da heißt es, das sei ein Fundamentalist. Die sind eben so. Dass er eine verstehbare Frage hatte, nämlich, warum das Geschlecht von der Gesellschaft erzeugt sein soll, die Sexualität dagegen festgelegt. Das eine soll hinterfragt werden, das andere ungesehen akzeptiert. Wie soll er das seinen Schülern erklären?
.
Auch das erwähnen die Massenmedien nicht, auch da ziehen sie die Frage auf die persönliche Ebene herunter.
.
Und jetzt gibt es „Verhandlungen“ mit „Kirchenvertretern“, „Änderungen“ am Bildungsplan – aber die Fragen bleiben unbeantwortet. Man hat sich sogar von den Pädophilen distanziert. Aber wirklich erklärt, warum sie gekommen sind – wenn das nicht zu „sexueller Vielfalt“ gehört, das hat man nicht.
.
Kennen wir dieses Verhalten nicht irgend woher? Richtig. Bei den S21-Gegnern das selbe. (Und nicht nur da.) Die haben doch auch Fragen:

.

http://www.youtube.com/watch?v=17UvRFutCyU
.
– Zur Finanzierung evtl. auftretender Mehrkosten (Alleine seit der Volksabstimmung 1.500.000.000 Euro, und das, bevor man einen Meter Tunnel gebaut hat.)

.
– Zur Sicherheit

.
– Zur Ausbaubarkeit
.
Ich denke da an die Worte eines Juristen im Staatsdienst: Ja, es mag sein, dass es dafür Antworten gibt, und ich sie nicht kenne. Aber sie werden eben so schlecht kommuniziert, dass auch andere sie nicht kennen. Auch im Dialog 21 wird darauf nicht eingegangen. Ich habe mir gerade die Seite http://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/ angesehen, und auch da nicht gefunden, wo auf die Gegenargumente eingegangen wird.
.
Und Herr Kretschmann schreibt einen offenen Brief, in dem er sagt, dass er die Entscheidungen in Zukunft transparenter machen will.

.
Nun ja, beim Bildungsplan ist ihm das nicht geglückt. – Ganz konkret: Er hat weder mit dem Initiator der Petition, noch mit den Organisatoren der Demos gesprochen – nur mit handverlesenen „Kirchenvertretern“.
.
Zurück zu S21: Herr Kretschmann sagt, dass das Land nicht mehr Geld geben wird als zugesagt. Aber was er tun will, wenn das Geld zu Ende ist, und die Bauarbeiten halb fertig, das sagt er nicht.
.
Und: Ja, es gibt eine Berichterstattung über die Demos, auch in der oben erwähnten Zeitung. Aber auch da wird das auf die persönliche Ebene herunter gezogen: Das sind Berufsdemonstranten, Menschen aus den Halbhöhenlagen, Menschen, die nur auf die Demo gehen, um ihre Freunde zu treffen. Ein Kollege von mir meinte, die Demonstranten würden bezahlt. Wer das Geld und den Willen hat, die vielen Demonstranten zu bezahlen, das konnte er mir auch nicht sagen, aber er war sich sicher, dass diese Menschen nur demonstrieren, weil sie dafür bezahlt werden.
.
Und auch der Datenschutz wird auf die persönliche Ebene gezogen. Die Menschen sagen dann: „Mich stört es nicht, ich habe nichts zu verbergen.“ Gut, wir glauben das nicht, aber wenn es wahr wäre, was für ein Argument wäre das? Wenn die Überwachung tatsächlich nur für Ärzte, Seelsorger und Journalisten ein Problem wäre, wäre sie dann richtig?
.
Das sprechen die Zeitungen sogar hin und wieder an. Dass die Ärzte auch Patienten haben, und dass es finanzielle Folgekosten haben könnte, wenn sich Menschen nicht behandeln lassen, wenn sie Angst haben, das geht dann meistens unter.
.
Vielleicht wird noch erwähnt, dass Journalisten Korruption nicht aufdecken können, weil sich die Informanten nicht trauen, ihnen die Informationen zu geben. Dass es Folgekosten für die Gesellschaft hat, wenn Korruption nicht aufgedeckt wird, dass die Folgekosten vielleicht höher sind wie die Gewinne durch die aufgeklärten Verbrechen, das kommt in der Diskussion nicht vor.
.
Nun sind die Homo- und S21-Debatten nicht das Kernthema des Chaos Computer Clubs CCC. Der Datenschutz wird aber in der selben Weise auf die persönliche Ebene heruntergezogen. Und das ist ein Thema, das man behandeln könnte.
.
(Dass die Massenmedien praktisch alle Pro-Homo sind, und die Gegenpositionen vornehmlich über das Internet verbreitet werden, das ist auch ein Thema für den CCC, aber nicht die Antwort auf die obige Frage.)
.
Wobei ich nicht sagen will, dass K21 wirklich die bessere Lösung ist. Was ich sagen will ist, dass die Frage zwar behandelt wird, aber herunter gezogen auf die Ebene der Befindlichkeiten, Pro-S21 und Contra-S21 sind ähnliche Fragen wie Pommes „rot“, oder Pommes „weiß“, bei der mein Geschmack meine Haltung bestimmt. Die Bildzeitung hat sogar Aufkleber für beide Richtungen geliefert: Stuttgart Neinundzwanzig, und Stuttgart Meinundzwanzig. Und ähnlich wird es auch mit dem Datenschutz gemacht: „Es stört mich“ oder „es stört mich nicht.“ Und das wird dem Thema nicht gerecht.
.
Und eben weil der gesellschaftliche Aspekt des Datenschutzes relativ wenig diskutiert wird, habe ich hier einen umfassenderen Text dazu geschrieben. Ich wollte darlegen, dass es nicht nur um persönliche Befindlichkeiten geht, sondern um gesellschaftliche Themen. Und das bezieht sich nicht nur auf die Konfliktparteien, da geht es auch um das Vertrauen in den Staat, die Polizei und die Schulen. Und da geht es auch um das Vertrauen der Politiker zu freier Meinungsäußerung im Internet.

