Hacker und Künstler: Eine Freundin emailt – Doktor Winterlatt antwortet

Mai 10, 2014

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Lichtgeschwindigkeit 4393

am 10. Mai 2014

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Gruß

Ich hatte bei Ihnen angefragt: Sind heute Hacker und Künstler in der Kunst die interessanten Positionen? Inzwischen hatte ich einen Vortrag gehört, welche Eingriffe Staatsanwaltschaften und Sicherheitsbehörden in den allgemeinen Daten- und der informelle Selbstbestimmungsschutz der Bürger praktizieren. Mir scheint, dass sich der Datenschutz aus Sicht des staatlichen Personals genormt und regelgerecht, gesetzeskonform und grundrechtsfreundlich abspielt. Meine Zweifel betreffen aber das, was nun wirklich gemacht wird. Wieso sollte ein Staatsanwalt glauben, dass die Staatssicherheit den Datenschutz achtet? Es ist doch möglich, geradezu wie die Staatsschützer lustig sind. Da kann auch schonmal ein Hagestolz seine Verlobte abchecken, oder nicht?

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Antwort

Es ist nüchtern zur Kenntnis zu nehmen: Im Postfach sitzt die NSA.

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Staatsanwälte müssen ja erzählen, dass der Rechtsstaat normgerecht geführt wird. Denn für jeden etwaigen Regelbruch gibt es grundsätzlich für jeden, vor dem Gesetz gleich, den Rechtsstaat, also es gibt die in jedem Belang wirksame unabhängige Gerichtsbarkeit.

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Wenn Gestapo, NSA oder der thüringer Verfassungsschützer Ausfallerscheinungen haben sollten – ja, das ist dann Künstlerpech.

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Und wenn der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) Akten der NSU-Ermittlungen verschwinden lässt, dann ist das eben schließlich das Primat der Politik in der repräsentativen Demokratie.

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Der Bouffier wurde gewählt und muss sich wieder zur Wahl stellen. Rechtsstaatsbeugung wird von den Wählern begleitend kontrolliert und bei Wahlen nachträglich gesteuert. Verfassungsbrecher müssten abgewählt werden.

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Es ist heute auch für Staatsdiener sehr sehr schwer, den Glauben an den Rechtsstaat nicht zu verlieren. Das betrifft auch die Juristen und besonders auch alle Staatsanwälte, jedenfalls diejenigen, die nicht beim Verfassungsschutz als Geheimdienstler tätig sind.

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Spätestens im Jahr 2022 – so schreibt gerade Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung – wird die gesamte Kommunikation zwischen Rechtsanwälten und Gerichten elektronisch abgewickelt. So ist das Gesetz. Die Anwaltskammern sind vom Gesetz angewiesen, bis zum 1. Januar 2016 jeden deutschen Advokaten mit einem besonderen „elektronischen Anwaltspostfach“ auszurüsten, über das dann der gesamte Schriftverkehr abgewickelt werden soll. So will es das Gesetz zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten“, das im Frühsommer 2013 beschlossen wurde – kurz bevor der NSA-Skandal ans Licht kam.

Seitdem wächst unter den deutschen Anwälten die Angst, dass mit ihrem umfassenden Anschluss ans digitale Zeitalter auch das Schicksal des Anwaltsgeheimnisses umfassend besiegelt sein wird – weil in jedem elektronischen Anwaltspostfach die NSA oder ein anderer Geheimdienst sitzt.

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Abhör- und Zugriffsicher, so haben die Anwälte von Snowden gelernt, ist nichts und die Umgehung der gesetzlich vorgesehenen Verschlüsselungen ein Kinderspiel.

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Das Anwaltsgeheimnis ist aber der Kern des Berufsrechts der Anwälte: es geht um die elementare Pflicht, die vertraulichen Informationen der Mandanten vertraulich zu halten. Wie soll das funktionieren, wenn der Anwalt nicht mehr garantieren kann, dass kein unberechtigter Dritter darauf zugreift. Das war schon bisher problematisch, weil die Sicherheitsgesetze der jüngeren Zeit auf das Berufsgeheimnis der Anwälte keine Rücksicht nehmen: Telefonüberwachung, Lauschangriffe, Spähangriffe und Computer-Durchsuchungen … Der Europäische Gerichtshof hat das vor einem Monat in einem Urteil gegen die Vorratsspeicherung scharf gerügt. … Das Speichern von Kommunikationsdaten darf nicht die Berufsgeheimnisse der Anwälte, Ärzte, der Journalisten und der Geistlichen aushebeln.

