Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 20

April 2, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4266

am 2. April 2014

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Die Knast-Regeln für Hoeneß“, titelt BILD.de online. Noch täglich wird der Prominente Schwerverbrecher auf den Titelseiten der Kaufmedien aufgeboten: Uli Hoeneß für die Fibel zur Volksaufklärung enthält stets wie eine Beiladung, auch Wirkungen der allgemeinen Ermüdung, des Überdrusses, aber auch der moralischen Abstumpfung, Auszehrung der Grundhoffnung auf Gerechtigkeit und auf Recht und Ordnung seitens des deutschen Staates und so weiter, ohne es zu überfrachten

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Wenn es also so aussieht, als würden die Massenmedien den Fall Hoeneß jetzt nur noch auslutschen, ohne die Fragen nach Moral, Recht, Sitte, Ethik, Anstand zu thematisieren, dann ist dennoch interessant, wie hier auch unausgesprochen der Machtanspruch des Staates und seiner Bürokratien durchgesetzt wird.

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Der deutsche Gerichtsbarkeitsstaat im Föderalismus – hier der Freistaat Bayern und sein Landgericht München II – setzen durch, dass der Steuerhinterzieher Alles zahlt, was er schuldet, Zinsen und Strafgeld – ein schöner Batzen. Von der Gefängnisstrafe kann sich der Staat nichts kaufen.

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Dass der gesamte Kapitalverbrecher-Hoeneß-Komplex insgesamt und in diversen wichtigen Einzelheit ungeklärt ist, auch nicht weiter staatsanwaltlich ermittelt oder richterlich erörtert wird – dass in dem Vier-Tage-Turbo-Verfahren also die Fragen der Gerechtigkeit ziemlich brüsk und offen ignoriert wurden, ist der Beitrag zur obrigkeitlich-bayerischen Ordnungs- und Autoritätspolitik: Der Steuerkriminelle wird jetzt weggeschlossen und Frieden bricht aus.

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Wie heil die Kräuter sind, so komisch sind manchmal die Verlautbarungen. Aber das Verhalten ist dann ganz anders.

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Der deutsche Staat vernachlässigt im Fall-Hoeneß die Gerechtigkeit und die Abrichtung der Öffentlichkeit durch oberflächliche Ermittlungen. Gleichzeitig wird in Berlin auf höchster staatlicher Ebene ein Steuerkrimineller gefeiert:

Der Chinese Ai weiwei wird in einer „Staatskunstaktion“ im Berliner Gropiusbau gefeiert, der in China als Steuerhinterzieher verurteilt wurde, während also ein anderer dicker Mann vom Tegernsee in München zu dreieinhalb Jahren JVA Landsberg verurteilt wurde.

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Gleichzeitig empfängt Bundespräsident Gauck den Staatschef Xi aus China und die Bundeskanzlerin empfing ebenfalls Herrn Xi Jinping – allesamt waren ja zu DDR-Zeiten in straflagerartiger kommunistischer Obhut. Und das Gerechtigkeitsgefühl der deutschen Wähler war gestärkt. Denn wer wollte da noch Menschenrechte von Gerechtigkeit trennen. Das ist so sicher, wie die Bildung des Uli Hoeneß ungeeignet ist, dass sich Uli Hoeneß, als wichtiger Sprecher seiner sozialen Gruppe „Fußball-und Unterhaltungsfreizeit“, in solche politischen Fragen einmischen würde oder kompetent einmischen könnte.

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Verpitbullung ist auch die Bildungslosigkeit von Peers, die nichts zu sagen haben. Im Fall Hoeneß ist deshalb dennoch nicht auf nachteilige Wirkungen bei Uli Hoeneß selbst zu fürchten. Er wird zukünftig einfach etwas besser aufpassen (lassen),

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Falls der Steuerkriminelle Uli Hoeneß im Gefängnis seine Zeit dazu nutzt, Malerei zu studieren, möglichst zur Staatskunst in Deutschland ästhetisch abweichende großformatige Bilder zu malen und zu zeichnen, wäre es ein klammheimliches Vergnügen für die Gerechtigkeitschulden, die noch staatlicherseits zu begleichen sind, solche Antistaatskunst öffentlich auszustellen.

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Mit Hilfe weltbedeutender Großsponsoren, wie VW, Audi, Allianz, Adidas oder Deutsche Telekom ließen sich sicherlich die internationalen Wirtschaftsbeziehungen mit chinesischen Konzernen und speziell solchen zu Staatschef Xi Jinping nutzen, große Uli Hoeneß-Kunstausstellungen in China, mit großem staatschinesischem Tamtam, herauszubringen. Inzwischen gibt es weltweit beachtete Kunstmessen in China, in Peking, in Schanghai – dass mit Auftritten der Fußballmannschaft FC Bayern zu Ausstellungseröffnungen größte Publikumsaufmerksamkeit erreicht werden kann. Dabei spielt dann der ästhetische Zuschnitt aufs Publikum, verständliche gegenständliche Bildmalereien zu zeigen, einen dankenswerten Schritt in Richtung Moral und Gerechtigkeit, nämlich wenn die Kunst für die Menschen zugänglich und schön ist.

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Man kann nur wünschen: Uli Hoeneß – auf zu neuen Ufern, streng dich an. Malerei ist wie Fußball: Fleiß, viel Gefühl, üben üben, Selbstkritik, Demut, aber auch Individualität und Marktmacht.

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