.

Antwort

Ein solcher Schwall von Gedanken wirkt ernst gemeint – so muss es ernst genommen werden und respektiert werden. Dazu gehört aber eigentlich, dass ein solcher Text strukturierter daher gebracht werden müsste, damit etwaige Adressaten besser verstehen könnten und sich die Mühe machen, darauf einzugehen.

.

Wir blicken auf vielfältige Geschehnisse. Dieses Geschehnisse gehören dem Politischen und dem Gemeinwesen an. Und sie gehören der politischen Bildung, der Information, der Kommunikation, schließlich der politischen Artikulation an. Bzw. spätestens wenn die Kommunikation stockt oder verebbt, weil dafür die gemeinsame Sprache, die Wertegemeinschaft, das gemeinsame Demokratieverständnis und soziale Dynamik, Mut oder Angst die Demokratiegemeinschaft zu sehr durchlöchert – dann sind Öffentlichkeit und Erfahrung im Abseits gelandet. Da helfen kein Schwarm, keine Massenemailaktion und keine Handzettel.

.

Dass der Chaos Computer Club (CCC) mit den Angelegenheiten der IT befasst ist, reicht allein zur Einsicht, dass alle CCCler von IT-Politik reguliert werden.

.

Ob sich der CCC dafür zuständig findet oder nicht, drückt nur die unverschuldete oder selbstverschuldete Unmündigkeit aus, die Verhältnisse, denen man unweigerlich ausgesetzt ist, mitzugestalten.

.

Hinzu kommt eine moralische Verpflichtung für den CCC: IT und IT-Revolution sowie die defizitäre IT-Politik erfordern eine enorme technische Kompetenz.

.

Nur IT-ler und Telematen, dazu Hacker, Nerds und Geheimdienstler kennen jeweils Teilbereiche dieser Weltrevolution. Wer von Soziologie etwas versteht, hat oft Defizite in den technischen Fragen, Juristen pflegen meist nur ihre gesinnungsethischen Normen, statt den Alltagsfarben der Empirie zu gehorchen. Der CCC jedenfalls ist eine Freiwilligenfachschaft, die oft lustorientiert zusammenkommt – da folgt jeder seinem kreativen Impuls.

.

.