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Für den ungeschützten Privatmenschen gibt es keine Sicherheitssoftware oder Verschlüsselungen – es gibt nur die intelligente, anonyme Multinutzung des Internetzes im KuckucksUse.

Kuckuck


Hacker und Künstler: Eine Freundin emailt – Doktor Winterlatt antwortet

Mai 7, 2014

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Lichtgeschwindigkeit 4380

vom 7. Mai 2014

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Gruß

Was meinen Sie, sind nicht die Künste immer mit der Zeit gegangen und haben die neuesten Werktechniken und verfügbaren Technologien für Kunstproduktion verwendet? Sind heute Hacker und Künstler in der Kunst die interessanten Positionen?

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Hacker schreiben Programmcode und Hacker schreiben Programmcode um.
Programmcode gestaltet und beeinflusst immer stärker unsere Realität und wer Programmcode umschreibt, erschafft eine andere Wirklichkeit.

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Gestaltung von Wirklichkeit war lange die Domäne von Schriftstellern und Künstlern. Heute tritt der Hacker hinzu und verschmilzt mit dem Bild des Künstlers: Der Hacker wird zum Künstler und der Künstler zum Hacker. Der Hack erschöpft sich nicht im Schreiben von genialer Software, der künstlerische Hack erstreckt sich ebenso auf Symbole, Geräte und (soziale) Medien.
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Software-Architekturen sind immer, „politisch und ästhetisch codierte Schriften“. Der Kampf um die Zeichen und Symbole fängt erst an: Wirklichkeit wird künstlerisch recodiert.

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Antwort

Jedes Gewerk hat seine Niederungen und seine Spitzen bis rauf zu Genieleistungen. Das kann in der Genieleistung stets nur unter Entfaltung auch von Künstlerfähigkeiten gelingen, dazu gehören nicht nur Wissen, Können – ausdrücklich handwerkliches Können und Materialverarbeitungserfahrung, Dynamik, Inspiration, Fleiß, Finanzgenie usw.

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Kurz: Jeder herausragende Hacker ist auch Künstler.

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Noch kürzer: Ich kenne keinen Künstler, der als Hacker irgendwelche Werke zustande bringt, wenn er nicht zuerst alle Hackerkenntnisse auf die Reihe bringt.

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Sogenannte Künstler, die an Soft-und Hardware herumfummeln, ohne die Kenntnisse, nur von künstlerischem Wollen herkommend, sind öde und überflüssig.

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Kein Hacker und kein Kunstkritiker estimiert Hardware-Gadgets, wenn diese nur äußerliches Herumgemache zeigen, aber nichts von IT oder Virtualität haben oder davon ahnen lassen.

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Wieso sollte jemand auf der Re:publica einem Referenten zuhören, der nichts kann? bereits Sascha Lobo ist doch nervend, weil er kein Soziologe ist, sondern sich nur als Überschriften-Geber aufspielt: Was ist denn eine NSA-Attacke? was ist ein NSA-Anschlag? was wäre, wenn wir eine Gestapo mit NSA-Technik bekämen?

Kuckuck


WAS weiß NSA? Und: Können wir uns wehren? Eine Freundin emailt – Doktor Winterlatt antwortet

Mai 6, 2014

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Lichtgeschwindigkeit 4375

vom 6. Mai 2014

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Gruß

Die Diskussion und die Aufklärung seitens des Bundestages scheinen ja eher klein beizugeben als die gesamte Sache ernsthaft beeinflussen zu wollen. Ich frage Sie: NSA, der BND – und wir?


Was weiß die NSA über uns und wie können wir uns dagegen wehren?
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Spätestens seit Edward Snowden wissen wir, dass wir täglich ausgespäht werden. Wir wissen, dass die NSA und ihre befreundeten Geheimdienste uns mit Programmen wie PRISM, Squeaky Dolphin, Tempora oder XKeyScore überwachen und keine Kosten und Mühen scheuen um an unsere Daten zu gelangen. Doch was steckt hinter diesen kryptischen Kürzeln? Sind es wirklich nur “die Amerikaner” oder sind britische und deutsche Geheimdienste keinen Deut besser?