Kurz, im CCC gelten harte naturwissenschaftliche Strategien und große Unlust dafür, sich in entweder gesinnungsethische (Parteien und Lobbyisten) oder verantwortungsethische (Weltretter und Moralisten) Laiengespräche einzulassen.

.

Es ist die Einschränkung der Privatsphäre nicht nur ein privates, sondern auch ein gesellschaftliches Thema.
.
Wenn in Massenmedien über Europarat-Anhörung: Snowden fordert Ende der verdachtlosen Überwachung oder über Maas‘ Anti-Nacktbilder-Pläne lösen Protest aus oder Smartphone, öffne dich oder über Facebook startet Freunde-Finder berichten, kann man doch sehen, wie sehr bzw. wie dürftig die Gesellschaft diese „Lieferungen“ kauft und auch, wie intensiv Antworten aus der Gesellschaft an die Medien rückgemeldet werden.
.
Diese Ausbeute finde ich jetzt so unbeachtlich nicht. Welche Aufklärung und Initiation politische Sendungen aus dem CCC an die weite allgemeine Öffentlichkeit bewirken können – da habe ich doppelte Zweifel:

.

EINS Die CCCler sind politisch und soziologisch überwiegend blöd, unwillig und unfähig an Nichttelematen verständliche Botschaften auszusenden. Das macht schon Journalisten, Soziologen und Politikern schwer, CCC-Anregungen aufzugreifen (s. die 17 in der BMI-IT-Enquetekommission).

.

ZWEI Die allgemeine Öffentlichkeit knüpft immer da an, wo sie selbst dazu angereizt und motiviert ist und keineswegs, wo sie aus gesellschaftlicher Pflicht heraus lernwillig und meinungsfreudig einschwingen müsste. Damit wäre alle Selbstüberwindung und Liebesmüh‘ des CCC vergebens.

.

FOLGLICH bieten sich verschiedene probate Möglichkeiten, im CCC eine it-soziologische Gesprächsszenerie anzufüttern:

.

– Die vom CCC öffentlich angebotenen Vorträge, so gut wie möglich, weiterhin anzubieten.

.

– Innerhalb der regelmäßigen Stammtische und Treffen im CCC weiterhin informelle Gespräche und Meinungsaustäusche zu suchen und gelegentlich mitzumachen.

.

– Wer möchte, sollte auch in den Threads seine Spuren eintragen und auch die Anregungen anderer zu beantworten suchen.

.

– Einladungen als Fachreferent anzunehmen oder als Informant für Publizisten dienlich zu sein.

.

– Einzelne CCCler sollten auch gelegentlich auf die in Massenmedien publizierten it-politischen Positionierungen aufgreifen, kritisieren und aus IT-Sicht aufmischen. Oft kommen sehr plumpe Interessenten aus dem Staatsschutz oder aus der IT-Industrie zu Wort, die wichtige Argumente oder Verwertungsbedenken ausblenden oder weglassen.

.

– Hauptgewicht und Pflichterfüllung gegenüber der Gesellschaft und den Werten im Rechtsstaat können CCCler verwirklichen, indem sie die in der Öffentlichkeit promoteten Themen und Werte zur IT zu verstehen suchen und sich dazu und darüber hinaus Höchstkompetenz zu erarbeiten.

.

– Der CCC kann durch Verlässlichkeit und Kompetenz große allgemeine und spezielle Wirkung erzielen. Während ideologische Beiträge zum allgemeinen Palaver und als Sprudelköpfe im Geräuschpegel lediglich Ansehensschwächung für den CCC und seine Mitglieder erzeugt.

.

P.S. Ich finde in einer unsystematischen impressionistischen Aneinanderreihung von Beispielen, wie Oben, das ausgedachte Beispiel mit den SA-Atomschlägern irreführend – dafür sind empirische Fälle zu nennen. Entweder Du hast was zu sagen oder nicht. Mindestens müsste die WARNUNG ausgesprochen werden, was mit der heutigen NSA-Entrechtung an Freiheit, Sicherheit und Demokratie bliebe, wenn statt Großer Koalition ein Nazi-Einparteien-Regiment an der Macht wäre.

Kuckuck


Pornografie-Debatte: Eine Freundin emailt – Doktor Winterlatt antwortet

April 18, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4311

.