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Was bedeutet die komplette Überwachung der Kommunikation für Demokratie und politische Veränderung? Warum ist es wichtig, dass Merkels Telefon nicht mehr abgehört wird, deines aber schon? Und was und warum wollen die eigentlich mit unseren Daten?

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Nachdem wir im ersten Teil die Enthüllungen von Edward Snowden noch einmal revue passieren ließen, wirft der zweite Teil die Frage auf, was das eigentlich alles für uns bedeutet und was wir dagegen unternehmen können – wie können wir uns technisch vor einer Totalüberwachung schützen und was muss politisch getan werden um den NSA-Skandal wirklich für beendet erklären zu können?
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Muss ich Politikwissenschaft, Soziologie und Rechtswissenschaft studieren, um zum Themenkomplex Datenschutz, Überwachung und Kontrolle wissenschaftliche Arbeiten und Artikel zu verstehen?

Halte ich etwa Workshops und Vorträge zum Thema für meine Lieben ab, die aber auch keinerlei Ahnung und Problembewusstsein dafür haben?

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Antwort:

Schauen Sie sich mal meine Youtube-Videos LICHTGESCHWINDIGKEIT zum IT-Revolutions-Thema an: Vom Kinderporno-Theater bis zum BERLINER MANIFEST finden Sie Wertungen und Leitbilder, wie man als Laie nunmehr das heutige leben annehmen kann, ohne nur noch OPFER oder schmerzbefreit zu sein.

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Sie müssen nicht gleich Teil des Forschernetzwerks surveillance-studies.org, bloggt bei netzpolitik.org oder Mitglied des Vereins Digitale Gesellschaft werden. Beispielsweise bei mtmedia.org setzt man Datenschutz auch ganz praktisch um: Das mtmedia.org-Kollektiv betreibt sichere, nachhaltige und datensparsame Kommunikationsdienste.

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Ich mag nicht, wenn man sagt: Das Leben ist kurz – ich habe was Besseres zu tun.

Wir sind hier – noch – weil andere vor uns da waren. Ich meine, wir müssen die IT-Revolution allein deshalb annehmen und mitgestalten, weil andere nach uns kommen, denen wir nicht nur Rolltreppen, Überwachungskameras und Autobahnen vererben, sondern eine Lebenskultur der Menschlichkeit und der menschlichen Selbstbestimmung, statt nur die Robotik und die Telematik ihrer ökonomischen Plänkeleien zu überlassen.

Kuckuck


CCC diskutiert Demokratie: Eine Freundin emailt – Doktor Winterlatt antwortet

April 21, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4321

am 21. April 2014

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Gruß

Die Einschränkung der Privatsphäre ist nicht nur ein privates, sondern auch ein gesellschaftliches Thema. Das wird in den Massenmedien, und auch beim CCC, bisher wenig diskutiert.

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In den Massenmedien werden diese Probleme entweder auf beteiligte Köpfe, auf Gut gegen Böse oder gar nicht gebracht. Komplexe Zusammenhänge, die nicht als Bild in Schwarz-Weiß kommen, werden meist ganz weggelassen.
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Das genau ist der Punkt. Ich versuche, das zu erklären:

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Wenn ich nicht will, dass mein Browserverlauf, oder wie das technisch richtig heißt, veröffentlicht wird, weil ich nicht will, dass meine Kollegen wissen, wie oft ich Happy Tree Friends angesehen habe, dann ist das ein privates Thema. Sicher ein legitimes Anliegen, aber ein persönliches.
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Wenn ich keinen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst bekomme, weil ich in meiner Jugend einmal beim Psychiater war, dann ist das auch ein Thema, das zuerst einmal nur mich betrifft, wenn die Folgen auch schwerer sind.
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Wenn vor meinem Haus ein Lastwagen mit der grauen SA von der Atom-Mafia hält, und mich maskierte Männer mit Stahlstangen verprügeln, weil ich mich über Ökostromanbieter informiert habe, dann ist das immer noch mein persönliches Problem, wenn auch ein gravierenderes.
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Das ist der Aspekt des Datenschutzes, den Bildzeitung und CCC behandeln. Und zu Recht. Der gesellschaftliche Aspekt ist ein anderes Thema:
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Wenn die Anbieter von Happy Tree Friends pleite gehen, weil sie keine Kunden mehr haben, dann wäre das kein gesellschaftliches Problem.
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Wenn im öffentlichen Dienst lauter Psychopathen rumlaufen, weil diejenigen, die dort eine Karriere einschlagen wollten, nicht zum Psychiater gegangen sind, dann ist das eben nicht nur ein persönliches Problem.
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Und bei den Schlägertrupps der Atom-Mafia wäre ja nicht nur die Folge, dass die Ökostrom-Anbieter pleite gehen. Es fehlt dann auch die gesellschaftliche Stimme, die diese Themen anspricht. Und es gibt eine Menge diffusen Frust. Wenn man sich nicht mehr trauen kann, öffentlich etwas gegen Atomstrom zu sagen, dann sind die Menschen deswegen trotzdem nicht alle einverstanden, und es wabern, zum Teil sicher auch falsche, Gerüchte herum.
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Und durch diese, sicher immer wieder unzutreffenden Gerüchte, kommen die Atomstromgegner in Verruf, und die Maßnahmen scheinen um so mehr gerechtfertigt.

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Das sind Dinge, die die Bildzeitung nicht anspricht, und auch der CCC nicht. Weder die gesellschaftliche Funktion, dass Demonstrationen auf Missstände hinweisen, noch, dass eine öffentliche Diskussion am besten geeignet ist, die Schieflage mancher Zeitgenossen zu korrigieren.
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Disclaimer: Ich will hier in keiner Weise nahe legen, dass Unternehmen der Atomindustrie irgendwelche Schlägertrupps bezahlt hätte. Solche Angriffe sind mir nicht bekannt. (Was wahrscheinlich einmal mehr meine Unwissenheit dokumentiert.) Insofern ist das ein fiktives Beispiel. In anderen Ländern sind aber durchaus Gewerkschafter unter sonderbaren Umständen ums Leben gekommen.
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Das ist das eine Thema: Die Folgen einer Einschränkung der Privatsphäre FÜR DIE GESELLSCHAFT werden nicht diskutiert.

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Das anderer Thema, was nicht diskutiert wird, sind die Bedrohungen für den Einzelnen, und dessen FOLGEN FÜR DIE GESELLSCHAFT. Meine Privatsphäre brauche ich ja unter anderem deswegen, weil ich bedroht bin.
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In Ägypten, weit weg, sollen die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz von Kamelreitern angegriffen worden sein. Und da versteht man, warum das schlecht für eine Demokratie ist. In Deutschland sind regierungskritische Demonstranten mit Farbbeuteln angegriffen worden, und da wird, ganz sonderbar, nicht darauf eingegangen, dass das ein gesellschaftliches Problem ist. Schließlich haben diese Menschen ein Anliegen, und wenn sie den Bildungsplan tatsächlich nur „falsch verstanden“ haben, dann ist es wichtig, dass das bekannt, und der Bildungsplan besser erläutert wird.
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Aber anscheinend ist es kein Problem, wenn sich hier und heute schon Menschen nicht trauen, auf Demos zu gehen, weil sie Angst vor Angriffen haben. Dass Plakate mit der Aufschrift:
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Homophobe und Faschisten
fisten fisten fisten –

die Menschen vielleicht nicht gerade in der Ansicht bestärken, dass sexuelle Vielfalt erstrebenswert ist. Der eine oder andere wird wahrscheinlich mit der Ansicht heimgegangen sein, dass das nicht die Leute sind, denen er seine Kinder anvertrauen will, insbesondere da die „Toleranten“ klar gemacht haben, dass sie das auch umsetzen wollen, was sie da sagen. (Die Polizisten sind ja nicht nur mit Fäusten, sondern auch mit den Füßen traktiert worden.)
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Und auf der anderen Seite haben wir damit ein Klima, in dem sich Menschen mit einer gewissen sexuellen Orientierung nicht immer ganz angenommen fühlen. Und vielleicht auch nicht immer ganz sicher.
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Was ich damit sagen will: Wenn Menschen Angst haben, auf eine Demo zu gehen, dann ist nicht nur die Versammlungsfreiheit dieses einen Menschen bedroht. (Art. 8 GG) Das an sich ist ein Thema. Es ist auch der gesellschaftliche Friede bedroht.

Zurück zur Bildzeitung, und den anderen Massenmedien. Ja, die berichten über die Demos. Dort heißt es, auf der Demo waren „Fundamentalisten und Nazis“. Dass diese Menschen ganz vernünftige Fragen hatten, beispielsweise
– ob jede, wirklich jede sexuelle Spielart akzeptiert werden muss. Und wenn nein, wo die Grenze liegt,
– warum die Pädophilen-Organisation Krumme13 zur Teilnahme an der Gegendemo aufgerufen hat

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– wenn Akzeptanz von Pädophilie nicht die logische Konsequenz der Forderung nach sexueller Vielfalt ist.