Gruß

zu Blogbeitrag „Sotchi bildet über der (die) Unermeßlichkeit des Schönen“

Lichtgeschwindigkeit 4150 am 22. Februar 2014 . . „…Ohne die strahlende Wärme des Formguten könnte das …

Was soll diese superdumme, unqualifizierte Zusammenstellung? Was haben die Bilder meines Vaters mit Pornografie zu tun???

.

Antwort

Nach meiner Auffassung kann eine Anregung zu einer öffentlichen Pornografie-Debatte wie folgt gelingen oder ins Leere gehen.

.

Der angesprochene Lichtgeschwindigkeit-Beitrag 4150 enthält keine direkte Aufforderung zur Kommentierung. Die Zusammenstellung des Beitrages aus Text und Bildern zeigt, wie, im Zusammenhang mit weltweitem Sportmarketing, Autorenbilder – hier von einem Pressefotograf und einem Kunstmaler – durch Interpretation mehr oder weniger naheliegende Verdächtigungen heraufgerufen werden können.

.

Das findet stets durch junge Mädchen, naive Blicke, bestimmte Trikotagen – von Autoren ins Bild gesetzt, von Redaktionen ausschnittweise verlegt – Quote.

.

Wie konkret dazu die abgebildeten jungen Mädchen Drogen, Doping, Schlaftabletten oder sonstigen Stimulanzen erhalten haben, damit sie als Objekt geduldig mitmachen, kann dahingestellt bleiben. Man sieht es den Bewegungen und den Gesichtsausdrücken meist an.

.

Nach heutiger Praxis der Benutzer von freiwilligen Blogs im Internetz ist die Aussicht auf Kommentare oder die Beteiligung an einer Debatte, mit superdummer, unqualifizierter Zusammenstellung als Exposition eines Themas anzahlmäßig größer und intensiver als bei sachlicher Ansprache.

.

Mit Lichtgeschwindigkeit 4150 ist das Thema von mir gesetzt worden, es lautet: „Exposition einer öffentlichen Pornografiedebatte in einem marginalen Internetz-Blog – „Dietmar Moews‘ Blog“ bei WordPress – mit empirisch-soziologischem Interesse“.

.

Diese Thematisierung wurde mit dem aktuellen Olympiaort Sotchi, einer Bildreproduktion im Sportteil der Süddeutschen Zeitung und mit Gemäldereproduktionen aus einem Katalog des Malers Bernhard Dörries zusammengestellt. Das Thema erhielt den Titel „Sotchi bildet über der (die) Unermeßlichkeit des Schönen“.

.

Eine deutlichere Entgegensetzung von Mädchenabbildungen, wie sie sich dem Betrachter zwischen dem hauteng gekleideten Eislaufmädchen und den Dörriesmädchen anbietet, muss zum Verständnis nicht durch anders aufgefasste Darstellungen von dem Maler Balthus noch verdeutlicht werden (Thomas Mann hätte vermutlich Knaben gemalt, oder: Warum diese Mädchen und nicht Kartoffeln?).

.

Schließlich geht es nicht um eine konkrete Bewertung von Pornografie durch den Autor Dietmar Moews in seinem Blog-Beitrag, sondern um die Anregung zu eigenen Gedanken der Blogbenutzer zu solchen Bilderscheinungen. Dazu gehört die konkrete eigene Benutzung der Bilder und des Zusammenhanges in der öffentlichen Kommunikation. Oft geht das einher mit einer Debattenvermeidung oder einem persönlichen Kommentar hierzu.

.

In Verbindung mit einer größeren Zahl freiwilliger Debattenteilnehmer steht regelmäßig die Verflachung einer Debatte oder – wenn entsprechend kritisch moderiert wird – schläft die Debatten-Aktivität ein.

.

Es darf aus einer heterogenen freiwilligen Teilnehmergruppe keine Seminarqualität erwartet werden. Leute, die was wissen und schreiben und lesen können, lassen sich nicht auf beliebig heterogene Meinungsäußerungsdispute ein. Ein Ernst einer persönlichen Einlassung zu einer Angelegenheit kann nicht auf Freiwilligkeit abgestellt werden, sondern ist stets auf Notwendigkeit angewiesen. Und genau das ist hier bei dem eingekommenen Kommentar des Bernhard Dörries jr. der Fall – er schreibt als Sohn. Dazu weiter unten.