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– oder was „Elternrechte“ in der Situation bedeutet.
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Davon findet man in den Massenmedien nichts, das wird auf die persönliche Ebene herunter gezogen.
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Bei der Petition von Gabriel Stängle das selbe: Da heißt es, das sei ein Fundamentalist. Die sind eben so. Dass er eine verstehbare Frage hatte, nämlich, warum das Geschlecht von der Gesellschaft erzeugt sein soll, die Sexualität dagegen festgelegt. Das eine soll hinterfragt werden, das andere ungesehen akzeptiert. Wie soll er das seinen Schülern erklären?
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Auch das erwähnen die Massenmedien nicht, auch da ziehen sie die Frage auf die persönliche Ebene herunter.
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Und jetzt gibt es „Verhandlungen“ mit „Kirchenvertretern“, „Änderungen“ am Bildungsplan – aber die Fragen bleiben unbeantwortet. Man hat sich sogar von den Pädophilen distanziert. Aber wirklich erklärt, warum sie gekommen sind – wenn das nicht zu „sexueller Vielfalt“ gehört, das hat man nicht.
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Kennen wir dieses Verhalten nicht irgend woher? Richtig. Bei den S21-Gegnern das selbe. (Und nicht nur da.) Die haben doch auch Fragen:

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http://www.youtube.com/watch?v=17UvRFutCyU
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– Zur Finanzierung evtl. auftretender Mehrkosten (Alleine seit der Volksabstimmung 1.500.000.000 Euro, und das, bevor man einen Meter Tunnel gebaut hat.)

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– Zur Sicherheit

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– Zur Ausbaubarkeit
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Ich denke da an die Worte eines Juristen im Staatsdienst: Ja, es mag sein, dass es dafür Antworten gibt, und ich sie nicht kenne. Aber sie werden eben so schlecht kommuniziert, dass auch andere sie nicht kennen. Auch im Dialog 21 wird darauf nicht eingegangen. Ich habe mir gerade die Seite http://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/ angesehen, und auch da nicht gefunden, wo auf die Gegenargumente eingegangen wird.
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Und Herr Kretschmann schreibt einen offenen Brief, in dem er sagt, dass er die Entscheidungen in Zukunft transparenter machen will.