.

So gut wie nie werden relevante Gedanken zu einer gezielten Thematik von Kommentatoren eingebracht. Bestenfalls Besserwisserei, abwegige Selbstdarstellungen oder schlaumeierische Zitate prominenter Quellen.

.

Kommentator Dörries erweckt den Eindruck, aus der selbstsignierten Position der Empörung – also von oben nach unten – „mal so richtig bescheidzugeben“. Es ist die exklusive rechte Grundhaltung: Vermeindliches Recht in autoritäres Verhalten zu verpacken. Damit das hier zweifelsfrei klar wird: Dietmar Moews hält autoritäres Geflame nicht für Pornografie, sondern in diesem Fall für eine unbedachte Stellungnahme des Bernhard Dörries jr. zur Pornografie-Debatte im Internetz „für die Galerie“. Wood eye be carefully.

.

.

An wen wendet sich der Kommentar? – an wen die Antwort?

Mit der erheblich dauernden und intensiven Blogarbeit des Autors Dietmar Moews, nebst gelegentlicher Erwähnung der hier zusammenkommenden Gegenstände und Themen, wie Sport, Sportmarketing, Medienkritik, Kindersex und Pornografie, Kunst und Malerei, der Maler Bernhard Dörries, der Maler Otto Nebel, der Maler Dietmar Moews, Autorenbilder und Urheberrecht und Vieles mehr, steht der Auftritt des Kommentators zu Lichtgeschwindigkeit 4150 heraus. Bernhard Dörries‘ Sohn meldet sich erstmalig hier – zum Thema Pornografie-Debatte – zu Wort. Das wird das Internetz und seine Verwerter sehr interessieren.

.

Der Autor ist eine öffentlich bekannte Person. Dass sich Bernhard Dörries jr. als Diskutant zum Thema Pornografie oder zum Thema Pornografie in der Malerei von Bernhard Dörries bislang öffentlich hervorgetan hätte, ist hier nicht bekannt. Aber es ist ihm unbenommen, das hier zu tun.

.

Ein Debattenbeitrag in einem privaten Internetz-Blog zum Thema Soziologie, oder enger gefasst Pornografie-Debatte, ist nicht mit Pornografie gleich und deshalb auch nicht die Kommentierung mit Pornografie gleichzusetzen.

.

Der Autor der Lichtgeschwindigkeit beabsichtigt keine Pornografie zu betreiben oder solche herzustellen und zu publizieren. Die Bilder in dem Blogbeitrag sind aus Sicht des Autors nicht Pornografie. Die Abbildungen zeigen allerdings Mädchen – womit der junge Mensch als Objekt des Erwachsenen gezeigt wird – und hier beginnen die Bewertungen von Kunstfreiheit bis Strafrechtsrelevanz, die schließlich im täglichen gesellschaftlichen Gebrauch und in der Rechtspflege ausgewählt beurteilt werden.

.

Der Kommentator selbst bringt mit seinem Kommentar „superdumm …“ seinen Unmut zum Ausdruck. Einen substantiierten Debattenbeitrag zum Thema „Mädchen als geliebtes Objekt mit Schlaftablette“ wollte er dazu nicht abgeben. Dazu ist aber immer noch Zeit, das zu tun.

.

Der Kommentar wurde vom Blog-Autor genehmigt, weil darin ein Ernst zum Ausdruck kommt, der respektiert wird. Auch wenn der Kommentator sich der Netzschnodderigkeit bedient und sich selbst solchem Beschimpfungsstil damit aussetzt, ist ihm dieser Selbstausdruck hier gestattet.

.

Schließlich wendet sich der Kommentator Bernhard Dörries jr. auch nicht an den Blog-Autor, sondern an seine Gruppe, also an solche Aufmerksamkeits-Beteiligten, mit denen der Kommentator Dörries persönlich in Kontakt steht. Ferner sind seine Adressaten sonstige Kunden mit Interessenverflechtung. Der schnodderige Kommentar ist also eine soziale Pflichterfüllung gegenüber Dritten.

.