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Nun ja, beim Bildungsplan ist ihm das nicht geglückt. – Ganz konkret: Er hat weder mit dem Initiator der Petition, noch mit den Organisatoren der Demos gesprochen – nur mit handverlesenen „Kirchenvertretern“.
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Zurück zu S21: Herr Kretschmann sagt, dass das Land nicht mehr Geld geben wird als zugesagt. Aber was er tun will, wenn das Geld zu Ende ist, und die Bauarbeiten halb fertig, das sagt er nicht.
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Und: Ja, es gibt eine Berichterstattung über die Demos, auch in der oben erwähnten Zeitung. Aber auch da wird das auf die persönliche Ebene herunter gezogen: Das sind Berufsdemonstranten, Menschen aus den Halbhöhenlagen, Menschen, die nur auf die Demo gehen, um ihre Freunde zu treffen. Ein Kollege von mir meinte, die Demonstranten würden bezahlt. Wer das Geld und den Willen hat, die vielen Demonstranten zu bezahlen, das konnte er mir auch nicht sagen, aber er war sich sicher, dass diese Menschen nur demonstrieren, weil sie dafür bezahlt werden.
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Und auch der Datenschutz wird auf die persönliche Ebene gezogen. Die Menschen sagen dann: „Mich stört es nicht, ich habe nichts zu verbergen.“ Gut, wir glauben das nicht, aber wenn es wahr wäre, was für ein Argument wäre das? Wenn die Überwachung tatsächlich nur für Ärzte, Seelsorger und Journalisten ein Problem wäre, wäre sie dann richtig?
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Das sprechen die Zeitungen sogar hin und wieder an. Dass die Ärzte auch Patienten haben, und dass es finanzielle Folgekosten haben könnte, wenn sich Menschen nicht behandeln lassen, wenn sie Angst haben, das geht dann meistens unter.
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Vielleicht wird noch erwähnt, dass Journalisten Korruption nicht aufdecken können, weil sich die Informanten nicht trauen, ihnen die Informationen zu geben. Dass es Folgekosten für die Gesellschaft hat, wenn Korruption nicht aufgedeckt wird, dass die Folgekosten vielleicht höher sind wie die Gewinne durch die aufgeklärten Verbrechen, das kommt in der Diskussion nicht vor.
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Nun sind die Homo- und S21-Debatten nicht das Kernthema des Chaos Computer Clubs CCC. Der Datenschutz wird aber in der selben Weise auf die persönliche Ebene heruntergezogen. Und das ist ein Thema, das man behandeln könnte.
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(Dass die Massenmedien praktisch alle Pro-Homo sind, und die Gegenpositionen vornehmlich über das Internet verbreitet werden, das ist auch ein Thema für den CCC, aber nicht die Antwort auf die obige Frage.)
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Wobei ich nicht sagen will, dass K21 wirklich die bessere Lösung ist. Was ich sagen will ist, dass die Frage zwar behandelt wird, aber herunter gezogen auf die Ebene der Befindlichkeiten, Pro-S21 und Contra-S21 sind ähnliche Fragen wie Pommes „rot“, oder Pommes „weiß“, bei der mein Geschmack meine Haltung bestimmt. Die Bildzeitung hat sogar Aufkleber für beide Richtungen geliefert: Stuttgart Neinundzwanzig, und Stuttgart Meinundzwanzig. Und ähnlich wird es auch mit dem Datenschutz gemacht: „Es stört mich“ oder „es stört mich nicht.“ Und das wird dem Thema nicht gerecht.
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Und eben weil der gesellschaftliche Aspekt des Datenschutzes relativ wenig diskutiert wird, habe ich hier einen umfassenderen Text dazu geschrieben. Ich wollte darlegen, dass es nicht nur um persönliche Befindlichkeiten geht, sondern um gesellschaftliche Themen. Und das bezieht sich nicht nur auf die Konfliktparteien, da geht es auch um das Vertrauen in den Staat, die Polizei und die Schulen. Und da geht es auch um das Vertrauen der Politiker zu freier Meinungsäußerung im Internet.

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Antwort

Ein solcher Schwall von Gedanken wirkt ernst gemeint – so muss es ernst genommen werden und respektiert werden. Dazu gehört aber eigentlich, dass ein solcher Text strukturierter daher gebracht werden müsste, damit etwaige Adressaten besser verstehen könnten und sich die Mühe machen, darauf einzugehen.

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Wir blicken auf vielfältige Geschehnisse. Dieses Geschehnisse gehören dem Politischen und dem Gemeinwesen an. Und sie gehören der politischen Bildung, der Information, der Kommunikation, schließlich der politischen Artikulation an. Bzw. spätestens wenn die Kommunikation stockt oder verebbt, weil dafür die gemeinsame Sprache, die Wertegemeinschaft, das gemeinsame Demokratieverständnis und soziale Dynamik, Mut oder Angst die Demokratiegemeinschaft zu sehr durchlöchert – dann sind Öffentlichkeit und Erfahrung im Abseits gelandet. Da helfen kein Schwarm, keine Massenemailaktion und keine Handzettel.

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Dass der Chaos Computer Club (CCC) mit den Angelegenheiten der IT befasst ist, reicht allein zur Einsicht, dass alle CCCler von IT-Politik reguliert werden.

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Ob sich der CCC dafür zuständig findet oder nicht, drückt nur die unverschuldete oder selbstverschuldete Unmündigkeit aus, die Verhältnisse, denen man unweigerlich ausgesetzt ist, mitzugestalten.

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Hinzu kommt eine moralische Verpflichtung für den CCC: IT und IT-Revolution sowie die defizitäre IT-Politik erfordern eine enorme technische Kompetenz.

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Nur IT-ler und Telematen, dazu Hacker, Nerds und Geheimdienstler kennen jeweils Teilbereiche dieser Weltrevolution. Wer von Soziologie etwas versteht, hat oft Defizite in den technischen Fragen, Juristen pflegen meist nur ihre gesinnungsethischen Normen, statt den Alltagsfarben der Empirie zu gehorchen. Der CCC jedenfalls ist eine Freiwilligenfachschaft, die oft lustorientiert zusammenkommt – da folgt jeder seinem kreativen Impuls.