Dörries jr. sagte damit etwas über sich selbst und zum Thema Pornografie inmitten seiner sozialen Szenerie. Er sagt damit Nichts zu etwaigen Zusammenhängen der Mädchenbilder von Bernhard Dörries mit sonstigen Mädchenbildern, wie die Engtrikotagenträgerinnen von Sotchi und deren Vermarkter.

.

Dörries jr. sagt damit Nichts über die Beziehung der Maler Bernhard Dörries und Dietmar Moews und Nichts zu deren Mädchenbildern.

.

Der Kuckuck wendet sich an die zufälligen und die ständigen Benutzer des Blogs „Dietmar Moews‘ Blog WordPress Globus mit Vorgarten“ und seiner Beitragsreihe „Lichtgeschwindigkeit“. Mit Bernhard Dörries jrs. Internetz-Kompetenz möchte der IT-Soziologe Dr. Moews nicht vertieft umgehen – es ist die weitverbreitete Netz-Unbedarftheit, mit der Dörries sich Datenspuren einhandelt, auf die er sicher nicht scharf ist. Es erstaunt, wenn man Dörries jrs. Berufsangabe Regisseur ernst nimmt; der müsste diesbezüglich klüger sein.

.

Bislang wurde weder der Beitrag Lichtgeschwindigkeit 4150 noch wurden andere Videos oder Texte von Dietmar Moews der Pornografie angezeigt, angeklagt oder dessen bezichtigt. Dies betreffend ist Dietmar Moews auch mit der Wirkung seiner Publikationen vollkommen einverstanden – denn er versteht sie als Kunst im Rahmen der Kunstfreiheit und nicht als Pornografie im Rahmen des Pornografieverbots.

.

Sehr schön sind übrigens auch Stilleben von Dietmar Moews, wie solche mit an der Wand hängenden Kleidungsstücken, die er anfang 1970 in Springe am Deister malte, ausstellte und verkaufte. Interessant die darauf von Bernhard Dörries gemalten Mädchenkleider. Aber der Streit ist hinfällig, denn – wie sagt der Grüne Heinrich von Gottfried Keller? „Machs, wers kann.“

Kuckuck

.

Bild

Das Stilleben wurde von Dietmar Moews 1974 gemalt und ausgestellt. Es ist 130/110cm groß, Öl auf Leinwand und wurde für die Sammlung Heinrich Zapke, Hannover angekauft.

.

Bild

Dietmar Moews, Stilleben, Öl auf leinwand, 130/110 cm, 1974 in Springe am Deister gemalt.

.

Bild

Kataloge-Aufsichten:

Oben Bernhard Dörries (1898-1978), Katalog von 1981 mit den 1976 datierten Stilleben, die der 78-jährige Maler von den Renaissancekleidchen mit Ei-Tempera auf Leinwand lebensgroß malte.

Unten Dietmar Moews (geb. 1950), Katalog von 1977 mit den 1974 und 1975 datierten Stilleben, die der 24-jährige Maler von seinen Kleidungsstücken mit Öl auf Leinwand lebensgroß malte. Moews selbst stellte damals Dörries in der Galerie M in Hannover aus.

Dazu gäbe es noch so manche Geschichte.


AKW-Emsland abgeschaltet und FUKUSHIMA?

April 12, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4294

am 12. April 2014

.

AKTUELLES zur deutschsprachigen Informationslage am 12. April 2014:

Dietmar Moews: Ich habe umfassend Stichproben verfolgt, ob und wo, wann die dpa-Nachricht vom 29. Oktober 2013, wie sie in diversen Tageszeitungen gebracht worden war, Anknüpfung und Aufklärung erhielt.

.

Das AKW-Emsland ist laut dpa abgeschaltet worden. Was und wie daraus folgte und was hier der Bergiff „abgeschaltet“ bedeutet – etwa heruntergefahren? – wurde nach meinem Informationsstand nicht wirksam veröffentlicht. Demnach müsste das AKW-Emsland stillstehen. Hierzu wurde das Video Lichtgeschwindigkeit 3976 aufgenommen und steht bereit:

.

Lichtgeschwindigkeit 3976 Atomkraftwerk Emsland abgeschaltet und Fukushima?

.

http://www.youtube.com/watch?v=JMqEnJYxV2Q

.