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Kurz, im CCC gelten harte naturwissenschaftliche Strategien und große Unlust dafür, sich in entweder gesinnungsethische (Parteien und Lobbyisten) oder verantwortungsethische (Weltretter und Moralisten) Laiengespräche einzulassen.

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Es ist die Einschränkung der Privatsphäre nicht nur ein privates, sondern auch ein gesellschaftliches Thema.
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Wenn in Massenmedien über Europarat-Anhörung: Snowden fordert Ende der verdachtlosen Überwachung oder über Maas‘ Anti-Nacktbilder-Pläne lösen Protest aus oder Smartphone, öffne dich oder über Facebook startet Freunde-Finder berichten, kann man doch sehen, wie sehr bzw. wie dürftig die Gesellschaft diese „Lieferungen“ kauft und auch, wie intensiv Antworten aus der Gesellschaft an die Medien rückgemeldet werden.
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Diese Ausbeute finde ich jetzt so unbeachtlich nicht. Welche Aufklärung und Initiation politische Sendungen aus dem CCC an die weite allgemeine Öffentlichkeit bewirken können – da habe ich doppelte Zweifel:

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EINS Die CCCler sind politisch und soziologisch überwiegend blöd, unwillig und unfähig an Nichttelematen verständliche Botschaften auszusenden. Das macht schon Journalisten, Soziologen und Politikern schwer, CCC-Anregungen aufzugreifen (s. die 17 in der BMI-IT-Enquetekommission).

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ZWEI Die allgemeine Öffentlichkeit knüpft immer da an, wo sie selbst dazu angereizt und motiviert ist und keineswegs, wo sie aus gesellschaftlicher Pflicht heraus lernwillig und meinungsfreudig einschwingen müsste. Damit wäre alle Selbstüberwindung und Liebesmüh‘ des CCC vergebens.

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FOLGLICH bieten sich verschiedene probate Möglichkeiten, im CCC eine it-soziologische Gesprächsszenerie anzufüttern:

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– Die vom CCC öffentlich angebotenen Vorträge, so gut wie möglich, weiterhin anzubieten.

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– Innerhalb der regelmäßigen Stammtische und Treffen im CCC weiterhin informelle Gespräche und Meinungsaustäusche zu suchen und gelegentlich mitzumachen.

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– Wer möchte, sollte auch in den Threads seine Spuren eintragen und auch die Anregungen anderer zu beantworten suchen.

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– Einladungen als Fachreferent anzunehmen oder als Informant für Publizisten dienlich zu sein.

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– Einzelne CCCler sollten auch gelegentlich auf die in Massenmedien publizierten it-politischen Positionierungen aufgreifen, kritisieren und aus IT-Sicht aufmischen. Oft kommen sehr plumpe Interessenten aus dem Staatsschutz oder aus der IT-Industrie zu Wort, die wichtige Argumente oder Verwertungsbedenken ausblenden oder weglassen.

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– Hauptgewicht und Pflichterfüllung gegenüber der Gesellschaft und den Werten im Rechtsstaat können CCCler verwirklichen, indem sie die in der Öffentlichkeit promoteten Themen und Werte zur IT zu verstehen suchen und sich dazu und darüber hinaus Höchstkompetenz zu erarbeiten.

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– Der CCC kann durch Verlässlichkeit und Kompetenz große allgemeine und spezielle Wirkung erzielen. Während ideologische Beiträge zum allgemeinen Palaver und als Sprudelköpfe im Geräuschpegel lediglich Ansehensschwächung für den CCC und seine Mitglieder erzeugt.

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P.S. Ich finde in einer unsystematischen impressionistischen Aneinanderreihung von Beispielen, wie Oben, das ausgedachte Beispiel mit den SA-Atomschlägern irreführend – dafür sind empirische Fälle zu nennen. Entweder Du hast was zu sagen oder nicht. Mindestens müsste die WARNUNG ausgesprochen werden, was mit der heutigen NSA-Entrechtung an Freiheit, Sicherheit und Demokratie bliebe, wenn statt Großer Koalition ein Nazi-Einparteien-Regiment an der Macht wäre.

Kuckuck


Traditionelles Schoko-Osterhasenwickeln

April 14, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4302

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Doktor Winterlatt informiert:

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Die Jahreszeit bringt es mit sich, dass – wie alle Jahre – die restlichen Schoko-Weihnachtsmänner und Schoko-Nikoläuse umgerüstet werden.