AKW Emsland abgeschaltet

DPA-Meldung AKW abgeschaltet

mit Hamburger Abendblatt vom 29. Oktober 2013

Neue Zürcher Zeitung vom 28. Oktober 2013:

Japanische Regierung (Schinzo Abe) legt Gesetzentwurf zur Abstimmung im japanischen Parlament vor: Abe würgt Pressefreiheit und Gleichschaltung zu Fukushima

Der Wikipedia-Trick

Funktionaler Dilettantismus

Inkonstanz des menschlichen Verhaltens

.

Inzwischen hat die japanische Regierung im Parlament durchgesetzt, dass in Japan weiterhin Atomkraftwerke betrieben werden, statt der Erfahrung der vier Supergaus von Fukushima die verlangte Vernunft zuzugestehen.

.

Stattdessen wird die Pressefreiheit eingeschränkt und tausende von Tonnen radioaktiv hochkontaminierten Kühlwassers wird in den Ozean gepumpt.

.

Japanische Dummheit und japanische Frechheit

.

Schwer zu fassen sind die Dummheit und Frechheit, die die japanische Regierung und die Supergau-Tepco vorträgt, das unmögliche „Verdünnen der Radiaktivität“ betreffend.

.

Auch schwer zu fassen, dass die internationale Publizistik diese idiotischen japanischen Werbetexte vom prozentualen Giftwasser unkritisch weiterträgt, statt darauf hinzuweisen:

.

Radioaktivität strahlt und giftet nach menschlichem Ermessen unendlich! Die Strahlung lässt sich nicht durch Verdünnen vermindern. Insofern ist verdünntes Giftwasser eine Lüge darüber, dass die gesamte Strahlung in die Weltmeere „entsorgt“ wird. Das ist nichts anderes als die Atom-U-Boote im russischen Eismeer.

.

 


Japan vergiftet sich mit Fukushima-Dummheiten

März 22, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4235

am 22. März 2014

.

Zum dritten Jahrestag des nach wie vor unbeherrscht fortlaufenden Supergau der vier zerstörten Atommeiler von Tepco-Fukushima wird auch in großen deutschen Städten für den Atomausstieg demonstriert.

.

http://www.youtube.com/watch?v=0aGScfu5Yhs

am 18. 3. 2011 in Lichtgeschwindigkeit von dietmarmoews

.

Auch in Japan haben am Wochenende Zehntausende gegen die Atompolitik ihrer Regierung protestiert. Ministerpräsident Abe will allen Widerständen zum Trotz zumindest einige der 50 Atomreaktoren im Land wieder in Betrieb nehmen.

.

Kundgebungsteilnehmer wiesen darauf hin, dass Japan seit Monaten ohne Kernkraft auskommt.

.

http://www.youtube.com/watch?v=KpmKWvP0B3s

30.3.2011 Lichtgeschwindigkeit von dietmarmoews

.

Ferner ist eine katastrophale Situation entstanden, dadurch dass es in ganz Japan keine Arbeitskräfte mehr gibt, die nicht durch Einsätze in Fukushima bereits die Obergrenze der Strahlenbelastung abbekommen haben, während die Zahl der durch zu hohe Bestrahlung sterbenden weiter wächst.

.

http://www.youtube.com/watch?v=nwu5m8ILpRQ

.

Defektes Filtersystem in Fukushima

Die Presseagentur afp meldet laut NZZ vom 21. März 2014: „Der Betreiber der havarierten japanischen Atomanlage Fukushima hat ein System zur Reinigung von radioaktiv verseuchtem Wasser heruntergefahren. Tepco teilte mit, an dem Filtersystem sei ein „Defekt“ entdeckt worden, daher sei es zur Reparatur abgeschaltet worden. Noch sei unklar, wann das System wieder in Betrieb gehen könne, weil die Ursache für den Defekt noch nicht gefunden sei, sagte eine Tepco-Sprecherin.

.

Diese Verlautbarung von Tepco ist natürlich Verleugnung der Folge des Supergaus, dass fortlaufend riesige Mengen verstrahlten Kühlwassers in den Ozean abgeleitet wird. Wobei die sogenannte Filtertechnik, so sie denn funktionieren würde, keineswegs sauberes Wasser entstehen lässt.