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Aus Weihnachts-Häschen wird Ostermann, aus Nikolaus wird Nikola.

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Doktor Winterlatt empfiehlt: Trennung derjenigen saisonalen Schoko-Hohlkörper, die zur Verköstigung gedacht sind, von denjenigen, die mehrfach aus- und eingewickelt werden sollen. Der Frische halber können die Schokomehrfach-Hohlkörper zusätzlich mit Konservierungsstoffen (für Biertrinker ginge auch Konserbierungsstoff) angefüllt werden. Dazu passt Kleingedrucktes, das so klein gedruckt wird, dass es unleserlich ist.

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Doktor Winterlatt klärt auf: Die Emailtexte der Freundinnen an Doktor Winterlatt in der Lichtgeschwindigkeit sind häufig voller Rechtschreib- und Tippfehler. Diese Texte werden – soweit sie semantisch undeutlich daherkommen – sinngemäß verbessert, z. B. in Verwechslung von das mit dass – ein Fehler, den anscheinend heutige Emailtexterinnen oft machen und weitgehend gar nicht erkennen bzw. die selbst, als Leserinnen, an der Satzstellung im Bedeutungszusammenhang ein Das als Dass semantisch zutreffend interpretieren, auch wenn es als verwechselbares Das nur mit einem s geschrieben steht. Womit die unterschiedliche Schreibweise in dieser Hinsicht nutzlos wird.

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Kann die sozio-semantisch-rezeptive Verhaltensweise des Richtigverstehens des Falschgeschriebenen als Konstante beobachtet werden, steht uns eine Änderung der offiziell richtigen Schreibweise (Grammatik) zu erwarten. Demzufolge müsste nämlich das Dass mit Doppel-S verschwinden.

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Ferner gibt es seltene semantische Fälle, in denen der Autor zur differenzierten Wert-Formulierung tatsächlich entweder die eine Schreibweise mit s oder die andere mit ss verwenden muss. Je nach Absicht des Autors also beide Dasse möglich sein können, aber nur eine zugespitzt ausdrücken kann, was der Autor meint, weil mit unterschiedlicher Schreibweise allerdings damit unterschiedliche Bedeutung gemeint wäre.

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Die Leserin könnte folglich nur bei der exakten ss- bzw. s-Schreibweise semantisch deuten, was gemeint sein soll. 

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Der durchgängig auf die Schreibweise mit einem s beschränkte Gebrauch des Das würde den Verlust der Bedeutungsgenauigkeit als Vermögen unserer deutschen Grammatik bedeuten.

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Sonstige Fehler in den zu beantwortenden Emails der Freundinnen werden von Doktor Winterlatt als konstituierender Bestandteil der jeweiligen semantischen Botschaft und als legitimer Selbstausdruck unkorrigiert eingestellt.

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Doktor Winterlatt bemüht sich stets, um sinnvolle Beantwortung und Einlassungen.



Rolling Stones Mass: Eine Freundin emailt – Doktor Winterlatt antwortet

April 4, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4272

Lieber Kuckuck. Betreff: ohne mass
Stones Konzert in D’dorf am 19.6. 780 € für einen Stehplatz im „Diamond Circle“ vor der Bühne und 960 € für einen Sitzplatz im Rang seitlich der Bühne. Für mich ist es wegen der Anreise zu teuer aber für dich passt es doch.;-)

Gruß

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Lieber Kuckuck

Da hat sich gegenüber unseren Studentenzeiten wenig geändert.
1000 sind ja etwa für damalige Verhältnisse 100.
Ich erinnere mich an Bremen und Deutschlandhalle 1967 an sowas wie 18 Mark bzw. Gruga-Halle in den 1970gern 27 Mark.

Damals wars noch richtig schwierig – schlecht akustische Hallen und keine Akustikmonitore auf der Bühne, schlechtgestimmte Gitarren und falsche Singstimmen waren normal – what shall a poor boy do? wenn er seinen Gesang gar nicht hört, stattdessen Kettensägengekreische aus den hochtönenden Gitarrenkästen.

Youtube bringt stets das Neueste gut aufgenommen aus aller Welt – die Begegnung mit Kindern und Enkeln trifft mich ja ohnehin nicht, allerdings: was könnte man denn heute mit 1000 sonst Sinnvolles tun?
Mussinifarben kaufen! Tube 30-70 Euro – da denkt man beim Kaufen immer an Aquarell.
Kuckuck