.

Mit dem Kühlsystem wird das radioaktiv verseuchte Wasser gereinigt, das zur Kühlung der zerstörten Reaktoren verwendet wurde. Inzwischen ist das verstrahlte Ozeanwasser nebst verstrahlten Fischen an der Californischen Küste angekommen. Die USA sind ja stets optimistisch. Das Filter-System von Fukushima indes musste wegen Unregelmäßigkeiten in der Vergangenheit schon einmal abgeschaltet werden. Im Laufe des Jahres soll ein wirksameres Filtersystem in Betrieb gehen.

.

Gar nicht beachtet wird der unmögliche Umstand, dass die den Schaden verantwortende japanische Atom-Firma Tepco die Notmaßnahmen bewirtschaftet. Das heißt, Tepco arbeitet auf den Atomruinen von Fukushima auf Profit. Folglich werden nicht alle technischen Notmaßnahmen durchgeführt, sondern die Betriebsrechnung bestimmt die möglichen Kosten zur Rettung der Umwelt und zur Rettung der hunderttausenden betroffenden japanischen Opfer des Supergaus von Fukushima vom 13. März 2011.


BREAKING NEWS

Dezember 4, 2013

Liebste Aufruferin, lieberer Herr, danke der freundlichen Nachfrage.

Mir geht es gut.

Am Tag dieser Aufnahme meiner Gulaschzubereitung, 26.November 2013,
wusste ich nicht, dass ich bereits das Ende der Chronik >Lichtgeschwindigkeit<

konkret ansagte.

Die aktuellen Kommentare auf meinem Youtube-Channel sollen hier mit kurzer Information und verbindlichem Gruß
meine persönliche Referenz erhalten.

Meine youtube-Lichtgeschwindigkeit wurde dadurch abgebrochen,
dass youtube, als mein Vertragspartner, meinen Kanal in die
rechtlichen- und kaufmännischen Hände von Google geben wollte.

Mir wurden unangekündigt und ohne persönliche Mitteilung
mein eigener Upload und Kommentarzugang
gesperrt. Das nenne ich corporate identity.

Eine facebook-artige Verwurstung zur Datenfresserei – genannt google + –
sollte zur undefinierten Verfügung über meinen Kanal führen und forderte: Ich sollte den Namen
ändern und in meinem Echtnamen und mit meiner Echt-Email-Adresse
in den Google-Katalog und alle Weiterungen eingehen. Vorauseilend sind
sämtliche Youtube/Lichtgeschwindigkeit Tags aus dem Google-Ranking
verschwunden.

Mein Partner Youtube hat also dafür sorgen lassen ,dass man meine Tags nicht
bei Google finden kann.

Nun war diese ganze Arbeit gleichzeitig eine investigative Methode der
empirischen Sozialforschung zum irren Internetz. Irre deshalb, weil die
revolutionäre Dimension für das soziale Verhalten der Menschen epochale
Verhaltensänderungen mit sich brachten und bringen und deshalb, weil
diese politische Dimension keineswegs in die heutigen Demokratiedefizite
integriert werden, sondern lediglich herrschaftsseitig genutzt werden. Wir hängen
beim großen Bruder am umbilical cord – am manipulativen Tropf.

Ich werde jetzt, sofern es in meiner Zeit möglich wird, einen Bericht über
die sozialen Lichtgeschwindigkeits-Erkenntnise ausarbeiten und dann
publizieren. Zumindest steht mir dafür meine eigene Zeitschrift Neue Sinnlichkeit
Blätter für Kunst und Kultur zur freien Verfügung. Davon erscheint in den nächsten
Tagen eine neue Ausgabe Numero 64, allerdings noch ohne solche Reflexionen.
Und die Blätter werden jetzt im Marbacher
deutschen Literaturarchiv den Interessenten angeboten: DLA. Das freut mich, weil
man mich ja bei Wikipedia umgebracht hat: Hafen von Norderney? das glaubt dir
keiner. DLA muss man wohl glauben.
Ich wünsche Ihnen wohlergehen frohen Mut und Gesundheit.

Korrespondenten-Namen in Emails hatte ich bereits vor Jahren verboten.